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Srftattung des entsprechenden ifttt-..». «nspruch auf Lieferung bes Blattes oaer

«erlittet Lbteilunz des Wiesbadener Tagblatts: Berlin s

12 Ausgaben.

Fernruf:

- »n „Tagblatthmi," Nr. 665«-53.

8 »MTf* 9 '"* bis « Uhr abends, außer Samtta«, PoltfcheKsirt,: Frankfiirt a. M. Nr. 71 S 5 .

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Dienstag, 1. August 1922.

SW. 61, Blücherstraße 12, Fernsprecher: Amt Moritz platz 15300.

Abend-Ausgabe.

Nr. 363. ^ 70. Jahrgang.

Dkv Todeskamps der Mark. Lloyd Georges Einladung an Poincars.

Unheil gie^t über die todkranke Mark herauf Hat uns der Rathenau-Mord den Dollarstand über fünfhundert gebracht, so hat die letzte Rote Polncar^s, durch die er das deutsche Gesuch um Her- Absetzung der Tlearmg-Zachlungen mit einem- unver- hullten Ultimatum und Drohungen beantwortete, den :~v*“ r ^- ts sechshundertfünfzig emporklettern lafien. Diesmal geht die Markentwertung nicht von den deutschen Börsen, sondern von New York aus.

«m Samstag sank dort nach Bekanntwerden der französischen Note der Markkurs auf 0,15V. Cents. AZlll die amerikanische Finanz Herrn Poincarcl recht augensallig zeigen, wohin seine Ultimatumspolitik 1 1 ® ^?. e , n . mu &> 0, ^ et Seben die Amerikaner Deutschland endgültig verloren? Hierüber herrschen auch in Deutschland recht auseinandergehende Auf­fassungen. Die Folge davon ist, daß an der Berliner -Demfenliorje dis Stimmung nach dem Eintreffen der .cachriüsten vom neuesten New Yorker Marksturz eine recht geteilte und unsichere war. Man kann die Lage zurzeit am best^k als eine völlig nebelhafte bezeich- F^'7FEen sind der Ansicht, daß Deutschland nunmehr endgültig die Wege Deutsch-Österreichs wan- deln muffe und daß es selbst ein teilweises, kurzes Moratorium, wie es von Frankreich allein zu erwar-

rZnt’ t, m< ^ Ehr vor der wirtschaftlichen Kata- ^oph« bewahren könne. Man verweist zur Unter­stützung dieser Auffassung besonders auf die Dar- legungen Danderlips, der gegenüber einem Pressevertreter erklärt hat, im Juni sei es noch mög-

I fnl TlV 1, t, Deutschland durch ein Moratorium zu ^"en- fetzt aber eile es unaufhaltsam dem Zusmymen- -Wirtschaft und damit einer neuen sozialen entgegen Die hosfnungsfreudigen Beur­teiler richten ihre Blicke besonders nach England und erinnern daran, daß man in den Kreisen der Re- paratlonskominisston erkläre, diese würde in ihrer das deutsche Gesuch um Herab- r ^ der Ausgleichszahlungen durch Mehrheitsbe- t t t ? emt fich dis Neichsrecherung

bei h6 i ET \rl '^ v“ n *rv’ e französische Regierung gemen­gt hatte. Aber die Drnae liegen doch viel zu schwieria daI ein Mehrheitsbeschluß der Reparations- kommlfflen den entschlossenen Widerstand Frankreichs gegen eine Revision des Versailler Vertrages iiber- ^-konne. Der Todeskampf der Mark wird also wohl m>ch eine Weile andauern, mindestens solanae

ub-rz-ugt haben wird, daß "/schland,«tch nnt Gewalt nichts herausgepreßt werden kann. Dieser Todeskampf dauert nun schon fast L »?°«r Am 1. Dnemi» 1921 "taS

~, r Dollar nach auf dem ungewöhnlich niedriaen Ä» ™ SW, am 1. 91pril 1922 »a, ,r U nfn *’ a ni 15 ‘ 2um ans 310 Mark gestiegen. Dann mng es rapide „vorwärts". Am 27. Juni war ein

Nunm-br »iw“* solcher von 530 erreicht,

von ^dete der Juli nach mit einem Dollarstande nhH h °' bie Entwicklnnk, so weiter und wie

"usgefuhrt wurde, ist die Wahrscheinlichkeit, daß sie unterbrochen wird, recht gering, so wird ebe mir uns versehen, ein Dollarstand von tausend Mark und D-nffchland, Wirlschafts^cheinblLte Saft ,t »oUfam ersticken. Denn darüber darf man licht im Zweifel sein, daß diesmal der Tod?skampf dtt wird?^ ® l * rt md) bet Rutschen Wirtschaft sein

Der Kursrückgang der ungarischen Krone.

