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Verlag Lanagasse 21

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Dienstag, 21. Juni 1921.

Abend-Ausgabe.

Nr. 282. ♦ 69. Jahrgang.

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Mi Optimismus des Mitzslanzlers.

Reichskanzler Wirth hat am Sonntag in Essen vor den Angehörigen des Deutschen Gerverkschaftskmnds, also vor christlich organisierten Arbeitern, eine große Rede über das Londoner Ultimatum und dessen Er­füllungsmöglichkeiten gehalten, die auf seine Zuhörer .einen - tiefen Eindruck gemacht hat und auch weit über diesen Kreis hinaus noch viel beachtet werden wird- Die Rede hat im großen und ganzen die Parole wie­derholt und variiert, die Wirth schon früher ausgegeben hat: Durch friedliche Arbeit zu Freiheit und neuem Wohlstand. Aber die Art, wie Wirth vor den einfach;» schlichten Arbeitern des Ruhrreviers die schwierigsten wirtschaftlichen und finanziellen Probleme des Wieder­aufbaues erörterte, ist bemerkenswert. Der Kanzler verfügt offenbar im besonderen Maße über /die Gabe, populär im besten Sinne des Wortes zu sprechen. Wenn man den Wortlaut der Rede nachliest, so wird es einem erklärlich, daß eine große Arbeiterversamm- luug von Anfang bis zum Beschluß lebhaft interessiert zuhörte und ihrem Verständnis für die Darlegung;» durch häufige beifällige Zwischenrufe Ausdruck verlieh.

Der Kanzler brachte zunächst eine eingehende Be­gründung für feine Annahme des Ultimatums und die Feststellung, daß eine Regierung der Bejahung auch eine Regierung der Erfüllung sein müsse. Diese Er- siillung cköge noch so schwer sein; letzten Endes müsse sie um der deutschen Einheit und deutschen Freiheit willen durchgeführt wetden. Dieses gerade den Ar­beitern des Ruhrgebietes, von deren Arbeitswilligkeit mb Pflichtgefühl in erster Linie die Erfüllung abhäugt, eingehend zu erklären, war gewiß ein kluger Entschluß Mrths. Die deutsche Einheit, so machte er der Ver- Mmlung klar, hätte leicht durch die Kohle in Feindes- hand zur Sprengung kommen können, wiewohl sich nach seiner Auffassung die süddeutschen Stämme nicht durch noch so günstige Kohlen- üeferungsbedingungen vom Reich hätten abspenstig ilmchen lasten. Roben der Einheit müste aber in allen Fragen der Verwaltung und in den Kulturfragen Freiheit herrschen, daß die Länder und Stämme ihre Eigenheit wahren könnten und nicht unter übertriebe­nem Zentralismus verkümmern müßten. Nach einem Seitenblick auf Oberschlesien, das niemand dem deut­schen Volke rauben dürfe, sofern dieses ehrlich an der Erfüllung des Ultimatums arbeite, ging der Reichs­kanzler dann ausführlich auf die Reparationen ein, und indem er die einzelnen schwierigen Probleme der Wiedergutmachung klar und verständlich heraus­arbeitete, rief er immer wieder alle willensbereiten Kräfte im Vaterlande zur Mithilfe auf. Insbesondere wandte er sich an die, die im Kriege in großen Organi­sationen das vieljährige Durchhalten ermöglicht haben. 6ie seien ganz besonders notwendig, um jetzt auch die Umstellung auf die Erfüllung durchzuführen und das Wirtschaftsleben so zu gestalten, daß der Wiederagfb.iu Deutschlands und Europas ermöglicht werde. Die Parteifarbe fei gleichgültig und alles persönliche Ge­rank sei schädlich: Opposition im neuen Deutschland käiffe nur so weit gestattet sein, als die Kritiker an bem Tage, wo die Regierung zurücktrete, selbst die Ge­schäfte zu übernehmen bereit seien. Ohne Opfep, die »lle Berufe und alle Stände, 'aber auch jeder einzelne weichlich zu bringen hätten, sei die Erfüllung des lllri- "ratums und der Wiederaufbau nicht möglich. Aber «üt diesen Ovfern werde es gewiß gehen. In seinen weiteren Ausführungen erwies sich Reichskanzler Wirth der große Optimist, als der er schon bei seinen Mgnern verschrien ist. Die Steuereinnahmen des Reiches. die „patriotische Tat" der Lohn- und Gehalts­empfänger durch Hergabe des Steuerabzugs, das gute Ergebnis der Einkommensteuer des letzten Monats Wn ihn erwarten. - daß der innere Etat in den Ochsten Jahren mit einem gewissen Überschuß ab- miließen werde. Die zwei Milliarden dauernder Re- ^arationsabgabe würden durch Sachleistungen und °urch Devisenzahlungen sicher aufgebracht werden. Kurz ^ gut, Herr Wirth sah bei aller Hervorhebung der Notwendigen Belastung im ganzen doch die weitere Entwicklung in rosaroter Beleuchtung. Ein dreißig- läeriges Ringen werde nötig fein, um ln einem geord­nete» Staat durch Arbeit wieder zum Wohlstand zu Düngen: aber dann weride es auch gelingen. Der W'aube an das neue demokratische Deutschland werde Wcht zuschanden werden. , _

