Einzelbild herunterladen
 

Verlag Langgasse 21

kchalter.HaUe stSffntt von * Uhr morgens Ws 8 Uhr «den»». Postscheckkonto: Frankfurt «.58. Nr. 7485.

Wöchentlich

5>qn,rvrelse: Bon, Verlag bezogen: Mk. 8.80, durch die Ausgabestellen bezogen: Ml. 10.SO, durch die Träger ins Haus gebracht Mk. 12.— monatlich. — Bezugsbestellungen nehmen an: der Berlag, die Ausgabestellen, die Träger und alle Postanstalten. — In Füllen häherer Sew-st, Betriebsstörungen oder Streiks haben die Bezieher keinen Anspruch auf Lieferung des Blattes oder Erstattung des entsprechenden Entgelts, . .—MWH

12 Ausgaben.

Fernruf:

^ragdlatthans» Nr. 885»-58.

Bon 8 Uhr morgens bis 8 Uhr abends, nutzer Sonntags. Postscheckkonto: Frankfurt «. «. Nr. 74«S.

Anzeigenprrise: örtliche Anzeigen Mk. 2.—, Finanz- und Lustbarkeits-Anzeigen Mk. 3.—, auswärtige Anzeigen Mk. 3.-, örtllche Reklamen Mt. 7.—, auswärtig« Reklamen Mk. 18.— für die einspaltrg« Kolonelzeile oder deren Raum. — Bei wiederholter Aufnahme unveränderter Anzeigen entsprechender Nachlatz. — Schluß der Anzeigen-Annahme für beide Ausgaben: 10 Uhr vormittags, ® n ’ fc '* Aufnahme von Anzeigen an »orgeschriedenen Tagen und Plizen »ir» keine «ewähr 0

Für die übernommen.

Berliner Adteilrm, des Wlesdsdeuer Tizölatts: Berlin SW. 61, Bliicherstratze 12, Fernsprecher: Amt Moritzplatz 1S300.

Dienstag» 21. März 1922.

Abend-Ausgabe.

Nr. 136. ♦ 70. Jahrgang.

' Weiter abwärts!

Am Montagnachmittag hat der Kurs des Dollars an der Börse, der noch zu Beginn dieses Jahres um 200 stand, den Punkt 300 überschritten. Der Chor der Einfältigen und Übelwollenden, der von wirtschaft­lichen Zusammenhängen nichts versteht oder das Un­verständnis anderer sich zunutze machen will, wird daraufhin sicher wieder von absichtlichen deutschen Machenschaften zu erzählen wissen, Machenschaften, die darauf berechnet sein sollen, eine besonders günstige Atmosphäre für Genua zu schassen. Aber neben jenen nicht alle Werdenden gibt es glücklicherweise und in wachsender Zahl auch Einsichtige in der Welt und sie werden sich keinen Täuschungen darüber hingeben, daß die neuerliche Katastrophe unseres Zahlungsmittels, die für niemand katastrophaler ist als für Deutschland selbst, aus Zusammenhängen herrührt, die sich der Kontrolle Deutschlands völlig entziehen und dick es in der Lage, in die es gebracht worden ist, tatenlos wie ein Elementarereignis über sich ergehen lassen mutz.

