Einzelbild herunterladen
 

Verlag Langgasse 21

„XatbUtltuu“.

«chaüer-HaNe geBffnet von e Ubt morgens Ms 0 Uhr «tenss. »»Mcheckiopis: gtnnüurt ».«.Nr. 7M5.

Wöchentlich

Sctagsprtife: Dom Verlag bezogen - Mk. 9.8«. durch die Ausgabestellen bezogen: Mk. 10.30, durch die TrLger ins Haus gebracht Mk. 13.— monailich. — Bezugsbestellungen nehmen an: der Verlag, die Ausgadeliellen, die Träger und alle Poftanstallen/ — In Fällen höherer Gemalt, Betriebsstörungen oder Streiks haben die Bezieher keinen Anspruch aus Lieferung des Blattes oder Erstattung des entsprechenden Entgelts. s o s ooao os aoooaaoao ss es Ws a s v a oa sossas oa e s ss s s a ssee aa s»

12 Ausgaben.

Fernruf:

^ragblatthaus" Nr. Visa-33.

V»n » Uhr morgens bis 0 Uhr abends, außer Sonntags, Psstlchecklsnts: Frankfurt ». M. Nr. 7,03.

Anzeigenpreise: Örtliche Anzeigen Mk. *.—. Finanz- und L,istbarkeits-An,eigen Mk. 3.-, «uswörtige Anzeigen Mk, 3.—, öttliche Reklamen Mk. 7.—, auswärtige Reklamen Mk, io- für die enilpa «ge Kolonelzeile oder deren RaNm, - Bei wiederholter Aufnahme unveränderter Anzeigen entsprechender Rachlast. — Schluß der Anzeigen-Annahme für beide Ausgaben 10 Ubr vormittags. — Für die Aufnahme von Anzeigen an vorgeschriebenen Tagen und Plätzen wird keine Gewähr übernommen.

Berliner Abteilung de» Wiesbadener Tagblatt»: Berlin 81V. ei. Dlücherstratze 12, Fernsprecher: Amt Moritzpla- 15306.

Donnerstag» 16. März 1922.

Abend-Ausgabe.

Nr. 128. ♦ 70. Jahrgang.

Bekanntmachung.

„ Entscheidung des Militärvolizeigericbts Nr. 1 ru Wiesbaden in keiner Sitzung vom 1. März 1922 gegen Mulleoan. Christian. wohnhaft in Wiesbaden. Adob- «ratz« 1. von Berus Kellner. F255

In Anbetracht Letzen. datz am 1. 2. 1922 der Angeklagte an «inen Soldaten Alkohol serviert batte und er demnach den Artikel 8 der Verordnung Nr. 2 der Hoben Inter­alliierten Rheinlandkommission übertreten bat. verurteilt das Gericht Mullevan, Christian. ru dreihundert (300) M. Geldstrafe nebsr den Kosten der öffentlichen Bekanntmachung der obengenannten Gründe und vorstehender Verurteilung in der Zeitung .Wiesbadener Taablatt" und bestimmt, datz bei Nichtzahlung der Geldstrafe innerhalb einer Frist, welche durch den Kommandierenden General der Division bestimmt wird, eine Gefängnisstrase von 50 Tagen tritt aus Grund des Gesetzes vom 22. Juli 1867.

Für richtige Abschrift: Der Staatsanwalt.

Bekanntmachung.

Entscheidung des Militärpolizeigerichts Nr. 1 ru Wiesbaden in seiner Sitzung vom 1. März 1922 gegen Lotz. Karl, wohnhaft in Biebrich. Kailerstratze 34. von Berus Gastwirt. F 256

In Anbetracht dessen, datz am 12. 2. 1922 der Angeklagte ein Glas Branntwein an jeden der fünf Soldaten afri­kanischer Herkunft, welche von Gendarmen überrascht wur­den. serviert batte und er demnach den Artikel 28 der Ver­ordnung Nr. 2 der Hoben Interalliierten Rbeinlandkom- mitzicn übertreten bat, verurteilt das Gericht Lotz. Karl, zu tausend (1000) M. Geldstrafe nebst den Kosten der öffent­lichen Bekanntmachung der obengenannten Gründe und vorstehender Verurteilung in der Zeitung .Wiesbadener Tagblatt' und bestimmt, datz bei Nichtzahlung der Geld­strafe innerhalb einer Frist, welche durch den Komman­dierenden General der Division bestimmt wird, eine Ge­fängnisstrase von 3 Monaten tritt aus Grund des Gesetzes vom 22. Juli 1867.

