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Verlag Langgasse 21

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Donnerstag. 4. Mai 1922. - MSkgSN-AUSgSbe. Nc L07. . 70. Jahrgang.

Eine Erklärung Pomcares.

Sr. Berlin. 3. Mai. (Eig. Drabtbericht.) Der „V. 3." wird aus Paris gedrabtet: Poincars bat die beutise Aussprache mit Lartbou. der um YiW Ubr vormit­tags von Genua liier eintrifft, nicht abgewartet, die Haltung des Tbefs der französischen Delegation unzweideutig ru desavouieren. Er bat gestern mittag' nach dem Kabinettsrat entivrechende Weisungen nach Genua drabten lassen und gestern abend vor französischen Pressever­tretern Erklärungen abgegeben daß. über die russisch« Angelegenbeit zwischen ibm und Bartbou Mei'nunss- verichiedenbeiten besteben Nach dieser Erklärung bat Poincars. der über die Langsamkeit des amtlichen Drab- tes klagte, erst gestern morgen durch die Zeitungen von dem belgischen Zwischenfall in Genua, der in der rus­sischen. Unterkommission durch die starke Opposition Caspars entstand. Kenntnis erkalten. Er bat die Angelegenbeit vor­mittags dem Kabinettsrat unterbreitet. Bartbou war an­geblich schon vorher ausdrücklich angewiesen, den endgültigen Wortlaut der Denkschrift für Russland nur unter Vor- bebalt der Zustimmung der Pariser Kammer anzunebmen. Dieser Vorbehalt scheint dem Minister nach dem Zwischen­fall nicht mebr ausreichend. Poincars gab alsdann dem stellvertretenden Ebel der Delegation, dem Botschafter V a r r s r e. Weisung, zu verhindern, dass die Denkschrift vor ihrer Prüfung durch, die französische Reoierung den Russen zugestellt wird. PoincarS forderte Varrdre weiter aus. das Einverstälidnis mit Belgien namentlich in der Frage des fremden Eigentums aufrecktzuerbalten. da er Bartbous Versuche. Belgien umzustimmen, anstatt zu unterstützen nickt billige. Da PoincarS bekürchtele. dah die chiffrierten Derescken mit seinen Weisungen zulange unterwegs bleiben würden, gab er der Delegation in einem m offener Sprache übermittelten Telegramm Order, keine Entscheidungen vor Ankunft der chiffrierten Instruk­tionen zu treffen. Für den Fall, dag' eine 'Zustellung der Denkschrift vor Eintreffen der Weisung Poincarös erfolgt fern sollte, würde di« französische Regierung sieb laut Be­schluss des Kabinettsrats durch nichts gebunden fühlen. Poincars hob in diesem Zu'ammenbang vor dem Pressevertreter hervor.' dass die frangöniche Regierung die Überhastung., mit der in Genua ernste Probleme gelöst wer­den. nicht billige^ könne. Die Delegierten der Verbünde­ten würden von Lloyd George zu sofortigen Enlichliessunsen gedrängt wäböens er den Sowjetdeleoierten lange Bedenk­zeit gewähr«. PomcarS ausserte weiter die Befürchtung, dag Englands Hasten in der Frage des fremden Eigentums durch, di« Hoffnung au> Erlangung früherer belgischer und tranzöstscher Konzessionen zu erklären fei. Es handelt stch besonders um das kaukasische Vetrol e u m. sowie um Konrcssionen im Tonebbecken. in Odessa und in Petersburg, die von den Bolschewiken angeblich englischen und deutschen Unternehmern versprochen worden seien. — Rach einer Brüsseler Meldung des ..Echo de Paris" ist die belgische Regierung ansscrvrdentlich erfreut über die Ent­scheidung Frankreichs, dah eine fränzöiiich-belgi'che Entente unbedingt nötig ist. um den vrodeutschen und vrobolsche- wikischen Kombinationen eine Soitze zu bieten.

Die Rückkehr Barthous.

