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Verlag Langpass« 21

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Donnerstag 22. September 1921.

Abend-Ausgabe.

Nr. 430. ♦ 89. Jahrgang.

M UHoMOOr dei WlvUOii.

S!« furchtbares Unglück, dessen ganzer Umfang sich «st nach und nach wird fcststellen lasten, besten Opfer so ungeheuer sind, daß man sich zwingen mutz, den mit­geteilten Ziffern Glauben zu schenken, hat die Bevöl­kerung von Oppau, Ludwigshafen und Mannheim, im weiteren Sinne unser ganzes Vaterland betroffen. Man muh sehr weit zurückgreifen, um eine ähnlich große Katastrophe in Friedenszeiten ats Vergleich an­zuführen. Die Explosion in Griesheim im Jahre 1901, die Erubenkatastrophen von Radbod und Eourieres ja selbst die Explosion des Mainzer Pulverturms im Jahre 1857, bei welcher das ganze Kästrich-Vierte! vernichtet wurde, verblasten gegenüber dem Bilde, das uns der Berichterstatter von dem entsetzlichen Unglück in O^pau zeichnet.

Die gewaltigste Katastrophe, die je die deutsche In­dustrie, die deutsche Arbeiterwelt, das deutsche Volk ge­troffen hat, weckt zuerst ein Gefühl tiefster Erschütte­rung und innigster menschlicher Teilnahme mit den vielen hundert Toten und Schwerverwundelen und ihren Familienangehörigen. Die ungeheuren Men- scherrverluste, die der vierjährige Weltkrieg tagtäglich verursachte, hatten unser Mitempfinden für die zahl­reichen Opfer auf dem Scblachffeld der Arbeit, die täg­lich zu beklagen sind, beinahe schon abgestumpft. Das furchtbare nationale Unglück von Oppau rüttelt u n- sere Teilnahme wieder heftig auf und lätzt uns in aufrichtiger Ergriffenheit der Männer und Frauen gedenken, die im Dienste vaterländischen Wiederauf­baues ibr Leben, ihre gesunden Glieder Netzen. In allen Schichten des deutschen Volkes müsten sich die Kräfte regen, um das erste Elend der durch die Explosion unmittelbar betroffenen Arbeiter- und Angestellten-Faniilien zu lindern.

Das „Wiesbadener Tagblatt" nimmt schon jetzt Geldspenden für die Opfer der Katastrophe bezw. deren Hinterbliebene entgegen, um sie dem in Bildung begriffenen Hilfskomitee zu überreichen. Über die einzelnen Spenden wird öffentlich quittiert.

Der zweite Gedanke gilt den ungeheuren Sachschäden, die in der unmittelbaren Umgegend von Oppau, iu den volkreichen Städten Ludwigshafen und Mannheim und in ihren Vororten angerichtet worden sind und der schweren Einbuße, die unsere unter den größten Schwie­rigkeiten wieder aufstrebende deutsche Industrie trifft. Die badischen Anilin- und Sodafabriken hatten in dem neuen Werk Oppau erst kurz vor dem Weltkrieg« ihre größte Filiale geschaffen, in der rund 10 000 Menschen 'beschäftigt wurden. Was die Zerstörung eine; solchen Riefenarbeitsstätte wirtschaftlich nicht nur für die Welffirma, sondern auch für die deutsche Industrie überhaupt bedeutet, bedarf keiner besonderen Dar­legung. Die Wunder der modernen Technik sind auch von Schrecken begleitet, und es zeigt sich immer wieder, daß trotz aller Forffchritte des mensch­lichen Erfindungsgeistes die Natur sich nicht wider­standslos unter die Gewalt des Menschen beugen lätzt. Im Krieg gab uns die Erfindung der Herstellung des Stickstoffes ans der Luft, die uns vom Bezug des über­seeischen Ehilisalpeters unabhängig machte, die Mög­lichkeit, die zur Kriegführung nötigen Salpeterfvreng- stoffe und die zur Düngung unserer Felder erforder­lichen Stickstoffsolze herzustellen. Nach dem Krieg wurden die deutschen Stickstoffabriken fast ausschlietz- llcb in den Dienst der Düngerfabrikaffon gestellt, um unseren Feldfrüchten, die zu unserer Ernährung nöti­gen Stickstoffmengen liefern zu können. Und gerade nach dieser Umstellung auf die Friedenswirtschaft trat das fürchterliche Ernlosionsunalück in der Oppauer Sal­peterfabrik ein, besten eiaentliche Ursache noch Nicht ge­klärt ist. Da die zunächst Beteiligten wohl alle »ms Leben gekommen fein werden, dürfte eine restlose Auf­klärung über die Enfftebung des Unolücks allerdings mich außerordentlich erschwert sein. Aber mag diese Untersuchung ausfallen, wie sie will, sie wird doch nur eine Bestätigung dafür fein, daß der Mensch nicht un­gestört die Noturkräfte.-unter seinen Willen zu zwingen vermag, und daß auch alle Kulturfortschritte nur unter schweren Opfern erkauft werden können.

