Samstag, 18. NovemLer 1822.
Mesdadsner TagblaL).
Nr. SSV. Sette 17.
'Unterhaltung^ Beilage
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' Meister Inkognito.
Ern« Rokokogeschichte von Karl Norbert Mrafek.
Solches erlebte der Hofkavellmeifter Herr Sebastian Mattbieu in seinen alten Tagen. Man sollte es nicht für möglich halten'
Und dies geschah also:
An einem m Sonnengold und Himmelsblau strahlenden Früblingsmorgen trippelte Herr Matthieu eilig über di« sauberen, blanken Kieswege des grohherzoglichen Parts. Die Weihe, gepuderte Lückenperücke pahte wundervoll zu seinem alten, gutmütigen Gesicht, denn auch ohne Puder wären sein« Haare so schön stlberroeih gewesen, wenn er noch Haar« besessen hätte. Vergnüglich blinzelten die Äuglein unter der groben Hornbrille ber-vor: leis« summt« er eine Melodie und markierte mit dem dünnen Rohritock den Takt dazu.
Da lief ihm wie von ungefähr der Grohhergogin jüngst« Hofdame über den Weg: braun«, lachende Augen, ent
zückende Grübchen in den Wangen, kirschroten Mund. Das g-elbseidcne Mieder lieb zwei blutjunge, keusche Brüst lein ahnen, und der pfaublaue Reifrock knisterte leise, als sie einen schelmischen Kntt machte.
„Schönen guten Morgen. Kapellmetsterchen. wohin so eilig?"
Herr Matthieu machte eine gravitätische Verbeugung. ..Zur Probe. Baroneb Violantbe, zur Probe!"
..Ei, nicht doch! Jetzt will Er schon in die dumpf« Stube?''
„Pflicht kennt keine Gezeiten", setzte Herr Matthieu geschäftig hinzu. „Zu Ehren des Geburtstags unseres aller- gnädigsten Landesherrn soll auch ein Menuett ausgeführt werden. Das will gründlich einstudiert fein."
„Aber. Herr Hoskapellmerster!!" sie zog ein entzückendes Schmollmündchen. „Er wird doch für mich just ein paar Augenblicke erübrigen können! Weib Er was? Komm' Er mit nnr: wir wollen ein Weilchen plaudern." Und sie zog Kn lachend mit sich fort zu dem Gloriett. das den schön ge- ichweiften Vogen des MarmorbaNns abichloh.
Da laben sie nun nebeneinander. Die Sonne brach sich in tausend Farben an den zerstäubenden Strahlen des Springbrunnens. gleibt« über das weihe Gefieder der Schwäne und den blanken Marmor, tauchte die Bäume in lattes Goldgrün und spiegelte sich bell in den leuchtenden Augen des Mädchens wider, dab der Herr Hcskapellmeister gar nicht wuhte. ob es diese Augen waren oder die Früh- lingssonnenftrablen die ihm so eigentümlich warm in seinem alten Herzen machten
„Ich bätt' nämlich eine Bitte an Ihn. verehrter Maestro", begann Baronesse Violantbe.
„Stets zu Diensten, gnädigste Baronesse", versetzte dieser in artiger Galanterie.
„Zunächst ein« Frage: was ist das für ein Menuett, das Er aufzufülnen gedenkt?"
„Ei. nicht so neugierig sein!" schmunzelte der Kapellmeister.
Dock sie fragte beharrlich weiter: „Ist es dieses steife, ewig wiederkehrende Einerlei, das nrcm fetzt bis zum ilber- druh zu hören bekommt, so oft man beim Musiksaal vorbei- gsht?"
Herr Mattbieu zog die Stirn kraus. „Gewib. Aber snädia« Baroneh belieben etwas vorschnell «in hartes Urteil
zu fällen "
.Von wem ist es denn?'
Er blinzelte geheimnisvoll durch die Brill«. .Das kann ick nicht verraten. Es loll eine Überraschung werden."
„Und müh gerade dieses Menuett unbedingt aufgesübrt werden?"
Verwundert fab er st« an. „I, warum denn nicht? Es ist bereits in das Festvroaramm anlaenommen."
„Scbade". seufzte das kleine Freffräulein, „so kann mir also mein Wun'ch nicht in Erfüllung geben."
Der Herr Kapellmeister horchte auf. „Ich kann mir wahrhaftig nicht erklären, in welcher Weise Ihr Wunsch mit dem Menuett zusammen-hangen sollte."
