Einzelbild herunterladen
 

Verlag tanggaffe 21

.Xagtlattlaas' 1 .

Schalter-Höne geöffnet von 8 Uhr morgens bi» e Uhr abend». P°stjch-«»nt»: gr-nkf-rt <r. M. Nr. 74«.

Wöchentlich

vepigsprey«: Durch den Verlag bezogen: SM. 4.80 monatlich, SM. 14.40 vlertekjShrlich, ohne Traglohn: durch die Post bezogen: Mk. K. monatlich, Mk. 18. viertehOhrlich, mit Bestell­geld. Bezugsbestellungen nehmen an: der Verlag, die Ausgabestelle«, die Troger und alle Postanstalten. In Füllen höherer Dewalt, Betriebsstörungen oder Streiks haben die Be- -»eher keinen Anspruch auf Lieferung des Blattes oder Erstattung des entsprechenden Entgelts.

12 Ausgaben.

Fernruf:

logbiatthaus" Nr. 8888-48. l 8 Uhr morgens bis 8 Uhr abends, außer 6* Postscheckkonto: Frankfurt » M. Nr. 7488.

«meigenpreise: örtlich« »«zeigen M. 1.88, auswärtige Anzeigen Mk. 2.20, örtlich« Reklamen Mk.8.» auswärtige Reklamen Mk. 8. fllr die einspaltige Kolonelzeile oder deren Raum. Bei wtedap Holter Ausnahme »nvertndert» Anzeigen entsprechender Nachlaß. Schluß der »«zeig««. Annahme fiir beide Au»Oa»en: 18 Uhr vormittags. Für die Aufnahme von Anzeigen an vorgeschriebenen Tagen und Plötzen wird keine «bewähr übernommen. «mmii»»m»m»»»»»»»Q>*> i.

Berliner Abteilung bes Wiesbadener Tagblatts: Berlin W. 9, Bsststrahe 18, Fernfprecher: Amt Zentrum 11435-11437.

Samstag, 19. November 1921.

Morgen-Ausgabe.

Nr. 527. 69. Jahrgang.

Slipon fdpigt, Aolilreich will Wien!

In die begeisterte Einheitsftimmung, die die ersteil Tage der Washingtoner Abrüstungskonferenz so ge­flissentlich zur Schau trugen, kommen die ersten Miß­töne. Amerika und England sind zwar angeblich ganz einig in dem weltgeschichtlich bedeutsamen Akt der vor- zuuehmenden Abrüstung, aber der dritte Hauptpartner, Japan, hüllt sich in finsteres Schweigen. Die chinesi­schen Vorschläge der Abrüstung find nämlich inzwischen von Ainerika ausgenommen und sehr wirkungsvoll formuliert worden. Diese Vorschläge verlangen aber von Japan ganz ungeheure Opfer: Aufhebung des

englisch-japanischen Bündnisses, Räumung Schantungs und Sibiriens durch Japan, Verzicht Japans auf alle Sonderrechte, die 1917 im Abkommen zwischen Ame­rika und Japan bezüglich Chinas zugestanden worden find, Aufhebung der englischen, japanischen und fran­zösischen Einslutzzonen in China und Schleifung aller Befestigungen auf den Inseln des Stillen Ozeans, die zu Japans Herrschaftsbereich gehören. Dafür will Amerika -großmütig feine Befestigungen auf den Philippinen und im Stillen Ozean aufgeben. Man sieht aus dem allen, welche starke Zumutungen die amerikanische Ostpolitik an Japan stellt.

