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Verlag Langpässe 21
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Nr. 11.
Mittwoch, 17. Januar 1923.
71. Jahrgang.
M Enning Kl NIIMilh'ö. I M llWwmdeWe an Wt Z«kn»«r.
" “ bl// W.T-R Pari». 17 Ran. Wie die Savasagentur,.bk
Das Wort stammt aus einer der vorsichtigsten eng- tischen Zeitungen, und es ist gesprochen, um die Aus- mcrksamkeit der, wie es in dem nämlichen Blatte heitzt, „ruhigsten aller britischen Negierungen" auf ein welthistorisches Gefcl)ehen zu lenken.' „Die Geschichte Euro- p»rs", sä-rciben die '„Times", „hat einen plötzlichen Sprung in eine neue Sphäre getan". An die wirt- cl-ustliche Regelung, die noch während der Pariser Konferenz als die gemeinsame Ausgabe galt, sei nach den etzten Ereignissen kaum mehr zu denken, die militäri- rl>e Gewalt verändere die Lage entscheidend. Auch die tiegiernng Bonar Law, die „ruhigste" von allen, werde sich mit dieser neuen' Gärung Europas irgendwie befassen müssen. Frankreichs Wagnis fei ungeheuer: denn sein Versuch könne nur endgültigen Erfolg haben oder endgültig scheitern. Und „Westminster Gazette", eine Borkämpfevin europäischer Gesinnung und wirtschaftlich friedl:cl>er Denkart, fügt dein hinzu: die französische Gewaltanwendung sei nicht beendet: nichts
könne die Franzosen hindern, nach Berlin zu marschieren.
Obwohl die britische Regierung nach wie vor entschlossen scheint, wie während des Weltkrieges ein schweizerischer Dichter für seine Volksgenossen es aus- »riickte. zu „harren, was da werde", zeigen die erwähnten Musterungen, dast man in England fast bester als in Deutschland die betäubende Höbe des Spiels erkennt, bas sett im Festland-Europa gespielt wird. In der Tot, wer spricht nach der neuen Katastrophe des deutschen Geldes noch von der Stabilisierung der Mark oder Sem Ausgleich des Reichshaushalts, nach der Besetzung »es Rvhrgcbiets noch von Reparationen, von Moratorien. Anleihen. Gläubigerkonferenzen?
Reue Mittel führen zü neuen Zielen. Die Mittel, die Frankreich nnwendet. lernen wir stündlich kennen', die Ziele mutz die Zukunft zeigen. Vorläufig hat die Neparationskomm'istion am Dienstag mit drei Stimmen. bei Stimmenthaltung des englischen Vertreters, weitere vorsätzliche Verfehlungen Deutschlands fest- pestcllt und damit Herrn Pomcarö neue Unterlagen für sein „Strafprogramm" geschaffen. Db den Franzosen die Gründung eines autonomen Kohlenfnndikats und die Schaffung eines eigenen Zahlungsmittels für das Ruhrgebiet gelingen wird, bleibt adzuwarten. Jedenfalls must man auf ihre weiteren Mahnahmen sehr gespannt sein.
Rot und Gefahr rütteln an dem Bestand Deutschlands. Aber sie stostcn auf ein zum Nusharren entschlossenes. in der Abwehr geeintes deutsches Volk!
Mslellvin imiet Jetietil'nger featlfllanüs.
D. Paris. 17. Jan. (Eia. Drabtbericht.z Dir Reva- rationskommlstion trat gestern morgen von ll bis 11.30 llnr zu einer Sitzung zulammen, um mit drei Stimmen neue 2-rsehlungen Deutschlands bei den Kohlen-, und Viebliererungen fcbzustelleu. Der englisch« Delegierte C o o k. der an Stelle des erkrankten Sir Jokm D-ad- dnrn der Sitzung beiwohnt«. entbleit lick der Stimme. Der iral'enüchc D>lcgiiite bat nicht den ennMch französischen Brief unterzeichnet weil Deutschland die K oblen lir fern n gen nach Italien nicht eingestellt bat. Der Am«rilaner Bonden lvobnte der Sitzung elrrnkalls bei. nab aber keinerlei Erklärungen zu den Verhandln,'" gen ab.
