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Mittwoch, 8. Juni 1921.
Der Wille ron Washington.
Oberst House, der bekannte amerikanische Politiker, weilte drei Tage in Berlin und ist am Montagabend nach Wien weitergereist, um dort seine Kvnje- renzen mit Vertretern der Industrie-. Finanz- und H-andelswclt fortzusetze-n. Ein Mitarbeiter, dem es gelungen ist, in die Nähe des Obersten zu kommen und längere Zeit mit ihm zu sprechen, schreibt uns: Mr. Edward 101. House aus Texas H. S. 9i. ist zum dritten Male nach Deutschland gekommen. Die beiden früheren Besuche fanden während des Krieges statt. Aber auch diesmal dürste cs dem tüchtigsten Reporter nicht gelingen, irgend etwas Tatsächliches übe: das Wirken dieses Mannes in Erfahrung zu bringen. Für den Ausfragcr bildet House ein völlig untaugliches Objekt. Denn dieser 62jährige hüllt sich wie einst der alte Moltke in eine undurchdringliche Wortkargheit, hält es jedoch nicht für unter seiner Würde, alle neuen Bekannten ordentlich auszusorschen, und für jedes politische Problem, wie er selbst sagt, ganz Auge und Ohr zu sein. Er macht durchaus nicht den Eindruck eines bedeutenden Mannes. Ja, der äußeren Erscheinung ähnelt er weder dem landläufigen Typ des Eeschajts- politikers ncch dem des geschmeidigen Diplomaten. Er ist auch kein martialisch aussehender alter Militär, wie man etwa vermuten könnte. Seinen Oberstentitei hat er nicht wie einst der schreckliche Teddy Roojeoelt in Pulverdampf und Schlachtengraus erfochten, sondern er führte ihn. wie so viele Amerikaner, nur als schmückendes Beiwort. Colonel House ist klein und unscheinbar. Er gibt sich in größerer Gesellschaft unauffällig, und sicherlich ist es diese diskrete llnaufsülligkeit, die ihn mehr als alles andere dazu befähigt, der Tr ä g e r w i ch- t > ger diplomatischer Missionen zu sein. Hans" ist kein abgesagter Politiker. Rach seinem Bruch mit Wilson während der Pariser Friedcnsverbandlun- gen und nachdem man ihn in den Obersten Kriegsrat altgeschobcn hatte, kehrte er schwerkrank nach Washington zurück. Eine Zeiilang wurde er sogar totgesagt. Wilsen empfing ihn nicht mehr iin Weißen Hause. Auch seine Schreiben wurden nicht beantwortet. Harding beachtete den ehemaligen Vertrauten seines Ämtsvorgän- gers ebenfalls nicht. Aber plötzlich wurde bekannt, daß der „Philadelphia Public L c d g e r", ein überaus rühriges amerikanisches Blatt, den Obersten House als Berichterstatter über Friedenspolitik und die neuen Wirtschastsverhälinisse Europas verpflichtete. Dieser Antrag, scheinbar ganz privat und ohne Weisung von Washington, Hot für Deutschland außerordentliche Bedeutung, wenn man bedenkt, daß die weitverbreitelste Pariser Zeitung der „Petit Porisien" sich das Recht auf alle Informationen des „Public Ledger" gesichert hat und mit dem Abdruck der Houseschen Artikel bereits bc- gilint. Man kann wohl sagen, halb Amerika und halb Frankreich liest jetzt, was dieser merkwürdige Mann nach Hause berichtet. Die Selbstlosigkeit, mit der House Dieder auf alle ihm angetragcnen Ehren und Würden verzichtet, haben ihm in den Vereinigten Staaten den Ruf eines unbestechlichen Politikers' erworben. Wer oie Verhältnisse „drüben" kennt, der weiß, daß es dem amerikanischen Zeitungsleser ganz gleichgültig ist, ob -Hanse in amtlichem Auftrag reist oder nicht. Än-dercr- seits ist die öffentliche Meinung in Amerika für die jeweilige Negierung nichts anderes als der allmächtige Souffleur, von dem der politische Text ausgeht. House ^.überzeugter P a z i s i st. Er verabscheut joden Krieg als im Widerspruch stehend mit seinen Idealen ^r Menschlichkeit. Er spricht mit Entrüstung über das Schieber- und Kriogsgowinnlertum, das sich an dem Kriege und seinen Folgen bereicherte. Obwohl er Mühe W> sein kleines Vermögen so zu erhalten, daß er stan- bosgemäß leben kann, rührte er. wie er sagt, niemals Iadustriepapiere an. die mit dem Krieg irgendetwas zu «ln haben, obwohl cs ihm bei seinen Beziehungen ein Achtes gewesen wäre, Unsummen damit auf der Börse Zu verdienen. Wilson, als er noch sein Freund mar, Usit einst in deutlicher Anspielung auf House in einer ^lerv Parker Versammlung gesagt: „Ich kann Ihnen, weine Herren, ein paar Männer nennen, die jedermann furchten sollte, weil sie keiner llnlautcrkeit fähig sind, r? denke jetzt besonders an einen, den ich noch nie da- ^ertappt habe, daß er an sich selbst gedacht hätte. Ich wurde es nie wagen, diesen Mann täuschen zu wollen, M? m, . s seinen Äugen leuchtet das Licht der reinsten '-ubrheit, bä? jede Maske durchdringt." Houle war in ^crlin der East des amerikanischen Geschäftsträgers Dr.