„Gar lebr sogar. Der Zusammenhang ist gröber, als Er ahnt Aber — da es doch nichts werden kann, so ist es Lester, 'ch schweige darüber."
Da geriet der gute, alte Herr Matthieu in eine gelinde Aufregung. ..Nun müsten Sie es mir erst wdH verraten, gnüdmste Baroneste. Ich bin dock für die Aufführung verantwortlich -wenn es also damit zusamm en hängt-“
..Ei nicht lo neugierig sein. Herr Hofkanellmeister!" gab sie mit übermütigem Lacken sein« eigenen Worte zurück.
_ ' „Es ist nickt bl oste Neugier. Begreifen Sie doch! Das Verantwortlickkeitsgefühl — — Ich hätte ferne ruhiae Minute Sie müsten es mir an vertrauen: hören Sie? Ich bitte Sie instöndigst darum."
Sie wivvts in koketter Grazie mit dem weihen Atlas- schüblem. „Nun gut: — aber unter einer Bedingung."
„Die wäre^"
„Dah Er mir zunächst sein Geheimnis verrät: von wem das Menuett ist."
Sie warf trotzig das Köpfchen zurück. „Dann kann ich auch nickt." , „ -
„Aber-das kann ich doch nicht —
Herr Mattbieu zupfte in verlegener Hilflosigkeit an seiner Halskrause. „Sie sind hartherzig, gnädigste Baroneste — also vernehmen Sie — — aber Sir sichern mir dock vollste Diskretion zu?"
„Hoch und heilig", beteuerte ste.
„Nun denn: das Menuett ist von — mir selbst."
..O weh!" Baroneste Violantbe schlug in komischer Verzweiflung die Hände vor dem Gesicht zusammen. „Nun Ist Gr mir wohl sehr böse, dah ich vorhin so einfältig kriti- sterte?"
„Nicht doch: Kritik siebt jedermann frei. Eben deswegen wollte ich ja fürs erste inkognito bleiben. Wenn das Menuett mihfällt. soll niemand erfahren, dah ich es verbrochen. Aber nun verstehen Sie wsbl meine Neugier. Hat temand davon Wind bekommen? Ist eine Intrige in'zc- niert, um sich über mich lustig zu machen? Ich begreife: Sie wollten mir einen Wink geben, von der Aufführung I abzusthen —"
Baronesse Violantbe schüttelte den Kopf. ..Nichts von cklledem, verehrter Meister. Es handelt sich um etwas anderes. Mein Kustn Rene ist. wie Er weih, ein begeisterter , jünger der Tonkunst. Letzthin hat er ein reizendes Quartett komponiert und mir dediziert. Das hätte ich nun gar zu gern auigeiübri gehört! Sieht Er. Herr Kapellmeister: da» N'.it hätte Er mir eine grobe Freud« und auch dom Eroh- berzog. der meinen Kuiin ein wenig protegiert, eine charmante Aufmerksamkeit erweisen können. Aber, was rede da noch viel: ich kann ja wahrhaftig nickt verlangen.
dah Ar sein eigenes Menuett vom Programm ablrtzt. — Doü> datt. sie sprang plötzlich auf. ..könnte Er nickt beides auf- fuhven lasten?"
Herr Matthieu traute sich nachdenklich hinter den Ohren, „vm: diese Idee ist nickt so übel. Es würde auch meiner- jeits weniger unbescheiden ausleben und vom Grohherzog lehr als dankbar« persönliche Huldigung aufgefaht werden.
Aber — zunächst mühte ich natürlich das Quartett kennen lernen. Ist es di« Rolle, die Ei« da unterm Arm tragen?"
„Hrer. mit untertänigster Reverenz!" Sie macht« einen graziösen Knir und lachte wieder ihr fröhliches. silberklin- g«nves Lachen. Und Herr Matthieu lieh seinen Blick mit wohlgefälligem Behagen aus ihrer anmutigen Gestalt ruhen und putzte sein« Brille länger und bedächtiger als sonst.
Dann vertiefte er sich in die Noten. Er blätterte ste langsam durch, lieh bald da. bald dort den Blick ruhen und sagte endlich: ..Dacht' ich mir's doch! Kaum bat da der iun«e Salzburger Mustkante — ich glaube, Herr Mozart d«lht er — mit seiner grellen und neuiarbigen Musik den Leuten dir Köpfe verdreht, so ist flugs die Jugend drauf und dran, ihn nachzuahmen."
