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Samstag, 12. August 1922.

Morgen-Ausgabe.

Nr. 372. ❖ 79. Jahrgang.

Die Warnung.

Der kultivierte Mensch hat — sogar in politiei«, wo fast alle Dinge nur von Wiederholungen abhängen — einen gewissen Horror davor; allzu abgebrauchte Dinge immer wieder zu wiederholen. Aber es hilft nichts; die banalsten und verschlissensten Wahrheiten sind ost die besten, und kein Vornehmheitsgefühl darf davor zurückschrecken, sie immer wieder m die Debatte zu werfen. Zu den abgebrauchtesten Wahr­heiten, zu den häufigst wiederholten Warnungen ge­hört die, daß Deutschland, wie man zu sagen pflegt, österreichischen Zuständen entgegengeht. Die das sagen, vergessen im allgemeinen zwar eines: datz

Deutschland in diesen österreichischen Zuständen eigent­lich schon langen Mittendrinne ist. Österreich ist uns um einige Monate voraus, aber die Zeitspanne, in der mir ihm nachjagen, wird immer kürzer. Der Ent­wertungspunkt der Mark in diesen Tagen beispiels­weise entspricht genau dem Entwertungsstande der Krone vor etwa dreiviertel Jahren. Dennoch ist es richtig, datz für den Augenblick die Verhältnisse in Österreich weit schlimmer sind als hierzulande, und wenn wir uns vorstellen sollten, datz wir in einigen Mcnuten an genau demselben Punkte halten könnten, wie Österreich heute, würde es uns fast undenkbar er­scheinen und Schauer des Entsetzens würden in uns aufsteigeu. Welcher Ausweg aber besteht, diesem Ver­hängnis zu entrinnen und welches wäre die Folge, wenn wir wirklich so tief hinabsänken? Die Frage ist weit weniger eine Frage an uns selbst als an die­jenigen Mächte, deren Entscheidungen Deutschlands Schicksal bestimmen. Und es ist ein Zusammentreffen vor, höherer Bedeutung, datz gerade in dem Augenblick, in dem wieder solche Entscheidungen fällig sind, ein neues Zeichen dieser verzweifelten Not Deutsch- Österreichs sichtbar wird und die Mächte an den Weg gemahnt, auf den sie auch Deutschland zu drängen im Begriffe sind.

Die österreichische Negierung hat eine Note an die Alliierten gerichtet, deren Inhalt nichts anderes ist als vollkommenste Resignation. Sie fordert noch ein­mal Sie Mächte auf. mit größter Beschleunigung jenen Teil der Hilfsaktion fiir Österreich endlich zu voll­ziehen, der sich ohne Schwierigkeiten vollziehen lägt: sie fordert zur Ausgabe des Reparations-Eeneral- Pfandrechtes auf den ganzen österreichischen Besitz auf, der jeder Kreditgewährung und Währungssanlsrung hindernd im Wege steht. Für den Fall aber, daß dies nicht sogleich geschieht, ersucht die österreichische Regie­rung die Alliierten zu nicht mehr und nicht weniger, «ls selbst die Regierung des unglücklichen Staates zu übernehmen. Das österreichische Kabinett steht kerne Möglichkeit mehr, unter den gegenwärtigen Verhält­nissen auch nur die notdürftigsten staatlichen Funktio­nen mit einiger Aussicht auf Erfolg auszuuben, und lehnt dis Verantwortung ab, ein Amt weiterzuführen, von dem es weitz, datz es feine Kräfte übersteigt. Wollen die Alliierten diese Bedingungen nicht ändern, so müssen sie, das ist der Tenor der österreichischen Note, selbst die Verantwortung dafür übernehmen, muffen sie selbst Österreich unter ihre Verwaltung stellen.

