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Verlag Langgasse 21 „Ta,Matthäus".

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Berliner Abteilung der Wiesbadener Tagblatts: Berlin W. 9, Bohstrahe 18, Fernsprecher: Amt Zentrum 11435-11437.

Montag, 10. Oktober 1921.

Abend-Ausgabe.

Nr. 460. ♦ 69. Jahrgang.

Oberschlesien.

3m diplomatischen Bezirk Berlins ist der erste polnische Gesandte, Herr v. M a d e y s k i, eingezogen. Diese Neuernennung ist eines der Anzeichen, daß man kurz vor der Entscheidung über Oberschlesien steht. Für Liitte dieser Woche ist der Beschluß des Völkerbunds­rates zu erwarten. In den letzten Tagen haben sich trotz amtlicher Widerrufe die Gerüchte über Verlegen­heitsentscheidungen und Kompromißpläne gehäuft. Einer dieser Kompromitzpläne geht dahin, das In­dustriegebiet politisch zu teilen, aber wirt­schaftlich unter der Verwaltung einer internationalen Kommission zusammenzuhalten. Man kann vom deut­schen Standpunkt aus nicht entschieden genug gerade gegen diesen Plan protestieren. Zunächst würde in­folge der Währungsfrage jede Produktion in dem gan­zen Gebiete unmöglich werden, sodann ist gar nicht zu erkennen, in welcher Weise dieses neue Wirtschafts­gebiet gegen Deutsche und Polen zollpolitisch abge­trennt werden sollte. Man würde damit in Ober­schlesien ein zweites Saargebiet bekommen und das würde zu den gleichen unheilvollen Verhält­nissen führen, über welche, die Delegierten der saar­ländischen Bevölkerung soeben erst vor dem Völker- . bunde Klage geführt haben. Je größer die Spannung und Ungewißheit vor dem Genfer Spruch wird, desto peinlicher empfindet man die Tatsache, daß die deutsche Regierung, nachdem sie bei allen Maßnahmen bezüg­lich Oberschlesiens vollständig ausgeschaltet war, nicht einmal befragt wurde, als am 12 . August dieses Jahres der Oberste Rat die Angelegenheit an den Völkerbundsrat verwies. Das hat zu einer weiteren unseligen Verzögerung um acht Wochen geführt. Aber abgesehen davon hat man in der Überraschung des Augenblicks vergessen, die Frage auszuwerfen: War der Völkerbundsrat überhaupt berechtigt, die ihm an­getragene Aufgabe zu übernehmen? Die „Deutsche Juristen-Zeitung" bringt in ihrem Oktoberheft ein Rechtsgutachten des Königsberger Professors Dr. Kraus, worin diese Frage verneint wird. Professor Kraus weist daraus hin. daß nach Artikel 11 Absatz 2 der Völkerbundssatzung zwar „jedes Bundesmitglied" individueller Willensträger einer Anrufung des Völker­bundsrats sein könne, aber „der Oberste Rat ist mehr als die unter einer Bezeichnung zusammengefaßte Bielbeit seiner Mitglieder, er ist seinerseits eine selb­ständige Willenseinheit." Schon deshalb, so meint Dr. Kraus, fehlte dem Ersuchen des Obersten Rates an den Völkerbundsrat die rechtliche Grundlage. Jedoch sei der Völkerbundsrat außerdem auch weder auf Grund des Artikels 4 Absatz 4 der Dölkerbundsfatzungen. der lediglich von Völkerbundszuständigkeiten innerhalb der Völkerbundsorganisation handelt, noch im Sinne der Artikel 12 und 13 , die ein einem Schiedsgericht oorbe- haltenes Schiedsverfahren vorsehen, sachlich und funk­tionell für die von ihm übernommene Tätigkeit zu­ständig. Aber der Völkerbundsrat hat sich über diese rechtlichen Bedenken hinweggesetzt und heute ist kaum noch an diesem fraglichen Punkte zu rütteln. Heute lassen sich nur noch die sachlichen Tatbestände geltend machen. Alle Welt weiß' Oberschlesien ist ein unteil­bares Ganzes, als politische, als wirtschaftliche, als kulturelle Einheit. Dieses Ganze hat eine überwälti­gende Stimmenmehrheit zugunsten des Verbleibens im Verbände des Deutschen Reiches aufzuweisen. Deutsch­land verlangt nichts Unbilliges, Nichts Außerordent­liches: nur Unparteilichkeit. Das deutsche Volk baut auf sein Recht, das deutsche Volk glaubt an sein Recht!

