Verlag Langgasse 21
^r-gbl-tthails-.
Schaiter-HaUe geSf'net von 8 Uhr morgen« bis 6 Uhr obenb». Psstscheckionto: Frankfurt a.«!. Nr. 7405.
Wöchentlich
12 Ausgaben.
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r „lagMatt^aus“ 9fr. 685(1-53.
Von 8 Uhr morgens bis 6 Uhr abend«.
P,st,che«»nt°! Franlknri a. M. Nr. 7«i.
Militärvolizeigerickt Wiesbaden.
Verurteilung.
<x m «T-nfn-e 1991 am 21. De»., vormittags 9.30 llhr. ist ms MilUärvolizeig'eriäit Wiesbaden, eiaberusen au? ^ -"bl des Herrn Kommandierenden Generals der 37 Aman terie- Division, zur Aufnahme des Verfahrens gegen L a a u e 1 Jean, geboren am 20. Marz löb4 511 ajarii mrt a von Perus Handiümdsabrikant. mobnhast rn
Wiesbaden.' Langgaste 21. welcher b-iSuldigt ist dab er d« im Schaufenster seines Gstcharts ausgestellten War.n niM. mit Preisen verleben hatte, in öfferrtlicker -iduna an 2.- wohnter Stelle zniammeagetreren und har folgenoe i^nr
tokollakten als nu.t durch Selbstgestandn's des Anserlagten. der zu keiner Verteidigung erklärte, das, er das Modellpaar, inelmes mit dem Preiszeiiel oecochei! gewesen waie. ver kauft sodann jedoch verlaumt hätte, den Preiszettel an dle- fclben ausgestellten Handschuhe '»'-der anzrlbringem bat da- Militärvolizergencht den Angeklag.en. da dieser -er:
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General der Dioiston, beftimnit wird, wne Eeiangnisstrase
„nn ^O Taaen tritt aus Grund des Gesetzes vom
Nachsteb-nd die Artikel der. ..obengenannren Verordnungen und Anweisungen der Militärbehörde^
Artikel 29» der Verordnung Nc. .2.
W wäsää* -
Verordnung der Oberkefebisbabers der franzomcvm Rbeinnrmee.
Nr 743 2/2 vom 17. November 1920.
Gemän der Vorschriften des Artikels 29 - bestimmt die Anordnung Nr 9 der Oberbefehlshaber der irrnzost'^n Rbei.armee folgendes'.In allen Ortschaften rn welchen sich
K- Ln^nteralltterten Rb-inlmid^EommW-" HKch müssen fämtlstbe gangbaren zum Verkauf ausgestellten W°ren mit Mtbare^Vreisen verleben^ werden..„^,^ 244
All ftdprt zm WlibchimM
MUitärpolireigrriÄt Wiesbaden.
Verurteilung.
-k«. 1991 am 21 Dez., vormittags 9.30 Ubr. ist
das ^MiUrärvoli^igericht W-esbadrn einderusen^au^^^^
fehl des Herrn Kommanoierenden ^nerais^.or^^^ gegen icrie-Dimston zur Aufnahme des.. r: o München.
C o b n Mane. geboren am 14. Zuaun °qiri-e.baden vom Beruf Gejchästsinhib-rin f°bnbnft inMe-oa0en.
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°°^°JnAnbetracht dessen, dah d'e Beschuldigte Cohn. Marie, am 2. Dezember 1931 I" der G-^Nistm^a de ■ Pferde
Gebrauches (Portemonnaies Sri« w'chen^ nubt^m^sckt
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Selbstgestandnis der Anne.agll i. datz wom ^ tifel 29il
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Verordnung des Oberbefehlshabers der französischen Rbeinarme.
Nr. 743 2/2 vom 17. November 1920.
