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Samstag, 30. Juli IMl.

Abend-Ausgabe.

Nr 350 » 6Ä. Jechrgarrg.

ErMkemg ia m

Die deutschen Metallurbeiter gelten als die radi­kalsten unter der deutschen Arbeiterschaft. Es ist des­halb besonders bemerkenswert, dag auch bei ihnen der Radikalismus einen Rückschlag erlitten hat, wie sich aus den Delegiertenwahlen zu dem im Sep­tember in Jena zusammentretenden Verbandstag des Deutschen Metallarbeiterverbandes ergibt. Dis zum letzten Verbandstag, der in Stuttgart abgehalten wurde, lag die Leitung des Deutschen Metallarbeiterverbandes in der Hand von Männern, die politisch der Mehrheitssozialdemokratie angehörten. Den Vorsitz hatte der spätere sozialdemokratische Ar- deitsminister Schlicke. Im Jahre 1919 gelang es dann den Unabhängigen und Kommunisten nach einem scharfen Wahlkamps gegen die mehrheitssozialdemokra- tische Verbandsleitung, die Mehrheit der Delegierten- Mandate an sich zu reißen, den Vorstand fast ausschließ­lich mit Unabhängigen zu besetzen und an die Spitze des Deutschen Metallarbeiterverbandes den unabhän­gigen Abgeordneten D i ß m a n n zu bringen. In der genossenschaftlichen Arbeit des Verbandes machte sich dieser Wechsel in der Vorstandschaft allerdings kaum bemerkbar, ja es erregte einiges Aufsehen, als so ziem­lich die erste Tätigkeit des neuen Vorstands in einem Erlaß bestand, der sich gegen die wilden Streiks richtete und im Interesse der Arbeiterschaft Zurückhaltung in der Streikbewegung forderte.

Jnzwisck/en scheint die Stimmung in der Arbeitrr- schaft wieder ungeschlagen zu sein: denn abgesehen

von der leider feftzustellenden großen Gleichgültigkeit, die in einer äußerst schwachen Wahlbeteiligung bei den Delegiertenwahlen zum Ausdruck kam, sind in einer ganzen Reihe von Orten, die für den letzten Verbands­tag eine unabhängige Mehrheit hatten, diesmal wie­der die Mehrheitssozialisten an die Spitze gerückt. Es läßt sich noch nicht übersehen, ob diese bereits wieder über eine Mehrheit im Deutschen Metallarbeiterver- band verfügen, aber sicher ist der Radikalismus stark eingedämmt worden. Auch in den Bezirken, in denen die Kommunisten früher sehr viele Anhänger hatten, in Mitteldeutschland und in Rheinland-Westfalen ur* in den Hansestädten haben die Mehrheitssozialisten und Unabhängigen so starke Mehrheiten errungen, daß die Kommunisten kaum eine Rolle auf dem Jenaer Berbondstag spielen werden. Die Amsterdamer Richtung hot über die Moskauer voll­ständig gesiegt. Aus Berlin wird nicht ein ein­ziger Kommunist auf dem Jenaer Berbondstag an­wesend sein. Inwieweit allerdings der Ausfall der Wahlen innerhalb des Metallarbeiterverbandes und innerhalb der gesamten GewerlschaftsbeweHung zum Ausdruck kommen wird, ist jetzt noch nicht zu sagen. Der Metallorbeiterverband hat seit dem Stuttgarter Berbandstag seine entschiedene Gegnerschaft gegen die Arbeitsgemeinschaft immer sehr scharf zum Ausdruck gebracht und innerhalb des Allgemeinen Deutschen Ge- werkschoftsbundes den Kristallisationspunkt für den radikalen Flügel gebildet, aber vom Anschluß an Mos­kau wollten auch die Dißmonn und Genossen nichts wissen. Das wird jetzt um so weniger der Fall sein, als die mehrheitssozialdemekratische Gruppe wieder an Bedeutung zugenommen hat.