Der Kursstand eines Papiergeldes, für das keine Goldeinlösungspflicht besteht, reguliert sich wie der jeder anderen Ware nach Angebot und Nachfrage. Das heißt, sind in Deutschland viele ausländische Devisen am Markt und im Ausland wenig deutsche Mark, so steigt der Kurs der Mark; sind in Deutschland wenig fremde Devisen flüssig und im Ausland viele deutsche Mark, so sinkt der Kurs der deutschen Mark. Verstärkt kann die Bewegung dadurch werden, daß eine Gruppe weiter vorausschauende Leute, die man als „Speku­lanten" bezeichnet, die Entwicklung nach einer oder der anderen Richtung als sicher in Rechnung stellt und aus Grund dieser Sicherheit bereits höhere Preise für das Auslandsgeld zahlt oder es nur noch zu niedrigeren Preisen aufnimmt, als auf Grund der augenblicklichen Lage von Angebot und Nachfrage gerechtfertigt wäre. Auch die Vermehrung des Geldumlaufes, die Noten­inflation, kann zu Entwertungen eines Zahlungs­mittels führen. Aber es ist im Gegensatz zu der land­läufigen Ansicht festzustellen, daß der Grad von Ent­wertung, den die Mark erfahren hat, nicht mit der Noteninflation zu erklären ist, weil die Vermehrung des Geldumlaufes prozentual bei weitem geringer ist als die Entwertung der Mark. Wir haben mit Bezug auf die gegenwärtige Lage absolut daran festzuhalten, daß die Bewegung der Mark lediglich auf Grund des tatsächlichen Angebotes und der tatsächlichen Nachfrage non und nach fremden Devisen an den deutschen Börsen und deutschen Devisen an den fremden Börsen statt­findet, und auf Grund der Erwartungen, die die Spekulation in dieser Richtung hegt. Da aber die Er­wartungen der Spekulanten, wenn sie mit den Tat­sachen nicht übereinstimmen, sehr rasch wieder von Gegenspekulanten auf ihr wirkliches Matz zurückgeführt werden, die durch Tatsachen nicht gerechtfertigten Kursgebote der Spekulation also nicht von längerem Bestand sein können, so bleibt als einzige tatsächliche Quelle der Papiergeldbewertung nur eben jenes Ver­hältnis von Angebot und Nachfrage übrig. Alles an­dere kann nur zeitweilig und nur nebensächlich wirk­sam sein, sehr zum Unterschied von der populären An­schauung, die gerade das Nebensächliche und in seiner Wirkung zeitlich Begrenzte im Vordergründe sieht.

Das Angebot von fremden Devisen im Inland und von deutschem Eelde im Ausland wiederum ist eine Ausstrahlung der Bilanz des Waren-Jmportes und -Exportes eines Landes und der Bilanz aller sonstigen Zahlungen, die es an die übrige Welt zu leisten hat oder von ihr empfängt. Übersteigt der Export eines Lan­des feinen Import, so hat es für feine Warenausfuhr mehr Geld vom Ausland zu empfangen, als es für seine Wareneinfuhr an das Ausland zu entrichten hat. Dir­kes Geld, das in Form von Bargeld, Noten oder Devisen an den Geldmarkt gelangt, erhöht also das Angebot von fremden Zahlungsmitteln und damit den Markwerl; dieselbe Wirkung tritt ein, wenn die Be­zahlung mit im Ausland befindlichen Markwerten voll­zogen wird, wenn also am ausländischen Geldmarkt Nachfrage nach der Mark eintritt. Im umgekehrten Falle, d. h. also, wenn die Einfuhr eines Landes feine Ausfuhr überwiegt, tritt in allen Punkten eine gegen­sätzliche Entwicklung ein und das Resultat ist eine Ent­wertung der heimischen Währung. Und ebenso steht es mit der neben der Warenbilanz einhergehenden Zahlungsbilanz: der Summe solcher Verbindlichkeiten, vie zwischen einem Lande und der übrigen Welt auf Grund von Vorgängen besteht, die nichts mit dem Warenverkehr zu tun haben, z. B. Frachten, Verzin­sungen von Kapitalanlagen und Staatsschulden.

Diese theoretischen Erwägungen auf den praktischen s^all der Markwährnng angewandt, ergeben folgendes Bild: Erstens: Die Einfuhr, die für einige Zeit scharf ibgebremst worden war, mutzte in der letztenZeit wieder

in erhöhtem Matze ausgenommen werden und sie über­steigt den Wert der Ausfuhr; die fremden Zahlungs­mittel. die für den Unterschied notwendig sind, müssen gekauft werden. Also erhöht sich die Nachfrage hier­nach, oder es mutz mit Mark gezahlt werden, es erhöht sich also an den Auslandsbörsen das Angebot von Mark. Zweitens: Eine Reihe von Spekulanten im Ausland, die auf Verbesserung der Mark gehofft hat­ten, sehen sich jetzt enttäuscht, suchen ihre Bestände zu verkaufen, vermehren asso auch ihrerseits das Angebot von Mark. Drittens- Durch die Verpflichtung, alle zehn Tage 31 Eoldmillionen als Reparation abzuführen, sind die Devisenlvorräte der Reichsbank jetzt an ihrem Ende angelangt. Sie mutz also als Devisenkäufer großen Stiles auftreien und dadurch einerseits die direkte Nachfrage nach fremden Devisen verstärken, andererseits,, da sie nur in Papiermark zahlen kann, das Angebot an deutscher Mark erhöhen. Aus alledem, verstärkt noch durch eine Spekulation, die das Ob­walten gleicher Verhältnisse auch für die nächste Zu­kunft erwartet, kann sich nichts anderes ergeben, als eine dauernde Mehrbewertung der fremden Zahlungs­mittel in Deutschland und eine dauernde Minderbe­wertung der deutschen Zahlungsmittel im Ausland.