Einstweilen schweigt Japan noch in den offiziellen Konferenzsitzungen. Aber aus einer mitgeteilten Privatäußerung des Admirals K a t o geht doch hervor, daß es nicht geneigt ist. sich widerspruchslos isolieren und von den beiden konkurrierenden Seemächten an die Wand drücken zu lassen.Man möchte uns", so erklärte Kato,in den östlichsten Teil des Stillen Ozeans zurückdrängen. Sei es. Aber wir werden uns nun in Zukunft unsere ganze Freiheit bewahren. Wenn wir von der englischen Allianz befreit sind und einem großen Block gegenüberstehen, so sind wir be­reit, einen Block aller gelben Völker zu bilden." Selbst wenn diese Äußerung des japanischen Admirals nicht wörtlich so oder überhaupt nicht getan worden sein sollte, gibt sie jedenfalls die naturgemäße Stimmung der Japaner wieder, die das gemeinsame Zusammen­gehen Amerikas und Englands gegen das Reich des Mikado auslSfen muß. Es scheint überflüssig zu fugen, daß das nicht von vornherein vorauszusehen gewesen wäre. Worauf es Amerika und England vor allem ankommt, ist die Isolierung Japans unter gleich­zeitiger starker Betonung der amerikanisch-englischen Friedensliebe und Abrüstungsleidenschaft. Fragt sich nur, ob Japan das Spiel nicht längst durchschaut und Merrafchungen vorbereitet hat, die den Schachzug der Weißen gegen die Gelben wieder duriMreuzsn. Darüber wird man wohl nächste Woche Näheres er­fahren, wenn die nächste Vollsitzung der oftasiatischen Kommission stattfindet.

Während die Abrüstung zur See die Gemüter noch hochgradig beschäftigt, wird auch die Abrüstung zu Lande in diesen Tagen schon zur Sprache kommen.

Frankreich hat das Bedürfnis, den Washingtoner Ver­handlungen niHt als Zuschauer, sondern als tätiger Teilnehmer beizuwohnen. Briand wird sprechen! Was er sagen will, hat er durch dienstwillige amerika­nische Zeitungen schon im voraus bekanntgegebsn. Natürlich wird er die Bereitwilligkeit Frankreichs zur Abrüstung energisch betonen. Natürlich, denn unter den nach Washingtonaeeilten Staatsmännern gibt es keinen, der vor der Welt das Odium auf sich nehmen wollte, etwa Gegner der Abrüstung zu sein. Am aller­wenigsten Briand. Frankreich steht ja ohnedies in Amerika im Geruch, daß es Militarismus und Im­perialismus in einer Weife treibe, die beispiellos da­stehe und selbst das verruchte preußischeSystem früherer Zeiten übertresfe. Also ist es selbstverständlich, daß sich der Vertreter Frankreichs so friedliebend und ab- rüstungsfreudig wie nur möglich geben wird. Aber natürlich wird Herr Briand auch dartun, daß das böse Deutschland mit seiner großen Volkszahl und mit seinen renancbeliistiaen alten Generalen und Alldeut­schen Frankreich nicht so stark abzurüsten gestatte, wie es gern nlöchte. Und er wird weiter dartun, daß der bei Friedensschluß geplante Garantievertrag zwischen Frankreich, England und Amerika die großen Rüstungsausgaben Frankreichs gewiß verhindert hätte, wenn er wirklich zustandegekommen wäre. Da er aber nicht zustandekam. so sei Frankreich gezwungen, seine ungeheure Truppenmacht zum Schutz seiner un­genügend gesicherten Grenzen gegen das angriffslustige Deutschland beizubehalten. Der Abriistungskongrrß möge diese Notlage des friedliebenden Frankreichs einsehen und nun kommt die Hauptsache in aller Form anerkennen, daß die Sicherheit Frankreichs die Erhaltung seiner Armee in ihrer jetzigen Stärke er­fordere. Mit anderen Worten: Frankreich will die Abrüstungskonferenz benutzen, um die Billigung der

großen Weltmächte für seine ungeheure Rüstung zu Lande ausgesprochen zu bekommen Wenn oieser Plan Herrn Briand, der nächsten Montag in öffent­licher Sitzung den französischen Standpunkt darlegen will, gelingt, so kann er hochbefriedigt die Heimreise nach Paris Ende nächster Woche antreten. Deutsch­land aber hat gerade an diesem Punkt der Kongreß­verhandlungen in Washington ein unmittelbares Interesse. Seine Aufmerksamkeit darf deshalb durch noch so wichtige innerpolitische Vorgänge der nächsten Tage nicht von der Washingtoner Konferenz abgelenkt werden. __

Eine Unterredung mit Briand.