Es ist erfreulich, daß sich auch in der radikalen Ar­beiterschaft allmählich die Überzeugung durchzusetzcn scheint, daß der gewaltsame Umsturz der Arbeiterschaft nicht die erstrebte Verbesierung ihrer Lage brin^-n kann, sondern daß das nur durch eine unablässige, plan­mäßige. gewerkschaftliche und politische Arbeit erreicht weiden kann. Besonders wirtschaftliche Verhältnisse n « jlch nicht von heute auf morgen auf den Kopf stellen, das haben die verunglückten Versuche in «owjetrußland, das Kapital abzuschaffen und die ge­samte Industrie, zu sozialisieren, zur Genüge erwiesen. Jene deutschen Arbeiter, die mit bigotter Begeisterung aus das russische Vorbild hinblickten und hinwiesen, Werden hoffentlich an dem Zusammenbruch der kommu­nistischen Wirtschaft in Rußland erkannt haben, daß ieider die schönsten Ideen in d>'r Praxis gewöhnlich un­durchführbar sind. Daß die Russen uns. um das zu beweisen, vorangegangen sind, ist ein Glück für das deutsche Volk, denn wenn schon in einem Agrarstaat . wie Rußland die Sozialisierung der Industrie nicht durchführbar war. so würde dos in einem Jndustcie- uaat wie Deutschland noch weniger der Fall sein. Der Zusammenbruch, der einem solchen Versuch in Deutsch­land folgen müßte, würde noch viel schlimmer sein, -oie der Rußlands, in dem setzt die Hungersnot als fürchter­liches Gespenst aufgestiegen Ist. Wenn Rußland mit seiner geringen Bevölkerungsdichte schon seineBewohner ^icht mehr zu ernähren vermag, wie viel weniger würde das Deutschland tun können, wenn unser ganzer wirt- «chosUicherOrganismuo Über denHaufen geworfen würde«

Die englisch; Note an Frankreich.

vr. London. 29. Juli, (Havns.) Reuter erfährt, daß die Note, die gestern obend oon der britischen Regierung an Frankreich geiandt wurde, ein in versübnlichem aber gleichzeitig in energischem Tone gehaltenes Dokumeick ist. Cie wurde — nach Reuter — von Lord Curzon nach dem Ministerrat von gestern vormittag ausgearbeitet und in der Nachmittagssitzung oon den Ministern mit nur einigen geringfügigen Änderungen nach cinstündiger Debatte ange­nommen. Die Note ist ein langes mit Schreibmaschine ge­schriebenes Dokumenr von ungefähr 12 Seiten Kanzleiformat.

Der erste Teil ist die Prüfung der von der franzönicben Regierung vorgebraibten Tatsachen und wiederholt in klarer Form die Auszählung der Ereignisse, die seit der Überreichung der französischen Note an Deutschland am 16. Juli ohne vorherige Perständigung mit den Alliierten sich abgespielt baden. Das war das erste Anzeichen eines Abgehens oon der Politik der Zusammen­arbeit. die bisher befolgt wurde. Diele Aufzählung dient nicht nur dazu, die französische Regierung an das zu erinnern, was sich tatsächlich ereign;1 bat. sondern auch die Form zu beleuchten, in der die britische Regierung immer das Prinzip der engen Zusammenarbeit und der gegenseitigen Verstän­digung zwischen dev. alliierten Regierungen verfolgt bat.

Sodann bringt die Note die Überraschung zum Aus­druck. die die britische Regierung bei der Änderung der öal- rung der franrcksiscken Regierung empfand, die in den ersten Tagen vieler Woche sich von vem Prinzip der Zusammen­arbeit entfernte, auk das Lors Eurzon und der französische Botschafter dringend bi »gewiesen. und worüber ste sich ver­ständigt batten. Die französische Negierung wird an die Tat­sache erinnert, daß nach dem Frankfurter Zwischen­fall im Avril letzten Jobrea Millerand die endgültige Zu­sicherung gab. daß die französische Regierung in Zukunft keine isolierten Maßnahmen in den Fragen tref­fen würde, die die gemeinsamen Interessen der Alliierten be­rühren. Die Note drückt oann die Überraschung aus. die nickt nur durch die offenbare Absicht der französischen Regie- nina. oon dem damals rngenonimenen Prinzip abzuweichen, bervorgerusen wurde, ionoern tut* durch den ungewobnten und offensichtlich unfreundlichen Tan der Mitteilung der französischen Negierung vom letzten Mittwoch.

