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Aufnahme von Anzeigen an vorgelchriebenen Tagen und Plänen wird keine s-mädr

Briands Verlegenheitsrede.

S?errn Briands glückhaft Schifflein schwimmt immer uoch. Er hat am Dienstag irr der Kammer abermals . ^^trauenslundgebnng «halten. Wenn auch der Rücktritt Berthelots die Lage des gegenwärtigen Kabi­netts noch keineswegs geklärt hat, so kann es doch als sicher gelten, daß Briands Stellung dadurch gestärkt worden ist. Im Augenblick scheint es, als wollte man die Angelegenheit der Banque de Chine nicht ptn I Vorwände nehmen, um ihn zu stürzen, wenigstens so- Änge nicht, bis die Resultate der Konferenz von Cannes vorliegen.

Über die Londoner Besprechungen und über den voraussichtlichen Gang der Ereignisse in Cannes hat sich Herr Briand sehr vorsichtig geäußert. Daß es un­möglich gewesen ist,- in London zu Entschlüssen zu kommen, da dazu eine Aussprache aller Alliierten not­wendig sein würde, haben seine Hörer wohl schon ge­wußt, bevor er es ihnen sagte. Er kam dann auch gleich mit gröberem Geschütz und betonte, Frankreich werde keine der Garantien aufgeben, die es in Händen halte und es kenne keine andere Verhandlungsbasts als die des Vertrages von Versailles. „Niemals hat Lloyd George etwas getan, was darauf schließen läßt, daß er das kleinste Opfer von Frankreich verlangt!", sagte er zum Schluß und setzte sich damit in Wider­spruch mit manchen Tatsachen, die der Londoner Kon­ferenz vorangegangen sind.

fr P elt Brmnd wird die Geschichte Europas nicht allein machen. Er weiß genau,' daß das, was er in der kammerrede zum besten gegeben hat, ein überwun­dener Standpunkt ist. Wenn überhaupt das Eleich- gWicht Europas wiederhergestellt werden soll, wozu auf englischer und anscheinend auch italienischer Seite der ernsthafte Wille besteht, wird Frankreich ebenso wie alle anderen Beteiligten von seinen Forderungen einen ganz beträchtlichen Teil streichen müssen. Die Frage ist nur, ob das in einer für Deutschland annehmbaren norm geschehen wird, lsnd hier liegt des Pudels Kern­en dem Bewußtsein, in dem einen oder anderen siunkte nachgeben zu müssen, sucht Briand jetzt schon Rückenstärkung durch die Kammer für die angestrebte Durchsetzung neuer „Garantien".

Und darauf können wir heute schon gefaßt sein: Uenn die Konferenz wirklich eine Erleichterung der deutschen Verpflichtungen oder gar eine völlige Neu­ordnung des Reparationsproblems bringen some, ohne neue „Garantien" wird es nicht abgehen selbst dann mcht, wenn man Briands Worten Glauben schenkt, dag Die „Entente so vollständig und neu befestigt sei, wm nur möglich." Um diese „Befestigung" scheint es aber doch eigenartig bestellt zu sein. Daß Meinungs- oerichiLdenheiten zwischen England, und Frankreich vor- ^l!LN, wie sie seit 1814 nicht bestanden haben, berührte M'rr Briand mit keinem Worte. Ebenso wenig die -Tatsache, daß die Londoner Konferenz resultatlos ver- Mfen mußte, weil kein Ausgleich zwischen den ver- Medenen Anschauungen zu erzielen gewesen ist. Und Nicht nur in London hat sich diese Gegensätzlichkeit in .grundlegenden Fragen gezeigt. Prallen nicht auch die englischen und französischen Ansichten in der U-Boot- das schärfste auseinander? Ist es nicht eine Mißbilligung des von England mit größter Leiden­dst verfochtenen Standpunktes in der U-Bootfrage, wenn Frankreich heute zugesteht, die deutsche U-Boot- Megsührung wäre nicht nur durchaus berechtigt ge­wesen. sondern völlig korrekt durchgeführt worden?

Die Satzung -es Obersten Rates in Cannes.