Dz. Washington. 17. Nov. (Funkfvruch.) ..Associated Sßrefs veröffentlicht eine Unterredung mit Briand. in der dieser sagte. Frankreick sei isoliert und m anderer Lage als Amerika. England und ^avan wenn diese ihre Rüstungen zur See einsckränken wollten. Diese Lander seien miteinander befreundet und könnten als Freunde ibre Rüstungen in gereckter und vernünftiger Weise einsckränken. Frankreick dagegen stünde nickt in einem solcken Verhältnis zu Deutschland. deshalb müsse Frankreick die notwen­digen Vorkehrungen für seine Sicherheit treffen. Deutsckland sei in der Lage, skbr scknell 5 oder 6 Millionen Mann, die im Heere gedient hätten, zu mobilisieren. Frankreick müsse darum in der Lage sein. Me genügende Truvvenmackt auf­zustellen. um die icknelle Mobilisierung Deutschlands zu ver­zögern oder zu verhindern. Briand sagte, er werde sick in einer Rede über diese Frage äutzern. sobald Hughes ihm dazu Gelegenheit gebe.

Lösung des englisch-japanischen Bündnisses?

p. Paris, 18. Nov. (Erg. Drahtbericht.)Echo de Paris" meldet, daß es dem englischen Kabinett ge­lungen sei, in aller Friedlichkeit das Bündnis mit Japan zu lösen.

Eine Sonderkonferenz für die Abrüstung zu Lande.

v. Baris. 18. Nov. (Eig. Drahrbericht.) Der ..Matin" meldet aus London, dab eine Devefcke aus Washington aus guter Quelle besagt, daß die Washingtoner Konferenz sich rvne Zweifel nickt mit der Frage der Abrüstung auf dem Land« befassen werde, und da« eine andere Konferenz wabr- Ueinlick im Jahre 1922 berufen werden soll, um diese Frage zu regeln.

v. London. 18. Nov. (Eig. Drabtbericht.) Laut einer Mitteilung der ..Associated Preß" beabsichtigen die Ver­einigten Staaten nicht, einen bestimmten Plan über die Ab­rüstung zu Lande einzureichen. Soweit bekannt ist. sollen auch keine anderen ausländischen Abordnungen bereit sein, einen derartigen Vorschlag zu machen. Di« französische Hoff­nung. Sicherheiten zu erhalten, ist. wie man aus zuver­lässiger Quelle hört, schon im voraus zum Scheitern ver­urteilt. Die Vereinigten Staaten sind gegen jeden Vertrag und redes Abkommen.

England für das System der offenen Tür in China.

v., London. 18. Nov. (Eig. Drabtbericht.) Aus Washing- ton wird gemeldet, dab eine hochstehende britische Persönltch- kcit aus brrtticken Konferenztreiken die Stellung Englands Lbina gegenüber dabin präzisierte, daß Grotzbritannien den Grundsatz der offenen Tür vertrete. Nicht berech­tigte Einslubwbaren sind veraltet.

Russische Einladung an China, Japan und Korea.

v. Peking. 18. Nov. (Eia. Drahtbericht.) Die chine­sische. koreanische und lapamsche Negierung haben gleich­zeitig von der Sowietregierung eine Einladung zu einer Konferem,; in Irkutsk erhalten.

Die französische Kammer über die Fiuanzlaqc Deutschlands.

