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Verlag Langgaffe 21

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Montag, 28. November 1921.

Abend-Ausgabe.

Nr> 542. » 89. Jahrgang.

Washington und Deutschland.

Vo» allem Anfang an hat man in Washington da­von gemunkelt, daß Deutschland schließlich doch noch zu der. Konferenz eingeladen werden würde. Die neuesten vorliegenden Meldungen darüber lauten so bestimmt, daß an der Tatsache kaum noch gxzweifelt werden kann. Man gibt vor. daß es nötig wäre, daß Deutschland und mit ihm Rußland die Beschlüsse der Konfe­renz ratifiziere. Ware das wirklich der Grund für die geplante Einladung, so würde man damit zugeben, daß eine praktische Weltpolitik unter Ausschluß der beiden größten europäischen Völker unmöglich ist. Man würde wohl auch nicht umhinkönnen, Deutschland zu hören, und da. besonders nach der Abreise des Herrn Briand, in Washington immerhin eine Atmosphäre herrscht, die von der von Versailles, von Spa und London weit verschieden ist, würde man wohl mit der Möglichkeit rechnen können, daß man nicht ganz tauben Ohren predigen würde.

Der eigentliche Grund für den plötzlichen, wenn auch nicht unerwarteten Beschluß des Weißen Hauses dürfte aber ein anderer sein. Es ist sicher kein Zufall, daß er unmittelbar nach der Abreise des Herrn Briand gefaßt wurde, und die Vermutung liegt nahe, daß darin die Antwort auf Briands Rede liegen soll, die man ihm am Konferenztische zu geben sich nicht ge­traute. Die Entschließung des Weißen Hauses ist ein sehr geschickter Schachzug. Wenn Deutschland und Ruß­land die Beschlüsse von Washington ratifizieren wür­den, wäre Frankreich der Vorwand, daß es wegen der Gefährlichkeit und Böswilligkeit dieser beiden Länder nicht abrüsten könne, genommen. Sie würden damit sozusagen wieder in die Gemeinschaft derKultur­völker" aufgenommen werden, und Frankreich müßte die entstehende neue Lage wohl oder übel anerkennen.

Wenn Frankreich dann nach neuen Vorwänden suchen würde, würde wohl kein Mensch mehr sich der Tatsache verschließen können, daß es weiter nichts an- strebt, als die Hegemonie in Europa zu erhalten. Den Nimbus des Friedenswahrers in Europa, mit dem es sich bisher zu umgeben versucht hat, müßte es dann wohl fallen lasten und unter allen Umständen mit der Gefahr rechnen, völlig isoliert dazustehen.

Tief bedauerlich ist es, daß die rechtsradikale Presse schon wieder die Frage aufwirft, ob Deutschland einer Einladung nach Washington noch Folge leisten soll, nachdem die Hauptfragen der Konferenz bereits erledigt sind.. Ganz abgesehen davon, daß es unsinnig wäre, durch eine derartige alberne Demonstration wieder einmal eine Gelegenheit zu verpassen, zeugt es von einer grotesken Verständnislosigkeit, wenn man behauptet, die Hauptprobleme der Konferenz seien be­reits erledigt. Was für Japan, China und auch für Amerika die Hauptsache war. ist für uns von unter­geordneter Bedeutung.

, Wir haben abgerüstet und haben gehört, daß Frankreich sich zu einer Einschränkung seiner militäri­schen Macht nicht verstehen will. Damit ist für uns die Frage der Abrüstung zu Lande erledigt. Irgend­welchen Besitz oder Rechte im' fernen Osten besitzen wir nicht und haben somit an einer Regelung dieser Frage kem unmittelbares Interesse. Unsere Kriegsflotte ge­hört der Vergangenheit an, und die Träume von einer Beherrschung der Meere find für uns für inrmer aue- geträumt.

