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Verlag Lmiggafs» 21

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Donnerstag, 23. März 1922.

Morgen-Ausgabe.

Nr-139. ♦ 70. Jahrgang.

Genua und die Einkreisung.

Man hat oft genug davon gesprochen, daß die Politik der Vorkriegszeit unter dem. Zeichen der Einkreisung Deutschlands gestanden habe. Derjenige, der die Vor­gänge der letzten Zeit mit einiger Aufmerksamkeit ver­folgt Hai, wird f-ststellen müssen, datz diese Ein- krersungspo'itik, wenn sie auch heute mit anderen Mit­teln betrieben wird, noch immer den obersten Leitsatz manch eines Politikers bildet. Noch immer erscheint ganz besonders in Paris den führenden Männern die Errichtung eines Walles zwischen Nutzland und Deutsch­land als das erstrebenswerte Ziel. Die in Aussicht stehende Konferenz von Genua hat daran nichts zu ändern vermocht. Man mutz im Gegenteil sagen, datz diese Bestrebungen mit neuem Eifer und neuer Energie gerade jetzt fortgeführt werden. Niemand wird sich im unklaren darüber sein, datz die Konferenz der Dele­gierten der Quadrupel - Alliance — Südslawien. Tschechoslowakei, Rumänien, Polen — in Belgrad über die Vorbereitungen für Genua hinaus wichtige poli­tische Arbeit geleistet hat. Mit Stolz hat man in Belgrad davon gesprochen, hier sei ein Block von 70 Millionen Menschen durch das Zusammengehen der 4 Staaten entstanden, der bei der Regelung der Fragen in Mitteleuropa nicht ausgeschaltet werden könne. Mit nicht weniger Stolz hat man dann darauf ver­wiesen, diese Staaten bedeuteten gewissermaßen die Tür zwischen dem Osten und Westen und man hat auch keinen Zweifel daran gelaffen» datz man außenpolitisch — wenn es auch an einigen freundlichen Worten für Deutschland nicht gefehlt hat — auf seiten der Entente stehe.

Dieser Konferenz von Belgrad folgte die Zusammen­kunft der Delegierten der baltischen Staaten in Warschau. Dasselbe Polen, das in Belgrad Richt­linien für Genua mit der Kleinen Entente zusammen festgelegt hatte, empfing nun in seiner Hauptstadt die Delegierten Finnlands, Estlands und Lettlands, nur Litauen, das man wegen des noch immer nicht beige- legten Wilna-Konfliktes nicht eingeladen hatte, fehlte. Voller Stolz wies nun die „Gazeta Poranna" darauf­hin, die Verständigung mit der Kleinen Entente und den Baltsnländern würde vom Norden bis Süden Europas einen Block von 80 Millionen Menschen schassen. Das zeigt schon, wie sehr man sich in Warschau bewußt als Mittelstück in der Staatenkette von Finn­land bis Rumänien fühlt, in einer Staatenkette, deren vornehmste Ausgabe nach dem'Willen mancher Poli­tiker darin bestehen soll, eine Barriere vom Baltikum bis zum Schwarzen Meer zu bilden. Der Gedanke eines Zusammengehens der sogenannten Randstaaten mit Polen datiert nicht erst seit gestern, und er ist auch aus manchem Gesichtspunkt heraus durchaus begreiflich. Die Furcht vor einem wiedererstarkenden Rußland be­herrscht mehr noch als Warschau Reval und Riga' und schließlich auch Helsingfors. Es ist charakteristisch, datz auch der „Revaler Bote" in einem Artikel, der der Frage Zeines Zusammenschluffes der baltischen Staaten gewidmet war, die Ansicht vertrat, ein Zusammen­schluß der baltischen Staaten genüge allein nicht, um den roten Strategen von vornherein jede Lust an einem kriegerischen Abenteuer zu nehmen, sondern es wäre außerordentlich wünschenswert, ein militärisches De­fensivbündnis mit der nach Rußland stärksten Militär­macht, nämlich Polen, abzuschlietzen, die schon einmal den bolschewikischen Ansturm durch „das Wunder von Warschau" gebrochen habe. Aber man verkennt natür­lich auch in den Randstaaten nicht die Gefahren, die in einem solchen Bündnis mit Polen liegen. Man fürchtet in Konflikte hineingezogen zu werden. Mit Recht erinnert deshalb auch das genannte Revaler Blatt daran, im Jahre 1920 habe Pilsudski den Krieg gegen die Bolschewiken eröffnet, um den weißen Adler auf den Zinnen Kiews aufzupflanzen.