Das sind die einfachen Zusammenhänge einer Er­scheinung, die uns mit furchtbarer SchnelliAeit und mit fast unabsehbaren Wirkungen immer tiefer in einen Abgrund hineinführt, der für Hunderttausende uner­hörte Verelendung und für das ganze Volk eine Zer- mürbung seiner Existenzgrundlagen bedeutet. Wir sehen sich diesen Absturz mit Schrecken vollziehen, aber wir selbst sind zu schwach, ihm wirklich Einhalt zu ge­bieten, — müßig sehn wir unsere Werke und be­wundernd untergeh'n!

._. Hm v Paris. 20. Mar,. tHavas.) Die Revarationskom- mmicn hat heute nachmittag sie Prüfung der deutschen 3 c h l unser in bar und in natura für das Jahr 1922 so­wie. der Finanrreform und der Garantien fortgesetzt. Es übemt. daß die in Cannes aufgestellten Zahlen von 750 Millionen Goldmark m bar und 1450 Millionen in Sach­werten unter bestimmten Bedingungen aufrecht erhalten werden s-llen. Die Kommission wird morgen nachmittag eine weitere offizielle Sitzung abhalten, in der sie die Be- rarurgen über das Deutschland zu bewilligende Mora­torium und die dafür m fordernden Garantien rum Ab- IchIutzzu bringen gedenkt.

. W- T -‘ R - Paris. 21. März. Die Reparationskom- m l s s r o n.wird heute nachmittag eine neue offizielle Sitzung abbalten.. in deren Verlauf sse glaubt, zu einem Einver­st.« ndnis über dl« Ausdehnung der Garantien, me von Deutschland gegen die Gewährung eines Mora­toriums verlangt werden sollen, zu gelangen. Es scheint nach der Savasagentur. dass die in Cannes festgeleaten Ziffern unter gewissen Bedingungen aufrechterbalten wer­den allen.

Der ..Matin" glaubt, datz die Hinauszögerung der Ent­scheidung darauf zuruckzufübren ist. datz der belgische Dele­gierte Delacroix im letzten Augenblick wichtige Vor­schläge unterbreitet habe, die eine ziemlich lange Diskussion und ern eingehendes Studium benötigten. Diese Vorschläge sollen, ssch bescnters auf die Kontrollfragen beziehen. Bis letzt seren nach dieser Richtung zwei Thesen ins Auge gefaßt wnl-en: die eine, die englisch-italienische, die darin bestanden habe. Deutschland ein Ultimatum zu stellen und ihm für die Ausführung seiner Finanzreformen unter Androhung von Sanktionen eine gewisse Frist zu ge­währen. aber ihm die Möglichkeit offen zu lassen, durch diese Annahme die alliierte Einmischung zu verhindern: die andere Tbese habe darauf abgezielt eine sofortige Kontrolle einzurichten. Die neuen Vorschläge Delacroix' batten zum Ziel, die beiden Standpunkte miteinander zu verbinden. Desgleichen fei entschieden worden, datz die Revarations- kommission beute aufs neue tagen werde, und es sei wahr­scheinlich. datz man ssch beute abend über die Vorschläge Delacroix einigen weide.

