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Freitag, 11. August 1922.

Abend-Ausgabe.

Nr. 371. ♦ 70. Jahrgang.

Dem toten

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Bruch cdsr Kompromiß?

Die Londoner Konferenz hat sich nun, da sowohl Poincarä wie Lloyd George — dieser wenigstens in den wichtigsten Punkten — auf feinem Standpunkt beharrt, fo zugespitzt, daß es auf Biegen oder Brechen zu gehen scheint. Äußerlich kommt dies da­durch zum Ausdruck, daß beide Ministerpräsidenten den Stand der Dinge ihren Kabinetten unterbreitet haben. Das französische Kabinett hat Herrn Poincarä mitge­teilt, daß er sich genau an die früher gefaßten Be­schlüsse halten. solle. Das heißt also, daß Frankreich unnachgiebig bleibt und nicht zu Zugeständnissen bereit ist. Auch das englische Kabinett hält an seinen Richtlinien fest, daher ist es richtig, daß England und Frankreich sich noch nie in so scharfer Opposition gegenüber gestanden haben wie- diesmal. Allein der drohende Bruch wurde schon gar manches Mal an die Wand gemalt und ist nie gekommen, und es fällt.. auch diesmal schwer, an seine Verwirklichung zu glauben. Hinter den Kulissen arbeiten ja auch Belgien und Italien an einem Kompromiß. Da weder Lloyd George noch Poincar^ die Verantwortung für einen Bruch auf sich nehmen wollen, so ist die Gefahr vorhanden, daß sie dw ganze Bürde der Reparationskommission aus die Schulter legen. Damit wäre natürlich der Konflikt nur hinausgezögert und für den Augenblick verkleistert. Das schlimmste bei allem aber ist. daß man bisher immer nur über Poincaräs „produktive Pfänder" gestritten hat. und daß von dem wirklichen Zweck der Konferenz, der Bewilligung des von Deutschland verlangten Moratoriums wenig die Rede war. Dieweil »ürken sich Poincare>s „Retorsionen" aus und das deutsche Finanzelend wird immer größer!

I d?r © c? ns'".

. . 5- London, u. Au«. «Fm. Drahtbericht.) Nachdem die tzabrmitsberatungen in Paris und London ihr Ende mN'nvcn bcuxn. werden auf der Londoner Konferenz den L-rzcn heutigen Tag»über weitere Priv.rtbesprecbun- e n a.Malten werden. Der franrski'che Ministerrat bar er Pr.-ste ..in Kon.munrauS zuaettellt. das folgenden Wort­laut ha.' Der Mrnnterrat hat über die äußere Lage beraten. Er Kai non den Telegrammen Kenntnis genommen, die in den letzten drei Tagen ausgetcmickt find und bat feine u-mn-nnp von der einftimmi« en Billigung dem Ministerpralldenten durch em Telegramm, das nach Schluß der Sitzung unterzeichnet worden ist. zu erkennen gesehen. Der Minister,«' sott außerdem Poincarv für die Art. wie er ms jetzt die Verhandlungen in London führte, beglück­wünscht haben. Er habe ühm außerdem empfohlen, die eroberte Stellung zu halten. Nachdem der Miaisterrat die verschiedener- von VoincarS vorgeschlagenen produktiven Pfänder begrüßt bat. habe er ihm volle Handlungs­freiheit bezüglich der verschiedenen Punkte gelassen. Der Minister des Innern erklärt« dem Korrespondenten der ^Internationale auf eine Anfrage daß nach feiner Ansicht die Aufrechterbaliung der Forderungen Po.ncarss zu keinem Bruch mit England führen würde. Das Blatt lagt' Dadurch, daß Poincarv vom Ministerrat beglück­wünscht worden fe*. treibe öer Ministerrat auf einen Vruckmit England bin.