Diese Mahnung, diese Aufforderung ist mehr, als rhetorische Floskel, Eie ist der außergewöhnliche Schritt, den die Geschichte der Diplomatie zu verzeich­nen hat, aber sie ist bedingt durch eine ebenso außer­ordentliche Lage, Denn tatsächlich hat auch die Lage, in die Österreich durch den Friedensschlutz gebracht worden ist, nicht ihresgleichen. Es ist nicht vorge- kommen, datz man ein Land zu gleicher Zeit in lebens­unfähige Teile zerschlägt, die Splitter mit rissigen Lasten' bedroht, ihren Besitz verpfändet, ihren Eeld- und Nahrungssorgen Jahre hindurch nicht die ge­ringste Aufmerksamkeit zuwendet. Die Währung bis auf ein Zwölftausendstel ibres Friedenswertes verfallen laßt, daneben aber auch noch den einzigen Weg zur Rettung, die Vereinigung mit einem größeren und stärkeren Wirtschaftsgebilde, verhindert.^ Was bleibt in solcher Situation in der Tat noch übrig, als datz fine Regierung, von tiefster Hoffnungslosigkeit erfüllt, in letzter Verzweiflung die Verantwortlichen auffor- stert. selbst die Regierung in die Hände zu nehmen.

8 Es ist eine Mahnung, die von nicht völlig taube« Öhren vernommen werden mühte. Österreich an sich wn ist ein Problem und das Schicksal seiner sechs Millionen Menschen sollte verantwortungsbewußten Staatsmännern schwer und drückend aus der Seele Uten. Aber Deutschland, ein Land von sechzig Millionen, ist ebenfalls „auf dem Wege in österreichi­sche Verhältnisse". Wann wird auch die deutsche Re­gierung keinen anderen Ausweg mehr sehen als eine Aufforderung ähnlich der jetzigen Österreichs? Was

soll geschehen, wenn erst einmal diese Aufforderung das letzte Rettungsmittel geworden sein wird Und was soll angesichts dieser schrecklichen Warnung ge­schehen, um wenigstens Deutschland vor diesem autzer- sten Verfall zu bewahren?

Vor gewaltigen Preiserhöhungen in Wien.

W.T.-B. Wien. 10. Aus. Es verlautet, da» für näckste Mache eure gewaltige Brotvreiserböbung .aut 3000 Kronen bevorstebe. Von der nächsten Woche an betragt vor SlraßenLakmsabrprers 450 Kronen: der Schweine­speck hat sich auf 30 000 Kronen für das Kilo erhöbt.

Die Internationale für ausreichende Hilfe für Österreich.

W. T.-B. Brüssel. 8. Aug. Die hier versammelten Ver- trerer der 2. und der Wiener Internationale haben beschlossen die llntersuckmng über die wirtschaftliche und politische Lage Deutsch - Öit e r r e i ch s . mit der iie be­traut worden sind, an Ort und Stelle sortzuiübren. Sie setzten die Punkte des Frasebogurs tür diese Untersuchung fest. Sie weiden allen Arbeitern bekannt geben, datz die Lebensbednisurgen des österreichischen Proletariats täglich elender werden, und werden darauf Hinweisen, datz seine Lage eine sosortige. ausreichende Hirte erfordert.

Die E.ktschZiÄRNF im VomLo:r.

Der Bruch vermieden. — Ei» Kompromiß. — Das Moratorium für Deutschland sicher.

v Ls»d»A. 11. Aug. (Eig. Draütbericht.) Nachdem durch den zähen Kampf und durch die Bemühungen der Belgier und Italiener, einen Abbruch der Konferenz zu ver­meiden und möglichst zu einem Resultat zu kommen, die Voll­sitzungen der Konter.uz in den letzten Tagen öfters o.-rsbobur worden sind, wird am heutigen Tage die Voll- s i tz u n g. da die Ergebnisse der Beratungen in Paris und London bekannt sind, endlich ftatttinden und die Entschei­dung bringen. Die Vollsitzung wird tick vor allem mit dem Bericht der Sackwerstänidigenkommtssion über den R e pa­rat i c Tt ö p 1 a n beschäftigen, und es wird hierbei wohl zu sehr interessanten und auch schwerwiegenden Debatten kommen, Vorläufig find noch immer d»e belgischen Ver­mittlungsversuche und die internen Vesorechungen innerhalb vier Wänden im Gange. Die Nachricht, datz Lloyd George. PoincarS und Tb eun is den Moraentee zusammen eingenommen haben, wird in Konferenskrersen allgemein als Zeichen der bereite einsetretenen Ent­spannung und Verständigung aufgestcht. Der Besuch Llond Ge.nges beim König hatte nur einen infor­matorischen Eharatter, Das Komvromitz. das zustande-, kommen wird, dürfte so ausseüen. datz man Deutschland die nächsten. Ratenzahlungen zunächst erlätzt und die Weiter- beratung der ernsten Angelegenheiten aut Grund der beider­seits in Ausarbeitung befindlichen neuen Vroaramme auf ecke neue Konferenz Ende September vertagt. Der Wiederzusammentritt dürfte dann vielleicht in -Brüssel erfolgen.