Der ..Petit Parissen" dagegen glaubt, datz die in Cannes vorgesebrncn Garantien wahrscheinlich aufs neue ange­nommen würben: ledoch scheine die Kommission geneigt zu sein, gewisse alliierte Kontrollen himuzuiügen. die namentlich ausgeübt würden über die Zolleinnahmen und über den Eingang de: Auslandsdevisen. Deutschland werde ausgefordert, sofort den Grundsatz dieser Kontrollen anzunebmen. Der Mechanismus der Ausführung solle später präzisiert werden. Was die Frage der inter­nationalen Anleihe anbetreffe. so scheine die Ten­denz dabin zu gehen, das Studium aufzumueben und ahzu- warten, bis Deutschland die notwendigen Finanzreformen 3 iir Stabilisierung der Mark durchgenihrt habe. Auf diesem Dekrete allerdings hätten die Beratungen noch zu keinen definitiven Konklussonen geführt. ^ ,,, , ,, s

W. T.-B. London. 21. März (Drabtbericht.) Der Par­lamentsberichterstatter der ..Times" schreibt bezugnehmend varauf. datz die Revarationskommissson nicht, wie erwartet wurde, gestern ihre Beschlüsse über den Gesamtbetrag der deutschen Revaration für 1922 und die Garantien für die Gewährung eines Teilmoratoriums gefaßt habe, man sei leider zu der Ansicht berechtigt, datz die Meinungsver­schiedenheiten unter den Alliierten schwerer zu lösen

Die Schwierigkeiten schienen mit betreffs der von Deutschland zu entstanden zu sein. Cs sei wobl eine Richtung vorhanden sei. die rigoroseste

streu als erwartet wurde, bezug auf die Garantien fordernden Finanrreform

wahr, datz in Frankreich _ _ _.. ...

wünsche. Deutschland die rigoroseste Finanzkontrolle aufzu- crlegen. während in jedem Fall die vorherrschende Meinung

Großbritanniens dabingebe.

geben, wird zur Aufstellung seines Budgets und zur

rana «einer 8

datz Deutschland Gelegenheit ge- Besse-

Die deutschen Vorbereitungen für Genua

Br. Berlin. 21. März. (Eig. Drahtbericht.) Wie wir ciiabren. sind die deutschen Vorbereitungen für Genua zu einem gewissen Abschluß gelangt. Voraussichtlich wird das Kabinett bereits in seiner heutigen Sitzung sich mit dem Ergebnis der Ressortvrüfungen desassen. Über die Zusammensetzung der deutschen Delegation für Genua weib der ..Berl. Lakalanz." mitzuteilen, dag die zu­ständigen Ministerien, das. Auswärtige Amt. das Wird schaftsministerium und das Wiederaufüauministerium..durch ihre Minister oder Staatssekretäre vertreten sein wurden. Aller Wahrscheinlichkeit nach werde Dr. Rat Henau die Führung de: Delegation übernehmen. Der ..Bert. Lokalam." meint, das schließe aber nicht aus. datz auch Reichskanzler Dr. W i r t b nach Genua fahre.

Wir wir zuverlässig erfahren, wird Dr. Ratbena.u in der nächsten Kabinettssitzung sein Programm zur die Konferenz von Genua Vorbringen. Es ist anzunebmen. datz un diesem Zeitpunkt ab alle Porarbeiten für die Konferenz, die bisher von den einzelnen Ressorts geleistet worden stnd. in feine Sand konzentriert werden.

Poincarö verzichtet endgültig.

W. T.-B. Paris. 21. März. Nach dem...Oeuvre" bat P o i n c a r 6 gestern erklärt, er verzichte endgültig darauf, nach Genua zu geben.

W. T.-B. Paris, 21. März. Wie der ..Petit Paristen" mitteilt, wird die französische Delegation für die Konferenz von Genua aus fünf Personen bestehen und Vertreter der Verwaltung, der Handels- und der voli tischen Welt um- sassen. Nähere Bestimmungen über die Persönlichkeiten seien noch nicht getroffen.

