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Mittwoch, 8. Februar 1922.
Abend-Ausaabe.
Nr. 66. ♦ 70. Jahrgang.
Das Ende des Ersenbahnerstreiks.
Die Verhandlungen der Reichsregierung mit den Vertretern des Beamtenbundes und der Postgewerkschaft haben am Dienstagabend zu einem positiven Ergebnis geführt, sodaß der Streik der Eisenbahnbeamten ein heutigen Mittwoch nach achttägiger Dauer sein Ende finden dürfte. Nach den Erklärungen, die der Reichsfinanzminister und der Reichsoerkehrsminister zu der Frage der Neuregelung der Grundgehälter und des Arbeitszeitgesetzes gegeben hatten, stand einer Einigung in der Hauptsache nur die Forderung der Reichs- gewerkfchaft auf Unterlassung jeder Maßregelung im Wege. Die Regierung konnte nicht auf das Recht verzichten, diejenigen Beamten, die als Haupthetzer des Streiks die Verantwortung für die schweren wirtschaftlichen Schäden tragen, und diejenigen Elemente, die sich Sabotageakte hatten zuschulden kommen lassen, disziplinarisch dafür verantwortlich zu machen. Gleichzeitig war es der Regierung unmöglich, in direkten Verhandlungen mit der Reichsgewerkschaft diesen Standpunkt zu vertreten, da sie es von Anfang an abgelehnt hatte, mit den Beamten, die durch die Arbeitsniederlegung ihre Pflicht in elementarster Weise verletzt hatten, zu verhandeln. So ergab sich die Vermittlung der Spitzenorganisationen der Arbeiter- und Deamten- verbände als ein erwünschter Ausweg, der beiden Teilen die Vertretung ihrer Auffassung' und schließlich auch eine Verständigung ermöglichte.
Bon den streikenden Eisenbahnbeamten war vor allem beanständet worden, daß die Reichsregierung »ach einer früheren Mitteilung dem Reichsverkehrs- minister Eröner freie Hand für Maßregelungen nach dem Abbruch des Streiks gelassen hatte. Der Verkehrsminister hat aber die Vertreter der Beamtenschaft darüber aufklären können, daß es weder der Regierung noch ihm selbst einfallen könne, eine Massendisziplinie- rmg vorzunehmen, sondern daß es ihm nur darauf ankomme, in bestimmten Fällen, wo es notwendig erscheine, zuzugreifen.
Das Wichtigste ist, daß sich die Reichsgewerkschaft bedingungslos zur Wiederaufnahme der Arbeit bereit erklärt hat. Damit erhält sie Gelegenheit, den Fehler wiedergutzumacben, den sie mit der Ausgabe der Ctreikparole begangen hatte. Die Regierung ihrerseits will die Bereitwilligkeit zur Neuregelung der Grundgehälter ebenso zur Tat machen, wie sie erwarten muß. daß die Beamten nun auch alsbald nach der Zurücknahme der Streikvarole wieder zur Arbeit zurück- kehren. Es ist also, soweit man bei der schwierigen Situation dies überhaupt erwarten konnte, der Regie- rung gelungen, ihre Autorität gegenüber dem pflichtwidrigen Vorgehen der Reichsaewerkschaft zur Geltung P bringen. Bei dem gegenwärtigen Zustand der Lahnanlagen ist nicht zu erwarten, daß der Verkehr sofort wieder normal verläuft, um so weniger, als sich M auch große Teile des Arbsiterpersonals dem Au's- stand angeschlosien haben Immerhin darf man da- wit rechnen, daß gegen Ende der Woche der normale persanenzug- und'Güterverkehr wieder in Gang kommt!
Die Vereinbarung.
