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Samstag, 15. Juli 1922.

Vor einem neuen Moratorium?

Die in diesen Tagen stattfivdenden Verhandlungen der deutschen Kriegslastenkonrmiffion mit den Ver­tretern der Reparationskommission in Paris scheinen zu dem von Deutschland erstrebten Erfolg zu führen. Die ungeheuerlichen Ereignisse der letzten Wochen, die eine noch nie beobachtete Entwertung der deutschen Mark nach sich gezogen haben, haben Verhältnisse ge­schaffen, die auch dem unerbittlichsten Gläubiger ein Bild von der wirtschaftlichen Schwäche und dem Zah- lungsunvermögen Deutschlands geben müssen. Mit der Erreichung eines neuen Ätoratoriums ist nun selbstverständlich keinerlei Abschluß der gegenwärtigen Reparationspolitik erzielt. Wir müssen im Gegenteil auf das nachdrücklichste uns nach wie vor darum be­mühen, Wege auf wirtschafts- und finanzpolitischem Gebiete eivzuschlagen, die eine Stärkung unserer volks­wirtschaftlichen Leistungsfähigkeit und, eine Verstär­kung der steuerkichen Abgabemöglichkeit der Wirtschaft gegenüber dem Staat ermöglichen.

Es scheint uns selbstverständlich zu sein, daß wir als eine der ersten Voraussetzungen dauernder Ge­sundung der deutschen Wirtschaft und damit der euro­päischen Wirtschaftsverhältnisse die Herbeiführung einer ausreichenden internationalen Anleihe zu erstreben haben. Wir muffen dabei gleichzeitig der weltwirtschaftlichen Erkenntnis die Wege zu ebnen versuchen, dah ein tieferer innerer Zusammenhang zwischen der Zablurrgsunfähigkeit Deutschlands gegen­über den ihm auferlegten papiernen Zahlungsverpflich­tungen und der Zahlungsunfähigkeit Frankreichs gegenüber den in angelsächsischen Händen befindlichen Schuldtiteln besteht. Da wir vor der Unmöglichkeit stehen, hier von uns aus durch eigene Kraft die Dinge aus sich selbst heraus einer Lösung entgegenführen zu können, ist die- weltwirtschaftliche Eesamtlösung des Problems untrennbar verbunden mit dem angelsächsi­schen Zahlungsnachlatz gegenüber Frankreich.

Dieser internationale finanzwirtschaftliche Zu­sammenhang mit unseren grimmigsten täglichen Sor­gen mutz für uns von ausschlaggebender Bedeutung se'n, wenn wir im Geiste einer aufrichtigen Er­füllungspolitik den Staat jetzt auch über feine schweren inneren politischen und wirtschaflichen Erfchüttterun- gen hinwegbringen wollen. Sieht man, daß im Zu­sammenhang mit der nächsten Zukunft der Repara­tionsfragen das Anleiheproblem die ausschlaggebende Rolle spielen wird, so mutz die innere Konsolidierung unseres Stoatswefens auf einer Basis herbeigeföhrt werden, die die notwendigen Garantien fiir eine solche Anleiheoktion bietet. Es ist zu fragen, ob diese Garantie vorhanden ist, wenn etwa eine erhebliche Stärkung des sozialistischen Flügels in der Regierung erfolgt und wenn damit gleichzeitig der Druck der frei- gewerkschaftlichen Organisation sich mit voller Totali­tät auf alle wirtschafts-, finanz- und sozialpolitischen Handlungen einer solchen Regierung auswirkt. Im Interesse des Staates und der Wirtschaft scheint uns eine derartige Entwicklung in der jetzigen Situation völlig untragbar. Gerade wenn wir beobachten, daß die jetzige nutzen- und innenpolitische Krise untrennbar mit dem Mord an Rathenau verbunden ist, sollten wir bei Beobachtung der vor uns aufgerollten Probleme dis zahlreichen Mahnungen und Wegweisungen Rathenaus für Deutschlands politische Zukunft nicht autzer acht lassen. Kaum ein volitischer Schriftsteller hat sich mit der gleichen Stärke wie Rathenau dagegen gewandt, datz die sozialistischen Parteien und die sozia­listischer Gewerkschaften ihre parteiegoistischen Ziele in Stunden politischer Gefahren und politischer Nöte den Staatsnotwendigkeiten voranstellen. Niemand hat mit so unerbittlicher Schärfe wie Rathenau die Kampfesmethode verurteilt, die sich in allen möglichen persönlichen Verdächtigungen politisch Andersdenkender austobt und die er unter dem Stichwort: „Die Revo­lution der Ranküne" mehrfach in feinen Schriften als die größte Schmach, die die Gegenwart auf sich laden rönne, abgelehnt hat.

