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Dienstag, 12. September 1922.
Abend-Ausgabe.
Nr. 425. ♦ 70. Jahrgang.
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Wie aus Paris gemeldet Wird, werden die in Berlin unterbrochenen Verhandlungen wegen der Garantien für die der belgischen Regierung zu übergebenden Schatzbonds in Paris fortgesetzt werden. Da die belgische Regierung die Annahme des letzten deutschen Vorschlages unter Hinweis darauf abgelehnt hat, daß die von der deutschen Regierung vorgefchlagene Prolongation der CchatzbondZ die Vollmachten übersteige, die sie selbst durch die Entscheidung der Reparationskommission vom 31. August erhalten habe, besteht Anlaß zu der Vermutung, daß die Verhandlungen in Paris auf einer breiteren Basis geführt werden.
Die Staatssekretäre Bergmann und Fischer reisen nach Paris.
„ Ul. Berlin. 12. Sevt. (Eis. Drahtbericht.) Wie die P. P- R. kören, werden die Staatssekretäre Bergmann und Fischer heute nach Paris abreffen. um nach Scheitern der Verhandlungen mit Belgien der Revarationskommissicm aui Anfrage zur Verfügung zu stehen, falls diese die: Lösung ves Reparationsproblems wieder in die Hand nimmt. — Zu der neuen Pariser Reise der beiden Staatssekretäre erfahren wir noch, daß die Reparationskommission am 15., September zu einer Sitzung zusammentreten wird. Sie wird sich dann vor die Tatsache gestellt sehen, daß die deutsche Resrerung.Earautien geboten hat. mit denen not Belgien »inner,Landen erklärt, daß aber von deutscher Seite eine Verlängerung der Laufzeiten der Schatzwechsel eeflidert wird.
Beratungen des Reichskabinetts.
Lr Berlin, 12. Sevt. (Eig. Drahtbericht.) Das Reichskabinett drelt gestern nachmittag eine Sitzung ab. in der redoch mit dem Revarationsvroblem zusammenhängenide Fragen nur kurz gestreift wurden. Die deutsche Regierun« kann im Augenblick keine andere als eine abwartende Haltung einnehmen. bis die Reparationskommission eine Ent- scyerdung gefällt bat. Irgendwelche Beschlüsse dürften also heute nicht gefallt werden. Die deutsch-belgischen Berhand- lungen werden in Paris fortgesetzt und es soll mit dem Beginn schon beute zu rechnen sein.
Die Besprechung der belgischen Delegierten.
v. Paris. 12. Sevt. (Eig. Trahtbericht.) Dis belgischen Delegierten sind nach Brüssel zurückgekebrt und baben gestern morgen mit Tbennis und Jasvar eine lange Besprechung ge- babt. Der Korrespondent des „Temps" glaubt in der Lage zu sein, mitzuteilen, dah Tbennis und Jasoar nach Anhörung des mündlichen Berichtes ibren Entschluß, der den Verhandlungen von Berlin ein Ende gesetzt hat. aufrechtzuerhalten. Man versichert überdies in Brüssel, daß das in Berlin Samstagabend ausgegebene Kommunique ohne Wissen der belgischen Regierung verbreitet worden sei. also keineswegs ihre Auffassung wiedergebe.
0. Baris. 12. Sevt. (Eig. Drahtbericht.) Es wird in unterrichteten Kreisen behauptet, daß der Beschluß des belgischen Kabinetts schon beute der Rcichsregierung übermittelt werden wurde. Man erwartet ferner zunächst eine Rück- a Hi er HS 3 £> er deutschen Regierung, dann erst werde die belgische Regierung dem Wiederberstellungsausschub Bericht er- Natten.
Die Reparatioirskommissisn.
Br. Berlin. 12 Sevt. (Eig. Drahtbericht.) In Berlin m noch keine Mitteilung darüber eingetrofsen. wann d'e Reparationskommission zusammentreten wird, doch rechnet man damit, daß die erste Sitzung am 15. Septem- ber stattimden w:rch Am Samstag dieser Woche kann also vielleicht schon eme Entscheidung vorlregen.