I). Paris, 3 . Mai. (Eip. Drahtbericht.) Jules Sauerwein meldet dem „Matin" aus Genua, Barthou habe ihm vor der Abreise aus Genua erklärt, ich werde nach Genua nicht zuriickkommen, wenn ich nicht ein vollständiges Einvernehmen mit dem Mini st errat erziele und wenn meine bis­herige Haltung nicht vollständig gebilligt wird und ich nicht das unbeschränkte Vertrauen für meine Tätigkeit habe. Wenn dies nicht der Fall ist, komme ich nicht nach Genua zurück und ich werde mich zurückziehen, um mich am richtigen Ort zu erklären. «

Lloytz George bleibt in Genua.

..ll. Genua. 3. Mai. (Drabtmeldung unseres Sondcrbe richterstatters.) Die englische Delegation lässt emaeger anderslautenden Gerüchten mitteiledass Llovd E'org, keineswegs daran denke, im Mai abzureisen. Er werd: wenn notig, einen ganzer Monat in Genua blci - ! nr 1 ? das begonnene Werk zu vollenden, da er kein« S!? e Arbeit leisten will. Wenn die Konferenz mit einem Minerfolg enbe, mürbe die Gefabr nicht mehr länger abge- wendet werden können, welche die Welt bedrohe. Beziiglick Enrovrifchen Burgfrieben - Vertrages hätten eie Vorbesprechungen zwischen den Staatsmännern begonnen

Eine Einladung Lloyd Georges an Poincars.

J.F; 3. Mai. (Drahtmeldung unseres Sonder-

ber.chtentatters.) Der breiige Berichterstatter eines Äkai- l"über İttes bestätigt die Meldung, dah Llovd Georg« Bartbou vor dessen Abreis« nach Paris beauktragt bat PoincarS nach Genua einznladen. Lloyd George 'egar brieflich den französischen Ministervrästdentcn ?"^i"den. Nack Etnua zu kommen und hier an dei» Ber- B B a at n “ b * r d i e Revarationsfrage teil- ^ffdmen. Llovd George ist fest entschlossen, diese Frage rur endgültigen Lösung zu bringen, und zwar noch d-- WÖ- Mit dieser Frage soll nach dem Wunsche

i n^i Englische^ Premierministers auch die Frage der 1 e Ijj n Schulden erledigt werden. Das englischen Finanzmannes Blackett soll in Genua iifS Ä werden... Es handelt stch um die L : a u i d ! e - dielen Bio« e u ' T ** B a ’J A e n Schulden. Poincüre dürfe °ii„??Ä verhindern, wenn er nickt gegen die Ä csicr ciÄ-i ^'" s''l rct *? bandeln wolle. In französischen keine DeE» bebauvtet man. dah Barröre bisbec Paris erbalt/n VZ? 1 % u n J über b ! e russische Frage aus an dak 2n diesen Kreisen nimmt man jedoch

SU. bu * uIten ieUens SwmI=

f Din Brief Tschitscherins an Schanzer.

, ll. Genua. 3. Mai. (Drahtmeldung unseres Sonder­berichterstatters.) Tschitscherin erklärte gestern . m einem an Schanzer gerichteten Briefe, dah I o r d a n r s. der .stch vier als Vertreter Georgiens ausgibt, und der eine Aktion seitens der Neutralen und Alliierten verlangt, nur eine Privatperson sei und nichts mit den Angelegcnbelten zu tun habe. Er erklärte die Bebauotung von Jordarns. dah in Georgien Revolten gegen die SowiLtre.gr«- nrvii !m Gang« seien, als erfunden. Nachher druckte Tjchitschcrin seine Verwunderung darüber aus. dah die poli­tische Kommission der Genueser Konferenz stch mit der Frage Georgiens beschäftigen will, trotzdem beschlossen wurde, dah die Konferenz von Genua sich nur mit den euravaisch.en Fragen beschäftigen scll. Aber die russisch« Regierung wäre glücklich, über alle sclcbe Problem« svrecken zu können. W>nn man Unterdrückten einer Minderbeit Genugtuung geben wolle, dann sollte man auck die Fragen der Minder- bciien und der Unterdrückungen in Wilna, in Ostgalizien. ..Veharabien. in Südslamien. Thrazien und im Saargebiet, in Indien Bannten. Tripolis usw. nicht unerwähnt lassen. Tschitscherin führt dann weiter ans. die russische Delegation sei im Besitze unbestreitbarer Dokumente über Angriffsvlänc der Rumänen und Südilowen mit Hilfe des Generals W r a n g e l gegen Ruhlond. Die Ofiennve soll gegen die Ukraine losswlngen. Fernrr erklärt Tschitscherin. dah die russisch«' Regierung bereit ist. in die Prüfung der Minderbeitssrage noch während dieser Konferenz eli.zutreten.