Zm Zusammenhang mit den wesentlichen, d. h. den außenpolitischen Problemen des Augenblicks bedeutet alles dies eine ernste Mahnung für die Mehrheits­sozialdemokratie, in so ernster Stunde darauf zu ver­zichten, das Parteizie! über die Staatsnotwendigkeit zu stellen. Die deutsche Wirtschaft braucht Ruhe, braucht Sicherheit ihrer Entwicklungsmöglichkeiten, braucht Sicherheit für die Wiedererwerbung internatio- nalenBertrauens, brvuchtSicherbeit für den so notwendi- internationalen Kredit. Aber alle diese Sicherheiten lasten sich nicht schaffen, wenn beute unter demDruck der GeweMchasten die Unabhängige Sozialdemokratie in die Regierung gebracht wird. "Eine solche sich auf die breiten Massen stützende Regierung, die von vielen -Utopisten so bereitwillig empfohlen wird, kann gnr

Abend-Ausgabe.

nicht dem Staat um seiner selbst willen dienen, da sie dauernd unter dem ungeheuren Druck ihrer gewerk­schaftlichen und parteipolitischen Zielsetzungen steht irnd nur regieren kann, solange sie sich darum bemüht, zum wenigsten Teile dieser Zielsetzungen in der prak­tischen Gesetzgebung zu verwirklichen. Wer heute den Staatsnotwendigkeiten wahrhaft dienen will, wird feine Hand zu einer solchen Zerstörungsperiode am deutschen Staats- und Wirtschaftskörper nicht bieten können!

Eine Denkschrift Bradburys.

v. Amsterdam. 15. Juli. (Eig. Drahtkerickt.) Sir John B r a d b u r y. der britische Vertreter in der Rcvarattonskom- miinon. üt beute von Doris nach London zurncknekeort und unterbreitete dem Finanzkvmitee des britischen Kabinetts ein Memorandum über die R e v c> r a t i onen sowie die deutschen Zölle und die Finanzen. Die britische Regierung ist jetzt in der Lage, diese Fragen eingebend zu prüfen und Vorschläge auszuarbnten die ore Unterlagen für die Besprechungen mit Poincacö und anderen Vertretern alliierter Staaten auf der Zusammenkunft bilden soll, die wahrscheinlich Ende ds. Mrs. >n London sttttiinden wird.

Der Besuch Poincar«ss in London.

Hm. London. 14. Juli Laut ..Times" erwarte man in gutunterrichtetcn Kreisen den Besuch Poincarös zu dem vor­läufig festgesetzten Datum. Ende Juli oder anfangs August. Gleich nach seiner Ankunft weroe er notwendigerweise dre ganze Frage der Reparationen erörtern. Aber damit sei unvermeidlich die Frage- der interallierten Schulden verknüvit. und man hiffe. das? diese ganzen Fragen, mit Ausnahme der der britischen Schulden an Amerika, behandelt und zufriedenstellend geregelt werden würden.

Die Zulirate bezahlt.

Br. Berlin. 15. Juli. (Eig. Drabtbericht.) Wie die ..Deutsche-Allgemeine Zeitung" hört. ist der Darbetrag für die Reparationsleistungen für Juli in Höbe .von 32 1 07 379 Goldmark an die RevarattonskommtNion a b g e f r b r t worden.