Das Sckreckensbild d^r Unglücksstalle.

Br Ludwiasbafen. 22. Sevt. Ein nach der Erolosion auf dem Onnauer Werk entsandter Sonderberichterstatter schildert seine Eindrücke von der entschlichen Katastrovbe wie folgt:

Bis gegen 9 Ubr morgens beschränkten sich die Rettnnas» arbeiten auf die im nördlichen Stadtteile Ludwiasbafens «elegenen Werke. Mt % Stund:n von der eigentlichen lln- Mcksitelle entkernt Uesen. Die Dächer zahlreicher Maschinen­

baus«: sind vollständig eingefallen. Der Luftdruck bat selbst in den kellerartigen Arbcitrstätten Schränk« und Tische um­geworfen. Gegen 10 Ubr rückten die Hauotmannschasten der Feuerwehr und der Sanitätswachen nach dem Ovvauer Werk ab. sausende von Metern von der Ervlosionsstelle entfernt lind die Bäume teilweise wie wegrasiert. In Friescnbenn gebt man die ersten Häuser, die vom Dach bis zum Keller ge­borsten sind, j

Ovvau ist nur noch ein Trümmerhaufen,

Die Einwohner sind fast ausnahmslos geflüchtet, die wärlicken Reite ihres Haushalts haben sie aufs freie„Feld aeichleoot. Die Haustiere. Ziegen. Schweine und Hübner laufen frei umher. Die ehemals dicht bestandenen Felder sind eine S a n d wü st e. in oer furchtbar verstümmelte Tote., die Hunderte von Metern durch die Luft geschleudert sein müsten. vereinzelt umherliegen. Die Häuser sind ab- g e deckt und bald »um Einsturz gebracht. Uber die Anilin- tabrik in Ludwigsbafcn mälzen sich noch immer dichte Gas- uolken. so dag ein Herankommen an das Werk unmöglich ist. Infolge einer Störung im Elektrizitätswerk ruht in Luvwigs- baien der elektrische Straßenbahn verkehr. Hunderte von Frauen und Kindern Srtag'rn das Ovvauer Werk und warten auf Mann und Rarer, dir zur Zeit des Ervlosions- unglücks in der Fabrik beschäfnat waren.

Die Toten werden an einem eigenen S a m'm e l v l a tz zufammengetrayen und liegen dort zu 20 und 90 nebenein­ander. Die Leiber lind zum Teil furchtbar aufgedunien und «usnabmslos ist die Haut der Toten verkohlt, so daß die Personalien zunächst nur mit Hille der Auvweisvaoiere fest- gestellt werden können Di: Leichen, deren Identität festge- stellt ist. werden mit einem Zettel oerieben. teilweise liegen sic aber ohne Nomensbezeichnung da. In den Konstruktionen der Rohrbrücken und Hochbahnen baden sich zahlreiche Menickrnleiber oer^ang-n^ die. da sie stellenweise über 20 Meter bock häng-m. nur mit größter Mübe losgemacht werden können. Überall siebt man Llutsvnren und da und dort un­kenntliche Fleischteilr. Arme und Beine. Man gewinnt den Eindruck, dab