Wenn dies auch nur eine äußerliche Ehrung voeutet, wie die amerikanische Diplomatensitte sie seoem hi- «rragenden Landsmann erweist, so lag doch darin SN-,kr ütlgung, daß Oberst House den Willen von Washington vertritt, mit Deutschland und Mittcl- JgjMiun in Fühlung und wirtschaftlichen Austausch
Morgen-Ausgabe.
Nr. 259. ♦ 69. Jahrgang.
Eine französische Note gegen das englisch.russische Handelsabkommen.
Dz. London, 7. Juni. (Drabtbericht.) ..Daily Edronicle "fahrt, dag um 26. Mai der französische Auhcnminiiiei be;n britischen Botschafter in Paris eine |cl>r wichtige von Briand unit, zeichne ie State über die englischen Handelsbeziehungen zu Räieruhland üb"rreicht ba.be. D>L Store enthält einen energischen Protest gegen die im Artikel 9 des britischen Abkommens mit Rubland niedtrgclegten Grundsätze und ebenfalls gegen die durch die Enlshcidung des britischen Apvellaiionsgerichis geschaffene Lage. Briand legt dar. dah Artikel 9 des Abkommens dabin ausgelegi werden könne, dah er den Bolschewiken gestattet, nach England nicht nur Gold, sondern auch Wertpapiere und Waren auszufübren. die nicht als Eigentum der britischen Negierung identifiziert werden können. Briand erklärt, dadurch würden die Franzosen ihres Eigentums. das non den Bolschewiken beschlagnahmt worden h>. verlustig grhen. Die französische Regierung begreife vollkommen die Slotwendigkeit der Wiederauinabme der wlitlümitüchen Beziehungen mit Rnhland. Diese könne jedoch nur erfolgen, wenn die früheren Sieger anerkannt und die russische Gesetzgebung für nichtig erklärt würde. Daher hakte e? die fra"zös)>che Regierung in voller Übereinstimmung mit der Erklärung des amerikanischen Staatssekretärs für nötig, die englische Regierung zu benachrichtigen. dah sich Frankreich weigere, die im Artikel 9 ausgedrückte Ansicht anzunebmen. um die Rechte der französischen Bürger in aller Form vollkommen zu wahren.
Noch kein Termin für die Zusammenkunft des Obersten Rats.
J} 7 - London, 7. Juni. (Drabtbericht.) „Daily Cbronicle" schreibt in einem „Die Entente" überschriebenen Artikel: Die nächste Zusammenkunft des Obersten Rates lei noch nicht festgesetzt und dobei bänien sich die Fragen an. nn- denen sich der Oberste Rat beschäftigen müste. Ober- schlesien bleibe das Hauptproblem. Die Per-, ichlevvung in der Verhandlung vieler Frage z>ebe ernste und nickt notwendige Erfahren nach sich. Auherdem .Pcn noch vo'brndcn das Problem des Ostens und das Problem der Aburteilung der ..K-iegsverbrechet", oon denen mindtnlens gelagt werden mii fr e dab sie eine weitere Er- ortcrung erforderten. Schlieblich mühten auch noch einige Fragen bezüglich der Reparationen vom Obersten Rat erörtert werden.
Die belgischen Borzugssordcrungen.
