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Berliner Abteilung des Wiesbadener Tagblatts: Berlin SW. 61, Blücherstratze 12, Fernsprecher: Amt Moritzplatz 15300.

Mittwoch, 8. Februar 1922.

Morgen-Ausgabe.

Nr. 65. 70. Jahrgang.

Keine UlwkMg im EWchiNstml.

Br

mittag

Zusammentritt des Reichskabinetts.

Berlin, 7. Febr. (Eig. Drahtbericht.) Heute um 2 Uhr trat das Reichskabinett zu­

sammen, um sich erneut mit der Streiklage zu be-

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fassen. Nach einer Meldung derN. V. Z." soll in erster Linie darüber Beschluß gefaßt werden, ob und in welchem Umfange, eine Maßregelung der streikenden Arbeiter eintreten soll. Bis­her hat sich das Retchsministerium hierüber völlig freie Hand ausbedungen. Anscheinend hängt die Beendigung des Streiks davon ab, daß keine Maßregelung erfolgt.

Die Lage in den einzelnen Bezirken.

Br. Berlin. 7. Febr. (Eig Drahtbericht.) Zufall ge­meinen Lage im Reiche ist zu berichten: Eine Änderung der Lage bat sich seit dem gestrigen Tage nicht ergeben. Sabotageakte sind in gcm? vereinzelten Fallen vorgekommen. aber nur in geringem Umfange.

Im Direktionsbezirk Altona wurde auf allen Strecken ein ausreichender Rotverkebr eingerichtet. Bei einigen Industrien macht iich grobe Koblenknavvbeit be­merkbar.

Direktionsbezirk Berlin : Die -Streiklage ist im allge­meinen unverändert. Die Versuche, gegen Arbeits­willige und Notbelfer gewalttätig vorzugeben, baben zugenommen: iedoch ichülst die Schutzvölizci die Arbeits­willigen. Auf dem Schlesihben Babnbof baben sich zwanzig Ltreikende zur Arbeit zuriickgemeldet.

Breslau: Der Zugoerkebr konnte in gleichem Matze wie bisher durchgciübrt werden. Zur Arbeit sind bis 'zur Stunde zurückgekebrt 67 Lokomotivführer. 20 Heizer und 120 Perionenzugversonal.

Elberfeld: Hier baben sich 21 Heizer auf den Er- latz. der ibnen die Übersiedlung in die Lokomotiviübrerlauf- babn eröffnet, zur Übernahme zum Lokomotiv- fübrerdienst bereit erklärt.

Erfurt: Der Notsabrvlan wird auf allen Strecken

weiter durchgefübrt. trotzdem sich eine nicht unwesentlich« Be­teiligung der Arbeiter des Deutschen Eilenbahnerverbandes bemerkbar macht.

Eiien: Die Wagenabfuhr und der Wagenzu- lauf bat .sich wesentlich gebessert. Die Zahl der ge­fahrenen Züge ist aut hundert gestieaen. Die Arbeiter des Deutschen Eisenbahnerverbandes in Hamm haben die Ar­beit wieder ausgenommen.

Hannover: Es ist eine geringe Besserung zu rerzecknen. da eine Anzahl von Weichensteller und Stations­beamten und einzelne Lokomotivführer die Arbeit wieder lU'fgercmmen haben. Im ganzen wurden 214 Züge gefahren.

. Magdeburg: Der Notbetrieb, der auf allen Strecken eingerichtet ist. bat sich weiter verbessert. Im übrigen ist die Streiklage unverändert.

Münster' Der Notbetrieb wurde weiter ausgedehnt.

Königsberg: Die Streiklage in Tilsit und Elbing bat stch verschärft.

Direktionsbezirk Osten: In Frankfurt a. d. O. bat ach das Zugverional vollständig zum Dienst zurückgemeldet: auf dem Bahnhof G l o g a u wird dagegen gestreikt.