Wie uns aus London gemeldet wird, bat auch das Londoner Kabinett einstimmig die von den britischen Ver­tretern aus der Konferenz angenommene Haltung geb'ttigt. Lloud George wurde gestern abend vom König empfangen. Die cngl'sche Delegation bat nach dem Kabinettsrat den übrigen Delegationen ein Dokument überreicht, in dein die englische Politik f e st g e l e g t ist. Das Doku­ment berührt d'e politische Seite der Revarationsirage und beschäftigt fid, auch mit der Frage der SÄuldenstrerckmn«. Auf jeden Fatt werden neue Vorschläge entwickelt. D-e Lage bleibt infolge der gefaßten Beschlüsse kritisch. Man erklärt, daß man auf einem toten Punkt angclanat sei. der nur durch befriedigende gegenseitige Konzestion:,, >ür beide Teile umgangen werden könne. Es wird darauf bin- ßewieien. daß die Versöhnung.«ersuche von T b e u n i s bis letzt wenig Erfolg gehabt hätten. Po in ca rs und de ßaflenric haben sich am Donnerstagmoraen mit den frai zestichen Sachverständigen besprochen. Tbeunis und der italienische Sachverständige 'E i a n i n i „batten getrennte llnierreduapen mit Llovd George. Die für beute in Aus­sicht genommen« Bolllitzung ist in letzter Stunde ab­er sagt werden, um den Delegierten Geieacnbeit zu Privat- bcsprechunnei! zu geben und zur Einholung von Weisungen 'brer Negierungen. Auf diest Weise will man versuchen, einen Ausweg aus der Sackgasse zu finden.

In Landauer Regierungskreisen bat man di« Hoffnung aus ..weittragend« Crxebniste" der Konferenz schon aufge- »eben. Man bafit nur noch, daß es gelingen werde, uber- kauot e'ue P e r st a n d i g u n g s n r u n d l a g e für die Ententcinächtr selbst zu finden. In London vertc-tt „man nach wie rcr den Standpunkt. daß„ernc endgutrge Losung rer Revaratisuofraae nur erfolgen könne. wenn um die ber­einigten Siaaicn dazu cnttchließen über die Regelung der nlliieiteii Schulden zu verhandeln. Lloyd Georg« all mgar beabsichtigen, lie zwischen England uird Frankre-ck schnveben- be.n Fragen, über die aus der Londoner. Konfer.nz kern^. Einigung rziclt werden könne, dem Volke rbund zur Entscheidung zu überweisen. >

W.T. n London. 11 Arm. Die Morgenblätter berrckiifn übereinstimmend, daß man über den toten Punkt, «i den Berhandlunaen zwischen den Vertretern Frankrerck» ui»

den Veitreicin der übrigen Länder auf der Loi>doner Kon­ferenz, entstanden ist. noch nicht b i n a u s g c k o m-n e.n ist. Es ivird darauf verwiesen, daß sowohl das britische wie auch das französtiche Kabinett die einander geaenübecstehen- dl-n Ai sichten, beider Länder bestätigt haben. Es muß ab«e- wartei werden, ab ein neuer Versuch, ein Kompromiß zu er­zielen. möglich sein wird, wenn die Vollkonfereoz ihre heu­tigen Beratungen wieder aufnimmt. Die Sitzung des ena- li.chen Kabinetts tmt ebenfalls gezeigt, daß d e englische Regierung in der Ablehnung des Voincars- s ch e n P l a n e s e i n i g ist.

. Mcrning Post" will von einer in amtlichen Kceifrr Herr schi nden c p t i m i ft 11 di e n Unterströmu n « W itten. Reuter tägige!' beuchtet über die Aussichten der Konferenz sei bis gestern abend in britischen amtlichen Kreiren niES bekannt gewesen, was die verschiedenen Nachrickiten uvrr eine Änderung in der fr.inröstschen Haltung bestatiaen tonnte. Aus jeden Fall habe man nichts aus Daris gehört. Trrb der Bemühungen des italienischen und des betanchen Ministers ielvie anderer Persönlichkeiten und des.von ge­wisser anderer Seite zum AnÄiruck gebrachten Ovtimrsmus werde die Etimniung als nicht sehr hoffnungsvoll bezeichnet. Die britische Haliung ist — Reuter zufolge —" klar um- ichrieben und vom gesamten britischen Kabinett bestätigt wo den. Man ist der Ansicht, daß. sofern nickt eine radikale Änderung der. Loge e : ntritt. die Verhandlungen aus der heutigen Konferenz fertgesübit werden. Es ts.ro daran, büg-rriisen. daß naturgemäß redermann sein Bestes tue. um den Abbruch zu rerbindern: es stebt iedock fest, daß nichts einsetrcten sei. was die Lage wirtlich leichter gestalte

Der kritischste Tag der Entente.