Der Eindruck de« Schreibens des Papstes an Tschitscherin.

ü. Genua. 3. Mai. (Drabtme^dung unseres Sonder- berichtcistattcrs.) Das Genueier B'att ..Secolo" berichtet beute über den. Eindruck, den der Brief des Pavstcs an Tschitscherin auf die russische Delegation gemacht bat. Litwinow erklärte, dieser Brief fei ein grosser Trost für ihn in dem schwerer Kampfe, den Rubland für Frieden und Leben durchzumacken habe.

Tschitscherin beim Papst.

W.T -B. Paris. 3. Mai. Nach der Meldung einer Nach­richtenagentur aus Rom bestätigt man in den Kreisen des Vatikans das Gerücht. Tschitscherin werde demnächst itn Vatikan vom Vavst Biud XI. und vom Kardtnal- Staatsserretär Gaivarri emviangen werden. Mit letz­terem werde er über die Zulassung katbolischer Missionare in Rubland rerbandeln.

Die russischen Petroleum-Quellen.

II. Genu«. 3. Mur. (Drabtmeldung unseres Sonderbe­richterstatters.) Zwiickren K r a i i i n und Vertretern der holländisch - britischen Shell and Royal Dutch Comv. ist ein Abkommen abgeschlossen worden über die gemeinsame Ausbeutung der Petroleum­auel l e n in Rubland. Die Räteregierung und die Gesell­schaft übernehmen je die Hälfte des Kavitals und teilen den Ertrag. Die Gesellschaft ist ermächtigt. 75 Prozent des ge­wonnenen Petroleums auszufübren.

II. Genua, 3. Mai. (Drahtmeldung unseres Sonder­berichterstatters ) Die französische Regierung bas beschlossen, unverzüglich zwei Sachverständige fllr Petro- l c u m f r a g e n nach Genua zu entsenden, und zwar den Staaisstkretär Larirenl^Tnnac und den Direktor des Petco- lcumburearis im Handelsministerium. Eineair. Rakowski betont- in einer Unierredung dass Russland mit fremden Gelellschaiter, Vcrbandli'ngen über die Ausbeutung der russischen Pttroleumguellen ernseleitet babe.

Die Ausgleichsformel der MeistScgünstigungsklausel.

II. Genua, 3. Mai. ^Drabtmeldung unseres Sonderbe­richterstatters.) Die Zlusivra be über die Meistb:gi!nstigrlngs- klausel ist im wirtschaftlichen Unterausschuss durch die einstimmige Annahme einer vom schweize- rUchen Bundesrat Sck u l t b e h norseschlagenen Ausgleichs­formel abgeschlossen worden. Diele Formel lautet:

Die Konferenz ruft den Grundsatz der gerechten Bedand- lnng im Handel in Erinnerung der im Artikel 23 des Völkerbundsvertrages enthalten ist und emokieblt lebbafr die Wiederaufnahme der Handelsbezrebungen auf Grund von Handelsverträgen, die sich einerseits auf das System der Gegenseitigkeit stützen, welches den besonderen Umständen angeoaht wird und andererseits soweit als möglich die Meistbeaünstigungsklausel enthalten.