Eine unerwartete Wendung.

v. Baris. 10. Okt. ((Eia. Drabtbericht.) Einer Meldung »es ..New Bork Herold" zufolge ist in der oberschlessschen Frage eine unerwartete Wendung eingetreten, der- »ufolge die Entscheidung über Oberschlesien im Völkerbundsrat nicht vor Donnerstag zu erwarten sei. Der Grund lei in der Weigerung der Mächte zu sehen, ibren Vertretern *m Völkerbundsrate die Genehmigung zu erteilen, zur Lösung des oberschlesischen Projekts die Zustimmung zu geben, wenn nicht gewisse Änderungen vorgenommen wür­den. Wie überraschend d»e jetzige Lage eingetreten ist. gebt daraus bervor. daß alle Mitglieder des Völkerbundsrates be­reits ibre Plätze zur Abreise belegt baben. in der Annahme, »ah die Veröffentlichung bereits am Samstag erfolgen könnte. Unter diesen Umständen scheint es so. als ob der Schieds­spruch des Völkerbundes nicht anders sein wird, als ein: Entscheidung des Obersten Rates. Ferner wird das Gerücht verbreitet, dah die englische Regierung gegen die vorgeschlagene Lösung ibr Veto eingelegt habe, weil., dkeie Konigsbütte und Kattowitz den Polen zugesprochen, wahrend Lloyd George wollte, dah diele Städte bei Deutschland ver­bleiben sollten.

Dz. Paris, 9. Okt. (Sanas.) Nach einer Genfer D:- vejche an die Zeitungen ist der Völkerbunds rat noch nicht in der Lage, seine Meinung über die oderschlesische Fraae aussprechen zu können. Dre 4 Mitglieder, die mit der Prüfung der Frage beauftragt lind, haben seit einem Monat bald getrennt, bald in pri­vaten Versammlungen daran gearbeitet. Sie baben die pol­nischen und die deutschen Arbeiterdelegierten gehört und

hoben sich mit den Sachverständigen und den technischen Bei­räten des Völkerbundes beraten, aber ihr Beschluh ist dem Völkerbundsrat noch nicht vorgelegt worden. Dieser wird zur Kenntnisnahme des Beschlusies erst Ende nächster Woche zusammentreten.

Der „Eclair", der die gleiche Nachricht erhalten hat. ist der Meinung^ daß es sich um eine Entstellung de: Wahrheit handle, denn es fei ganz sicher, dah die französische Re­gierung keine Nachricht über den Entscheid erhalten habe. Das Blatt glaubt auch nicht, dah Italien, Japan. Belgien. Spanien, Brasilien und China eine derartige Benach­richtigung empfangen hätten. Das Blatt fügt hinzu: Es ist sehr wohl möglich, dah der englische Premierminister über diese Angelegenheit Besprechungen mit der franzö­sischen Regierung begonnen hat oder zu beginnen die Ab­sicht bat. Aber wenn es so ist, so sind wir sicher, dah unsere Rcgierurg sich weigern wird, irgend ein neues Zugeständnis zn machen.

Die Blätter erhielten, wie „Haoas" weiter meldet, Nachrichten aus Genf, die bestreiten, dah die Reise o• t f 6 e r s nach England in irgend einer Beziehung zur oberschlesischen Frage gestanden habe. Die in Genf ver­sammelten Mitglieder des Völkerbundsrates hätten sich darüber entrüstet, dah man auch nur einen Augenblick hätte klauben können, dah sie von der Richtlinie abgewichen seien, die sie sich seit der Abstimmung über die Entschltehung Jshris gestellt hatten, d. h. Unparteilichkeit und volle Hand­lungsfreiheit. Sie erklären, den interessierten Mächten nie einen Plan vcrgelegt zu haben. Dieses Verfahren würde im Widerspruch stehen mit ihren früheren Erklärungen, und tatsächlich seien weder Bourgeois noch Valfour. noch dis italienischen und javanischen Delegierten über dte Arbeiten ihrer Kollegen aus dem laufenden.