Englische Hoffnungen auf eine Lösung des ReparationsprobleAS.
^ ^ A.-B London12. Sem Der Pariser Berichterstatter
des ..Daily Telegraph erfahrt „von maßgebender Seite im Gegensatz zu den Pariser Preneaußerungen. wonach die Berliner Verbandlungen mit den Belgiern vollkommen gescheitert seren und wonach die Verkündigung des Verzuges Deutschlands unmittelbar bevorstehe. daß dies augenblicklich keineswegs „die Auffassung der Revara- tronskommissron ,st. Soweit bekannt, baben di- Belmer nicht dre Forderung gestellt. daß ein Teil des Reichs- bankgoldes nach einer ausländischen Bank übergefübrt werden soll. Man dürfe Nicht dre Wirkung außer acht lassen die eine Entnahme von etwa 30V Millionen Goldmark aus der ReiLsbankreserve auf die Bank haben würde. Denn wenn inwlge einer solchen Aktion die deutsche Mark der österreichischen Krone folgen würde, so würde dies nach Ansicht von maßgebenden Persönlichkeiten eine Einstellung der Reparationszahlungen für das ganze nächste Jabr bedeuten Wenn die deutschen Reparationen bezahlt werden sollen ko muffe vor allem der deutsche Kredit wieder be raestellt werden. Es bestehe noch immer die Hoffnung. dag das Earanticvroblem gelöst werde.
w. i.-B. London. 12. Sevt. „Times" berichtet aus
•?I ts ' 5? ."'erde dort zugegeben, daß die Rückkehr der belgischen gs->f<>n>v-4»v i, ~ „ <c - - „i. _ 7 _
Empfang der Zeitungsverleger beim Reichspräsidenten.
,. Ur- Merlin. 12. Sevt. (Eig. Drahtbericht.) Reichspräsident (.bert empfing gestern nachmittag den Vorstand des Vereins Deutscher Zeitungsverleger. Gegenstand der Beratung war die Notlageder Presse und die Erwägung oer zu ihrer Linderung geeigneten Maßnahmen. Wie wir "'Eiter boren. fand außerdem gestern nachmittag eine Kabt» "EßWtzung statt, die sich mit lausenden Angelegenheiten be- ichaftrgte.
Die Arbeitervertretrr beim Rerchspräfidenten.
Lr. Berti«. 12. Sevt. (Eis. Drahtbericht.) Der sozialdemokratische Parteivorstand. vertreten durch Wels und Hkrn.snn Müller, und der Allgemeine Deutsche Gewerk- schaftsbund. vertreten durch Graßmann und Georg Schmidt, wurden am Montag vom Reichsvräffdenten cmvfangen. Die Avbeitervertreter trugen dem Reichspräsidenten ihre Besorgnis wegen der Zuspitzung der w tr tschaftl ichen Verhältnisse vor. Der Reichspräsident und der ebenfalls anwesende Reickswirtschasts- minister erläuterten die Haltung der Regierung und versprachen, ihr Möglichstes zu tun. um die Interessen des arbeitenden Volkes wabrzunehmen.
Maßnahme« gegen Beunruhigrmgen im Industriegebiet
Br. Berlin. 12. Sevt. (Eig. Drahtbericht.) Wie die .P.-P. R." hören, wird sich das Reichskabinett in einer Sitzung mit Vertretern der preußischen Regierung im Lame des heutigen Tages mit den Lebensmittel- unruben in Hamborn beschäftigen, die. wie bekannt, zur Einsetzung eines kommunistischen, die Lebensmittelvreiie regelnden Zentralausschnffes geführt batten. Die Folge der erzwungenen Preisherabsetzung war ein rascher Ausverkauf, der die meisten Ladeninbabei zwang, ihr Geschäft zu schließen. Wie die ..P. P. R." weiter erfahren, sind die Lebensmittelgeschäfte der Stadt Hamborn seit beute wieder geöffnet, doch gelten nicht mehr die erzwungenen Preise, sondern die Normalpreise des Industriegebietes. Um dem zweifellos vorhandenem- Wucher soweit als möglich einru- dämmen. bat der Obervräsident der Provinz Westfalen eine Zusammensaffung der drei Prnfungsstellen für die gesamte Provinz mit dem Sitz in Dortmund in Vorschlag gebracht. Dabei sollen die Preise in Verbindung mit den Grobbändlern festgesetzt werden. Um weiteren Beunruhigungen im Industriegebiet. das für die Koblenversorgung Deutschlands von ausschlaggebender Bedeutung ist. vorzubeugen, will Preußen beim Reich u. a. vorschlagen, daß den westfälischen Bergarbeitern äbnlich wie den Beamten und Staatsarbeitern Vorschüsse bewilligt werden für die bevorstehend« Kartoffelversorgung. Außerdem soll stch die Reichsbahn auf einen möglichst schnellen Kartvsseltransvort einrichten.
