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Samstag, 11. November 1922.

bt6 ^Wit6b ab tritt "Zagßfattä.

Martinstag.

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Gtne volkskundliche Studie zum 11. November.

lo ben üh weih, das ist die fette Gans",

damals SÄli# ^10 zuerst gedruckten Volkslieds, bes wÄJSnS V r tbe ? «?" die Gans bereits als Gericht dtk bei den Martinssckimiiuien.

Frarkredb ^».^.?^deMchland. Holland. Flandern und elS^ ten Ä n ' von reber eine große Rolle, w^in MäMensHn??- be> denen der neue Wein. Marrins- ^er ddinsm?nr,- ^. mcht feblen durfte, der an die Stelle durch die^'de^ss.^^L^^bauerten die yanze Martinswoche i £L e «fit- ■ ..Schlamvwoche" bieg. Damals »ab es iiomira(?(r n 'l llI(,f oW^te sich besonders ZU dreien Feiern »u ammentaten- rbre Mitglieder nannten sich Martins- m, Schutzpatron dreier Geiellickaften war der obwodl L?Ln^/brwü^drae Bi-chof von Tours, der.

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NL> 1 L'!KtKL.S»r-«!«E. d-i-»»--- -b«,,>dr-

altem verrevrt mein nach

Brauch Martin: vielfach Reisbrei mit Früchten. Das

danktot''dn<- »?bn Urlvrung nn germanischen Sorbst- MW- bas nach Beendigung der Ernte zu Ebren Wodans flsso Firyas itattfand. Das bevorzugte Oviertier war datiei

Ovfcigelock b hatmLatsche .Nutzgeflügel. Das festliche v"itc die Form eines Horns: cs sollte eine Abbildung des Kopfschmuckes des Stieres oder des Trimk- ma^r -m ktn ^ s beim Ooferickmaus die Runde ^ - M^backverdanken die Martinsbörnche.i

ibre uorm. die einst am Martinstag in groben Mengen

Ä Ä Ab» "Vd Johanni entzündete man

<1bbNO OLK 11. 9?OvtMbbr aul UNI

bügeln FreuUnfcner. um >re oin als Stmartin mu linp re T i tn ^ 4ro eingehüllter Dauern bursche herumritt fc!?t«n^ r,r , T ‘ en: " B "" Wotan, den Schimmelreiter. Sein Roh bcitand aus einem Stock, an dem ein Pferdekovf befestigt Mn und einer darüber gebreiteten Decke. Aus Zusammen- ^^vlichen Herbstdankfest weist der einst am Niederrbem rerbreitet gewesene Brauch bin. ins Martins- !r-^nn Eluen Korb mit Kofeln. Birnen usw. zu stellen, die M ammen ^on daran emvorzüngelten. aus- W'tihroni, Ät) M ? ben Kindern eingesammelt wurden. Wahrend die Martliisiener früher so allgemein verbreitet

fenn* ' me» b r.» ^,,.^°°Wber lange Zeit Funkentag hieh. "nn. man sie mute hauptsächlich nur noch am Rhein zwischen Krln und Koblenz. Übrigens gilt St Martin in »'°uch«n Liegenden des Rhe-nlandes fz. B in Bonn) als §sbr.^rat, l>n der Kutscher. An die Stelle Wotans trat nach v Einführung des Christentums St. Martin von dem die ' er Gutherzigkeit seinen Mantel

but Wotans) mit dem Schwert zerteilte und eine Lalfte einem frierenden Bettler gab. Wahrscheinlich ist es «F d'e rem menschlichen Eigenschaften Martins zurückzu- Klnderfreundc und Gabemivender wurve. ebenso ^ unÄ Knecbl Nuprecbt Hinter all«»n

