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Freitag, 8. September 1922.

Morgen-Ausgabe.

Nr. 438. ♦ 70. Jahrgang.

Die Garantieverhandlungen.

Delacroix und Bemelmans sind in Berlin, die Verhandlungen haben begonnen und sollen dazu führen, die von Deutschland übergebenen Schatzbons durch bündige Garantien sofort realisierbar zu inachen. Garantien — der Begriff ist schon in den ewigen Ver­handlungen mit der Reparationskommission zu Tode gehetzt, namentlich da er so ausgefaßt ist, daß die Garantien nicht nur die — unmöglichen — Zahlungen ersetzen sollen, sondern darüber hinaus den zahlungs­unfähigen Schuldner noch weiter belasten und noch schwächer machen müssen. Dahin ist ja auch in der Rote der Reparationskommission die äußerste Grenze für die an Belgien zu gebenden Schatzbons festgesetzt: Depositen baren Geldes. Der Zweck der Berliner Ver­handlungen ist nun, aus dieser Maximalforde­rung eine beide Teile befriedigende Lösung herauszuschälen und Belgien scheint versöhnlich ge­stimmt und bereit, die Angelegenheit so zu regeln, daß die Ablösung der Barzahlung durch die Schatzwechsel wenigstens einen Sinn hat und Deutschlands Wirt­schaftskraft 'inzwischen geschont wird. Entsprechend die­sen! Verhandlungsbeginn ist der Dollar etwas g e- funken, aber auffälligerweise -schließen sich die Effekten an, die doch gerade bei günstigeren Aussichten steigen müßten und ohnehin weit zurückgeblieben sind.

Wenn die Garantien wirklich den Zweck erfüllen sollen, daß Belgien die deutschen Schatzwechsel sofort realisieren kann, dann wird es einigermaßen schwierig sein, bei der notwendigen Rücksicht auf Deutschland den Mittelweg einzuhalten. Die Garantie der Banken dürfte wohl, nachdem sie einmal fallen gelassen werden mußte, nicht wieder auftauchen. Die Industrie ist in­dessen gegenwärtig, da ihr bei dem hohen Dollarstande ihre eigenen Rohstoffeinkäufe große Sorgen machen, nicht gerade fähig, noch mehr Lasten auf sich zu nehmen. Die Suche nach effektiven Garantien ist schwer und es wäre verfrüht, aus dem guten Willen der Belgier zur Verständigung schon folgern zu wollen, daß uns die Garantien nicht eine schwere Bürde bringen. Reben dem Finanzminrster Dr. Hermes sind hauptsächlich Staatssekretär Schröder und Staatssekretär a. D. Bergmann an den Konferenzen mit der belgischen Delegation beteiligt, deren Mission auch nicht gerade als angenehm bezeichnet werden kann. Bestimmte Vorschläge konnten von beiden Seiten noch nicht ge­macht werden. Das Materielle der Fragen ist um so schwieriger, als die einzig zweckentsprechende Garantie durch eine äußere Anleihe noch nicht spruch­reif ist.

Die großen Schwierigkeiten werden sich erst bei der praktischen Formulierung zeigen. Noch steht indessen nicht einmal fest, ob die Belgier bestimmte Forderungen mitbringen. Bradburn hat mit aller Entschiedenheit bestritten, daß etwa England eine teil­weise Garantie übernehmen wollte. Es würde zwar nur einer verhältnismäßig geringen Anleihe im Aus­lands bedürfen, um die 150 Millionen Eoldmark auf­zubringen, aber es soll ja gerade der Ztveck der Garan­tie der deutschen Regierung sein, daß der internatio­nale Finanzmarkt nicht in Anspruch genommen wird, sondern ausschließlich der großen Neparationsanleihe Vorbehalten bleiben soll, aus die sich die Alliierten leider viel zu spät vorbereiten. Die Versionen, daß eine Garantie auf dem Stinnes-Dertrag auf­gebaut werden könnte, scheinen auf irrigen Voraus­setzungen zu beruhen. Übergroßer Optimismus recht­fertigt sich deshalb nicht und es ist besser, mit Vor­sich t die Aussichten zu werten, als durch Enttäuschung hinterher die deutsche Valuta wieder einer schweren Erschütterung auszusetzen. ^