Man durfte also von vornherein annehmen, datz in Warschau mehr zur Diskuffion stehen würde als nur etwa die Aufstellung gemeinsamer Richtlinien für Genua. Man hatte um so mehr Grund zu dieser An­nahme, als bekannt geworden war, daß Polen in Helsingfors ein Militärbündnis angeboren hatte, ge­rade in dem Augenblick, in dem man sich in Finnland nach der Erledigung der karelischen Frag« in der bis­herigen Isolierung nicht mehr allzu wohl fühlte. Man sprach auch davon, ein ähnliches Angebot sollte in Estland gemacht oder sei gar gemacht worden. Die Frage eines Militärbündnisses aller baltischen Staaten hätte also immerhin in Warschau zur Diskuffion stehen können. In Moskau erkannte man die Gefahr, die in einem solchen Zusammenschluß liegen könnte, und die Cowjetregierung ließ tu den baltischen Staaten gleich­lautende Noten überreichen, in denen sie darauf hin­wies. von seiten Rußlands droh« diesen Staaten keine Gestchr, Nutzland erblicke aber in den Projekten einer

polnisch-finnischen Verständigung sowie in anderen zwi­schen Polen und den baltischen Staaten abgeschloffenen Konventionen feindliche gegen Rußland gerichtete Ab­sichten. Diese Moskauer Befürchtungen dürften heute noch über oas Ziel linaus'änktzen. Das politische Ab­kommen, in dem schließlich die Ergebnisse der Warschauer Konferenz niedergelegt wurden, hat nach polnischen Meldungen jedenfalls keine so weitgehenden Verpflichtungen der einzelnen Staaten gebracht. Die vier Staaten baden sich in diesem Abkommen lediglich verpflichtet, keine Verträge abzuschlietzen, die gegen irgendeinen Kontrahenten gerichtet sind und sie haben sich ferner zu einer wohlwollenden Neutralität imFalle eines nicht provozierten Angriffes eines der Kon­trahenten verpflichtet.

In Moskau hat man es trotzdem für zweckmäßig ge­halten, eine Gegenmine springen zu laffen. Wie nämlich gemeldet wird, hat die Sowjetregierung zu einer zweiten Baltenkonferenz nach Moskau einge­laden. Hier werden allerdings nur — und das nimmt der Konferenz schon etwas von ihrer Bedeutung — die Moskauer Vertreter der betreffenden Staaten» nicht aber ihre Außenminister die Verhandlungen führen. Diese Einladung wird man in den Rand­staaten nicht gut abschlagen können, aber man wird auch wahrscheinlich auf keiner Seite irgendwelche be­sondere Ergebnisse erwarten. Den Sowjets mutz an einem leidlichen Verhältnis zu den Randstaaten ge­legen fein, da sie diese Länder für den Transit ge­brauchen. Immerhin ist es lehrreich und wieder ein Beispiel für die Aktivität der Sowjetpolitiker, datz man sich jetzt bemüht, was im Falle der ruffifch-französifchen Verhandlungen, Radek-Cachin, mißlungen ist, durr^u- führen, nämlich einen Keil in die sich möglicherweise bildende Einheitsfront zu treiben. Mit welchem Er­folg. wird der Verlauf der Moskauer Besprechungen lehren! __

