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Samstag, 22. Oktober 1921.

Abend-Ausgabe.

Nr. 482. ♦ 69. Jahrgang.

Vor wichtigen Entscheidungen.

Die Entscheidungsnote Wer Oberschlesten ist am Donnerstagabend in Berlin eingetroffen. Bruchstücke aus ihr brachten wir bereits am Freitag. Dem Reichs­kabinett lag der offizielle Text mit zahlreichem Karten­material am Freitagvormittag vor. Auch die offi­ziellen Schriftstücke bestätigten den ersten Eindruck, daß die Genfer Entscheidung erheblich un­günstiger für Deutschland ausgefallen ist, als nach früheren Andeutungen erwartet werden konnte. Die Grenzlinie verläuft sowohl in dem süd­lichen oberschlesischen Industriegebiet wie in den vor­wiegend agrarischen Kreisen Oberschlesiens noch stärker zugunsten Polens, als dieses es in den letzten Tagen gehofft hatte. Ferner soll das gemeinsame Wirtschafts­gebiet nicht nur auf die abzutretenden Gebietsteile be­schränkt werden, sondern das ganze Abstimmungsgebiet umfassen. Und der Begleitbrief Briands spricht am Schluß wieder einmal von Zwangsmatzregeln, die natürlich für Polen gar nicht in Betracht kommen, weil das sich hüten wird, die reichen Geschenke abzu­lehnen, die ihm Frankreichs Einfluß durch die Genfer Entscheidung zugeschanzt hat. Es ist also ein neues un­erwartet großes Unglück, das jetzt Wer Deutschland hereingebrochen ist.

Natürlich müssen erst alle Einzelheiten der Ent- scheidungsnate genau durchgeprüft werden, ehe man die schweren neuen Schädigungen völlig übersehen kann. Im 8 92 des Versailler Friedensvertrags, auf den sich die Entscheidung stützt, ist nur vorgeschrieben, daß Deutschland und Polen sich über Einzelheiten und Klei­nigkeiten an der neuen Grenze verständigen sollen. Jetzt aber werden uns einschneidende Wirtschafts- verhandlung.en von weittragenden Fol­gen zugemutst und wir sollen durch friedliche Verein­barung ein sachliches Diktat, rechtfertigen, das dem Versailler Vertrag Widerspricht. Dabei wird auch gar nicht daran gedacht, daß es völlig unmöglich erscheint, noch so feste Abmachungen mit den. Polen endgültig durchzufiihren. Kurz, nach welcher Seite immer man die vorliegende Genfer Entscheidung betrachten mag: sie ist ein neuer schwerer Schlag, den das deutsche Volk erhält. Was jetzt zu tun ist, muß eingehend und dring­lich von den Parteien überlegt werden, welche die Ver­antwortung für die deutsche Politik der Zukunft über­nehmen.

Deutschlands materieller Verlust.

Br. Berlin. 22. Okt. Im ..Vorwärts" errechnet ein bergmännischer Sachverständiger unter Zu- mundelegung der Kohlenförderung im Jahre 1913 in Ober- iPlefien. daß nach der Genf-Pariser Entscheidung Polen viermal soviel Kohle bekommt als Deutsch­land verbleibt. Im April 1921 wurden in Oberschlesien f 922 539 Tonnen Kohle gefördert: von dieser Förderung

fallen künftighin 2197 884 Tonnen an Polen, während W4 200 Tonnen Kohle bei Deutschland verbleiben und der «rbleib von 71 455 Tonnen noch nicht entschieden ist. Von ocm gesamten Kohlenvorkommen in Oberschlesten. das bis zu einer Tiefe von 1200 Meter 112 Milliarden Tonnen beträgt, selben nur ungefähr 5 bis 5 l A Milliarden in deutschem Be- nh. Da Deutschland alle oberschlesischen Zink- und Bleigruben v»ruert. buht es damit stark K seiner gesamten Zinkvroduk- non und die Hälfte seiner Bleierzförderung ein.

