Verlag Langgass« 21 »X«gBIiU14mu*.
Ech«Ser-HaNe geBffnet von 8 Uhr morgens Ms 8 Uhl abends. _Postscheck!«,«,! gtenlfw« e.«. Rr. 7486.
Wöchentlich
z"T» »•« «u»aHwc|i.cueti, »ie xcagec uno oue ’ 4 so|tan|tauen. — an a-ouen höherer Gewalt »etnebsliBtungen ober Streik haben die Bezieher keinen Anspruch aus Lieferung des Blattes oder Erstattung des entsprechenden Entgelts. ...
12 Ausgaben.
- Fernruf:
»ragblatthaus- Rr. 886» -53. i • Uhr morgens Bis 8 Uhr abend», anher Sonntag» Pestscheckkest,: Freuksurt a. M. Nr. 748».
«uzeigeuPreiser örtliche «nzeiaen Mk. 2.— Finanz- und Lustbarkeits-Anzeigen Mk. 3.—, auswLrtige Anzeigen Mk. 3.—. örtliche Reklamen Mk. 7.—, auswärtige Reklamen Mk. 18 .- für d,e einspaltige Kolonelz eile oder deren Raum. — Bei wiederholter Aufnahme unveränderter Anzeigen entkvrechender Nachlah. — Schlug der Anzeigen-Annahme für beide Ausgaben: lo Uhr vormittags. — Für die Aufnahme von Anzeigen an vorgeschriebenen Tagen und Plägen wird keine Gewähr übernommen.
Berliner ALIeilun, its Wiesbadener Tagblatts: Berlin SIT. 61, Blücherftratze 12, Fernsprecher: Amt Moritzplatz 15300.
Freitag, 10. Marz 1922.
Morgen-Ausgabe.
Nr. 117. ♦ 70. Jahrgang.
Die MMelMwIMeil io Mkkelmm. I ® ie deutsch.polnischen Verhandlungen.
W. T.-B. London. 8. März. Im Oberhaus lenkte gestern Lord Newton die Aufmerksamkeit auf die übermäßigen Ausgaben im Zusammenhang mit den zahlreichen interalliierten Kommissionen m Mitteleuropa und deren Auswirkung auf die wirtschaftliche Erholung der vormals feindlichen Staaten und deren Fähigkeit. Reparationen zu zahlen Lord Newton sagte, nach Einstellung der Feindseligkeiten sei eine große Anzahl von Kommissionen von den Alliierten über ganr Europa gesandt worden. Eine riesige Schar von Beamten männlichen und weiblichen Geschlechts habe sich im Frühjahr 1920 nach Wien begeben, um zu untersuchen, welche Reparationen bezahlt werden können. In Deutschland leien im gegenwärtigen Augenblick Kommissionen im Überfluß vorhanden. Die Revaratianskommission. die aus 171 Personen bestehe, koste monatlich 32 Millionen Mark und die Kontrollkommission di« zum Zwecke der Entwaffnung in Deutschland anwesend sei, bestehe aus 1569 Perionen und koste nicht weniger 23K Millionen Mark monatlich- .Zbr Bestand werde immer noch aufrechterhalten, da von Zeit zu Zeit in Deutschland noch versteckte Waffen gefunden wurden. Solange England und Frankreich sich die Politik von der Sensationsvrcsse kontrollieren lalle, bestehe keine Ausncht darauf, daß Kommissionen dieser Art verbin- rert wurden, und der größte Teil dieser Kommissionen lebe un Vergleich mit der gewöhnlichen Bevölkerung im Luxus. Die Gesamtkosten, dieser Kommissionen in Deutschland einschließlich der Kosten der Trnvoen in Schlesien betrage die >ebr große Summe von 1800 bis 2000 Millionen jährlich. Wenn man zu dieser Summe die Ausgaben für das Be- sabungsbeer rechnet, sei es nicht schwer einzusehen. daß die Aufgabe. Deutschland zahlen zu lallen, schwieriger und verwickelter sei. als sich die Leute jn England vorstellen.
Die Finanzlage in Ungarn sei vollkommen verzweifelt. Es seien ledoch m genau demselben Umfang Kommissionen nach dort entsandt worden. Bulgarien, das ebenso wie Ungarn mit einem riesigen Defizit zu kämvfen habe, sei auch ein Anteil der Kommissionen zugewiesen worden.