wi»r ^§t. Wotan, der Eötterübter. Namentlich in Eüd- hat St. Martin von jeher im Leben der Kinder nne grobe Rolle gespielt. wie er es heute noch tut. Als Mari insmann oder Pelzmärtel gebt der Heilig« in den &Ä" !^n,m und beschenkt gute Kinder mit Martins- «- 4n -Württemberg), die bösen aber bekommen die aus Birkenzweigen gebundene Rute zu kosten. Diese dnkenrute ist wahrscheinlich ein Überbleibsel aus alt- sermanifcher Zeit, wo.die B'rke als Mittel gegen Zauberei und Verlierung der Tiere galt. Deshalb hing man früher in den Stallen gewelkte B:rkenzweige auf. Ehemals wur­den außer den bereits erwähnten Martinsbörnchen am }}■ November mancherlei andere Backwaren, wie Martins-' r^fen ,.lw verzehrt. In einigen Gegenden backte man usar besondere Brote. Martmswecke die häufig als Svcnde an Arme zur Verteilung gelangten und denen man «sonders heilkräftige Eigenschaften nachrühmte. Mit dem 11, Novembec sind auck mancherlei Bauernregeln verknüpft. N- ,.St. Martin tuts Feuer m den Kamin": ..Wenn um Mai tini Nebel stnd. k wird, der Winter ganz gelind?

um Martrni out dem Eise stehen, müssen /^Kote geben." In Nordwestdeutschland ^..auf "Ma'iini .beute noch an manchen Orten Kinder- UW« üblich. bei denen nach dem Abstngen von meist u^lttn, Liedern allerlei Gaben wie Ävfel und Nüsse, ein- so z. B in. Hannover. Westfalen. Olden- MiW^Meckleuburg. Am Rbem (namentlich in Düsseldorf»

Das Aind.

Von Erwin S. Rarnalter.

Jener Entfchluh. der seinem ganzen Leben, das dis da- M m geruhsamen Dahnen und leidenschaftsloser Entwick- mng verlaufen war. plötzlich ein« entscheidend« Kurve MOwie war er wohl erklärlich? Man muh willen, «rtz Andreas Sraudl damals schon hoch in den Fünfzigern Mr und bis zur Vollendung des 6. Jahrzehnts seines -^ebens nicht allzu mele Schritte mehr zu tun batte. Er war schon grau, sein« tiefen Lider fielen schwer über die Augen, in seine Wangen gruben sich Furchen, und aus wniem Gang, aus seiner Haltung, aus seinen Bewegungen war die Elastizität geschwunden. Alle diese unbestreitbaren Anzeichen des Alterns liehen sich nicht leugnen, und der Um- aanh. dah er selbst dies nicht wahrhaben wollte, dah er sich »egen die Zeit stemmte, die seiner allmählich Herr wurde umgab ihn mit einer gewissen grotesken Melancholie. Besah Wn das Leben Andreas Stäudls. Io ergab stch. dah er den L^-en bürgerlichen Streben« erheblich uahgekommen war. "batte einen Ratstiiel gebot über ein Bureau als Allein­herrscher und besah zudem ein kleines Vermögen, das ihn °vu den Einkünften aus seinem Beruf eigentlich unabhängig B/uacht hätte. Aber bei all dem nannte er doch nur ein Mvmer sein eigen, das er mitsamt seinen steifen Möbeln M'.ete hatte, niemand war auf der Welt, der sich um ihn 'unime-rie. und es lag auf der Hand, dah er irgend einmal frtS entscheidenden Anschluß versäumt batte. Zog man die Ar vollendeten stchs Jahrzehnte in Betracht, so schien sich an nunen Verhältnissen nickt mehr viel ändern zu können, fi. «toudl indes, gewillt, die Unznlänglickkeit aller mensch- Bropheti« zu crweilen. faüte eben jenen Entschluh. der 2 -u«rn Leben die entlcheidende Kurve brackte. Ein Gerücht, mo» man läckelte. verdichtete stck zu einer Tatsache, die nrwt glauben wollte: er rerlobte sich: er zog einen niw unter sein bisheriges Dasein und begann ein neues.