Iouhaux über die Sanierung der deutschen Finanzen.

IV. T.-B. Paris, 15. Juli. Der französische Sozialisten- führer I o u b a u r schreibt zu der Zusammenschluhbewegung der internationalen sozia'listiichen Parteien zur Unter­stützung der deutschen Demokratie: Der finan­

zielle Zusammenbruch stöllt ein neues Problem dar. das eng mit demjenigen der Aufrechterhaltung der Demokratie ver­knüpft ist. Der Sturz der Mark und die Teuerung, die notwendigerweise daraus bervorgehen wird, können für die Arbeiter Hungersnot und mit ibr Verzweiflung im Gefolge haben. I o u h a u x verlangt deshalb einen einmütigen Druck der Arbeiterschaft, der die Re­gierung nötigen soll, bei der Sanierung der deutschen Finanzen müznwirken. Das deutsche Proletariat unter­stützen — sagte -r weiter — beip.t aber nicht zugeben, dah die Regierungen- durch gefährliche politische Matznabmen. die übrigens auch unwirksam sein würden, die Propaganda der Platzhalter des alten Regimes verstärken.

Die französischen Schulden bei Amerika.

:D. Washington. 15. Tnli. (Eig. Drabtbericht.) Die Ber- handlnngen. die der französische Vertreter des Finanzministe­riums Parmentier mit der amerikanischen Regierung über die Frage der französischen Schulden an Amerika stibrkc. sind vorläufig uoer inoftiziöse Besprechungen nickst hinausge- kommen. Die Frage der Nichtzahlung dieser Schulden ist bis jetzt noch nicht angeschnitten worden. Das amerikanische Schatzamt bat den französischen Delegierten aufgefordert. einen Bericht über das französische. Budget der letzten Jahre etnzureichen. ebenso die Statistik über die französische Pro­duktion. Handel. Export und Jimwrt. Die Statistiken liegen in den Bereinigten Staaten ziemlich unvollständig vor. Es ist nicht ausgeschlossen, daß noch weitere Präzistonen von der amerikanischen Regierung verlangt werden. Wenn der fran­zösische Vertreter seinen Bericht ausgearbeitet haben wird, wird die amerikanische Regierung die Kommission einberufeu. vor welcher der französische Delegierte die notwendige Auf­klärung Zerteilen wird.

Journalisten gegenüber bat Parmentier erklärt, dah die Abstcht Frankreichs, seine Schulden zu bezahlen. außer Zweifel siebe dah Frankreich in besag auf die Reparationen bisher kaum soviel Geld erkalten Hab.', als es ausgegeben Hab«, int die Beiatzungskosten in den Rbeinlandcn zu decken.

Ein Attrnlatsversuch aus MMsra rL.

W. T.-B. Paris. 14. Juli. Um 11K Uhr heute vor­mittag. bei Schluh der Parade, sab eine Perion an der Ecke der Tbamvs Elysöes und der Avenue Marigny aus der Menge heraus drei Revolverschüsse auf den Polt- zeivräfekten ab. der dem Wagen Millerands vorausfuhr. Die Menge stürzte sich auf den Angreifer. der übel zugerickstet wurde. Dann eilte ste auf den Wagen des Präsidenten der Republik zu und . rief: ..Fahren Sie nicht weiter! Man hat soeben geschossen!" Millerand, der in­folge des Rollens der Wagenräder nichts von dem Attentat gehört batte, gab den Befehl, weiter zu fahren. Rachdem er im Elysöe angekommen war. beglückwünschte Millerand herzlich den Pol-zeiviciiekten.