Der Anblick dieser Kommissionen, die auf dem Bankerott des Volkes gedeihen, ist eines der widerlichsten Bilder, die man sich vorstellm könne. Es werde gesagt, daß England mitmachen müsse. da die Alliierten es auch tun. ?n diesen besonderen Fallen wurde er sich freuen, wenn England mit den Alliierten mcht zusammenginge.
illimore gab rer Hoffnung Ausdruck, daß die Newtons die Negierung dazu bewegen werde, diese Frage zu erwägen . Es würde ein großer Gewinn für den Frieden der Welt sein, wenn die Geschäfte dieser Kommissionen aushorten und wenn sie so bald wie möglich zurückgezogen wurden.
Poincars für Erweiterung der interalliierten Kontroll- Kommissionen.
s ST?- März. (Eig. Drabtbericht.) Dem ..Echo
de Paris zuiolgs iorack sich Poincar« in seiner Unterredung mit Marschau, n o cb und General W e y g a n d t für
^Eiterung der interalliierten Kontrollkommissionen in Deutschland aus. Auf der Botschafterkonferenz wird der französische Botschafter namens seiner Regierung diese Forderung nackdrucklichst zur Geltung bringen ^
Ein neuer Berteilungsplan Sir Robert Harnes.
* W.£- ß . 9. Ä . (Drabtbericht.) Nach dem
„Petit Parisien. soll Sir Robert Hörne, der englisch« Eckatzmmlster. enien neuen detaillierten Verte ilungs- v l a n der deutschen Zahlungen sowie einen neuen Mobilisierungsplan für die deutschen Schulden eingebracht haben.
Die Note über die Artillerie-Schiehvorschriften.
. ^.-Berlin. 9. März .(Eig. Drabtbericht.) Die in' der französischen Prelle mitge eiste Entscheidung des Botschaft?!, rates über die Ausbildungsvorschriften der deutschen Artillerie ist «n einer neuen Rote der deutschen Regst" rung zuseaangen. Sic bestätigt die Mitteilunoen der iron- »ösischen Prelle über ihren Inbnl und ordert eine Ab °0 März."" Ausbildungsvorschriften bis
Frankreich und die Washingtoner «ertrage.
W. T.-B. Paris. 9. März. (Drahtbericht.) In der gestrigen gemeinsamen Sitzung der Senatskommission für auswärtige Anselesenberten und für Marine Miren Mrnrstrrvrasident D o i n c a r S. Marineminllter R o i T» r« und Kcloniclm.inister S a r r a u t aSffö handelte sick um eine Prüfung.der auf der Konferenz von Washington abgelchlc llcnen Bei trage.. Nach Auskünften soll im Laute der Beratung darauf bingewiesen worden sein kS ii Amerika ÜlM durch eine Koalition der Demokraten und extremen Revnblikaner tm Senat redenfalls die Abkommen nur mit Reserve ausgenommen wurden. Es lei allo natürlich, daß. da die Berein gstn Staaten die Initiativ der Konferenz ergriffen batten d:e Ratifizierung der Abkommen durch den amerikanischen Senat abgewartet werden müsse, ehe man die Frage m den euroväischen Parlamenten vor allem aber in dem französischen Parlament, bestricht Im übrigen gab der sta mansche Delegierte in Wastinaton Sarraut. mehrere Auskünfte ukxr den Verlauf der Verhandlungen. Minrsterora,ident Poincar« seinerstits batte sich über den juristischen Wert der Vereinbarungen aüs- gesorochen.
Forderungen der französischen Liga für Menschenrechte in der Schuldfrage.
W.T.-B. Paris. 9. März (Drabtbericht.) Die interparlamentarisch« Gruvve,für Menschenrechte bat gestern beschlossen. von der französischen Regierung die Veröffentlichung der diplomatischen Akten über die Ursachen des Krieges zu verlangen, außerdem di« Veröffentlich«""' der Protokolle der geheimen Sitzungen, die r> ährend des Krieges im französischen Parlament siattge- iunden haben. Die interoarlamenlarischc Gruvve verlangte ferner, daß die einzelnen Ebefs. denen Attentate gegen das Pöllerreckt zur Last gelegt «erden, zur Verantwortung vor dem Obersten Gerichtshof des Völkerbundes neiaaen werden.