Halbamtlich wird dazu mitgeteilt: Die Revaratlons- kommilsirn bat gestern der Kriegslaltenkom m t f J i on mitneteilt. da» kie auk Gmnd der Einlielluna der Koblen- und Biel lieierunaen mit d-el Stimmen neuen eine Stimmenthaltung. die des englischen Vertreters, eine Derteblnna festneltellt nnd die oOiierten Rememmaen gematz 17. Anlage 2 Teil R des D'e"sailler ftriedensvertrnges in Kenntnis nelebi bobe. In dem ofmiellcn KomnruniauS wird erklärt dr.b die Anhörung deutick>er Delenie-ter nicht mehr ei forderlich erschienen sei. da eine vorsätzliche Verfehlung offensichtlich war.. ^ ^
W.T-H. Baris, 17. Jon. Nach dem ..Journal werden im Renarat'onsaussmuh die Verhandlungen' über die deutlichen Verschlungen fortaeletzt werden. Di« Der- ieblunoen bei den 2 i i ck st e s f l > e f e r u n g e n und be, der Dvrchkübiuna der f-anzösi'cherseits geforderten arobea öffentlichen Arbeiten erio-derten ern Borftud um. mit dem man begonnen babe. Beziinsich der ^enzol- kiesernnaen on Italien werde di« deutsch« Berfeblung unverzüglich seltgestrlll werden.
Die nächsten Mahnahmen.
W.'r.-B. Paris. 17. Jan. Die Hcivasanentur berichtet tlber die nächsten Mahnabmen. Infolge der neuern feit = nett elften Verfehlungen Deutschlands bei den Koblinliefeningen bullen sich die französische und d>« belnilcke Aegieruum entchlollen. sofort .au« Konto der AM-rrten die K r b l e n st e u e r in den beieUtcn Gebieten zu erheben. Italien werde sich dieler. Matznabm« an- schliehen. Weitere Sanktionen leien der Gegenstand von Beratungen zwückien den drei Regierungen, unv »war infclge der zwei weiteren von der Reoarationskom- miü'on festgestellten Verfehlungen Deutschlands, der am SO. Dezember konstatierten Berfeblung bei den vol,- I i e f e r u i, g e n nnd der gestern sestgestellten Verfehlung bei den Die b r e ü i t u «i o n e r i: mcmlift die K o n r o l l« der Demanialwälder. Diese werde oorbereitet und ferner die Errichiung einer Zollin ie im Rbeurlond und um das Rubrgebiet geprüft.
W.T-B. Paris. 17. Jan. Wie die Savasagentur, be- ricktel. hnl-en ß-eftem sechs der 3ed>eubefiHer aus dem w» Sirk von Ellen die R e a u i s i t i cin s o. r b 11 erbgltm. nnj zwar jeder einzelne. Weitere Re.ulsilionsbefeble .sollten gestern abgebrn. so das sämtliche Grubenbesitzer baldigst im Bcsin der Negulsitionsbekeble sein^wurden. Die Erul^!..- beiitzer wurden en.zeln für die L l e s e r u n n e n b a t r- bar gemacht, d. h. es werde ihnen mit dem Prozen vor dem Militärgericht gedroht, im Falle sie ück nrckt Befehlen untei werien. d'« diesmal n-cht von den öivNve- borden, sondern von den französischen Militärbehörden ausgingen.
W.l'.-B. Düsieldorf. 17. Jrrn. Der Befehl an drc Dergwerksbelitzcr im Rubrseblet lautet:
Siaä>dem die Besitzer der Rubrbergwerke am 13. Jan . 1923 rusiimmten die Koblenldeferuamen öS IS. -Krnuvr wieder euirunebmen und mit der Verlerwunn aut An-
. we'sung der deullcben Reaiening nach Frankreich und
Belgien svrtzufabren. aus welche diese Machte aui Grund der Entscheidung der Revarationskommrüion Anlvruch haben, weigein sie sich, di« Lieferungen fortzuietzen. Unter diesen ilaisiändeu habe ick den Auftrag.. Ihnen ,u wiederholen. dah die Ihnen erteilte Anweisung des Relcks- kol.lrnki^mmisiars der Ancrdnung der Beiatzungsbeborden keinen Abbruch tun könne. Deshalb wiederhole ick und fordere zum letztenmal, dah Sie ab morgen die D«>iendun« wieder aufnehmen müssen gemab dem erteilten Befehl. Ich füge hinzu, datz. um die erste Sanktion gegen das Liererungsverbot Ihrer Reaie- rurg zu o-rbängen. die Besetzung bis D.dr.tmund weiter ousgrfübit wurde, und dah. falls Eie in obrer Haltung oerbarren. weitere Sanktionen verhäng r wzide».
Die Erklärung an die Vertreter der Berg- erbelterorganifattonen des Rubraebretes lautet.