Re t? Can f * annte s«'ne Braut nickt, aber cs wurde erzählt, ion-^ erstaunlich jung und erstaunlich bübsck. und jeden- manches dadurch erklärt, dah ste bisher in und »"ureau die Sckreibma'lchine sebandhabt und. arm schön?» ' einen kargen Verdienst angewiesen, zu den Ee- Mit i - Sehört batte, die aus ihrer Enge sehnsüchtig und wvender Lebensgier in das grobe und bunte Lecken

be?'den"ism^uOb^vd und Thüringen kragen die Kinder Umzügen erleuchtet« Vapierlaternen oder Kürbisse: Wät,^n?°>.»5" jedoch tm allgemeinen nicht gesammelt, eessevt?,-. oLn§"bges waren die Martinsumzüge in Ver- lii!. 1 !". ! a irc>te>. bez-w. verboten: jetzt leben sie erfreu- 0rten wiederum aus. obwohl die Unfug dakei vorkommt? b-tteunden kann, weil^ manchmal

Das Lächeln.

Bon Max Hayek (Wien).

de» blonde Biädchcn steht auf der Plattform

»ck M«rnbabn. scheu, in eine Ecke gedrückt. Es ist wirk- a ? teles M?dchen. E:n paar klare, blaue, frisch- rüudet cs..em reines, fein gezogenes Oval

^ Gesicht, die, Linie der Nase iällt wie auf- einer i-^brodem Schwung abwärts. Kein Zweifel, es iiberbi«i«im schomen Mädchen, es hat ein ..feines hick nMi ^..§?''N!ed Keller gesagt haben würde. Und hat f'MifFle chi -.ne arme Mutter daheim, der sie. als ..Kon- ein -I^rbalt erwerben hilft. Und ich finde noch:

schalthait Verschwiegenes zwinkert aus diesem LäckÄn rum Lachen zu bringen. Denn ein

7ÄL!" Um Wt a “ K " "d

cs-r Mann evscheint bei der nächsten Haltestelle,

ein» nÄ ir’,Jr^ n ® u5 i Mone, blonde Mädchen hin und. M a E/icke Beut« für irgend ein Abenteuer — es mH ffamstagabend - erahnend, lächelt er das Mäd- llebenswurdiger Einladung an. Harmlos und fSc ^sl erkennt, vag er ein ..hockm.nstandiges". bürget- Loies iucucfteti vor sich babe. aber es ist polkAeiwidrig blond

leben Abend doch so gern etwas er- "O G lach>«It er das Mädchen ausdauernd an. er v Mit unverschämter Gelassenheit. Wie b-M Geduldsspiel der Kinder: ..Wer früher na-bgibt!" ^ jv „,. i115 Mädchen aber, betrosien. bat plötzlich die Stirn in Falten gezogen und ist ttelern-st geworden. Es bat jählings

vsattensckinSkn?O"' “kf- .undurchdringlichen Panzer-

»,H»/sstaiutzbau aus Hochanstandigkeit und guter Manier Mbnchiei. Aber der junge Mann lächelt und lächelt. Er sinmme"ü»'"ad sern Lächeln scheint der Autogen- Malt zu gleichen: e§ durchdringt wobl endlich Dennoch: _ das Mädchen lächelt nicht. mf“ e Ä-^ r ' e !“ der erste ..Schritt vom

'Mbg - eraober darf doch nickt getan werden. Nein, nein man darf nicht lackeln! Und möchte doch so gern lächeln Btan kann ia das Lackeln kaum noch verbeihen.

Der infame. lunge Mann lächelt aber.'was er lächeln € o- c 7 liegen alle möglichen Verheihun-

LÄ« Freundschaft. Herzlichkeit.

Aber das Mädchen starrt in allertiefstcm Ernst, wie von magnemcher Kraft gebannt, unbeweglich vor stch hin oder geradeaus. Es darf dem jungen Mann nicht einmal für den Bruchteil einer Sekunde ins Gestcht sehen, sonst wäre wll^ verloren, es muhte lächeln > Das aber wäre der erste „schritt vom Weg Seine Hockanständigkeit wäre dahin

SP*® Manier dab,n! Es fürchtet die Ansteckung des D>enn Lackeln steckt an. Unweigerlich.