v . Zweifellos werden die wirtschaftlichen Sachverstan- M«n beim Nachlesen der Rede Wirths vieles anszu- Wn und manches Wasser in seinen Wein zu gieß:n iMbeiT Man kann auch ruhig zugeben, daß an einem an- icftoOti und bei andererGelogenhcit eine weniger optl- ^stlsche Schilderung im innerpolitischen und außen- j7"tischen Interesse zweckmäßiger gewesen wäre. Aber fp Ruhrgebiet und vor den Arbeitern urü) Angestellten

der wichtigsten Industrie Deutschlands war solcher Optimismus nicht nur am Platze, sondern durchaus ge­boten. Wer große Leistungen fordert, muß vor allem die Erkenntnis stärken, daß diese Leistungen auch ihren Zweck erfüllen können, weil sie bei guten Willen mög­lich sind. ,

Wie sehr die Rede Wirths eingeschlagen hat, zeigte nicht nur der langanhaltende Beifall seiner Hörer, sondern das ergibt sich auch aus der fast enthusiastischenZustimmung, die sie im Organ der Sozialdemokratie, im Berliner „Vorwärts", gefunden hat. Das sozialdemokratische Zentralblatt hat durchaus recht, wenn es erklärt, daß für die Zukunft alles davon abhänge, ob eine große, ihrer Ausgaben sich klar bewußte Volksmehrheit bereit und fest entschlosten sei, den vom Kanzler beschriebenen Weg der Erfüllung zu betreten. Mögen die kommen­den Verhandlungen mit der Reparationskommistion und die beginnenden Anstrengungen zur Steigerung der deutschen Leistungsfähigkeit und Steuerkraft den Optimismus rechtfertigen, den die Estener Kanzlerrode in so ausfallender Weise atmete!

Eine weitere Rede Dr. Wirths.

nr ? 7 r, Esten, 20. Juni. Nach Besichtigung der Elektro- Aiisitellung durch den Reichskanzler begrüßte in einem kleineren Kreise, der sich auf Einladung der Stadt Essen eingefunden batte, der Oberbürgermeister Dr. Luther den Reichskanzler, indem er ihm aufrichtigen Dank zollte dafür, datz er gerade jetzt in das Rubrgebiet nach Ellen gekommen sei. Anschließend hieran bat Luther den Reichskanzler, dringend mit allenMitteln dafür zu sorgen, dag die Leiden des besetzten Gebietes gemildert und datz be­sonders bw Rachbarstädte Duisburg und Düsseldorf schnellstens von dem furchtbaren Druck der Besatzung erlöst wurden. .Oberbürgermeister Luther schloß feine Rede mit einem Glückauf! zur Arbeit des Reichskanzlers bei der Er­füllung des Ultimatums, an die alle Kräfte des Volkes gesetzt werden mutzten. Er drückte die Hoffnung aus, datz eine Lösung gefunden werde, die für das ganze deutsche Volk tragbar sei und es nicht in eine tödliche Zerklüftung zerreibe.