Das Reichskabinett.

De. Berlin, 22. Okt. Das Reichskabinett trat sejtern abend zusammen, um seine Beratungen über die "Vbrichlestsche Frage fortzusetzen. Di« beteiligten Ressorts frsMtteten Bericht über die wirtschaftlichen. Ver­kehrs technischen und sozialen Folgen der von Botschafterkonferenz getroffenen Entscheidung. Daraus Fat das Kabinett in die Besprechung der politischen v>esamtlage ein. Das Kabinett wird die Beratungen reute nachmittag fortsetzen.

Die Stellung der Parteien zur Genfer Entscheidung.

, . Br. Berlin, 22. Okt. (Eig. Drahtbericht.) In sämt- !<* ■? Fraktionssitzungen bildete gestern die Genfer Ent- Mwung über die oberschlesische Frage und im Zusammen­hang damit das Schicksal des Kabinetts Wirth N,.einzigen Gegenstand der Tagesordnung. Unverändert Mlieben ist die Haltung der Deutschnationalen Volkspartei.

rfcert den Rücktritt des Reichskanzlers und des Kabi- wetts. Auch die Deutsche Volkspartei und die Demokraten h°v»n erklärt, dah die Annahme des Machtspruches ist "f-v s l i ch und der Rücktritt des Kabinetts unvermeidlich dis o? 16 Demokraten haben auherdem noch den Wunsch, dah list ^agierung ihre Demission dem Reichstag unter ausführ- Begründung unterbreitet. Unentschieden ist die Sal- 3 v n8 J>es Zentrums. In der gestrigen Fraktionsfitzung. der -ivtrth beiwohnte, waren die cberschlestschen Abgeord- , ren die einzigen, die für eine rücksichtslose Ablehnung ein- n. Bon verschiedenen Seiten wurde vorgeschlagen.

^btest beim Äölkerbund zu erheben.

«r. Br. Berlin. 22. Okt. Der „Vorwärts" erörtert in einem % 'rl -Ablehnen — und dann?" die Entschließung, der fhlvfe Volksoartei. die die Entente-Entscheidung über Mchl^ien ablebnt. Das Blatt schreibt u. a.: Jnnerlra,

Das Blatt schreibt u, a..

über Oberschlesten ab. und ' zu geben, ist ungefährlich, politische Handlungsweise

Deutschlands diesem Gefühl folgen darf. Darauf gibt die Entschließung der Deutschen Volksoartei keine Antwort. - Weiter erklärt der „Borwärts". es wachse die Wahrscheinlich­keit. dah schließlich an Stelle des Kabinetts Wirth eine rein bürgerliche Regierung zu stände kommt.'in der dann naturgemäß der Rechten die Führung zufällt. Nichts wäre schlimmer als wenn die Regierung Wirth zu ein­heitlichen Beschlüssen über die künftige Politik nicht kommen könnte und wenn dann eine Regierung kcmme, die erst recht nicht wiffe, was sie will. Mit einer solchen Regierung müßte man aber nach dem Sturz Wirths rechnen. Dafür ist der Beschluß der Deutschen Volksvartei ein Symptom. Dieser Beschluß drücke ein Gefühl aus. zeige aber keinenWeg.

Besondere Vollmachten für die Delegierten , der Rheinlandkommission.

, Dz. Koblenz. 21. Okt. Anläßlich der Nachrichten, wonach im besetzten Gebiet Kundgebungen wegen der Teilung Oberschlesiens abgehalten werden sollen, hat die Rheinlandkomm Üssion beschlossen, ibrien Oberdele­gierten in den Regierungsbezirken oder Provinzen die in Artikel 18 in Verordnung 3 in Fastung der Verordnung 12 vorgesehenen besonderen Vollmachten zu übertragen, d. b. das Recht, im Hinblick auf die erwähnten Kundgebungen wlcke Versammlungen. Ansammlungen und Zusammenkünfte zu verbieten, welche die Sicherheit der Besatzungstruv- ven zu gefährden geeignet sind. Der Aufenthalt auf der Straße während der Nachtzeit ist zu untersagen.