Eine diesem Beschluss beigefügte französische Fuss- note betont, kein Handelsvertrag soll gegen die Interessen eines Dritten abgeschlossen werden. In der vorange­gangenen Aussvrackir hatten sich England. Javan und Deutschland für die allgemeine Einführung der Meistöe- günstigungsklauiel die Kleine Entente. Serbien und Frank­reich sowie di« Schwerz dagegen ausgeivrochen. Ihr Wider­stand rvbt in der Befürchtung, von Waren der valuta- schwachen Länder überschwemmt und in Industrie und Han­del stark gehemmt »u werden.

Hermes fährt nicht nach Genua zurück.

Sr. Berlin. 3. Mai. (Eig. Draütberickt.1 Wie ver­lautet. wird Rerchsiinanzminister Dr. Hermes voraus- sschtl'ch nicht mehr nach Genua zurückkebren. da die Be- ratuigen. die sein« Anwesenbert dort notwendig machten, im graben und ganzen beendet sind.

Anfragen im englischen Unterhaus.

W. T.-B. London. 3. Mai (Drabtbericht.) 3m Unter­haus« fragte Wedgewood:

1. Wann die von der Rexarationskommission Deutsch­land angebotenen vrovrsorischen Zugeständ- nile ausser Krait treten würden, falls Deutschland die daran geknüpften Bedingungen nickt annebme.

2. Ob in diesem Falle das Londoner Abkommen in Wirksamkeit treten werde und

3. ob die britische Regierung auf Grund dieses Abkommens zu irgend welchen militärischen Massnahmen in Gemeinschaft mit Frankreich verpflichtet lei. um die in London festgesetzten Zahlungen zu erzwingen. Ebamberlain erwiderte, die Antwort auf die erste

Frage laute 31. Akai. die zweite Frage sei mit ja und di« dritte mit nein zu beantworten.

Die Haltung der Russen.

ü. Genua. 3. Mai. (Drabtmeldung unseres Sonder­berichterstatters.) In russischen Delesiertenkreiien bewahrt man die grösste Zurückhaltung in den Äusserungen über das Dokument, das cm Dienstagabend Tickiticherin überreicht wurde. Wie unser Vertreter erfahren konnte, wurde das Dckument sofort nach Moskau telegravbiert. und man, warte: auf die Antwort der Sowjetregierung. Solche Persönlichkeiten, die sich in russischen Angelegenbeiten ge- wobnlich gut auskennen. bebauvten. dah die Russen mit einer ProtestniVte und gleichzeitig mit Eegen­es t.erten nntworten werden. Die Protestnote wird erkläreir dass Russland an den Verhandlungen über das a,ckument rechtswidrig nickt teilgenommen habe und dass dcsbalb das Dckument keinen offiziellen Cbcrakter haben lc-nn. Heute mittag wurde hier die Nach- r:cht verbreitet, dass Tschitscherin geaen die Haltung der französtschen Delegation in der russischen Frage einen ener­gischen Brief an die französische Delegation gerichtet baden soll. In französt'chen Delegirrtenkreisen will man von einem solchen Brief nrÄis wissen

Reparationskommiffion und deutsch-russischer Vertrag.

v. Paris. 3. Mai. (Eig. Drabtbericht.) Die luristischen Sachverständigen der Revara- tionskommission baden ibr Gutachten über den Raoallovertrag abgegeben, doch ist in der offiziellen Mittei­lung kein Wortlaut darüber zu finden, zu welchem Beschluss sie gekommen sind. Es wird nur anaenommen. dass beute die Revarationskommission über das Gutachten beraten wird. Aus dieser Schweigsamkeit lässt stck schlichen dass die juristischen Sachverständigen nickt zu der Überzeu­gung gekommen sind, dah der Rapallovertrag dem Vertrage von Versailles widerivrecke. Die Revarationskommission wird stch beute auch mit der Frage beschäftigen, welche der ibm zuletzt auferlegten Vervflich- ttingen Deutschland nicht eingebalten bat Es scheint die Abstcht zu bestehen, die deutsche Regierung in einem ener­gischen Schreiben aufzufordern, unverzüglich die auf- erlegten Bedingungen zu erfüllen, da nach dem 31. Mai keinerlei Konzessionen mebr eingrräumt werden könnten.

