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Freitag. 25. August 1922.

Morgen-Ausgabe.

Nr. 394. ♦ 70. Jahrgang.

Der irische Bruderkrieg.

^ Die Ermordung Michael Colli ns, des Ober­befehlshabers der irischen Freistaatarmee, lenkt wie­der einmal die Aufmerksamkeit auf dieses unglückliche Land, von dem man noch vor wenigen Monaten glaubte, daß ihm nach dem FriedenSschlutz mit Groß­britannien Ruhe beschieden sei. Allein diese Hoffnung hat nicht lange vorgehalten. Alsbald nach der Be­fragung des irischen Volkes über die Annahme oder Ablehnung des Londoner Friedensschlusses begann der Bürgerkrieg. Anfänglich hatten auch die Kreise um de Valera dieser Befragung zugestimmt. Nachdem aber die Entscheidung, freilich-mit knapper Mehrheit, gegen ihren eigenen intransigenten Standpunkt aus­gefallen war und damit ihre Hoffnungen in die Brüche gingen, fügten sie sich dem Mehrheitsbeschluß des Volkes nicht und griffen zu den Waffen, um die An­nahme der neuen Verfassung zu verhindern. So wurde aus dem irischen Bürgerkrieg, in dem sich ursprünglich Sinnfeiner, Ulsterleute und Engländer gegenüber- ftanden, ein, reiner Bruderkrieg, in dem sich rur noch Sinnfeiner und lllsterleute blutig bekämpfen. Die abscheulichen Terrorakte, die man vordem im Kampfe gegen England angewandt hatte, waren nun gerade schlecht genug, um vom Bruder gegen den Bruder an­gewandt zu werden. Mordtaten scheußlichster Art, Füsilierungen, Anzünden von Häusern und ähnliche Dinge mehr sind seitdem an der Tagesordnung. Ein Racheakt löst den anderen ab.

Wenn man den Ursachen dieses Bürgerkrieges nachgeht, so stößt man einerseits auf einen übertriebe­nen Nationalismus, auf der anderen Seite auf jenen religiösen Fanatismus, der schon so viele Bluttaten zwischen den katholischen Südiren und dem protestanti­schen Norden gezeitigt hat. Noch heute steht nicht end- ciültig fest, ob der vor etwa 8 Tagen erfolgte plötzliche Tod des Präsidenten von Südirland. Arthur Griffith, der frciilch schon ein alter Mann war, ein natürlicher war, oder ob nicht die Anhänger deValeras diesen verhaßten Gegner gewaltsam beseitigt haben. Jedenfalls war der Verlust, der den jungen irischen Freistaat durch den Tod des Präsidenten des Dail Eireamn traf, außerordentlich schwer. Collins wurde dadurch der alleinige Führer der südirischen Negierung, die nun durch seine Ermordung ihres tatkräftigsten Mannes und gleichzeitig des Oberbefehlshabers de« Freistaatarmee beraubt ist. Beide Männer, die seiner­zeit den Vertrag mit Lloyd George durchgeführt bat­ten, sind nun tot. In Collins vertiert das irische Volk eine seiuer populärsten Persönlichkeiten. Als Mit­schöpfer des Vertrages mit London war er Mitglied der provisorischen Regierung gewesen, hatte das süd­irische Staatswesen fest gegründet und als Oberbefehls­haber der südirischen Armee in wenigen Wochen die südirischen Rebellen im Südwestzipfel Irlands einge- kesselt. Der Haß seiner Gegner verfolgte ihn schon seit langem. Vor wenigen Tagen erst wurde. gegen ihn ein Attentat verübt, dem er nur dadurch nicht zum Opfer fiel, daß er sich nicht in dem Auto, in dem die Meuchelmörder ihn vermuteten, befand. Freilich ist er nur um einige Tag? dem ihm zugedachten tragischen Schicksal entgangen. Das zweite Komplott hat sein Ziel erreicht.