Die angekündigten Sanktionen.

Bb. Baris. 21. Okt. Der ..Temvs" will willen, daß die m dem Begleitschreiben angekündigten Sanktionen für den »all der Widerspenstigkeit gegen die Reschlülle des Obersten Rates darin bestehen werden, daß der Staat, der leinen gute«! Willen beweise, allein das Recht erhal­ten werde, die ihm zugesprochenen Gebiete in Besitz zu nehmen, während das Gebiet des widerspenstigen Staates weiterhin von den alliierten Okkupatronstruvven besetzt blei­ben würde.

Trauer in Breslau.

Bz. Breslau. 21. £)Üt. Anläßlich der Entscheidung über Oberschlesten hat der Oberbürgermeister angeordnet, daß sämt­liche städtischen Gebäude einschließlich der Schulen aus b a l b - mast oder mit Trauerflor zu flaggen haben.

Die Z. A. K. in Oberschlesten.

Bz. Ovveln. 22, Okt. Die interallierte Kom - Mission erhielt von der vorgestrigen Entscheidung der Bot- schafterkonferenz entgegen anderen Meldungen gestern um 10 Ubr vormittags Kenntnis: jedoch wird die Ent­schließung des Völkerbundsrates, die durch die vorgestrige Verfügung der Botschafterkonferenz zum schiedsrichterlichen Entscheid der alliierten Mächte gemacht worden ist. bier nicht cber offiziell veröffentlicht werden, als bis das Wirt­schaftsabkommen zwischen Polen und Deutschland per­fekt sein wird, so daß erst dann eine einmonatige Frist für den Abzug der interalliierten Kommission und den Ab­transport der interalliierten Truppen zu laufen beginnt. Die interalliierte Kommission erwartet von der oberschlcsischen Bevölkerung keinen weiteren Widerstand, so daß man von der nach Blättermeldungen geplanten Verhängung des Be­lagerungszustandes absehen wird. Während sich die Engländer und Italiener der Entscheidung gegenüber reserviert verhalten, rief diese in den französischen Kreisen der Kommission unstreitig lebhafte Genugtuung hervor. Die in Oberschlesien verbreiteten Gerüchte von Anforderungen neuer Verstärkungen und Heranziehen neuer französischer Truppen entbehren reglicher Grundlage: desgleichen ist die Meldung vom Abtransport französtscher Truppen unrichtig.

Eine Kundgebung aus Königshütte.

Dz. Königshütte, 22. Okt. Die deutschen Parteien und die Gewerkschaften von Königshütte haben folgen­des Telegramm an den Reichskanzler ge­sandt. Das Unrecht ist zur Wirklichkeit geworden. Die deutsche Stadt Königshütte ist vom alten Vaterland losgeriffen worden. Auch unter der Fremdherrschaft werden wir unser Deutschtum wahren und mit unseren Brüdern und Schwestern im Reiche eines Sinnes sein. Gleichzeitig erlaffen die Absender der Kundgebung fol­genden Aufruf: Deutsche Bürger von Königshütte!

Das bisher Unglaubliche ist eingetroffen. Unsere Stadt, die zu 75 Prozent deutsch ist, wird gegen unseren Wil­len und gegen unser klares Recht einem fremden Staat zugeteilt. Unsere Zukunft müffen wir neu schaffen. Ertragt die schweren Tage der Übergabe mit Ruhe! Bewahrt Eure Würde und vergeht nicht, daß Ihr Deutsche seid. Schließt Euch enger als je zusammen. __

Die amerikanischen Truppen im besetzten Gebiet.

Bz. Washington 22. Okt, (Reuter.) Man erfährt, daß die. amerikanischen Truvven am Rhein mit der Räumung des belebten deutschen Gebietes innerhalb 14 Tagen beginnen werden. Im Staatsdepartement wurde gestern erklärt, daß der Raumungsbeginn dem Aus­tausch der Ratifikationen des deutsch-amerikanischen Friedens- r-ertrases folgen werde.