Der französische Standpunkt in der Frage des Zusammentritts des OS-rsten Rates.

W.’T.-B. Paris. 3. Mai. Der ..Petit Paristen" glaubt in der Luge zu sein, den Standvvnkt der französischen Regie­rung in der Frage des Zusammentritts des Obersten Rate« wre kelgt zu vräzisieren:

1. Wenn der Oberste Rat zui'o.mmentrete. müsse er seine Tagung anderwärts als in Genua abbaltcn. Ministcrvräiident Poincars lei der Anstcht. dass

-- er !n der Nachbarschaft der Deutschen nickt verban- deln könne.

2. Der Revarationskommission stebe es zu. am 31. Mai zu erklären ob Deutschland seine Vervflichtunaen vorsätzlich nicht erfüllt babe. Die!« Kommission hätte volle Machtbefugnisse: sie könne tun. was sie wolle. Im Falle sie eine oder mebrere vorsätzliche Verfed- lu-gen Deutschlands seststelle müssten die Alliierten gemäss dem Vertrag miteinander verhandeln über die zu ergreifenden Sanktionen.

8. Eine augenblickliche Zusammenberufung des Obersten Rates zur Prüfung des deutsch-russischen Vertrags sei nicht notwendig Es scheine vielmebr vorzuziehen zu sein. N!>t der Prüfung dieses Vertrages zu warten, bis die Kcnferenz von Genua zu Ende sei.

Staatssekretär Bergmann reist nach Paris.

I). Paris, 3. Mai. sEig. Drahtbericht.) Der Ber­liner Berichterstatter des „Journals" meldet, Staats­sekretär Bergmann sei von dem belgischen Vertreter im Wiedergutmachungsausschutz, Delacroix, im Einver­ständnis mit den anderen Verbündeten eingeladen wor­den, zur Wiederaufnahme der Verhand­lungen mit dem Ausschutz nach Paris zu kommen. Es handelt sich besonders um einen deutschen Plan für eine internationale Anleihe, den Berg­mann mit dem französischen Sachverständigen Seydoux besprochen haben soll. Nach der Meldung des „Jour- nals" schlägt Deutschland eine internationale Anleihe von 4 Milliarden Goldmark vor.

Die Übergabe Obersthkefiens.

Br. Berlin. 3. Mai. (Eig. Drabtbericht.) Zu den Mel­dungen einiger Blätter, dass die Besetzung Ober» schlesiens durch die deutschen und polnischen Behörden bereits am 15 Mai beginnen sollte, erfährt das „Berliner Tageblatt", dass vor der übernabme der beiden Staaten zu- geiorockenen Gebiete selbstverständlich erst die Ratifika­tionsurkunden ausgetauscht und die Parlamente befragt werden. Ferner werde die BotiSafterkonfe- r e n z Deutschland und Polen die Genfer Entscheidung erst noch notssiziercn. Aus all di-sen Gründen könne es also gegenwärtig noch gar nicht feststellen, wann die Besetzung oer verschiedenen Teile Oberschlestens durch die deutschen und volnucken Behörden erfolge.

Eine Unterredung mit dem Exkronprinzen.

D. London. 3. Mai. (Gig Drabtbericht.) Die „Times" veröffentlicht eine Unterredung mit dem früheren deutschen Kronprinzen, die dem Vertreter des genannten Blattes ge­nährt winde. Der frühere deutsche Kronprinz sagte, dass er gcgenr artig sein Buck über den Krieg beendet habe, aber ein anderes über die Kriegsschuld vorbe­reite. über die R ev a rat io nskrage sagte der Kron- vnnz. Deutickland sei aezwunaen »u bezablen. da es besteat worden sei. Man Glle aber von ibm nickt mehr fordern, als es befahlen könne Ausserdem sollte Deutschland ein lang- sristiges Moratorium i«wabrt werden. Dieses Mcratorium und die Höbe der Revaratlonssumme sollten von einer irtt-tnationalen Kommission festgesetzt werden, in der Deutschland. England. Frankreich.. Italien. Amenka und einige neutralen Staaten vertreten leien.