der grüble Teil der Belegschaft umgekommen

ist. Beionders zahlreich sind auch die Opfer unter den Ar­beitern. die eben mit den vom alten zum Ovvauer Werk fahrenden Wagen in den W-rkbolmhof eingefabvcn waren. Wer einen Gang über die Unglücksstelle gemacht bat. ist uber­zeugt. dab der angericktet: schaden in die Milli­arden geht. Biele Arbeker wurden durch den

Luftdruck getütet, teils durch den Einsturz der Gebäude schwer verletzt. Die Verwundungen sind fürchterlicher Natur. Der Luftdruck war so stark, daß die Er»e erbebte und die Ar­beiter mebrere Meter weit geschlendert wurden. Auch das städtische Wasserwerk bat durch den Luftdruck schwer ge­litten.

In.Mannheim machte die Katastrovbe im ersten Augenblick den Eindruck eines Erdbebens. Kurz nach %8 erfolgte der erste Schlag, etwa 2 Sekunden fvater der zweite, der bei weitem stärker war. Der Luftdruck war so un­geheuer dab der Erdboden in Bew-gring geriet und mit wellenartigem Ruck in die Höh: gehoben wurde. Die Be­wohner von Mannheim glaubten im ersten Augenblick, dab

alle» durch ein Erdbeben in Trümmer gelegt

werde. Di« Strahcn waren in Staubwolken gehüllt. Die volle Muckt des Luftdruckes traf auf das Schloß. das in breiter Front der Stadt vorgilaa nt ist und io noch gröberen Schaden abgebalteN hat. als dann einzelne Stadtteile ge­nommen bätten. Um lo schwerer und gröber sind die Be­schädigungen. die das Schloß selbst erlitten bat. Augenzeugen berichten, dah die weitgelvaantea Decken tief in di« Zimmer binabgebogen sind. Fensterrahmen sind ans den Mauern ge- risien und auf den Sckiloßvlntz geschleudert Die öffent­liche Bibliothek war stark gefährdet. In der Ee-

Wie wir noch erfahren, bat das Ovvauer Werk zur verhäng­nisvollen Zeit 820 Arbeiter beschäftigt. über deren Schick­sal noch nichts bekannt ist.

In Worms wurde ebenfalls schwerer Schaden angerich­tet. In einer Schule wurde ein: Fensterscheibenfront voll­ständig zerstört. W"nn man sich aus der Landstrabe nach Ovvau dem zerstörten Werke nähert. siebt man von ferne den zerstörten Bau und ENengerllstr in die Luft ragen.

Die Ruinen der Fabrik sind noch immer von dichte» Galen umlagert.

welche die Rettungsarbeiten erschweren. Die Bäume an den Strahen und in den Gärten lind durch di? schwere Erschütte­rung ibrer Blätter und ihres Obstes beraubt.

Das Dorf Ovvau. das der Fabrik vorgelagert ist. bie- iet «inen schrecklichen Anblick In Ovvau selbst steht kein Haus mehr. In den Strahen ^ürmen sich die Trümmer. Zer­schlagene Möbel unv Betten rag-r.i aus den Mauerresten. Die Fabrik ist vernichtet. Vom Staub überzogen:

Steine, zwischen beneji Balken eingclagert sind hochragende Mauern. die dem Einstu"» nabe sind sind die traurigen Überreste dieses noch vor wenigen Stunden blühenden Werkes. Manche Gebäude, bte dem Ervlostonsherd weiter entfernt waren, sieben noch teilweise. Doch bietet sich auch hier im Innern überall

ein einziges Bild der Verwüstung.