Der Reichskanzler erwiderte, datz sich d'e Reichs­regierung der Schwere der Sanktionen voll bewußt fei und datz sie bei den Alliierten alles tun werde, um der Über­zeugung Bahn zu schaffen, datz die Sanktionen auf­gehoben werden müßten. Er drückte seinen Dank und "ine Freude aus über das Gesehene. Wenn überall so wie hier in Ellen in der Industrie und Naturwissenschaft weiter­gearbeitet und weiter geforscht werde, so mülle es gelingen, das Schicksal des deutschen Volkes zu meistern. Freilich dürften dabei gröbere politische Gegensätze nicht verschärft zum Ausdruck gebracht werden. Vielmehr müßten Dich alle in Besonnenheit und Arbeit unter allen Umständen zu einer groben Arbeitsgemeinschaft zwecks Erfüllung der Reparationen zusammenfinden. Wo der einheitliche Wille sei, werde auch der Weg gefunden, das Ziel zu er­reichen, und dieses Ziel sei, durch Arbeit zur Freiheit zu kommen. _

Aus dem Reichsrat.

Dz. Berlin, 21. Juni. Der R e i ch s r a t hat den Ge­setzentwurf. betr. die Rechtsverhältnisse der ehe­maligen elsatz - lothringischen Beamten, und den Entwurf der Besoldungsordnung für die früheren elsaß-lothringischen Landesbeamten nach den Beschlüssen seiner Ausschüsse angenommen. — Der Reichsrat genehmigte seiner eine Anzahl Nachtragsetats für das Jahr 1921. Im Etat des Auswärtigen würden 10 Millionen Mark ge­strichen. Zum Etat des Ministeriums des Innern erklärte die preußische Regierung, wenn der Reichsbeitrag zur Schutzpolizei nicht über die. Etatsansätze hinausgehe. werde Preußen voraussichtlich außerstande sein, die Organi- sation gemäß den vom Reich gestellten Anforderungen aus- rechtzuerhalten. Ministerialdirektor v. S «lieben er­klärte namens der Reichsregierung, datz eine Erhöhung der im Etat eingestellten Ausgaben für die Schutzpolizei nicht in Aussicht gestellt werden könne. — In den Etat des Reichsarbritsministeriums wurden für. dis Erwerbslosenfürsorge weitere 200 Millionen Mark eingestellt, so datz die Gesamtausgaben im Etatsjahr 1921 für diesen Zweck sich auf 1200 Millionen belaufen. Im Etat des Reichsernährungsministeriums zur Verbilligung von Auslandsgetreide und Mehl wurden noch 7333 Millio­nen Mark Milliarde) bewilligt.

Der Berichterstatter zum Hanptetctt. Ministerialdirektor Sach-s. hob' hervor, der Nachtragsetat bringe Mehraus­gaben von insgesamt 17.7 Milliarden Mark. Die Gesamt­ausgaben für die gesamte Reichsverwaltung im Jahre 1921 stiegen durch den Nachtragsetat auf 108,3 Milliarden Mark. Das Gleichgewicht im ordentlichen Etat soll erst der Mebr- ertrag der neuen Steuern bringen, die noch zu beschließen sind. Insgesamt wird das Reich einen Kredit von 49.3 M i IliAr d e n in Anspruch nehmen müssen. Die Gesamt­ausgaben ^er PoFtverwaltung für 1921 stiegen auf

11.2 Milliarden. Der Zuschuß aus allgemeinen Reichs­mitteln erhöhte sich auf 4.5 Milliarden, Bei der Eifen- üahnverwaltung stiegen die Gesamtausgaben auf

