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Freitag» 1. September 1922.

Morgen-Ausgabe.

Nr. 406. 70. Jahrgang.

Galvanisierung des Völkerbundes?

WA r . Die geschätzte Mitwelt glaubt an die Dinge solange, bls sie offiziell totgesagt werden. Noch heute ist es I > ( ;,i DeüI,er6reitete Annahme, daß der Vierbund des I i Weltkrieges am Tage des österreichischen Sonder- * ,v i friedens zerschlagen worden sei. In Wahrheit war ; der Zerfall Mitteleuropas längst vollzogen, es fehlte Ej sozusagen nur das offizielle Siegel darunter, Heute . darf man sagen: die Entente ist tot. Gewiß, 'jeder > braue Vürger, der dafür dxn aktenmätzigen Nachweis

- i fordert, wird stürmisch widersprechen. Bis nach ge- ' raumer Zeit ein geschichtliches Ereignis eintritt, das

tf 1 r?! tatsächlichen Zustand mit unmißverständlicher Klaryeft zum Bewußtsein bringt. Der bolschewikische Journalist und sowjetrussische Unterhändler Karl Ä -i b e l i at t n diesen Tagen dargelegt, daß sich Frank- ^ reich und England sogar bereits im Kriegszustände be- finden Sie haben allerdings aus dem Weltkriege ge- ; e v den Krieg nicht mit eigenen Truppen zu fübren, W sondern Frankreich liefert das Kriegsmaterial an die . Ungoraturken und England versorgt die Griechen Man kann Herrn Radek zugeben, daß dem Vergleich \ eine gewisse Berechtigung nicht abzusprechen ist 1 immerhin spielen dabei noch einige andere Umstände i mit, und vorläufig ist der griechisch-türkische Konflikt V 1 ^ ne wechselseitige Nadelstichpolitik, die Frankreich 1 m ä". ^"Kamd aneinander üben. Aber daß es mit der Entente bergab geht, ist sicher. Nur wann ihr offi- MW öwuer Tod angezeigt werden wird, ist noch sehr un- stcher, und wir sollen uns um Gottes willen nicht in UM der frohen Erwartung wiegen, daß nun sehr bald die i Dage der Trübsal und Bedrückung vorüber sein wer- den. Aber es ist mindestens ein kleiner Trost wenn

. H w"n gewisse geschichtliche Entwicklungen eine'Weile i vorher ahnt.

s -- V °?d George ist ein Politiker von

^ - I großem Vnstmkt. Seine englischen Freunde sagen ihm ,ogar nach daß er von Politik und Wirtschaft über- ! daß er aber einen herrlichen

J Brutalen Instinkt und etne unfeblbare Intuition be- " U' *!*B rt l d)t 6anz unintereffant, daß der eng- W lijche Ministerpräsident den Völkerbund für io ge- phrdet halt, daß er sich zu seiner Rettung höchstperiön- ^ , luh nach Genf zu begeben gedenkt. Am Montag be- ! ruint rn Genf die dritte Völkerbundsversammlunq U j dwei Tagungen dieser Gesellschaft der Nationen haben " ' ' Zur völligen Versteinerung zu bringen,

f :> Jede Volkerbundsversammlung war vergleichbar der i Konscrenz von Genua. Hier wie dort erhebt sich jedes- Mi Aal der französische Vertreter und erklärt, über das 'M t pema darf nicht gesprochen werden. So hat sich der - 1 Volkerbund selber zum Tode verurteilt und Lloyd . .* George suhlt ganz richtig heraus, daß man schon sehr i. i energische Wiederbelebungsversuche anstellen muß M wenn er nicht auf seiner dritten Tagung sanft ent­schlafen soll. Seitdem sich die Südamerikaner unter dem tapferen Pueyredon vom Völkerbund zurück­gezogen haben, seitdem die Neutralen mit den miß- .. vergnügten Gesichtern der überflüssigen in Genf sitzen ! aUS dem Völkerbund geschwunden.

- SÄiS 1 J a * c * . überhaupt noch nichts, und die J dera rt die ihm die Konferenz von Genua über- wrafen hat sind besonders dann belanglos, wenn nam­hafte Staaten ihm nicht angehören.