. p- Genf. 9. März. (Eig Drabtbericht.) Der Präsident «r deutich-volnischen Konferenz. Calonder. ist beute nach Genf ruruckgekebrt. Obwohl er noch etwas leidend ist. wird er morgen Preisevertreter empfangen, um ibnen über den Stand der deutsch-oolniscken Verhandlungen Mitteilungen zu machen. Die Verbandlunsen sind auch während der Abwesenheit des Präsidenten Calonder zwischen den Delega- steiuhrt worden, ohne daß sie zu irgend einem greiseren .Ergebnis m den strittigen Punkten gekommen wären, i-s wird wohl noch bis zum 20. März, wahrscheinlich bis ^^o oes Monats dauern, ehe Präsident Ealonder seine /Ä'r sivruche ,n den nickt durch Einigung gelösten Fragen cvseben wird.
Die Sanitätskonferenz in Warschau.
D°nzig. g. März. (Eig. Drabtbericht.) Aui der «5^!°^Eonierenz rn Warschau, die am 20. März statt- U o? A er ausier sämtlichen europäischen Staaten auch die Bereinigten Staaten. Japan und Ebina teilnebmen werden, wird u. a. verhandelt werden' Die Lage der Ber- von Seuchen in Osteuropa, die Feststelluna von ^en Abschluß internationaler <5onitätsner= Mittel und Wege zur Bekämviung von Seuchen. )??^^udere der Schutz bet Ostgrenze Bolen« vor Ein- lnJSf D l’ ne m 0 ? beuchen. Den Vorsitz der Konferenz wird der Vertreter Polens. Dr. E h l o d z k o . führen. Im Anschürß Z:-! 0>c Dcgung werben die Teilnehmer einen Ai»flua nach -varanowischv und Minsk unternebmen.
Ein Zwischenfall auf der internationale« Konferenz der Seeleute.
W T.-B. Paris. 9. März (Drabtbericht.) Jn der bie- sioen. mternoticnalen Konferenz der Seeleute bat sich ein - ° V ?« n (all ereignet. Der enslisch- Vertreter
Havelock W.ilson stellte an den deutschen Seemann Pi? 1 n Swiac. bevor er in eine Diskussion eintrete. T'U er Mttterlen. ob er aus die deutsche Regierung einen Druck autzgeubt habe, damit Deutschland die Schäden " tr- i n -• e J-' «eliootkrieges reparier«. Döring L'i'/arte. rn dieser Frage sei die Konferenz nicht zuständig. A sllon. ^ unterstützt von dem französischrn Gewerkschaftler b«darrt« auf ferner Frage, und schließlich soll Döring nach der Havasagentur die Erklärung abgegeben haben, er verpflichte sich im Namen seiner Mandatare bei ^r deutschen Regierung leinen Einfluß auszuüben. daß die Entschädigungen an die Opfer des Unterseebootkrieges gewahrt werden.
Die Tagung der kommunistischen Internationale.
V7. T.-B Moskau. 8. März. Jn der Plenarsitzung des Vollrugimisschulles, der . komnumististben Internationale
^rach.T rotz kv über die französische kommunistische Partei. Er schilderte die Krise, die die kommunistische Partei gegen-
tlirtl Ttrt chü Sirt --- « . ; i - f .. — i . ...
die kommumstisckxn Tendenzen nickt entfalten, das bedeut« daß !« vollkommen beseitigt find. Ihre Überbleibsel haben sich m der Partei erbalten. Zum Schluß forderte er dazu auf. rechtzeitig die gegen die Partei ge- siibrten Angriffe abruschlagen. Rack einer zweistündigen Rede von Klara Zetkin, die über die Gefahr des zukünftigen Krieges als Folgeerscheinung der wachsenden, einander widerstrebenden Interessen der kavitalistifchen Staaten svrach und die Forderung aufftellte. auf diese Gefahr nicht mit sentimentalem Pazifismus, sondern mit der festen Geschlossenheit des Proletariats zu reagieren und die Bato- nette gegrn die Bourgeois zu richten, schritt die Versammlung zur Wahl des Präsidiums des Dollzugsaus- schusscs, Eejwäblt wurden: Buckarin. Radek. Brandler. Terracmi. Kreibich und Sallier.
Das neue spanische Kabinett.
Hm. Madrid. 8. März. (Havas.) Das neue spanische Kabinett letzt sich folgendermaßen zusammen: Ministervrasi- dent: Sanchez Guerra: Außenminister: Fernand«, Prida: Justizminister' Bertran n Musiti: Finanzminister: Bergamin: Kriegsminister: General Otaguer: Marine: Ordoner. öffentliche Arbeiten: Aiguelles' Unterricht: Silio: Arbeits- Minister' Ealderon.