Ä Bndapest. 31. Juli. In der Rationalversamm- brüte Finauzminister Kallai mit dem Kurs- LfNna drr ungarischen Krone besaht. Er kante u. a.. diese rccktseriM keinerlei innere Verhältnisse ge-

,.^»t'-t. und weder der Zustand des Staatshaushalts ,Ä"% ne « Wirtschaftslage oder, bie Lane des irfrHt.fm„ un r t ber Industrie werde hierfür eine annehmbare daß 11«’ 1 r . ,ffcrn ~ Es muffe daher annenommen werden b P T.«7 € J l n e des Knrsriicknanaes der

e r n-^ a r f was wiederum aus die Revarations- losten, Entente »uriickqeführt werde. Das Revarations- J 1 ' wie cs in den Friodensnertränen niederaelent uni.e e ?. »uweae. da st der Kurs der deutschen Mark

die .Eentime lank. Es ist iedocb aanz bestimmt, dast

nirf-t , Etaatsbausbalts und der Volkhwirtlrhait

i nnestrakt auster acbt oelasten werden könnten. Es ist wir vollständig unfähig sind. Wiedernut- «mwunn zu zahlen.

England für Aufnahme Deutschlands in den Völkerbund.

2ln'n\ T V6 B ' L»nd»n. 31. Juli. Im Unterhaus erklärte Eeorac auf eine Anfrage, welche Saltun« die bsiualnh oer Zulassung Deutschlands in den 1!6 einnehme er könne seiner Erklärung vom

Prem^-e. bmzufüsen. Aus den Hinweis, dast der

,ur «-^s'vmister damals von der Zulassung Deutschlands sich AEerhundsvcriammlung gelvrochen habe, die Fraar gtcfa?* den Bolkerbundsrat beliebe, entacanete Llovd ""lae. ..Wir würden Ücker dieks Gesuch befürwort»»."

2«i , bon. 31. Juli. Reuter erfährt, dast Lloyd m emneladen bat. sich Mit ihm am 7. A u g u st

ratuu^"au? dnk Lloyd George schlage vor. die Br- — L? r at, o n s f raue zu beschränken.

«MÄiSj L° S;s, n „Ä

lEig. Drabtbericht.) Die ..Jn- Lond'n n lbren aust-nvolitischen Mitarbeiter nach

tnaru l V “ffi Aussichten für eine französisch-

* r P ! gu NN untersuchen zu lauen. Der newoon/, v1 .Blatte, er habe den Eindruck

^EsNencs sei. zwecklos, die Zulammenkunst der beiden

nniiHiA. r?-' 1 ’-* l! überstürzen. Der Augenblick für eine ^ scheine noch nicht gekommen »u

frnn,?-w^? !? b e " t !*Io!Ten. für seine finanziellen Ovser ^ ^Ä^ndnisse oolitischer und militärischer Art. »c« R h t in. zu fordern. Es scheint aber nicht.

nLTt 8 -tt ^ntliche Meinung Frankreichs die Forde- - Frankreich macht leine Zustimmung zu "„ns- ' " ^ ku r. Deuts ch la nd von zwei abhängig, die ledoch von der öffentlichen "Äands einmütig abgelehnt würden. Frankreich Einsestling einer strengen Finanzkontrolle und Aufrechteibaltuvd. des Rechtes der Sanktionen.