W.T.-B. Paris. 11. Aus Der Sonderberichterstatter des ..Petit Paristen" in London beurteilt die Lage >n einen, beute nackt c-ngetroffenen Telegramm wie ^iol«t' Die Stellung Peincaiös ist bekannt. Er verlangt, daß die pro­duktiven Psäuder. die er angegeben bat. sofort wegen, des neuen Mvrwtrrinms ergriffen werden. Er legt anderer,«',-- d'e größte Bedeutung. ans die ^ o l l b.a r r„i e r e u m d a s Rubrgebiet oder auf die Zollbarriere östlich des Rhein landes Die Sielluns die die englische Delegation e-.n- wimmt und tie im englisck>en Kabinett debattelos gebilligt wmde. ist mit diestr Tbeie unvereinbar. Die einz-sen Maß­nahmen. de>ien mltn enalischerieits zustimmen will und d'e Zablr-ng der Lttprcz. Ervortabsabe und die Beschlagnahme der Zolleinnobmen. die an den Garantieaussamß. aelreie« werden sotten. Die Beschlognabme der Domiinalmaldec sowie der Staatsbergwerke im Rubrgebiet soll vottzozeu werden, wen.'- Deutschland nach bewilligtem Moratorium die V-nnflichtüng der Sanierung seiner Finrnzrn nickt emullen werde. Was die inneren Zollbarricren anbetrnft. schein! es. daß man eng'ischerieits sie um keinen Preis haben will, llnter diesen Umständen ist die Lage ernst. Trotz der Vermittlung-versuche der. belgischen Delegation st"d stck der sronrösilcke und der englische Stnndsunkt bis gestern nickt nab«'gekommen Man erblickt iede-challs nur zwei Losun­gen. Die erste würde dorin bestehen, daß man Kenntn-s von der Uneinigkeit nimmt. Gemäß seinen früheren Er- Ilärunzen würde alsdann zweifelsobne V o ine a rd seine Absicht avkiindigen. seine Handlungsfreiheit zu- riickzunebme,-. nickt um die vargeschlagen", Maßnahmen ab- zuwendcn. di« alle ein« gemeinsam« Aktion der Allirertcn vraeussetzen. sonder-w um die Pfänder zu nehmen, do- Frankreich zur SicheAtellun« seiner Interessen für notwendig hält. Andererseits würde Llovd George zwelsetsobne d-e rauf oulwerteu iu^>em er die ?s 0 lqen dreier Jnl.laiioe für die Zukunft l-er Entente und für die semeinsame Au?- rlchteibaltung des Fried ensvertra.ges von Versailles an- tündigte Man könne aber nsck erw.> zweite.Lostnig irnden Wie ein Gerückt b.-st-ae. soll Llovd Georg« im. Namen der enal scken Delegation andere Maßnahmen, vonmlagen als die die Peincare ir.s Aus« faste. Dann .konnten alle neue PelbondGngen über diele Geaenvollchlage amsenommen werden. Wie dem aber auck lein möge, und obn.« auf rede Hoffnung zu ucisichten, muste man erklären, daß der b e u„- t i «e log der kritischste lern werde, den die franzo- sifch-britiscke Entente seit sechs Monaten gekannt habe.

Die Verhandlungen zwischen Lloyd George und Poinrarä.