D. London, 11. Bug, (Eis. Drabtbericht.) Es besteht kein Zweifel mehr, datz mehrere der Hauptforderun­gen Poincarös fallen gelassen worden sind, nach­dem diese von der Mehrheit der Äonleren» absvlebnt worden waren r.ud nachdem auch der französische Ministerrat. dem sich Poincard vor seiner Abreise verpflichtet hatte, von seinem Programm der sieben Pfänderforderunaen nickt ohne seine Zustimmung und ohne die Zustimmung des Präsidenten Millerand abzuseben. dem MiiriftervrSsidenten einige Hamd- linrgrfreiheit gegeben hatte. In der Diskussion in London hierüber erklärte zwar Poiacarö. datz er sich dem Mora- tLriumsbeschlntz der Mebrireit nickt widersetzen werde, datz er aber für Frankreich die volle Handlungsfreiheit zurrick- erhalten müsse, um sich selbst für dieses Moratorium die nötigen Pfänder zu sichern. Wahrscheinlich wird es aber zn einem solchen Eklat bet dem MoratoriumsbesÄlutz nicht kommen. denn die letzten Vorbesprechungen, die vor der Vollsitzung stattffnden. deuten immer mebr auf ba« Zustande- kommen eines Kompromisses mir, das nt fernen Erundzüsen bereits mitgeteilt wurde. Es ist auch nickt ganz anssefcklosien. datz Lloyd George, um Poincars ent- Ma-mzukommcir. bereit üt. die Ausbeutung der linksrheinischen Bergwerke und Forsten für Rechnung der Revaratcknskommission zu erwägen. Mitzlich ist hierbei nur der Umstand, datz die meisten dieser links- rbeinffchkn Waldbestände und Domänen nicht denn Reick, sondern eine einen deutschen Bunde sstamten gehören. In dieser Frage herrscht jedoch im englischen Kabinett keine Einig­keit. da gesagt wird, dag sich Lloyd George und Hörne in ihre« Unterbansreden vervflichiet hätten. Deutschland ein bedingungslos es Moratorium zu gewähren. Wenn redoch derartige Maßnahmen wie die obigen ergriffen wurden, so werde das ganze Moratorium zwecklos fein, da diese Maßnahmen neue Verwirrungen auf den Kurs der deutschen Mark ausuoe» würden,

- Die französische Morsenvreste ist über die Auffassung der Konferenz plötzlich sehr optimistisch geworden und rechnet auch m^t den: Zustandekommen eines Kompromisses. Das ..Oeurre" erkla't hierher offen, datz die ganze Aktion ,md das ganze Svrel mit dem Bruch der Entente nur ein Blust gewesen str und datz dre Konrerenz in London wie alle politischen Konferenzen zu sehr einem Pokeriviel ähn­lich sei. wo Bluff gegen Bluff gespielt wird. Diesmal hätte sich aber Lloyd George,nicht berarisbluffen lassen, und io wird denn zugegeben, daß Bomcarö aus einige seiner Haupt­forderungen verzichten wird. 2m übrigen ist die Lage auf der Londoner Konferenz noch sehr unklar, da die vielen Privatbeivrechnngen zwilchen den einzelnen Delegierten eine bestimmte Orientierung unmöglich macken. Die Bericktsr- stattrr sind lediglich auf dre Aussagen der einzelnen Dele­gierten angewiesen, dre »ch meistens widersprechen. Klarbett dürfte in die!er Bczrebung erst die heutiscBollsitzung bringen. Wie dem aber mich s«:,. von sämtlichen Seiten wird über­einstimmend betont, datz der Bruck der Konferenz vermieden worden fei und datz sie bestimmt mit einem Komvromitz endigen wird. Deutschland wird auch auf alle Fälle eia kurzfristig» Moratorium erbalten.