Die Unterbringung der Abordnungen.

v. Rom. 21. März. lEig. Drahtbericht.) Die eng­lische Delegation für Genua wird 110 Mitglieder umfassen, sie wird im Schloß Miramare wohnen. Lloyd George und Lord E u r z o n wohnen privat. Die Belgier kommen mit 14 Delegierten, die mit den 8 Schweizern eben­falls im Miramare wohnen. Frankreich bat die Zahl seiner Vertreter noch nicht angegeben. Sie werden im Hotel Savova unterg-bracht werden. Deutschland schickt 80 Delegierte, die zum Teil im Hotel Eden, zum Teil im Hotel Bavaria wobnen rvexden. Der Kanzler und Dr. Ratbenau sollen vnvat untergebrackt werden. Die 110 italienischen Vertreter wobnen im Bristol und Svlendid. Die 109 Javaner wohnen in Genua-Pegli und längs der Riviera. Ferner treffen ein' 3 Norweger. 10 Schweden. l0 Dänen. 10 Holländer. 4 Luxemburger 15 Spanier. 9 Portu­giesen. 7 Ungarn 6 Österreicher. SO Russen. 12 Südklawier. 40 Polen. 7 Litauer. 24 Estben. 6 Letten. 30 Tschechen. 7 Hinnländer. 22 Griechen 3 Albanier und 22 Rumänen.

Die Londoner Sachverständigenkonferenz.

klm. London. 20. März. (Havas.) Die Zusammenkunft der alliierten sachverständigen ist heute nachmittag im Board of Trade eröffnet worden. Die Sitzung bat etwa eine Stunde gedauert. Die Sachverständigen haben das A r b e i t s v r o g r a m m aufgestellt und die russische Fräse im allgemeinen geprüft.

Die Konferenz der Autzenmintster.

Hm. Paris, 21. März. Der gestern abend in Paris ein- getrvffcne italicirische Minister des Äußern Schanz er wird b>nte morgen mit Millerand und PoincarS eine Unterredung haben. Lord Curron wird beute abend erwartet. Es wird angenommen, datz die Konferenz der drei Außenminister mindestens eine ganze Woche dauern wird. Nach Havas sei es wahrscheinlich, daß ein Vorschlag zu einem Waffen­stillstand zwischen Keinalisten und Griechen von Lord Curron vorgelegt werde, da di« Schneeschmetze jetzt die Wiederaufnahme der Feindseligkeiten begünstige. Es sei nicht unmöglich, datz die Regierungen von Angora und Athcn den Antrag stellen würden angebört zu werden. Was die Rcvaraticnskcmmission anlanae. so seien bezüglich der von Deutschland im Jahre 1922 zu leistenden Zahlungen Entscheidungen bereits getroffen mit dem Zweck, den Sauvt- grundsatz einer Finanzkontrolle über Deutsch­land zvrulassen. besonders über die Zölle. Die Ausfüh­rungsbestimmungen sollten später festgesetzt werden. Zur Erleichterung der Abkommen mit Loucheur und Bemelmans solle außerdem Deutschland gehalten sein, die Naturalliefe- rursen. die es nicht ausaeführt habe, in bar zu zahlen. Das ganze von Deutschland zu fordernde Garantiesystem werde zweifellos heute von der Revarationskommission festselest werden.

Cambous Ausscheiden aus der Botfchafterkonferenz.

W. T.-B. Baris. 21. März. Wie das ..Journal" berichtet, ist mit dem Abgang Jules C a m b o n s aus seiner Stellung in der Botschasterkonferenz nicht so rasch zu rech­nen. wie man geglaubt habe. Die französische Regierung sei der Ansicht, er müsse erst die Liauidiernng einer gewissen Anzahl schwebender Angelcsenbeiten. so namentlich den Zwischenfall von Petersdori in Oberschlesten. regeln.. Diese Liauidiernng könne noch mindestens 14 Tage in Anivruch nebmen.. Alle Kandidaturen, von denen man gesprochen habe, trugen also den Charakter von Ver­mutungen.

«vverusung der amerikanischen Truppen.

,, y Washington. 20. März. (Reuter.) Der Staars sckretar für das Kriegswesen. W e e r s. bat beute ange ordnet, daß alle zurzeit noch am Rhein befindliche! amerikanischen Truppen bis »um 1. Juli »u ruckaczcgen werden tollen.

W. T.-B. Paris. 21. März. Savas meldet aus Wafhing ton: Der Kriegssekretär erklärte, datz die Zurückziehung de amerikanischen Streitkräst« aus dem Rheinland mit de Streitfrage über die Zurückerstattung der amer: kanischen Besatzungskosten nichts Mt tun bade: die Zurück »»bim« erfolge entsprechend einem bereits vor längerer Zei nutotUiUen Beschluss«.