,D r e s d e n: Hier ist eine Ausdehnung des Streiks

!u beobachten, die hauptsächlich darauf zurückzusübren ist. oatz von den Streikenden unzutreffende Nachrichten ver­

breitet weiden. Es streiken etwa 19 Prozent des gesamten Personals. Einige Lokomotivführer baben sich zurückgemeldet.

Oldenburg: Hier streiken etwa 25 Prozent des Personals, Der Personenzugverkebr aut den Sauvt- und Rchei-babr.höfen wird in beschränktem Umfang durchgefübrt.

W. T.-B. Magdeburg. 7. Febr. (Eig. Drahtbericht.) Die Wenbabndirektion Magdeburg gab gestern bekannt, die -ireiklage ist im großen und ganzen unverändert. Der aotbetrieb spielt iich von Tag zu Tag besser ab.

Erschwerung des Notbetriebs in Berlin.

^7-T.-B. Berlin, 7. Febr. Zur Streiklage ist von gestern iu berichten: Auf den Babnböfen Cbarlottenburg. ^chMfcher Babnbof. Erunewald und Warschauer Stratze rertzlnderten zahlreiche Streikposten in der Nähe der Mnbote und in verschiedenen umliegenden Strotzen den arbeitswilligen Notbelfern den Zutritt zur Arbeitsstätte. Mtolge des Streiks der städtischen Elektrizitätswerke und o?« abgetretenen Wassermangels wird eine Versorgung der r-komot'.ven mit Wasser und die Durchführung des Eiien- ,avvnhetr:ebes im Fernperionenverkebr erheblich er- iDwert. Im Laufe des gestrigen Tages wurden 32 Züge »nähren, die sich auf alle Richtungen verteilen.

Eeneralstreikhetze.

Ri wF- Berlin. 7. Febr. (Eig. Drahtbericht.) In mehreren "adtteilen Berlins wurden gestern Flugblattver- *, e t in Haft genommen, die Zettel verteilten mit w..Bekanntgabe. datz die Regierung gestürzt und der Generalstreik proklamiert fei.

Aus dem Frankfurter Bezirk.

Frankfurt. 7. Febr.

' ' -' teilt

%nha b ndirektion

(Eig.

mit:

Drahtbericht.) Die Der Reichsverkebrs-

jrV^atriebes den Dienst eines Lokomotivführers ausführen. . tu ermöglichen, datz sie bei Bewährung zur L a u f o a b n Lokomotivführers ' .

fcjt s t ,Lokomotivführers zugelassen werden, k/»'^Erledigendem Verlaus Mehre Versuches ist m Aussicht ^nommen. einen angemessenen Teil der Lokomotipkuhrer "nt Nichthandwerkern zu besetzen. "" t ' i - aen Rettungen wird folgender Erlatz oekai

Die BerkeHrskage in Baden.

Sr. Karlsruhe. 7. Febr. (Eig. Drahtbericht.) Nachdem es am Montag gelungen war. eine Reibe von Notzügen für die Heranschaffung von Lebensmitteln und die Beförderung von Arbeitern und Angestellten auf die Fahrt zu bringen, konnte auch der P o st v e r k e b r in Baden, wenn auch natür­lich in beschränktem Umfange wieder ausgenommen werden. Der Vostverkebr wickelt sich lediglich nur zwischen den näher gelegenen Orten ab. Die Lage bat sich sonst im allgemeinen nicht geändert. Es darf bemerkt werden, datz auf den badischen Bcivat-Nebenbabnen nicht ge­streikt wird. Der Verkehr ruht ausschliotzlich nur auf den Etaatsbabnen. Nutzer einem Teil der Lokomotivbeamten und Heizer stnd überall sämtliche Beamte zum Dienst er­schienen.

Br Karlsruhe. 7 Febr. (Eig. Drahtbericht.) Das in der Öffentlichkeit verbreitete Gerücht, datz die Karlsruher Ärzteschaft, falls die Eisenbahner den Streik nicht ein- stellen wollen, die ärztliche Hilfe an die Streikenden ver­weigern wollen, entbehrt jeder Begründung.