^dlkerbund besitzt vor allen Dingen zwei Schwachen. Einmal ist seine Organisation so angelegt uur mit Zustimmung aller seiner Mitglieder grundlegend verändert werden kann. Zum anderen ist er gar .ein Weltparlament', denn wichtige Staaten H jKhen außerhalb seiner Mitgliedschaft.^ Wedlr die ^migten Staaten noch Deutschland, noch Rußland.

I > n c d) b l e Türkei haben in Genf Sitz und

' " ' Die Hauptmachte des Völkerbundes würden

brennend gern sehen, wenn sich in Genf 9 L?- rtr er der ganzen Welt versammeln könnten m Amerika denkt man nicht daran, in eine so m^^ükammene Liga der Nationen einzutreten, und «^rde für seinen Eintritt nicht nur den l > *\ r I ts /einer staatlichen Anerkennung, sondern auch

- ttoa) Ente rtornnftme '

Uw in , i»euen |ou. -Ute wayung oes Volker- unves ist so gehalten, daß jeder Staat um seine Auf- i nachsuchen muß. Das kann eine bloße Formalie

cklimmo ün f 'L bie ' e .^"l'ung gleichzeitig sine chlimme Fußangel. Wer würde Deutschland, wenn

b ? n Antrag um Aufnahme stellen würde. * ^ nicht Frankreich ihn ablehnen würde?

Leutschkands Antrag könnte dann nur gestellt werden. Frankreich vorher amtlich unzweideutig erklärt e ? em Ausnahmegesuch Deutschlands in den sGmkerbund bewilligen würde. Aber Deutschland kann ' - : ,uc 9 nur als gleichberechtigte Großmacht in dasWlker»

W i 1

Parlament eintreten. Es müßte also sofort Sitz und Stimme im Völkerbundsrat erhalten. Ob Lloyd George damit einverstanden sein würde, und ob er eine solche Forderung bei Frankreich durchsetzen könnte, erscheint bis zur Stunde noch recht zweifelhaft Gegen­über den reinen Kritikern in Deutschland muß man freilich betonen, daß Deutschlands Mitaliedschaft auch von starken: Werte wäre. Aber es hat keinen Zweck den Beitritt zu überstürzen. Wir wollen in einen wirklichen Völkerbund und nicht in den galvanisierten Leichnam, der sich heute schon aller Welt als verkrachte kundgibt. Man warte also erst einmal ab, ob Lloyd George den Toten zu neuem Leben erwecken kann!

Reorganisation durch Lloyd George?

r,** or' 3L Aus. (ßrig. Drabtberickt.) Zu der Ab-

ncht^lcvd Eceraes. die dritte Wlkerbundsversammlung ver- Mlhv -u deiuck-en. wird dem Londoner Vertreter der ..Vos? Zta. von gut unterricbteter Seite mitaeteilt. Lloyd George sei bereits leit langem der Ansicht, daß der Völkerbund zu einevl bloßen internationalen Verwaltungs- oraan b er ab ? u sin len drobe. wenngleicb er auch als solches noch lehr nimlich Tct und viele Vorzüge vor den em-bskLv Organisationen des Verkebrs.. der Hygiene, der M:rtlchaft u>w. habe, so durfte er aber doch seine ursvrüna- lichen Aufgaben nicht mebr erfüllen. Besonders die Tagun- gen des Volkrrbun-dsrates und ibr Herumgeben um die ergentlichen Hauvtaufgaben. die es sich genügen lassen, mit ichonen Worten, ihre Resolutionen zu machen, mit denen dann reder der Beteiligten aniange. was er wolle, bättca Lloyd George ich w e r enttäuscht. Da er aber unbedingt dar- auf bestebe. den Volkerbund zu einem internationalen volr- tlschen Organ zu machen das sich zuerst die nötige Autorität noch erwerben müsse, babe Lloyd George die Möglichkeit ins Auge geiaht, selb,r den Bund zu erweitern. Zu diesem Zweck wolle er durch Hinzu sieben Deutschlands. Rußlands. Ungarns. Österreichs und der Türkei die möslichste Univer­salität des Bundes erreichen, sodann den Rat bedeutend er- weitcrn und chn zu einem Vollzugsorgan der Versammlung machen, die Befugnisse der Kommission erweitern und den ganzen, beute etwas schwerfälliger. Mechanismus des Völker­bundes aktionssadlger zu gestalten.