' 41,9 Milliarden Mark. Der Zuschuß aus Reichsmitteln er­höhte sich auf 14.3 Milliarden Mark. Der Gesamtfsblbetrag des Etats für 1921 einschl. der Betriebsverwaltung beträgt

49.3 Milliarden Mark. Durch Annahme des Ultimatums

Streb zunächst zusammen 314 Milliarden gleich rund 53 Milliarden Paviermark erforderlich. Dazu kommen noch die laufenden Zahlungen an die Vertragsgegner, die von der Reichsban! auf 1A Milliarden Mark jährlich geschätzt wer­den Sollen die Reparationsleistungen vollauf erfüllt wer­den, so beträgt der jährliche Bedarf 106 Milliar­den Paviermark. Dazu kommt der gesamte Fehlbe­trag für 1921 mit 58.5 Milliarden unter Hinzurechnung des Fehlbetrages des außerordentlichen Etats. Vorausgesetzt, daß der Kursstand der Mark sich nicht ändert, mutz also für 159.5 Milliarden Mark Deckung gefunden werden. — Der Reibsrat nahm dann noch einen Gesetzentwurf über di« Lohnsteuer an. Da'nach ist bei einem Einkommen bis ru 24 000 M. die Steuer durch Lohnabzug von 10 Prozent als getilgt anzusehen. Bei einem höberen Einftimmen findet eine besondere Beranlagung statt. Die Verrechnung der ein- bebaltenen Beträge gegenüber der endgültigen Steuer findet später statt. __

Neue Besprechungen zwischen Loucheur und Rathenau?

Dz. Paris, 21. Juni. (Suvas.) Im ..Echo de Paris" gibt Marcel Hutin das Gerücht wieder, datz Loucheur im Begriffe stebe. neue Besprechungen mit einer be­deutsamen deutschen Persönlichkeit aufzunehmen, und zwar in erster Linie mit Rathen au. Der Ministerrat sei be­reits von der vorübergehenden Abwesenheit des Ministers Loucheur in Kenntnis gesetzt worden. Im heutigen Minister­rat werde Brianv seine Kollegen über seine Unter­redungen mit Lord Eurzon unterrichten. Loucheur erwarte am Freitag die Ankunft Bergmanns mit der Ant­wort aus Berlin auf die gestellten Fragen. Man werde also wobl erst im Laufe der nächsten Woche stch darüber klar werden können, ob die Hoffnung bestehe, zu einer wirklichen Lösung zu kommen. Erst dann werde sich die Frage erheben, ob Loucheur in Paris oder in Deutschland neue Be­sprechungen mit Rathenau oder anderer sonstigen bedeut­samen deutschen Persönlichkeit baden werde.

„Dz.. Paris. 21. - Juni. (Drahtbericht.) Marcel Hutin erklärt im „Echo de Paris. es entspreche nicht den Tatsachen, datz. wie gestern in Paris behauptet worden ist. eine erneute Zusammenkunft der Minister Loucheur und Rathenau in Aussicht genommen sei. Der Minister für die befreiten Gebiete erwartet den Staats­sekretär Bergmann am Freitag aus Berlin zurück, der ihm die Antworten auf die Fragen erteilen werde, die Minister Loucheur an den Minister Ratbenau gestellt habe. Außerdem verhandelten jetzt zwei französische Sachverständige in Berlin, die vom französischen Botschafter unterstützt wür­den. der seinerzeit lange mit Rathenau verhandelt habe Erst nach den Verhandlungen, die zwischen Bergmann und Loucheur zu erwarten seien, könnte man im Laufe der kom­menden Woche wissen, ob eine neue Unterredung zwischen dem französischen und dem deutschen Wiederaufbauminister stattfinden wurde.

Die Ausführung des Ultimatums.