Die Sinnfeinerbewegung, die vordem im Kampfe gegen den alten Unterdrücker Englands die Sym­pathien fast der ganzen Welt für sich hatte, verscherzt sich durch solche Meuchelmorde und durch den Kampf gegen den irischen Volksentscheid, also den klarsten Grundsatz jeder Demokratie, auch den letzten Rest des Verständnisses, das man ihr vielleicht noch entgegen- brachts. Sie stürzt damit das durch den Bürgerkrieg aufgewühlte Land von neuem in furchtbarste Erregung und reizt die Anhänger der Verfassung zu neuen Ver­geltungsmaßnahmen und zu neuen Untaten gegen diese Fanatiker. Umgekehrt freilich wird durch,, den gelungenen Anschlag der Kampefsmut der Anbänger de Valeras von neuem wachsen, und so ist unschwer ?^rauszusehen. daß das Chaos im Süden noch viel schlimmer werden wird, als es bisher war.

Ena'and befindet sich bet alledem in einer außer- »rdenruch prekären Lage. Gemäß dem Friedensschlüsse die englische Regierung kein Recht mehr, sich in kein irische Dinge zu mischen. Andererseits kann sie kaum dulden, daß sich im englischen Reiche geradezu k'Ne Sri von Vendetta breit macht, die stch nachgerade ju einem Schandfleck der Zivilisation auswach,t. , Sie vird sich also vielleicht trotz des Vertrages zu einem Eingreifen gezwungen sehen. Das um so mehr als mit der Möglichkeit zu rechnen ist, daß die Ulsterleute I och mm daran machen werden, den englych-irischen ff Vertrag anzufechten, um sich den Süden zu unter- v°rfen. Vielleicht würde das England am Ende nicht einmal ungern sehen. Allein die englische Regierung

hat wahrhaftig den Kopf von anderen Sorgen voll genug, als daß es sie gelüsten könnte, von neuem an die Eroberung Irlands zu gehen!

Eine Kundgebung de Baleras. v. London. 24. Aug. (Eig. DrahtberiLt.) Nach einer Mcldung der ..Morning Volt" wird de Valera in den nächsten Tagen eine Kundgebung erlassen, in der er er­klärt. daß kic Bei suche zur Aufrichtung einer irumen Repu- bl'k aesLeltert seien. Die Rebellen werden aufgetordert.. ihre Warfen n-ederzulegen und den Kampf mit geietzmanigen Mitteln sortzusetzen. Die ..Morning Post" glaubt, daß die vroritorssche Regierung bereit sei. unter diesen Umstanden mit de Dalera zu verhandeln.

Der Rücktritt Dr. Eüdekums.

Br. Berlin. 24. Aus. (Lüg. Drahtbericht.) Zu der Meldung, daß das Ctaatskommissariat iür die Eroß-Ham- burger Frage am 30. September 1922 eingeben und Staats- kommrssar Dr. Südekum aus diesem Amt scheiden werde, bemerkt der am,Nicke preußische Vresscdienst: Der sachliche Inhalt der Meldung ist insofern richtig, als die preußi­sche Staatsregieiung in der Tat schon vor etwa zwei Monaten zum 80. September die Aufhebung des Staats­komm iffariats, das von vornberein nur als eine vorüber­gehende Einrichtung gedacht mar. beschlossen batte. Als die unmittelbaren Verhandlungen mit Hamburg damals ihren vorläufigen Abschluß gefunden batten, schien der Ausenblick gekommen, diese vorübergebende Einrichtung wieder aimu- nehmen zugunsten der Übertragung der Geschäfte aus die ordentlichen preußischen Bebötden. Eine Desavouierung des Süratsministers Dr. Südekum bedeutet dieser Beschluß nicht, da Dr. Südekum als Ctaatskommissar lediglich die Politik des Staatsministeriums und des preußischen Land- tagsausschnsfcs ausgefübrt bat. -

Verstaatlichung der Sicherheitspolizei.

