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Samstag, 1. 2u!i 1922.

Abend-Ausgabe.

Die geistige Sicherung.

Gesetze und Verbot« sind nur ein Notbehelf. Sre können über einen Kriegszustar^ hinweghelsensi sie können für eine Zeit besonderer Gefahr Damme bilden sie können unmöglich di« Ursachen emes Übels an der Wurzel erfassen. Das Gesetz zur Sicherung der Re­publik kann die Verfassung von den Attacken aufge­putschter Jünglinge und verantwortungsloser Er­wachsener für eine Weil« sickfern, aber niemand soll glauben, datz damit schon Endgültiges und Wesent­liches geleistet sei. Wesentlich ist. datz toMfent* ti die (Seift sich in einer Weise entwickelt, die Ge­währ dafür bietet, datz die Verfassung nicht durch Obrigkeitswillen, sondern durch den Willen der Be­völkerung selbst geschützt sei. Wesentlich ist dag das Volk dessen staatlichen Rahmen diese Dersassung ab­gibt.' an sie glauben lernt und Angriffe gegen sie schon dadurch unmöglich werden.

Die Republik hat bisher nichts getan, was die­sem Ziele entgegenführen konnte. Sie hat Nicht die mindeste Propaganda entfaltet, weder Propaganda des Gemütes noch Propaganda des Verstandes und sie hat einer gegenteiligen Propaganda in fast selbst­mörderischer Nachsicht freien Laus gelassen Den hundert Feiern und Festen, den endlosen Auszügen. Paraden und Agitationen, die von ihren Gegnern ver­anstaltet worden sind, mit besonderer Gemütsnnrrung namentlich auf die Frauen und die Jugendlichen, hat sie bis zum heutigen Tage nichts Eigenes entgegen- öestellt Es sind keine Mahnahmen ergriffen worden, den republikanischen Gedanken mit jenen einfachen Mitteln in die Menge ;u tragen, die die Parteien aus der Rechten so wohl auszunutzen ver­standen: mit jenen Mitteln der grohen Feierlichkeit, der Entfaltung von Gepränge, kurzum dessen, was schon die Staatskunst der alten Römer alscircens^s der Bevölkerung bieten zu müssen sich bewußt war. Und noch in weit bedeutungsvollerer Hinsicht hat die Republik bisher sich neutral verhalten. Sre hat es geduldet, datz ihr' Beamtenschaft, in ihren Ämtern fitzen und mit ihr, n Geld« besoldet, Propaganda gegen sie selbst betrieb. Bei Erwachsenen und vor allem bei der Jugend!

Die Jugend ist di« Staatsbürgerschaft des kom­menden Jahrhunderts. Es ist unmöglich, eine D er­fass ung durchzuführen, wenn der größte Teil der Jugend dazu erzogen wird, sie zu mißachte n. Und das ist geschehen, ist planmäßig geschehen, und man hat es ahnen Widerspruch geschehen lassen. Wer «st Herr Techow der das Mordautomobil steuerte? Ein lunger Mann'von 21 Jahren, der mit 19 Jahren in die Mordorganisation eingetreten ist. ein unreifer Mensch also, urteilsunfähia in all den schwerwiegenden Fra­gen des Staatswohles. Unter dem Einfluh von Uni- versttätslehrern konnte er zu der Annahme kommen, datz er berufen sei, das Rad der Weltgeschichte zu regieren. Mitbeteiligt ist sein jüngerer Bruder, 16 Jahre alt, Gymnasiast. Auch der Gymnasiast ge­langte zu der größenwahnsinnigen Meinung, ihm sei die Zukunft Deutschlands anvertraut. Man sieht, wo­hin diese Verhetzung gerade der Jugend führt; und wenn sie selbst nicht zu ausgesprochenen Mordtaten führte, so würde sie doch immer ein Geschlecht erziehen, das von der ausgesprochensten Feindschaft gegen den Staat beseelt ist, dem sie künftighin dienen soll Keine Regierung und kein Staat, die es wert sind, den Namen zu tragen, dürfen solche Entwicklun­gen untätig zulassen. Sie dürfen es nicht zulassen, datz der Keim der Klaffenfeindschaft giftig schon in die bildsamen Gemüter der jüngsten Jugend gelegt wird. Sie dürfen es nicht zulassen, datz eine Jugend nur mit dem einzigen Gedanken aufwächst, die bestehende Ordnung zu zertrümmern Sie dürfen es nicht zulassen, datz eine Menschheit herauftoachst die vomGesetz nichts arideres erfährt, als datz es das Gesetz von Schiebern unb Verbrechern sei. Sie dürfen es nicht zulassen, datz mit ihren eigenen Mitteln das Evangelium der Zerstörung gepredigt wird.

