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Freilag. 28. April 1922.

Abend-Ausgade. ^ ISS.»?o. Jahrgang.

Von Genua nach Versailles.

Das Spiel in Genua wird immer undurchsichtiger. Der Vorschlag von Lloyd George, den Ob e r st e n Rat nach Genua zu berufen, ist zweifellos gut gemeint. Man will Herrn Poincarö, der schon auf eigene Faust Sanktionen gegen Deutschland zu unternehmen an­drohte, an die Kette legen. Um aber den Löwen auch Genua zu bringen, mühte der britische Premierminister so starke Konzessionen machen, daß man von deutscher Seite aus dem ganzen Unternehmen nur mit großer Besorgnis und wachem Mihtrauen gegenüberstehen kann. Barthou, der Führer der französischen Genua-Delegation, hat es durchgesetzt, dah die Kleine Entente und Polen an der Beratung des Obersten Rates teilnehmen dürfen. Zweifellos hat Lloyd George ursprünglich die Teilnahme Deutschlands vor- gffchwebt, denn das Kommunique der englischen Dele­gation sprach ausdrücklich von einer Teilnahme aller Signatarmächte des Versailler Vertrages. Da nun dazu auch Deutschland gehört, so ist seine Ausschaltung nichts anderes als die festere Zusammenschliehung der neun Mächte, die gegen den Vertrag von Rapallo protestier­ten. Was bei ihrer Versammlung herauskommt, haben wir also bereits gesehen, und es wäre sträflicher Opti- mismus, ein besseres Resultat zu erwarten, wenn Herr Poincarä persönlich anwesend sein würde.

Gewiß, Lloyd George sieht mit klarem Auge die Entwicklung. Durch ihre bisherige Politik hat die Entente Deutschland und Rußland geradezu anein­ander gedrängt. Alle ehrlichen deutschen Versuche, sich mit den Siegermächten auf einer realen Grundlage zu verständigen, sind immer aufs neue zunichte ge­macht worden. Auf dem Bankett der englischen und amerikanischen Presse hat nun Lloyd George abermals Worte dringender Mahnung an Frankreich gettchtet. Er beschwor den renitenten Alliierten, die Politik der Verfolgung gegenüber Deutschland und Rußland nicht fortzusetzen, da eine solche Politik zum Kriege führen müsse. Er will einen großen Friedenspakt, der auch militärisch-politisch Europa einigen soll.

Man kann dem britischen Premierminister sicher die besten Absichten Zutrauen. England ist so sehr in seiner Industrie und in seinem Handel an einer wirklichen Befriedung der Welt interessiert, daß Lloyd George gerade durch die inneren Verhältnisse seines Landes zu dieser Politik getrieben wird. Bisher aber war noch immer zwar der Geist willig, das Fleisch jedoch erwies sich der französischen Zähigkeit gegenüber als zu schwach. Deutschland muß sich die Tatsache ins Gedächtnis rufen, daß bei Herrn Lloyd George auch der Weg nach Ver­sailles mit guten Vorsätzen gepflastert war. Ehe er zu den Friedensverhandlungen reiste, schickte er eine Denkschrift, in der er überzeugend nachwies, daß nur ein gerechter Frieden und leistbare Zahlungsverpflich­tungen einen Sinn hätten. Aber er sowohl wie Wilson haben der Zähigkeit Clemencoaus nicht standzuhalten vermocht. Bei der Festsetzung des Londoner Zahlungs­ultimatums wiederholte sich das gleiche Schauspiel. Es wurden Ziffern festgesetzt, die Lloyd George noch so­eben als Wahnsinn bezeichnet hatte. Die oberschlesische Wunde fiiblen wir noch am ganzen Körper. Auch hier wurden alle deutschen Hoffnungen ans England be­trogen. Es ist geradezu naiv, wenn man jetzt liest, daß die Kleine Entente hinter England steh«. Bei ihr und Polen handelt es sich um reine Vasallenstaaten Frank­reichs, und Herr Barthou wird schon wissen, warum er ihre Teilnahme an der Sitzung des Obersten Rates zur Bedingung gemacht hat. Laufen die Dinge so, wie wir befürchten müssen, dann führt allerdings der Weg von Genua zurück nach Versailles, und die Welt kann die Hoffnung arff Erlösung für lange Zett begraben?

