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Ar. 555. Dienstag, 6. Dezember 1921.

her Regierung zu Kastei wirft ein betrübende? Lickt auf den

«»ulbeiuck in Kurbesten. Die Verfügung lautet:Es itt

hjencn und die Eltern deshalb rubig die Strafe bezahlen ZjD ihre Kinder abficktlick nickt zur Sckule schicken. In iol- ^>en Fällen böswilliger Sckulversäumniffe emvfieblt es fick.

die Lehrer den Polizeibehörden täglick Auszüge aus Ncr'öutnnislisten zugehen und die Strafen sofort für jeden Taa der Scktul"ersäumnis festietzen lallen, damit nickt für die fyrtgeiet-te Straftat nur einmal die gesetzlich ieMehende Höchststrafe erkannt wird."

Erwerbslosenfürsorge bei Airsstand. Für die Erwerbs- jolenfüriorae ist eine Wartefrist von mindestens 4 Wacken «ert der Reicksversorgung für solche Arbeitnehmer Vorge­hen deren Erwerbslosigkeit durck Ausstand oder Aus­sperrung überwicgend nerur'ackt ist. Nack einem Schreiben des Reicksarbeitsministers an den iöckst'chen Arbeitsminister mirB deshalb zunäckit keine Unterstützung gewährt an Ar­beitnehmer. die infolge Streiks der Belegschaft vorzeitig ent- lallen werden. Wenn aber die Sntlallung von vornbere'.n -u einem bestimmten Zeitpunkt feftstand so ist ibm die Für­sorge non dieser Zeit an zu gewähren, wenn die übrigen Voraussetzungen zutreffen. Die Erwerbslosigkeit ist in die­sem Falle nickt durck Ausstand oder Aussperrung über­wiegend verursacht.

«»rbertchte «der Kernf*. »artrSsjc wttl*

* gar du» ßrg«Honi«rt in ber en.rktklrch« ont Mittwoch um 4 Uhr tat die vorzügliche Altistin Fron Lully Wzen-Dureuit Ihre Mitwirkung M-sagt. E, kommen Advenlsgesünge aus hem 17. Jahrhundert von » M Fraiuk und Joh, R Ahle sowie das geistliche Lied ...Herr, ich ln", nicht von dir" oon Otto Dorn zu Gehör. Auf der Orgel wird Friedrich Peterlen ..Choral" A-Moll von Cöfat Franck und Orgelkonzert D-Moll m Handel spielen. Programme sind auch im Vorverkauf erhältlich in ^n Musikalienhandlungen sowie In den Buchhandlungen von Limbarth. genn. Moritz u. Münzet. bei Hofbuchhändler Staadt. sowie im Papier­haus Hutter, Der Reinertrag ist für den Orgelfonds bestimmt.

* Wiesbadener Künstler »»»«ärto. Fritz Hans R e h b o l d , welcher . ehedem in Wiesbaden als Pianist tätig gewesen ist und gegenwärtig in

Köln als Lehrer am Konservatorium wirkt, hat auf seinen Konzertreisen türzlich auch in Berlin als Klaviervirtuos bedeutsamem Erfolg er- runoen. Er spielte Beethoven» EnDur-Konzert und da« Schumannfche A.Moll.Konzert (unter der Orchesterlcltung von Kapellmeister Abendrothl, and man rübmte in der Press« die Intelligenz und Empfindungswörme seines glänzenden Spiel».

Wiesbadener BergnSgnngsbLhnen und Lichtspiele.

» Simplicisstmn». Im Simplicisstmus gastiert zurzeit der Mainzer lkrotesktomiler F l a ck. der durch seinen drastischen Humor Lachsalven aus. löste. Ihn allein zu sehen, würde den Besuch des Kabarett, schon ver. lohnen. Aber auch ionst hoi Herr Direktor Blexandioss ivietKr eine neue Reih« bemerkenswerter Künstler verpflichtet, die die künstlerische Seile de, Unternehmens geschickt ,UI Leitung bringen. Da ist vor ollem »ine ausgezeichnete Borteagekünftlerin Rita I a i i , die ihre gelungenen Chansons geschmackvoll vorzutragen versteht. Den Don» vertreten die i 3JI«rnin g Stör«" mit Ihren akrobatischen Darbietungen,

RI g m o r »nd Knud, sowie Minni Renk auf das best« Die fran- zöstsche.Sängerin Nonne Claudia verfügt über gute stimmlich, Mittel, ihre deutsche Kollegin Hella K i I a w a steht ihr in nichts nach. Als Conferencier und Humorist wirkt Heinz Wald erfolgreich.