Die Untersuchung gegen dän Reichswehrminister.
W. T.-B. Berlin. 11. Sevt. Heute konstituierte stck im Reichstag der, vom Plenum infolge des Antrags von Dr.
Reichstag Ser, vom Plenum infolge des Antrags von Dr. Bötersen eingesetzte Untersuchungsausschuß gegen den ReiLswebrminister Dr. Gehler unter dem Vorfftz Emminsers (Bayer. Bvt.). Der Reichswehrminister erklärte
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kick im Interesse der Gründlichkeit der Untersuchung, die ihm durchaus dienlich und willkommen sei. dafür, daß alle Fälle.
die den Äueschußmitgliedern wichtig erschienen, für die er als Minister dem Reichstag gegenüber die persönliche Verantwortung trage, in den Rahmen der Tätigkeit des Aus-
schuffcs einbczogen würden.
Eins deutsche Note an den Völkerbund.
W. T -B Genf. 11. Sevt. Der Leiter des deutschen Konsulats in Genf. Lcgatisnsrat Dr. Nasse, überreichte beute dem Eeneralsekretariat des Völkerbundes im Auftrag der Reicksregierung folgende Note:
Der deutschen Regierung ist aus der polnischen Preffe der Wortlaut einer Note der volnischen Regierung an den Völkerbund bekannt geworden, in der die polnische Regierung eine Reibe heftiger Anschuldigungen gegen deutsche Regierungsorgan« wesen anseblicher Unterdrückung der polnischen Minderheiten in Deutsch Oberscklesien. Ostpreußen und dem übrigen Deutsch-
an dessen Minder- Wlkerbundes gemäß
. ....... .... ... „... -- —... 1922 besteht, hat die
deutsche Regierung die Ehre, daraus binruweisen. daß sie die fragl-chen Vorwürfe als in jeder Weife unberechtigt und haltlos zurückweKen. muß. Die deutsche Regierung bebält sich vor. dem Völkerbund eingehendes Material »or- zulegen. aus dem die Haltlosigkeit der polnischen Behauptung hervorgeht, was übrigens auch durch das Zeugnis des Herrn Präsidenten Ealonder sowie des Herrn Präsidenten Kaeckenbeegk leicht nackzuweisen ist. Im übrigen muß die deutsche Regierung daran festüalten. daß die Beschwerden der polnischen Minderheiten auf dem durch das Genfer Abkommen vom 15. Mai 1922 vrrsezeichneten Instanzenwege erledigt werden.
Die Ausschreitungen in Paluisch-Oberschlefien.
Br. Berlin. 12. Sevt. (Eig. Drahtbericht.) Wie ans Kattowitz gemeldet wird, hat die Polizeidirektion den Ausnahmezustand über die Stadt Kattowitz verbängt. Die zuständigen Behörden haben ffch an den Ministerrat mit der Bitte gewandt, außerordentliche Gerichte einzusetzen. Wer bei Ruhestörungen. Raub, Diebstahl. Erpreffung oder Brandstiftung ergriffen wird, soll der Todesstrafe verfallen.
