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Samstag, 9. September 1922.
Abend-Ausgabe.
Nr. 421. ♦ 70. Jahrgang.
Der Türkensieg im Orient.
Der entscheiden de Sieg, den die Türken in Kleinasien errungen haben, hat nicht nur in Athen wie ein Blitz emgeschlagen, sondern auch in Lo n d o n. England hat sich aus eine türkenfeindliche Politik so festgelegt, Hatz die vernichtende Niederlage der Griechen, die diesmal die Rolle der Soldaten Englands übernommen hatten, zugleich als eine folgenschwere Niederlage Englands anzusehen ist. Schon zittert die Londoner Presse für die Dardanellen, deren Besitz als eine der wichtigsten britischen Kriegserrungenschaften bezeichnet werden mutz. Man erklärt an der Freiheit der Meerengen dürfe nicht gerüttelt werden. Natürlich sind die Meerengen nur dann frei, wenn sie sich tn britischer Obhut befinden. In der in allen englischen Zeitungsstimmen zum Ausdruck kommenden Besorgnis vor den Folgen des türkischen Sieges zeigt sich die Weitsichtigkeit und Klarheit der englischen öffentlichen Meinung. Auch heute wohnt jenseits des Kanals ein Volk von Politikern, das jedeEefährdung seiner Lebensinteressen instinktiv zu erkennen vermag. Der türkische Waffenersolg bedroht mit einem Schlage die ganze Stellung Englands im Orient. Die Nachricht, datz die Sowjetregierung der kemalistifche Regierung zu ihren militärischbnErfolgen beglückwünscht habe, ist noch nicht bestätigt. Aber wenn sie nicht wahr ist, so ist sie zweifellos gut erfunden. Lenin hätte sogar, da er sich ja ohnehin manchmal in Wilhelminischen Allüren gefällt, an Kemal-Pascha telegraphieren können: Türkische
Siege sind russische Siege. In jedem Fall sind es englische Niederlagen. Und die hat mit der sprichwörtlichen Unzuverlässigkeit seiner Politik Lloyd George glücklich erreicht. Auch Deutschland verdankt ihr die Mißerfolge seiner bisherigen Reparationspolitik und seinen heutigen wirtschaftlichen Zusammenbruch, weil es jedesmal den guten Reden Englands traute, denen dann stets schlimme Taten gefolgt find.
Die Niederlage der griechischen Armeen.
_ W.T.-B. London. 9. Sept. Die ..Times" meldet aus Konstantinopel. es herrsche allgemein der Eindruck, dah die g r r e ch l > ck e.,S ü d a r m e e geschlagen sei und dah die £ l S e Räumung Ioniens mit oder ohne Waffenstillstand unvermeidlich sei. Die Berichte von der nördlichen Front besagen andererseits, dah das 3. griechische Korps die Türken obgew.ibrt.babe und gute Disziplin bestebe: es hält eine starke Linie östlich von Br u s s a. Diese Stadt werde zweifellos nickt geräumt werden.
W. T-B. London. 9. Sevt. Reuter meldet aus Smyrna vom 7. «evtemberk Die Griechen halten sich östlich der Linie Salckli. Es besteht wenig Hoffnung, dah die Flut des Rückzugs ausgehalten. wird. Flüchtlinge und Deserteure treffen zu .Tau!enden, ern. Zahlreiche britische Staatsangehörige befinden stck m. Smyrna und in den umliegenden Dörfern. Es werden Befürchtungen wegen der Sicherheit des britischen Eigentums gehegt, Die Flüchtlingssrage dürste ernst werden. da.w .gut wie keine Vorbereitungen getroffen worden ' sind bezüglich sanitärer Mahnahmen, noch auch wegen der Lebensmittelversorgung. Man schätzt die Zahl br Flischtlingeaus über 200 000. Im Süden steht dir türkische Armee nn Rucken der griechischen Streiikräffe. die sich aus Brussa Banderma und Mvndania zuriickzieben.