Es ist nicht recht einzuseben, was für eine Rolle wir dei der Erörterung dieser Dinge hätten spielen sollen. Für uns ist das die Hauptsache, wqs uns selbst angeht, und wir müssen jede Gelegenheit begrüßen, die uns die Möglichkeit gibt, unsere Angelegenheiten in inter­nationalem Kreise zu erörtern. Wir können uns nicht mr alle Zukunft hermetisch von der Welt abschließen. Bor allen Dingen ist es notwendig, daß wir bei der vorgesehenen wirtschaftlichen Aussprache dabei sind. Oder will man behaupten, daß irgendein anderer im­stande sei, unsere wirtschaftliche Läge, die doch zurzeit den Kern des Weltwirtschaftsproblems bildet, objektiv darzustellen?

Die Einladung Deutschlands.

Paris, 28. Nov. (Eia. Drahtbericht.) Die Nach- dah die Washingtoner Konferenz eine deutsche Dele- Mwn zuziehen will, verdichtet sich. Es hat indessen den anzchem, daß die Zuziehung deutscher Vertreter nicht für

gegenwärtige Washingtoner Konferenz geplant ist. son- tut eine neue Konferenz, die als eigentliche £; n anykonferenz gedacht wäre. Diese Finanzkon- würde oie Frage der interalliierten Schulden und Obrenigen der deutschen Revarationsschuld im Zusammen- xv.iilg Nnteinand-r fu-fw-tiHafn T>ii> Initiative ZU der Ein-

uno zeoenraus neyr jem w. .... ... ... Geschäftsträger in Washington, v. T h e r m a n n . amerikanischen Kreisen ins Vertrauen ge- "v^den ist und dah die englische und die italienische »Gierung bereits ihre Zustimmung r» dieser Zuziehung fcütf&ui Vertretmm erteilt haben, tu eigentliche

Gedanke dieser Washingtoner Finanzkonferenz dürfte aher englischen Ursprungs sein. Das kann besonders aus dem eifrigen vm und Her geschlossen werden, das seit einiger Bert zwischen Berlin und London herrscht. Auf die Lon­doner Reise St in n es' folgte diejenige des englischen Botschafters in Berlin. Lord d'A b e r n o o n . und auch der euglisthe Vertreter i-n der Wiederberstellungskommission. «ir John Bradbury. wird noch in dieser Woche in London erwartet. Er soll von zwei englischen Sachver- standigen begleitet sein, die in der letzten Zeit in Berlin die Lage des deutschen Staatshaushalts studiert haben. Dazu kommt, dah der bekannte englische Abgeordnete K e n- w o r t h y ein erklärter Gegner der Versailler Bedingun- ßfü- ist Berlin eingetroffen ist. Die englische Regierung ist zweifellos im Begriff, in dem Kampf für eine Gesun­dung der europäischen Wirtschaftsverbältnisse die Führung zu übernehmen, um auf der neuen Washingtoner Finanz­konferenz mit praktischen Vorschlägen auszutreten.

Dz. London. 28. Nov.Daily Telegraph" meldet aus Washington, der Bericht, dah vorgeschlagen worden sei. Deutschland zur Teilnahme an der Washingtoner Konferenz einzuladen, weidedort amtlich in Abrede gestellt. (Einer Exchange-Meldung aus Washington zufolge verlaute van einer Stelle, die dem deutschen Geschäftsträger Thermann nahe stehe, dah Deutschland bereit sei. eine kleme wirtschaftliche und militärische Delegation zu ent­senden. Um die' Frage der Abrüstung zu Lande und die Revarationsfrage zu erörtern, sollte diese letztere in die Konferenz, eingeschlossen werden. Die Delegation wurde ermächtigt werden, befriedigende Garantien gegen erneu deutschen Angriff auf Frankreich zu geben. Herr v. Thermann habe eine unoffizielle Unterredung mit einem Mitglied des Staatsdepartements vereinbart, auf der die Frage der Einladung Deutschlands erörtert werden würde. Es verlautet, dah Italien ebenso wie England dafür sei. dah Deutschland zur Washingtoner Konferenz eingeladen werde. Ein amerikanischer Beamter habe mitgeterlt, dah England und die Vereinigten Staaten be­reits Schritte getan hätten, um Deutschland auf die Kon­ferenz zu bringen.