«--.Berlin. 24. Aus. (Eig. Drahtbericht.) Der preußische Minister des Innern bat die Ausübung der Sicherheitspolizei mit Wirkung vom 1. Oktober d. I. .ab in den Städten Erfurt und Salle a. d. S. sowie in einer Reibe von Ge­meinden der R b e i n v r o v i n z und Westfalen besonderen staatlichen Beamten übertragen. In den genannten Städten werden Polizeipräsidien errichtet, die die betreffenden Stadt­kreise umfassen und dem Ministerium des Innern unterstehen u erden. Die kommunalen Polizeiangelegenbeiten werden weiter von den örtlichen Bebörden erledigt werden.

Zwei neue Gesetzentwürfe.

Br. Berlin, 24. Aug. (Eig. Drahtbericht.) Zm Reichsministerium des Innern sind zwei neue Gesetz­entwürfe in Vorbereitung: Das Ausfiihrungsgefetz zu Art. 48 der Reichsverfassung über die Verhängung des Ausnahmezustandes und ein neues den gegenwärtigen Verfassungsvorfchriften angepaßtes Reichsvereinsgesetz.

Die Schließung der Karlsruher Passstelle.

Bb Karlsruhe, 23. Aug. Es war gemeldet worden, die Karlsruher Paßstelle sei für einige Zeit ge­schlossen worden. um die Einreise aus Frankreich zu bin­dern. Es sei dies eine Repressalie gegen die Aus­messung der Deutschen aus dem Ellaß. Diese Angaben fälschen eine sehr einfache Tatsache. Die Paßstelle bat auch in ruhigen Zeiten täglich einige hundert Gesuche um Einreisebewilligungen zu prüfen. Ein Teil dieser Gesuche wird schrifrlich, ein anderer persönlich «ingereickt. Dies letztere geschieht zumesst durch hier lebende Verwandte oder Freunde der Antragsteller. Bekanntlich war die geschäftliche Verbindung zwischen Baden und Frankreich stets iebr ena. Das katastrophale Sinken her Mark während der letzten acht Wochen, das zu Reifen nach Deutschland anreizt, bat nun ein riesiges Anschwellen der Gesuche durch persönliche Ver- mittlung zur Folge, und das bat die Paßstelle veranlaßt, ihre Räume iür die persönliche Abfertigung für kurze Zeit zu schließen und die vorliegenden Gesuche schriftlich zu er­ledigen. Sobald dies geschehen ist. wird die Stelle dem Publikum wieder geöffnet werden. Der französische Konsul in Karlsruhe wurde von diesem Tatbestand zeitig genug unterrichtet, um ihn seiner Heimatbebörde Mitteilen zu können.

Eine besondere Sitzung des sächsischen Landtags.

W. T.-B. Dresden. 23. Aus. Der sächsische Land­tag hat heute seine Ferienpauie unterbrochen, um in einer besonderen Sitzung zum Volksbegehren auf Auflösung des Landtags Stellung zu nehmen. Äußer der dielen Gegen­stand betreifenben Regierungsvorlage stand noch ein sozial­demokratischer Antrag aus der Tagesordnung, der die be­frist er e A u f l o k u ng des Landtags vorsiebi und bezweckt, daß der alte Landtag bis zum Zusammentritt des r.eucr weiter tagen soll Da dieser Antrag eine Ver­fassungsänderung m stch schließt, ist zu seiner Annahme eine Z.weidrittelmchrhe'.t erforderlich. Nach längerer, zum Teil stürmischer Aussprache beschloß das Saus mit den Stimmen der drei Linksparteien. sowohl die Regierungsvorlage wie den sorialdemokratifchen Antrag zur weiteren Beratung an den Rechtsausschußzu überweisen. Die nächste Sitzung des Larchtags. in welcher der Landtag Bericht er­statten soll, ist für die erste Salfte des Monats September in Aussicht genommen.

Einschränkung des kleinen Grenzverkehrs durch die sächsisch- Regierung.