Der ganze Ort mub neu aukgebaut werden. Die amtlichen Ermittelungen sollen ergeben haben, dah nicht weniger als 7b Prozent aller Häuser Ovvaus oerart beschädigt sind, dah

labt sich noch nickt abjchänen. da noch ein grober Teil der

Arbeiter unter den Trümmern begraben liegt, überall sind Rettungsmannschaften aus Lndwigsbafen. Mann­heim. Frankenthal. Svever. Heidelberg und den übrigen um.

kettenden Ortschaften berbeigeeitt. um dt« Toten und etwa

noch lebenden Verschütteten zu bergen. Vertreter der bäue­rlichen Regierung aus Svrver sind an der Unfallitelle einge- llofsen. um'Me Hilfsaktion für die Verunglückten und Hinter- lliebenen einzulciten. Der Materialschaden belöust ück. io weit bis jetzt zu übersehen ist. auf mebrere fSS Millionen. Eine Eeiavr weiterer Eroloilon besieht nicht m e b r. Im alten Werk, dar auch ziemlich beschädigt wurde, konnte der Betrieb austechterdalteu »erden.

Der Explofionshsrd.

W. T.-B. Ludwigshafen. 21. Seot. Die Direktion der Anilinfabrik teilt folgendes mit: Es ist nunmehr einwanö- rrei festgestellt, dah d,e Ervloston tm Ovvauer Werk in einem S i lo stattgefunden bat. in welchem 1000 Tonnen Am- monlulfatsaloeter lagerten. Bevor zur Lagerung dieses Produktes geschritten wurve. war dasselbe iowobl in der Aniltnfabrik als ruck anderwärts eingehend untersucht worden, so dah mit einer Ervlostonsgefabr in keiner Weife gerechnet werden konnte über die näheren Umstände der Entstehung der Explosion ist die Untersuchung im Gange. Bis zur Stunde ist die 3abl der Tote» und Berwundete» noch nicht sestzustellrn.

Die Zahl der Opfer.

Du. Ludwigsbafsv, 22. Cevt. über die Zahl der Toten in dem Ovvauer Werk der Badisch-n Anilin- und Sodaiabrik war auch bis gestern abend ivät Klarbeit noch nickt zu ge­winnen. da man nicht genau weiß, wie viele Arbeiter lick zur Zeit des Unglücks in dem Werk und in den angrenzenden Neubauten befanden Unt'er den Trümmern der Fabrik müsten aber noch Hunderte von Leichen liegen. Das Dorf Ovvau ist io gut wie vernichtet: di« B e - wohn er wurden unter den einftürzenden Häusern be­graben. bauvtsächllS die Kinde r. die noch in den Betten lagen. Die überlebenden Familim kamvieren auf den be­nachbarten Feldern. Auf dem Lande arbeiteyde Leute wur­den durch die Wucht des Luftdruckes fortgeschleudert, zentner­schwere Eisenstücke Hunderte von Metern weit fortaeristen. die aus dem Rhein liegenden Schiffe schwer beschädigt. Auf einem französischen Wacktdamvfe: wurden zahlreiche franzö­sische Soldaten verwundet. Das in der Badischen Anilm- tabrik oosiiert« französische Wachtkommand« ist ein Ooser der Erolosion geworden. Sämtliche Uhren in Lndwigsbafen sind gleichzeitig um 7.38 Ubr sieben ge­blieben. das ist also der Augenblick der Erolosion geweie«.

Der Reichskanzler bat im Namen der ReiÄsresie- rung der bayerischen Staatoregierung. dem Reglernngrvrüsi- denten von Sveyer und der Stadt Mannheim aus Anlaß des Unglücks telegravbisch sein Beileid au«gedrückt

Dz. Ludwiasbafen. 22 Seot. (Drabtbericht.) Die Direk­tion der Badischen Anilin- und Sodafabrik teilt mit: Nack- den uns bis gestern zugegangenen Nachrichten sind bisher insgesamt 244 T o te zu beklagen. Mit einer weiteren Zahl von Toten und Verwundeten ist zu rech­nen. zumal etwa 7 0 Leute vermibt werden. Die Mit- leilunä. dab das ganze Ovvauer Werk zerstört ist. ist unrich­tig. Die eigentlichen Fabrikationseinrichtungen sind nur wenig beschädigt. 30ir hoffen daher, die Herstellung »an Ammoniumsulfat schon in einigen Monaten wieder aufnebmen zu können. In den Werken von Ludwiasdafvn läuten die Betriebe ungestört. i