W-T -B. 8. Sevt. Rack Blättermeldungen vom
7. September stehr die Gefangennahme der Generale Tri- k u p i s und D igena in keiner Beziehung mit dem Schicksal ihrer Armeekorps. Nach einem Telegramm des Oberbefehlshabers vom o. Swtember hätten das 1. und das 2. Korps die unter ihrem Mehl standen bereits ihre Stellungen in der Richtung auf llschak-Alaschrhir eingenommen. Die beiden Generale seien mit ihren Stäben aus dem Weg« zu ihren Korps von feindlicher Kavallerie gefangen genommen wciden. Nach einem heutigen Telegramm habe sich das 3. Kl-rvs m normaler Weife in Brussa festgesetzt. Die Nachricht reu! der Besetzung dieser Stadt durch den Feind sei also falsch. W'e die Blatter melden, haben naÄ einem Telegramm des MarlnemiNisteriums griechische Kriegsschiffe I a l o w a bsichoüen eine Batterie zerstört und andere zum Schweigen gebracht, die gegen sie Feuer eröffnet batten.
Smyrna v«r dem Fall.
D. Baris. 9. Sevt (fing Drahtbericht.) Man meldet aus Konstantinoveler Quelle, dah dort das Gerücht gehe, dah her Kommandant der türkischen Vorhut, die sich jetzt unge- »abr 40 Kilometer von der Stadt Smyrna entfernt befindet, an de« Kommandanten der griechischen Vorhut, die sich im Ürnkreüe von 20 Kilometer um die Stadt Smyrna erstreckt, einen Boten entsandt bat. durch welchen der Kommandant wird, die Stadt Smyrna den Türken ohne Widerllöand zu überlassen. um unnützes Blutvergießen zu. verhindern. Der türkische Bote hat hinzugefügt, dah keinerlei Bedrohung der Bevölkerung von Smyrna durch die Besetzung her Kemalrsten zu befürchten sei.
W. T.-B. London. 9 Sevt. Reuter meldet aus Smyrna omr 8. September vormittags 1014 Uhr. dah die Lage dort 8»Herst ernst sei. Die Türken haben gestern Turhali an her Bahnlinie Aidkn. 35 Meilen von Smyrna entfernt, zer- ffärt. Banden griechischer Soldaten, armenische und türkische Banden begehen Brandickauunarn. Raub und Mord. Dir alliierte Flotte iahte den Plan ui: eine gemeinsame Aktion i» Smvrna. denn olles englische Eigentum befinde sich in Geiaür.
v. Baris. 9. Sevt. (Eig. Drahibericht.) Man meldet aas Smvrna. .dah die Ausschiffung der Marineabteilungen her Alliierten in Smyrna andauere, die die Ordnung in der Stadt aufrecht erhalten solle,. Alle griechischen Behörden oaben bereits die Stadt verlassen und de: priechiicbe Oderkommissar ist von der Bevölkerung bedroht worden und war gezwungen, sich an Bord des Dampfers
I ..Lemnos zu flüchten, da er sich nicht mehr sicher mblte. Man spricht sogar* von seiner bevorstehenden Demission. Die belgisch.', schweizerische und tschechoslowakische , Regierung haben die französische Regierung gebeten, in Smvrna den Schutz über ihre Staatsangehörigen zu übernehmen.
Die Siegesbeute der Türken.
W. T.-B. Baris. 9. Sevt. 'Drahtbericht.) Roch einer Davasmeldung aus Angora beträgt die Siegesbeute der rurken am 4. September 1910 Geschütze. 1200 Lastautos. 5000 Maschinengewehre und über 40 000 Gewehre. Die Zahl der G e f o n g c n e u übersteigt att diesem Tage r r 000- — Wie Havas aus Ada na berichtet wird von kenia- Ilstiicker «eite erklärt, da« die griechische Armee, die ursprünglich 200 000 Mann zäblte. die Hälfte ihres Bestandes nerkoren bat. Die griechischen Streitkräfte, die nch in Unordnung vor der rürkischen Reiterei zurück- zreben. betragen noch nicht 50 000 Mann.