Dz. London, 10. Okt. Ein Sonderberichterstatter des ..Observer" schreibt aus Genf, die Vorschläge des Völler- bundsratcs in der oberschlesischen Frage sähen eine

politische Teilung des Jnduftriedreiecks

Eine Reichskanzlsrrede.

W.T.-B. Offenburs in Baden, 9. Okt. Anläßlich des 25jährigen Jubiläumsfestes des katholischen Arbeiterver­eins Offenburg hielt Reichskanzler Dr. Wirth eine Rede, in der er sagte: Ich gehöre nicht zu denen, die den Begriff der Amtsmüdigkeit kennen: wir wollen, auch wenn sich die schwersten Wegen hoch auftürmen, nicht verzagen. Wir müssen uns große Zurückhaltung auferlegen, denn wir dürfen N'cht vergessen, dah die Völker uns noch immer mit starkem Sah verfolgen. Wir müssen zeigen, dah wir mit dem Wie­deraufbau Ernst machen und tun. was in unseren Kräften steht, um zu diesem Werke beizutragen. Ein Volk, das den ernsten Willen zeigt, ein Volk, das aufrichtig ist. eine Reichs­regierung. auf deren Wort man unbedingt trauen kann, wer­den uns das Vertrauen der Welt wieder erwerben. Hier und da fanden wir bereits Verständnis. Die grohe wirtschaftliche Krise, die die Welt durchlebt, wird dre schwierigsten Probleme aufwersen. Man denke nur an dl« vielen Millionen Arbeitslosen, die in England und Amerika ezistikren. Also nicht nur wir. sondern auch die Lander, die zu den Siegern zählen, baben mit grohe,u Sorgen zu kämpfen. Wir haben zwar Frieden, aber nicht den wahren wirtschaftlichen Frieden. Der Reichskanzler sprach dann von den Sanktionen amRhein und sagte: Besonders die militärischen Sanktionen empfanden wir immer als ein Unrecht und werden sie auch weiterhin als ein Unrecht empfinden. Wir taten alles, was wir zu er­füllen hatten. was uns gesetzt war als Bedingung für die Aufhebung der Sanktionen. Jetzt müssen auch die Alliierten mit derselben Pünktlichkeit für die Aufhebung der mili­tärischen Sanktionen Sorge tragen. Ich hoffe, dah der T a g r> lcht mehr fern ist. wo der Krieg aufhöre. und dah dann alle veiständigen Menschen sich an einen Tisch zu­sammensetzen, um zu beraten, wie der drohenden Wirt­schaftskrise in der ganzen Welt entgegengewirkt werden kann. Der Reichskanzler kam dann auf

vor. Der Rat erkenne an. dah wirtschaftlich das Jn- dr.striedreieck eine Einheit sei: er sei jedoch der Ansicht, dah dies kein Grund sei. um dieses Gebiet ungeteilt der deutschen oder polnischen Souveränität zu unterstellen. Die vom Völkerbundsrat gezogene politische Grenzlinie nähere sich der alten Sforza-Linie. Der Völkerbundsrat schlage jedoch ein System wirtschaftlicher Garantien vor. die im Übereinkommen enthalten seien, die der Völkerbund mittel- oder umnittelbar überwachen solle. Wie der Be­richterstatter des „Obierver" meldet, haben die Berichte des Dr. Benesch während der Tagung der Völkerbundsversamm­lung über das reibungslose Wirken der industriellen Unter­nehmen auf beiden Seiten der polnisch-tschechischen Grenze einen guten Eindruck auf den Völkerbundsrat gemacht.