Die deutschen Vorbereitungen für Genua

Br. Berlin. 22 Mär,. (Ein. Drabtbericht.) Die vorbe­reitenden Arbeiten für die Konferenz von Genua in den ein, zrlren Ministerien sind bereits zum Abschlutz gelanat. Jetzt beginnen die sogenannten Chefpewreckungen darüber. Die eute findet bereits heute nachmittag statt. ,

Br. Berlin. 22. März. (Eia. Drabtbericht.) Nack, einer Information der ..25. Z." wird angenommen daß auver dem Rührer der deutschen Delegation. Außenminister Dr. R a t h e n a n. auch noch Finamminister Dr. v e r m e «und ein Ve,tr>1er der Sozialdemokratie, wahrscheinlich Wirt­schaftsminister Schmidt. nach Genua geben werden. ,Die deutsche Houvtdelegation wird aber mehr als drei Kome umfoilen. Sie wird wahrscheinlich um zwei oder.drei Staats- sckretäre veimebrt werden. Es ist wahrscheinlich, daß auch Reichskanzler Dr. Wirtb der Eröffnung der Konferenz beiwohnen wird. Die Hauvtdelesation wird,von niedreren Sachverständigenausfo,iiiien begleitet lein. Es werden Stv? f rf:üTT« für die verschiedenen Zweige des euro- voiscken Wiederaufbaus (Finanzen. Wirtschaft. Handel. Banken. Transvortwelen uiw.) gebildet werden. Uber d.'r Persönlichkeiten, die in diele Auslckull» ernannt werden, ist noch nichts Endgültiges bestimmt.

Die Sachverständigen-Borksnferenz.

W. T.-B. London. 22 März. Wie gemeldet wird, wurde bei den gestern vormittag und nachmittag abgebaltenen Sitzungen der hier tagenden S a ch oerst a nd i ge n v or- konferen» van Genua die russische Frage weiter bebandelt. Laut „Doiln Telegraph ist die Frage des in­dustriellen Aufbaus Rußlands dabei nicht erörtert worden. Das wird erst geschehen können, wenn die von dem. franzö­sischen und belgischen Delegierten entworfenen Plan« for­mell unterbreitet worden strd. Inzwischen würde die Prüfung der britischen Dorschlage. von denen die meisten auch in den italienischen Planen wiederkebren. fortgesetzt. Die Hauvtgrundsätze des brlt„chen Planes für die Liauidation für die verschiedenen Kategorien der russischen Schulden scheinen, laut ..Daily Telegraph'. allge­mein gebilligt worden ,u kein, darunter auch der. Vorschlag eines Fünf-Ja hre-Moratori ums. D,e italie­nischen Sachverständigen haben andererseits besondere Auf­merksamkeit der Frage »ugewandt. mit welchen Mitteln, ge­setzlichen oder anderen, am besten mebr oder weniger nor­male Handelsbeziebiingen mit Rußland wieder angelnupft werden können. Die italienischen Sachverständigen sind ebenso wie die britischen der Ansicht, daß keinerlei, unnötige Einschränkungen vorhanden sein dürfen, und daß die Garan­tien. die evtl, von Rußland gefordert werden keinen Ein­griff in die Souveränitätsrechte Rußlands darftellcn dürfen und auf dem Gebiet des Rechtes auf ein System der Schieds­gerichtsbarkeit beschränkt sein müsien. Die italienischen SaÄ- r-c,ständigen unterbreiteten auch eine Anzahl von Vor­schlägen. zum Beispiel über das kommerziell« Taulchver- wbren. wofür «in besonderes Zollabkommen notwendig sein würde, sowie über die Entsendung von technischen und anderen Eve»ialw.isiion«n nach Rußland. Die französischen Delegierten waren dagegen der Anstcht daß einige der italienischen Vorschläge Sacke der betr. Regierungen seien, entsprechend ihren Bedürfnissen und Auffasiungen. Die ttalienilcku Delegation war laut ..Daily Telegraph" ebenso wie die britische mebr dazu bereit als di« französische, auf Formalitäten zu verzichten und bestebend« Handels- und sonstige besondere Schranken niederzureißen. Heute sind-t keine Sitzung statt, um die Sachverständigen in die Lage zu versetzen, eingebend di« verichiedenrn ihnen unterbreiteten Projekte »u vrüfen.