Die Konferenz über Tanger.
v. London. 9. Marz. (Eia. Drabtbericht.) Rach Angabe der englischen Regierung soll die englisch-fran- z ö s i s ch - s v a n i s ch e K o:r i e r e n z zur Regelung der ffrage von Tanger nach der Konferenz von Genua in London ftattfinden.
Russische Truppenkonzentrationeu an der finnisch- polnischen Grenze.
v. Reval. 9. März. (Eig. Drabtbericht.) Im Zn- sannn-enbavs mit dem Abschluß des finnisch-polnischen Militärabkommens konzentriert die russische Regierung an der iinnisch-vclnischen Grenze große Heereskräfte.
Reichsmiaister Hermes stellt Strafantrag gegen die »Freiheit«.
Br. Berlin. 9. Mär,. (Eig. Drabtbericht.) Die „Frei- beit" bebauvtete in ibren Nummern 114. 115. Reichsminister Dr. Hermes habe von einem rheinischen Winzerverband Wein zu Be st eckunzs preisen bezogen und dafür dem Verband Gegenleistungen gewährt. Wegen dieser Beleidigung bat Minister Dr. Hermes beute Straiantrag gestellt. Auf die beoorstebende Ernennung Dr. Hermes zum Flnanzintnisier dürfte dieses Manöver der ..Freibeit" wobl leinen Einfluß haben.
Noch keine Entscheidung über das Selbststellungsanerbieten Kapps.
Keine Koaiitionserweiterung in Bayern
_ Ur. München. 9. März. (Eig. Drabtbericht.) Nachdem dre Fraktion der Bayerischen Volksvartei. ebenso wie die des Bayerischen Bauembundes einstimmig zu dem Beschluß ge- »ommen sind, daß ein Ausscheiden der demokra- ttiÄen Fraktion aus der bisherigen Arbeitsgemein- >wan auf der Grundlage d«s bereits von uns gemeldeten Vorschlags der demokratischen Fraktion weder zweckdienlich noch befriedigend ist. ist der Versuch zur Erweiterung der best ebenden Koalition nach rechts als definitiv gescheitert anzusehen. Aach unserer Information wird in keiner der jetzigen Koali- mit einer Wiederaufnabme der Berband- lungen auf neuer Grundlage gerechnet.
Die Neuregelung der Beamtengehälter.
9 - I^ärr. (Eig. Drabtbericht.) Im Be- stand am Mittwoch auf der et m e . Muieilrmg der. Regierung über die s er ^bnltcr. Ministerialrat Kühnemann ISw,' 5505 Kabinett habe zu den Fragen der Besol- öungsregelung nocki nickt im einzelnen Stellung genommen.
.verlang«, daß etwas Wesentliches getan ck^Zbe. ^ Man denke, daran, bei der Besoldungsgruvve 3
Erundsebalt zuru legen, der nuoven verringern müsse. Bei — ’tC' v“ ru 'I n . t ' verschwinden könne, stehe noch «Et M. Der Wunsch, die Steigerung von Gruvve zu
vorzunebmen. lei unerfüll- i?f. trbet V ri ^ .sur die Gruvven 6. 7 niw. so höbe Ge- ^ Ur di« unteren Gruvven nickt zu w sft,«:*"' ®tTK folcfre Regelung, sei weder sozial, noch ßi sie. sachlich M rechtfertigen, weil im Gebalt die Kosten mr die. Ausbildung zum Ausdruck kommen sollen. Diese aber seien bei gewissen Grurmen ungleich höher als bei den ^"^ren. Em Abbau der Wirtschaft-sbeibilfe sei nickt mög- Ebefiautm öve 5rafle der besonderen Zulage mr die
«ine. Anfrage, wann die VerbandluMn mit den Svitzeislrgannationen begannen, antwortete Ministerialrat s utceina— — . ~ -- -
den am 10.
3)erhandln ngen, 11 e o e n te i i re
mit. alle Dorkebrungen seien getroffen, um die Auszablung der newen Satze am 1. Avril vornehmen zu können. Rach weiterer Aussoracke faßte der Vorsitzende des Ausschusses. Abs. Deglerk (D.-Natl.)-das Ergebnis der Ausivra^ dabm zu sam men, daß Einmütigkeit darin bestehe, daß schon w Mm Lebensunterhalt ausreichen-
b«s ®tttfo’Tnn6 n verschafft werden müsse. Keine Emigun, sei in der. Frage des Aufbaues der Gruvve z« erzielen Tr“ 6 sier Frauenzulage einig.'