Dis ReichsvLrfKffunqsfeisr.

Br. Berlin. 11. Aug. (Erg. Drabtbericht) Der ganze heutige Tag drückt dem ZentÄnn der Nerchsbcmvtstadt mrt den zahlreich behördlich geflaggten. Gebäuden einen zweuellos feierlichen Stempel auf. Im Mittelpunkt der Veranstal­tungen des heutigen Tages in Berlin steht dre von der Reichsregierung heute mittag im Plenarsttzunassaal se» Reichstages veranstaltete offizielle Vor - faiiungsfeier. Bereits 11.30 llbr wurde das Rerchs- tagssebäude von einer dichten Polizeivostenkette abseiverri. Am Fuße der großen Freitreppe des Gebäudes am Konrgs- vlatz flatterten von zwei neu errichteten Fahnenmasten »wer grotze Fahnen in den neuen Reichsfarben. Die Manien, der Freitreppen trüge» reichen Eichenlaubschmuck. Von 11.30 iw ab füllte sich dar Plenarsttzungssaal mit den. geladenen Gaste«. Unter den Erschienenen waren verhältnismäßig wenig Par­lamentarier vertreten, da fick dir mellten Llbseordneten während den Varlamentsferien außerhalb der Reichsixiuvi- stadt befinden. Der zuin Festmal hrrgerichtete Plenarsttzungs­saal trug reichen Eichenlaub- und Fahnensäimuck. Bon der Wand hinter dem Prasidententisch grüßte im grotzeii Format las neue deutsche Reichswavven. darunter mrt Eichenlaub umrabmt die bereits in dem Aufruf des ReiLsprastdentm betonte Devise Einigkeit stick Reckt uick Freibeit. UnterhaD der Empore, an we-lcker sich Eichengarnituren entlang />asen. waren die Wappen der deutschen Bundesstaaten angebracht. Zn der Wandelhalle waren nur wenige Lorbeerbäume au^ gestellt. Bald nach VA2 Uhr marschierte auf dem Konigsplack zwischen dem Bismarckdenkmal und dem Reichstassgebäuds eine verstärkte Ebrenkomvasnie Reichswehr auf, inzwischen hatte kick auch eine grotze Menge Menschen vor dem Rercks- tagsgebäude versammelt, um die Auffahrt der, Reicks- und Landes minister abzuwarten, die kurz vor 12 Abr erfolgte. Die Minister versammelten sich arif der großen Freitrevve. um gemeinsam mit dem Reichskanzler den Reichspräsidenten »u erwarten. Dieser traf ebenfalls kurz darauf ein. Er wurde vom Reichskanzler herzlich dearntzt. Becke schritten hreranr mit dem Reichswcbrminister die Front der ausgestellte« Ehrenkomvagnie ab. Es folgte aus cker Treppe noch die Be- grützung der einzelnen Minister durch den Reichsorästdenten. die fick daun gem-erumm in das Innere des Reichstagsae- bäudes begaben. Während der Feier im Parlamentsgebäude lonzertierte auf dem Königsplntz eine Reichswehrkavelle. Um 12.05 betrat Reichspräsident Ebert die frühere Äoiloge. wo er inmitten der Minister Platz nahm. Der Rmchskanrler mit dem badischen Staatsvrästdenten Dr. Hummel batte seinen gewohnten Platz eingenommen. Auch der bayerische Minister­präsident Gras Lerchenfeld wrr anwesend. Mit der ..Egmont"-Ouveriürs. die vom Philharmonischen Orchester meisterhaft gespielt wurde begann die Feier. Dann erhob sich der badticke Staatspräsident Dr. Hummel und Mrte u. a. aus. welche Beseutung die Verfassung eines Staates für das ganze staatliche, wirtschaftliche und Geistesleben be- säde. Er ging dabei von den Verhältnissen in seiner engeren Heimat Baden aus. wo das Versastungsleben besonders tief und gründlich in den Daielnsiormen des ganzen Volkes ver­wurzelt ist. Er leitete daraus die Arsumente her. datz die Entstehung einer Verfassung nickt in der Lo«k der staatsmäimrschen Einstckt ei-üger Weniger begründet sei. Sie müssen vielmehr im natürlichen Staats- g e f ü b l verankert sein. Er wies dann weiter auf die Schwierigkeiten hin. die Kr die Enlltehunig und Ent­wicklung der Verfassung des republKantscheir Dentsckkands in der Not der Zeit und in den dring-nden 'Schtcksalsfra-sen liegen, unter deren Druck diese Veriassun« geboren wurde. D>a das starke Staatsgefüchl das Berfaffunssleben in Bade«, wo die rauschende BesleitmrM einer glorreichen KrtegSKe- schickte fehle, zur höchsten Blüte «bracht habe, habe er die Gewr-ßbeit. daß auch das schwergeprüfte Deutsche Reich eine Bertiefuns des Staatslebens im Gemeinstnn in einer Periode friedlicher Verfassungsarbeiten vor sich sehen werbe. Der Redner schloß mit einem Hoch auf die deuffche RepubM. in das die AnWesenden begeistert einstimmten.