Br. Berlin. 7. Sevt. (Ein Drahtbericht.) Nachdem es sich bei den gestrigen Besprechungen der belgischen Dele­gierten mit den deutschen Regierungsmitgliedern. nur um Vorbesprechungen bandelte, werden beute die sachlichen Ver­handlungen beginnen. In Berliner politischen Kreisen, aber auch in den belgischen Kreisen und ans englischer Seite, vrn roo die Verhandlungen aufmerksam verfolgt werden, ist nan optimistisch über den Ausgang der Verhandlungen ge­sinnt und die ..Voss. Ztg." schreibt, die Wabrscheinlichkett oer Erziilung eines positiven Ergebnisses ist nach wie vor sehr grob Der gestrige Berbandlungstag bat ge­zeigt. dah au? beiden Seiten der ernste W,!lle zu einer Verständigung vorbanden ist. Die Reichsreg'.erung bemüht sieh die belgischer. Anregungen um Io sorgfältiger zu prüfen, da sie aul eine Regelung binauslausen. die nicht nur eine Ordnung der beiden zunächst fälligen Monatsraten vorsieht. sondern die Finanzierung der gesamten deut­schen Zahlungsverpflichtungen bis zum Schlug des Jahres. Andererseits ist es nicht leicht, sich über die Garantien zu einigen, die sowohl den internationalen Gelo- markt zulriedenstellen. als auch die Grenze der deutschen Le!stunasiäb:gkeit und die innenpolitische Tragfähigkeit nicht überschreiten dürien. Anders lauten die Nachrichten aus Paris. S-e lassen erkennen, dah man in Pariser voli- tischen Kreisen die Aussichten der deutsch-belgischen Verhand­lungen ziemlich vessimiltisch ansiebt. Man glaubt, «ab die Verbandlungen lange Lauern werden, wenn auch di«

be-den Abgeordneten jetzt nur wenige Tage in Berlin bleiben Man ist der Ansicht die belgische Regierung werde versuchen. die ganzen nach, in der Schwebe befindlichen Fragen zwischen Deutschland und Belgien aufzurollen.

Nack, Ansicht des ..Public Ledaer Philadelvbia" ist man m den Kreisen der belgischen Delegation der Ansicht, dah die Entscheidung der R e v a r a t i o n s k o m m i s s i o n nicht als eine dauernde gedacht ist. Es sei den Alliierten nur darum zu tun gewesen. Zeit zum Studium des Reparation svroblems zu gewinnen. Mit diesem Studium müsse sofort begonnen werden, denn die Gefahr, in der sich die Welt augenblicklich befinde, sei in wirtschaft­licher Beziehung auherordentlich grob. Auch der deutsche Reichskanzler vertrete diese Ansicht. Beide Regierungen arbeiten auf der gleichen Basis, nämlich, dah die Entschei­dung der Reparationskommission nur dazu bestimmt gewesen sei. Deutschland eine Atemvaille zu geben. Das Ziel de: beiden Regierungen bestände darin. brauchbare Garantien zu finden. Deutschland bereite keine Schwierig­keiten. und auch Belgien sei zu Entgegenkommen bereit Ans die Anregung Bradburns. dah England seine aus dem Krieg stammende und von Belgien unterzeichnet« Cchatzwechsel an die belgische Regierung zurückgeben sollte, falls Deutschland nicht in der Lage sei. seine Schatzwechsel einzulöscn. könne Belgien nicht eingeben. Es fei durchaus unrichtig, dah Belgien Gold haben wolle: Gold würde man nur dann verlangen, wenn Deutschland keine anderen Garantien geben könne. Belgien sei schon damit zufrieden wenn die deutsche Regierung, falls sie kein: ai deren Garantien geben könne, bereit sei. dieses Gold an die D-Banken zu überweisen