Der Angreifer Gustave Bouvet. genannt Juvenis ist 20 Jahre alt. Zeichner in einer Automobilfabrik und gehört der kommunistischen Partei an. Er ist schon zweimal vorbestraft und erklärte, geschossen zu haben, um die Aufmerksamkeit aus die L a g e des Proletariats zu lenken

Rack einer Savasmeldung wurde nur eine Dame» die sich in der Näbe des Attentäters befand, durch das Feuer aus dem. Revolver leicht angesengt, sonst aber niemand ver­letzt. Der Wagen des Polizeivräfekten war der erste im Zuge. Der Attentäter Bouvet benahm sich kehr ruhig Er ist 1838 in Angers geboren und war im vorigen Jahre in e'ner Broschürenangelegenbeit verhaftet worden: aber es wurde nichts Belastendes gegen ibn oorgefund-en. In seiner gegenwärtigen Hotelwobnuns führte er er« regel- mähiaes Leben und empfing weder Bost noch Besuche.

Nr. 325. ❖ 70. Jahrgang.

Misiet feint»«»erimeiWWAiilme.

Br. Berlin, 15. Juli. (Eig. Drabtbericht») Die Ver­handlungen über die Regierurrgserweiternng strtd un Lame des gestrigen Tages nicht vorwärts gekommen. »>e weiden erst denn in ein akutes Stadium etntieten. wenn der Reichspräsident in Berlin eingetroften ist. . Man nimmt in parlamentarischen Kreisen an. datz der.Pendent nach dem Vortrag des Reichskanzlers auch noch die Partei­führer hören wird, ehe Beschlüsse geiaht, werden. Noch immer besteh: der Plan der Berufung eines den Un­abhängigen und eines der Volksvartei nrhe- stobenden Ministers, wenn auch der Plan von .selten der Polksvartei keine irgendwie geartete Förderung, rm Gegen­teil ziemlich eindeutige Ablehnung gefunden bat.. Die ge- nane Festlegung eines Avbeitsvlanes für den Reichstag in der heutigen Sitzung des A lt estenaus > ros lies, wobei der Togungsschluh für Dienstag vorgesehen ist. Iaht daraul schliehen. dah die Parteifübrek mit einer ungehemmten Verabschiedung der in Beratung benndlrchen Ge- setze rechnen. Hieraus jedoch Schlüsse auf erne .eben w rasche und glatte Erledigung der schwebeuden Regierungs­bildung zu ziehen, wäre hallÄ zumal der „Vorwärts beute abend neuerdings seinen Standpunkt damn prazmert. datz für die Sozialdemokratie eine Koalitionsvolitik..gegen die Unabbängigen nicht mehr möglich sei. Die bürgerlichen Koalitionsparteicn sieben nach wie vor einer elmertigen Regieningsumkildung negativ gegenüber.. Die Entscheidung wird wahrscheinlich im Laufe des heutigen Tages fallen, wenn auch Überraschungen nicht ausgeschlossen sind.

Eine Arbeitsgemeinschaft der sozialistischen Fraktionen.

Br. Berlin. 15. Juli. (Eig. Drabtbericht.) Die Sorüll- demokratische Reichstagsfraktion und die Fraktion der An- abbängigen im Reichstag haben gestern abend -nach einer Borbefprechnng der beiderseitigen Fraktronsvorckande. m getrennter Sitzung den übereWstimmenden Beickluh . geiaht, sich zu einer A r b e i ts g e m e i n s cb a f t der sMalistischen Fraktionen »irsammenzuschliehen. Dieser Beschluh. ward offiziell im Laufe des heutigen Samstags der Remerung und den andern Reichstaasvarteien bekannt gegeben werden. Diese Tatsache wird als ein Ereignis.von groher politischer Tragweite angesehen. Uber die Aus­führung des Beschlusses werden laut ..Vorwärts dre beiden Froktionsvorstände im Laufe des heutigen Tages stch ins Benehmen setzen Der Zweck der Arbeitsyemeinswaft sei. das Maximum an möglichster E,n i gic 1 1 stt ver­wirklichen. Die Selbständigkeit der Fraktionen und de« hinter ihnen stehenden Organisationen bestände dabe, now weiter fort: alle Wahrscheinlichkeit spreche redoch für die Annahme, dah mit der Arbeitsgemeinschaft der Weg zur dauernden Einigung betreten werde. Die Ar­beitsgemeinschaft dürfte immer mehr bet den schrvebenden politischen Entscheidungen als eine Einheitlichkeit im Handeln und im Verhandeln in Erscheinung treten.