Für richtige Abschrift: Der Staatsanwalt.

Zwei neue Versuche.

Die bisherigen Versuche zur Lösung des Repara­tionsproblems liefen im Grunde genommen auf nichts anderes hinaus als auf Änderungen der Methode, nicht aber der Summe, auf eine Abbürdung der Last von einer Schulter auf die andere. Das war ein Ver­fahren, das kurze Beine haben mutzte, und dessen Un­wirksamkeit am drastischsten in dem ungestört sich fort­setzenden Entwertungsprozetz der Mark zum Ausdruck kam. Es scheint aber, datz, wie der einzelne Mensch mit der Zeit, so auch die Staaten im Laufe der Ent­wicklung des Reparationsgedankens, erst an ihren Jrr- tümern lernen, was klug und richtig ist. Der Versuch, mit einfachen Methodenänderungen zum Ziele zu ge­langen. mutzte erst gründlich ad absurdum geführt [ein, ehe sich die Erkenntnis durchsetzen konnte, datz das Problem gar kein methodisches, sondern ein summari­sches sei, datz eine Gesundung der allseits gestörten Ver­hältnisse also nur auf dem Wege einer klaren und weit­gehenden Herabsetzung der deutschen Verpflichtungen erreicht werden könne. Die Staaten find, noch weit davon entfernt, wirklich klug und einsichtig zu sein, die Vernunft ist noch lang nicht alleinige Gebieterin ihrer Handlungen, aber datz es in der bisherigen Weise nicht weitergehen könne, ist ihfien nach und nach doch klar geworden. So ist es denn zum ersten Male zu ernst­lichen und amtlichen Diskussionen darüber gekommen, ob und inwieweit man die Störungen der Weltwirt­schaft nicht durch Änderungen in der Form, sondern in der Höhe der Reparationsforderungen beseitigen könne.

Der erste Plan, der vom englischen SHatzminister H o r n e herrühren soll, will das, wenn die Meldungen ausländischer Blätter zutrefsen, auf dem Wege eines internationalen Schuldenausgleiches bewerkstelligen. Der zweite Plan, der von dem Engländer Sir Vasil B l a ck e t t und dem Italiener E i a n i n i stammt, will die positiv als uneintreibbar erwiesenen Teile der Gesamtforderungen an Deutschland nicht nur stunden, sondern in einer Weise beiseite schieben, datz die soge­nannte Mobilisierung der aufbringbaren Teile dadurch praktisch möglich sein wird.

Der Hornesche Plan, soweit man über ihn unter­richtet ist, möchte zunächst die englischen Eläubiger- forderungen an Frankreich, in weiterer Ferne wohl aber auch die amerikanischen, als .Kompensationsobjekt für die Forderungen Frankreichs an Deutschland be­nutzen. England will auf einen Teil seiner Sckuld- forderungen an Frankreich verzichten, sofern Frankreich einerseits sich bereit erklärt, in derselben Höhe auf Re­parationsforderungen Deutschland gegenüber zu ver­zichten. Gedanken dieser Art sind schon häufig in der Öffentlichkeit aller Länder erörtert worden. Sie schei­terten aber an zwei Umständen: Erstens daran, datz die Gläubigerstaaten. England und namentlich Ame­rika. sich bisher durchaus nicht geneigt gezeigt haben, solche Schuldenannullierungen vorzunehmen: zweitens daran, datz Frankreich auf seine Kriegsschulden bei den Alliierten bisher ja weder Zinsen noch Amortisation gezahlt hat. daß es diese Lasten, die nur auf dem