Der Regierunaspräsident von Münster.

Br. Berlin, 11. Aug. (Eig. Drahtbericht.) Die Er- nennung des dem Zentrum nahestehenden Landrats Rom- b a ck in Düren zum Regierungspräsidenten in Münster an Stelle des in den einstweiligen Ruhestand versetzten Grasen v Meerfeld ist nicht erfolgt, weil der westfälische> Bro- vinsialaneschutz gemäß Art, 86 der Berfasiung dagegen Einspruch erhoben bat. und zwar bauvtsächlick deshalb, weil man für Westfalen geeignete Regierunasorästdenten aus dem eigenen Bezirk zu haben glaubt. Auch die übrigen Berionei:- fragen. die durch den Einspruch des Brovinziallandtags offen geblieben sind, dürften erst nach der Rückkehr des Ministers Severins, der feit längerer Zeit an einem hart­näckigen Bronchialkatarrh und dadurch hervorgerufener Schlaflosigkeit leidet und sich zur Wiederherstellung seiner Gestindkeit am 12. August bis Mitte September nach einem Badeort begeben bat. zur Entscheidung kommen. Nur Land­rat Der gemann ist in das Amt des RegierunasvläK- derten von Merseburg bereits eingefübrt worden.

Austritt der Polizeiteamten aus dem Beamtenduntz.

Br. Berlin, 11. Aug. (Eig. Drabtbericht.) Wie einer Berliner Korrespondenz von unterrichteter Seite mitaeteilt wird, llt bereits in der nächsten Zeit der Austritt d«s 75 000 Mitglieder zählenden Reichsverbandes der Pol», zeibeamten Deutschlands aus dem deutschen Beamt««- bund zu erwarten. Die Polizeibeamten stehen auf de» Standpunkt, daß der Deutsche Beamtenbund in Seirtet fetzigen Beschaffenheit kecke genügende Vertretung «eaenüLer den Behörde:' darstelle und daß deshalb eine eigene Vertretung der Polizeibeamten notwendig werde.

Der Kommuniftenführer Kernpin aus dem Zuchthau, entlasten.

Br. Berlin, 11. Aug. (Eig. Drabtbericht.) Der Kom- yMmstknführer K e m v i n . der beim MärsauiruLr 1821 den Lwfstand im Leunawerk organisiert und die 7000 dort ein» geschlossenen Arbeiter befehliat trat, dann rvSMN $o4o«Kafc» zu lebenslänglichem Zuchthaus verurteilt worden w«. ist. wie veUMrdene ^tter^mck ^ .«so^e d e s^-^ si un^