Amerikanische Studenten beim Reichskanzler.

Br Berlin. 15. Juli. (Eig. Drabtbericht.) Beim Reichskanzler fand ein Empfang von 50 amerikanpchen Studenten statt Bei dieser Gelegenheit behandelte Dr. Wirtb in einer Ansprache das Reparativ ns Problem und führte aus dah erfteulicherweise rn England und Amerika immer mehr die Erkenntnis wamse, dah dretes Problem ein Msltvroblem fei. Diese Erkenntnis klopf« auch schon an die Pforten Frankreichs. Zum Schluß sagte der Kanzler: Auch ein besiegtes Volk bat Anspruch aus Gerechtigkeit. Man kann von eurem Volk nicht mehr verlangen, als in seinen Kräften steht

Neue Tenerungsrrerhandlnngen mit den Beamten.

■ Br. Berlin. 15. Juli. (Eig. DrahtSericht.) Das Reichs­finanzministerium hat Ende vergangener Woche da­von den Svitzenorganifaiionen der Beamten. Staatsarbeitec und Staatsangestellten verlangte sofortige Einleitung «tu Teuerungsverhandlungen algelohnt. Die Folge davon war dah die Svitzenverbände die Verhandlungen uSer dre Rege­lung der Dienstdauervorschriften unterbrachen. Jetzt..Kat K4 das Rsichsrinamministerium bereit erklärt, rn der nächsten Woche in Teuer» n gs verbandlunge en einzu- treton. Der Finanzminifter bat auch eine Ertlärung abge­geben. dah die in den letzten 14 Tagen eingetretene auher- vrdentliche Teuerung die Lage schwierig gestaltet habe

Der Atanteltarif im Bergbau angenommen.

W. T-B. Bochum. 15. Juli. Die Vereinbarung über den Mauteltarif wurde in der gestrigen Versammlung der Delegierten des Verbandes der Bergarbeiter Deutschlands mit allen gegen 15 Stimmen angenommen.

Eine Erklärung des Reichslandbundes zur Getreide» Umlage. .

Br. Berlin. 15. Juli. (Eig. Drabtbericht.) Der Reichs­landbund erläßt zur Getreideumlage eine Erklärung, in der es heibt: Auf die Unmöglichkeit der Durch­

führung der Getreideumlage ist vom Retchslandbund rn der Ofientlichkcit. insbesondere in den Parlamenten sowie in Ein­gaben an die Regierung, io häufig Kingswl.esen worden, datz wir hier auf Wrederkolu ig verzichten können. Wir be­schränken uns darauf festzustellen, dah nach unserer Über­zeugung die Durchfübrnng des Umlagegesetzes von !m.wer- wiegenden Folgen begleitet sein mrrd. tiolgen. für die nickt die Landwirtschaft, sonoern allein dir Regierung verantwortlich gemacht werden muh.

Die Berfolgung der Mörder Rathenaus.

W. T.-B. Berlin, 15. Juli. Wie die Blätter aus Braunsckweig melden, wurden bei dem Bahnhof Lutter rwe» verdächtige Männer festgenommen. Sie bestreiten zwar irgend welche Beteiligung an dem Morde an Ratbenau. Die Verhafteten wurden in das Amtsgerichtsgefansnis m Königslutter gebracht. , ^ . .,. .

Br. Berlin. 15. Juli. (Eis. Drabtbericht.) Auf der Suche nach Rathenaus Mördern wurde gestern von Land­jägern eine Spur gefunden die nach der Gegend,von P e - n e iübri. Dort streben Verfolser anf zwei Männer, auf die die Beschreibung der Kleidung der Tater vatzte. Als die Leute au gerufen wurden, flüchteten ne und gaben einige Schüsse aut ihre Verfolger ab. Dre Landlager er­widerten das Feuer und verwund e t e n_e rnen der

Flüchtigen, denen es jedoch gelang. W