Staatssekretär Bergmann weilte in London, um die Ansicht der englischen Regierung über die bevorstehenden deutsch-belgischen Verbandlungen und vor allem über die Garantieiragc der Schatzwecksei einzuholen. Staatssekretär Veigmann. der auch an den deutsch-belgischen Verhandlun­gen beteiligt ist. meint, dah es für den Fortgang der Ver­handlungen über die Schatzwechsel g ü n st i g iei. sofort über die 1923 zu zabler.de Summe zu verhandeln. Der eventuell in Aussicht genommene Plan, nur über die beiden Raten vom 15. 8. und 15. 9. eine vorläufige Verstän­digung herbeizusiihren. siebe nicht mehr im Vordergrund der Beratungen. Vielleicht ergebe sich bei den Verhand­lungen die Möglichkeit, zunächst eine Summe von 256 Millionen Eoldmark als Erhebungsbasis zu finden. Die Garantie für die über die Summe aus- zustellenden Schatzwechsel könne, wie auch in englischen Fiiianzkretten. zugegeben wird, von der deutschen Regierung allein nicht übernommen werden. Man erwäge deshalb die Möglichkeit die Garantien zu verteilen. Einen Teil muffe die deutsche Regierung selbst übernehmen, einen zweiten Teil könne vielleicht von englischen ^finanzkreisen über­nommen werden, während der Rest von deck deutschen Reichs- bank zu garantieren wäre. Auf dieser nur in rohen Um­rissen bczeichnetcn Basis dürften die Verhandlungen be­ginnen.

W. T B. London, 7. Sevt. Reuter meldet aus Berlin, dah die g-strige Zusammenkunft der belgischen Delegierten mit Reichskanzler Dr. Wirth und Dr. Hermes gezeigt habe, dah der belgische und der deutsche Ausgangspunkt identisch seien. Beide Seiten bätten daher gute Hoffnung, dah ein Übereinkommen erzielt werden könnte.

Bemelmans erklärte in einer Unterredung mit dem Berichterstatter des Reuterlchen Bureaus: Was die Belgier wollten. leien wirksame Garantien. Es beständen immer noch Schwierigkeiten: er lei jedoch zuversichtlich, dah sie überwunden würden. Er veriönlich sei Ovtimist be­züglich des Ergebniffes der Verhandlungen, die. w>e er er­warte. am Samstag ibren Abichluh finden würden. Bemel- mans sagte roch, augenblicklich stehe eine Goldsicherbeit nicht in Frage obgleich es möglich sei. dah ein geringer Gold- ketrag erforderlich !«in werde. Die Regelung der Garantie­frage werde einen Aufschub für die sechs Monate geben, wäh­rend desicn Vorbereitungen getroffen würden für eine künftige grohe Konferenz, die das durch die letzte Entscheidung der Revarationskommisiion eingeleitete Werk zu vollenden suchen würde.

Br. Berlin. 7. Sevt. (Eig. Drabtbericht.) Wie wir von zuständiger Stelle erfahren, haben die Befvreckungen zwi­schen der belgischen Delegation und den deutschen Vertretern beim Reichsiinanzministerium beute vormittag gegen 10 Ubr ihren Fortgang genommen. Die Verhandlungen vollziehen sich in vollkommen sachlicher Form. Aus der bis­herigen Stellungnahme der Unterhändler bat sich bereits ergeben dah die beiden Parteien die Frage des Zahlungs­aufschubs bis znm Ausgang dieses Jahres grundsätzlich'ge­klärt sebrn möchten. Die Belgier sind davon überzeugt, datz düse Frage sich durch Gewaltmahnabmen und Trobungcn nickt behandeln lasie. Um 11.36 Uhr bat eine erneute Belvreckung beim Neichssinanzminister stattgefunden. die um 1 Ubr noch andauerte. Im übrigen besprechen sich die belgischen Delegierten vielfach unter sich und treten dann mit denjenigen Regierungsstellen in Ver­bindungen. von denen sie Auskunft haben möchten. Es ist unmöglich so "zeit den Stand der Verhandlungen nach Zahlen oder Paragraphen zu besprechen.

