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gewiesen«! französischen Zivilisten, Major a. D. Duvrc. durch mehrere Revolverschüsse schwer verletzt worden. Dre Mer- mlnssverschiedenbeijy! zwischen beiden bestanden schon «rt längerer Zeit und waren seither aus dem Weg^von Be- leidigungS' und Räumungsklagen, von denen noch mehrere schweben, ausgetragen worden.

Internationale Fahrausweise aus Grund der Ver­ordnung über den Verkehr mit KrastsahrzLnaen dunen grundsätzlich nur ausgestellt werden, wenn dem Anrraa der illerlevutz des Tigentümers des Kraftmhrr-russ dergesugt wird, in dem vom Finanzamt der Vermerk einige tragen m. dah gegen die Ausweise keine Bedenken besteven.

Genaue Briesavschristen. Bei den meisten Brieten nach Grob-Fra n ksu r t seblt in der Anschnst dre ge­nau« Bezeichnung der Bestellvostanstalt. Dre Absender uber­lassen es der Bost, die richtige Beitellvostanistalt heraus- zusuchen. Da für die 20 Postbezirke Erob-Frantfurts 17 ver­schiedene BEellvostanstulten in Betracht kommen, werden solche Briefe le-cht fehlgeleiter, was zu Irser, und Berdruu des Tmoiängers Anlag gibt. Jeder Brtechchrekber aus Frankfurt a. M. sollte deshalb am Koo? sewer Briefbogen, aus der Rückseite der Briefumschläge. rn seinen Firmenvor- drucken und befallen reinen Anzeigen, in Zeitungen oder Zeitschristen st«s seine vollständige Bricsanschrisi angeln, uird aus Verwandte. Bekannte und Gefchärlsfveunde dabm einwirken, das sie bei ihren Antwortbriefen aus die genau« Wiedergabe der Straße und der Bestellvostanstalt achten. Die dem Ortsnamen angehängt« zusätzliche Bereichnuna. z. B. Frankfurt (Main,-Süd 10. Frantfurt (Mam)-West 13. Frankfurt lMainl-Nordost 1« sowie die Namen d« Vor­orte. z. B. Frankfurt (Akainl-Oberrad. sollten genau beachtet

U * fiäCn ' »iittichkeit hej der Auskunft an Reisende bezweckt wieder eine neue Verfügung des Reichsoerkshrsmmilters. Noch immer werde über mangelhafte und den gewohnten höflrchkeitssormen nicht entsprechende Auskunft auf den Bahnhöfen geklagt. Mit den Regeln der CchtcklrchkeH stehe es nullt im Einklang, wenn die Grütze der iragenden Reisen­den röcht in der dienstlich üblichen Weise erwidert würden. Der Auskunst müsse aber die Bedeutung beigemessen wer­den. die ihr zum Ansehen der Derwaltung gebührt. Bei der Wahl der daüir bestimmten Beamten soll mit besonderer Sorgfalt verfahren werden. Bei Bedarf sind zur Entlastung der Pförtner und Auffichtsbeamten besondere Beamte damit zu betrauen. Ihr Standvlatz ist in angenrällrger Werse kenntlich zu machen. Feste Auskunfteien ffnd so unterzu- bringen dah sie auch von den Dirrchgangsrersenden ohne Miibe anfgesunden werden. Sie sind ausreichend kenntlich zu machen und nötigenfalls Wegweiser anzubringen.

Wenn die Fracht den Wert übersteigt. Als Reisege­päck werden mt Gegenständ« angenommen, die als solche nicht »ulMng ffnd. wie Lebensmittel in gröberen Mengen. Die nachträgliche Behandlung als Ervrebgut bringt natür­lich viele Weiterungen und Beschwerden mit sich. besonders, wenn die sehr Hobe Ervrebaulsracht den Wert des Gutes übersteigt, was bäusi« der Fall ist. Ähnlich gebt es. wenn solche Gegenstände als Sandgeoäck oder Traa'last in 'die Per- sonemvagen über die vorgeschriebenen Söchstmengen mitge­nommen werden und nachher als Ervrebgut auraegehen wer­den muffen. Um dies« Schwierigkeiten zu vermeiden, sind jetzt die beteiligten Bediensteten auf die geltenden Vorschrif­ten Hingewi-sen werden. Als Reisegepäck gelten- nur Gegen­stände des R«iseb<?darfs in vorgeschriebe"«? Dervacknng und besonders genann te Gegenstände. Als Handgepäck dürfen rn die Abteile 1. dis 3. Maffe mir so viel leicht tragbare Gegenstände m^fgenommen werden, als der Reffende über umd unter seinem Sitzvlatz unterbringen kann. Als Dvaglost dank der einzelne Reisende in den Wa»en 4. Klaffe nur Gegenständ? bis zu äff »llogramm m^tnehmen.