"klärt, dagegen fei im Sinne des fran- r bknerungsstandviinttes notwendig, dast die Der- vundeten so schnell wie möglich über dir Revarationsfrase und über die Orientsrage zu einer Aussvracbe gelangten ^ ^fim. i. Aug. Nach einer Meldung der

Mz^DrMne aus Washington soll keine Aus­sicht auf einen Erfolg der Reaierungsverband- funaen zwischen den Bereinigten^Staaten und Frankreich bestehen, so lause nickt der englische und der französische Premierminister rbre Besegnung gehabt haben und sich be- treffs der Hohe der Gesamte n tick ädiaunaent- schieöen batten, die Deutschland zahlen müsse.

Dev Bericht des Garrrntisansschuffss.

. . T k B ‘ ^«'s, 1. Aug Der Petit BarMen" teilt mit. dast der Garantie aus sch ust bunmebr den ersten Teil emcs Bewchtes oer Revarationskommission übermittelt bat. Er enthält ein bearündetes Exvo!« über die getroffenen Bestimmungen über die Finanzkontrolle und fugt zu den bereits veröffentlichten Dokumenten wenig hinzu. Erst im zweiten Teil werde der Garantieausschust ein Programm vor,chlagen. um mittels Kontrolle die deut­schen «Finanzen zu sanieren, namentlich aber, um n e u e E i n - 1 ü> r a n k unsen der Ausgaben berbeizufiibren. Dieser zweite Teil koniE wool kaum vor Cnve dieser Woche beendet lern. Unter diesen Ledingungen sei es nicht unmöglich, dast bi« Revarationskomniiiuon ein sofortiges Urteil über den ersten Teil des Berichtes fällen werke damit bei der Zu- ammenkunft ,n London eine formelle Ansicht der Revara- tionskommisston Uber die Organisation der Kontrolle vor. neke.

Damit sestt stch der ..Petit Paristen" in Widerspruch mit °bend erklärte, der Garantieaus­schust habe nicht dieAusgabe. einen neuen Plan ° dem .Petit Puristen" spricht sich

s a . s Paris' dahin aus dast tatsächlich der zweite

sa . 1 des Berichtes Mohaahmen enthalte, die von der deut­schen Regierung verlangt worden sollen, damit diele Kontrolle wirkungsvoll werda Auch dieses Blatt glaubt, dast es zwettcl- ?>ast sei. dast die Revarationskommisston vor der Konferenz

Die toi» uii* iif frinäniffif SAittÄisl.

ljfÄ! 4 Ä ÄÄfta'SäÄ SS

a 1 ^ fall daß der Schuldenansoruch Frankreichs an Deutschland ein so geringer ist. dast dadurch die Schuldvervslichtung Frankreichs an seine Alliierten stir Frankreich kaum tragbar werde. So stelle es sich beim Per- aleich eines wahres heraus, oast Frankreich 97 Millionen Eoldmark zur Abtragung seiner Schulden an die Alliierten mehr bezahlen muue. als es von Deutschland erhalte Rach dem an gezogenen Vergleich sollen diese 97 Millionen Fehb betrag folgendermaste» zuitano^ kommen: Frankreich schulde an die Vereinigten Sta«te n unfc ff „ „ „ *

HÄ7^^&n en fr^ Ii)ma f rI ' deren Äblkistung es jäh" Doldmark zablen müsse, wäbrend von ^^"if'^^s^rlich iiur 1580 Millionen Goldmark erbalte ^.V.A"trrschied zwischen diesen beiden Summen sind die 9?' mblen müsse.'E angeblich aus eigener Tasche be-

Jeder. der nur einigermaßen mit der Finanztechnik ver­traut ist. must den ausgestellten Vergleich als stark hinkend bezeichnen, denn er last folgende Punkt- unerwähnt' ^

1. Einen Vergleich der G e s a m t s ch u l d e n h ö h e der beiden Staaten, denn es wird zwar von den Sck Milli- arden Gold mark die Frankreich seinen Alliierten im ganzen schuldet gewrochen aber nicht von den 1 3 2 M i l l V arden Eoldmark, die die G'samthöbe h« S, * 1!^ Revarationsvervslichiungen darstellen. öer deutschen

r-A k D" Vergleich srricht nicht davon, dast die mfirfirf,* ^^d'Nverusl.chtung Deutschlands die in dem Vergleich mif U60 Millionen eingeieut ist nach bern^ B „X'* £ st an dlg wa ch st. wahrend die Schuldenabtragung Frank reicks an seine Alliierten schon deshalb, weil die G°!omfiAns!i .rrankre.chs um 202 Milliarde,, geciager ist ab, die Deuttch^ lands. m Zukunft abnebme-l un>i r I,f0 '

k-vor Deutichland mit seinen ReporatioasleistWen ,u Ende ist. gänzlich a u f h o r e n wird ‘ " * u ttnöe