D London. 11. Aus. (Eig. Drahtbericht.) In der orstriaen- Unteircd'.'.n« wies Ltond George noch einmal daraui bin daß die produktiven Pfänder den E b a r a k t e r reu Sanktionen lötten. BoincarS sagte schließlich zu daß man anl die B e t e i l i g u n g an den links­rheinischen Farbwerken verzichten könne, nachdem er stck davon überzeugt batte, daß die deutsche Reichsregie- runs an die Bestßer 70 Milliarden Mark Entschädigung zablen wüste wcdnrch eine ungeheure Steigerung bes Banknotenumlaufes berbeigefübrt werde. o>levd George wies darauf bin. daß alle Einnahmen aus den

rer, "tn' nn" Von'crgeld erbrächten. Aber Poincarö er. klärte, das sei einerlei. Frankreich brauche dies« Daoier- i; .naiben. um icne Einkäufe in Derntschland zu bezahlen. Llrvd George machte einen weiteren Vorstoß, indem er dar- aui ansriilte. daß man. um di« Zollmaßnabmen im Runr- g-.ü'et durckzufübren. die llnterstükung der Zollbehörden durch Militär brauche, und daß e*ne solche Unterstützung einer militärischen B e ! e tz n n g des R u b r a e - bictes veizweiielnd ähnlich komm-'. Die Belgier bemühen sich serlgesetzr. di« Franzosen "nd Engländer zu einem gegenseitigen Kompromiß zu bringen. Sie wer­den inbe'. lebhaft von den italienischen und javanischen Vertretern unterstützt.

Bewilligung eines Morotoriums gegen Frankreich?

0. London. 11. Aus. (Eis. Drabtberickt.) Wie Reuter erklärt, halten es französtiche Kreise in London für wahr­scheinlich daß die Mehrheit der Konferenz beschließen wird. Deutschland trotz der Opposition Frankreichs ein Moratorium

zu gewäbltv

D-e rheini chsn Arbeiter an Lloyd George

Br. Köln, 11. Aug. (Eig. Drahtbericht.) Die schwere Gefahr, die dem Rheinland von der Lon­doner Konferenz droht, hat die rheinische sozialdemokratische Partei und die freien Gewerk­schaften veranlaßt, ein Schreiben an den britischen Be­zirksdelegierten zu richten und diesen um Weiterlei­tung des Schreibens an die Rheinlandkommission und Lloyd George gebeten. Das Schreiben betont zu­nächst. daß Deutschland seinen Verpflichtungen nach englischem Geständnis nach Möglichkeit nachgekommen fei und fährt dann fort:

Die Arbeiterschaft der Rheinland« befürchtet vor allem, daß die angedrohten Maßnahmen auf eine Absonderung des Rheinlandes von der deutschen Republik hinauslaufen. Ein solches Be­ginnen würde auf den schwersten Widerstand der deutschen Sozialdemokratie und überlsaupt der Ar­beitnehmerschaft stoßen. Die Wiederherstellung der Zollgrenzen von 1921 bedeutet nach den Er­fahrungen aus dieser Zeit Arbeitslosigkeit in wei­testem Maße. Eine solche bedeutet unter den heu­tigen Umständen bei den unerschwinglichen Preisen der Bedarfsartikel die K a t a st r o p h e und wird die getroffenen Arbeiter und Angestellten zur Ver­zweiflung treiben. Ein« zwangsweise Durchführung der Kohlenabgabe wird die Fabriken zum Stillstand bringen und die gleichen oben bezeichneten Wirkun­gen auslösen.

Das Schreiben schließt mit der Bitte, an Lloyd George diesen Protest der rheinischen Arbeiterschaft in 'geeigneter Weise zur Kenntnis zu bringen.

Reue Anstrengungen zur Einigung.

W. T.-B. Paris. 11. Aus. Havas berichtet aus London: Zweifelsobne wird beute vormittag im Laufe der Zufammen- kunit des französischen, englischen und belgiscven Mrnrsterpra- üdenten eine neue Anstrengung zur Ermgung ersolzen. Lllabrschemlich wird es irch darum handeln, daß 2 *cn,b George die ersten drei von Poincarö ins Auge gefaßten Maßnabmen snnimmt. nämlich die 26vrpzentrse Abgabe von der Llusrubr. die Beschlagnahme der Zolle,nnabmen und dre Kontrolle der Bergwerke und Wälder.. Vielleicht, darf man noch honen, daß aui oieier Grundlage eine v e r m r t t e l n d e Lösung scfunden wird. Aber rede Voraussase vor der heutigen Sitzung der Konierenz würde gewagt sein.