Observer" berichtet aus Berlin, in Deutschland werde eine gewisse Krisis erwartet, wenn das ober- ichlesische Problem gelöst werde. Man halte dte Ssorza- l i n i e ietzt für so gut wie sicher und erwarte von der Bekanntgabe dieser Entscheidung furchtbare Folgen.

Das Parlamentsmitglied Kennworthy schreibt in einem

Brief an die „Times", es scheine die Gefahr zu bestehen, dah die britische öffentliche Meinung, beschäftigt mit den iri­schen Verhandlungen, mit Washington, mit der Arbeits­losigkeit und mit den hohen Steuern, in ihrem Interesse für die ebenso wichtige oberschlesische Frage Nach­lasse, Dies würde bedeuten, dah Lloyd George und seine Kollegen ebenso das Interesse daran verlieren würden. Kennworthy fährt fort, das oberschlesische Problem sei heute so wicht-g wie jedes andere Problem, denn von einer rich­tigen Lösung der oberschlessschen Frage hänge die wirtschaft­liche Erholung Europas ab. damit verknüpft di« Hoffnung auf ein Wiederaufleben des englischen Handels. Ein neues Elsah-Lothringen könne hier mit ähnlichen Ergebnissen geschaffen werden. Es gehe das Gerücht, dah Oberschlesien jetzt doch geteilt werden soll und dich eine politische und eine wirtschaftliche Grenzlinie gezogen werden soll. Nichts sei undurchführbarer. Jede Tei­lung Oberschlesiens würde ein wirtschaft­liches Verbrechen sein, nicht nur gegen die Provinz selbst und gegen Deutschland, sondern auch gegen Polen und den übrigen Teil Zentraleurovas. Das mindeste, was der Völkerbund tun könne, sei, die Bewohner Oberschlesiens erst zu befragen.

Oberschlesien sei der höchst entwickelte industrielle Be­zirk Europas, es sei unteilbar wie das Werk einer Uhr.

Die Mehrzahl der Bevölkerung sei gegen eine Teilung: sse wisse, dah sie den Ruin bedeute. Das Interesse der unglück­lichen Bewohner müsse in Erwägung gezogen werden, „selbst vom Völkerbund, in dem sie nicht vertreten seien". Die ur­sprüngliche Abstimmung in Oberschlessen sei vorgenommen worden unter der Voraussetzung, dah die Bevölkerung dar­über amtimmen soll, ob die gesamte Provinz an Deutsch­land oder an Polen fallen solle. Die ganze Welt wisse, dah, wenn die Abstimmung eine polnische Mehrheit ergeben hätte, die gesamte Provinz an Polen gegeben worden wäre. Nicht 5 v. H. der oberschlesischen Bevölkerung würde für eine

Teilung gestimmt haben. Bevor man daher Oberschlesien teilt, müsse, eine neue Abstimmung über die Frage der Tei­lung stattfinden. Wenn sich die Bevölkerung gegen eine Teilung erkläre, dann müsse man der Provinz örtliche Auto-

geieygeovng (vezw. oer-en Manaei) unD polnische Unerfahren­heit auf der einen Seite der Grenzlinie und deutsches Geld, deutsche Arbeitergesetze und deutsche industrielle Tüchtigkeit auf der anderen Seite und dazwischen Zoll- und

ranken

bedeuteten den Ruin eines reichen Gebietes, da» für Europa eine Lcbensnotwendigkeit sei. Kennworthy schließt sein Schreiben mit den Worten: „Die Welt braucht Frieden und Produktion,-, aber sie braucht noch mehr einen wirk­lichen Völkerbund. Wenn man dem Völkerbund ge­statte, in der oberschlessschen Frage einen Narren aus sich zu machen, dann würde er ebenso in Mihkredit kommen wie dir Oberste Rat."

die oberschlesische Frage

zu sprechen und sagte u. a.: Ich bin sehr beunruhigt über das Schicksal dieses Landes. Ich weih nicht, ob sin