3- Läßt der Vergleich unberückstbtigt. dast während Frankreich den größten Teil seiner Schulden an Enafond Amerika aus den deutschen Reoarationsgeldern ab Listen kann alio nicht nur bezahlen must, sondern auch hnnbtV uJ 1 kommt. Deutschland keine Mark bezahlt bekommt «rn nur zahlen muß und zwar nicht allein an Frankreich sondern auch an dessen Älliierte. i^rn diesem und dem nächsten Jabr»

»« aanzen 3 Milliarden Goldmarl.) '* U)Ie

® fe Überreichung der deutschen Note über die Ausgleichszahlungen.

fahr?/' ^ ^Eig. Drahtbericht.) Wie wir er-

gsn an Fran.treVf) Ausgleichs, aülun-

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dast darin d5 )fnmL U rl r t den Inhalt der Note »u berichten, zahlungrn von dem ^omvlrr | r€nnu ^ der Ausgleichs tont wird und daß " er Reparationszahlungen be-

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Dollars hinscr^Än ben ausenblGlichen Stand des

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Die englische Antwort.

S" nnrn?'d-rn B l Äff'

sabreii ühemeick^^.-bi« Barzablungen im Ausgleichsver- niyren. uoerreicm. Zn der Note heißt es' Die enaiiich- Rcaklung beabsichtigt, die in der deutschen Rote o,,^ worfene Frage bald, mit den anderen beteiligten Machten zu erörtern. Zu gea eben er Zeit deutschen Regi^ng eine Antwort erteilt werden “

eine belgisch - franzöfische Meinungsperschiebenheit.

«on L 3tua - Petit Journal" spricht

™ 11 n . u nssverjcbtedenbeit zwischen der b^lgilchkn und btt frßnflöiifcbcn

faT" *n \f = r bf Ir Ministerpräsidenten Poiir-

LWii bZr Serabsetiung der Ausgleichszablun-

U 1 !::-? ^ kategorische Zurückweisung Poincar^s habe bei der ü'fbt befriedigt, «eil sie Über den Ji halt der Note nicht befragt worden sei. Die belgische Regierung vertrete den Standvnnkt. dast. da die Ausgleichz- ^luvgen der Gegenstand eines Abkommens zwischen

Zabl/ioeai^ahüa >ebige Angelegenheit des

l'lwubes..Nicht mebr von ledrr Regierung einzeln

der^Änfi^,? 1 ^ 1 «. 8 ^ Kurten. Die belgische Regierung s«i auch Zablunaen^' in ^rankreul, die Fortsetzung diestr

^m Augenblick, verlange, in dem nch di/- re,? b J 5 vollem Finanzdebacle befind«, h r u ch ? V 3)ie afc fcpUM J ^^"llchen Priorität Ab-

ounkt dost die Regierung vertrete den Stand-

densnerttap-ä ^„.^!L^°^okonimlsiion auf Grund des Frie- Deittschlaiids^ h/hg/^g^^oothek auf all« Einnabmeauellen lunson vor infolgedessen die Revoratlonszah-

mlltzieu a„ rra r' M a 'ede.r anderen Schuld erfolgen rai!enaknpZ^i!i°H^ Falle aber konnten aunerbalb der Rava. wnn L 011 lene Zahlilnaei, nicht aenebmiat werden.

Abstcht Vriori lots reckt nickt aufgeben wolle. Die

Readerunia f-ei nunmebr. die Fraae der mMEf»ablungen vor die Re v a ra t i o n s k o m - Art m k , !, I m8tn "N'd. von ihr zu verlangen, dast sts eine MENvruchakgendieNoe erhebe, die Ministervräü- oent Poincorü an dt« deutsche Realerun» aericktet stach