, W T,B. Paris. 0. Juni, wie der „Demos" miiicilt. mitti hch demnächst. eine Konferenz in Paris zniammen- Nneen. um über die Dorzugsiorderungen Belgiens eine Enticheidring zu treffen. Rach dem Stand der Vorverbnndl'i-men sei wab'-scheinUch. dah sich das Briori- iätsrecht Belgiens nur auf einen kleinen Teil der von Dsuischland g-zatlien einen Milliarde Goldmark erstrecken und dah Belgien bei der elften Plazierung der deutschen Obligationen, Serie fit. berücksichtigt werde.
Deutsche Kohle und franzöllscher Stahl.
Dz. New dort 6. Juni. Die „New Bo^k Tribüne" ve-- osfenllicht einen Artikel ibrcs Pariser Berichterstatters, ln dem dieser erklärt. Frankreich sei bereit, wenn Deutschland a,nange. auimchtig zu bandeln, mit Deutschland in einer 1 v.. 1 ’ ttricllen KombinaIio n zickommenzu arbeiten d>e über de u t s ch e Kable und iranzäsilchen Stahl vertugen könne.
Der Kronprinz von Japan.
„.??■ Paris. 6. Juni. Der Kronprinz von Javan erklärte einem Vertreter des Rew Bork Gerold" cr vertraue darauf, dah die Vereinigten Staaten mit Javan wre wahrend des Krieges so auch künftiobin geme>n- !am an der Sache des Rechts und der Gerechtigkeit arbeiten wurden. Er hoiie. sväter die Vereinigten Staaten zu be- iuchen Augenblicklich sei dies unmöglich mit Rücksicht aus den Dcsundhciiszustand des Kallers von Janan. der leine m ,l i 0 c R u ck k c h r nab Javan notwendig mache. Eine ■ j r J CI 'll'«S us dem Gefofge des Prinzen iaate dem Vc- vickUeritatter. Tci bereit, in die Erörterung des Aü-
r!«,!> u » g s,v r o b l e m s einzutreten. d"ch gehe die Ani- aming in lavaniich-m Kr°ilen dabin. dah die Initiative hierzu oon de» Vereinigten Staaten ergriffe» werden solle
Weiterer Lohnabbau in England.
£ 7 Junü. ((Eia. Drabtbericht.) Die Löhne
der Urbeiier in den Eiten- und Siahlfabriken Zollen um weitere^ 30 Prozent herabgesetzt werden. Zu Anfang tie es wahres waren kie schon einmal 30 Prozent verringert worden. Sie betragen gegenwärtig 170 Prozent des ctanr-arc'Onttes.
„ P z - 7: 3 ,,n1 - M' die Blätter melden, muh
mrt der Moalichkert erncr allgemeinen Arbeitsein- U e 11 u n g i n der llli e t a I l i n d n st r i e gerechnet werden. Dadurch wurde die Zahl der Arbeitslosen um weitere V/, Millionen erhobt worden.
Russisch-finnische Wirtschaftsverhandlungen.
v London. 7. Juni. (Eia. Drahtbericht.) Die finnische vandclsdel-gation ist in Petersburg angekommen. Rach Beratungen mit der dortigen Abteilung des Auhenbandelg- miniiteriums ist die Delegation nach Moskau gereist wo die endgültige Be v'echung über die Wiederaufnahme m e bu nge n swisck)«» Finnland und
Rutzland stattunden wird.
Der neue Staat im fernen Osten.
D?.. Paris. 6. Juni Rach einem Kabeltelegramm der „Elucago Tribüne aus M!ad'w'stock ist General Seme- ttüber eine: von de» Untcrbeieblsbabern des Admirals Kolischak war. ,um Herrscher des neuen eotaates ernannt worden, de: in Wladiwottock am 26. 5. errichtet wurde, nachdem die Bolschewikenberrichait besei> lütt war.
Umbildung der preuhi'chen Negierung.