Betriebseinschränkungen in Bayern.

Br. München. 7. Febr. (Eig. Drahtbericht.) Die Wir­kung oes Streiks im Reiche macht stch auf den Eisenbahnen mR ordbayern sehr fühlbar. Nicht nur. datz der gesamte Schnellzuasverkebr w--gen Koblenmangel eingestellt wurde, sondern auch im Personenverkehr wird auf allen Strecken nur ein Zug gefahren. Die Regierung wird beute im L a n d t a a eine Erklärung über die Loge abgeben.

Br. München. 7. Febr. (Eig. Drahtbericht.) Wie wir erfahren, bat am Montngmittag ein Ministerrat statt- gefunden. der sich auch mit der Streiklage befatzte. Ab - «aed'uar sind weitere Zugeinschränkungen notwendig "e- uoiden. -Es /allen wegen Kohlenmangel sämtliche Schnell­zuge emschl-etzlich der Luruszüge auf der rechtsrheinischen Strecke mit Ausnahme der Schnellzüge Ulm-Bamberg und Munchen-vof aus.

Die Forderungen der bayerischen Streikleitung.

W. T.-B. München 7 Febr. (Drahtbericht.) Für gestern nachmittag 4 Ubr batte die Eisenbahnstreikleitung eine öffentliche Versammlung einberufen, zu der auch die Arbeiterschaft der Industrie eingeladen war. Dabei wurde einstimmig nachfolgende Entschlletzung ange­nommen: Die beute von über 3000 Personen besuchte Pro- tcstversammlung fordert:

1. datz der Allgemeine deutsche Gewerkschaftsbund den Aufruf, der stch gegen die im Streik befindlichen Eisenbahner richtet, sofort zurückziebt:

2. datz der Allgemeine deutsche Gewerkschaftsbund sofort seinen ganzen Druck gegen die Regierung und nicht gegen die Streikenden richtet, und

3- datz endlich mit der Durchführung der zehn P u n k t e angefangen wird, damit nicht alle Steuer­lasten von der arbeitenden Bevölkerung getragen werden mutzen.

Die Münchener Postgewerkschaft gegen den Streik.

et Fi T -^ Mnchen. 7. Febr. (Drahtbericht.) Der Vor­stand der Deutschen Postgewerkichast. Sitz München, erklärte, datz er naw wie vor mit den gewerkschaftlichen Svitzenorgani- sotionen auf dem Standpunkt stehe, daß der von der Reichs­gewerk,chart angeordnete Strtzik ein Verbrechen am V a t e r l a n d e «t. Die Gewerkschaft fordert ihre Mitglieder ortngend auf. ihren Dienst weiterhin gewissen- ba f t zu verrichten. Von der Reichsregierung erwartet ste. datz ste angesichts der starken Teuerung die eingeleiteten Ver­handlungen so (ordert, datz ste baldigst zu einem für die Ar- oertnebmer des Reiches befriedigenden Ende geführt werden.

Die Wirkung des Verkehrsstreiks auf die Industrie.

7. Febr. (Eig. Drahtbericht.) Zahlreiche Rachilchten aus dem Reich lassen erkennen, datz durch den Ersenbabnerstreik die Privatindustrie zum Er- ll eg e n gebracht wurde. Derartige Meldungen liegen aus -ertmund. Kustrm und Stiefa vor. Die Stellungnahme der Arbciter war zum Teil scharf. Der Führer der Reichsge- S ! 'F Ersen bahnbeamten. Eisenbabndiätar

Ji n ft MS Osterfeld erklärte in einer öffentlichen Versamm­lung in Witten, der nunmehrige Eisenbabnerstreik verfolge äulühreit k en Sturz de: jetzigen Regierung herbei-

Br. Berlin. 7..Febr. (Eig. Drahtbericht.) Die Ber- i'ner I n d u st r l e beginnt bereits unter dem Verkebrs- leiden. Wie der ..B. L.-A." berichtet, laben stch die Werke Vorstg. Siemens-Sckuckert und Siemens-Salske lrfelge ms Ausbleibens von fast drei Fünftel der Beleg- ^>aft veranlaßt, große Abteilungen zu schließen. Knorr- Bremse A.-E. leidet stark unter dem Wasser- und Kohlen­mangel und schickte einen Teil der Belegschaft nach Haus«

Die Kohlenförderung bedroht.