Die Erziehung der Jugend nn Geiste des neuen Staates und ihre Entziehung aus den Fangen einer Pädagogik, die gerade das Gegenteil dessen er­strebt, ist di« überhaupt wichtigste Auf 9."Ae *>?* nächsten Zeit. Sie mutz mit Energie und Einsicht rn die Wege geleitet werden. Mir begrüßen es, datz die Einigung über die Getreideumlage uns über die Ge­fahr einer Reichstagsauflösung hinweggebracht hat und datz di« Geister nicht von dem Kampfe der Wahlen abgelenkt sein werden von den Not­wendigkeiten, denen vor allem Rechnung zu tragen ist. Diese Notwendigkeiten liegen weniger auf politischem als auf pädagogischem, weniger auf organisatorischem als auf geistigem Gebiet. Die Republik sichert sich geistig oder sichert sich überhaupt nicht.

Das Gesetz zum Schutze der Republik.

Br. Berlin. 1. Juli (E!g. Drabtbericht.) Das Gele« rum Schutze der Republik wird wie verlautet, nachdem lick

die Mebr, ahl der. e, vzel 't ratl, cke n M i n > N - r- Präsidenten dafür ausgesprochen bat am Diens- lag im Reichstag ein gebracht werden. Das Gese« fit bekanntlich dazu bestimmt, einen wesentlichen -reit der Verordnungen des Reibsoräsidenten.in d a u " n d e Gle d e s s o r m zu gietzcn. Augeroem wird es eine belandere Verpflichtung der Beamten zu revublikanllch- treucr Pflichterfüllung" und ein belonderes D'izivlniarver- fafaen bei Dcrstotzen gearn buic Pflicht entfalten. Mit dem Gelen zum Schutze der Republik wird die Änmestte ergeben.

Der vrcutzllcke Landtag beginnt mchmittags 1 Ufa im Derkasiungsausschuh mit der Berit ung einer e n t l v r e A e n - den vreutzllcben Amnestie und van Beamtengeietzen.

Die Mitglieder des Staatsgerichtshofrs % W.T.-B. Berlin. 1. Juli. Der Reicksoräsident bat »u Mitgliedern des S t aa t s ge r, ch t sb o? e s »um

...irglieoern oes euumuiun Schutze der Republik ernannt: den Senats»rasidenten faim Reilbsgeiickt Dr. Sagen- als Beendenden wurtten^ berpifchen Gesandten m Berlin Hilden brand. den Rcich-ctagsabgeardneten und Verbandsvorsitzenden Jacke! (BerNn-Gr ünon). den Schriftleiter Er feien - Wer lln). den Reichskanzler a. D. F e h r e n b a ck sowie d,e Reichs gericktsräte Ddbn und Dr. Vau mg a r t e n.. . Als st«u- uertr, ter wurden ernannt: der Senatsorastdent beim

Reichsgericht Dr. Sckmidt. der Reichstaasabgeordnele Reichsminister a. D. Wi/fel. Verba ndsvorsihender Brandes (Stuttgart). Schriftleiter Joos lM.-Gladfach) lowie Re'chsgerichtsrat Zeiler. Ferner sind als stellver- trchinde Mitglieder in Aussicht genommen: Unrixrsitats- orrfessor van Volker. Reichsgericktsrat N'ebner, von beiden ging jedoch ein« Änderung. ob sie das Amt über­nehmen. noch nickt ein.