Deutsch-demokratischer In-endbnnd. Morgen Danners- iae.albend Uhr findet im Sitzungsnaum der Gf>h»Us- »elle. Michelsberg 2. 1. ein Vortragsabend statt, bei dem einer der Führer der demokratischen Iugendbewegn-ng. H^r Dr. Sans Mnble mis Darmstodt über das Thema: .Die Kniffs un'mer Tuoendbewegunm sprechen wi-rd. Rach dem Vortrag findet freie Aussprache statt.

Brrusskundllchee «ortrag. Der erste vom städtischen Arbeitsamt «boebaltene Bortrag fand am Mittwoch. Len 8. d. 50t., bei »oll besetztem Lbal statt. Lebbaster Beifall Netz erkennen, bah die DeranstaNnng mit Intereste ausgenommen wurde. Der nächste Vortragsabend, an dem über das Bauhandwerk (Maurer, Zimmerer, Techniker, Architekt) fawie über das Maler- «nd Tünchergewerbe van Fachvertretern gesprochen wird, findet am Mittwoch, de» IS. d. R-, abends 8 Uhr, im Rathaus, Zimmer 38, statt.

Di« Teuerung bildet. »I« uns mitgeteilt wird, den Gegenstand einer v«m hiesigenKontrollausschuß der Arbeiterschaft" morgen Donnerstagabend. 8 Ahr im Eewerkschastshaus veranstalteten Sffentitchen Versammlung.

' «>»n»»erler° und Kunftg-werbeschal« Wiesbaden. Der Borberei- tungskursus für die Meisterprüfung im Handwerk (Handweikerfortbildungs. kmsus) beginnt am Freitag, den 17. d. M., abends ShH Uhr, im Ee- werbeschulgebäude W-llritzsttaße 8«. Saal S. Anmeldungen bis ,u diesem Tage »erden nach entgegengenommen.

Heimatland«. Eine Zusammenkunft von Fieunden der nasiauischen Geschichte findet am D-unerstag, den 18. November, abends 8 Uhr, im Staatsarchiv. Mainzer Etratze 88. statt.

Rückerstattung der S-nttiousschiiden. Der Reichsminifter der Finanzen hat der Handelskammer Bestimmungen dariiber zugehen lasten, inwieweit Schäden, die inselge der sogenannten wirtschaftlichen Sanktionen entstanden sind, dem Geschädigten ersetzt werden sollen. Näheres darüber kann in der E-schäftsstell- der Handelskammei. Adelheidftiaße 23, er­fahren «erden.

Die Preußischen «usführnngsbestimmunpn p>m Reichsarbeit», nnchwrisgesetz sind imDeutschen Reichsanzeiger" undPreußischen Staats- -nzeig-r" verSffentlicht und kSnnen in der «eschästsstelle der Handels- kammer. Ad-lheidstrotz- 23, elngesehen «erden.