W.T.-B,22. Aug „Die in der letzten Zeit von llchechoslowakiichen Staatsangehörigen in den sächsischen Grenzbezirken vorgenommenen Massen an käuie von Gegenständen des täglichen Bedarfs und die dadurch bervor- gerufene. Erregung der. einbeimückien Bevölkerung veran- laßtcn die sächsische Regierung, die zugunsten des sogenannten kleinen Grenzverkebrs zugelassenen Ausnahmen vom allge­meinen Poßrwang vorübergehend außer Kraft zu letzen. Der Grei zübertrüt bleibt nur den Personen gestattet, die in sächsischen Erenzorten in Lohn- oder Arbeitsverbältnis stehen oder sonst eine Tätigkeit ausüben, zu der «tue Srenrüber- schreitung notig ist.

MWMiWM mit i>nKMM«IoiAMiWi>

Br. Berlin. 24. Aus. (Eig. Drahtbericht.) Die Ver­handlungen mit den in Berlin weilenden Vertretern der Revarationskommissicn werden ununterbrochen gefübrt. Täglich finden Konferenzen statt, denen bauvtiächlich Reichskanzler Dr. Wirtb persönlich beiwohnt, der über­haupt seinen ganzen Einfluß aufbietet. um die Verband- MM zu einem sür Deutschland günstigen Ergebnis zum Ablckluß zu bringen oder zum mindesten zu erreichen, daß die Delegierten mit einem wahren Bericht über die wirtschaftliche Lage Deutschlands nach Paris zuruckkehren Dr. Hermes ist immer noch Patient und bedarf laut äiztlicher Anordnung dringend der Rübe. Nach­dem gestern abend Bradbury und Maucläre beim Reichskanzler waren, der ihnen bei dieser Gelegenheit die von der Kabinettssitzung beschlossenen deutschen Gegenvor­schläge unterbreitete, sind sür beute mittag die Herren wieder beim Reichskanzler angemeldet. Sie haben wahrscheinlich alle verfügbare Zeit zur Diskussion über die deutschen Vor­schläge benutzt. Die Verhandlungen werden nach wie vor hinter geschlossenen Türen geführt. Es kann jedoch nicht verhindert werden, daß ab und zu etwas von den Verhand­lungen durchsickert und von den überall horchenden Reportern anfgefangen wird. Wenn diele cmfgefanaenen Meldungen auch nicht den wahren Stand der Dinge treffen und infolge ihrer Ausmachung etwas übertrieben klingen, io baben sie doch in manchen Punkten reckt gehabt. Über die heutigen Beratungen meldet die ..V. Z.". daß sie vor dem Wendepunkt stehen. Wenn die Entscheidung nickt beute fällt, so wird ste dich zum mindesten morsen fallen. Das Reichs- k a b i n e t t ist beute vormittag um 10 ilbr ebenfalls zu einer Sitzung zusammevgctreten. Nach Schluß dieser Sitzung wer­den die Verhandlungen mit dem Reichskanzler fortgesetzt werden. Reichssinonzminister Dr. Hermes wird diesmal auch daran teilnehmcn.

Vcn einem Berliner MittasSblatt wurde dir Meldung gebrockt, daß die Vcrbandlunaen mit der Revarationskom- mission in ein kritisches Stadium getreten feien. Diele Nachricht babe die zuständigen Stellen veranlaßt, der Prüfe mitzuteilen, daß dies? Meldung durchaus unzutreffend sei. Sie gibt auch nicht den Gang der Dinge richtig wieder. Es bandelt sich lediglich um eine sensationelle Auimackuna. Ihre Unrichtigkeit wird schon dadurch gekennzeichnet, daß heute mittag 12.30 Ubr die beiden Delegierten der Reva- ration-kommission mit dem Reichskanzler und dem Reicks- finanzminiiter Dr Hermes erneut zu Verhandlungen zu- lanimengekommcn stnd. während das erwähnte Blatt die un- mittlebar bevorstehende Abreise Bradburns und Mauclsres ankündigte. Die den Verhandlungen auserlegte Berürau- lickkeit läßt cs nicht zu. daritber Mitteiluimen au mackem welcher Art zurzeit die Verüandlungen und und welchen Stand sie bisher eiieicht baben. So viel redock dan gesagt werden, daß nach den sestrisen Besprechungen ein Grund zur Beunruhigung nicht vorliegt, wenngleich auch nickt gesagt werden kann daß die Verhandlungen bereits oer Einigung nabe sind. Die Besprechungen haben sich, in durchaus.wür­diger und ruhiger Form bewegt. Man ist..auch bereit, in eine Prüfung der deutschen Verbaltnrsse.ein­zutreten. Auch die beiden Delegierten der Revaratims- kommisiion haben sich strenge Verschwiegenheit auferleat. so daß auch die Meldungen französischer Blatter über den Stand der Verhandlungen nichts anderes als haltlose Kombi­nationen stnd.