Die Völkerbundstagung. W. T,-B. (Senf, 31. Aug. (Drabtberickt.)

Der Völker-

bundsrat eröffnet am 31. August unter dem Vorstb des spani­schen Delegierten Quinones de Leon sein« Tagung mit mct außcroidei'tlichen Sitzung, in der die Frage über die beili gen r- t a t t en erledigt werden soll, um dann unter dem Vorsitz des brasilianischen Vertreters da Lama in die ?E'tl'che Tagung überzugeben. Auf der Tagesordnung des Vollerbundes sieben wieder verschiedene, die deurschen .Rind erb ertsverbältnisse in Bolen betreffen­den Fragen, zur Erörterung darunter die Anstedletfraae. da die diesbezüglichen RatsüAchlüsse vom 16. Mai bisber okme Einfluß auf die valtung der volnischen Regierung geblieben und Außerdem durfte auch der Ratsbeschluß über die Staatsangcbor'gkeitsvwbleme vor dem ständigen internatio- nalin Genchtsbof der noch keinerlei Ergebnisse gezeitigt bat. zur Sprache kommen. Es lind auch noch Fragen der deutschen Bevölkerung in Schul- und KirÄenange- I e g e n b e i t e u unerledigt. Eine Denkschrift des Deutsch- tu mb un des. die auskübrlich die Wünsche der deutschen Bevölkerung :n Polen darlegt, ist dem Völkerbund bereits zugegangen Außer Danziger und saarländischen Angelegen­heiten und der onerrerchrsch-n Frage st-ben auf der umfang­reichen Tagesordnung . noch die ungarisch-österreichische Grenze die Grenze zwischen Ungarn und Südslawien. die Mi nde :b eite fr c ge m Albanien. Lettland und Estland und zabl,eiche Mandatsvrobleme. darunter die Prüfung oec- ichrcdener Berichte, der ständigen Mandatskommission. Dazu kommen noch einige Verwaltungsangelegenboiten des Volkerbundssekretarints von untergeordneter Bedeutung Man hofft, den größten Tei' der Tagesordnung b'<- zum Samstag zu erledigen. Am Montag wird dann die dritte Volkerbundsoersammlung eröffnet, deren Dane-- auf 3 bis 4 Wochen berechnet worden -st. Wäbrend dieser Zeit wi'-d der Rat ndoch wiederholt ziüammentreten.

. ^K..^kns. 31. Aug, (Drabtbericht.) Am Mittwoch

trat die Volkerbundskommission ffir militärische Angelegen­heiten unter dem Norsttz des französischen Admirals Jobann zusammen um Lord Eshers Vorschläge über die Rüstungsbeschränkungen zu vrüfen. zu welchem Zweck ste zu- nack'st re eine Unterkommission für Heeres- Flotten- und Luitichiffabrtsfragen ernannte.

Zur Abstimmung über die oberschlesische Autonomie.

Oppeln. 30. Aug. Der Oberpräsident von Oberichlesicn erläßt zum bevorstebenden Ab- stlmmnngstag am 3. September einen Aufruf, in dem cs beißt:

Oberichlesser! Zum zweitenmal nabt der Tag. an dem das schick!al Oberschlesiens euch wiederum in die eigenen Hände gegebin -st. Wiederum schlägt euch das Herz des großen deutschen Mutterlandes besonders warm entgegen, und voll Zuversicht auf eure Vaterlandsliebe glaubt jeder schon honte zu w'ssen. daß auch euer Wunsch zur engsten Vereinlgung mit unserem großen deutschen Vaterlandc drangt. Das Genfer Diktat bat unser engeres Heimat­land willkürlich in zwei Teile zerrissen. Der verbliebene Rost sst von allen Seiten aufs schwerste bedroht und ge- fohidet. Der landfremde Pole sucht in unersättlicher Gier auf rode Art und Weise sich auch dieses Gebiet noch zu er­ringen Da muß es unsere erste Sorge lein, alle unsere Kraft zu sammesn. um Oberschlesien für die ^",t/r--^'oo?-b"t?chland zu erbalten. Der Obcri blestsche Hilfsbund wunde gegründet, um uns Hilfe im weitesten Umfang aus dem ganze Reiche dauernd iu- zufubren. In dieser Notlage, in der wir uns befinden, kann am nächsten Sonntag unsere Parole nicht anders liiuten als die: Wir wollen als treue Deutsche und treue Oberichlesser eng den Anschluß suchen an unser deutsches Vaterland Wir wollen eine selbständige Pro. vrnz ui dom Verband des vreußiichen Staates bleiben.

Ae sWWe WWeiH«!!! m Kesatancns-

v. Bans. 31. Aug. (Eig Drabtbericht.) Über die M o r a to r iu m sv er b and lu n g e n der Reoarations- kcmmlssiom >n Paris liegen neue autbentische Nachrichten n.ichi vor. dock- ist in Kreisen, die der Revarationskommlssion nabe stehen bcreits von einem angeblichen Beschluß die Rede, den die Revarationskommission fassen wird. Es wnd behauptet, daß dieser Beschluß folgende drei Haunt- vunkte umfassen wird:

1. A b l e h n u n g des Moratoriums.

2. Anberaumung einer neuen Konferenz in einigen Monaten.

3. A uff o r d e r u n g an Deutschland, in der Zwlschonzeit den ihm auferlegten Zahlungen Folge z i> leisten.

Es ist dazu zu bemerken, daß die Reparationskommission bisber offiziell i ch l u ß gelangt sind, daß vielmehr die bereits beute nachmittag stattfindenden Der Bescblutz. den die Kommission deuteten Art und Weise fassen wird

Verbandlungen der zu keinem Ab- Entscheidung in bei Sitzung fallen wird nach der oben anae-

---- ist also nicht feststehend

Es kann aber auch nicht behauptet werden, daß er absolut ralsch ist. Jedenfalls bat er die Stimntung. die in den letzten Stunden in den Kreisen der Revarationskommission ge­herrscht bat. auf seiner Seite. Es ist zwar n^ckt daran zu denken, daß dieser Beschluß einstimmig gefaßt wird, eine solche Losung wird überhaupt selbst von den Mitgliedern der Revarationskommission nicht iür möglich gehalten. Es ist ganz llar ersichtlich, daß in der endgültigen Entscheidung nck die Ansichten Frankreichs und Englands gegenüber- tt ej, c n werden und eine Kompensation erscheint ganz aus- gelchlosten. Es muß aber bereits jetzt betont werden, da« ein solcher Beschluß keine Entscheidung in der Reva- rationsfrage bringen wird, sondern daß er nur der Be- g..l ii!, ist einer neuen Periode in der Revarationsfrage. die für Deutschland sehr trübe ausstedt.