Gefundene Gegenstände. In der Zeit »am 18. Oktober bis 1». Ro- vember >. Z. find bei der P-llzeidirektivn Wiesbaden, als gesunden nach, stehende Gegenstände angemeldet worden: 1 Lacklederhandtäschchen, schwarz, 1 Paar wollene Kinderhandschuhe, 1 wildlederner Damenhaudschuh, 1 imitierter Skunksgel,, 1 kleine Autowinde, 1 Stück Pferdegeschirr (Schwanzriemen), 1 silberner Mansch-ttenknops. 3 religiSse Medaillen, 1 ge. strickter und geflochtener Gürtel, 1 goldener Damenring mit Stein, 1 fil. bernes Kreuz für treue Dienste. 1 Doudle-Mansch-ttenknopf, 1 Puderdose. 1 Kinbermäntelch-n-Umhang, 1 junges Huhn, 1 «inderhandschuh. mehrere Geldscheine, 1 schwarzlederne Damenhandiasche, 1 goldener Ring mit Brillanten, 1 schwarzer Schirm, mehrere größere Geldscheine, 1 r-men- schirm schwarz, 1 brauner Lederhandschuh, 1 kleiner ooaler Spiegel, 1 schwarze Markttasche, 1 weißes Taschentuch, 1 goldene Halskette mit gelbem Stein, 1 Taschenmester mit Futteral, 1 Peilsch«, 1 Schnupftabak, dose 1 silberne Armbanduhr, 1 grauer D-m-nhandschuh, V Nickelbrill-, 1 Pferdedecke, 1 R.I- Rolladenband, 1 schwarzer Dameulackschuh, 1 brauner lederner Herrenhandschuh, 1 schwarzledernes Portemonnaie mit Inhalt und 2 Zetteln, 1 wollene, Porsatzwestchen, 1 älteres schwarzes Handtäschchen mit Retallbüg-l, 1 schwarzgestrickter Fingerhandschuh, 1 Manschette mit Knopf, 1 Kamelhaardecke, 1 silbernes Zigarettenetui mit Monogramm, 1 llhrenanhinger aus Leder (Chatelaine), 1 Eummtschlauch, 2 Klagröhrchen (Katheter), l größerer Geldschein, 1 Handtäschchen (Brakatstofs). 1 wollen-, Umschlagtuch, gestrickt, 1 D-m-nschirm,'1 Taschenmester, 1 llhrring, lang, schwarz, 1 Zigarettenetui, 2 Feuerzeuge, 1 tulasilberner Manschettenknops, 1 Portemonnaie, 1 Handkarren, 1 Schal, Kunstseide, 1 Pelz, 1 Muss, 1 großer goldener Ohrring, 1 schwarzes Geldtäschchen mit Inhal», 1 eng. lisch-r Scheck, Bank in London, l Reisenecessaire, 1 Stück Toilettenseis«. Zugelaufen: '2 Kitzen, mehrere Hunde.

Gorberichte über Kunst, SvrtrLge und ver»anbtes.

«- Staatsthealer. An der .,DreImäderlhau»".Aufführung am Freitag in, Kleinen Hau» fingt Frau Keilor-Abendroth erstmalig die Partie de, Hannerl". Die «usführung beginnt bereits um 6% Uhr, woraus noch besonders hin,«wiesen wird.

* Kurhaus. Da» Großrussische Balaleika-Orchester unter Mitwirkung des MeistertSnzeis Iwan Orlik und der Solotänzer Helen Bojarskaja und 2-rgei Demittteffkq ist für «in nochmalige» Austreten am Samstag, den

18. Looember,rpsiichtet.

Wiesbadener Taqblatt.

» Die Tribüne.Da liegt noch Stimmung drin", so lautet der Titel des lustigen Abends am Dienstag, abends 7 llhr, im Wintergarten, der unter Leitung »on Gustav Iacoby in der Tribüne stattfindet. Hans K-lisch-r, der Meister d-utscher Kleinkunst. Fritz Fischer-Schlotthauer un» Gustav Iacoby, Marte Schellenberg und Elisabeth Friedrich von der Franv furter Oper bestreiten das Programm des Abends, für den außerdem noch Überraschungen in Ausficht gestellt werden. Kartenoerkauf an de» de- kannten Stellen.

Musik- und Dortragsabende.

* S-iuz^St-inb-rg AH-n». Der .Kaufmännische Deretn Wiesbaden" »erauftaltete am Montag, den 13. November, im Kafinosaale den zweiten Abend seiner dicswinterlichen Bvrtr-grs-rt- als heiteren Abend. Der be­kannte Münchener Portragskiinstler Heinz Steinberg. in Wiesbaiwn «in Fremder mehr, war verpslichiei. Steinberg brachte Schnurren »an Karten Etlinger Rosegger. Reuter, Reimann u. a. und wußte den einzelnen Bor- trägen -in- persönliche Nvte zu geben. Man »erlebte - nen an^regten heiteren Abend, vor dösten Schluß sich Steinberg noch als -in sich selbst aus dem Klavier begleitender Pseifillnstler produzierte. Di- d-nkdar-n Zu­hörer ließen es an herzlichem Beisall nicht fehlen.