Aken. 6. Die. Streiklage bat sich insofern

etwas gebessert, als stch ein Te,I des Zugpersonals wieder zum DiMst gemeldet hat. Der Ranaierbetrieb wurde auf mehreren Bahnhöfen wieder ausgenommen. Die Zug- b/ldung bat stch dadurch verbestert. Die Abfuhr der Züge ist geitchert. Die Anzahl der am Sonntag gefahrenen Zuge hat sich gegen.den Vortag erhobt. Im unbesetzten Gebiet wurden 49 Zuge gefahren, darunter 5 Milch- und «..b-^nrug«. außerdem 17 Personenzüge. Bei den lleinen Ruhrzechen kam es zu einer Einschränkung der För- kerung wegen geringerer. LagermLalichkeit. Einige be- ^^/.ude Zechen haben Feier! ch. i ch t e n eingelegt, doch :Meht Aussicht, daß aus dem Bezirk Munster heute mehr Wagen anrollen. Auch, auf den Kanalzechen sind Einschrän­kungen zu erwarten, da der Kanal seit dem 3. Februar zu- ^,kroren ist. Größere Werke im Ruhrgebiet stnd noch nickt dum Erliegen gekommen, dock mutzten eine Anzahl Werke dampfen. Für die Kalkzufuhr konnte 2 «wrgt werden, da die Hochofenwerke einzelne Loko- Seds^"--"^>.^rsoaal stellten. In Wedau liegen drei Rl-nicnzuge. die nicht abgefahren werden können, weil ste -Eroisdors wegen Streiks des Lokomotivverionals nickt können. Im Bezirk Eisen wird mit einer 'bbsserung gerechnet, nachdem die'drei groben Eisenbabner- 'n emer Bekanntmachung ihre Mitglieder am Ausrechterbaltung des Betriebes aulaerufeu Laben.

Die Not der Kleinrentner.

Den Kleinrentnern zu helfen ist also eine hohe und wichtige soziale Aufgabe und es ist zu begrüßen, daß die Reichsregierung sich ihr nicht verfchlosien hat. Mit immerhin ansehnlichen Mitteln will sie den bedrängten Klsinrentnern zu Hilfe kommen: unter der Voraus­setzung, daß sich Länder und Gemeinden mit der gleichen Summe an der Unterstützung beteiligen, will die Regierung für das jetzt laufende Rechnungsjahr 100 Millionen Mark, fiir 1922/23 weitere 200 Millio­nen Mark zur Verfügung stellen. Wenn aber die Unterstützung in die richtigen Hände gelangen und mißbräuchliche Ausnützung des Hilfswerkes verhindert werden soll, dann ist es notwendig, genau festzulegen, was man unter Kleinrentner zu verstehen hat, und zwar sind die Grenzen sowohl nach unten wie nach oben zu ziehen. Rach unten: Rur solche Leute sind (nach den Richtlinien der Neichsregierung) als Klein­rentner zu betrachten, die selbst durch Arbeit also nicht durch Spekulation, Erbschaft, Lotteriegewinn oder Verkauf von Grundbesitz das für ihren Lebens­unterhalt Notwendige erworben haben und sich vor dem Kriegsausbruch für das Alter oder Arbeits­unfähigkeit ein Vermögen oder eine Rente mit einem Jahreseinkommen von mindestens 600 M. gesichert hatten, die aber jetzt wogen Alters oder Erwerbs­unmöglichkeiten im Wesentlichen auf dieses Einkommen angewiesen sind; nach oben: die Bedürftigkeit erlischt, wenn ein Einkommen von einer bestimmten Höhe vor­handen ist, doch darf dieses Höchsteinkommen nicht zu niedrig angesetzt werden, auch mutz die Möglichkeit zu individueller Behandlung gegeben sein. Zweckmäßig werden die Ausschußsätze der Armenpflege zugrunde gelegt. Dadurch dürfte eine ziemlich gerechte Hand­habung der Kleinrentnerhilfe gewährleistet sein.