Es widerstrebt der britücken Regierung zu glauben, daß cin solcher Ton unfreundliche Abiichten seitens der sranzösticken Regierung einschllckt. Alles, was Groß­britannien verlangt, ill. daß eine Allianz, die durch die schrecklichen Opfer der Alliierten zusammengekittet wurde, auf der gleichen Grundlage gegenseitigen Vertrauens weiter besteht. Die Note ietzi di»zu. daß Großbritannien, um zu dietem Ziel zu kommen, der französischen Regierung schon viele Zugeständnisse gemacht habe und bereit ici. solche zu macken, wenn Frankreich sortfäbrt. England vollständig betreffs seiner Wünsche auf dem laufenden zu halten. Was aber das P inzio der gemeinsamen Verantwortung der Alliierte» in der oberschlesisckon und in anderen Fragen, die die Friedensverträge berühren, anbeirillt, io ist es Großbritannien absolut unmöglich. Hand­lungen gutzubeißen, die unvermeidlich die Grundlagen der Allianz infolge des durch den Ton der letzten französischen Rote bervorgeruienen Erstaunens erschüttern müssen. Die britische Regierung fühlt sich verpflichtet, zu fragen, welche Erklärungen für ihr Verhalten die französische Regie­rung ibr geben will, denn solange diese Frage nickt geklärt ist." ist es schwierig »n leben auf welcher Grundlage die Zu­sammenarbeit der Alliierten fortgesetzt werden kann.

Bericht Briand» im Ministerrat.

Hz. Paris, 29. Juli. lHovas.) Im Verlaute des zweiten Ministciratc: im ElrpSe,Dalast, der unter dem Vorsitz M j l l e r a n d s statltvnd und erst um 4/4 Uhr bsendet war. erstattete Briond Btrübt über di« Unterredung, di« er sin Laufe des Lrrmittaas mit dem englischen Botschafter gehabt batte, und über das Ergebnis der Belpreckuagm des ersten Miwistertates. Briand teilte im einzelnen eingehend die Bedingt,"gen mit. unter denen er der engliickm Reg-e- runp zv rntwoitev beabsichiige. Der Ministerrat hat leine Ansichten einstimmig gebilligt.

Dz. Baris. 30. Juli Dem ..Petit Puristen" »uiolge be­stätigte der französilche M i n i st e r r a t gestern unter dem Borsitze von Milleraev den Tntichluß der französischen Regierung in bezug auf die Entsendung oon Truv- oenverstärkungen nach Oberschlesien. Frankreich ver­tritt den Standpunkt, daß es in dieser Frage um so weniger nachgeben könne, als es sich durch zwei diplomatische Schritte bei der deutschen Regierung gebunden bat. Ebe die franzö­sische Regierung aul diese Maßnahme verzichtet, die sie für unerläßlich bält. scheint sie. wenn möglich, unter ibrer eigenen Verantwortung handeln zu wallen.

Der ..Matin" schreibt, es sei nur ein halbes Übel, wenn man England eine» diolomaiiichen Erfolg verschaffe, es fei ober viel ernster, einen derartigen Gefallen dem Reichskanz­ler Wirtb und dem Minister Rosen zu macken. Diese Herren würden zu leicht Geschmack daran finden.

Empfänge bei Briand.

Dz Pari». 29. Juli, löavas.) Briand empfing beute nachmittag Leid Harbin ge und teilte ihm die Antwort der französischen Regierung auf die letzt« englische Note mit. Der Ministerpräsident empfing ferner den spanischen Bellchafter Quinones de Leon und den italienischen Bolschakier Bonin Longare so­wie den sckwtizerrscken Gesandten Du na nt und den belgi­schen Minister des Äußtrn I a i o a t.