Aus Provinz und Nachbarschaft.

R-Iuz». Nm>. Der hiesig« Frauenarzt Dr. K r e I ß kam mit feinem Motorrad, -I- er abends vom Hildegardis-Kranlenhaus- heim- fuhr, zum Sturz, erlitt hierbei eineu Schäd«lbruch und andere schwere Verletzungen und starb nachts im Krankenhaus. Amtlich wird gr- meldet: Gestern nachmittag -l llhr entgleiste im Bahnhos Werlau ein m>t Kohlen beladener Güterwagen de» Eüterzuges 7048. der wegen S«- lanfens einer Achse dort ausgestellt «erden sollte. Beide Hauptgeleise wurden hierdurch gesperrt. Der v-Zug 182 Richtung Koblenz-Wainz Hauptbahnhos und der v-Zug 28S Richtung Mainz Hauptbahnhos-K-blenz mußten über die rechte Rh-tns-ite umgelettet werden. D,e P-rs-n-nzug- bcidar Richtungen erlitten veispatunxen bi, zu drei Stunden. Das Gleis Bingerbrück-Koblenz war um 7 llhr und das Elei» Kodleaz-Bingerbrim um S llhr wieder s-hrb-r. Personen wurden »tcht oerletzt. Material­schaden ist nicht entstanden.

= Frauenstein, 14 Nov. Die hiesige Gemeind- hat auf dem den Kriegern gewidmeten Ehrenftiedhos zum Andenken an die 85 im Kriege Gefallenen ein schönes Ehrendenkmal errichtet, das am letzten Sonntag in feierlicher Weise -ing-weiht wurde. Um 2 Uhr bewege sich -on der Kirche aus ein großer Trauerzug, an dem sämtliche hiesigen Vereine mit ihren umflorten Fahnen teilnahmen, nach dem Friedbosr. Dart hielt Bürger- meifter Schneider di« Weiherede und nahm die Enthüllung »or, woraus der ebenfalls anwesende Landrat Schlitt eine Ansprache hielt. Der Orts­geistliche schloß mit Gebet und Segen di« ernste, würdig- Feier. Der Stein aus dem die Nomen der 85 «esallenen »erzeichnei sind, ein ftuherer großer Grabstein, ist »on dem Eigentümer zu diesem Zwecke gestiftet wor­den, die Gemeind« hat ihn zu einem schönen Ehrendenkmal umarbeiten lasten. Auf dem Ehrensriedhof liegen bi- jetzt 3 Krieger begraben.

ft>d. Frautsuet » ®t 14. Nov. In den Höchster Farbwerken geriet der Arbeiter Georg «arl ovn hier in den elektrischen Lastenauszug und wurde von diesem zuTodegedrückt.

fpd. Montabauy, 14. 9 Im. Die gesamte Industii-arb-iterlch-ft des llnterwesterwaldkreijes ist «egen Lohnstreittgkeiten in den Ausstand ge» treten. Der Schiedsspruch des Schlichtungsausjchustes wurde wegen unge­nügender Berücksichtigung der Wünsche der Arbeiterschaft abgelehnt.

Sport.

* Fußball. Spielveretnigung *1. schlug im 4. Kreis-Pokalspiel den Sportverein 1811 Dorms-Gimbshcim 2:1 und qu-lisiziertc sich damit in di« Schlußrunde. Die 1. Iugendmannschast-der Spiclvereinigung unterlag in Kreuznach 8:8. Die 2. Iugendmannschast der Sp'cloereinigung, die di« 1 Schülermannschaft des Sport- und Tnrnoerein 1877 Mannheim-Waldhos zum Gegner hatte, spielte 1:1.