Sonntenv tSavas.) Briand richtete am iinn ^ b. veriüledenen alliierten Negierungen

etne Einladunn" ? taI £® n - Amerika. Javan und Belgien Rates di- ^ Set der nächsten Sitzung des Obersten treten'zu 5n a ?H. ar ' »> Cannes startfinden wird, ver­

lieren zu lassen. Auf dem Programm sieben zwei 'Fragen: 9 Z.evarationrn und

n ^'"berufung einer internationalen Konferenz.

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das StaatsdevartemHt mitz

Ber tret-van Tannes als amtlicher

Strnnes über die Reparationsfrage.

d. ,28. Dez. (Eig. Drabibericht.) Lin Redakteur

der, ..Bobemia" batte in Berlin Eelegenbeit. mit »u svrecken und ibn über seine letzte Englandreise zu befragen. Stinnes erklärte, lediglich in seiner Eigenschaft 0,5 ^.fsvatmann in London gewesen zu sein. Was meine engebllche Begegnung mit Lloyd George betrifft, so ist Ihnen vielleicht bekannt, dah sre von der englischen Regierung de- wurde. Par 14 Tagen war die Situation die. dag England durch den Verlauf der Washingtoner Konferenz sowie durch die Lowng der irischen Frage freier atmen svvvte.^ Dieser Umstand mag es zu einer Neuorientierung vielleicht veranlassen. Jedenfalls entsprechen die bisherigen Nachrichten über Gewährung von Revarations- erleichterungen nicht den Tatsachen. Zu einer Verständigung b 60 SvA. weit. Ich habe den Standvunkt der Unmög- uchkeit der Erfüllung schon m Sva'_ vertreten. Deutschland Nt den. unübersehbaren Folgen seiner Ent­kräftung. Es üt unmöglich, daß es weiterhin 2 Milliarden >, f)rc . und noch .26 Prozent Exportabgaben sapten kann. Unter solchen Umstanden kann von einer Kre- L"^.Usubruna , seitens der englischen Finanzwelt nicht die M®, kein. Die Bank von England lebnt jede Kreditge-

Havenstein gegen einen Eingriff in den Goldbestand der Reichsbank.

Wir finden, daß die französische Kammer äußerst ?^ch?:den ist, wenn sie derartige „Erklärungen", wie le Briand soeben gegeben hat, geduldig hinnimmt. Wenn man daraus Schlüffe auf die Mgemeine Stim­mung in Frankreich ziehen darf, so kann es nur der eme sein: Man sieht ein, daß es vergebliches Be­ruhen ist, auf die Dauer gegen den Strom schwimmen »»wollen, Nicht große Morte leiten die Geschichte ondern die „harte Notwendigkeit", die in den Dingen >®>ber liegt? _

Ein neues Vertrauensvotum für Briand.

„ D. Paris, 28. Dez. (Eig. Drabibericht.) In der ivnrde die Jnterpellationsdebatte über den ..„rach der Thinabank abgeschloffen. Briand er- er Z"öe die De Mission Berthelots ange- . mmen. In der Abstimmung wurde eine Tagesordnung, dkr tr\ r - % 9le J ! ! n9 in der .Hoffnung auf Wiederherstellung !i? N'nabank das Vertrauen ausspricht. mit 385 gegen f 1 «timmen angenommen.

Heimkehr aus Avignon.

ftnhTß 1 ^' 8, Berlin, 27. Dez, Am 2. Weibnachtsfeiertag in ow 9 deutsche Kriegsgefangene aus Avignon D./'7^unbeim emgetroffen. S'e wurden von der französischen K« ^ h durch Vertreter der Stadt Mannheim übernommen. “ wurde ihnen ei« herzlicher Emokana bereitet

Programm erörtert würde. Auch in 'derSitzunn chaftskrei en beurteilt man nach wie vor die La5«

r cä'Impi fe»»

Ein neuer deutscher Schritt.

^erärVAr^ Se6 ) ru * ar ^lligen Zahlungen gehört zu werden. Das Blatt meint, der von Deutschland imtpr-

Siele darauf ab. die ursvrüngliche Weige­rung, die in dem Abkommen von London geforderten ^iab- Ü!>vgen .zu leisten, einer neuen Prüfung zu unterziehen Man, dürfe darum annehmen, dah Deutschland entschlossen ist, dre angebotene Summe bedeutend zu erhöhen.