* 3m Monopoltfteater läuft bl» Dienstag der neue Bavarlafilin .Hochland" lDle Schlucht des Grauen»), Drama in 6 Akten. Die spannende Handlung ist in den Rahmen prächtiger Hochgebirgs-Land. schaffen eingewoben. Ein originelle, Lustspiel ..Rols gewinnt den grasten Preis" vervollständigt den Spielplan.

ÄsststO Ntft isteke kNOhckdKR»

* .,R a s I a u I s ch e r Verein s ü r Naturkunde". Donners­tag. den 8. Dezember, pünktlich abend» Uhr. im Lyzeum 1 am Markt

Portrag des Herrn Ingenieurs K. Fischer aus Frankfurt a. M. über: »Entstehung der Braunkohle unter Berücksichtigung der südwestdeutschen Vorkommen",

"Deutscher Beamtenbund", Zm Rahmen der dierwinter- lichen Vortragsabende des Ortskaitell» findet Mittwoch, den 7. Dezember, «bends um 8 Uhr, im großen Saale de» Kasino» «in Schumannabend statt. Einzellarten In beschränkter Zahl an bekannter Stell«.

*Freie Arbeiter unio n", Ortsgruppe Wiesbaden. Dien», lag. den g. Dezember, abends 8 Uhr, find«t imKl. Reichstag" (Hermann- sttoste 1) sine Versammlung statt, in der folgende Gegenständ« behandelt werden: l. Vortrag über die Katastrophe in Oppau. 2. Schaffung «lue» Lerteilungömodus über M 000 M. Gäste find willkommen

* DerWiesbadener Bedmten verein" unternimmt Eemstag. den 10. er., einen Familienausflug nach Sonnenberg. Bon ° llhr ab Tanz imKaiferfaal". Montag, den 12. er., abends Sitz Uhr, Hauptversammlung im Wintergarten fVerelnsfalchen).

*Mufikgruppe Wie » bade n". Dienstag, den S. Dez., Mends s Uhr, findet Versammlung im Vereinslokal (Jahnstrastc 1, 2)

'Verband der weiblichen Handels- und «"eauangestellten, E. V." Mittwoch, den 7. Dezember, °°-nds s Uhr, in den Räumen de» V. W. A., Mauritiusstraste 1, Mlt- «»ederverfammlung, Thema: Tnrissr-g-n.

Aus. Provinz und Nachbarschaft.

Die Entfestigung oou Mainz.

, Mainz l. Dez, Di« Entseftigungsarbeiten aus dem linken Rhein»

er sind nahezu beendet. Die später noch auszuführenden Entfestigung»-

gen an beo Briickenköpsen von Kehl. Mainz, Koblenz, Köln und uel hat die Interalliierte Wilitarlontrollkvmmisston sestgestellt und amitgegeben, so dast hierfür die Beibehaltung' der für die Schleifung h»'!? 1115 '' 1 iM ^setzten Eebiet eingesetzten iateralliterten Überwachung« MMon nicht «der doch in dem jetzt vorhandenen Umfang« nicht mehr ^forderlich ist.

. ,,.UrbeitsO«rläug«k»n» !n »er Osseutgcher Industrie, ini-vft, ^llinii-!ch, 4. Dez. Auf Grund einer Besprechung der Gewerbe, iür m mit 6en ,n S ta 8 e kommenden Arbeitnehmeivertretern wurde »ore/^be.der Metalle, Maschinen, Spinnstoffe, Holzstoffe, Schuh- H, **? chemische und graphische Gewerbe für Arbeiter über 18 Jahren tüori* m ^ ni)e iic !es Jahres eine Verlängerung der Arbeitsnahme bis zu Karie Stunden festgesetzt. Für das Lederwaren., Seifen»,

tWra I* a8,n unt ha * Schriftgiestereigewerb« war die Arbeitsverlänoe. v-», nyon vor geraumer Zeit bi» Ende de, Jahre» genehmigt worden.

!rn . # Sin guter Fund.

Pstüo ' >">t>ön-ch, 4. Dez. Ein Landwirt eines Nachbarortes fand beim Kassette mit 180 000 französtschen Franken. Der Finder «mim»,*, ® eI ° on die französische Behörde ab und erhielt dafür einen wenden Finderlohn,

Wiesbadener TagblsU

Gertchtssaal.