» »ohltäti^eitsoorftell-ng-, »eo Stadt- uud Laudaerbandes für Leibesübungen. Um di- allgemeine Not lindern ,u heften, wird der Ver­band in den nächsten Wochen mit -rpklasstgen Darbietungen »or die Lssentlichkcit treten. «iS erste Vorstellung geht am 27. N-oember ein all. gemeiner Sportabend im Stoatsttoater (Kleines Haus) zum Besten des Vaterländischen Frauenorrelns oon statten. Es folgt im Dezember eins weitere Vorstellung und -in Fußballstädlrspiel 'Blesbaden-Biebrich.

» Fechte». Anläßlich ihre» 35jährigen Stistungsjeftes orranftaltete di- Fechtrieg« des Männerturnoereins »m vergangenen Samstag ihr alljähr­liches Bereinswettjechten, womit zugleich das Ausfechten des im Jahr« 1910n dem »erstorbenen Herrn Brauereidirektor Brach gestifteten Wander. preijes verbunden wurde Eefochten wurde im Florett nach der deutschen W-ttf-chtordnung. Es errangen: den Wanderpreis für das Jahr 1822-23 Adolf Noll, den 1. Preis «arl Koch, den 2. Ernst Haacker, den 3. Arnold Ereiner, den 4. Paul Kuhn. Verteidigt wurde der Wanderpreis in den beiden letzten Jahren jootz dem derzeitigen Obmann der F-chtrieg- Herrn Ernst Klein.

Neues aus aller Well.

Ein- Bet-jmark- für ny, Millionen Mark. Auf der Postwertzeichen- Versteigerung im «Snstl-rh-us- ln Berlin kommt auch eine Marke der Sermania-Ausgabe zu 2 M., stahlblau, mit dem H-ndstempelaufdru« ,China", zum Verkauf, sür die des Aurrufspreis auf 12^ Millionen Mark festgesetzt wurde. Di- Marke ist da, einzige Stück ihrer Gattung und stammt von dem W-ltr-isend-n und Berichterstatter derBossischen Zeitung", Erich o. Salzmann, der st« als Leutnant des oftastatijchen Expeditionskorps zur Frankatur eines Brieses benutzte.

28 Millionen eutwendet. Ein junges Mädchen, das sich bei einem Ehepaar in der Rachodstraße in Berlin ein- Stellung als Kindersriuiein verschafft hatte hat während eines Ausgangs des Ehepaares einen Koffer mit 2808 Dollar, -inen Brillantrlng. Wäsche und Kleider, zusammen im Werte «on 28 Millionen Mark entwendet. Ein junger Mann hat den Kosser mit einem Aut» sortgeschafst.

«osserdiebstahl, i» »ulobur«. Seit lau,-rer Zeit war das Gepäck der Reisenden in den Schnellzügen Dutsbur»Leipzig planmäßig geplündert worden, ohne daß es gelang, den Tätmn auf die Spur zu kommen, da die Koffer Sußeillch lmoersehrt an ihrem Bestimmungsort ankamen. Nunmehr ließ dt- Kasieler Etsenbahnkriminalabteilung aus dem Duisburger Haupt, bahnhos 13 Beamt-, meist Zugsührer und Lademeifter. verhaften, die in dem dringenden Verdacht stehen, die Diebstähle, teils In der Duisburger Station, teils im Gepäckwagen, ausgefLhrt zu haben. Einem der Be­amten wurden nicht weniger als ein halbes hundert Kofferschlüsiel ab- genommen/ Zum Tel! handelt e, sich um alte l-ngjährlge Beamte, zu denen man bisher das' größte Vertrauen hatte. Man nimmt an, daß noch weitere Verhaftungen »orgenommen werden.

«erhastuna eine, Denkmalschänder». Unter dem Verdacht, das Kaiser- Wilhelm-Denkmal an der Schloßfteihelt in Berlin durch Abschlagen »»« Bronzeteilen und Abschrauben eines Schwertknaufes beschädigt zu haben, wurde «in 2Sjährig«r wohnungsloser Kacksmann Mix verhaftet. Einige andere junge «urschen, di- fich in der S-stSsch-ft des Täters befanden, find entkommen. Auch der Begas-Brunnen am Schloßplatz ist aus ähuliche Weise geschändet worden. ^ v

Rasteren 2 Eier. Die Friseuiinmmg der bayerischen Gemeinde Ochsenfurt hat beschlossen, sür das Rasieren zwei Eier, für das Haar­schneiden vier Eier zu verlangen.