Dz. Baris, 18. Nov. In der gestrigen Sitzung der Kammer beantwortete Finanzminister Doumer die ver­schiedenen Interpellationen über die Finanzlage Frankreichs. Im Lauf« der Rede sprach er auch von der Finanzlage Deutschlands und wies daraus hin. welche Schwierigkeiten zu überwinden seien, um den Be­dürfnissen des Wiederauibausedietes Rechnung zu tragen. Abs. de Lasteyrie sab Auskünfte, di« mit denen der Regierung gleicklausen und beweisen sollten, daß. wenn Deutsckland wolle, es zahlen könne. Deutschland besitze Aktiven, die es unschwer in Goldmark und ausländische Devisen umwandeln könne. Wer es gebe deutsche Ver­mögen. deren größter Teil außerhalb des Landes sei und deren Besitzer keinen groben Eifer zeigten, der deutschen Regierung zu Helsen, ihre Verpflichtungen zu halten. Sie mübten sich aber von den Folgen Rechenschaft ablesen. die ein Bankrott Deutschlands nach sich ziehen würde. Wenn dieser Bankrott Tatlache werde, werde er Ergebniffe rach sich ziehen, die die deutsche R e i ch s e i n h e i t kaum überleben könne. (Lebhafter Beifall.) Die Alliierten, insbesondere aber Frankreich, könnten nicht dulden, dab auf ihre Schultern auch nur ein Minimum der Lasten »urückfalle. die nach dem Friedenevertrag den Deut­schen zufielen. (Beifall.) Finanzminister Doumer er­klärte. er bewahre immer den Gedanken, dab Deutschland die Verpflichtungen. die es übernommen habe, erfüllen werde. Wenn möglick so schlob er die Erörterung über diese Frage müssen wir die Schuld Deuticklands internationalisieren.

Der Wiederaufbau Frankreichs.

Dz. Paris, 18. Nov. Minister L o u ck e u r empfing gestern die Bürgermeister des Wiederaufbaugebietes und erklärte ihnen, er habe die Absicht, zu verlangen, dab der Wiederaufbau innerhalb sechs Jahren vollendet sei. Es sei ernstlich unmöglich, ihn in einer kürzeren Frist zu bewerkstelligen.

Industrie und Gewerkschaften.

Sn. Berlin. 18. Nov. (Eig. Drabtbericht.) In später Abendstunde sind gestern die mit der Zentralarbeitsgemem- Taiaft Betroffenen Besprechungen zwischen dem Rercks- verband der deutschen Industrie und den Spitzenorgamsatro- nen der Gewerkschaften beendet worden. Die Verband­lungen sind nickt, wie von anderer Seite behauptet wird, er­gebnislos abgebrochen worden, vielmehr werden beide Par­teien binnen kurzem wieoer zusammentreten, um die Vor­schläge zu erörtern, die der Reicksverband der deuticken In­dustrie in der Zwischenzeit ausarbeiten wird. Das wicktigste Ergebnis der gestrigen Besprechungen war unzweifelhaft die Tatsache, dab beide Parteien den Willen zu einer Ver­ständigung zeigten, und dab sie nickt mehr so scharf an ihrem bisherigen Programm festbalten. sondern dab nach den langen Erörterungen sich offenbar Arbeitgebern wie Arbeit­nehmern ein Weg zur Verständigung gezeigt hat. Einen beson­ders breiten Rahmen nehmen die Erörterungen über die Zu­kunft der Eisenbahnen und anderer Reichsbetriebe ein. Man einigte sich dabin. dab der Reichsverband der deutschen In­dustrie w schnell als möglick Vorschläge über eine Reorganisation bezw. Umbildung dieser Betriebe macht. die dann Gegenstand weiterer Besprechungen in der Zentralarbeitsgemeinschaft sein werden. Es ist damit zu rech­nen. dab noch in der kommenden Wocke diese Verhandlungen weiter fortgesetzt werden.

Der Reichskanzler über die Reparationskommission und den Kreditplan.

Sr^ Berlin. 18. Nov. (Eig. Drahtbericht.) In der heu­tigen Sitzung des Steuerausschusses des Reichstages gab Reichskanzler Dr. Wirtb die Erklärung ab. dab er Aufklä­rungen über die Verhandlungen mit der Revarations- kommiHion und über den Kreditvlan der In­dustrie erst nächste Woche adgeben könne.

Verdoppelung der Goldzollzuschläge?