Ne lme MmeMmM fetten CttimNft.

TI. Senu«. 28. Avril. (Drabtmeldung unseres Sonder­berichterstatters.) Je mehr sich die Konferenz ihrem Ende näbert. um so mehr spitzt sich der dramatische Gegensatz zwischen Lloyd George und Poincarö zu. besser gesagt, der Gegensatz zweier Richtungen, deren Vertreter die beiden Premiers sind. Di« Geistesrichtung der französischen Regierung ist durch die letzte Poincarö-Rede bekannt. Dem­gegenüber sieben die Erklärungen Lloyd Georges in seiner letzten Rede den amerikanischen Pressevertretern gegenüber. Deutschland und Rußland llnd im Zustande eines halben Antagonismus gegenüber dem Rest von Eurova und offen gesagt, nur ein Blinder kann sich einbilden, daß durch eine Kombination zwei große Völker, die Zweidrittel von Europa repräsentieren, niedergebalten werden können. Die Völker. Eurovas müßten in guten Beziehungen zueinander sieben. Man muß ihnen klar macken, was es heißt, wenn Eurova künftig in zwei feindliche Lager zerspaltet würde. Lloyd George bat gestern fast den ganzen Tag mit B a r t b o u verhandelt. Wie unser Berichterstatter oerstckert. führte Lloyd-George die Verhandlungen in demselben Geiste, der in seiner letzten Rede zum Ausdruck kam. Fast alle Viertel­stunden gingen lange chiffrierte Deoeschen Bartbous an Poincarö ab. Lloyd George soll in allen diesen Be­sprechungen ganz klar und aufrichtig mit Barthon gesprochen haben. Gr »all den ttanzöstschen Delegierten taz

Kenntnis gebracht haben, daß es seine feite Überzeugung ist. daß die Mächte aus Anlaß der Konferenz von Genua einen wahren und dauernden Fri«dens»ustand schaffen müßten. Heute soll Barthou Lloyd George. die »rase vorgelegt haben, ob er etwas Sicheres darüber wußte, daß die Russen und die Deutschen im Falle des Mißlingens der Konferenz eine Mrlitäralliance ab­zuschließen beabsichtigen. Barthou bat damit auf eine Stelle der »estrigen Rede von Lloyd George angespielt, wo der eng­lische Premier stch in dem Sinne aussprach, daß man sich vor der Rache der Deutschen und Russen furchten müßte. Lloyd George soll darauf erklärt haben, es lei ibm von einem derartigen Plane der Deutschen und Russen Nichts bekannt, aber es lei seine feste Überzeugung, daß dre beiden Volker in ihrer Verzweiflung stch zu einem solchen Schritte entscheiden könnten. Die Verhandlungen zwischen Barthou und Lloyd George wurden oft unterbrochen, und zwar durch S Ä a n z e r und I a s v a r. die mit den leiden Staatsmännern über die russische Frage konferierten. Wah­rend diesen Verhandlungen tagte in Paris ein sehr ernster Ministerrat. über den nur sehr spärliche Nachrichten ber- ousgekommen ünd. Wie unser Pariser Berichterstatter nnt- teilt. war das Ergebnis der Sitzung eine längere Depesche an B a r t b o u. in der dieser cwfgefordert wird, an seiner bisherigen Haltung festzubalten. Diese lakonisch«, »m nickt zu sagen doppelsinnige Aufforderung scheint ihre rechte Be­deutung durch eine nähere Nachricht zu erhalten, nach der der Ministerrat zur Einstcht gekommen ist. daß Lloyd George dos gesamte Revarationsvtzoblem aufzurollen beabsichtige, und daß daher Poincars nickt nach Genua geben will. Die Pariser Presse wagt stch beute weiter vor und betont das Recht Frankreichs auf ein besonderes Dorseben. ^>n den stch lange hinschläugelnden Derbandlungen mit den Russen macht stch nun ein gegenseitiges Entggegenkommen bemerkbar. vor allem Llovd George will offenbar um jeden Preis eine Verständigung mit den Russen von Genua nach Haust ttagen. Die russische Delegation ihrerseits hat eine Beschwerdenote vorbe- r-"et. in der sse stch darüber beklagt, daß ste bisher noch keine Mitteilung über die Haltung der Alliierten erhalten bat. Sie betont ausdrücklich daß ste nicht daran dächte, die Konferenz zu sabotieren, sondern im Gegenteil das größte Interesse an einem Zustandekommen von Vereinbarungen habe. Der Plan des ..E o t t e s f r i e d e n s. den Llovd George in der öffentlichen Man lasssttznng 0 alleren wird, wird in Genua viel besprochen. Von englischer Seite wird jedoch dementiert, daß der Plan schon fertig oorliest: alle bisher darüber verbreiteten Einzelheiten seien unzutreffend. Wie unser Berichterstatter jedoch zuoerlässts erfahren bat. ist der Plan Lloyd Georges in seinem Sekretariat in Vorbe­reitung. Von zuständiger dentscher Stelle wird bemerkt, daß der deutschen Delegation über diesen Plan weder eine offizielle noch offiziös« Mitteilung gemacht wor­den ist. Die Stellung der deutschen Regierung gebt jedoch aus den Erklärungen Ratbenaus bervor. der gestern abend in einer Ansprache vor etwa 566 Journalisten betonte, dyß hinter jedem Plane, der dem wirklichen Frieden der Welt oient und auf der Grundlage wahrer Gerechtigkeit und gleichmäßigen Verpflichtungen und Rechten aller Nationen aufgebaut ist. auch unbedingt Deutschland stoben müsse und helfen werde, ihm Erfolg zu verschaffen!