Laut ..Times" wurden in den gestrigen Verhandlungen der Sachverständigen auch Fragen dehandelt. die die Be­endigung der bestehenden anormale» Beziebungen der Aiäwte mU Rußland betreiieu.

Tie Reparationsnots.

. Br. Berlin, 22. März. (Eia. Drabtbericht.) Der aus­wärtige Ausschuß des Reichsmas trat beute in Anwesenheit des Reichskanzlers Dr. Wirtb und des Ministers des Aichern Dr. Ratbenau zu einer Sitzung zusammen, um über die Abänderung des Wirtschaftsab­kommens zu beraten. Während der Verhandlung traf eine Mitteilung über den Inhalt der Reo.a- rationsnote ein. Der Ausschuß beschloß deshalb, seine Verhandlungen abzubrechen und er wird voraussichtlich nwrgln oder übermoigen zu einer Sitzung zusammentreten, um zunächst über die Revarationsnote zu beraten.

Amerika wünscht in der Reparationskommiffisn vertreten zu sein.

W.T-B. Daris, 22 März. Havas berichtet aus New Bork, nach der „Evenina Post" wünsche Präsident Har­bin g. daß die Bereinigten Staaten in Zukunft offiziell «r der Revarotionskommission vertreten seien. „ ^

. Rack einer vom ..Matin" wiedergegebenen Meldung kündigt man an offizieller Stelle an. Staatssekretär Hughes habe den verbündeten Regierungen eine Note übermittelt, in der er di« Gründe auseinandersetze. weshalb die amerikanische Regierung verlange, an der Verteilung der von Deutschland aut Revarationskonto geleisteten Zahlungen teilzunehmen, um die Rückzahlung der Bcsatzungs- koston ru erlangen. Man füge hinzu, der Tert dreier Rote Word« innerhalb 24 Stunden veröffentlicht werden.

Die Herabsetzung der Besatzungskosten.

Sr. Berlin. 22. März. (Eig. Drabtbericht.) Z» der Frcge der Herabsetzung der Besatzungskosten erfährt die „Tägl Rundschau aus Paris' Die englischen Delegierten hätten der Revarationskommisiion den Vorschlag gemacht, eine erhebliche Verringerung der Desatzungskosten in die Wege zu leiten unter der Bedingung, daß auch von deutscher Seite die Ausgaben für die Verwaltung einge­schränkt würden. Als eine derartige von Deutschlano »n sordornde Maßnahme verlange der englische Vorichlag die Reduzierung, der bundesstaatliche n P a rla- mrnre auf ein Mindestmaß oder deren ganze Aufhebung. Feiner solle der Besitz der Länder, wie Bergwerke. Elektri- ritätranlagen usw unter Beteiligung von in- und aus­ländischem Privatkavital zu einem Konsortium zusammen- geschlossen werden, das eine Garant,« für eine internatio­nale Anleihe bilden würde. Man hofft, durch den Fortfall der bundesstaatlichen Parlamente bis zu 15 Milliarde» Paviermark jährlich zu ersparen. wofür als Gegenleistung die Besatzungskosten um etwa 5 bis 6 Milliarden lahrliw venninder: uriden sollen. Bon französischer Serie sollen argen den englischen Vorschlag noch einige Bedenken bestehen, da man furmtet. daß durch diese Maßnahme eine Zentrall- siernng der Neickeverwaltung erzielt wurde, die den fran­zösischen Jnteresien zuwiderläust.

Die Nachprüfung der Beschuldigungen wegen Berletzung der Genfer Kouvention.

