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8erl«g Langgosse 21

SeschSft^eit: 8 Uhr morgens bis 8 Uhr abends, auher Sonntags. P»shchk«N,i,io: gnrtrtfnr« a. M. «r. 71*5.

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^raghlotth,«,» Nr. sffiw-ss.

8 Uhr morgens bis » Uhr abends, anher Sonntags. ___v»ftsch«ckt»nl»: Frankfurt a. M. Nr. 7t«.

«n-e^^giü^E^ dln,eigen Mk. m.-, Mnang. und L»stbark«ir».An>eigen Mi. 90. — <ms»8rN«« «* ^'klamen M!. 176 - ousroärttge Reklamen Mk. 260.- für die thtiooftiqi Nachlaß - SdttuTh^ ■ ®»«>«&oIter Aufnahme unoer,nderter Anzeigen enilmechender

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Paris und Washington.

. Am Drenstagnachmittag Hai die Pariser Konferenz -er ali,irrten Mmisterprästdenten ihren Anfang ge- "Emen. Wieder einmal sind daher die Augen der Weit auf di« französisch« Hauptstadt gerichtet, wo Ent- !Heü»ungen von schwerwiegender Bedeutung fallen müssen. Wird die Pariser Konferenz di« endgültige Jicgeuinc des Reparationsproblems bringen, wre sie der.deutsche Vorschlag erstrebt, oder wird man, um die Meinungsverschiedenheiten zu vertuschen, sich wieder nur mit einem Provisorium begnügen, da der nahe -.ermin des 18. Januar, an dem bekanntlich deutsche Zahlungen fällig warden, eine Vertagung wie in Lon­don verbietet?

In der ersten Sitzung haben Poincarch Bonar ~ a w «nd della Toretta das französische, das englische und das italienische Programm zur Regelung der Repa rationsfrage mitgeteilt. Hierauf hat sich die Konferenz auf Mittwochnachmittag 3 Ilhr vertagt, um '^e^'^elnen Delegationen Gelegenheit zu geben, di« verschiedenen Projekte mit ihren Sachverständigen zu besprechen ^sn französischen Kreisen ist man über das englische Programm, das angeblich Deutschland viel zu wert entgegenkommt, tief verstimmt. Die Lage in ? ar ' 5 heute unübersichtlicher denn je und

l n lvanzostschen^ Steifen soll die Stimmung ausge­sprochen pessimistisch sein.

Trotzdem wird die Notwendigkeit einer tragfähigen -onrng der Rcparatwnsfrage immer drängender und auch die Haltung Amerikas fordert sie. Stärker als je der irgend einer Konferenz wird sich diesmal in Paris ‘S r ®.? er ? t ? t ^$ e .®inf 1 u 8 geltend machen, auch wenn Erika ber diesen Verhandlungen „offiziell" wieder nicht vertreten ist. Die Anteilnahme Amerikas am Repara^onspEem ist in letzter Zeit immer dentlicher in die Erscheinung getreten und nicht mit Unrecht hat i«r Reichskanzler in seiner Rede in frmn&urg auf die Ausfuhrungen des amerikanischen Staatssekretärs Hughes hingewiesen, in der dieser die Stellung Amerika zum Reparationsproblem gekenn- „ lchnet hat. In dieser Rede bestätigte Hughes, was ""dieser Stelle wiederholt betont worden ist. datz das t«fgehende amerikanische Interesse an einer Regelung ^^^^Ä^?-^^schsrftsfrage hervorgegangen sei.

chcödlichen Folgen der gegenwärtigen Ver- für das amerikanische Geschäftsleben", wenn fLKjl m5 Erwägungen der Mensch­

lichkeit. Das letzt« kann man getrost beiseite lassen letzten Fahre^haben nur allzudeutlich gezeigt' dah d,e „Erwägungen der Menschlichkeit" sich rm» auf dem Papier sehr schön machen, in der Praxis ober

spielen. Durchaus mit Recht betonte Hughes nun, di« Grundlage einer endgültigen ^^ fei dle Reparationsfrage, die man der palllil lchen Behandlung entziel?en müsse. Das deckt sich durch- r!>l Z w*™ putschen Standpunkt, wie denn mich der ^r 5 Amenkaners. dass keine wirtschaftliche Wieder- [ , ml e Ä EUT h P f 5 möglich sei, sofern sich nicht Deutsch- ^P wssder erhole, eine bei uns uirbestrittene Binsen- Wen.n Hughes ferner erklärte, inan sehe 9Jfl ^ Q ? eit Matznahmen an. die. anstatt Reparationen zu ergeben, eine Katastrophe herbei-

trü’f f" damit nicht nur dis Zu-

llmmung Deutschlands, sondern anchdie der englischen

Sgfi&SS tu#. *“ «1—» ättatlidien M-i.