Ich bedauere frsisiellen zu müssen dab di« Industriellen die Laae ncch zu, verschlimmern versuchen, die durch den bösen W'llen der deutschen Nenleruna'lchon schwierig genug »dtahfl wurde. Die Haltung derselben und die des Reiches machte das Einruckeu der belgische» und der kravzbsiscben Truvoon in das S J\ u h r ne bu t vu>tw. um erblich die Liderung der Koblen durchziiietzen, bu m otif Enri'd des Versailler Vertrages zusteben. Drefe Lieferungen sollen nän.lich die ungenügende Forberuna der von den druti-l^u Armeen zerstörte,» Bergwerke, dg« ungefähr 10 000 A, heitern das Brot geben ausalelchen Die An- kurit nnsirer Truooeu bat jedoch nur den Zweck die Tätigkeit der Ingenieure zu uuterftuken. welche die er- ioiderlichcu Mo.Miabmen ergreifen sollen, um dre den
roioeriicve» J'iumunaia . ® rr ”
Alliierten »ustebenden Koblcn zu bekommen Kernes- fa I l s sollen sie die wirtschaftliche Lage des Land es verwirren.
Geiseln im Ruhrgebiet?
Uv Diisteldors. 17 Jan. (Eig. Drahtbericht.) Fritz Thyssen wurde gestern mittag vor den General, st a b des Drückeakopses Diisteldors geladen, ^»m Auftrag des Generals Degoutte erklärte General Simon ihm und den mit ihm geladenen Herren. General, dircktor Kesten. Bergastestor Runge und Direktor Wüslenhoeser. dast sie. wenn sie bei ihrer ablehnenden Haltung blieben, von jetzt an unter gerichtlichem Verfahren stehen würden. Sämtliche Herren erklärten auf Befragen, dast sie bei ihrem bisherigen Standpunkt verbleiben mutzten.
Interessant ist im Zusammenhang damit folgende Nachricht: Sowohl der „Intransigeant" als auch die „Libene" geben zu verstehen, dast die Franzosen beabsichtigen Geiseln im Ruhrgebiet f e st z u n e h m e n. Diese sollen nicht nur zur Sicherheit der französischen Truppen dienen, sondern auch mit ihrer Perlon und ihrem Eigentum für die Derfehlunoen der deutschen Regierung haften. Die Zeitungen erklären, dast vor allem an die Grostindustriellen gedacht werde. In diesem Zusammenhang wird Thysten genannt.
U,U Paris, 17. Jan. sEig. Drahtbericht.) Der Berichterstatter des „Petit Parisien" in Düsseldorf hatte eine kurze Unterredung mit dem Vertreter von Krupp. Thomas, als dieser die Zusammenkunft mit General Simons verliest. Thomas erklärte: „Wir sind bereit, rwr ein Kriegsgericht gestellt zu werden, auch unsere Verurteilung erwarten wir. Gefängnis und Zuchthaus werden wir ertragen, doch werden wir euch bestimmt keine Kohlen liefern."
Wichtige Unterhandlungen mit englischen und amerikanischen Industriellen.
I> London, 17. Iay. sEig. Drahtbericht.) Rach glaubwürdigen Informationen des „Daily Telegraph" ist es Hugo Stinnes gelungen, von einer »rosten Londoner Bank einen Kredit von 2 Millionen Pfund Sterling zum Ankauf von Kohlen zu erhalten. Herr Thyssen hat einem Korrespondenten der „United Prest" erNärt. dast er im Begriff stände, w i ch tige Unterhandlungen m i t englischen und amerikanischen Industricll-n zu führen, die den Derkaus von Aktien der Bergwerke der Firma Stinnes an Engländer und Amerikaner verfolgen um die Franzosen zu hindern. Hand auf. diese Bergwerke zu legen. LLoiter meldet der „United Prest", dast Krupp grosie Verkaufsverträge mit England und Rußland abgeschlossen hat.