Die Zeitung „Pollak" sucht in einer Extraausgabe die deutschen Banken mit der Behauptung zu verleumden, sie schuldeten der polnischen Regierung 260 Millionen Mark. Das sei die Ursache der furchtbaren Krise. Der Zusammenbruch in Oberschlesien ist durch die Unfähigkeit der polnischen Behörden erfolgt. Wenn die volnischen Behörden in Oberschleffen die polnische Valuta einführen wollen, so brechen sie damit die unterschriebenen Verträge. Um einer deutschen Beschwerde aber zuoorzukommen. bezichtigt Pollak" die deutsche Regierung, ffe babe den Genfer Vertrag gebrochen und nickt genügend Geld für Oberschlesien zur Verfügung gestellt.
Br. Berlin. 12. Sevt. (Eig. Drahtbericht.) Aus Königs- Hütte wird gemeldet: Während in Kattowitz durch die Verhängung des Belagerungszustandes und die Androhung der Todesstrafe bei Plünderung Rübe eingetreten ist haben die Unruhen gestern auf Bismarckbütte Lberge- griffen. Der Belegschaft der Bismarckhütte wurde die Auszahlung der Löhne in polnischer Nalnta angekündigt. Die Arbeiter bezeickneten diese Maßnahme, als Valutaschwindel der Unternehmer und drangen in die Villa des Direktors ein. schlugen diesen bis er blutüberströmt zusammenbrach. Polizei wurde entsandt und als eine Abteilung Lnianterie einietzte. blieben bei den Schiebereien 8 Mann aui dem Platz.
Die -Kriegslage in Kleinasien.
Bor einem Eingreifen Englands?
Die gestrigen Meldungen aus Smyrna und Konitanti- nopel lallen nach englischer Auffassung die Lage nach wie vor bedrohlich erscheinen. Die alliierten Vertreter in Konstantinopel richteten gestern eine Note an Kemal. in der ste ihn warnen und ankündigen, daß ste die Stadt verteidigen würden. Londoner militärische Sachverständige glauben, daß nach der letzten Verstärkung der französischen Besatzung genügend alliierte Truppen zur Verteidigung der Stadt verbanden seien. Offiziell wurde erklärt, die britischen Kriegsschiffe würden wahrscheinlich eingreffen, wenn die Türken ans Thrazien überzugreifen versuchen würden. Frankreich soll das unterstützen, da die Klein« Entente Frankreichs divlomatiicher Schützling und sogar Bulgarien gegen jcde Wiederherstellung der türkischen Macht in Europa sei. Offizielle Kreise, die Ende der Woche zu dem Glauben neigten, die türkische Rückeroberung Anatoliens würde die Lage befestigen, fürchten jetzt ernstlich, daß di« Türken Exzesse bcgehen. Angriffe auf die vorhandenen Residenten in Konstantinovel tonnten wohl übersehen werden, aber jede Bedrohung der britischen Stellung in Kleinasten oder Indien würde das Signal zum Eingreifen bedeuten. Für den Augenblick tritt in diplomatischen Kreisen das Ber- ivrechen an Griechenland völlia in den Hintergrund geseu- über der kemalistischen Bedrohung des Mächtegleichsewichts im naben Osten. „Evening Standard" erklärte gestern abend, die militärischen B o rb e rek tu nseu zu Wasser und zu Lande seien getroffen für alle Fälle, die sich aus dem griechischen Zusammenbruch ergeben, und deutet aus eine starke Vermehrung der britischen Streitkräfte im nahen Osten hin. Offiziell ist dafür allerdings noch keine Bestätigung zu erlangen.
Der Zusammenbruch der griechischen Armee.
v. Baris. 12. Sevt. (Eig. Drahtbericht.) Die Athener Regierung scheint mit gewisser Besorgnis die Wirkung der Niederlage in Kleinasien aui die Truppen zu veriolsen. Sie bat nur noch den einen Wunsch, die Truppen so schnell als möglich zu demobilisieren. 9800 Mann sind bereits im Voraus gelandet worden. Etwa 19 000 Mann werden noch erwartet. Das ist alles, was stch aus dem Zusammenbruch retten konnte. Die Nachrichten aus Kleinasten haben auch unter den gnechischen Truppen in Thrazien eine beunruhigende Wirkung hervorseruien.