* M ne Ä ab. allgemein wünicke man jedoch d,e Aufbesserung der Kinderzulasen.
von
kei...----
Herrn von Kann getrotien.
Lr. Berlin 9. Mörz. (Eig. Drabtbericht.) Im Be amtenausschilß des preußischen Landtags teilte ' "
des preußischen Fmauzministerrums mit. be' lungen der Fmanzmintster der Länder mit
--.cm Vertreter bei den Verband- *uuvu -Nit dem Reicks- ’Sr/w'ini! ? der vortaen Woche stattfanden, sei bezüglich der Beamtengebalter eine Einigung nicht erzielt worben. Der Regierungsvertreter war der Ansicht, daß die An^rung des ganzen Besoldunassystems bis zum 1. Avril n,ch t f«rtn>«este0t fern kann. .Bezüglich der Neuregelung stellte er m Aussicht, sie werde eine erhebliche Erbökmn« der Eiundgebalter bn. -en. Auch die Rubegebalis- e m v f ä n ge r und vi nt erbliebe nen sollen in ihr« Bezügen aufgebellert werden.
Eine Kundgebung der Lehrer.
»..^ Berlin. 9. Marz. (Eia. Drabtbericht.) Wie di« ..Dagl. Rundschau mitteilt, fand im Lebrervereinsbaus eine von allen Lebrervereminungen Deutschlands beschickte öffentliche Kundgebung ziir Frage der Reform für Lebrer- b, I d u n g statt. Einstimmig wurde eine Entschließung an- aenc-mmen aus der wir folgendes wiedergeben: „Der Deutsche Lehrerverein fordert mit allem Nachdruck die schleunig« Verabschiedung eines Reichsgesetzes, in dem benimmt ist:
1. daß die ^stehenden Volksschulbebrerbildungsanftalten alsbald abzubauen sind.
" ^Ä^nft all« Lebrer ibre allgemeine wissen
schaftliche Vorbildung durch das vollständise Durch- laufen emer zur SoMchulretfe fübrenden böbereu Lehranstalt und ibre berusswissenschaitliche Ausbildung durch ein vollwertiges Hochschulstudium m tu werben haben.
Der deutsche Eekendte für Rumänien.
Br, Bulin. 9. S in. (Eia.. Drabtbericht.) Wie di«
Neue Anschuldigungen gegen die Budapester Polizei.
Br Berlin. 9. März. Eig. Drabtbericht.) Dr. S t e i g e r. der bekannte Zentrumsvolitlker. bat an den Pollreivräsi, denten von Budapest erneut einen offenen Brief gerichtet^in dem er eingangs betont, daß Hetennvs Schweigen 21. Februar d. nunmehr den Schluß “ ' den
di« Pcl:zei auch von dem, Umzug der Mörder näch"Oien
auf di« Anfragen vcm 21. Februar d. I. ...
»ulaßt. daß 1. die Polizei in Budavest den Aufentbalt der 7. Morder in Budavest genebmigt bat. 2.
r Mörder nach Ofen noch im Besitze der !olirei bei der Verdafturi«
v"/" ."tt !»>orprr neu« falsche Pässe mit
Sttennns Unterschrift erbielten. 6. ein deutscher Beamter der an der Verbaitung tätigen Anteil batte, aus Ungarn
Kenntnis batte. 3. die Mordwaffen Mörder.seien 4. die Budavester Polizei v«i oer Verbaitimg Wsi "iitwlrkte.^5,,die Mörder.neue .falsche Pässe mit
ausgewielen woöden sei. Weiter wird zum Ausdruck gebracht. daß das Dementi, durch das die in Deutschland verbreiteten Nachrichten ans bolschewikischer Quelle stammten, mrnabr sei. Dr. Steiger fordert schließlich den Bndavester Polizeivrastdenten auf. ibn vor der Staatsanwaltschaft Cmtibura der Unwabrbaftigkeit zu beschuldigen. Der Brief schließt: „Sie wissen nickt. Herr Polizeioräsident. wie es mich scksmerzt. Sie so bloßzustellen und Sie als Heliersbelke» von Mörder» vor aller Welt bezeichnen »u müssen.^