„Kennt Er viel von Mozart?"
...Ich sehn« mich nicht darnach. Denn, was ich über ihn «Short habe, genügt, um mich gegen fern« Kompositionen ein- runebmen Die Mustk ist ein« gar hohe und hehre Frau, der man nur m«t scheuer Ehrfurcht nahen darf Mit heiterem Getändel ist da nichts getan. Nein, da kann ich nickt mit' ich bleibe schon bei meinen alten, ehrwürdigen Meistern. Da 'eher Sie gleich den verderblichen Einfluh: auch Ihren Kustn hat dies« Modeschwärmerei ersaht."
„so soll allo dennoch nichts daraus weiden?" fragte Baronesse Violantbe enttäuscht.
Herr Matthieu sah eine Weile nachdenklich in die Luft, dann meinte er: „Ich werde Ihnen etwas lagen. Das Quartett verrät sonst e:n ganz respektables Können. Ihr Herr Kustn wird «s vielleicht zu etwas bringen, vorausgesetzt. dah er stch von der Mozartnachmacherei freimacht Deswegen. und um Ihnen einen Gefallen zu erweisen, will ich ausnahmsweise die Probe auf das Exempel wagen. Herr Rene wird zwar keinen leichten Stand haben und den Vergleich mit meiner Arbeit aushalten müssen: doch wenn es Ihnen so recht ist-"
...Ei. freilich Serzenskapellmeisterchen!" jubelte das Fverfraulein. „Aber nicht wahr, auch Er verspricht mir. den Autor erst zu nennen, sobald ich's erlaube?"
„Ich muh doch wohl", brummte ärgerlich-gutmütig Herr Mattbieu. „Sie haben mich ja durch mein gleiches Geheimnis in i^r Hand.
Da fiel ste ihm in übermütiger Ausgelassenheit um den Hals und drückte einen wahrhaftigen Kuh auf sein« welken Lippen.-
So wurde denn die Ausführung zweier ungenannter Meister ganz ergebenst angekündigt und die geheimnisvolle Miene, di« der Herr Hofkavellmeister zur Schau trug, war darnach angetan, den Reiz der Neugierde noch zu erhöhen. Herr Sebastian Mattbieu — zn seiner Ehre muh es gesagt werden — betrieb auch die Einstudierung des mit ihm konkurrierenden Musikwerkes mit vielem Fleih und Eifer: ja. er begann stch selbst allmählich dafür zu erwärmen, wie er gelegentlich der Baronesse gestand.
Endlich war der Tag des Festes herangekommen und das Konzert begann. Zunächst das Menuett. In gezierter Pfauengangart tänzelten die Tön« einher: es war ein Auf und Nieder nichtssagender, melodischer Phrasen ohne jedes charakteristische Gevräge und rührte nicht an die Herzen. Aber dann das Quartett! So lacht ein taufrischer Frühlingstag in seiner jungen Morgenschöne in unsere Seele. Mit spielender Grazie sprühte und funkelte ein Quell lebendiger Töne in warmen. leuchtenden Farben und lüste das bisher zurückhaltende Schweigen in ein beglücktes Mitklingen der Herzen.
Als die letzttn Töne verklungen waren, stand Herr Mattbieu mit klopfendem Herzen vor dem Grohherzog.
„Er bat uns da einen seltenen Gemuh bereitet", sagte der hohe Herr leutselig. „Zwar, das Menuett bat mir weniger gefallen: ich vermag nichts, dabei zu empfinden. Don wem ist es botft?*-'
Herr Mattbieu wurde rot bis unter die Lockenperücke. „Der bescheidene Verfasser bittet auch weiterhin ungenanni bleiben zu dürfen"
„Sckade Dafür wird man doch hoffentlich den Namen des anderen Meisters zu hören bekommen? Ich muh gestehen. ich war noch selten von einem Musikwerk so entzückt."
