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Verlag Langgasse 21

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Mittwoch, 2. August 1922.

Morgen-Ausgabe.

Nr. 354. . 70. Jahrgang.

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Ein neuer Orientkrieg?

Aus Paris, London, Athen und Konstantinopel kommen Nachrichten, nach denen Griechenland Vorbereitungen für einen Kriegszug gegen Konstantin o pel trifft. In R o d o fto, am Nordufer des Marmarameeres, etwa 120 Kilometer von Konftantinopel entfernt, soll Griechenland bereits 25 000 Mann Truppen gelandet haben, die dazu be­stimmt seien, in Thrazien einzufallen und die Haupt­stadt des Osmanenreiches durch einen Handstreich in Leich zu nehmen. Gleichzeitig hat Griechenland in Smyrna, das nach den Londoner Abmachungen det Liitenre aus dem März d. I. an die Türkei zurückge­geben werden sollte, eine Proklamation erlassen, durch die^das Gebiet von Smyrna unter griechischer Ober­hoheit eine Art politischer und wirtschaftlicher Sei bst- regiernng erhält. Was haben diese Vorbereitungen zu bedeuten?

UEs hat den Anschein, als wolle Griechenland die Srienrfrage aus eigener Kraft mit dem Schmiert zur Entscheidung bringen. Die Ententemächte, die heute 'noch immer in Konstantinopel sitzen, sehen Griechen- - lands Haltung offenbar als eine schwere Drohung an, und der Oberkommandierende läßt erklären, daß die Alliierten unter keinen Umständen eine Verletzung der neutralen Zone dulden und daß sie einen griechischen Angriff mit Gewalt abwehren werden. Ob sie dazu im Ernstfälle imstande wären, müßte noch untersucht werden. Ihre Landtruppen weihen nicht allzu zahl­reich sein. Aber ihre Flotte könnte in der Tat von der See her einem griechischen Handstreich sehr nach­drücklich begegnen, und davon abgesehen, wird es Griechenland, wenn es sicher ist. auf den Widerstand feiner bisherigen Verbündeten zu stoßen, gar nicht erst zu einem bewaffneten Zusammentreffen kommen lassen. Tatsächlich hat denn auch England in Athen bereits ernste Vorstellungen gegen ein bewaffnetes Vorgehen der Griechen auf Konstantinopel erheben laßen. Die englische Politik geriete durch einen neuen griechischen Feldzug in äußerste Verlegenheit. Sie hat bisher die griechische Politik unterstützt und gegenüber der nationalen Ansprüchen der Türkei, die oon Frank- ma> lebhaft befürwortet wurden, den Frieden von 1 Mnes soweit als möglich verteidigt. Das würde ihr '«er unmöglich gemacht werden, wenn jetzt Grischen- Ädz versuchen sollte, sich Konstnntinopels zu bemäch- M. Denn im großbritannischen Weltreich wohnen M als 00 Millionen mohammedanische Untertanen, ^ bisher schon durch die schlechte Behandlung der TW im Frieden von Stores schwer verstimmt waren, jiirbc' England di? Wegnahme Konstantinopels durch Dechsnlnnd dulden, so käme es wahrscheinlich zu sehr

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i’i de» britisch mohammedanischen Lä»- «n.. England bleibt also gar nichts anderes übrig, einem tollkühnen Unternehmen, wie es Griechen- J dein Anschein nach plant, sich wie die anderen Aentemächte mit Waffengewalt zu widersetzen. Es P also wohl auch gar nicht dazu kommen, was von k anderen Seite angekündigt wird, daß nämlich al- Pascha über Ismid gegen Konstantinovel oor- , Ot will. Ismid liegt in Kleinasien und dazwischen W das Marmarameer und die Meerengen Kemal- Ma wird also, wenn er nicht Flugzeuge und Kriegs- Me in großer Zahl benutzen kann — und ernstlich ■ nicht nach Konstant! nope!

Witzen So bekommt die ganze Kriegsgefahr. :oenn Metwas näher zusieht. oon beiden'Seiten einen Hi operettenhaften Charakter.