W.T.-B. Berlin. 7. Febr. Die Besprechungen. die kwiichen der Reichsregierung und Vertretern der Tewerk- miaste« wegen Beendigung des Eilenbahnerstreiks geführt xurden, wurden heute nachmittag vom Reichskanzler mit Vertretern des Deullchen Beamtenbundes und einem Ver- »eter der Postgewerkschaft wieder aufarnommen. Sie führten Wie abend 8 Uhr z« einem positiven Ergebnis. jf ,e Berbandlnnaen bezogen sich zunächst nur ans die Frage E* Disziplinierung ausständiger Beamter. Nachdem die v amtenvertreter unter inzwischen geklärten B«rauss»tzun- w? alsbaldigen Abbruch des Streiks in Aussicht stellten, wurden zwei Vertreter der Reichsaewerkschaft « einer lebten Aussprache hinzugezogen. Es wurde über LMbr Erklärung Übereinstimmung erzielt, nachdem das von dem Gan« der Berhandlunaen Kenntnis -e- „M«en und das vom Reichskanzler vorgetragene Ergebnis WvMigt hatte Dir Erklärung kantet:
Die Reich-qewerkschaft gibt die Erklärung ab. dast sie doch beute abend den Streik der Reichsten, erkschuft als beendet erklären wird, nachdem der Reichskanzler seinerseits im Namen der ^eichsregirrnng ansgefübrt bat. dast bei sofortigem Ab- »rrch des Streiks die Disziplinierung nach den vom E e- >a m t l a b i n e t t aufzustellenden Richtlinien erfolgen «lrs. >Die Reichsregierung wird bei sofortigem Abbruch «er Streiks in der Anwendung und Durchführung der Dtszrvlinarmahnabmen von Massendiszivlinar» vorhandlungen und Massenentlassungen ob,eben. Den in Frage stehenden Beamten wird ihr Beschwerderecht selbstverständlich vollständig gewahrt werden.
»e Die Bertreter der Reichsgewerkschaft erklärten, noch am tt ” ihre Organisationen im Lande telegraphisch dre »um Abbruch des Streiks ergehen la»en zu
Die Wiederaufnahme der Arbeit.
Br. Berlin. 8. Febr. (Eig Drahtbericht.) Nach Mittei
lung der
der Reichsgewerkschaft der deutschen Eisenbahner erfolgt öllige Aufnahme des Eisenbahndien st es im Sketche heute abend. Das Reichsverkehrsmimstermm bat erklärt, daß der Dienst im Lause desTages aut allen Gebieten wieder ausgenommen werden müsse. ^ ,
W.T.-B. Berlin. 8. Febr. Die Zentrale des Deutschen Eisenbahnerverbandes lmt die Anweisung an alle u)tv Mitglieder erlassen, dah sie ab Donnerstag, den 9 . Februar, nachmittags 2 Ubr. iene Arbeit zu verrichten haben., die ihnen non der Verwaltung nach Mabgabr ihrer Befähigung ausgetragen wird. „ , .
In Oldenburg hat der Deutsche Elsenbahnerverband durch Anschlag bekannt gegeben: Für uns besteht kern Streik mehr! Arbeit sofort und überall aufnebmen!
W. T.-B. Frankfurt a. M.. 8. Febr. (Drahtbericht.) Die Mitglieder dev Deutschen Eisenbahnerverbandes nahmen, m einer Nachmittagssitzung au? Grund der gestrigen Aosirm- mung übe: die Fortsetzung des Streiks eine En t- schliebung an. in der ste sich zur sofortigen Wiederaufnahme der Arbeit in allen Dienststellen bereit erklären, unter der Vcraussetzung. dah die Eisennahil- verwaltung die gegen eine Reibe von Beamten. Angestellten und Arbeiter ausgesprochenen Mahregelungen restlos rnrück-
' W. T.-B. Frankfurt a. AI.. 8. Febr. (Drahtbericht.) Nach dem Frühbericht des Eisenbahndirektionsbezirks Frankfurt a. M. ist die gestern bekannt gewordene Nachricht über die Beendigung des Streiks noch in der vergangenen Nacht auf dem kürzesten Wege allen Ämtern des Bezirkes runeleitet worden, um die rascheste Rückkehr des Personals zum Dienst sicke rrmtellen. Das Personal kehrt auch tatsächlich zum Dienst zurück. Mit der sofortigen Wiederaufnahme des Betriebes in vollem Umfange ist fedocki vorerst n i cht «u rechnen. Der starke Frost und, der Schnee sind an den Bahnanlagen, namentlich an zahlreichen Weichen der Bahnhöfe nicht spurlos vorübergegangen. Alle Weichen müssen erst aufgetaut werden. Auch den Betriebsmitteln batte der Streik natürlich übel mitgeivielt: der Frost bat noch das übrige getan. Die Heizungsanlagen der Züge und der Perl-nenwagen sind eingefroren. Unter diesen Umstanden kann die Wiederaufnahme des Ver- keürs nur schleppend vor sich gehen. Es wird kaum möglich sein, vor Ende der Woche den regelmähigen Dienst wieder in Gang zu bringen. Ein U-Zug hat heute mit SO Minuten Verspätung den Hauvtbabnhos Frankfurt a. M. nach Berlin verlassen: er verkehrt auch morgen nach Berlin.