Die englische Flotte in den Orientgewässer», bin. Malta, 9. Sept. Die leichten Kreuzer „Cardiff" und „Concord" sind unter dem Kommando des Admirals Tyrwhitt in Malta am Morgen- angekommen und mittags nach Smyrna weitergefahren. Mit Ausnahme des Dreadnoughts „Bsnhow", der sich im Trockendock befindet, und des leichten Kreuzers „Centaur" und einigen kleinen Schiffen ist die ganze Mittelmeerflotte in den Orientgewässern versammelt.
Die türkischen Friedensbedingungen. v. Nom, 9. Sept. (Eig. Drahtbericht.) Die Friedensbedingungen Angoras lauten jetzt nach einer Meldung des „Journal de Italia" wie folgt:
1. Sofortige Räumung ganz Anatoliens von griechischem Militär und griechischer Ver- waltung.
2. Auslieferung des Kriegsmaterials als Pfand.
3. Verpflichtung, keine Truppen nach Thrazien zu entsenden.
4. Kurze M a f f e n st i l l st a n d s d a u e r.
Für die Friedensverträge ist außerdem vorgesehen sofortige Räumung Thraziens und der Dardanellen und deren Rückgabe an die Türkei, ferner Rückgabe der Inseln Chios, Mytilene und Kriegsentschädigung. Es ist wahrscheinlich, daß Kemal auch die Räumung Konstantinopels von den Truppen der Alliierten verlangen wird.
Die Konferenz von Venedig.
W. T.-B. Rom. 9. Sept. Wie die Blätter melden, hat die italienische Regierung bei den Regierungen Frankreichs und Englands einen Schritt unternommen, um sie ron der Notwendigkeit zu überzeugen. Griechenland und die Türkei zu einer Konferenz einzuladen, die in Venedig stattfinden soll und aus der die Friedenspräliminarien erörtert werden sollten. In der Zwischenzeit solle aus Gründen der Menschlichkeit Vorsorge getroffen werden, dah ein - W a f f e n st i l l st a n d geschlossen und die Kriegs- Handlungen unterbrochen würden.
v. Rom. 9. Sevt. (Eis. Drahtbericht.) Nach einer Meldung der Agentur Volta soll auf Grund eines Beschlusses der französischen und englischen Regierung die Konferenz in Venedig noch im Laufe dieses Monats statt- ffnden. Sie werde infolge der jetzigen Umwälzungen der Verhältnisse in Kleinasien die Form einer regulären türkisch - griechischen Friedenskonferenz tragen. Die Staaten der Entente beabsichtigen, nicht, wie ursprünglich geplant, sich durch ihre Oberkommissare in Kon- stantmopel. sondern durch besondere Delegierte, wabrschein- l'ch sogar durch ihre Auhenminister. vertreten zu lassen.
W. T.-B. London. 9. Sevt. Der ..Star" berichtet aus Mailand, es verlaute, dah die Konferenz von Venedig über die Fragen des naben Ostens auf den 2 0. September avgisetzt werde. -- „Evening Standard" erfährt, dah in der vorgestrigen Sitzung des englischen Kabinetts beschlossen winden sei. die Ansicht Frankreichs darüber einru- hclen. ob England, da beide Länder sich verpflichtet hätten, sich einem griechischen Angriff auf Konsiantinovel zu widersetzen. sich darauf verlassen könne, dah Frankreich bei seinem Beschluß, die Dardanellen offen zu halten. England be:- sieben werde
Kabinettskrise in Griechenland.
W. T.-B. Paris, 8. Sept. Rach einer Havas-Mel- dung aus Athen ist das griechische Kabinett zurückgetreten. Der König hat Kalogeropulos mit der Bildung des neuen Kabinetts beauftragt. Nach einer Meldung des „Jntransigeant" aus Athen ist Skuludes zum Ministerpräsidenten ernannt worden.