Ür. London, 27. Nov. (Havas.). Nach einer Deoesche aus Washington an die Zeitungen soll der deutsche Geschäftsträger gestern abend eine Unterredung mit einem Beamten des Staatsdepartements gehabt haben, in der gefragt worden sei, ob die Deutschen eine E i n l a d u ng der Vereinigten Staaten zur Konferenz annehmen würden. Es wird versichert, dah Deutschland die Frage der Repa­rationen und der Abrüstung der Landarmeen gerne auf amerikanischem Boden besprechen würde. In der Frage der Reparationen hoffe es. eine Revision der Bedingungen zu erlangen. Die deutschen Delegierten würden auherdem er­mächtigt werden. die von Briand geforderten Sicherheiten gegen einen Angriff zu geben.

Französischer Widerstand.

Dz. Paris, 27. Nov. Viviani. der Ehef der fran­zösischen Delegation in Washington, erklärte einem Ver­treter der Associated Preh. dah der Vorschlag des Präsi­denten Harbins über die Möglichkeit, neue inter­nationale Konferenzen zusammenzube- rufen, um die grohen Weltprobleme zu lösen, seine voll­kommene Billigung finde. Er sei überzeugt. dah die euro­päischen .Völker lücht glaubten, dah der Gedanke des Prä­sidenten in die Rechte des Völkerbundes eingreifen könne. Es wäre im Gegenteil bedauerlich, wenn Amerika, da es den Völkerbund nicht anerkenne, isoliert bliebe, über die Möglichkeit. dah auch Deutschland diesen Konferenzen beiwohnen könne, sprach sich Viviani wie folgt aus: Ich kann mich nur au? meine Rede in Genf beziehen, in der ich mich gegen seinen Eintritt in-den Völker- b u n d avssprach. Frankreich wird warten, bevor »s mit ihm auf der Stufe der Gleichheit über menschliche Rechte diskutieren wird, bis die. die diese Rechte offenkundig ver­letzt haben, ihre Reue durch verlängerte Aufrichtigkeit kund- aegeben haben.

Dz. Paris, 27. Nov. Mit der Möglichkeit einer Be­rufung Deutschlands zur Washingtoner Konferenz beschäf­tigen sich einige Abendblätter. < DerJntransigeant" nennt Deutschlandind4*irable. Er wolle nicht glauben dah die amerikanische Nachricht aus Wahrbeit beruhe. Es fei bedauerlich, dah man in Washington die Abreise Briands abgewartet habe, um die Frage der eventuellen Mitarbeit Deutschlands an der Konferenz aufzuwerfen. Frankreich habe die Einladung nach Washington nur unter der Be­dingung angenommen, dah sie nur alliierten und assoziierten Mächten ofsenstebe. Es sei zu offenkundig, dah Deutsch­land nach Washington komme, nur um den Friedens- vertrag von Versailles zu revidieren. Frank­reich für seinen Teil könne das nicht zugeben. Die ..Liberts" sagt: Deutschland habe keine Ansicht über die Entwaffnung zu äuhern. Für Deutschland sei die Frage durch den Vertrag von Versailles geregelt.

Lloyd Georges Reife nach Washington.

Dz. London, 28. Nov. Der politische Berichterstatter derSunday Times" will wisien, dah Lloyd George schon am nächsten Samstag nach Washington abfahren werde, wenn er seine Angelegenheiten bis dahin erledigen könne. Auf jeden Fall werde die Abreise Lloyd Georges über die nächste Woche hinaus aufgeschoben werden, so dah der Premierminister spätestens gegen den 9. Dezember in Washington sein werde.