Br. Berlin. 22. März lEig. Drahtbericht.) Auf dem ly. internationalen Kongreß der Roten Kreuz-Verbände in Genf war die Einsetzung eines Ausschusies beschlossen wor­den. der die wäbrrno des Weltkrieges von den beiden Kriegs- varteien gegeneina»der erhobenen Beschuldigungen wegen Verletzung der Genfer Konvention nachvrüfen sollte. Die kriegführenden Länder sollten bis zum 15. Oktober 1621 dem internationalen Komitee vom Roten Kreuz ihr An- klaaematerial überreichen, damit es dem Ausschuß zur Prüfung unterbreitet werde. Dieser Versuch, die von den beiden Krieasvarteien gegen einander erhobenen Beschul- digunaen vor einem neutralen Forum zum Austrag zu bringen, ist jedoch, wie die „Germania" bört. gescheitert. Das deutsche Rote Kreuz hat das deutsche Anklagematerial in Form einer Denkschrift dem internationalen Komitee in Genf fristgerecht einaereicht' angeblich ist das gleiche nur roch von feiten des Roten Kreuzes eines einzigen anderen kriegfübrenden Land-s geschehen. Das internationale Komitee bat den Roten Kreuzverbänden bierouf ein Rund­schreiben übermittelt, in dem es erklärt, daß es sich außer­stande lebe, den Beschluß durckzuführen. In dem Rund­schreiben wird als Begründung für dielen Rückzug ange­geben. daß. da die Zeugen beute in alle Welt zerstreut oder verichwunoen und die Beweismittel zum Teil vernichtet seien, es nicht mebr möglich fei. den Sachverhalt einwandfrei frstziistellen. Außerdem würde die Untersuchung keine ver­söhnende Wirkung haben, sondern die Saßgefüble der Trüberen Kriegsvarteien von neuem entfachen.

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Dis Gefahr der Seucheneinschlepprmg aus Rußland.

as. Berlin. 22. März. (Eis. Drahtbericht.) In War. schau ist in dielen Tagen die vom Völkerbund einberusene internationale Sanitätskonierenz eröffnet worden an der 24 Länder beteiligt stnd. die daran interessiert sind, gernein- iame Abwehrmaßnabmrn gegen die Einschleppung der in Rußland herrschenden Epidemien nach Mittel- ulld West- emoxa zu ^treffen. Einem vom Völkerbundsrat beraus- gegebenen Beruht ist zu entnehmen, daß im kommenden Fruhiabr etwa 700M> Sluswanderer aus Rußland, wo sich die gesundheitliche Lage autzerordentlick verschlimmert bat. an den Grenzen Polens und der baltischen Staaten an- krmmtn.weiden. Wie sehr die Epidemien in Rußland um sich gcgrifscn haben, geht schon daraus hervor, daß im Jahvt 192k: auf ic eyv Einwohner Rußlands 8.7 Pockrnerkrankungen (gc-gen 4.3 im Jahre 1917) entfielen. Fleckfiebererkrankungen sogar 264.6 (gegen 7.1). Typhus 34.3 (gegen 10.1). Dabei ist ru bnuckstchtigen. daß diele Zablen keineswegs ein vollstän­diges Bild gewahren. Aus dep Hungergebieten wird erneut ein starker Bi.schwellen der Seuchen gemeldet, io aus Saratow ein starkes Ilmstckgreifen der Pest, aus Jekate- rivoslaw ein neues Aufflammen der E b o l e r a. Die Sowicrrcgieruna hat zwar selbst in diesen Gebieten strenge Al-weriunasmaßnahmen getroffen, doch ist es.den Hungern­den zum Teil gclungen. die Sperre ru durchbrechen. Eine mtcrnaiionale B«kämvsung der Gefahr ist daher unbedingt erforderlich.

v. Paris, 22. März. (Eig. Draktberickt. > Radio meldet aus Helsingfors. daß die Sowjetbebörden mit der Regi- strierung der Kirchenschätze beginnen, um diese au beschlagnahmen und zur Linderung der Hungersnot zu ver- wrnLro.