« Dr. Pons, 28. Dez. (tzavas.) Die Revarations- 1n veröffentlicht folgendes Kommuniguö: Die deutsche Regierung hat die Revarationskom.nission ersucht sdre Vertreter wegen gewisser Aufklärungen, deren die deutsche Regierung zur Beantwortung des Briefes der Kom­mission vom 16. Dezember bedürfe, zu empfangen ^)-e ?i®vacatlonskommlsslon hat beschlossen, die Vertreter d-r ^utsckeNf Reg.^rung am 29. Dezmber. 4 Uhr nachmittags

Angebliche Verfehlungen Deutschlands.

« - 28 t 3>e ®' bie Blätter Mitteilen, hat die

Wrhu£ l >l l a h l 0 n f 3 f o m m 1 H t o n bch heute mit einer an­geblichen Verfehlung Deutschlands in der Liefe­rung von Koks zu beschäftigen. Die regelmäßige Liefe-

* 5 in°nn<? 0 'r nen pro * a J fei feit öem 15 - Dezember aut. 9- bis 10 000 Tonnen zuruckgegangen. — Die offenbar

beeinfluhten Nachrichten sprechen von einer dritten Ver- üdlun^ Deutschlands. d,e hierdurch festgestellt werde. Die erste Verfehlung datiere vom Juni 1920 vor der Konferenz von §va. die zweite gebe auf den Monat März 1921 zurück, w Regierung die erste Milliarde Eoldmark.

die auf Grund des Versailler Vertrages als Abschlagszah­lung der Summe von 12 Milliarden verlangt wurde, nicht bezahlt habe — !^is ..Echo de Paris" fugt der Nachricht hinzu: Es 'st angebracht, am Vorabend der Konferenz von Zierlich kstzustälen" Deutschlands noch einmal mehr

Reparationskommisiion und Zahlungserleichterung.

. D. Paris. 28. Dez. (Eig. Drahtbericht.) Aus London wird gemeldet, dah die Wiederherstellungskommisston Ein­wendungen gegen dre Festsetzung von 500 Millionen Gold- mark als gesamte Zahlung Deutschlands im Jahre 19»2 nahm. Sie weist daraufhin, dah ste bereits im Juli Ab- mamungen über die Verteilung der ersten deutschen Eold- betroffen habe die nicht umgestohen werden könnte.

.Jntranstgeant behauvtet. dah man in London verein­bart habe von Deutschland für das Jahr 1922 eine Ee- samtsablung von 600 Millionen Goldmark zu fordern. Das Blatt meint in Tannes würde aber diele Ver- e/nbaruna wieder umgestohen werden, da sich die französischen und belgischen Sachverständigen mit einer solchen Regelung nicht einverstanden erklären wurden. u

Ein italienischer Vorschlag für Cannes.

. Rom. 28. Dez. (Eig. Drabibericht.) Ministerpräsi­dent B o n o m I gedenkt nach Blättermeldungen in der Kon­ferenz von Tannes eine versöhnliche Tätigkeit aus- zuuben. Zu diesem Zwecke arbeitet er mit dem Schatz- mrmster. dem Ar-ertsminister und dem Handels- und Jn- oustrre-Minister einen Vorschlag zur Regelung de"

stublan/wÄ bi»b-i°ur Q^ a tmmn dSabt0mmen mit

SnftemJ? ?«f SfeL Ü i er a l üht -Anzahl von Kleinbcchn-

Deutschlands. Im vergangenen Sommer baben sich alle diese Klembabnem als die Preise niedrig n „Material auf viele Jahre eingedeckt. Hierdurch

erspart, die der Betrieb der Reichseiien- i 5 Svarsamkeitsmoment Eine*+ ^t,® f unkaufmännische Anwendung. Etne an&enmfl der Betnebsform würde zweckdienlich sein Staatsbetrieb von seinem ungeheuren Defizit rü M-d rn den Staatsbetrieben eine kaufmännische Gebarung Platz greifen, dann wird auch die Kreditfähigkeit Deutschlands eine Besserung erfahren. Im geoenwärt^asv i 'aertmr mb bte Aussichten auf Erlangung eines Kredits

Die Landwirtschaft an die Industrie.