•et nuef) sonst versiebt man nicht, was -solcher Mg zweier völlig kriegsmüden, ausgebluteten Völker Meiden soll, nachdem die Kriegsoperationen des Wen Sommers, die mit ganz anderen Streitkcäften Mrnommen waren, zu einem vollständigen Stillstand Wut, haben. Die griechischen Soldaten haben den eue? sicherlich aufs äußerste satt. Sie wollen Frie- *■ fp rasch als möglich, und die Türken wollen ihn ^Allerdings wird vom griechischen Offizierskorps Mel daß es keinen Frieden schließen wolle, de^ MDriechenlands nationale Ansprüche befriedige, ?ü)u>> soll ein wirtschaftlich schwer notleidender Staat «nde sein, aufs neue einen opferreichen Krieg auf rM nehmen, wenn ihm nicht von irgend einer ^Dnanzielle und militärische oder wenigstens Mche Unterstützung in Aussicht steht. Es ist ja ^Wcht zu glauben, daß England um das griechische Ernehlnen nicht vorher gewußt haben sollte, und versteht darum nicht recht, warum Griechenland ^Müher von London her gewarnt worden ist, aber nicht England ein doppeltes. Spiel treibt, ist ^Wenfalls h»ie Lage so, daß alle Ententemächte T Griechenland sind, daß es also auf eine Ver­jüng seiner Absichten nicht rechnen kann. Für

König Konstantin aber und seine Anhänger müßte ein neuer Mißerfolg in der äußeren Politik nach den schweren Opfern, die das Land immer wieder gebrach: hat, geradezu eine Katastrophe werden. Dem taltgesrellten Venizelo s wäre allerdings ein solcher Mißerfolg kehr erwünscht. Die reifen Früchte würden ihm dann geradezu in den Schoß fallen. Es wäre merkwürdig, wenn die griechischen Staatslenker so blind wären, die äußerste Gefährlichkeit ihres Glücks­spieles für den Kömg und die ganze Dynastie nicht zu erkennen, da das Schicksal der deutschen Fürsten und Habsburger und des Zaren doch als warnendes Bei­spiel vor ihren Augen steht!

Allerdings öle Lage im Nahen Orient ist völlig feftgefahren. Die Londoner Konferenz vom letzten Frühjahr hat zwar Bestimmungen getroffen, durch die der Friede von Sövres zugunsten der Türkei nicht unerheblich abgeändert worden ist. Aber keine von beiden Parteien, weder Griechen noch Türken, war mit jenen Konferenzbefchlüffen zufrieden, und obwohl beide „im Prinzip" mit einem Waffenstillstand kni­tterst anden waren, ist es doch nicht dazu gekommen, weil beide so erhebliche Vorbehalte machten, daß diese einer Verneinung ziemlich gleichkamen. In der letzten Zeit wurde über den Zusammentritt einer Friedens­konferenz zwischen den beiden kriegführenden Staaten verhandelt, aber auch dazu ist es nicht gekommen, da man sich über den Ort nicht einigen könnte. Statt der Friedensoerhandlungen scheint nun ein neuer Krieg in Aussicht zu stehen oder, da ja der Friede noch gar nicht ratifiziert ist. ein neuer Brand des noch nicht völlig gelöschten Krieges. Vermutlich wird es ober dazu nicht kommen, und es ist nicht ausgeschlossen, daß Griechenland seine Kriegsvorbereitungen nur macht, um sich von der Entente zwkngdn zu lassen, still zu bleiben und daß es ibm im Ernst vielmehr daraus an­kommt, endlich einmal aus dem auf die Dauer unhalt­baren Zustand zwischen Krieg und Frieden herauszu- kommen. Die Verschleppungspolitik der Entente hat sich bitter gerächt. Diese wird mit allem Ernst an die Beilegung der orientalischen Bändel geben müssen Sie kann das nur. wenn sie geschlossen ist. aber in dieser Frage ist sie es bisher noch weniger als sonst gewesen, und gerade in dieser inneren Unfähigkeit die Dinge zu meistern, liegt die Schwere der Gefahr nicht nur für den Orient, sondern überhaupt für den Frieden der zivilisierten Welt!

*

Kleinafien als autonomer Staat.

T B 1. Aua. . (Drabtberich't.) Reuter

melde! aus LMvrna T>te Kriechen ttöeinen Sa* ftinbe-s ni5, das einem Frieren zwilchen der Türkei und ihnen im Wese stebt. nomlicb die oon den Türken verlonat« Räu miinn Klein airen s. dadurch aus der Welt schaffen zu mellen da« sie !>,e Unabhängigkeit Kleinastens erklären denn der gricchtsche Overkommandierende verkündete unter dein 31. ..Jul', Klemasten als einen autonomen und u n a b b.a n o i s c n Staat. Die Verkündung umfatzt aber vermutlich, nur den von den Griechen besetzten Teil Klein­es. Die Türken werden st» einer derartiaen Löiunq widerst tzen und bestehen na» wie vor auf der Räumung K l e > n a , i e,! s durch die Griechen.