2iie Pariser Presse zu de« Berliner Verhandlungen.

v. Baris. 24. Aug. (Eis. Drabtbericht.) Der ..Matin" behauptet. Sir John Braddurn. der sich große Muhe gebe, als Vermittler zu wirken, sei ..von dem offenbaren Beweis schlechten Willens des Reichskanzlers sehr gekränkt'. Das Blatt glaubt zu wissen daß deutscherseits die Vorschläge des kranzösischen Delegierten und die Ratschläge seines englischen Kollegen glatt zurückgewieien wurden. Dr. Wirtb habe aber, um den schleckten Eindruck zu verwischen. Gegenvor­schläge gemacht. Der ,.V e t i t P a r i s i e n" will wissen daß sich die Verbaicklungen bisher in einer sehr wenig günstigen Atmosphäre adgespi-lt haben. Reichskanzler Dr. Wirtb. so sagt das Blatt, sei schon längst nicht mehr Mann der Ersüllungsvolitik". Er babe sich übrigens selbst die oberste Leitung der Verbandluvgen Vorbehalten und Reichsmintster Dr. Hermes gewissermaßen nur als ersten Unterbändler vorgeschoben. Die Radio-Agentur veröffentlichte in vorgerückter Abendstunde eine Rote. aus. der bervorgeht. daß die Verhandlungen in Berlin in ein kritisches. Stadium getreten seren. Sie sollen ietzt mehr daraus Hinzielen, eia Mittel zu finden, um das Akoratorium zu vermei­den. indem die Zabl der periodischen Zahlungen Deutschlands vermindert werde.

Frankreichs Stellungnahme zur österreichischen Wirtschaftskrise.

D. Baris. 24. Aug. (Eig. Drahtbericht.) Die Pariser Blätter befassen sich ausführlich mit dem Besuch des öster­reichischen Bundeskanzlers in Verlmi und macken Stimmung gegen eine Verstärkung des A n s ch l u ß g e d a n k e n s. So iübrt der ..Eclaire" in einem offenbar inspirierten Artikel aus. der offizielle französische Standpunkt sei gegen jede An- üliederung Österreichs an Deutschland. Dagegen könne nie­mand verhindern, daß Rom oder Prag das österreichische Problem zu lösen versuchen. Das Blatt bringt die plötzliche Abreise des Pariser italienischen Botschafters. Graf Siorza. mit der Zusammeiikunit des österreichischen Bundeskanzlers mit dem Außenminister Schanz?r in Verona in Verbindung. Die österreichische Katastrophe bedeutet zweifellos eine Eeiabr für ganz Europa, aber die kleine Entente, io meint das Blatt im Hinblick auf die Marienbader-Konferenz, fei aus rede Eventualität vorbereitet. Der ..Gaulois" fordert ein sofortiges Eingreifen der Entente, um zu rerbindern. daß Österreich zunächst wirtschaftlich und, später politisch von Deutschland abbängen wird. Das Blatt regt dis Aufbringung der hierzu eriorderlichen Summe als ein für die Sickerdeit Frankreichs erforderliches Opfer an. Der dema­gogische Geist, der bet der Fertigstellung der Friedensverträg« gewirkt habe, trag« die Schuld an dieser Krise.