Rücktrittsabfichten König Konstantins?
v. Paris. 9. Sevt. ^Eig Drahtbericht.) In Bukarester Kreisen fragt mau sich, ob die plötzliche Rückberusung des Prinzen Georg von Griechen! rnd als Grund die Absicht König Konstantins dabe. zurückzutreten und den Thron seinem Sobne zu überlassen. Jedenfalls bleibt noch beute abend hier vorliegender Nachrichten die politische Lage in Athen .iuhersi verwirrt. Es sind zahlreiche Eendarmerrekräffe um die. Stadt zusammengezogen worden da man befürchtet daß bei Eintieferung der Verwundeten von der kleinasiatischen Front in die Spitäler Unruhen ausbrechen könnten, dach legt die Beoölkerung bis jetzt eine auffallende Ruhe angesichts der Ereignjsie an den Tag.
Thronwechsel in Konstantinopel?
W. T.-B. Paris, 9. Sevt. Wie das ..Petit Journal" aus London berichtet, meldet man aus Konsiantinovel. dah möglicherweise der Sultan Mehmed V. zugunsten des Thronfolgers Medschidie abdanken werde.
Die deutsch-belgischen Verhandlungen.
Br. Berlin. 9. Sept. (Eig. Drahtbericht.) Die belgische Delegation verhandelte Freitagnachmittag 4 Uhr im Reicks- finanzministerium mit dem Minister Dr. Hermes und den Staatssekretaien Dr. Bergmann und Dr. Schröder. Der belgischen Delegation wurden bestimmte Vorschläge vorgelegt. Diese Vorschläge wurden erörtert und die notwendigen Aufflärungen wurden darüber gegeben. Die belgischen Delegierten erklärten, dah sie sich wegen der Vorschläge mit ihrer Regierung in Verbindung setzen mühten und dah sie rcraussichtlich am Samstag in der Lase sei» würden, eine Antwort zu geben. Heute Samstag, den 9 September, werden die Verhandlungen somit ihren Abschluß finden.
Über den Stand der Verhandlungen zwischen der belgi- ichen Delegation und der Reichsregierung ist das ..B. T." in der Loge. Mitteilungen zu machen. Es schreibt, die Verhandlungen stünden vor ihrem formellen Abschluß Gestern vormittag hätten sich die zuständigen Stellen mit der Frage der zu gebenden Garantien für die Schatzwechsel bescküstigt. und gestern nachmittag seien die Besprechungen mit ReichsfinanzmiUlster Dr. Hermes, den Staatssekretären Bergmann und Schröder und den belgischen Delegierten auf der anderen Seite fortgesetzt worden. Dabei seien von deutscher Seite positive Vorschläge überreicht worden. Das deutsche Programm sehe vor. daß Deutschland in Holland. Amerika und England die Kredite• zur Bürgschaft der Sckatzwechsel aufnebmen wolle. Über die Ausnahme der Vorschläge hätten sich die Belgier nicht ne= äußern Jedenfalls hätte die belgische Delegation zunächst ihrer Regierung Mitteilung zu machen und nach eintreffender Antwort wird die belgische Delegation der deutschen Reicksreg''erung noch beute mittag Mitteilung davon macken. Es ist aber zweifellos, dah damit die Garantieverbandlunsm vorläufig beendet sind. Es sei wahrscheinlich, dah die belgische Delegation nach Brüssel zurückkebren werde und dah nach mündlicher Besprechung mit der belgischen Regieiung eine neue Zusammenkunft vielleicht in Brüssel mit den deutschen Vertretern anberaumt werde, wenn die endgültige Stellungnahme der englischen, holländischen und amerikaniischen Finamwelt zu dem Programm bekannt sei.
Die Verhandlungen mit der deutschen Industrie.