Eine englische Rote über die Kriegsschulden.

l Au». <Elg. Drabtbericht.) Na» ein-r ..Times Meldung aus- London >oll die englische Regie­rung gestern bei»losien haben, an alle alliierten Regierungen sowie an das Kabinett in Waihina - lon eine Zirknlarnote über die.Franc der Kriegsschulden zu entsenden. Lcid Balfour soll die Rote bereits vor 14 Tagen vorbereitet haben. Der Inhalt der Erklärung wird ungetabr der sein, datz die an England von den all-iec- ren euroyaismen Nationen gestbn ldeten Kriegsanl»iben vraktif» und moralisch von der englischen Kriegsschuld an Amer'ka unzertrennbar seien.

Rücktritt Sir Williams Edge.

D. Paris. 1. Au-g. (Eig. Drabtbericht.) Der .Matin" beri»tet aus London, datz Lloyd George infolge der Debatten über die englischen Schutzzölle weziell aegea die Emtubr der Baumwollbandschube einen seiner tüchtigsten M'äaibeiter verloren habe. Sir William Edge bat gestern sein- Demission eingereicht, weil er mit der Politik der R. .run« in dieser Anaeleaenheit nicht einig gebt In varlamentarischen Kreisen betont man. dast diestr Verlust besonders während her Wablkamvagne der Regierung sehr schmerzlich zum Bewuhnein kommen werde.

Eine Aufklärnngsaktkon Vanderlips in Slmerika.

Sr München, 1. Aua. iEig. Drabibericht.i Die ..Münchener Zeitung ‘ veröffentlicht ein Kabeltele­gramm Vanderlivs nach Amerika, das in nicht weniaer als 1750 Worten eine grobe Aufklärunasaktion in Amer'ka einleiten und über die Eindrücke Vanderlivs in Europa berichten will. In dem Telegramm Leiht es". Gang Euol'va e>wartet dos Ergebnis einer Konierenz zwischen P o i n c a r ö und Lloyd George. Der Vertrag von Beriailles entbehre ieder Gerechtigkeit und jeher Soffnuna aus Brüderlichkeit von der Wilson geträumt habe. Ein Mihetfolg der beiden Staaismäimer bedeute in seinen Augen die schreckiichsten Folgen und das unvermeidliche und baldige derannaben eine- Wirtschaftskrise allerschwersten EbaraktelS. Den aeaenwärtigen internen Reibereien zkvi- ickxn Bayern und dem Deutschen Reick« sei keine Bedeumna beizulegen.

Bet MM! Der mun AilMsrkgote.

Br. Berlin. 1. Aus. (E'g Drahtbericht.) Di« sranzö- stsche Regierung hatte, wi" mitgeteill wurde am 26. Juli das oeuticke Ersuchen vom U. Juli auf Herabsetzung der Bar- zoolungen im Ausgleichsverinbren abgelebnt. Die Nnt- wori der deucichen Regierung auf diese Äblebnung. die in einer sehr ichroiien Form eriolgte. bar. wie unser Korreivon denl von zuständiger Stelle erführt, folgenden Wortlaut:

Geehrter Herr Ministerpräsident!

Ich beehre mich, den Emoiang der Rote Eurer Exzellenz vom 26. Juli 1922 zu bestätigen. Das Abkommen über dte Ausgleichszahlungen vom 10. Juni 1921 ist von Deutschland nickt mit den einzelnen Mächten, sondern mit der Eeiamt- beit der beteiligten alliierten Regierungen abgeschlosten worden und demgemüh ist die Rote der deucichen Regie­rung vom 14. Juli 1922. was der iranzostschen Regierung bekannt ist. gleichzeitig an die anderen hauotbetetligtert alliierten Regierungen gerichtet worden. Die deutsche Re­gierung kann sich über die weitere Stellungnahme aus dielen Gründen erst ichlüffia werden, wenn sich all? be^ teiligten Regierungen gcäupert batxn. Eine andere Dal tuiig ist >dr auch angcstmts ver ultimativen Form und der anaedrodteii. nicht näher bezeickneten Matzitghmeu vortäuffg nicht möglich.