Man hat nun in Washington auch Konsequenzen NUS d-eser Erkenntnis gezogen und es unterliegt wohl kaum einem Zweifel, datz die dritte Macht durch deren Vermittlung Deutschland Frankreich wissen' ließ da» es zu einer Friedensverpflichtung für 3 0 bereit fei. Amerika war. Ähnliche VorfchGae sind 1 am der amerikanischen Öffentlichkeit iviedcrh/lt ^ Zusammenhang ist auch

des Pazifir-Abkommens auf Europa die Rede gewesen, als etwa die Durchfiihruna dessen was von Deutschland angeregt worden ist. Mast .„nn daher auch wohl kaum zweifelhaft sein wie die Etliche Meinung auf die Ablehnung durch Frankreich reagieren deshalb war es gilt und taktisch wert­voll, daß der deutsche Reichskanzler am Vorabend der Pariser Konferenz das deutsche Angebot aller Welt be- tan„t gemacht bat, das zur Befriedung Europas einen "heraus bedeutsamen Schritt dargestellt hätte

Präsident Harding hat in dem Brief an Senator ^ont. dieReg,erung derVereinigtenStaoten stehe Ni ständiger Fühlungnahme mit einzelnen europäischen Negierungen. Das zeigt klar, dass Amerika entschlossen ist .eine Anschauung zur Geltung zu bringen. Wenn man sreUich dabei von Amerika immer wieder eine An'iul- lieniii^der iuteralliierten Schulden verlangt und eine lolch« Schuldenftreichung zur Voraussetzung für eine

>^Esetzuua der Reparationssurmne machen will, so yar sie Debatte im amerikanischen Parlament erneut Sezcngt, daz Präsident Harding eine solche Schulden- ?"?^/'Eruug nicht begünstigt. Was er fordert, ist, sag ihm das Parlmnent freie Horich gibt, um den eng- Ujchen, ganz besonders auch den französischen Finauz- noren vorderhand wenigstens entgegenkommen zu ‘ü? 1 ? ct ” c Verlängerung der Zochlungsteriirine und durch Herabsetzung des Zinsfuhes Wenn also in den gleichen Tagen, da die Verhandlungen in Paris begonnen haben, die englische Delegation in Washing- Besprechungen über die Konsolidierung der englischen Saruld aufnimmt, so besteht die Aussicht, datz diese -Verhandlungen zu einem befriedigenden Ergebnis fuhren werden.

Es wäre daher wohl denkbar, datz man in Paris, J trie piT,i 3 c Nachrichten wissen wollen, schon Zugeständnisse Amerikas in der Frage der Sckul- denkonsolldierung in der Hand hat. die 'Ergebnisse der ÄA « 1 Verhandlungen abwarten will, che man [•$ ^gültig festlegt. Aber auch für diese Zwischen- ul JL Vf™ P- forderlich, datz man den Gedan- Sanktionen endgültig fallen lässt, Vorbedingungen für eine amerikanische An- sS «A befonnt: Herabsetzung der deutschen S.^uld und Aufgabe der Gewaltpolitik. Die deutsche

Plan, der bis an die Grenze S S f & ß ^l h «B 5 t ß ^9 feit geht, die Voraiiss.'tznng ToJ Inf ^ Verständigung gesthafsen. Die nächsten ^eigon, ob man in Paris ebenso wie w"’l 1 - A^lhington tat, Konseguenzen ans der Er- ..nnu.,^ ziepen will, datz der Wiederaufbau der Welt nur in gemeinsamer Arbeit möglich ist. In Washinaton hfr 97 -n * 05 erkannt datz das Wort von der Solidarität Bari? Zf ^ne Phrase ist. Wird inan in Parrs nun den Weg be,chrr-ten. der zur Gesundung

Mitarbeit Amerikas führt, oder StaftSirv m^ roett(?T lt}ftt7i ’ ern ’ dessen Ende die