Da, l-ckoue den ningen- Mann an. Er ist in seinem bittenden, flehenden Lackeln Hlhvend. Er ist unwidersteh- F r ,'ai! beinahe wie ein Heiliger, der vor der Him-

öskn ^^Iv üe stch ja doch einmal

® ,e &- .._ Petn Mensch kann ckn ansehen. ohne selbst lächeln zu wussen. Und lo kann ich auch nickts dagegen tiin. ick muh lachelnb Wenn jetzt das schön«, blonde Mäd­chen mich anlghe- es wäre abermals verloren, denn es mühte ul^mich fächeln! Lächeln steckt an. ich habe es soeben er-

Links necken mir an der Brüstung, steht ein dritter ^nger Monn. Er hat die Situation erkannt, denn er lächelt Er lackelr, ich lächle, du lächelst, erster, in dein Lächeln ganz veriunkenor iunger Mann. Wir lächeln alle dr-- Dre, lunge Männer und em schönes, blondes Mädchen. Wir lächeln. Nur das Madcken ist hochanständig. Es hat Manier. In sen dunkelsten, allertiefsten Ernst des Lehens genullt verwendet es alle seine Energie daraus, die Gcstchts- Leistung ! iV beberrichen. Und es gelingt! Eine heroische

Bis'zu jener Haltestelle wenigstens, bei der ich leider astssteigen mun . . . . _ w

binausblicken. an dem Re doch nicht ieilnebmen dürfen. Dann «ab man ste: blond und zierlich, aber mit Augen in denen Unrast lauerte. Ihre Jugend wurde fast auälend dadurä, daß Etaudls melancholische Welkheit den Hintergrund ab- ^ einPaar! Man wurde seltsam irritiert und

beunruhigt, wenn man es sab. man ahnte dunkel Kata- muhte? ttn ' n I!f ' b!f ^'uaiürlichen Gegensätze entladen

Die Hochzeit fand statt Er liebte dieses junge Weih mit der ganzen Inbrunst alternder Männer die ein ffirilrf im letzten Augenblick an stch reihen. tevTef Viffi

SU/"« ^rsaot nnd d« „ dabei doch jeden guten Blick jed» warmende Melle der Zärtlichkeit mehr als Gunst, denn als em Rebt hinnebmen. Um der Jugend dieser Frau willen die da an ,einer Seite ein neues und reicheres Dinkeln derie. luchte er die Welt wieder. Man 'ah die Leick^ nm öffentlichen Orten, sse hatten ein ocWr*es Sons & 5,01

Dies war das äußere Bild dieser Ebe Aber' e« „„.u, innere Wandlungen geben. Stand: war nickt jung «nug um. was ihm lner zufiel, als erworbenes Reckt vor knlm' zu betrachten: andererseits war er noch nickt ^i? „i, kein Glück iu dem egoistischen Dewuhtseiir einen blüLv^v Menschen an sich gebunden zu wissen, ganz'erfüllt hätte ^Er

M was'kctzie er7m? Er

lvngl>e cs niert re^ri, nü? oic Jitcsc ODrÄiiT^oprr liefere Stimmen für ihn s°r-cheu könntÄ ° Doch konnte« geschehen dah >br Lächeln ihm vlötzlich^weh tat^ we l n dumpf ahnte, wie hier runges Blut in 1*10« ging und RA -n seiner Unrast v?rzchrt" Und?s A schwer, zu 'agen. welcke bitteren Erkenn in i ll»

nZJ^ 6 m uX n Un^reV^ tten r,- roenn "Ut dmas Un' wurde'ein Sohn gesmev M V ° ttmtn Mtte: bem Daar

Es dar* nickt verkchmiegen werden dass das er»- Stäudls das der Bestürzung fast dm Scham war Er^sZ im Sv-egel sein ergiaurcs Haar, seine sakii „m ar,,„Jf?• x“ 0 leine gefurchten Wangen, und wußte Zum erstenmal schmerzl-chen mit'eidslo'en Deutlichkeit dah ™ a ™U Er -agte fick, dah es ibm. memcklicher Voraussicht nach vk. mNs lick lein würde, sein K-nd beranrelfen .u s«b^ ' An-» gleich stieg zaghaft die Hoffnung aus. dah nun vielleicht ras D a "d Eben ,ei dao ihn mit Sofie ganz verekn-g§^^ einen wöbn :n den Armen dielt, überkam ifm euw Rührung, die von einem scheuen Glück nicht frei war

Trodehauber.