Graf Lerchenfeld beim Reichspräsidenten.

w T-B Berlin. 1. Juli. Der Reichsvräsident bat den Graten Lerckenfeld emvfangen und mit ihm erne Unter­redung über die ickwebenden volitlicken Fragen gehabt.

Demonstrationsvorbereitungen für Dienstag.

Br. Berlin. 1. Juli. 'Eie Drabtberickt.) Der A N ge­meine Deutsche Gewer kscka Ult iund. die Afa und die drei sozialistischen Parteien neroinntlickeii einen Auf­ruf. in dem die Arbeite!. Angestellten Äsb Vcamten aufge- ferdert werden, am D i e n s t a g. den 4. Juli, «'-der die Ar­beit am Nachmittag ruben zu lasten und geschlosien auf Strotzen und Plätzen für die vo i oen Gewerkschaften und den volitstäien Arbeiterparteien gestellten gemeinsamen Ford.- tiliigen. sUr ein E e s e tz , u m Schutz e der d e u t S ch e «

Revublik und für politische A m n e st > e SU demonstrieren. Die Arbeit-,ruhe solle überall mit dem Schlutz der Vormittagsickickl. lvätestens um 1 übr eintreten. Die Stillegung des Ltr.-tzenbafab triebes soll auf di« Zeit .zgn 15 Übr. die der Eüenbahn auf die Zeit von 3--3H Uor defchränkt werden. Wie es in dem Aufruf beltzt feien die Gewerkschaften und die oolitifchen Arbeiterparteien ,ent- schlosten. bei der Durchdrück,,i,g ihrer A'-rfarungen vor keinem Widerstand zuruckzuwelchcn. Dn Kommunilten geoen in einer Kundgebung über diesen Aufriss noch binaus. Ja dieser Kundgebung beitzt es: Demonstrationen genügen i.icht Die Stunde gebietet. Proletarier! raus auf die Si"nbe! '

U. S. P-Anträge im ba,rrifchen Landtag.

zL..T,B. München. 30. Juni., Im.bayerischen Lastdfas bat die Fraktion der Unabhängigen einen Antrag einge- faackt der verlangt 1. datz ein R « i ck s g e f e tz erwirkt

werde' nach dem die männlichen Mitglieder der echeinaligen herrschenden F ii r st e n f a m i l i e n, aus D.e u 11 * l and au sge wiesen werden. 2. datz 'amtliche männlichen Mit- alieder der ebnnals köaiglicken Linie des H<rufes Wittels- fack, sofort aus Bauern aus ge wiesen werden und. sofern sie wieder auf bäuerischem Boden ertappt wur­den ' mit Gefängnis von 8 Monaten bis zu 5 ^.ab^n bestraft werden sollen. 8. datz die Untersuchung über die Ermordung r.' arf.ni>nTtmpt«n der 1t S. P. D. dem Staatsanwalt ent- z'gen und einem zuverlästigen. republikanisch gesinnten aubercrdentlichen Kommissar übertragen werde.

Weitere Erhöhung der Kohlenpreise.

W p-B Berlin. 1 Juli. Die Organe der Koblen- Wirtschaft batten sich wieder mit der Koblenvreissrage.ru beschäftigen, da die fortschreitende Geldentwertung und die ,m Gefolge davon steigende» Lohne und Gehälter owie Materiallosten eine Beibehaltung der bisherigen Presse istchb zulictzcn. Es wurde in seo s e st r !.g e n S! tz UN g ms- lelondere von Arbeitnebmerfeite »usgefuhrt. ,dgh die fort­schreitende Teuerung und die hoben Lohnsätze in den übrigen Kew»rben insbesondere im Baubandwerk, es notig erscheinen losten statt der vor einigen Wochen i» Aussicht genommenen und durch die Teuerung überholten Lobnsteigerungen von oc Mnrk oro Mann und Schick: eine solche von rund Nb Mark - «intreten zu lasten Um einen Rückgang der

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rung IN 'Nerbandliiiigi'ii iw'fchcn den beteiligten

^llen^ es gelungen auf "i- Berabauunternebmer dabin Stefan war es ge. I,ere,ie der Verbraucher von der