- B f- Berlin, 18. Nov. (Eig. Drabtbericht.) Aus alle Einfuhrwaren (mit wenigen Ausnahmen) erhebt das Reich seit Jahr und Tag sogenannte Goldzuschläge aus die Ein­fuhrzölle Aufschläge, die den Unterschied zwischen dem Bariwert dieser Steuersätze und ihrem Werte in der jetzigen deutschen Valuta ausgleichen sollen. Monatelang war ein Satz von 900 Prozent in Geltung, das hieb also: die Zölle Waren rm zehnfachen Nominalbetrag zu entrichten. Am 80. Oktober, nach Aushebung der Sanktionen, wurde dieser Satz mit plötzlichem Sprung auf 1900 Prozent erhöht, die Nominalbeträge waren jetzt allo in zwanzigfacher Höhe zu entrichten. Inzwischen ist die Valutaenüoertung weiter fortgeschritten, und zwar in besonders rapidem Mabstav. und so hört man heute, dab bereits wieder eine Erhöhung dieser Zuschläge geplant sei. und zwar geradeaus«u? das Doppelte, auf 8900 Prozent, was einer Erhöhung der Zollsätze auf das Vierzigfache entspricht. Diese Er­höhung kann auf den Handel und die Preisgestaltung natür­lich nicht ganz ohne erhebliche Einflüsse bleiben und es würden sich wohl in normalen Zeiten sehr viele Bedenken gegen einen solchen Schritt erheben lassen. Aber im gegen­wärtigen Augenblick verfolgt diese Mabnahme ja nicht nur den Zweck, die Einnahmen des Reiches zu erhöhen, sondern auch die Einfuhr aus dem Ausland, insbesondere die von Luxuswaren oder von Gütern, die in Deutschland selbst produziert werden, so weit als möglich einzuschränken. Das ist in unserer Lage fast wichtiger als alles andere und so wird man die neue Abgabeerhöhung. obwohl sie für uns manch unentbehrliche Dinge neue Preissteigerungen ver­ursachen wird, als volkswirtschaftliche Maßnahme, wie so viel anderes Unvermeidliche, hinnehmen müssen.

Der Tagungsplan des Reichstags.

Sb. Berlin, 17. Nov. Der Ältestenrat des Reick tags hat heute für die nächsten beiden Tage folgen Tagesordnung in Aussicht genommen:

Am Freitag kommen zur Verhandlung der Weltpost- vertrag. das Gesetz über die Erhöhung der Sozialrenten, die Interpellation über das Landungsverbot für russische Schiffe in Stettin und Hamburg, der Bericht des Reckts- ausichusfes über die Anträge wegen Aufhebung der Ver­ordnung des Reichspräsidenten vom 29. August bezw. vom 28. September, die vom Ausschub abgelehnt worden sind, und der Bericht des Ausschusses zur Förderung des Woh­nungsbaues. der eine Reihe von Vorschlägen für diesen Zweck macht. Am Samstag wird das Gesetz über Abände­rung von Geld- und Freiheitsstrafen sowie die Inter­pellation über die Vorkommnisse in der Pfalz beraten wer­den. Danach soll die schon früher vorgesehene Pause von etwa 11 Tagen eintreten. Von einer etwaigen Aussprache über das K r e d i t a n g e h o t der Industrie ist im Ältesten­rat nicht die Rede gewesen.

Erhöhung der Bersorgungsgebührnisse verabschiedeter Offiziere.

W. T.-B. Berlin, 17. Nov. Mit der Erhöhung der Be- amtenbezuge erhöhen sich auch die aus Reichsmitteln ge­zahlten Versorgungsgebuhrnisse der verabschiedeten Offi­ziere und Milrtaribeamten sowie ihrer Hinterbliebenen. Diese erhalten anläßlich der Anweisung der Dezember- bczüge.durch die Postanstalten Vorschub auf die stch durch di« Neuregelung ergebenden Mehrbeträge in Höhe des für den Monat November gezahlten Betrages ausbezahlt. Als Ausweis gegenüber der Post genügt die Mitteilung des Reichsministeriums des Innern (Pensionsabteilung) von der Bewilligung der Rente. Ist eine solche Mitteilung nicht ergangen, so hat der Pensionsempfänger einen beson­deren Ausweis Vorzügen: dieser wird vom Reichsministe­rium des Innern auf Antrag ausgestellt.

Die ehemaligen Offiziere und Beamten der Schutz- truppen und ibre Hinterbliebenen haben als Ausweis eine Mitteilung der Kolonialzentralverwaltung (Reichsministe­rium für Wiederaufbau) vorzulegen In allen Fällen ist der Ausweis der Postkasse auszuhändigen