Richtlinien für die französische Delegation.

V/. T.-B. Paris. 28. Avril. Über den Kwerten gestern abend 6 Uhr stattgebabten Kabinettsrat unter dem Vorsitz Porncarös wird folgend« offizielle Not« veröffentlicht: Der Kabinettsrat bat stch aufs neue um 6 Uhr versammelt. Gr bai die Prüfung der aus Genua über die Verhandlungen mir den Sowjets eingettoffenen Dev«scheu fortgesetzt.

Hierzu bemerkt der halbamtliche ..Dettt Daristeu": Zwei Fragen von einer ganz außerordentlichen Dedemtung hätten auf der Tagesordnung der beiden gestrisen Kadinrttsräte gestanden:

1. der Vorschlag, bett. die Einberufung eines Obersten Rates nach Genua, und

2. die Abfassung eines Ultimatums als Antwort auf das Memorandum der Sowjetdelegierten.

In der Dormittanssttzun« sei der von Llovd George Barthou gemachte Vorschlag geprüft worden. Angestchts der Stellung, die die französische Regierung in der Reoarations- und Gcnonticfrag« angenommen habe und angestchts der Haltung gegenüber dem Vertrag von Ravallo sti man tu dem Entschluß gekommen, daß der Oberst« Ratnimt über die eigentliche Revarationsfra« »nd über die Garaa- tiefraa« zu beraten habe sondern nur über die Sank­tion e n. die am 31. Mai in dem Falle genommen werden könnten, daß di« Reparaiionskommission einen Verzug Deuücklands ieststelle. Sei es deshalb nötig, den Obersten Rat nach t^enua zu berufen nnd über di« Sanktionen m be­raten? Di« ffanrkstiche Regierung glaube das nicht. Es könne eine Zusammenkunft in einer anderen Stadt, wie Paris. London, oder anderwätts stattrinden. Das sei der Standpunkt von Poincarö. den. wie der -Petit Daristen" »u wissen glaubt, die Minister einmütig gebilligt hätten. Da» sei eine sehr klug« Haltung. Poincarö wolle um keinen Preis zur angenolicklicken Stunde Berbandlnuaen über die Reparationrfrage anknupfen. Er befürchte ein« Falle. Im übttsen bleibe Poincarö dabei, daß di« Rrva- rationsttage in Genua nickt diskutiert werden könne. Gr halte sich an die Tagesordnung, die in Cannes festgeleat worden sei. Aber er sei bereit, mtt Lloyd George allein oder im Obersten Rat mit den Alliierten oder mit den Signatar- Mächten des Friedensvertrages über die eventuell seaen Deutschland anzuwendenden Sanktionen z» beraten ns Falle der Nicktaussübrung. wenn die Frage von der Reva- rationskommission gestellt werde. Die Fra« des russisch- deutschen Vertrages habe er der Botschafterkonierenz überwiesen. Wenn Llovd George wünsche, daß der Oberste Rat direkt damit befaßt werde, werde stch Poincarö ihm n-ckt widersetzen: aber in diesem Falle könnten die Dele­gierten der Großmächte schon jetzt darüber beraten, und Barthou werde den in Patts zurückgehaltenen Minister­präsidenten vertreten. Es sei übrigens festzustellen, daß Llovd George nicht sttaat habe, die Degenwatt Poincarö« sei notwendig' das batte xr übrigens «n>ch nicht gekonnt, weil er wisse «1 «r !ia> während der Reif« des DrSffdente» der Republik *jn von Patts entfernen kynne. Aus alle­dem geh« Jtlct h-rvor. daß Poin<ar» Hat nicht nach tue au a »«£«£«2» werde.