Gesinnungswechsel unter den Alliierten eingetreten ist oder ob man etwa Lust verspürt, ein neues Land im Osten zu konstruieren, über das in Deutschland noch Jahrzehnte ge­trauert werden wird. Heute noch ist eine Verständigung mit den Polen möglich. In Warschau bat jedoch die Ber­gröherungswut die Geister verblendet, und das pol­nische Volk gebt dazu über, sich mit dem deutschen Volke zu verfeinden, nachdem es sich di« Russen zum Todfeind ge­macht hatte: und obwohl in Litauen und Galizien der Kamvs nicht abgeschlossen ist. soll zwischen dem deutschen Volke und dem polnischen Volke ein verpestender poli­tischer Leichnam gelegt werden. Der Gedanke an eine solche Konstruktion sollte die Politiker aller Länder ab­halten, den Schritt zu tun, dem deutschen Volke deutsches Land, das jahrhundertelang zu uns gehört hat. durch ein Diktat zu rauben. Das deutsche Volk weih nichts amt­liches über die Stimmung im Völkerbundsrat. Aber ent­täusche man Deutschland nicht, gerade nicht um des demo- kratifchen Prinzips in Europa willen. Das deutsche Volk, däs guten Willens ist. ein Reich der Freiheit und der Gerechtigkeit. ein Reich des Friedens mit allen Völkern mit eigener Sand unter größten Opfern aufzubauen. darf nicht enttäuscht werden. Eine Ent­täuschung wäre schmerzlich nicht nur für die rührenden Politiker und ibre großen Ziele der Völkerverständigung und der Völkervcrsöhnung. Nicht allein um der -deutschen Negierung willen, nein, um des Schicksals Europas willen um des Schicksals insbesondere des arbeitenden deutschen Volkes willen ist für uns eine gerechte, eine weitaus- schauende eine ihrer Bedeutung angemessene Entscheidung in der oberschlessschen Frage «ine Lebensnotwendigkeit.

Der Reichskanzler forderte schliehlich zur Einigkeit auf und warnte eindringlich davor, das deutsche Voll in zwei Lager zu spalten. Nur die Zusammenfassung aller Kräfte, auch der Besttzenden könne uns wieder aufwärtsfübren zu dem Wege, den die christlich gesinnte

Arbeiterschaft stets verfolgt habe und dessen Endpunkte be­grenzt werden von dem Reiche der Erlösung Der Reichs­kanzler streifte auch die Verhandlungen mit den

Vertretern der Industrie, des Handels und der Banken, wobei er seiner Ansscht dahin Ausdruck gab. dah er durchaus damit einverstanden fei. daß jene Kresse, dko dem deutschen Volke helfen wollten, auch mit die Verant­wortung trügen an der Führung der Regiernngsgoschäfte. Aber täuschen dürfe man das deussche Voll nicht: das An­gebot müsse Wirklichkeit werden. Das deussche Volk sei zu retten, wenn es ssch nicht selbst aufgebe. Wenn es auf Gott vertrau«, wenn es möglichst verständnisvoll weiterstrebt. werde auch uns wieder ein Tag des Friedens und der Freiheit und des Wohlergehens beschneiden sein.

*

WTB. Berlin, 9. Okt. Reichskanzler Dr- Wirth hgd seinen Urlaub abgebrochen und ist heute abßndwach Berlin zurückgekehrt.

Die Konferenz der deutschen Eisenbahndirektionens

Dz. München. 8. Okt. Die Korrespondenz Hoffmann mel­det amtlich: Unter dem Vorsitz des Reichsverkebrsministstzs fand am 7. Oktober eine Besprechung sämtlicher deutschen Eisenbahndirektionen statt, woran ein großer Teil Leiter und Prässdenten früherer Länder-Eisenbabnen teilgenommen batten. Gegenstand der Besprechung war die w i r t s ch a s t - licke Lage der Reichseikenbabnen. sowie dt» Frage, ob etwa durch eine Änderung ihrer Orgnnisations, form insbesondere durch eine Überführung in einen Privat­betrieb eine durchgreifende und schnelle Besserung erzielt wer, den könnte. Die Beratungen trugen lediglich akademisch«, A Charakter. Irgend welche Beschlüsse wurden nicht gesicht,/"