Artikel 2: »
Kemäst der Vorschriften des Artikels 29 bestimmt di,
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wüsten sämtliche gangbaren rum Verlaut nusgeileuirn Waren mit sichtbaren Preisen versehen, werden. F244
als die Spitzenverbände dem Finanzmimster neue
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Kühn-mann. Ob bet SSjOTämmlS« Z^amm-nlMg ÄSS S b', A,ch»p°l>m d.- R-ich--
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f “"i?' ofine 6 Sinn ^ohne Verantwortungsgefühl, ojnc
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Nachdenken, ohne Rechtstz f hl..bleiben aus bände, dre den Unsinn ch jun gai nichts.
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3n1om»enttitt b« »--»»>!«" -
T, ° 4 -ign. lEig. Drahtbericht.) Der
17^"Eanua^zusammentreten^um^Wnächst"den^^neuen
Etat zu beraten.
^ ....._— «««« Ersenücrünsmanzarse«.
Don A. Erkelenz (Düste,darf). M. d. R
In Zeiten der Geldentwertung ist es ür den Staat und den Staatsbetrieb am fchwierlgsten u folgen. Der Privatunternehmer fetzt die Preife herauf, wenigstens fo weit ihn nicht alte Vertrage bm- ,en. Und so kann er heutzutage den Schwierigketten .er Geldentwertung, den höheren Lohnen' "sw. folgen. Keim Staat ist das sehr viel schwerer Er mutz sich ein Geld durch Steuern holen. Der Weg ist lang, llnd auch die Reichsbetriebe, die Eisenbahn, die Post, können ikre Tarife meist erst. in weitem Abstand erhöhen, wenn Beamte und Staatsarbeiter schon lange haben' befriedigt werden müssen. So wachst das Defizit des Staates ins Riesengrotze.
*
Die Gehälter der Staatsbeamten sind immer noch bescheiden. Wenn ich einen unserer Brief- träger im Dezember nach der Höhe, seines, Gehaltes frage so antwortet er mir, mein Einkommen vetragt 1460 'M. monatlich. Das ist heutzutage sehr wenig, und der Arbeiter in der Privatindustrie bezieht, wenigstens in einzelnen Landestellen, erheblich mehr. Bei den grotzen Lohnunterschieden, die gegenwärtig zwischen den einzelnen Teilen des Reiches bestehen, ist die Lage der Eisenbahner teilweise so, datz ste in. einzelnen Landesteilen unter den Löhnen der Prwat- arbeiter stehen, in anderen aber darüber Das hangt zusammen mit dem für das ganze Reich abgeschlossenen Tarifvertrag, der trotz aller Klassifizierung den Verschiedenheiten nicht genügend folgen kann.
*
Die gewerkschaftliche Organisation der Eisenbahner ist noch jung. Der älteste Verband ist der dem E - werkschaftsring angeschlossene Allgemeine Elsenbahner- verband. Und es ist kein Zufall, datz dieser Verband sich mit aller Kraft gegen den wilden Streik gewehrt hat. Er hat noch den stärksten Stamm älterer, gewerk- schaftlich geschulter Mitglieder. Der Deutsche Eisen- bahnerverbaud, den „freien" Gewerkschaften «lg* schlossen ist erst im Kriege gegründet. Seme 4VV von Mitglieder sind gröhtenteils gewerkschaftliche Neulinge.
Er ist durchsetzt mit Radikalinskis aller Art. Auch die Beamtengewerkschaften sind in einer tiefen Earun^ Die Reichsgewerkschaft der Eisenbahnbeamten hat stch vor kurzem einen Kommunisten zum erstep Vorsitzenden gewählt und hat seitdem den Spaltpilz m den Knochen.