Papier bestehen, also nicht als drückend genug emp­findet, immerhin möglichen Zahlungen Deutschlands dafür zu entsagen. Diese Bereitwilligkeit wird erst dann emtreten, wenn die Alliierten Frankreichs ein­mal Ernst damit machen, es zum Dienste seiner Kriegs­schulden wirklich anzuhalten. Diese Schulden belaufen sich auf rund 23^. Milliarden Eoldmark, was einem Iahresdienste von "ungefähr 1,42 Milliarden entspricht. An deutschen Zahlungen kann Frankreich aber, aus Grund des Verteilungsplanes von Spa und des Zahlungsplanes von Cannes, bestenfalls 1,12 Milliar­den Eoldmark erwarten. Die Ausgleichoperalion wird sich also in dem Augenblick als sehr nutzbringend er­weisen, in dem die französischen Schulden nicht mehr nur auf dem Papier stehen. Ob schon vorher Aussicht auf Durchsetzung der Horneschen Idee besteht, bleibt zweifelhaft.

Der zweite Versuch zielt weniger auf das Verhält­nis der Staaten untereinander als ans ihr Verhält­nis zur internationalen Finanz ab. Für alle Staaten handelt es sich darum, möglichst rasch zu Geld zu kommen. Namentlich Frankreich, hat dringenden Be­darf nach unverzögerten Geldeingängen. Seit Jahr und Tag ist es demgemäß das Bestreben der Regierungen, ihre Forderungen an Deutschland nach Art eines Lom­bardgeschäftes oder in einer Anleiheoperation möglichst rasch zu eskontieren. Das scheiterte bisher an der Un­möglichkeit, die deutsche Schuldverschreibung dem inter­nationalen Kapital als irgendwie verläßliche Grund­lage erscheinen zu lassen, denn jeder Kapitalist m aller Welt wußte, datz diese Schuldverschreibung die wirk­liche Kraft Deutschlands bei weitem übersteigt, daß sie im kaufmännischen Sinne nicht „gut" sei. Diese Papiere können nur dann marktfähig gemacht werden, wenn man sie erheblich reduziert. Umgekehrt aber besteht nach einer solchen Reduktion ziemliche Aussicht daraus, sie wirklich am Markte unterbringen zu können und somit rasch zu dem Gelds zu gelangen, dessen man so dringend benötigt. Es ist dieser Gedanke, der dem Projekt Blackett-Gianim zugrunde liegt, das eme Re­duktion der aktuellen Reparationsforderungen auf 45 Milliarden vorschlägt, unter Vertagung des Restes in Formen und unter Kauteln, di« bei einigem Optimis­mus mindestens für die Gegenwart fast als Annullie­rung betrachtet werden können. Jedenfalls soll dieser Rest erst dann in Betracht kommen, wenn die 45 Mil­liarden voll bealickien sind, so datz etwaige Kreditgeber nur mit der Belastung von 45 Milliarden Mark zu rechnen hätten. Auf diesem Wege mag die Mobilisa­tion dann wirklich gelingen und darin besteht der Reiz des Projektes für die geldbedürftigen Reparatrons- gläubiger! __

Die deEchen Zahlungen für 1922

w T -B Baris. 16 März Wie der ..Petit Paritzen" naib Bestätigung der Meldung, datz die Revarations- eommission jedenfalls Freitag die Entscheidung. über iie von Deutschland zu verlangenden Zahlungen für das Iabr 1922 treffen wird erklärt, wird man jedenfalls »» den von Cannes zurüÄe