kW ieerie Met die SMnlglelico In 6enan.

W. T.-B. Genua, 27. April. (Svezialbericht.) Auf muem von den englischen und amerikanischen Pressevertretern zu Ehren Llovd Georges ge­gebenen Diner hielt der englische Premierminister eine Rede, in der er u. a. sagte:

Als der Krieg zu End« war. bofften wir. daß dies.auch das Ende der Herrschaft der rohen Gewalt bedeuten würde. Ob diese Hoffnung sich erfüllt, hängt in vollstem Maße von der Genueser Konferenz ab. Die Schwierigkeiten in Eurova bestehen darin, daß es zuviel ungeregelte Fragen gibt. Jede dieser Fragen enthält die Vorbedingung für einen europäischen Brand Einige Leute sind ungeduldig, weil wir nicht in zwei Wecken zu einer Lösung gelangt und. Es wird länger dauern. Die Washingtoner Konferenz bat drei Monate gedauert aber sie hat ihr Ziel erreicht. Sogar sechs Monate oder ein Jahr würden nicht zuviel sein. Ich will nicht sagen, daß ick drei Monate oder noch länger hier bleiben werde. Aber wir dürfen nicht hoffen., die Schwierigkeiten binnen zwei, drei oder vier Wochen zu uber­winden. Wir müssen mehr Zttt dazu haben. Große Probleme liegen vor. Die ganze Grenze von Osteuropa ist so gut wie ungeregelt. Von der Ostsee bis zum Schwarzen Meere gibt es kaum eine Grenzlinie, um die es., keine« Streit gibt, und jede Linie enthält in sich die Möglichkeit eines furchtbaren Konfliktes. Zum Teil liegt die Schuld bei kttnem Volke, sondern bei dem Durcheinander von Ra s i e n. das in Mitteleurooa besteht. Es gibt unendliche Möglichkeiten für künftige Konflikte, und ob Amerika will oder nickt, es würde unn:rme:dlick hineingezogen wer­den wie in den Weltkrieg. Hierdurch stnd die Schwierig­keiten nicht erschöpft. Deutschland und Rußland stnd im Zu­stande eines halben Antagonismus gegenüber dem Rest oon Eurova. Das besieht stch auf zwei Drittel von Eurova.

Nur ein Blinder kunn »ich einbilden, daß durch iryend ein« Kombination zwei große Völker, die zwei Drittel osn Turop« repräsentieren. niedergebalten werde« können.

Die Völker Eurovas müssen in guten Beziehung«» »u ttnander sieben. Man muß stch klar macken, was es beißt, wenn Europa, ständig in zwei Teile gelagert, ver- fall«ü würde. Das deutsch-russische Abkom­men war für manche Leute eine Offenbarung. Ich habe es schon vor langer Zeit gewagt, meine warnend« Stimme zu erbeben und zu sagen, was unvermeidlich geschehen müßte, wenn e« kein gutes Einvernehmen gibt Es ist unvermeid­lich die Möglichkeit eines üungerleidenden Rußlands ge­neben. das von ttnem zornigen Deutschland ausgerüstet wird. Wie lange wird es noch dauern, bis Europa verwüstet wird, wen« dies die ständige Politik irgend einer europäische» Kombination bildet. Im Augenblick gehören wir zu einer beherrschenden Gruvve von Siegern. Dies wird nickt ewig dauern. Wenn unser Sieg in Unterdrückung ausartet, werden wer nach dem Gefühle der Menschheit den Sieg, den Gott uns gegeben bat. mißbraucht haben. Die Strafe wird unoermeiblich folgen.