Selbstmord »der «--brechen. In einem Hinter,immer eines Leder- warengejchästr in Berlin wurde der Geschäftsinhaber mit zwei jungen 58kädchen und einem jnngetK'Mann bewußtlas aujgejunden. Sämtliche Gas. Hähne waren g-öjsn-t. Der G-schäftslnhaber sowie die d-iden Mädchen waren tot, während der junge Mann noch Lebenszeichen von sich gab. Es konnte noch nicht festgrstcllt werden, ob es sich um Selbstmord «der um ein Verbrechen handelt.

Hochwaster i« Harz. Insolg« der Schneeschmelze fikhren die Flüfle des Harzes, namentlich die Oker, gewoltige Wasiermengen zu Tal. Bei «cmkental riß da, Hochwasier dl« Stirnmauer eines im Ban begriffenen massiven Stauwerks ein und riß einen Holzhauer in den Strudel.

Erdölguellen I« Landtreife ^Hamburg. Außer den entdeckten Erdöllagern in der Lüneburger Heide wurden jetzt auch im Landkreise Hamburg in 358 bi« <88 Meter» Tieje Erdälquellen ingetroffen. Die Bohrungen stellen Erdöl i» erheblichen Mengen fest. Die Quelle befiudet sich in Sattors in der Nähe de, Sal,horste», wo, ,» der Erwartung aus «ine «rjalgretch« Fortsetzung »er Bohroerjuche berechtigt.

Die Eedbebentatoftroph« In Ehile. Aus Valparaiso wird zum Erdbeben in EHU- noch mitgeteilt: Auch in Valparaiso haben starker- Erdstöße die «ewttkeru», erschreckt, aber in der Stadt keine» Motze» Schade» «verichtet.

_ Mittwoch, 15. Novem»er 19«.

Au, Tocopilla, Nordchile, wird da» gleiche gemeldet. Nähere Nachrtch-en fehlen au, dem Zentrum de, Erdbebens oon E o q » i m » o > a s « r - na. Es handelt fich um ein tektonisches «eben, das In östlicher Richtung den Still-, Ozenn überschreitend, di- «Lst- nördlich von E-guimbo la Seien» getroffen hat. Die Nachrichten über die Zerstörung-» in Santiag« m unrichtig. _______ »

Tagblott- Sammlungen.

Es wurde bei un, etngezah«: Für das notleidend« Mter: Walt« Sich 5888 M., Frau Wintermeyer 1888 M., K. S. 155 M.. Frau Emma Müller 188 M B. K. 58 M., Loes 28 M.. zusammen 8325 M., bisher mitg-t-ilr» Summe 48 714.78 M.. Gesamtbetrag 58 838 78 M. - Ferner wurde einge. zahlt: Für Kohlen sür «>-»e: WaUer Süß 5888 3Jt.; für 'Speisung be. dürftiger Kinder: B. K. 58 M. »«'

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Mitteldeutsche Creditbank. Die Gesellschaft gibt im Anzeieenteil bekannt, daß am Samstag, den 2. Dezember, vormiUues 11 Uhr. eine außerordentliche Generalversamm­lung im Bankgebäude. Frankfurt, Neue Mainzer Straße 32, stattfindet.

* Eine 7pr*z. Anleihe der Stadt Mainz. Die Stadt Mainz hat mit einem Konsortium, das unter Führung von Meud.els- sohn u. Co. steht und dem in Frankfurt die Finnen J. Drey- fus u. Co.. Lazard Spever-Elissen und die Deutsche Vereins- brnk angehören, eine Tiroz.. mit 102 Proz rückzahlbare Anleihe von 100 Mill. M. (davon 40 Mill. M. fest und 60 Mill. Mark in Option) vereinbart, die zum Preise von 95 Proz. zur freihändigen Begebung durch das Konsortium gelangt. Sie ist verhältnismäßig kurzfristig, nämlich bis 1936 rück­zahlbar, und bekommt eine besondere Sicherstellung durch Einnahmen des städtischen Gaswerks, zu dessen Erweite­rung der Erlös der Anleihe verwendet werden soll.

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