also von Deutschland die Zahlung von 7 20 M i l l > o ne 'i föolbmctr? tn bar und von 1 4 5 0 M 1 1 1 1 o n t n wo i. o - mar! in Waren verlangen. Es sei auch ziveifelhast dab die vorgesehenen Garantie n des Entwurfs von Cannes wesentlich abgeändert würden. Man müsse nach dieser Rich­tung in Betracht ziehen, datz die Revarationskommdston einmütig die AnMt zu vertreten scheine, datz die Erlaute- runden Deutschlands über seine steuerliche Anstrengungen nicht befriedigten. Das Gefühl der Kommission scheine zu scin datz die deutschen Stenern um Mindestens 5-0 Prozent noch erhobt werden mutzten. Diele Sanierung der Budaetverhältnitze Deutschlands sei übrigens die Vorbedingung für die grötzere Operation. dle man dm Mobilisierung der deutschen Schuld nennen könne Die Revarationskommission sei tatsächlich mit dem bereits genannten Vorschläge Sir Robert Zornes be­schäftigt. Es scheine, datz ein Unterausschutz gebildet worden e der den Vorschlag prüfen solle. Ihm gehörten an: Bankiers, ein alliierter V-rt-eter der Kommission und m Vertreter Deutschlands, die dir vrokttzchen Bedingungen für eine von Deutschland cnchunehmende Anleihe aus dem inter­nationalen Markte prüfen sollen. Es icke,ne schon.letzt fest- zusteben. datz dies: technische Kommission den belgischen Ver­treter Delacroix zum Vorsitzenden haben werde. Dieser Ausschutz habe die Mobl zwischen zwei Methoden. Dre erste bestehe darin der Anleihe mutze eine Gesamtregelung der alliierten Schulden vorangehen: d. h man mutze einen Feil der deutschen Schuld durch die alliierten Schulden kompensieren. Die zweite Methode bestehe darin datz man ,m Gegenteil damit beginne, die Anleihe aufzulegen um später eine Gesamtanleihe aufzunehmen. In diesem Falle würden für die innere Anleihe als Pfand die deutschen Zoll- einnabmen im Betrage von ungefähr einer Milliarde Gold-

n ’ af T>cr ei .'Settt Bansten" nennt., wie gestern das -Petit Journal", als Zister für die rühende Schuld, 6 5 M i t « ftatb<n Eoldmark und als Zister für die ,» mobili- stcrende d. b. von Deutschland prompt zu bezahlende Schuld 45 Milliarden Eoldmark.

Königreich Ägypten.

D. London, 16. März. (Eig. Drabtbericht.) Sultan Fuad wird beute rum König von Ägypten ausae- ruten werden.

Ae kövsmüz m denn m 10. Avril.

Hm. Rom. 15. März. Die Agenzia Stesani veröffent­licht folgende Rote: Die Gerüchte, nach denen die Per- tagung der Konferenz von Genua wahrscheinlich sein wll. entbehren jeder B-gründung Der Termin 5« 10. Avril ist endgültig festgeleat und von allen Re­gierungen angenommen worden.

Dr. Rathenau geht nach Genua.

Br. Berlin. 16 März (Eia. Drahtbericht.) Me wir erfahren, wird Reicksminssder des Auswärtigen Dr. Ratbenau selbst nach Genua reisen Die Verhandlungen über die Ernennung der übrigen Mitglieder der Kommnuoa dürsten in den nächsten Tagen beginnen.

Keine Teilnahme Poincards.

W. T.-B. Paris. 16. März. Das ..Echo,de Paris" schreibt, es fei mehr und mehr unwabrscheinlick. datz Minister­präsident P o i n c a r 4 an die Svitze der DelMtion treren könne, die Frankreich in Genua am Tage der Eröffnung der Konferenz vertrete Als Grund wird angegeben nachdem nun einmal in Bouloane festgelest worden sei. datz die poli­tischen Fragen von dieser internationalen Konferenz ausge- lcklosten seien, sei di« Anwesenheit PeincarSs nicht mehr er­forderlich. Auf der anderen Seite aber verlasse, der Präsi­dent der Republik am 29. März Paris, um seine Reife nach Algier. Tunis und Marokko anzutreten von der er erst am Abend des 9 Mai zuruckkebre.. Man glaube deshalb in gut unterrichteten politischen Kreisen., datz der Staatscbef und der Ministerpräsident nicht zu gleicher Zeit von Paris abwesend lein könnten. Die französische Delega­tion werde aus fünf Mitgliedern bestehen Das ..Echo de Paris" will autzer dem Namen des französischen Botschafters in Rom. B a r r r r e noch keinen Namen baben nennen hören.

Ein italienisch-englischer Block für Genua.

v. Rom. 16. Mär». (Eia. Drahtbericht.)Der Londoner Korrespondent des ..Eiornale d Jtalia schreibt, datz man in London den Besuch F a c t a s und S ch a nze r s erwarte. Pflicht des italienischen Kabinetts sei es. so schiwll als mög­lich mit der englischen Regierung einen festen Block zu bil­den. um in Genua einen gemeinsamen Standpunkt durchleben ru können.