Die Ursachen der Markentwertung.

Bz. London. 22, Okt. Laut „Daily Telegraph" wird in britischen Sachverstandigcnkreisen zugegeben, daß die neue Entwertung der Mark zum großen Teil auf poli­tische Uriachen zuruckzufübren ,st. nämlich die Entschei- dung m der oberichlesischen Frage in ihrer Rückwirkung auf die Fähigkeit Deutschlands, seinen Vertragsvervflicktungen

ä a»Lukommen und aus die. Ungewißheit bezüglich der Lag« ts Ministeriums und der inneren Lage im allgemeine».

Verhandlungen mit Polen?

Ein Kenner des heutigen Polens und besonder» d« politischen Berbältniffe in Warschau schreibt un»: Die Pariser Botschafterkonferenz hat den Wunsch ausgesvr daß Deutschland und Polen nach Bekanntgabe d« : schlesien-Entscheidung alsbald Vereinbarungen treffen l die „im Geiste der Genfer Beschlüsse gehalten seien . Verhandlungen sollen unabhängig von der Ernennung einer gemischten Lberwachungskommission sofort beginnen. Ange­sichts dieses Wunsches der Alliierten ist wohl die Frage er­laubt. welche Stimmung, welche Neigung, welche Möglich­keiten bestehen in Berlin und Warschau für solches Überein­kommen? Die Stimmung ist zurzeit die denkbar un­günstigste. Das politische Kabinett bat sich zwar in den letzten Tagen und Wochen anerkennenswerterweile zurückge- balten. Ebenso vermied man im Sejm jede voreilige Be­sprechung. Aber die polnische Presse hat um so lauter geübt. Sie richtet unausgesetzt die schärfsten Angriffe gegen den noch nicht veröffentlichten Genfer Spruch. „Kurier Pcranny und „Rzezpospolita" bezeichneten es als himmel­schreiendes Unrecht, daß ein großer Teil des durch die Kor- fanio-Liuie umfaßten Gebietes Deutschland verbleibe. Be­sonders heftig wird jede internattonale Kontrolle bekämpft. Wird man bei solcher Stimmung in Warschau zu direkten Verhandlungen mit Berlin geneigt sein? Auf deutscher Seite ist die Genfer Entscheidung als ein furchtbarer Schlag empfunden worden, von dem man sich nicht so schnell erholt, um beschleunigte Verhandlungen mit Polen anbahnen zu können. Verstimmend haben auch gewisse Einzelheiten ge­wirkt. so die Tatsache, daß bereits am 18. Oktober in Katto- witz zwei Abgesandte der Warschauer Regierung eingetroffen sind, um in den von Deutschland abzutrennenden Gebieten eine polnische Staatspolizei zu organisieren. Das war über­stürzt. unklug und aufreizend. Bei solcher Eilfertigkeit und Eroberervose wird es schwer halten, in friedliche Verhand­lungen mit den Polen einzutreten. Man muß stch die Eigen­tümlichkeit des polnischen Wesens vor Augen halten, wenn man die gegenwärtigen Geschehnisse richtig einschätzen und den lammenden politischen Ereignillen eine zutreffende Prognose stellen will. Ebensowenig wie es jemals einen gesicherten polnischen Staat geben wird, ist anzunebmen. dost je eine polnische Regierung, gestützt auf eine geschlossen -.zLglksver- tretung, eine aussichtsreiche Verständigur 11 Nach­