Von Johann Frerking.

sangenhe^' Numvelkammer unterm Dach haust die De-

r.-;_ Sf /llld alle Dinge aufgehäust und »usammengedräng nnk rn„Eein Platz mehr war im bellen Alltag, und di« dock Weise so eng und stark mit unsere, •Jaletn verknüpft sind,, daß wir nicht daran denken könne', ^'lbern oder zu vernichten. Alle haben ste ein- cfwl» xj n Mut kreist von unserem Blute. Staub in MAuoe ,^inge kerhes Gebrauches, warten sie auf eine G, legenheit.^ uns ihr« Macht fühlen zu lassen.

iß nicht ganz ungefährlich, da oben dem Gowesenco rotwiiwiiui und stch erzählen zu lassen von dem. was ve, wren ging. T'e Erinnerung ist eine härte Herrin den- der ihr huungt.

Das mindeste, das, stch ereignet, jedesmal, wenn ick oa vinauf gerare., ist daß nachher einer die Treppen raui».

^■ rt ' 4 .allerhand törichten Dingen in Häiider und Ta.chen. ö.e ihm das Einst auseichmeichelt bat. d«", oeutmen Tag aufs neue mit ihnen zu belnsten.

. Die Arbeit brannte mir unter den Händen, dock e f - ?,?; r kl" alter Schmöker aus Schlllertagen muh,'

" ei1 , fahren in irgend einer Kiste do <Eß"ub.i^ Ich nehme die Schlüssel vom Haken und gehe hinauf reit entschlossen, geradeaus zu sehen und mick nicht von dem Zauber einspinnen zu lassen. .

f iTteir geraden Weg gibt's nicht zwischen all den Bündeln und Truhen. Kollern und Körben. Die Gedanken lassen sich nickt lange befehlen und spielen bald'Willkür!ick um den bunten Kram, in dem ich berumkletteve. Da hinten nn Svlnd hangen altmodische Gewänder aus meiner Mutte- Maochcntagen. mit dicken Troddeln und Quasten, wie !i- MMe w°re" vor 30 Jahren. Das Seeteufelgehiß. das a Z r -langsam verrottet, hing früher an Vater» Schreibt,.ch: darunter war lange mein Lieblingsviatz. Neben dem Schaukelpferd breiter stch ein ansehnlirher Siigc' aus. wohiverhangen und zugedeckt: mein Pupventbeater mr L'"E vielfältigen Zubehör, vieler Jahre Glanz und Zu zug.eich. Und darüber hängen die Wahrzeichen einer anderen, tollieliizen Zeit, Speer und Fechtmaske.

Drei große Schmetterlingskasten stnd noch aus dem ««J“ raumcjt. dann bin ich endlich am Ziele. Kisten voll Bucker. Korbe voll Bücher. Bücher au« drei Eene rationen! Zeirschnften. Schulbücher. Kalender. Romane bunt durckernander. .Die sprechenden Tiere" — das ist'e .Lederstrumpf" - auch dich such' ich beute nickt, braver Natty Bumvo! Erne lange Reihe Kürcknersche,

Literakurkalender. die mir, entgegevvolrein. kann ich eben- falls nicht brauchen. Endlich: zwischen griechischen Odyssee J. 1 ™ SSL * rtf des tugend-eitlen Schwätzers Cicero steck! das Gesuchte. Aber es kann nicht fehlem, dah ich auch dev Do"ier m dre Tasche stecke. Für den, muß unten Platz sein