Br. Berlin. 9. Sevt. (Eig. Drahtbericht.) Das ..B. T. ifcrt über die Verhandlungen im Reichsfinanzministerium mit V-rtretern der Industrie, daß sie noch nickt zu einem
erfährt über die Verhandlungen
Abschluß gelangt seien. In Kreisen der Industrie würden verschiedene Bedenken geltend gemacht. Es bestünde» aber noch verschieben« andere Möglichkeiten, die im Mittelpunkt der Rcssortberatungen stehen. Von einem vorzeitigen Abschluß der Verhandlungen mit Belgien könne keine Rede sein. Die Notwendigkeit, eine Einigung herbe'.- zusühren. die auf einer werteren Frist eingestellt ist. als zuerst , in Aussicht genommen war. bedingt' begreiflicherweise eine längere Dauer der Beratungen. Man glaubt zu wissen, dah sowohl auf belgischer wie auf deutscher Seite die Lage heute durchaus rubig beurteilt werde, wenn sie auch noch auf Schwierigkeiten stoßen könne, deren Überwindung r fein wird
ösischen Presse werde wie- puf die Verhandlungen irr endgültigen Einig«na
mribsam fein wird. In der fran derum der Versuch unternommen, dem Sinne emzuwirken. der eine ungünstig sei. J
Br. Berlin, 9. Sept. (Eig: Drahtbericht.) Wie der „Tag" erfährt, haben die ersten Besprechungen zwischen S t i n n e s und B e m e l m a ms stattgefunden. Sie haben ergeben, dah in der kurzen Frist in der sich die belgische Del», gativn in Berlin aushält, das Problem der Beteiligung der Industrie an der Garantierung der Schatzwechsel kaum zu lösen ist. Für eine solche Garantie durch die Industrie wäre ein Apparat und eine Organisation notwendig, deren Aufbau einer gewissen Sorgfalt in der Durcharbeitung und Projektierung bedarf. Die Verhandlungen werden fortgesetzt.
Br Berlin, 9. Sevt. (Eig. Drahibericht.) Vom Reichs- verband der deutschen Industrie wird mitgeteilt, es fei f?st- zustellen. dah er seinem Ausbau und seiner Kompetenz nach nicht in der Lage sei. eine Garantieleistung für die noch in diesem Jahr fälligen Reoarationsschulden zu übernehmen und daß demenffvrechende Verhandlungen nickt ge- pflogen worden sind.
Ein belgischer Kabinettsrat.
Br. Berlin. 9. Sept. (Eig. Drabtberichi.) Wie aus Brüssel gemeldet wird, ist gestern Minister I a s v a r vom Mlnistcrprösidenten Tbeunis empfangen worden, der im Anschluß daran einen Ktckbinettsrat abhielt. In dem Kabinette rat sei über die Notwendigkeit neuer In- st r u l t i o n e n für die belgische Delegation in Berlin beraten woidcn. Der französische und britische BoMafter seien von der neuen Situation verständigt worden. Dt« neuen Instruktionen sind wohl gestern noch nach Berlin weitergegeben worden. Wie verlautet, sieben Jaspar und Tbeunis den deutschen Vorschlägen nicht durchaus ab. lehnend gegenüber.
Das deutsche Handwerk und der Wiederaufbau in Nordfrankreich.
Br. Berlin. 9. Sept. In einer gestern zwischen Hugo S t i n n e s und dem Berliner Vertreter des Deutschen Handwerks- und Eewerbekammertnges. G»eralsskretür Hermann. stattgefundenen Aussocache bot'der Vertreter des Handwerks Stinnes die aktive Beteiligung des deutschen Handwerks an den Wiedernufbauarbeiten Rordffankreichs an. Stinnes versicherte, daß .hm diese Beteiligung des Handwerks s e b r e r w ü n s ch t sei und dah er seinen Einfluß auf die in Betracht kommenden llnternebmer- kreise energisch daorn geltend machen werde, dah das wirtschaftlich organisierte Ha".dwerk nach keiner Leisiungsfähiglcit beteiligt werde.
W. T.-B. Paris. 8. Sevt. Wie die Abendblätter melden, tritt der A k t r o n s a u s s ch u tz kür die verwüsteten Gebiet« am nächsten Montag unter dem Virsin des Bürgermeisters von Lens, des Abgeordneten Basly. zusammen. Der Sekretär des Ausschusses. Douoedame. wird dem Ausschuß einen Vorschlag der deuticheir Arbeiterverbände auseinanderietzen. der eine bedeutsame Materiallieferuna für den Wiederamüau der verwüstete» Gegenden berweckt.