Wie aber soll sich nun das Hilfswerk in der Praxis gestalten? Soweit sich ein allgemeingültiges Schema überhaupt aufstellen läßt, kommen neben der Zuwen­dung von Barunterstützung im Rahmen der Wohl­fahrtspflege auch Darlehen gegen die nötige Sicherheit, Leibrenten und sonstige Beihilfen in Frage. Ilm die Bedingungen für den Leibrentenkauf so vorteilhaft wie möglich zu gestalten, müßten staatliche Banken ein­treten, damit die Bedenken der Beteiligten, ihr ganzes Vermögen oder doch einen großen Teil ihres Kapitals auf Leibrente hinzugeben, zum Schwinden gebracht werden können. Durch Unterbringung in Alters­heimen. Gewährung von Kurmitteln, Bereitstellung von Kleidung, Lebensmitteln und dergleichen zu Vor­zugspreisen. was in erster Lime Aufgabe der Gemein­den wäre, könnte dem Kleinrentner ebenfalls wirksame Hilfe zuteil werden. Wie der Staat aber auch sein Hilfswerk zu gestalten gedenkt, immer wird es darauf ankommen, schnell zu «eben, denn wer schnell gibt, gibt doppeM

Von keiner Gruppe der Bevölkerung wird die wirt­schaftliche Not der Zeit, soweit sie im alltäglichen Leben zum Ausdruck kommt, tiefer und härter empfunden als von den Kleinrentnern, die ihr Leben lang ent- dehrungsvoll gearbeitet und sich für ihren Lebens­abend ein kleines Kapital erspart habest, das ihnen eine bescheidene Rente abwirft. Wie die Verhältnisse vor dem Kriege lagen, war es solchen Leuten möglich, mit diesem Wenigen auszukommen, heute aber reicht die Jahresrente knapp für die Bedürfnisse eines Monats. Die Sorge um das tägliche Brot wird zur bitteren Rot, Zinsverminderung.' Kursrückgänge und ständig wachsende Steuern sowie andere Eebühren- erhöhungen (Licht, Trambahn) lasten den Ertrag des Skotpfennigs noch weiter zurückgehen. Während aber anderen Bevölkerungsgruppen, selbst den Erwerbslosen und Rsichsversicherungsrentenempfängern, irgendwie durch Lohnerhöhungen, Teuerungszulagen, Wirtschafts­beihilfen geholfen wird, oder diese Gruppen sich solche Aufbesterung geradezu erkämpfen, stehen die Klein­rentner völlig machtlos da und haben keine Mittel und Liege, sich ihr schweres Los zu erleichtern. So wird die Gefahr herausbeschworen, daß der dem Mittelstand zu­zuzählende Kleinrentnerstand der öffentlichen Armen­pflege anheimfällt, was keinesfalls im Interests des Staates oder der Gemeinden liegen kann. Der zu­weilen erhobene Einwand, datz die Kleinrentner ja immerhin ein Kapital hätten, das sie erst aufzehren könnten, ehe der Staat mit seiner Hilfe einzugreifen hätte, ist aus volkswirtschaftlichen Gründen zu verwer- j-n, denn es würde durch eine solche Politik nichts ge­wonnen. sondern nur ein Umweg geschaffen, der end­lich doch in die öffentliche Armenpflege münden must ganz abgesehen davon, daß durch verspätete Hilfe noch niemals etwas Gutes erreicht worden ist.