Wir «riffle« gerecht «*» fast ferst

Wir «vss»n uns in der Stunde- unsitts Triumphes be­schränken: sonst tuttb Europa ein Cba 0 s sein, und zwar neck »u Lemttten von Leuten, die. wie ich. graue Haare baLen. Darum habe ick schwer gearbeitet, um die Konferenz zu einem Erfolge ,u gestalt >.t. Ich bin erschrocken über das Eturmwetter. da? stch am Horizont rusammenriebt und «n« europäischen Himmel höbe: und böber emporsteigt.

Da« Sturmwetter wir» unoerm«i»lich losbreche«, wen, nicht durch «gen» ein Mrrtel die Atmosphäre gereinigt wrr».

Wen« Genua erfolglos blerbt. wird meine Warnung sich als berechtigt erweiken. Ick " ~ ' ~ '

das nickt

Ich bin erstaunt über die Leute, die _ en und angestchts der schwersten Sturm­zeichen stch mit selbstsüchtigen Trivialitäten b«. fassen. Darum möchte ich. daß ©>;tua mit einem wirkliche« Friedenstag endet. Ohne dies wird es trotz aller Teilergeb­nisse ei« Mißerfolg lein. Ich ferne mich. Gelegenbttt *u haben, dies vor der britischen und amerikanischen Presse zu wollte. Amerika wäre selbst hier, nicht aus selbstsüchtigen Motiven, sondern weil Amerika eine belon- derr Autotttät bestdt. Seine RichtLUgebörigkeit zu Europa

f würde tbm das Rockt gebe«, das m sage«, was uns. die wir e in diess alte Streits-»« verwickelt stnd. kaum msslick ®* M r u > v a t. «iefen Aufruf jetzt zu erlassen Amettk« mckt hier ico Eurova maß sein möglichstes tun. um seine Probleme auf eigene Manier möglichst gut zu lösen. Dies kann mit Ihrer Hilke geschehen. Sie können die öffentliche Metnuna erregen, die Leideaschnffea ausstacheln und die Menschheit zornig machen In solcher Atmosphäre ist kein Friede möglich. Aber auf der anderen Seite können Sie Geduld. Versöhnung und kameradschaftlichen Geist predigen, und wenn Sie dies tun. werden Eie teil haben a» einer historischen Tat.

Da« Rätselraten um Deutschlands ErfäLungsmilleu.

_ v vatts. 28. Avril. (Eia Drabtbettcht.) Die Frage, ob Deutschland zum 31. Mai seine Verpflichtungen erfüllt und damir die Situation aumart. steht jetzt begreiflicher- weffe nn Vordergrund. Der ..Jirtronftgeont" glaubt, aus

iren Quelle yerstchern zu Wunen daß Deutschland zum -Mai. dem Tage, an dem das Memorandum abläuft, die

lilttteu zu frtedenste lle n wird. Der .Demos" llt.m Abrede, daß d,e Reparationskommission

Reichsregieruna bereits als Herausforderung

neue Vorschläge erhalten

*xv- i,-.-,---- aufgesaßt werden könnten.

Als Nichteinhaltung der u«n der Revarationskommissio« «« 1 *t Rot« vom fl. März gestellten Bedingungen bemerkt der ^Temvs^ > nur. daß die deutsche Regierung innerhalb eines Monats, also bis rum 22. Avril, der Reoarations- kcmmission das von ibr verlangte Sparprogramm mit budgetären Stteichunaen nickt einreichte, sondern klqrtz. daß der Reichstag stch mit dieser Frage en werde. "

arte, daß der Reichgtag stch mit d -fassen werde, üb-r die anderen den cgi der ..Xentwr . Was den Entwu er Sleuerertragnisse .um

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,_ ____bttnttädm

die anderen deutschen Vervslcchtunaen

r f zu r Er böh u ng 60 Milliarden cnbe-

lanHi. baüe Deutschland bis zum '31. Mai Zeitz dariiher äb>

lui&immen und ihn rechtzeitü, in Kraft treten zu lassen.