Fe. Ein Kroger Diebstahl in einem Sveditionslager.

owijchen mein und dein konnte der Kaufmanns! chrling Sans ««>warz von liier keinen Unterschied macken. Er war bei der Svedftionsiirma Hillebrand (Mainz), die hier in der jvneise.iiaustraße ein Lager unterhält, angestellt und hatte in dieser Stellung ab und zu Waren sich angeeignet. die er mit Unterstützung der Hillebrand'chen Fuhrleute Franz ckliiker und Johann Schneider wez ckaifen lieh. Es handelte >rck um Chemikalien, Leim, eine Kiste Stärke und verschie­dene Ballen Sc.dcnstoife. Abnehmer für diese Eebrauchs- gegenstände war der 38jährige Kaufmann Karl Reyer aus Lrfenbach a. M. Diese billig« Bezugsouelle wollt« ück Rener nickt entgehen lallen und lieh sih eines Tages

rzer Hand durch feinen Freund, den Sckloller Heinrick Erbach von hier, einen Scklüllel zu den Lagerräumen der Firma anfertigen Am Pfingitsnmstag gegen 9 Ubr fuhr Keyer. als er den Nackschiüllel erhalten, mit Erbach unv Rücker auf einem für 5009 Ak. oon dem Fabrradbändler WU- velm Stroh 2. in Neu-Isenburg entliehenen L a st a u t o am Lager in der Gneisenaustrahe vor. lud in aller Gemütsruhe 1, Kisten Seid« im Wert von 30009 0 M. aus und fuhren über Erbenheim und Frankfurt nack Offenback. Der Dieb­stahl wurde bald entdeckt und das wertvolle Gut. das gröh- tenleils ber dem Gastwirt Edmund Saitb in Osfenback unrer- gtlltcllt war. beschlagnahmt. Die Strafkammer verurteilte Rener wegen schweren Diebstahls und Hehlerei in zwei Fallen unter Annahme mildernder Umstände zu 2 Iabren 3 Monaten Gefängnis. Erback wegen schweren Diebstahls zu 1 Jahr 9 Monaten Gefängnis. Rücker wegen zwei fchwe- rer und drei einfacher Diebltäble und wegen Begünstigung zu 2 Monaten Gefängnis, Schwarz wegen zwei schwerer und zwei einfacher Diechstäbl« zu 2 Monaten Gefängnis unv den Schreinerweister Richard Bensdorf von hier, der den Leim in drei Fällen von Schwarz gekauft, zu 4 Monaten Gefängnis, «trab und Saitb sowie dessen Frau erzielten einen Frei­spruch.

lg. militürvollzeigericht. Zu dem Bericht in der Freitag-Morgen. Ausgabe ist berichtigend mitzuteilen, dast nicht Auguste Wollweber, fan> dern Frl. Paula Henrich zu 10 Togen Seföngni». L0 M. Eeldstrafe per» urteilt wurde.

Fc. Ein gefährlicher visier. Durch «ine Notiz in stiestgen Tages­blättern, die bsfaate, dast in Hannover der 24jährige Damenschneider und Filmschauspieler Wilhelm van Munumc aus Duala In Kamerun, deut­scher Stnatsangebörigcr, wohnhaft in Wiesbaden, wegen grester Schcck- ichwindeleien festgenommen worden sei. wurde di« biestge Staatsanwalt­schaft aus ihn aufmerksam, da er wegen gefährlicher Körperverletzung Met anaeieigt worden war. Per Schub kam der Kameruner oon Han­nover hierher und stand nun vor dem Schöftengericht. Der Ank'age lag folgender Sachrerholl zugrunde: In der Nacht vom 24 zum 2b, April dfases Jahres le-nte am stiestgen Hauvtbahnhof Munumr eine Schau- fpiekrrin und eine Verkäuferin au« Frankfurt kennen und erbot sich den ^amen, die Rachtanaitier suchten, ftscheo zu besorgen. Er nahm ste mit in denHeidelberger Hof", erhielt «in ZImm«r für dieselben, wurde aber -udringlich. Der Wirt nahm Partei für die Damen und schickte M. auf sein Zimmer. Al, aber alle« ruhig Im Hause war, pirschte der schwarze Gentleman die Gänge entlang, wurde aber von dem aufmerksamen Wirt abgef-.ht und ans dam Hotel v.erwiofen. In dem Moment schlug M. mit einem Stack d-m Wirt über de« Kopf, sprang aus ihn and bist mit aller Gewalt ihm in den Backen, so dast eine Operation erfolgen mustte. Die Schöffen schlcktrn den Bister wegen vorsätzlicher körperlicher Misthondlung sechs Monat« ins Gefängnis. Im Lauf» der Verhandlung wurde durch Zeugen festgeftellt, dast M. früher bereit» einem hiesigen Auktionator ln den Finger gebisten und feiner Braut In die Brust. Der Wirt hat autzer- dem auf dem Ztvilweg« den Damenschneider und Filmschauspieler auf Schadenersatz von 5000 M. verklagt.