Der französische Standpunkt.

W. T.-B. Paris. 11. Alls. Uber die Lase urteilt der Sonderberichterstatter des ..Ecko de Paris": Po,neare kalte besonders viel — und ex babe die«; filtern den Engländern und Belgiern erklärt — auf oie dre i B f ander, die in unmittelbarer Nabe des französischen Besetzunssheeres ge­legen sind, nämlick aui die Staatsgruben rm Rubrsebret. auf die Zollbarrrcre der Brückenköpfe und au' die Zallbarrrere um das Rubrsebret. Der französische Standpunkt rst. daß alle anderen Psander 2Nuston«n sind. Wurden die genannten drei Pfänder nickt gebilligt, dann sei nr^ty erzielt. Wenn sie Borncars verlange, habe er keinen Bervers von Sals- starrillkeit gegeben. Er batte sebr wahrscheinlich aui dre Rubrzollbarriere verzichtet, wenn die der Brückenköpfe und - die Staatsbergwerke ibm bewilligt worden waren. Man nimmt such an. daß das französische Kabinett diese seine Hal­tung gebilligt haben würde. Jetzt stebt man.vm der gesamten Zurückuxiiung. Frankreich trägt also mckt die Verantwortung iür Cie Ereignisse, die folgen können. Wenn der Bruck er­folge. trage Frankreich tcine Verantwortung es habe das Entgegenkonimen «eit genug getrieben. Denn Poincars bade darauf vcrricbtet. wie er beabsickrtralo. den bösen D^lllen Deutschlands fest,testen zu lasten was unmittelbare Sanktionen nach sich gezogen haben wurde, wohl wistcnd. daß dieser Weg gerade zu einem Konflikt mit den Alliierten ge­führt hätte. Er sei besorgt darum gewesen, cme Entscheidung zu erlangen, die die Revarationskommiiston batte mit Sinn» menmebrbeit fasten lounen. Er habe stck begnügt, im Aus­tausch gegen das Moratorium die Zablungsgarantien zu er- langen, die der Artikel 24b zula>,e. und die rheinische Zoll­barriere. die ein anderer Artikel des Friedensvcrtrages eben­falls zulaste. Die Engländer könnten auf sein Programm antworten. Er habe nur das Recht 3 rbtiingsmittel zu ior- bern. aber keine Sanktionen ohne daß die a'ostchtliche.Ver­fehlung iestsestellt sei. Aber wenn heute Frankreichs ANnertr den Art. 248 verweigerten, w stehGes^Frankreick fret zu — ~ - .*--- dWTo

ioeen daß sie den Friedensvertrag »Masten, und wir tonnen uns von ibnen trennen, daniit wir im Rahmen des Friedens- Vertrages bleiben und damit wir im aRbmen des Friedens- rertrages zu einer unabhängigen Handlung schreiten. Dann werden wir iclöst die Bedingungen des deutschen Morato- nums zu regeln bab^n

Die Kontrolle der Reichsbonk.

-W. T.-B.' Paris. 11. Aug. Wie der Berichterstatter des Petit Paristen" aus London mittcilt. ist im Lause der gestern abend stattgebablen ltnterrcdung zwischen Poin- carü und dem belgischen Tstiaisterpräsidenten Tbeunis die Frage der Kontrolle der Reicks bank erörtert worden. Es bandelt stck offenbar darum, daß Poincarö be- ublicktlgt. eine Kontrolle der Ausgabe der Sckatzbons einzu- rickten. Das Gesetz, das um 29. Mai durch den Reichstag angenommen worden ist und das den Instruktionen des Garantieausschustes entiviicht. iel! ibn nickt befriedigen. Die Konferenz soll di« notwendigen Dtrßnabmen ergreifen, damit die Reicksüank ölne tatiäcklickc Autonomie erkalte. Llovd Georg« soll dreien Lorrcklagen nickt «e»ei»t ieia.