M ttfffiUfsMm »ft Bstifer soaftteE

Verlaufe der Sitzung war- Ä Do in™Ä e Vo n na^" - U "' b .^lienll-ben Bläue

Sr •* » »v u t o . aw unD Maraui«; t r

IE,^ t a entwickelt Die nälhste Sitzung der Konferenz

aimf!iilZ r Fhi>)h?m n lt! tatt anbcraumt um ein

m £ftcfitcn'~ t b verschiedenen vorgebrachten Thesen

B»ns. 3. ,^n. (Eis. Drabtbericht) Die inter- ^ E Dievsiagnachmittag 2 Ubr im

b thL* JF oxitn - 35 V n v c Q r i Rührte den sachverständigen waren für den Fall, dak man ft 53 v f Saale d«: Botschaft versammelt. Sanas

kur, war. da keine eigentliche ^dsnihion ftotUirfunden bat. Boincar« habe an erster

Stelle Krochen. "Er wicho-mete auf \V EMle ^

Uli nii Ä äKii,."™,

Fr Kabe präzisiert, unter welchen

K'SL Wi"A 8

w ro ;'(nr^' wl facf, Tw’ inct ! r6 batten auch die englischen und die iialiinNchen Delermtrvnen ihre Blüne vorgelsat die er­läutert wurden, ron Bonar Law und Marams d e l l a Toretta. Di« Konferenz habe sich alsdann auf Mitp "-.Wrt-'gt inn den verschiedenen Delegation P. verstreben«'! Thesen getrennt zu studieren, guf 3 ubr nachmittags vorgesehene S'tzun« werde erst spater festgesetzt werden. Auch die vorgesehene Beratung der alliierten Sachverständigen s«i vert»»t weiden bis di« Führer der Delegationen stch über d'e

für den Augenblick d-e R«de davon sei' das Ervos? neuer deutscher Vorschläge durch Staatssekretär a. D "'Berg­mann entgegenzunebmen. -v e r g -

v. Paris. 3. Jan. (Eig. Drahtbericht.) Die Pariser Kon e.renz bat an ibimn gestrigen ersten Tag bereits einen t r 1 t r I ch e n P v n k erreicht. Die Pariser Presse svrickt wieder von einer zwischen England und Frankreich zutage getretenen Uiiein.igkeit. die kaum überwunden r^rden könne, pjii der gestriigen Sitzung kam es zu einer Polemik 3 ß) t ? di c n 53 0 n n r ßotu unb 53otncQr6 T/#r crflärie auf die 5(usfübnmßcji des enal'.scken Premiers xÜ^^^^willigunn eines Moratoriums obn^ oro- dukirne D^nder nrmt ms A«E gefatzt werden könnte. Auf den Wunsch des englischen Ministeroräsidenten diese Frage i 1 ' 5 5»}^ r vertagen, um de» Sachverständigen

A n ütlit'lf. aewnstnbasier Arbeit..zu neben und den <t u s g! e i m des G.e g e n «a i» e s zwilchen London und ÄMt /rwwerte. Poincarö. di-_Dcbatte muss" lo

der heutigen . fordern, dah

1 ? SU munde fließt wird. Wenn er da- !kbÄrchdringt. !o meint des ..Echo de Baris" ist es KiSfjnifA'ifrf'"" 1 fortcefcdt werden wird. Dü'

ör.' küi«r.-ÄLLL'.rSkr au *

Sie $KRMn Wm im fort.