Auf dem Rückwege offne ich noch eine Pappschachtel kommt Sie ist leer. Nein, dock "rckt eine Muschel liegt verloren darin. Eine? Tic rüelzackkge Prachistück. das von der 1 Lt^ r 5i tab klonen Jungen geheimnisvoll

lockte, wie ein kostbares Kleinod. Allein die wunÄerk-icken des D.nges reizten und beschäfügten mich damals l^lt'am. aber der Zauber wuchs und ward groß, als ich eine-, fc ri tc - b'.neinzuborchen m das Wunderding. ünÄich? Mu°,k ^" Meeres klang und der Schöpfung

Muschel ckleibt mir im der Hand? und ich gehe. Im Herabsteigen hebe ick st« von ungefähr auch jetzt ans Obr aoer das Wunder Ä tot: ein kleiner elender Ton dringt ln« i» w fcen: F- 44 ^ der Erhabenheit des Daseins wellen ^ beute em klägliches Defausel verlorener Schall

Trübe, peinliche Gedanken, die schon lang« auf der Lauer lagen, wollen mich gerade überkriechen, da läuft mir d.n ent bl-nikäugrger Wuschelkovr über

de? Hauswirts -unfjühriger Jüngster. In eine- vlotzl'chen Eingebung drucke ick ihm die Muschel in die

«m , L je ' 8 Vr m vi :m m °"’ s machen muh. ihre heim­liche Must? zu Lelauschen. Und ich seh's an des Kindes staunenden, andacht'gen Augen: jetzt fft wieder das Rai'kcken des Meeres darin und em Lied von der Gröhe der Welt. Jch^aime^ lief auf und «ehe wieder cm die Arbeit.

.. Die. behutsame Liebe, mit der er an dem Kind hing hatte nubt ihresgleichen. Tiefes kleine Wesen war für >hn «f*“"«« s? köstlicher Art. dah erckich? müde wurde

A„oen -7 r^ 1 # 4 - r 1 '" sEen kaum erschlossenen

LU lesen Sofie rkrerserts konnte auch jetzt den Muten Loben, zu den Mev.cken und ihrer mt “Ä dehirrschen Er sah es«und empfand etwas

!?'H.Groll gegen ste. Es kamen Abende, wo es im Saus ^WMd ruging^und das Kind feiner Wärterin Lberanr- stäudl stabl stch dann fort, ging in seiner Mudi^it. vl« er nicht mebr verbarg, zu dem Kind hinüber.

stumm und regungslos in der Wiege leinen tvf»n und nahm seine geballte Sand in die tone i-nW^orrmen Bundesgenossen Tu*e. Er langte dem Rnf-rck.^" b t er - ^mderlivoen und fühlte den schüchternen Pulsschsa« m seine Finger iiberströmen.

»..k v? ,! ' n 'M.u" er dah ein Dosten in der Rechnung dien, ton Dasein gestellt, nicht stimmte, und daß er nicht g iieklich war. Aber vielleicht war er ein wenig fe-ia vor bw em Leben, das doch stärker war als er. Der Glan?

den dleles Sind in fefnen «TTTfnn n.tU.Ü f_

.ubrte selbst eine Katastrovhe herbei. Sie war von schmort ,Kind starb. Es war vom ersten an Woach gewesen, als ob das müde Blut des Vaters in »in» Ad-rn feine rechte Krast hätte strömen könn^ es aed eb "Et. es. lebte ein zaghaftes, flackerndes^ Sein und meist lag es. still da und bliche seltsam wissend vor stch hin E war eine Flamme, die stch nicht «itfalteä konnto Es pZ fiel, ohne dah man eine Ursache finden kann-,» »- u 'I SSsff einer Kraftlosigkeit. ’beT SS^STS’

Andreas Stäudl indes . . .. wer könnt» di- «nn»» loß"keit. die stch seiner bemächtigte, schchdorn? Rechtfntigte der Tod dieses Kindes, das eigentlich nie mtt

lZnfn nn r ^ Te «r* fcas ® efß6 " ti Leere das ifm tu ; n a bf^»n T t®? 1 uickt nur dies: und wenn er

Jua-n^^ckm§m « Mb. wie ihre bebende, fiebernde Ingens Verlust zu mrspotton schien, ko wußte

btot die di^ ecke tagend LEungm bereit-

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