Ein aufregender Mordprozest. In Hirschbrrg begann der Auffesten erregende Mardprozest gegen Peter Eruper, der angeklagt ist, an der Gr. m--rdung der 18jährigen Gutsherrin von Kloppelsdorf, Dort« Rohrbeck, schuldig zu sein. Der Prozeß gegen Peter Truper stellt da, Gericht vor eine Reihe der schwierigsten kriminalistischen und psychologischen Rätsel. E« werden Eutochten von zahlreichen Eachoerständtgen, von Krzten, fowl« von Sachverständigen über Hypnose und Handschriften abaeaeben werden. Einen grosten Elnftust wird da» Er. gebni» der lokalen Besichtigung baben. Der Tod der beiden jungen Mädchen Dorte Robrdeck und llrjulo Schade erfo'gte tm Parterre des Kloppelsdorfer Gutshaufes, während sich der Angeklagte zurzeit der Tat im Oberaeschast aufgehalten haben will. Man wird zu prüfen haben, ob Grupen sich vielleicht unauffällig aus der Gesellschaft im ersten Stock ent­fernen konnte, um nach Verübung der Tat sich wieder nach dort zurückzue bsgeben, ohne dast man fein Ferniein bemerkt haben konnte. Es ist sin reiner Indizienbeweis, den die Staatsanwallfchaft führt. Der Vertrete: der Anklage ist Ttaalsanwali Rsifenrath. Die Verteidigung führen Justiz­rat Dr. Ab!«st, der frühere demokratische Abgeordnete von Hirfchberg, und Jvstizrat Manroth aus Breslau, einer der bekanntesten Verteidiger Ostdeutschland». Eine große Roll« wird die Erörterung der Frage spielen, ob Grupen da» Verbrechen durch stypnetlschen Elnflust ausgeübt hat. Es wird bekanntlich behauptet, daß die klein« 12jährige Ursula Schade im Hypnosezuftand erst ihre Kustne und dann sich selbst erschosten habe.

Neues mis aller Mett.

Der Brand aus der Eisendabniverkstätte Lauban. Wie

von der Leitung des Eisenbabnwerkstüttenamtes in Lauban rnitgetcilt wird, ist dem in der Dreberei entstandenen Feuer un Lokomotivschuppen zum Dnfer gefallen. Der Brand war um 12 Ubr nachts aus seinen Herd beschränkt, so dab nur noch die Fabrikseuerwebr auf dem Brandolatze Zurückbleiben mußte. Von der gesamten Belegschaft der Werkstätte (1100 Mann) waren in der betreffenden Abteilung 200 Arbeiter Nschästtgt. Sie werden anderweitig untergebracht und de- chästigt. Die Höhe des Schadcms laßt sich zurzeit noch nicht iberjeben. dürfte aber eine Million Mark übersteigen. Die Etitstebunasuriache oes Brandes ist vorläufig noch ungeklärt. Menschenverluste sind nicht zu beklagen. Von den Löschmannc sckasten wurden einige durch herabfallende Elaosplitter leicht verletzt.

.Verbaftete Schwindler. Nack langen Bemühungen ist cs jetzt der Münchener Polizei gelungen, einen Schriftsteller aus München und einen Versicherungsagenten, beide schon vorbestraft, zu verhaften, die in einer Münchener Druckerei Altien aus eine uberbauvt nicht existierende rumäniiche Vetroleumsfirma im Nennwerte von 15 Millionen Lei drucken lieben, die Unterschriften fälschten und di« Aktien in den Verkehr zu bringen versuchten. Gleichzeitig gelang es. eine Schiebung mit amerikanischen Kriegsanleihen im Werte

Morgen-Äusqobe. Erste» Blatt. Sekte 3.

ion 4000 Dollar zu verhindern und Sckecksckwindeleien in beträchtlicher Höbe auszudecken. Es wurden vier Personen verhaftet, von denen zwei vorläufig wieder aus sreien Fuß gesetzt wurden.

Hamburger Bertchrseinschrönkung insalge Koblrnmangel.

Wie aus Hamburg gemeldet wird, wird der Verkehr in der dortigen elektrischen Stroß-»nbobr. wegen der geringen Koblenzufubr um die Hälfte eingeschränkt werden müssen.