Dz. Mannheim. 22. Seot. Wie die Lndwigsb«s«ner Polizeidirektion mitteilt, waren bis gestern nachmittag 1 Ubr ?00 Leichen geborgen. Uber die Anzahl der Verwun­deten konnten nähere Angaben bisher nickt gemacht werden, da sich der weitaus größte Teil der Arbeiter, der «lückltcker- weile mit leichteren Perwundungen savongekommen ist. Sofort nach dem Unglück nach Hanfe begab, und die Schwer- verwundeten durch zahlreiche Fuhrwerke nach allen Rich­tungen in die umliegenden Ort'ckaften und Krankenbäuier geschafft wurden. Man vermutet unter den Trümmern noch etwa hundert Tote Auch unter d»n Trümmern der Ovvauer Häuser sind noch Tote und Verwundete anzu- nebmen. Groß ist die Zahl der n e r wu n d e t e n K i n d e r von Ovvau. Viele Familien kamvieren im Freie«. In den Nachmitagsstnnden wurde die Abwerruntz verstärkt, im Laufe desTages wurde sie teilweise von franMschenTruo- ven übernommen. ^

Die Hr!fsa!tr««en.

wd. Ludwigshafen. 2t Sevt. Oberbürgermeister Dr. Weiß erklärte unserem Vertreter, daß eine H i l f,s a k t i o n «roßen Stiles bereits im Gange sei und zwar in erster Linie für die Obdachlosen. Die Einwohner von Ovvau werden allerdings gezwungen iein. die nächsten Rächt: ohne einen wirksamen Schutz gegen die Unbilden der Witterung ohne ein Dach über dem K o v f zu verbringen, obgleich es gelungen ist. mehrere öffentlichen Gebäude, die bisher mit Beiatzungstruvven belegt waren, für die Bedrängten freiznmacken Am Abend trafen mebrere Automobile mit Pechfack-ln ein die unter den Wach­mannschaften und der Bevölkerung verteilt werden. An die Stadtverwaltung Ludwiasbafen sind eine Reibe Beileidstele­gramme aus dem Reiche eingetroffen, darunter das des bayerischen Landtngsvräsidenten und des früheren Minister­präsidenten v. Kabr.

wd. Mainz. 21. Eevt. Wie wir erfahren, sind auf An-

rrdnuny des Oöerkommandier enden der französischen Rbein- ormee lämtliche abkömmlichen Sanitätsoffiziere der Garnisonen Mainz. Wiesbaden und Worms an die Un-

g 1 ü ck s st e l I e bei Ovvau abgegangen.

Dz. Mainz. 22. S:vt. Wie mitgeteilt wird, hat der französische O b e r * o m m i ssa r in den Rhein­land en Tirard. den Arbeit-rgewerkschasten in Ludwias- Iiafen als erste Beihilfe für die Familien der Ovier des Uu- clückes von Ovvau 75 000 Mark überreichen lassen.

Dz. München. 22 Sevt. Nach der Wahl des Minilter- oräsidenten nahm das Haus einen Dringlichkeitsantrag an. betr. die Hilfsaktion für Ludv»igsh«fen. Der Sozialminister Oswald lvrach. namens der Regierung hierauf den bedauernswerten Hinterbliebenen das Beileid der Regie­rung aus. Der Ministrr werde stch sofort noch Ludwigsbafen begeben, um sich veriönlich von oem Sachschaden zu über­zeugen. Die Regierung werde wrner unverzüglich die ent­sprechenden Aiittel anweisen, um den Beteiligten vorläufige LuichÄie gewabrea Zu können.