Berlim 28. Dez, (Eig. Drahtbericht.) Der Reicks- ausfchuh der deutichen Landwirtschaft bat an den Reiws- ber knutschen Industrie ein Schreiben gerichtet « beiht: Zur Steigerung der landwirtschaftlichen

Produktion bedarf es vor allem , der M i t a r b e j t der anderen BeNrfsstande, besonders der Industrie und der ri 3 e e v 0 * ^; e Vermehrung der landwirtschaft-

Produktion ist die grunolegende Voraussetzung für clne Gesnndung des deutschen Wirtschaftslebens. — Mn ent- st-rechendes Schreiben wird auch an den Reichsverband bes deutschen Handwerks abgehen. 065

Die Materialfunde in den Rockstrohwerken.

Berlin. 27. Dez. Zu der Meldung Pariser BlaAer, dah ui den R ockstrobwerken in Dresd-n- Seldenau neuerdings Materialfunde gemacht wurden tzilt s e D. Mg Ztg." mit- Es bandelt fickt herbei umeim Amahl ^genannter Rohjmge für HaubitzenmantelrohrS d, b, um Schmiedestücks ohne tegliche weitere Verarbeitung. Die Funde sind vollkommen verrostet. Sie lagen an dem Fundorte schon seit dem Kriege und wurden lediglich als Metallvorrate zur Bearbeitung für Friedsnszwecke auf,

Die Beffemer Munitionsfabrik.

^.D.-S. Salle, 27. Dez. Die Entente fordert die Zer­störung der festen Gebäude der Besfemer Muni- tionsfabrik. die die Gemeinde Ammendorf zu WsS- nungszwecken anzukaufen beabsichtigt.

Calonders Reise nach Oberschlesten.

,., w - T.-B Genf. 27. Dez .Der Präsident der deutsch-vol-

Kovierenz. Cal ander, wird auf seiner Reise nach Oberschleslen von, mehreren Mitarbeitern des Völkerbunds- stkretariats begleitet sein, darunter von dem Holländer Dr H a m e l. Direktor der juristischen Abteilung, und dem Schweizer Dr. Weltmann. .Privatdozent an der Genfer Universität, letzterer als persönlicher Sekretär Calonders außerdem wird u. a. der Engländer L o v e tz von der Finanz-' abteilung und der Schweizer Mo ntenab von der voli- tiichen Abteilung als wahr cbeinlicher Begleiter genannt wahrend eine Pressemeldung über die Beteiligung des Fran­zosen Ernest D e n i g nicht Zutrifft. Endlich wird^die Teil­nahme eines Mitglieds des Arbeitsamts in Erwägung gezogen, dagegen sind dem Völkerbund nickt angehörende Personen oder besondere Sachverständige, wie seinerzeit Sodack. nicht vvteeseben. Im ganzen dürften etwa sechs Herren nach Oberschlesien mitgehen.

Danzig zahlt die Militärrenten weiter.

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nach Deutschland zu wenden brauchen. " ^

Reue Putschvorbeteitungen der Komnmnistew?

~ Br : Berlin. 28. Dez. (Eig. Drahtbericht) Wie die „D. amgesztg. aus H a l l e erfahrt, sollen die Kommunisten für kormnende Fruhiahr eine neue Aktion vorbereiten. In den sächsischen Kohlenbezirken hätten bereits Be- Ivrechungen »wischen dem gentralorgan uno der Bezirks- organlsation Mitteldeutschlands staltgefunden.

Maßnahmen gegen die Arbeitslostgkkit.

Uv. Berlin, 28. Dez. (Eig. Drabibericht) Dn im kommenden Frühjahr mit einer . st e i g e n d e v Ärbeits-

mirJfMr rfi 5 »n 1 *’ ^ in Berlin besonders be-

r > r» i m( l d)en ^^®^werden IN den nächsten Tagen B e - ,«h «LI» 6er Mahnahmen stattfinden. welche Stadt ergreiseu wollen, um durch produktive Eriwerbs- losenfüriorge der drohenden Arbeitslosigkeit zu steuern»