Der Frankfurter Beamtenbnnd gegen Maßregelungen.
fV. T.-B. Frankfurt n. M.. 8. Febr. Die gestern statt- gebabte Vertreterversammlung des biestsen Ortskartclls des Deutschen Beamte vbundes bat in einer Entichliehuns den Vorstand des Beamtenbundes ersticht, dahin zu wirken, dah M a h r e g e I n n a e n von -Eisenbahnern unter allen Umständen unterbleiben: andernfalls würde das Ortskartell nicht in der Lage fein, die Mitglieder davon abzuhalten, sich geschlossen hinter die EiieubahnerbewegUng zu stellen.
Eine Bertrauensmännerversammlung der hiestgen Ortsgruppe der Reichsvostgewerkschaft bat gestern abend ein« Entschliehung gefaht. in der sie ihre Bereitwilligkeit aus- ivricht. in einen Svmvatbiestreik einzutreten, falls irgend ein Führer der Gewerkschaft der Eisenbabnbsamten und -anwärter gemahregelt werden sollte.
Bei einer U r ab st i m m u n« . die gestern die Mitglieder des Deutschen Eisenbahnerverbandes. Ortsgruppe Eroh-Frankfurt und, Umgebung, über die 'Fortsetzung des Streiks vernahm, wurden 3027 Stimmen abgegeben. Für den Streik entschieden sich 2634. gegen den Streik 428 Eisenbahner: 43 Stimmen waren ungültig.
Eine wesentliche Besserung im Verkehr.
W. T.-B, Berlin, 8. Febr. Wie vom Reichsverkehrsministerium für das Verkehrswesen mitgeteilt wird., ist es durch die Einrichtung des Notbetrrebes gelungen,, in den letzten 24 Stunden in den Streikbezirken annähernd 2000 ZLae zu fahren. Allein im Rubrberirk sind in den letzten 12 Stunden 124 Koblenzügc gefahren worden.
Die Drahtzieher der Bewegung.
W T-B. Kassel. 7. Febr. Ein Berliner Privattelegramm der ..Kasseler Allgemeinen Zeitung" führt den Nachweis, das der gegenwärtige Streik der Lokomotivführer lediglich ein Werk des Vorsitzenden der Neichsgewerk- schaft. Menne, ist. der im Verein mit den Lokomotivführern T ü i e m e und S ch a r f f äi w e r d t di« ganze Reichsgewerkschaft übertälvelt;. Die bekannte. Abstimmung im tzauvtvorstand über den Streik fand in der Nacht zum 1. Februar statt, aber schon am 28. Januar batte Menne 21 Kuriere an die Bezirksdirektionen mit dem Aufträge gesandt, am 1. Februar morgens 9 Ubr den übrigen Porsttzenden der Reichsgewerkichaft ein versiegeltes Schreiben zu übergeben mit der Weisung, in der Nacht zum 2 Februar 12 Ubr den Betrieb stillzulegen. Eez. Menne und Tbieme. Der Streik- beschluh war alio schon drei Tage vorher ins Land gegangen. In dem vom Scharffchwerdt gezeichneten Streikerlatz befindet sich der Satz: ..Auch Milch-. Nieb- und Lebensmittelzüge sind nicht zu befördern: sie bleiben sieben, wo sie sieben."