..»ch chrer Ansicht bereNiiglen Preiservobung von 8 .Prozent «-bNktzen Der Preis stir die Rubrrettforderkoble erhobt sich in faeier Welle um netto 200 Mark und eiufchlietzlich der «teuern und des Sändlerauischlages.um brutto rund 3ckt -Mark von 807 öä auf 1 fa'i - Mark die Tonne. Der Preis R rbeimiche Braunkoblenbrikeits steigert stck aus dem oben c ngrfübrtcn Grund ebenfalls von fab um 180 Mart auf 7.rb Mark die Tonne. Für das mitteldeutsche und das. ostelbiscke Dravnkvblenrevier konnte die genannte Preiserhöhung noch nickt festgelegt werden da fa-Lofa°erhafaungen im R-icks- oroeitsministerium noch lickt abgllchlosten sind. D' 8 Ver­sammlung genebMlgte einstimmig alle Anträge auf die Prers- erböbung vom 1. Ju.i ad. Pon Regierungsieite wurde ein Widerst»ruck nickt erdoben.

Auf der Spur der Ralhenau-Mörder.

T-8 Berlin. 1 Jnli. (Amtlich) Autzer nach,anderen Städten baden die Ermittelunoei. der^ Derlmer Bolr^,. auck nach Schwerin gembrt. Dort llt nucch Berlin .i &eamze let Sekretär d.s Deullch-rölkiickm Schutz- und Trutztunde- llir den Bezirk Mecklenburg. ^,ch B-^..ow,e far ebenfalls im Sekretariat des Deutick-oolkis.ch-n wchutz- und Lrutzvunoe- angcstellte Ebristian ^llemann em Oberer Seekadetn f e ft a c n o m m c n worden Divr und >>l.e7ncrnn rvu.orn Tag' vor der Mordtit von den Mördern, di- zu einer angeb­lichen Probefahrt von Berlin »ach Schwerin gesabren waren, ".suckt Bei diesem Besuch bat Jl'emann den Mördern fae Maichinenvistale übergeben, die am Tage faranf zur Ermordung des Ministers Ratbenau benunt wurde.

w t -B Düfjeldorf. 30. Juni. Der in Düsteldorf verbai- tcte Ingenieur, der. wie veribiefane Blätter melden.^, der

dritte der von der VerlinerKrimlaavolizer gestickten Mordes

pefart doch sind die Ermittlungen darüber, ob er mit feem Mord an Ratbena.u irgendwie tn Zufammenbang gebracht werden kann, noch im Ga'ige .

Wie wir hierzu eriabren. wird Knauertz. der zunächst in Diisteldvri vernommen wurd?. zwecks weiterer Dernebmuns auf Ersuchen des Berliner Poliz-ivrastdiums nach Berl.n ge-

Berlin. 1. Juli. (Eis Drab (bericht ) Amtlich wird asmeldet' Die fortgesetzten Ermittelungen der Berliner volitiicken Polizei, in der. Mordirche -^»tbenan tübren auf die Sour einer tmm-'t groheren oabl. Don a ^?'V," und Teilnehmern. Bereits im Anfang der Woche

Mordtat" SS Krasiwagen?de?zu FrEifar^in Sachien

Berliner Beamten fett, daft K u ch e n m e ^ ^ e r ttck nam dem Mnrd kune Zeit wieder in k^reiberC aufaebalten mid nm von dort am 27 Juni abends nach Bernau in Österreich oder nach iti Tirol beaeben hotte. Auf Grund ^efer lunn-en wurde von Berlin aus sofort die Münchener Dolir.-r m n dem Aufenthalt des Küchenmeister benachrichtigt und ge- b,(en leine Festnahme IN Dernau oder Detz zu veran- lallen. Gestern vormittag ist daraufhin televbcnllch von der Palizeidireklion München die Meldung emgegangen. datz Küchenmeister gestern vormittag um. 9 llb" '.» De, verkästet und in da? Bezirksgericht Silz ubergefufat fei. und datz von seiten der österreichischen Behörden einem Aus- tteker-ingsantraü entgegen gef eb e n wird.