Dz. London, 21. Juni. Im Unterhaus antwortete Chamber lain bejahend auf die Frage, ob Deutsch­land in jeder Beziehung die Bedingungen des Ultimatums, das die Alliierten ihm vor kurzem mit Bezug aus die Durchführung des Versailler Friedensver- trages überreichten, ausgefübrt habe. Er sagte weiter, die Bedingungen des Ultimatums seien entweder tatsächlich er­füllt worden oder seien in der Ausführung begriffen. Be­züglich einiger der Bedingungen fei die Zeitspanne noch nicht abgelaufen.

Die nächsten Kriegsbefchuldigten-Prozesse.

Br. Leipzig, 21. Juni. (Eig. Drahtbericht.1 Auf den 4. Juli ist vor dem Reichsgericht die Verhandlung gegen di« Oberleutnants zur Se« Dithmar und Bol tick« r wegen Kittssverbrrcheu angeledt.

Deutscher Reichstag.

Bi. Berlin, 21. Juni. (Eig. Drph Gericht.) Am Montag­machmittag setzte der Reichstag die Aussprache über die Ga reis - Interpellation fort. Die Deutschnatio­nalen schickten einen parlamentarischen Reitling vor. den Stuttgarter Oberamtmarm B a c i l l e. „ Seine Rede _ war auf einen originellen Ton gestimmt und löste auf den Bänken der Linksradikalen Lachsalven aus. — Für die Bolksvartei sprach der frühere bayerische General Abg. Schoch in sach­licher Weise, ohne von der Linken unterbrochen zu werden. Er verdammte den Mord an Eareis. von dem seine Partei abrücke, und wandte sich gegen den Teil der Presse. der sich national nennt, aber durch feine hetzerische Methode zur Verschärfung der inneren .Gegensätze beitrage. Andererseits hätten die Kommunisten, die kein Wort der Entrüstung über die bolschewiküchen Mordtaten gefunden hätten und auch in Deutschland die Notwendigkeit der Gewalt predigten, kein Recht, darüber zu Gericht zu sitzen. Darauf sprach der bayerische Demokrat Hamm. Er wies darauf hin. datz die Beweggründe des Mordes noch in völliges Dunkel gehüllt seien und daher Zurückhaltung geboten sei. In seinen Aus­einandersetzungen versuchte der Redner strengste Objektivität zu wahren. — Bei Aufruf des nächsten Redners, des Kom­munisten Remmel«. verließen die bürgerlichen Parteien bis auf wenige Horchposten den Saal. Sensationen brachte das Auftreten Remmeles nicht. Er faßte sich sehr kurz, aber nicht kurzweilig. Di« Zuhörer waren gelanaweilt und dio Rede verpfuffte wirkungslos. — Vom Standpunkt des Zen­trums beleuchtete Abg. Pfeiffer die politische Gegen- wartssituatidn in Bayern. Er wandte sich mit aller Schärfe gegen die Heißsporne im rechten und linken Lager, warnte aber trotzdem vor der Überschätzung ihrer rednerischen und stilistischen Leistungen. Sympathisch berührte der Schluß seiner Red«. Abg. Pfeiffer meinte, datz nicht derjenige das Volk am meisten liebe, dem der Rhythmus ver deutschen Hymne oder des Bayernliedes oder des Schwabengesanges durch die Adern rolle, sondern derjenige, der mit Herz und Hand arbeite, »m unser Volk aus dem Wirrwarr der Gegen­sätze berauszuführen. — Der Direktor des Bayerischen Bauernbundes Eisenberger brachte Abwechstung in die Diskussion. Seine Rede war auf einen sehr vernünftigen Erundton eingestellt und von der Mehrheit des Hanfes wurde es begrübt, datz er die Vorwürfe der Rechten gegen dir jetzige Regierung nicht verstehen könne, da sie den Willen zum Wiederaufbau bekunde und man ibr daher keine Bor­würfe machen dürfe. — Den Beschluß der Rednergarnitur bildete die Red« des Unabhängigen Soltmann. der den Standpunkt seiner Fraktion entwickelte und dabei in schärfster Form ihre Stellungnahme zur Kahr-Regierung vräzisuTtL — vertagte sich Mts Haus auf Di enst ag. 1 Ubr.