Beim Zelebrierrn der Messe erschossen. In Ealoeva bei Florenz feuerte ein Landmann der einen Streit mit dem Pfarrer des Kircksplels batte, in der Kircke auf den Geist­lichen während dieser die Meffe zelebrierte mehrere Gewehr­schüsse aus ihn ab und traf ihn in den Rücken. Der Priester brach sterbend am Altar zusammen.

Hochherzige Spende. Natban Straus in New Bork der wegen seiner hochherzigen Svsnden für Deutschland in letzter 4>eit mehrfach genannte Pbilcinthrov. erhielt von dem Leiter des Kinderkrankenhauses in Karlsruhe die Nackrickt. d^ß die von Straus im Jahre 1907 in Karlsruhe errichtete Milck- kuche wegen Mangels an Mitteln aelcklos^n werden müsse, Straus überwies daraufhin an das Wolffbureau 200 000 Mark, die zur einen Hälfte kür Karlsruhe, zur anderen Hälfte für die ebenfalls von ibm eingerichtete Milckküche der jtrau Gotbeim-Nemmers in Ebersmalde bestimmt sind. Die Beträge wurden ihrer Bestimmung zugeführt.

Handelsfefl.

Berliner Devisenkurse.

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Industrie and Handel

* Zur Lage in der Kaliindustrie. In der Gesell-

schafterversuniinlune des Deutschen Kalisvndi- k a t s berichtete der Vorstand u. a. folgendes: Trotz der bevorstehenden _ starken Preiserhöhung der Kalisalze, welche durch die seit Anfang Oktober eingetretene gewal- hse Verteuerung der Produktion bedingt ist. müssen die Aussichten für den Inlandsabsatz für die nächsten Monate günstig beurteilt werden. Die Lage der La n d wirt- sc h a f t hat sich wesentlich gebessert. Erfahrungsgemäß kommt die Anpassung der Düngerpreise an die Selbst­kosten stets zu spät. D's gilt auch für die neuen Preis- anträge des Kalisvndik::ts.. mit den sich der Keichskjlirat m seiner Sitzung am 0. Dezember zu belassen haben wird. Der Absatz ist in den ersten 11 Monaten des Jahres gegen den gleichen Zeitraum des Vorjahres um eine halbe Million Doppelzentner Reinkali infolge außerordentlich schlechter Wagengestellung zurückgeblieben. Das Verhältnis des Auslandsabsatzes zu dem Inlandsabsatz, welches sich im Frieden etwa wie 50 zu 50 stellte, ist nach wie vor un- sünstig. Dies ist vornehmlich auf die wirtchaftliche Lage m den Vereinigten Staaten Amerikas zurückzuführen, welche vor dem Kriege etwa 214 Millionen Doppelzentner Reinkali tährlich bezogen. Im übrigen sind die durch den Krieg abgebrochenen Geschäftsverbindungen nach allen Ländern wieder angeknüpft.

wd. Neugründune in der Holzindustrie. Die Sägewerks- wid Holzfirnia Ernst Brettschneider in Spandau ist mit einem Kapital von 3 Milk M. in eine A.-G. umgewandelt worden. Die Firma heißt jetzt Spandauer Holzindustrie. A.-G.. vorm. Brettschneider.

wd. Die deutschen Zuckerraffinerien haben während des ersten Betriebsmonats im September rund 402 400 Zentner Verbrauchszucker hergestellt.

wd. Zusammensein ußfcestrebuns-en in der Bleeh- nidustrie. Nach der ..Bergwerkszeitung schweben Ver- handlungen wegen Bildung eines Gesamtvereins der Weig­and Schwarzblechfabriken.

wd. Gründung in der Lederbranche. Unter der Firma süddeutsche Leder- und Riemenfabrik wurde in München eine neue A.-G. mit einem Kapital, von 3 Millionen ge­gründet.

* "'ranz Mrruin A-G. in Butzbach (Hessen). Das Unternehmen schließt das Geschäftsjahr 1920 21 mit ein°m Reingewinn von 1.4 (0.7) Mül. M.. woraus 30 Proz. Divi- dende auf die Stamm- und 6 Proz. auf die Vorzugsaktien in die Zeit von 18 Monaten ausgeschüttet werden.

Zusammenschluß der Steinzeug-Röhrenwerke. Laut D. A. A. ist es gelungen, alle deutschen Steinzeug-Röbren- werke in ein Syndikat zusammenzufassen, das im Jahre 1922 in Kr»kt treten soll.

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