Die ungewisse Orientkonferenz.

v. Baris. 16. März. (Eig. Drahtbericht.) Es. wird immer unbestimmter, ob die Konierenz der alliierten Autzenminister in der Orientfrage. die am 22. Marz in Baris zuiammentreten sollte, an diesem Zeitpunkt oder,über» beuvt stattsindet. In Londoner amtlichen Kreisen halt man zwar offiziösen Verlautbarungen zufolge daran fest und er­klärt. Lord C u r z o n werde am Dienstag nach Paris ab- rcisen. aber politisch« Kreise glauben nicht recht daran und weisen auf die wachsende Meinungsverschiedenheiten im Kabinett und auf die durch den Montague-Zwiickenfall er­schütterte Stellung Curzons bin. Detzen Orientvolltik wird in weiten Kreisen Englands verurteilt und man halt ihn rstr nickt geeignet, persönlich als Vertreter Englands gerade in der Orientfraae aufzutreten. In Paris glaubt man deshalb, datz die geplante Konferenz in letzter Stunde aba«- fast oder mindestens verschoben wird.

Die neue Eutwaffnungsnote.

Br. Berlin. 16. März. (Eis. Drabtbericht.) Halbamt­lich wird mitgeteilt: Eine seit längerer Zeit inoffiziell an- gekiimssgte Note der Botschafter der in der interalliierten Militär-Kontrollkommission vereinigten Machte ist bei der deutschen Regierung eingeganaen. Die Note enthalt eine Beschwerde über angebliche Widerstände in der Entwaffnungssrage und bringt dabei die Orga­nisation der Schutzpolizei zur Sprache die bereits in einer Note der interalliierten Militär-Kontrollkommission vom 27. Februar d. I zum Gegenstand einer Vorstellung gemacht worden ist In dieser letzteren Frage ist jetzt der Kontrollkommission nach Benehmen mit den Länderreale, rungeu eine Erklärung abgegeben worden.

Die Militärkontrolle in Deutschland.

W. T.-B. Paris. 16. März, über die gestrigen Bera­tungen der Botichafterkonferenz schreibt das ..Echo de Paris", die Konteren, habe Kenntnis genommen von dem Bsrickt des inreralliierten militärischen KMitees von Versailles, der für die,Aufrechterkaltung einer Militar- kontrolle in Deutschland eintritt. der adernder Konferenz die Wabl lätzt. sich über die Dauer dieser Kon­trolle ausruiorechen. da die englischen Militarvertreter die von französischer Seite vorgeschlagene Dauer von acht Iabrer nickt angenommen hätten. In der gestrigen Sitzung habe sich ein ziemlich klarer Gegensatz zwischen der fran- rösilLen und der englischen These gezeigt Graf Sforza, der zum ersten Male an den Beratungen teilnabm. bade einen VermittlungsVorschlag gemacht, der lautet: Die Kontrolle wird amt Jahre ausrechterbalten. aber wenn Deutschland Beweise von Lonalität in der Ausführung de» Friedensvertrages lieiert kann ste verschwinden, und als­dann bleibt nur die Bewachung übrig die nach Art. 213 des Friedensvertranes allein der Völkerbund ausfubren kann. — Frankreich habe dieses Komvromitz angenommen. Die englische Vertretung bade den Vorschlag der Geneh­migung von London unterbreitet. Wenn aber Deutschland i ickt ohne Schwierigkeiten darauf einginoe. dann wolle Eng­land als Entschädigung für die Zustimmung die

t i g e Räumungder bösen Vorschlägen.

Io f o r-

drei rheinischen Kohlen»

Ein weitgehender deulsch-polnischer Vertrag.

Br. Berlin. 16. März. (Eig Drabtbericht.) Der ..Voss. Zig." wird aus Gens gedrahtet' Die beiden Delegationen, die in Gens verhandelten, kamen immer mehr su der Er­kenntnis. datz das Abkommen auf die Dauer stch nickt auf Obertzblesien allein beschränken könn->. Es mütze ein grotz:r deutick-oolnischer Vertrag folgen. Es fei anzunehmen, dah leid« Staaten tn solche Verhandlungen eintuten mühte«.

41

1

U