I). Pari», 30. Juli. (Eig. Dradtbericht.) Rach dem M'nisterrul bat der Ministerpräsident mit dem engl'ichen Totschaster in Paris eine Unterredung gehabt. Briand gab d'e frarzesischen Arsichten bekannt, di« einstimmig vom Ministerrat gebilligt worden waren und di« dtrrin be­steben. daß die Tagung des Obersten Rates oon einem Schritt des französischen, englischen und italienilckren Botschafters in Berlin abhängig gemacht wird, um die deutsche Regierung aufrufordern, alle für di« Durchführung der Truppen nach Oberfchlesien notwendigen Maßnahmen zu treffen. Dieser Ansichtsvunkt wird übrigens den Ges n- ftand zu einer neuen Rote bilden, die heute dem eng- li'cksn Botschafter in Paris überreicht wird mit der Bitte, diese Jiinu Regierung zu übermitteln.

Dsr enz Usch-französische Gegensatz.

D«. Paris. 30. Juli. (Drahtbericht.) ..Ere Nouvelle" erklärt, die augenblickliche Haltung der englischen Regierung in der obcrschlesischen Frag« sei tatsächlich die Meinung Großbritanniens. Die englische Regierung oder Lloyd George handelten, wie man auf der Straße denke. Selbst die „Times" und „Daily Mail" kritisierten nur Eur- zelbeiten der Kabinettskrifis. . .

Dz. Paris, 30. Juli. (Drahtbericht.) Der sosralkstische Abgeerdcnte Leon Blum weist im „Povulaire darauf hin. Lloyd George sei nicht deut^chireunslrch. aber indem er dem Reichskanzler Wirtb sein Wart er­leichtere. beabsichtigte er. di« Opposition der Arbeiter und Liberalen zufried-mzustellen. Briand habe seinerseits den auirichtigen Wunsch, das Leben des Ministeriums W:rtb zu verlängern, aber er wolle die reaktionär« Mebiheii in Frankreich schonen. Daraus erkläre sich die beiderseitige Haltung.

Der SachverstSndigen-Ausschntz.

Do. Paris. 30. Juli. Die erste Sitzung des neu einge­setzten Sackverständigenausschusies für die oberfülesische Frage bat gestern am Ouai d'Orsay stattgefunden. Nach der Auf­stellung eines Arbeitsplanos begab sich die Konferenz sofort an die Arbeit. Wie der „Petit Parisien" schreibt, haben die Mitglieder des Ausschusses sich verpflichtet, strengstes Stillschweigen über die Verhandlungen zu wahren. Das Blatt glaubt jedoch zu willen, daß alle Ausschubmit­glieder von dieser ersten Füblungnabme »inen sehr günstigen Eindruck gehabt hätten, so daß sie die Hoff­nung besten, dem Obersten Rat einen gemeinsames Eeiamt- oorschlag unterbreiten zu können.

Der Berliner italienische Botschafter in Rom.

Dz. Rom, 29. Juli. Der italienisch^ Botschafter ru Berlin F r a s s a t i ist hier eingetrofsen und batte eiu» sehr lange Unt»mh,nfl mit dem Minister des Äußern.

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Dz. Berlin, 30 Juli. Wie die „Vofsifche Zeitung" aus Hamburg meldet bat der deutsche Botschafter in Rom seinen Urlaub unterbrochen uno ist nach Rom zurück- geteilt.

Amerika lehnt dir Schiedsrichter rolle ab.

Dz. Paris, 30. Juli. (Drabtbericht.) Wie die „Ehkcago Tridune" aus Washington meldet, ist endgültig be­kannt geworden, daß Amerika nicht den Wunsch ge­äußert habe, die Schiedsrichterrolle in der oberstbleftschen Frage zu übernehmen. Botschafter Harvey will der Sitzung des Obersten Rates nur als Botschafter beiwoh»«

Mahnung der Reichsregierung zur Ruhe.