Indem sich die deutiche Regierung ein weiteres Ein­geben auf dre Sache selbst oorbebält. bemerkt ste zum Ganzen. Die Zahlungen, die Deutschland im Aus- gleicksvertadren und aus Art. 297 s leisten muh. müssen letzten Endes aus genau derselben Quelle geickövst werden, wie die Revarationszablungen. gleichviel, ob es sich um Schulden des Reiches oder um Prioatichulden handelt. In beiden Fällen bleibt die Roiwendigkeit der Heraus- nabme von Devisen aus der gesamten deutschen Boltswirtschast die gleiche and nir die Wirkung dieser Qverationen auf den Kurs der Mark ist es ohne Bedeu­tung. an welche Stelle und a»t Grund welcher Paragravben die Zadlungen erfolgen. Wenn die deutsche Dolkswirt- Ickaft die Entziehung von monatlich 50 Millionen Eold- mark für Resarationszahlnngen nicht tragen kann, io wäre es eine Illusion zu glauben, datz dir Ausgleichszahlungen von last 10 Millian-n Goldmark weiter aufgebracht werdea köilnen.. Alle diese Leistungen können nur als ein ein­heitliches Ganzes betrachtet und in einem einbeit- lichen Plan behandelt wcrd-n. Der deutsche Antrag, der nickt eine Kürzung der Ausgleichszablungen. iondein lediglich ibre Verteilung auf einen längeren Zeitraum bezweckt, beruht auf denselben Gründen, die für die deutsche Regierung auch bei ihrem An­trag auf Gewubrnng ein»s Moratoriums für die Revarationszabiuiisen . mahgebend gewesen sind, näm­lich der Wirtschaft! ichen Erschöpfung und der Unfähigkeit Deutschlands zu Zahlungen in ausländischen Währungen, die in dem katastroobalen Niedergang der Alark deutlich zum Ausdruck kcmmt. Inzwischen ist. nach dem Eintreffen der Note Eurer Erzellenz. ein neuer Sturz der Währung eingetteten und die Mark bis auf 1:160 ihres Friedeiiswcrtcs gefunken. Deutschland macht alle An­strengungen. seine aus dem Krieg entstandenen Bervflich- tungrn zu eisüllen. Hierzu ist aber vor allem die Ge­sundung seiner Volkswirtschafi notweirdig. Diese wirt­schaftliche Wicderberstellnng. wi« di« ganz Europas, kann jedoch nur erfolgen durch eine allgemein« solidarische Zu- lammenarbcit aller beteiligten Mächte. Eine Politik der Drohungen wird nicht wiederausbauend, sonders zerstörend wirken.

Genehmigen Sie. Herr Ministeroröstdent. uiw.

(Gez.) Wirth. Reichskanzler.

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Br. Berlin. 1. Aua. (Eis. Drahtberickt.) In mag- gebenden politischen Kreisen wird die deursche Rote in ihrer Adiasiung als sehr glücklich bezeichnet, da sie in divlo-' matii^cher Weise den Versuch Poincarös. das Abkommen vom 10. Juni, das ein alleiniges Vorgehen irgend einer Macht auc-icblicKt. zu ixrengen. zurück weist. Es könnte noch eine andere Auslegung geltend gemacht werden, aber nachdem die andcren zwei chanotbeteiligten Mächte an den Ansgleichs- zablungen. namli» England und Belgien, in ihren Antwertuoteu gesagt haben, datz ste aui die Angelegenheit wieder rr>riickkcmmcn werden, wenn eine gemeinsame. Besyrechuug der Alliierten statigefunden bat. fiel diese andere Auslegung weg. PoincarS stand allein, und Deutschland batte das an den, Ausqleichszah.lung-eu weit mehr interessierte England hinter stch. Wie sich Poincars zu der Antnnrtnoie verhalten wird, bleibt noch abzuwarten. Jedenfalls ist er in keiner beneidenswerten Lage wenn die deut'ch.e Regierung den ullinlativeu Charakter seiner Rote zurückweist und er stch auf der anderen Seite oon seinen Bertiindcten im Stich gelasten steht. Er wird sich letzten Endes Ickliegli» de» dazu gezwungen leben, abzu- warten, bis die Londoner Beivrechutigen stattgeiunden haben, bei welcher Gelegenheit dann bestimmt das Vorgehen und das Verhaltender Alliierten geregelt werden tiirite. Angesichts des katnstrovbalen Sturzes der Mark, an dem schließlich die Rote Voincarös mit ickuld ist. ist es Deutschland natürlich unmöglich. Zahlungen zu leisten, be­sonders wenn man auk der anderen Seite eingesteben mutz.

die viel wichtigeren Revarativnszahlungen nicbk w'- leiltet werden können. . Würde dieser Fall eintreten. dann könnte man von einer absichtlichen Verschnldung Deutich- iands irltchen. aber die oben geschilderten Tatsachen be­weisen eben, daß Deutschland am älitzersten Rande feiner Leistungsfähigkeit anselanst ist und Ruhe und H i l i e braucht, um seine zerriitte-ten Finanzen in Ordnung »u bringen.

K«hinrttsberatungen über bas Reparationsproblem.

Kr. Berlin, 1. Aug. (Eig. Drahtbericht.) Nachdem die Note an die französische Regierung, die oie Ka- binettsmitglieder in zahlreichen Sitzungen beschastigt hat, endlich abgcschickt worden ist, hat man wieder Zeit, sich dem anderen wichtigen Problem, vor allem dem Reparationsproblem zuzuwendcn. Heute vormittaa Udl Ubr fand in der Reichskanzlei unter