Da drängt« sich Baroneh Violantbe vor und fiel Herrn. Matthieu rasch ins Wort: „Dies ist eine artige Überraschung unseres braven Hofkapellmeisters, der damit zugleich bewies, dah er noch immer jung rm Herzen geblieben ist und mit der neuen Zeit Schritt zu halten versteht. Denn das. was er aufführen lieh war das A-Dur-Ouartrtt unseres jüngsten Genius: Wolfgang Amadeus Mozart." —
Damals soll Herr Sebastian Matthieu das dümmste Gesicht seines Lebens gemacht haben. Verwirrt und beschämt nachm er die unverdienten Worte der Anerkennung entgegen und zog stch schleunigst zurück, um über die gnre Lehre nachzudenken. dir ihm Baronesse Violantkie erteilt hatte. Run erkannte er. dah sie ihm mit dieser LR Gelegenheit geben wollte. Mozart ohne Vorurteil kennen und schätzen zu lernen. Und er ging in stch und fand, dah es nützlicher Tet. den Salzburger Musikus, dessen Kunst auch ihn selbst bezwungen, reckt oft aufführen zu helfen, anstatt selbst Kompositionen zus cmnn enzust ell on.
So hatte das klein« Freifräulein mit dazu beigctragen, Mozart zu entdecken.
Randbernerkringen.
Ist der Mensch jung, dann droht ihm das Leben: ist er alt. dann droht ihm der Tod.
Den Menschen machst du dir vielleicht zum Feinde, der merkt, dah du verstehst, was er beim Reden verschweigt.
Wer nicht «usdruckssähig ist, der kann nicht eindrucksfähig seist.
Wir Menschen spielen die Karten aus und das Schicksal die Trümpfe. a
Alles auf Erden ist Bestimmung, und die gewaltigste aller Bestimmungen R der Zufall.
Ein Menfck. der keinen Widerspruch verträgt, ist so minderwertig. dah er keinen Widerspruch verdient.
Jda Schneider.
Die Beichte.
Von A. Grämlich (Heidelberg).
Der A'lt-Eemeindeschreiber Aloys Hasenknopf hatte die Absicht, nach nunmehr 82 Jahren den Staub der Erde von seinen Fühen zu schütteln und allgemach dem Jenseits zu- »umlgern.
Seine Nasenspitze, die ehemals in süsililaner Farben - Harmonie gestrahlt hatte, schaute käse weih aus dem hoch- amgeschichteten rot und blau gewürselton Federbett, neben dem seine Hochwürden sab. um dem Sterbenden die letzte Beichte abzunehmen.
Di« alt« Schwarzwälder llbr an der hellgetünchten Wand tickte ihrem Herrn in gemütlichem Tempo fein letztes Stünldwiin zu.
,,s' hat fei — n« — Eil', — s' hat kei — ne — EN..."
Das meinte auch der Aloys. dah es keine Eil' habe — mit deni Beichten nämlich.
Er konnte stch mit dem besten Willen nicht auf eine einzige Sünde besinnen, die er mit Bewuhtsein begangen hätte. Er war gern und oft zur Kirche gegangen, hatte seinen weniger begüterten Mitmenschen stets mit offenem Herren und. was noch weit mehr wert war. mit offenem Geldbeutel hilfreich zur Seite gestanden und keiner Kreatur ein Leid getan. Was sollte er da beichten?
„Jeder Mensch hat Sünden. Haienknops". meinte Hochwürden. „besinnt Such nur einmal, ob Ihr nichts zu bereuen Habt?"
Bereuen?
In Aloyfens Gedankenchaos begann es sich zu lichten.
Bereuen! Ja. zu bereuen hatte er etwas. Sein ganzes Leben war ja nur noch «ine Reue gewesen — seit jener Nacht.
Hochwürdens scharfen Augen war Aloyssns Unruhe nicht entgangen:
..Na. seht Ihr — eine Sünde habt Ihr gewrh. denn kein Mensch >R ohne sie! Nun sagt, was habt Ihr zu bereuen?"
Aloys mackste grohe Augen und Ächtete sich ans.
„Ja.ja, . . ", murmelt« er. „i bereu schon . . ."
Seine Hochwürden legte ihm liebevoll den entglittenen Rosenkranz um di« abgearbeitetem, braunen Bauernhände, und zaghaft sistg Aloys an:
„Es war vor nahezu 60 Jahren, da gingen mein Bäsle Bärbels — Gott Hab' st« selig — «n i zu unserem gemeinsamen Paten nach Hinterbronn. Sieben Dörfer »eSt ist der Weg gewesen. Wir muhten zwei Tage laufen. . .. unser Pate wäre gar arg bös gewesen, wären wir nit kommen, um ihm einen g'segneten Namenstag zu wünschen.' Unser Weg ging übern Hochwald, und nach dem ersten Tag muhten wir dorten in einer Hütten übernachten, s' Bärbele hatte mir den liehen langen Tag allerhand Schönes und Liebes vorgevlaudert. Blümle ins Knopfloch g'steckt un tni auf manch Tierle aufmerksam g'machi. das übern Weg lief. Als wir aber höher kamen, die Sonn g'lunken war un ein kühler Winld durch die hohen Tannen strich, wurde das Bärbele rrmcksmäuschensiill fror und schlüpfte näher an mi her. Mir is jedoch immer beiher word'n. je mehr s' Bärbele g'froren hat. und i war froh als wir die Hütten erreichten . .