Ein Eisenbahnunfall in Düren.
W. T.-B. Köln, 8. Febr. Die Eisenbahndirektion teilt mit: Am 7 Februar, nachmittags 1.42 Ubr westeuropäischer Zeit, fuhr der von Neust koiumende Personenzua 298 auf dem Babnbof Düren aus noch nicht aufgeklärter Ursache über Haltesignal und Drebicbeibe hinaus in das Emvsangs- y e b ä u d e. Infolge des Anvralls schoben sich die Wagen ineinander. Hierbei wurden 4 Personen tödlich. 8 schu er und 33 leicht verletzt. Tote und Verwundete waren durch schnelles Eingreifen des Bahn- und Sanitätsverionals iqLI! der- Ärzte um 3 Ubr geborgen.
Der Streik der stadttschen Arbeiter in Berlin.
W.T.-B Berlin. 7. Febr. Um 2 Ubr nat&mttta« erschien die Streikleitung beim Oberbürgermeister Boeb. um die Veilärgerung der soeben für dre Wiederaufnabm« der Arbeii cblausenden Frist zu erÄnaen. Diesem Wunsche konnte jedoch nicht entsvrochen werden, vielmeor wie» vrr Oberbürgermeister die Streikleitung ernstlich darauf bin. dast mit jeder Stunde weiteren Ausstandes der Einsatz, der technischen Nothilfe auch in den Gaswerken . nah er ru ckte, austeidem auch die Einstellung der neuen Arbeitskraft« ge- mätz Aufruf beginnen müsse. Nachmittags.traf m der fünften Stunde die Nachricht ein. dast die Streikleituna selbst den Abbruch des Streiks empfohlen habe, dagegen habe die Konferenz der Obleute der einzelnen Betriebe beschlossen, im Streik zu verharren. Ans diesem Grunde soll nochmals eine U r a b st i m m u n a oorgenommen werden, die bis morgen 11.30 Ubr abgeschlossen sein wu. Von deren Ergebnis hänge es ad. ob der Streik abgebrochen oder fortgesetzt wird.
Die Stromversorgung der lebenswichtigen Betriebe gesichert.
W. T.-B. Berlin. 8. Febr. Durch Einsetzen der technischen Nothilfe ist es im Laufe des gestrigen Tages gelungen, eine Reibe der Verl.iner städtischen Elektrizitätswerke wieder in Betrieb zu letzen., Alle Kramen- häuser und Kliniken können wieder mit Strom und,L.ckt veisrrgt weiden, ebenso verschiedene andere lebenswichtige Betriebe.
Ein Aufruf des Noten Kreuzes.
W. T.-B. Berlin. 7. Febr Das deutsche Rote Kreuz er-
lästt folgenden A u f r u f: . ar«**».»«
Die Stillegung des Eisenbahnverkehrs, das Au fb oren der Versorgung mit Kohlen. Gas. Wasier und Elektrizität trifft alle Kreise der Bevölkerung, besonders aber d,e Frauen und Kinder unabsehbar hart Die Leiden werden durch die gegenwärtig herrschende Kalte, noch verscharn.
aiiuuuui uesimu mit -y v v v . ni *• . ■ ~r
Geheilte wegen der Verkebrssperre nicht nach Hauie entlassen werden können, sind Neuaufnahmen selbst m dringenden Fällen kaum möglich. Bei Overationen,, und Entbindungen fehlt Wasser, nachts sind sie. wenn, uber- hauvt nur b-i spärlicher Kerzenbeleuchtung ausführbar. Die kleinen Kinder leiden an Milchmangel und Kalte. Die sanitären Einrichtungen versagen aus Wassermangel. Dadurch wachsen die An st e ck u n g s g e f a h r e n rn ungeahntem Maste Den Kranken austerhalb der Krankenbauier ergebt es fast noch schlimmer. Bedenkt, dast das Leoen ungezählter Hilfloser auf dem Spiel,, siebt und. oft genug zuacunde geben must, wenn der Bevölkerung Nicht schleunigst wieder Wasier. Licht und Wärme zugefiibrt wird. Reitet! Menschenleben sind in Gefahr!