as - ® er { ln » 3. Fan. (Drahtmeldung unserer Ber- Pner Abteilung.) Die Pariser Konferenz hat sich nach kurzen Sitzung auf heute nachmittag vertagst und es ist nicht möglich, auf Grund Pieser ersten kurzen Be­ratung irgend eine Prophezeiung über den Ausgang rer Xonserenz zu machen. Die Lage ist zunächst voll­kommen undurchsichtig, wenn vorläufig auch soviel ge- agt werden kann, datz Poincar^ die militärische Be- setzung des Ruhrgebietes hat fallen L a > lEN. Datz aber die Meinungen Englands und Frankreichs noch immer weit auseinandergehen, wird D £ n französischer Sette bestätigt. Der neue eng- *••$£ ^vnfevenzplan hat nach Erklärungen des fran­zösischen Finanzministers enttäuscht und Poincarö hob bei Kritlsiernng dieses Planes vor französischen Presse­vertretern als besondere Enttäuschung hervor, datz England die Reparationskommission durch ein neues Komitee ersetzen wolle, dessen Vor­sitzender der deutsche Reichssinänzminister sein würde Poincarö betonte weiter, datz die deutsche Schuld durch die englischen Vorschläge effektiv aus etwa 25 Mil­liarden Goldmarkt herabgesetzt würde, da die in dem englischen Plan genannten höheren Zahlungen die Summe der über lange Fristen verteilten Raten­zahlungen darstelle. Bonar Law hat sich gestern ebensalls Pressevertretern gegenüber qeäuhert denen er den englischen Plan erläuterte. Seine Ausführun­gen gipfelten in der Feststellung datz England die Wiederherstellung des dentschen Kredits ür die unerlätzliche Vorbedingung jeder Lösung der Reparationsfrage halte und diese Wiederherstellung des Kredits mir für denkbar erachte, falls die deut- che Schuld endgültig festgesetzt werde. Eng­land beantrage daher ein Moratorium von vier wahrem Die Erfassung von Pfändern werde von England abgelchnt, weil sie nach enolischer Auf­fassung die Wiederherstellung des deutschen Kredits verhindern mü^te. Doch betonte Bonnr 2aw nach- drücklich, datz England gemeinsam mit Frankreich Sanktionen verhängen westde, falls nach endgültiger Festsetzung der.deutschen Verpflichtungen eine o'or- atzliche Nichterfüllung kotrstatiert iverden oute. Bonar Law betonte im übrigen, England be­trachte die Reparationsfrage als

ein ausschlichliches Wirtfchaftsproblem

Zunächst dürften nun also die S a chv erständ l- gen in neue Erörterungen der französischen und der englischen Pläne eintreten, ^wie auch der italienischen die eine Annäherung an den englischen Plan darstellen salleiü insofern, als sie Vorschlägen, datz die deutsche Schuldsumme unter 50 Milli<u?den herabgesetzt werden soll, wenn Deutschland seine Zahlungen beschleunige. Ungeklärt ist zur Stimde noch, in welcher Weise der deutsche Plan

beraten wird. Poincar^ hat der Konferenz Mitteilung davon gemacht, die deutsche Regierung Hobe ^ an die Konferenz mit dem Ersuchen gewandt, den Staats-. sekretar Dr. Bergmann anzubören. Nach einer französischen Nachrichtenquelle wurde dieses Ersuchen einstimmig abgelehnt. Fn Berlin war eine Be- ftatigung dieser Nachricht nicht zu erlangen. Man ver- Deutschen politischen Kreisen darauf, datz Deutschland nach dem Friedensvertrag das Recht habe über seine Leistungsfähigkeit gehört zu werden, 'und man vertritt daher auch vielfach die Ansicht, datz es sich um eine Tendenzmeldung handele. Von andewr »eite wird nämlich berichtet, datz Staatssekretär Dr Zergmann voraussichtlich ersucht werden wird, die Aor-ch.age schriftlich einznreichen, damit die verbünide- ten Sachverständigen den deutschen Plan prüfen können. Die Verbündeten würden Dr. Berainann <ann um ergänzende mündliche Aufklärungen biüen.

® ßre eö e ' nc seltene Inkonsequenz, die mündliche Erörterung eines Planes abzulehnen. den man einer Prüfung unterzieben will. Wenn sich der „Vorwärts heute schon ans Grund dieser Pariser ?Aeldungen in Ausfällen gegen die Regie- rung Euno ergeht, die er einer mangelnden diplo­matischen Vorbereitung eines Schrittes bezichtigt der nun ei--e peinliche Niederlage erleiden mühte, so ist eine solche Kritik zum mindesten verfrüht ’ Pfc der deutschen Politik damit gedient ist. ist freilich eine an- torc Frage, über die sich die „Dorwärts"-Redakteure eine Gedanken zu machen brauchen Zunächst ist die Lage in Paris u n g e k l ä r t. 63 Monate dauerte der Krieg' 7 Monate die Vorbereitungen für Versailles, eitt nlrch weiteren 4 ) Monaten flefit man wieder ein* incri daran, das Reparalionsproblem zu erörtern. Ob aa s.gel ingen wird, werden die Verhandlungen der nächsten Tage zeigen!