Aus Biegen und Brechen.
as. Berlin. 17. Jan. (Drahtmeldung unserer Der« iner Abteilung.) Die Lage hat sich nach dem Scheitern der Verhandlungen, die gestern zwischen deu Kohlenindustriellen und der französisch-belgischen Kohlenkontrollkvmmistion in Düsteldors stattsanden, weiter verschärft. Auch die Feststellung werterer vorsätzlicher Verse h^lun gen Deutschlands durch die Rcparationskommistion, die ja keineswegs überraschend kam, hat die Situation nicht erleichtert. Der Verlauf der Düsteldorfer Berhandlun- gen dürste aber den sranzösisch-belgisckp'n Behörden gezeigt haben, dast die deutsäfen Industriellen und nicht ininder die Arbeiterschaft zum Wider st and entschlossen sind und dast Zw-angsmahnahmen an dieser Haltung nichts zu ändern vermögen. Aus Grund sorgfältiger Informationen über Menschen und Dinge, so heistt es auch in einem Estener Artikel der „Voss. Ztg.", kann gesagt werden, dast die Industriellen, die Direktoren und Ingenieure der Ruhr es auf jode Gefabr hin ablehncn, entgegen den Befehlen der deutschen Regie- >, ung iraend etwps zu unternehmen, anzuordnen oder zu Unterlasten. Cie würden sich nach ihrer Auftastung des Landesverrats schuldig machen, wenn sie den Verordnungen fremder Stellen Folge leisten würden. Das einzige Mittel, das sich gegen diese Vslichtcrfüllung findet, ist die Gewalt. Wer aber di« Westfalen kennt, weist, daß auch die Gewalt nichts gegen ihren eisen festen Willen ausrichtet. Bergmann, und Vergherr vereinigen sich in einem unbändigen Starrsinn, der sich im grasten wie im kleinen auswirkt Auf Biegen und» Brechen ist die Lage gestellt, seit der Befehl des Reichskohlenkommisiars eintraf, dast die Lieferung von Kohle auch gegen Bezahlung verboten ist.
Dbne Zweifel werden nun die nächsten Tage weitere Verordnungen und Mastnahmen der französischen Regierung bringen, denn in diesem
grasten Ringen um das Ruhrgebiet ist das letzte Wort noch nicht gesprochen. In Berlin ist man aber auch auf alle Eventualitäten vorbereitet und es sei darauf verwiesen, dast der Reichswirlscl>aftsminister Dr. Decker in seiner gestrigen grasten Rede im Reichswirtschaftsrat mrsdrücklich angckündigt Hai. wenn Frankreich zur BeschkaMahme der Kohlensteuer schreite, würde die Reichsregierung die enftprechcnden Gegenmastnahmen treffen. Dos Reichekabinett hat sich im übrigen in feiner gestrigen Sitzung nochmals eingehend mit der Ruhrfrage beschäftigt. Die Befchlüsie des Kabinetts sind natürlich von der weiteren Entwickelung der Lage im Ruhrgebiet abhängig. Das eine lästt' sich aber heute schon sagen, dast
die Haltung der Reichsregierung unverändert fest ist und dast auch die Beschlagnahme ^>er Bergwerke oder übn'iche Mastnahmcn die Reichsregierung nicht ver- anlasien werden, den einmal eingenommenen Standpunkt aufzugehen. Ober die von der Regierung in Aussicht genommenen
inneren wirtschaftlichen Mahnahmen werden in den nächsten Tagen Verhandlungen zwischen den einzelnen Resiorts der Reichsregierung und den Organisationen der Verbraucher und Erzeuger stattfinden.
In England verfolgt man die Vorgänge im Ruhrgebiet mit der gröstten Aufmerksamkeit. Die Kommentare der Presie sind für die französische Regierung nicht sehr günstig. Im allgemeinen vertreten die englischen Blätter die Meinung, dast die weitere Ausdehnung der französischen Besetzung schon an sich ein Beweis für das Mihlingcn der französischen Politik sei. „Daily Chronicle", „Manchester Guardian". „Daily Telegraph" betonen das vorläufige Mitzlingeu und erinnern daran, sie hätten nichts anderes vorausgesagl. „Daily Chronicle" macht auch darauf auftnerksam, die englische Industrie würde in der ersten Zeit wohl einige Profite erzielen und nicht nur Kohlenaufträge aus Frankreich und Deutschland in grostem Umfang erhalten, sondern auch andere Industriezweige hätten bereits Gewinne aus der Ruhraktion gehabt. So erhielt eine Firma einen Auftrag aus Lieferung von Eisenbahnrädern für >00000 Pfund, die eigentlich an der Ruhr bestellt werden sollten. Diese kleinen Vorkomninisie dürsten England aber nicht nergesien lasien. schreibt das Blatt, dast die englisck)e Wirtschaft nichts mehr braucht als die Astederhcrstellung des normalen Zustandes auf dem Kontinent! __
Der «Mainzer Anzeiger" verboten.
W.T-B. Main». »6. Jan. Der heutige ..Mainzer Anzeiger" wurde von der Militärbehörde beschlagnahmt
und das Eriche inen de» Blattes auf drei Taae Unterlast.