Kückenme'ttcr ist Mitglied des Deutsch-völkischen Schutz- und Trutzbundcs. ,

Br. Berlin. ,1. Juli. ./'EiL Drabtberickt.) ^Rach ^ einer

ga b Ä ',ws~v 8 s«S"<.« «>-«-.« «

der deutlcknationale Parteisekretär Lv-ndwebr wegen Beibilie bei der Ermordung Lrzbergers ver-

T-B Paris. 1 Juli. Haoas meldet aus New Bork, rin Fvnkentelegramm r.is Berlir babevor.derarnenkanllchov Polizei verlangr. sie möge. e,r.e sro«e Aufmerksamkeit entfal- ten um die M i tsch u ld l a e n an d er Ve t \ m^woruna. ^re rrum Mord 2 '.^atbeaaus habe, ^ur den Fall -u ver-

basten datz diese sich »ach den Bereinigten Staaten wenden würden Die New Parker Sicherbeitsvolizer fab« »»i bem Posiagi'erdamvs'r ..Präsident Takt', der aus Europa ange- kammen sei einen gewisien Mar Petersen verfaftet, der an Bord des Sckllkes gekommen sei. obnwdatz der Kavrtan es gkwutzt babe. Die Ossi,irre des Scknffss^ batten erklärt Petersen habe ihnen nicht verheimlicht, datz er der Brigafa Ehrhardt angeböre und über alles^ unterrichtet sei. was den (TTorto an Rathenau betrefie Er stirchte sich nach Dentschland zvrückzukrbrew weil er dann zum Tode verurteilt wurde.

Cand. jur. W. Günthers

W T -B Berlin. 30. Juni. Die Bundesleitung des Deutschen 'Ossizierbundes bittet um Aufnahme folgender Feit- ttellling' Der in die Morüsacke Ratbenau verwickelte angeb­liche Leutnant d. R. a. D. Wilbelm Guntber.ist. wie sich letzt berausstellt. niemals deutscher O f f i, i e r g e w e s e n. Trotzdem verstand er es unter der wafabeitswidrigen Än- aobe deutscher Reserveoffizier gewesen zu fern, sich,die Mi,- aliedschas, in unserem Bunde zu erschleichen. Bon Rechts wegen ist er deshalb niemals Mitglied ü^wE^n. . . . ,

Wie uns die Ortsgruppe des Deutschen Ofsiz.ierbundes miiioiH ,st der Cand iut Günther, der sich den Titel Ober-. ls!,,(naiit d R erschwindelte, wegen Betruges und Unter­schlagung 'aus dem Deutschen Offizierbund bereits ausgr- '.cklosien worden.

Enalifche Anerkennung für die Aufdeckung der Verschwörung.

Vf T.-B. London. 1 Juli. - Drabtberickt. IDer diplo­matische Berichterstatter des ..Daily Tclegravh' schreibt bri­tische Krelle. die über die naber-r Umstande der Ermordung Ratbenavs. ibre Ursachen und Folgen unterrichtet eien, zoll- tcn dem Mut und der Geschicklichkeit des Rei bskanzlers Dr. Wirtb und feinen Kollegen bei der Bebandlung des Ver- schwererkemvlotts und der febr gefährlichen Krlle unein­geschränkte Bewunderung. Das erzielte Ernefais. namentlich die Verhaftung der ineisten der lubrenden Ver­schwörer und eines der Plörder fei. ganz besonders beme.rlens- we« wegen des anfänglichen Widerstandes, der tn ge- wisien Kreisen gegen eine euergliche Verfolgung der Verschwö­rung bestanden bat. ___________

Zeitungsstreik in Berlin.

Br Berlin. 1. Juli 'Eig. Drabtberickt.) Ein grober Teil der Berliner Ai o r g e n z e i t u n g e n ist. wegen des Streik- der R o t a t i o » s m a l ch r n e n m e i ft t r nicht erschienen. Wie der ..Vorwärts' mitteilt, werden deute die Buchdrucker zu dem Streik Stellung tuimum-

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