Ein Aufruf Muftapha Kemal-Pafchas an das tSrkifche
Volk.
v. Baris, 12. Sevt. (Eig. Drahtbericht.) Nach einer Ansoia-Meldung soll Mustavba Kemal-Pascha an das türkische Volk einen A u i r u i erlassen baden, m dem cs heißt: Unsere Offenstve. die am 20. Auaust in Form einer «roßen Schlacht begonnen hatte, dauerte iüni Tage. Der Mut. die Schnelligkeit, die Heldenhastigkett der Arme«, der Regierung und der großen Nationalversammlung hat es ermöglicht. die Größe der Truvven unserer grausamen und hochmütigen Feinde zu vernichten. Der Auirui schließt: Unsere Nation kann mit Vertrauen in die Zukunft schauen und wir können sicher kein, daß unsere Armee zu dem Ziel den Weg findet, den ste stch vorgezeichnet bat. — Die Nationalversammlung hat das Ende der Rationalttauer angeordnet und in ibren Gebäuden verschiedene Trophäen, darunter das Schwert des Generals Sadianeftri. aufgestellt. — Nach Meldungen Londoner .Mendblätter ist es infolge der Enffachung des türkischen Krieasgeistes durch den kema- lfftischen Sieg in Kleinasten zu einem ernsten Angriff türkischer Agitatoren auf Ausländer, eiwschlieblich Engländer, in P a k i a gekommen, bei dem mehrere Personen ums Leben kamen.
über die politische Stellung im Orient wird geschrieben: Der Kampf in Kleinasten nähert stck seinem Ende. Ern neuer Kampf geht an. in dem es letzten Endes nicht nur um die Meerenge, nicht nur um den Friedensverttaa von Sövres allein, sondern in dem es auch um den bulgarischen Friedens- Vertrag von N e u i l I y und die beiden Friedensverträge von London und Bukarest geben wird. Ein Kampf, in dem Frankreich durch Schaffung eines ihm ergebenen türkifch- bulsarisch-serbischen Blocks stch endgültig das Lbergewicht über England nn Orient und im ganzen östlichen Mittel- m?er sichern will.
Die Solidarität der Alliierten.
W.T.-B. London. 12. Sevt. Sir Frederik Maurice drahtet der ..Daily News" aus Konstantinovel. daß zur Hervorhebung der alliierten Solidarität französische und italienische Truvven stch auf Befehl der alliierten Generale den brittschen Truppen auf der Halbinsel und der astatischen Küste der Dardanellen anschließen. Englische Kriegsschiffe, aus Smyrna sind in
um die dortigen Christen zu schützen und die Zerstörung von
Eigentum zu verhindern. Die nationalistischen Kundgebun- gen ttt Konstantinovel nehmen zu und richten stch immer merklicher gegen die Regierung des Sultans.
■W.T.-B. Londoon. 12, Sevt. Reuter meldet «us Mali», cs verlaute, daß zwes britische Batterien den Befehl erhalten haben, sich zum Abtransport nach Konstanti- novel bkrett zu halten. — Die „Times" meldet, daß die alliierten Oberkommissare in Konstantinovel der Angora- Regierung mitgeteilt haben, daß die Alliierten unter keinen Umständen irgend eine Verletzung der neutralen Zone, die den Bosporus und die Dardanellen einschließt, durch die kemalistische Armee dulden werden. In britischen Kreisen werde nach wie vor darauf gedrungen, daß es unbedingt notwendig fei. die thrazische und die Dardanellen- Frag« von allen Verhandlungen fern zu halten, die als un- mtttelbaies Ergebnis der Operationen ffn Anatolien ent- stehen ,könnten — Eine Movdnung alliierter Truppen ein- schlnßlich Matresen und Seesoldaten von den britischen Schiffen ist nach Smyrna gesandt worden, um die allttetten Interessen zu schützen. Bei der Besetzung Smyrnas durch die Tunken ereigneten stch nur wenig AnssckrettWW« und Plünderungen.