Wmn für irgend eine Arbeitnehmerschicht die gleitende Lohnskala zweckmätzig wäre, dann für die Beamten und Ctaatsarbeiter. Aber es besteht m Deut chland eine unbegreifliche Abneigung gegen diese Zorm der Lohnregelung. Und am stärksten ist die Abneigung in den Regierungsstellen Lieber fuhrt man alle zwei Wochen umständliche Lohn- und Gehaltsverhandlungen. Im September satzen wir tagelang in der Reichskanzlei, um die Gehälter und Lohne neu zu reaeln. Im November begann der von neuem, wobei die damalige Erhöhung ab 1. Oktober rückwirkend festgelegt wurde. Aber kaum war diese Ver- -inbarunc: abgeschlossen, so wurden neue Forderungen aestellt die sogenannte .dritte Etappe«, deren Mehrkosten für das Reich dieRegierung auf 60 Milliarden jährlich berechnet hat. Jede Erholnmg der Deamten- aehälter und Staatsarbeiterlohne zieht automatisch die Erhöhung der Kriegsbeschädigtenrenten. der Erwerbs- losenunterstützung usw. nach sich.
*
Man kann nicht sagen, datz die Regierung in den Eebalts- und Lohnverhandlungen eine besonders geschickte Hand habe. Die Kühnemanner m Finanzministerium sind für diese Dinge nicht erzogen Emen wirklichen Finanzminister haben wir nicht Der Verkehrsminister scheint es zu lieben, aus solchen Dingen die Finger herauszulassen, was für ihn gewltz viel bequemer ist. ^
Die Lohn- und Gehaltserhöhung im November hatte im Auslande gewaltiges Aufsehen heroorgerufen. „Deutschland will seine Reparationsverpflichtungen nicht decken. Aber es kann seinen Beamten auf einen Schlag 10 Milliarden mehr geben Man sagte Rathenau in London: „Wenn ihr nicht endlich eure Post und Eisenbahn rentabel macht, dann rühren wir keine Hand für euch." Das war genau zu der Stunde.
Rleichsverkebrsman'^eri i M5 E,fenbal>n-
treten, um m der. weneralv'-var Reick,sverkebrsmiN..ster
f i n a n z fl c i e H t c J ,Ä -' l n ^^verständige aus der Industrie
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MtzLK ÄK"Di- Debatte fall nach WKK & SS SÄÄ dem Reichstag vor-
Rücktritt des amerikanischen Geschäftsträgers in Berlm Ruarrn» or» » . ^ .. gpj
£ au 3 ton ersetzt werde._
Gamtes und die Rsparalionssraqe.
^ « Drabtbericht.) Angesichts der
V. Dans. 4. Jan. iOlg. JtM " in Paris rot allen Konferenz.o°n Cannes beschäftigt man^i ^ dieser Sin- Dingen mit den ALvarattansad u Konzcfstonen machen, stlbt werde England, levenmu w Belgien lein, neue
und es werde tchlieklich an Mankre w « ° bereit erklärt Ovier zu drmsrn. Engiano oao^. F^^^eich wurde für eine «tunduns »hn'Millionen Eoldmark erbalten
eine Komvenia.tion von auo -miui Abkommens vom
llir die Annullierung der BMmmang^ed^, ^
13. August über die Minen Hs ,aarg ^
anb-trifft.fo ollte ^Lrkerbalten. Das. letzte Refultat
tionskommMom — .« n Das ..Journal" mel-
l> e l g: cheu2 ^ P^rausstcht bereits offizielle
bet. Deutschland navi. Belgien für feine Kon-
Derbandlungen Mme anzubieten. R a t b e n a u wird mit zifstonen andere W rte a ^ Beivrechungen baden, um
dG Wiesbadener Kome!!ion«.i von allssn Seiten anerkennen zu lasten. $c , Nathenau.
Cffers:?, iÄ|s® ! 'a
IrVnlate "sondern auf beute nachmittag verschoben zu fein Äint Nack dem ..Matin" gebt Ratbenau nickt direkt nach trannes sondern er nird :n dem benackbarten Mentone Mobnuna nebmen. von wo er lederzest nack Cannes kommen kann wenn Auskunft non ibm gefordert wird.
0. Rom. 4. Jan. (Eia. Drabcherickt.) Ministerpräsident
. nöm i wird nach Cannes abreifen «rnNburn
v Cannes. 4. Jan (Eig. Drabtberickt.) Bravourv. das englische Akitalied bei der Nenarationskommistion. wiro beute nachmittag bier eintrefien
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