Lloyd George.

W. T.-B. London, 6. Sept. Reuter erfährt, daß Lloyd George wahrscheinlich eine Mitteilung VaIfours abwarten werde, bevor er zu einem end­gültigen Beschluß darüber gelangt, ob er an der Z u- samntenkl'.nft des Völkerbundes teil­nehmen soll. Verschiedene ernste Probleme, die jetzt die große Aufmerksamkeit der britischen Regierung be­anspruchten, machten es zweifelhaft, ob Lloyd George in der Lage sein werde, England im gegenwärtigen Zeitpunkte zu verlassen. Man erwarte, daß der Premierminister morgen nach London zurückkehrt. Wahrscheinlich findet auch morgen eine Zusainmen- kunft des Kabinetts statt, um die durch den griechischen Zusammenbruch geschaffene ernste Lage zu erörtern. Die Antwort der britischen Regierung aus die R o t e P o i n c a r 6 6 über die inter­alliierten Schulden wird wahrscheinlich eben­falls zur Erörterung kommen.

Das Wiederaufbau-Ministerium und

der Stinnes-Vertrag.

Br. Berlin. 7. Sevt. lEia. Drabtbericht.) Der Leiter des. Wiederaufbauministeriums. Staatssekretär. Watter Mutter, äußerte sich in einer Unterredung. über den zwischen Hugo Stinnes und der französischen Genossenschaft der Verbände der Wiederaufbauorganisationen zustanoege- kommenen Abkommen dabin. dah der Abichluh dieses Prrvat- vertrages entschieden zu begrüben sei. Der Vertrag werde auch zur politischen Entgiftung der Veziebunmn zwischen Deutschland und Frankreich beitragen. Auch die Reichsregierung könne den Vertrag im allgemeinen nur günstig beurteilen, liege er doch in der Linie der von der Regierung von jeher getriebenen Erfüllungsvolitik. Der Bertiag bedürfe insofern der Zustimmung der deutschen Regierung, als d'ese feststellen müffe. ob das Abkommen den Bestimmungen der Verträge von Wiesbaden und den Vemel- maus- und Eilletscken Abmachungen entspreche. Eine beson­dere Sache des Vertrages sei die Freigabe eines bestimmten Prozentsatzes Kohlen zur Verstärkung der Lieferungsmög- lcckckctten aus den Mensen, die an Frankreich monatlich ge­liefert werden müssen. Hierzu werde es jedoch noch beson­derer Bei Handlungen beidürfen. Die Tätigkeit amtlicher Stellen käme nur noch insofern in Betracht, als die Auhen- Handelxstclle,'. dce Ausfuhrgenehmigung für die Lieferungen zu erteilen bätten. Der auswärtige Ausschub des Reichs­tags werde sich ohne Zweifel ebenfalls mit dem Abkommen der Hoch- und Tiefbau-Aktiengesellschaft mit de Lubersac beschäftigen Einer Zustimmung von seiten einer andere» politischen maßgebenden Körperschaft, wie z. B. des Recch.s- tags. bedürfe das Abkommen nickt, da es sich ja um eine«, regelrechten Privatvertrag handle.