Die Großberliner Betriebsräte für den Generalstreik.
W.T.-B. Berlin. 8. Febr. Die Erost-Berliner Betriebsräte - Versammlung tagte gestern na^ mittag und nahm zum Eisendabnerttrerk und zum Ausstand de: Berliner Gemeindearbeiter eine Entschliegung an. in der es heistt: Angesichts des Kampfes der Eiienbabn- bcamten und -arbeiter um ihre Errstenz und der unverständlichen Haltung der Regierung hält die Grob-Berliner Be- triebsräte-Eeneralverfammlung dre .Proklamier« na des Generalstreiks für danz Deutschland für unbedingt ilriwendig und fordert die Betrie^-ätezentrale aus. .in diesem Sinn« auf die Evitzenorganrsationen energisch ern-
zumirken^r die im Gewerksckmftzhause statt-
fand. wurde das Referat des Unabhängigen Barth von wüsten Zwischenrufen der Tribunenbesuck^r. unterb-rocken. so dast Barth zum gröhten Teil unverständlich blieb.^ In- zutschen hatten sich auf der Straste. aus dem Hofe und auf der Treppe des Eewerkschaftshmrses Gruvven gebildet, dl« gegenüber Barth, als er den Saal verlassen wollte, eine drohende Haltung einnalimen. so dag er nur mit Not
V I ü 1) c ll v V- -V U 4 » Hirni*«....... • '
einer körverluben äftt&fKntbJunö entQtnß.
W. T.-B. Berlin. 8. Febr. (Drabtbericht.) — bet gestritten Vollversammlung der Groß-Berlmer Vetrieds--
Zil der von
oer genrlgen Liouveriammruiz» 0 e z .;.. - Tr .
litte gefassten Entscblichnng über dis Anempsehlung des Es^ ueralstreiks veröffentlichen die S. V. D.-Betriebsrate . Vorwärts" eine Erklärung, rn der sie bervorbrben. dast der Befchlust unter dem Drucke der Trr.bun«n angenommen wurde und daher nie und nimmer einen Generalstreik bedeute.
Ein Ultimatum an die Berliner Telegraphenarbeiter.
W. T.-B. Berlin. 7. Febr. (Eis. Drahtherfcht.) Die unter Bruch des Tarifverrraaes und unter Mihbrlligung der Gewerkschaftsleitung in den Streik erngetretenen Berliner Telegraphenarbeiter sind auf Anordnung des Reichsvostmlnisteriums von ihren Vorgesetzten aufgeior- dert worden, die Arbeit sogleich wieder aukunehmen. Wer Ar Aufforderung des Dienstantritts sich als entlasfenzu betrachten.
vlge leistet, bat
Die nächste Reichstagssitzumg wahrscheinlich Donnerstag
W T-B. Berlin. 7 Febr. Die heutige Sitzung des Reichstages ist ausgefallen. Die Abgeordneten werden, gebeten. baldmöglichst nach Berlin zu kommen. Eiien- babnzüge für die Seriabrt nach Berlin stehen zur Verfügung. Die nächste Sitzung wird wahrscheinlich am Donnerstag stattfinden. ^ ‘
W. T.-B. Berlin. 7. Febr. Auf der Tagesordnung der heutigen Sitzung des H a u v t a u s s ch u! i e s des Reichstages stand die Beratung über den Etat des Schatzministeriums. Vor Eintritt in die Tagesordnung schlug der Vor- jikende die A e r i a g u n g der Sitzung vor. weil ein Teil Vertreter der einzelnen Parteien nicht anwesend sein könnte. Dr. Roienseid (U. S. P.) beantragte, die durch den EHenbabnerstreik geschaffene Lage zu besvrechen. Der Aus- schust lebnte den Antrag Rosenfeld ab und beschlob. die Sitzung aus morgen zu verlasen.