In einem Teil der Presse werden die Ausfübrungen. die Staaissekretär Schröder als deutscher Bevollmächtig­ter gestcin in der Revarationskommission gemacht bat. durch Einsckiebung eines Passus, der in dem amtlichen Bericht nicht ml'alhu ist ialsch wiederaegeben. In diesem Passus wird milgcikllt, daß Staatssekretär Schröder am Eingang «ciner AusiLbiunpen die beiden Vorschläge der deutschen Regierung ausncffibr' babe. wie sie in Berlin bei den Ver- bardluiigen zn-ischen der deutschen Regierung und den Ver­tretern der Rtvarationskommission besvrochen wurden. Der erste Vorschlag gebe darauf hinaus, daß Deutschland inge­boten habe. 5 0 Millionen E o I d m a r k an eine B a n l im besetzten Gebiet zu überweisen. Wie von zustän­diger Seite mitgeteilt wird, sind diese Ausiübrungen von Staatssekretär Schröder nicht gemacht worden da ein derartiger Vorschlag in Berlin gar nicht besvrochcn worden ist. und eine bestimmte Summe wurde dabei auch nicht genannt. Eden!cwe"ig ist die deutsche Regierung be­reit gewesen, irgend welche Goldbestände ins besetzte Gebi.'l zu überfübren. Der bei« Berliner Verhandlungen ist nur davon die Rede gewesen, daß bei etwaigem Ausfall von Lieferungen Ersatz in bar geleistet wird. Desgleichen wird weiter von zuständiger Stelle darauf hingewieien, wenn in der französischer, Presse davon die Rede ist. daß die Er­klärung des Vertreters der deutschen Regierung in der Re- oarationskommissivn. die Reichsbank weig.re sich entschieden. Gold aus ihrem Bestand an die alltierten Banken abznfübren, bei den Mitgliedern der Revarationskommission unsym- vatbisch berührt bat. so ist darauf binzuweijen. daß. nachdem Deutschland seine absolute Zablungsun- f ä b i g k e i t erklärt bat. dies unmöglich sei da die deutsche Valuta eine weitere erhebliche Entwertung erfahren müßte. Die Grenze des Möglichen sei einem Vertreter der Revarationskommission seitens des deutschen Reichskanzlers wäbrend den Berliner Ükerbandlungen bekannt gegeben wor­den. Sie ist in dein Vorschlag, wie er gestern in der Reva- rationskommission von dem deutschen Vertreter vorgetragni worden ist. formuliert worden. Nachdem selbst Bradbury und Mauclöre nach den eingehenden Geivrä.ben mit den deutschen Reglerunasvertreteri in Berlin sich davon über­zeugten. oaß rede Drabnolitik die bereits vollständig er­schütterte deutsche wirtschaitliche und finanzielle Lage zum r o lIstaNdi gen Z u'a mm c n br nch und damit zur gänzlichen Unmöglichkeit. Zahlungen zu leisten, fübren müßte, kann nur volitiicke Kurzsichrigkeit den bösen Willen Deutsch­lands festitMen.

v. Paris. 31. Aug >Eig. Drabtbericht.) Wie das --Oeuvre wissen will, bat die iranzösische Regierung bereits offiziös in Brüssel ang-fragi. welche Haltung Belgien emnebmen. wird.,, wenn Frankreich Maßnahmen militärischer Art eröiencn wurde Das Blatt setzt noch hinzu, die eng- lil.che Regierung wird in einem solchen Falle nicht verfehlen mit ..ansgeivrochen n n f r e u u d r i b e n Maßnahmen ' zu antworten.

Englands Haltung.

v. London. 31. Aug. (Eig. Drabtbericht.) In den Lon- coner amtlichen Stellen wird mit Bezug auf die zu erwar- tmrde Entscheidung und ebenso über die evtl, englischen

F n J 1 e n - d.ie strengste Zurückhaltung beoü- Weder Auyerungen verantwortlicher Persönlichkeiten noch Pressestimmen lassen erkennen, nach welcher Richtung hin die Politik der Downing-Street für den Fall einer Ableb- nung und eines französischen Sonderoorgebens Vorkehrungen mtrosfen bat. Die ..Daily Mail" schreibt von einem mög- ->chen Protest Lloyd Georges und meint Voin- carä wurde auf keinen Fall eine isolierte H a n d l u n g vornehmen die nickt mit den Versailler Ver­tragsbestimmungen im Einklang steht

Kein deutsches Geld in London.

London. 31 Aug (Eig. Drabtbericht.) Hier ist gestera ein eigenartiges Phänomen iestgestellt worden: Es s"^.^f.-stndcn. die mich Deutschland geben wollten, geradezu B sssoglich. uch deutsche Banknoten zu verschaffen. Man bat O ^ Sestern abend erklärt, daß im Laufe des ganzen av»*«; 5 t< * t «Ipf ewölse Mark verkauft oder getauft wurde. Die Grunde für d>e!es Z u r u ckb alten. denn es ist zwei­fellos genug deutsches Geld in London, find unbekannt.