Erschöpft schwieg Aloys ittll und lehnte stch in die Kiffen zurück. Er ichlah die Augen und ein glückliches Lächeln stahl sich um seine eingefallenem Wangen.
„Heilige Marie . . Mt' für Gn . . betete feine Hochwürden für den Sünder.
SeklcnÄenlang herrschte Stille. Ein Menlein flog in die Stube und wieder heraus in den blühenden Obstgarten.
Sem Gesumm bracht« Aloys von den Gefilden der Seligkeit, wo er soeben be>i Bärbele geweilt, wieder tn die iMsche Wirklichkeit zurück.
„Als wir d' Hütten erreichten, meldeten stch schon einzelne Sternlein in der Dämmerunng als Vorboten der Nacht. Sie warfen ihren zitternden Glanz in die hoben Tannen, die r^hts und links am Wege standen, und langsam kletterte feer Mond - an der Himmelswand empor . . „
un da. un da . . .. hab'n wir uns gekützt . .w're's
halt so geht . . .. wenn Hochwürden das wisicn ..
Rein. Hochwürden wuhte das nicht!
..s' Bärbele". fetzt« Aloys wieder an, „ging in d' Hütten und mackste unser Lager zurecht!"
„Komm schon restr. Aloys!"
„I mag net fchlafen geilen. Bärbel«, sag *. i bleib hier drwuthen!"
Bärbele erwiderte nichts und Sing mit einem leisen „Gute Rächt auch. Alovs!" schlafen.
I bab' 10 Minuten gesesien — es mochten auch 20 g'mefen fein, da kam ihr Stimmte aus der Hütten.
„Aloys — frierst net?"
..Ah — noi. sag i und hör, wie stch s' Bärbele beruhigt auf d' andere Seiten lesen tut,"
Es war a grohe einsame Sttll' um Mi her. Einmal schmatzte noch ein Vöglein in der Tann, und der Mond stand 1 an der höchste^ Spitzen der Hinimelswölbung.
„Aloys — frierst immer noch net?"
„AS. — noi —. mi sriert's net!"
Dann war es wieder still.
Aber, wenn i g'meint bab. s' Bärbel« wäre einse- schlafen und tät sich net mehr um mi sorg'n. war i uf'm Holzweg. ,
So gegen ?, Uhr. als d' Sternlein schon am Fortgehen waren, frag s' Bärbele nochmalig halb traurig:
„Aloys — frierst denn wirkli immer no gar net?"
„Gans g'wiij wer. Bärbel«, schlaf nur — ganz g'wiß frier i net!"
s' Bärbele feuizte. schwieg annn still un is vielleicht eim'schlafen.
Noch ein paar Sternlätn sahen in dem nahenden Morgendämmer trüb' beieinander, und da war mir's plötzlich, 'als ob es Bärbeles traurige Guckerln wären .... ja . . .. es war'n . . ganz g'wth . . ihre Guckerln . . . Bärbeles
... Guckerln ■.murmelte Alovs müde.
„Und weiter —ermunterte feine Hochwürden das Beichtkind, denn er sah, dah Aloys nahe daran war. das Bärbele binnen kurzem in der Seligkeit persönlich zu Legrühen.
... . . s' is . . . aus . . . d' Geschichten .. .. Hochwürden . . .!"
„Und sonst war nichts. Aloys — bcsinnut Euch?" mahnte Sockwürden eindringlich.
Aloys scküitslte mtt letzter irdischer Energie den Kopf.
„Ja. was habt Ihr denn da zu bereuen", frag feine Hochwürden merklitz erleichtert.
. . . dah . . . i . . . net . . . g'froren Hab' ... in stl . . . bi . ... ger . . »Nacht . . . das . . . tu . . . i ... bereu'n . . Hochwür . . . den . . . seufzte Aloys rmd verlieh für immer das irdrscke Jammertal.