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W. T-B. Pari:, 7. Sevt. l Drabtbericht.) Nach Schluh der gestrigen Sinnng des beratenden Ausschusses für di« Sächlisierunsen erklärte Reibet, dah die Bestellungen von Sachlwjenlngen im Laufe ver letzten drei Monate drei Millionen Franken erreicht bätten. Dabei sei in Betracht zu ziehen, dah die Bestellungen von den Einwohnern der zemörten Gebiete unmittelbar an d-e deutschen Lieseranien gemacht worden seien, und es sei zu hoffen, dah sie im Lau-e der nächsten Monate bedeutend anwachseu wür­den. Es seien alle Vorstchtsmahnahmen getroffen, um die Jntereffeu der Besteller zu wahren. Hinsichtlich der Rück­erstattung der Kohlen nemäb der Vertragsklausel teilte Roibel mit. dah hier folgende Bedingungen in Be­tracht lnmcn. Die Kohlen, die abgetreten werden, können nur in den Mengen abgegeben werden, die nach Befrie­digung der Bedürfnisse des ganzen Landes übrig bleiben. Das von der Nevarationskommission ausgestellte Programm zur Durchführung der Lieferungen an Frankreich müsse voll­ständig drnlWesübrt werden. Jedes im Laufe eines Monats feitgostelltc Defizit mühte unweigerlich eine Verminderung der von crrankxeich wiederum abzngebenden Kohle in gleichem Auswabe nach sich ziehen. Diesbezüglich leien alle Matznobmen crgnsjen worden.

Deutscher Protest gegen die Auffassung der oberschlesischen Grenzkommission.

W. T -B. Breslau. 5. Sevt. Der deutsch» Vertreter bei der Grenzkommission für die Besetzung d-r neuen oberschlesi- schen Grenze überreichte beute dem Präsidenten der Kom- nninon eine Note, in der gegen d>e Auffassung der Grenz- kommission protestiert wird, die dahin gebt, dah di; Demarkationslinie im oberschlesischen Industriegebiet nur eine Richtlinie für die endgültige Gcenzlin'e darstellt. und dah noch wesentliche Abänderungen zcttäfsig sind. Diese Auf­fassung sei weder mit dem Friedensv-'rtcaa noch mit der Genfer Entscheidung vereinbar. Der deutickie Vertreter bet d;r Grenzkommission werde nur unr:r der Voraussetzung an der bevorstehenden Erenzbereisung teilnchmen. dah sich dck Tätigkeit in der Kommission nur auf lokale Ergän­zungen der Demarkationslinie beschränkt durch welche die durch die gegenwärtige Linie aeiibanc-nen wirtschaftlichen Grundlagen in keiner Weise abgeändert werden.

<5. P. D. und U. S. P.

Br. Berlin, 7. Sept. (Eig. Drahtbericht.) Am Mittwochabend hat, wie eine sozialistische Korrespon­denz berichtet, eine Unterkommission dar S. P. D. und der U. S. P. D. getagt, die über, die Frage der organi­satorischen Verschmelzung der beiden Parteien beraten soll. Die Beratungen haben noch zu keinem Ab­schluß geführt.

Die Geheimerlasse.

Br. Berlin, 7. Sept. (Eig. Drahtbericht.) Der Reichsverkehrsminister hat angeordnet, daß die Ge­heimhaltung von Verfügungen nur noch dann vorge- schrteben werden soll, wo zwingende Gründe des Staatswohles es verlangen. Die bloße Besorgnis, daß Maßnahmen der Verwaltung in der Öffentlichkeit oder in einem bestimmten Personenkreise angegriffen werden oder Aufsehen erregen könnten, soll nicht dazu führen, ein Schriftstück als geheim zu bezeichnen. Für die Verwaltung soll leitender Grundsatz sein, daß die Anordnungen, die sse für notwendig hält, zu vertreten und eine Kritik ihrer Tätigkeit nicht zu scheuen hat.

Die Münchener Berhöre.

Br München. 6. Sept. lE'g Drabtbericht.) Die ..Deutsche Ztg will aus Münchner guter Quelle erfahren haben, dah ler in München weiGnde Untersuchung s- rickter des Leipziger Staatsgerichtshofes solgende Per­sönlichkeiten i erbört bat: General L u d e n d o r f f. Dr. non Kahr, den Führer der Bayerischen Volksoirttt Dr. Seim und den ehemaligen Polizemräsidenttni Dr. Pöbner. Ver­hört sollen noch werden die Präsid-nt-n des Bayerischen Örd- nunasbleckcs. Dr. D i r i s und De. T a i e l. Es bandelt sich bei diesen Bcrbören um die Feststellung angeblicher Umträch« aeaen die Republik