Der Berichterstatter derSunday Times" schreibt: Die Wendung, die die Erörterungen au? der Washingtoner Konferenz genommen haben, macht es unbedingt notwendig, dah Lloyd George unverzüglich nach Washington fährt, wenn die Konferenz nicht ein unrühmliches Ende nehmen soll. Niemand ist mehr von der Notwendigkeit der Anwesenbert Lloyd Georges überzeugt, als die Amerikaner.

Die Morning Post" erfährt im Gegensatz dazu von massgebender Stelle dah das Gerücht, wonach Lloyd George demnächst nach Washington abreisen werde, unbegrün­det sei, und dah die Abreise Lloyd Georges aus Enaland

in der nabe» ßulunft kbr unwahrscheinlich fei.

Die Landtagswahlen in Hessen.

Dz. Darmstadt, 28. Nov. Das vorläufige Gesamtergeb­nis der Landtagswablen in Hessen lautet:

Provinz Starkenburg: Abgegeben wurden ins­

gesamt 229 376 Stimmen. Es erhielten: Sozialdemokraten 85 548 (vorige Wahl 146 206), Deutschnationale 11921 (12 251). Deutsche Volksvartei 34 748 (27 053). Bauern­bund 26 543 (0), Demokraten 14 003 (48 918), Zentrum 35 624 (45 617), Revisionspartei 52 (0). Unabhängige

Sozialdemokraten 6887 (5536), Kommunisten 14 000 (0).

Provinz Oberbelsen: Soz. 24 092 (62 324). D.-

Natl. 8519 (32 449). D. Vvt. 9410 (9169). Hess. Bauern­bund 32 743 (0). Dem. 5302 (30 756). Zentr. 2383 (8325). U. S. P. 5278 (30 088), Komm. 1803 (0) noo ,

Provinz Rheinhessen: Soz. 38 889 (64 938). D.- Natl. 3566 (1658), D. Vvt. 24 750 (25 550). SÄl. Bauern- bund 5004 (0). Dem. 14 355 (36 578). Zentr. 46 907 (54 597). U. S. P. 3642 (453), Komm. 2961 (0). ^ .

Nach dem vorläufigen Gesamtergebnis wurden alme­geben: 452 981 Stimmen. Davon erhielten: Soz. 148579 (vorige Wahl 273 468). Hessische Vvt. (D.-Natl.) 24006 (45 785), D. Vvt. 68 908 (62 072). Hess Bauernbund 64 301 (0). Dem. 33 660 (116 252). Zentr. 78 914 (108539). U.S.P. 15 797 (9077), Komm. 18 764 (0). Die übrigen Stimmen sind zersplittert. , . , , , - .

Die Mandate verteilen sich wie folgt. Soz. 23 (vorher 31). Hess. Vvt. (D.-Natl.) 4 (v). D. Vvt 11 (7) Hess. Bauernbund 10 (0), Dem. a (13). Zentr. 1^ (13). U S P. 2 (1). Komm. 3 (0). Danach verfugen die d r e i bisherigen Koaliti on s v a r t e i e n noch über eine M e b r h e i t v o n 10 Stimme n, mit 40 »ton* betten gegenüber 30 der anderen Parteien, überraschend ist u a die Stimmenzahl des Hessischen Bauernbundes, der bisher nicht vertreten war, und 10 Mandate erhielt. Die Wahlbeteiligung war anher st schwach.

Reichswirtjchaftsminister Schmidt über die Teuerung.

Bi Berlin. 28. Nov. (Eig. Drahtbericht.) Die S. P. D. batte aenern eme Bolksverfammliing einberufen tu der Reichsiviotschaftsmimster Robert Schm id t uaer die -eue- riina sprach. Als sich die kommunistische Övvösttion lärmend lemerkbar machte, rechnete der Redner scharf mit dem linken Flügel der U. S. P. und den Kommunisten ab. Der Ver­sammlungsleiter nannte diele Kundgebung den Beginn des neuen Reichst agswablkampfes. Minister Schmidt sagte u. a.: Wenn wir heute, das Elend berrochten. so müssen wir die internationalen Mächte anklagen. die dw uns auierlegten Lasten ins Ungemeiiene steigern und noch immer neue Kommissionen und neue Kontrollen erfinden. Die deutschnationale Bewegung bat seit einem Jahr mehr um sich geariisen als uns lieb ist. Das Londoner Ultimatum ist bauvtschuldig an der Teuerung. In breiter Aiisfuhrlich- keit beschäftigte sich der Redner weiter mrt der Preissteige­rung. die durch Hamsterei und Wucher no» verschärft werde. Tie Kommunisten, die die wirtschaftlichen Verhältnisse durüi Gewaltmittel ändern wollen, treiben Kascnemmenvolitik.