Vf. T.-B. Berlin, 29. Juli. (Amtlich.) Angesichts der berannabenden Entscheidung über das Schicksal O be r s ck i es i e n s bat die Reichsregierung im Verein mit der prrußiicknn Ctaotsregierung gestern beschlossen, in enger FLblui>gnc.bme mit der Bevölkerung Schlesiens dahi« zu wirken, daß di« Bewohner des Landes sich auch weiterhin die größte Zurück kalt un g auferlesen, um zu ihrem Teil d-izu beizutragcn, ein« sachlich« Entscheidung zu er­möglichen. Es gilt, der Welt ein Beiiviel zu geben, wie eia Doll durch seine Selbstbeberrfchung der sachlichen Lösung ciner Frage von so großer Tragweite den Weg rbtiet. Die Reickisregleruns ricktet ihre Mahnung nicht nur an Sie Scklesier. st oder» an dos ganze deutsche Volk. Sie erwartet, daß jeder, der der deutschen Sacki« dienen will, ruhiges Blut bewahrt und sich der hoben Verantwortung bewußt bleibt, die uns der Augenblick auserlegt. Jede unbesonnene Haltung würde di« von uns beanspruchte sachliche und ge­reckte Lösung der Frage gefährden

Der deutsche Ausschuß fordert endgültige Entscheidung.

Dz. Kattowid, HO. Juli. Der deutsch« Ausstlmß für Oberschlesien rrcktete am 28. Juli an die Ministervräsidenkn in London. Paris und Rom sowie an die Botschafter- konferenz in Parts folgendes Telegramm:

Namens aller deuilcken politischen und wirtickafilichn, Organisationen Oberschlesiens rickten wir an die zur Tat- scheidung berufenen Mächte die Bitte, in den beginn»nd-:a Verbandlungrn eudgültig über das Schicksal Oberschleiienr zu beschließen. Unter den gegenwär­tigen Verbältnstsen geht die Bevölkerung seelisch und wirt­schaftlich zugrunde Ein« vkovisorische Lösung wird der. jetzisrn Zustand verschlimmern.

Auslösung de» deutschen Plebiszitkommtssarlat» in Sleiwitz.

Dz. Berlin. 30. Juli. Wir der .Lokalanzriger meldet, bat der französische Militäcb"feblsbaber in Eleiwitz. General de Brandes, durch ein in den Oberbürgermeister gerichtetes Schreiben die Auflösung des deutschen Plebiszitkommissrriats in Kleiwitz verfügt mit der Bearündung. daß die Arbeiten für di« Abstimmun« be­reits seit mehr als 4 Wochen beendet seien und daß,somit eia werteres Besteben des Kammillari.ats überflüssig sei.

Der deutsch-französische Gerichtshsf.

W.T.-B. Berlin. 29. Juli. In der Plenarsitzung vom S. Juli bat der deutsch-französische Gerichts­hof tir >n Artikel 3 stiner Prozeßordnung vorgesehene Frist um 4 Mk'vote d. b. bis zum 10. November 1921. ver­langt ct. Es handelt sich hierbei um di« Geltendmachung von Ersatzaniriticken französischer Staatsangoböriger auf Grund von Ztrangsmohnabmen und Ligriidationen im Deutschen Reick-«. Di« Jnterellen deutscher Privatverionsn werden durch Wi« Fristverlängerung nicht berührt. I» Gegensatz bieizu bat der Schiedsserichtsbof daran feft«- balten. daß die Frist zur Geltendmachung von Aniorücken auf Grund dtnllck.-frav»östsch«r Vorkriepsverträa« (Art. 29Sb des Versailler Vertrage») mit dem IS. Juli 1921 enbgülti« «b- gelaufeu ist. Der franzSststhe Und der belgische Schiedst gerickisbos beben vom 1. Auauit bi» LA 6taUaü>tt Ge» richtsleriea «isanUbtet