barstaat, zumal mit dem in seinem Bestände und Seiner Ehre verletzten Deutschen Reiche zustande brächte. In Polen wer­den wohl kaum einmal klar wahrnehmbare Etappen in der Entwicklung zu verzeichnen sein. Dies ist allzeit Polens Unglück gewesen. Dies bleibt auch heute Polens Unglück und zugleich eins Gefahr für die Ruhe in ganz Europa. Ferner: Der Pole der Gegenwart krankt an einer schier krankhaften Empfindlichkeit, und diese macht eine Selbst­erkenntnis unmöglich. Sie leugnet die im eigenen Innern sitzenden Krankbeitskeime rundweg ab und sucht in heißem Bemühen die Krankheitserreger außerhalb seiner selbst. Der Pole wird es einfach nicht glauben, wenn man ihm sagt, daß sein Land trotz des neuerlichen (belanglosen) Steigens der polnischen Mark bankrott ist. daß es zugrunde geht durch den überspannten Militarismus eines 600 000-Mann- Heeres, durch einen wahnwitzig ausgedehnten Beamten- körver. durch die Unlust zur intensiven Arbeit und durch die allgemeine Korruption. Genau wie der Rulle. Polens slawi­scher Bruder, das Vielfache der Ackerfläche anderer Nationen braucht, um sich zu ernähren, genau wie er im Ural und an der Lena aus seinen Golderzen kaum die Hälfte herauszog. die andere Hälfte achtlos beiseite warf, genau so wie er die Leistung seiner Beamten durch deren Menge zu ersetzen trachtet und die Industrie durch schlechte Behandlung der Maschinen« verkümmern ließ, kennt auch der Pole nur ein ertensives Arbeiten, gleichviel ob es sich um die Volks- oder Staatswirtschaft bandelt. Technische Untücktigkeit. völlige Unerfahrenheit in der Selbstregierung. Selbstsucht und Ränke, alles spielt in Polen seine Rolle. Es macht wenig Unterschied, ob man kauft, vertauscht, aibt. immer mutz man der gleichen ermüdenden, ins Endlose verlängerten Dis­kussionen und Hinhaltens gewärtig sein. Es ist wie im Orient. Und mit diesen Leuten zusammen soll Deutschland das ihm genommene Land und Gut verwalten?

Polnische Loyalitätsversicherungen.

Bb. Genf, 21. Okt. Man gibt in den Kreisen des Völker­bundes zu. daß Deutschland durch den Versailler Vertrag ver­pflichtet ist. die Entscheidung des Rates über die Abgrenzung ---öunebmen. daß es aber keineswegs zu einer wirtschaftlichen Zusammenarbeit mit Polen in den abaetrennten Gebieten gezwungen werden kann. Sc wie die Dinge sich infolge des Gutachtens des Völkerbundes gestaltet haben, wird die Ent­scheidung über die Grenzlinie jedock erst recktskräftig. wenn die Vorbedingung eines wirtschaftlichen Abkommens zwischen Polen und Deutsckland ettüllt sein wird. Palen ist durch den Versailler Vertrag verpflichtet, sich den wirtschaftlichen Be­dingungen des Obersten Rates zu unterwerfen Wenn aber Deutschland seinerseits die Verhandlungen ablebnen sollte so würde der ganze Vorschlag des Völkerbundes binfällig und bas oberschlesische Problem durfte wieder an den Obersten Rat zurückgeben. Von polnischer Seite werden die Loyalitatsversicherungen mit Eifer fortge­setzt, aber es ,st doch möglich, daß diese polnische Bereit­willigkeit zu einem Einvernehmen mit Deutschland vor allem den taktischen Zweck bat. die Verantwortung für ein even­tuelles Scheitern der Verhandlungen von vornherein Deutsch­land zmuschieben. Gerade das muß aber von deutscher Se i t e v e r m r r d e n werden, denn die Polen warten wabr- cheinlrch nur daraus, daß ihnen der Oberste Rat nach einer schroff ablehnenden Haltung Deutschlands freie Hand zur Be» fetzung des oberschle,ticken Industriegebietes schaffen würde.

Ministerrat in Paris.

Bz Paris, 21. Okt. (Havas.) Die Minister sind heute vormittag rm Elysee unter dem Vorsitz des Präsidenten Millerand zulammengetreten. Ministerpräsident Briand setzte seine Kollegen über die Bedingungen der Teilung Oberschl«. stens in Kenntnis.