Ein Ergänzungsschreiben zum preußischen Wuchererlaß.

Br. Berlin. 28. Nov. (Eig. Drahtbericht.) Auher dem bereits bekanntgegebenen Wuchererlah ist an d,e Ober- vräfidenten ein Rundschreiben des Ministers des Innern ergangen, in dem ersucht wird, einen geeigneten Beamten mit der a u s sch l i e h l i ch e n Bea r b e i tu na der Wwt-

oiien grunoiayiimen 2,rabna»»,r>> n»»»!» utow »m «»> Vertretern der Landwirtschaft, des Handels, der Eenosien- ichaften und der Verbraucherkreise halten zu lassen.

Die Kohlennot.

Bb Elsen. 26. Nov. Unter der Überschritt ..Katastrophale Entwicklung der Koblenlage" veröffentlicht die...Deutsche Nergwerkszeitung" einen Artikel, in dem auf die Folgen bingrwieien wird, me sich aus der auherordentlichen Ver­schärfung der Koblennot ergeben, haben und sich noch ergeben müssen. Aus sämtlichen Industriezweigen Haufen fick die Klagen über Koblenmangel. Die Zementwerke und die Papierfabriken werden in der nächsten Woche ihren Betrieb ganz oder teilweise !tiliegen müssen. Die Be- stlebungen. eine Erböüuna der Eisenerzeugung berbeizmubren. scheitern vollständig, weil die Hochöfen keinen Koks erbal­ten Die Entente bat ihre Anforderungen an Koksbestefe- runaen erhöbt und beansprucht zudem in erster Linie die wert­vollen Kokskohlen. Auf anderer Seite werden den deutschen Bergarbeitern vom Reichsarbeitsminister grobe Lobn- erböbungen zugestanden, ohne dah daran die Bedingung einer Mehrleistung geknüvtt wurde. Das erwähnte Blatt fordert vom Retchsarbeitsministcr die unverzügliche Aufnahme von Verhandlungen zur Herbeittibrnng von ü b e r s ch i ch t e n. Diese seien ohne besondere Vergütung in Form der Wieder­einführung des Achtstundentages zu verfahren, zumal da der deutsche Bergarbeiter schon beute hinsichtlich der Entlohnung unverbältnismuhig besser gestellt sei als die gesamten übrigen arbeitenden Volksschichten.

Rathenau und Simons in London.

Dz. London, 28. Nov. DieMorning Post" berichtet, dah Dr. R a t h e n a u und Dr. Simons heute aus Berlin in London eintretten. werden.

Vertrauensleute Havensteins in London.

D. Paris. 28. Nov. (Eig. Drahtbericht.) Der Berliner Korrespondent desJournal" glaubt, dah gleichzeitig mit den Anstrengungen der deutschen Industrie, die Kredite zu be­schaffen die Reichsregierung mit englischen Kreisen ^onderverHandlungen einleitete, die einen günstigen Verlauf zu nehmen scheinen. Eine Finanzabordnung befindet sich seit einiger Zeit in London, um die von Reichsbank- direktor Savenstein eingeleiteten Verhandlungen weiter- uführen. Zn der Umgebung des Reichskanzlers glaube man. 2ah in kurzer Zeit ein Abkommen getroffen fei. Die Erörte­rung drebe sich gegenwärtig um die Feststellung von Garan­tien. die die Engländer wünsche,..

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