vr. Berlin, 7. Juni. (Eig. Drahtbericht.) über die Worte des Atinisterviäsidenten Stegerwald im Landtag, der bekannt!ich vor einer abermaligen Minister- krise warnt, schreibt die „Voss. Ztg.". dah sich kein öiient- uches Interesse dafür versande, an die Stelle der jetzigen Re^ierungskoalition eine andere Konstruktion von kaum grotzerer innerer Daltbarkeit zu setzen, dah nur. wenn er gelingt, eine wirklick)« traginhige breite Grundlage zu finden. d<rs rctzige Übergangsministerium seine Ätission erfüllt aa- iehe. Rcit der Ersetzung durch ein anderes Übergangs» ministeiium wäre niemand gedient und man käme aus dem Spiel mit der Wechselanvassring in der Regierung und im Reiche in Preub-n nirrnals heraus. Die neue» Schube, kaum fertig, sollen sich sofort als revaraturbedüritig erweisen. — T)er „Vorwärts" bemerkt zu derselben Frage, wenn di« beiden Regierungsparteien des Minilleriums Stegerwald eie Regierungsbildung aus breiter Erundiage erstreben, und wenn verr Stegerwald darauf erklärt, er würde nicht zu- rucktrcten, bevor die Einigung über die neue Regierung erzielt sei. io bciht das auf den (ich. dah Herr Stegerwald nur dann znrücktreten will, wenn die Regierung des Blocks von der Deutschen Bollsoartci bis au der Sozialdemokratie zustande käme, dah er überbauot noch nicht an einen Rücktritt denkt, io lange diele Regierung nicht ge« ficbert ist. Wenn berr Stegerwald zur Genüge weih, dah d>e Sozialdemokratie sich nicht in dieie „Svrengstoii-Koa- 11t>on bineinmiichen lasten will, so beiht seine Regierungs- e^klvrung im Grunde nur. dah er nicht zurücktreten will. Vielleicht mag Herr Stegerwald auch eine Erpressung auf me Sozialdemokratie nach der Richtung bin auswirken. dah diele ihren Widerstand gegen die Blockgemeinschait mit der deutschen Volksvartei auigibt. sobald sre erkennt, dah anders als durch die« Koalition das Ministerium Stegerwald nicht })! besolttgen sei. Diese Rechnung hätte ja insofern etwa; für jich. als tatsächlich das ietzine Kabinett Stegerwald mit seiner inneren und ünheren Abhängigkeit von der Rechten
in unseren Augen eine sehr unerfreuliche Erschel- v f'.o.ä ut. deren Beseitigung wir für eine
...... - -.. . — ..- der wichtigsten
pokniichen Aufraben der Gegenwart halten. Aber auch Herr IÜgerwasd irrt, wenn er meint, dah die Sozialdemokratie dieie Boieiliguna durch ein Opfer ihrer Überzeugung er- melren wnd. Die Sozialdemokratie will das Kabinett Stsgerwak, beieitigen. weil sie in ibm einen §> emmschuh wr die w!chti."sten Aufgaben der vreuhischen Politik, nament- >t-b mr die Durchführung der Berwaltungsreform. erblickt Dah Herr -vtegerwald tatistchlich die!« Reform auf die lang«
ö« !chikben gedenkt, zeigt ki"e Erklärung an anderer ttelic. Die Sozialdemokratie will ferner das Kabinett
Steoerwakd beseitiaen. weil es in wenigen Wochen seiner Eristenz icbon gezeigt bat. dah es den mit vieler Mühe begonnenen Umbau des Verwaltungsapnorales durch die ganz und gar veränderte persönliche Poliiik im Sinne des a l t e» Systems wieder rückwärts revidieren will.
Der 5. Kriegsbeschuldlgtenprozeh.
. ^''-^cipzia. 7. Juni. tEigener Drabtbericht.) Mittwoch den R. Juni, beginnt vor dem Reichsgericht der ö Kriegs- le,'l)u!digtc,ipro,eh Die A iklage. die von den Polen aus- gebt, nchret sich gegen den St.,d?-iten der Rechtswistenichaf- ten Mar R e m d o l) c aus Leipzig wegen angeblicher Er- preniing. Dee Prozog wird wiederum mehrere Tage in Anspruch nebmen.
Dir bayerische Sozialdemokratie und die Entwaffnung.
Lr. München. 7. Juni. (Eig. Drabtbericht.) Eine voir den Delegierten ans 70 banerischen Orten beschickte Bezirks- konferenz der sozialdemokratischen Parte, nahm einstimmig tine Ent chlieming dahin an. dah die Regierung v. Kahr durch ihre valtung in der Einwobncrmehrirage der Entente den Vorwand zur Androhung von Eewaltmahnahmen geliefert hat und dah die Konferenz ein ausdrückliches und norb«haltloses Zusammenarb-eiten der bayerischen mit der Rcichsregicrung fordert.
Eine neue Rede Erzbergers.
Br. Hage». 7. Juni^ (Eig. Drahtbericht.) Hier sprach
am Sonniaonacljmittafl Erzberger über dir» Weltlage uuo d a s Prob lern des Wiederaulbaues. Er
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a>araftenücrtc f ausführlich das Wesen des Kaoitalismus und des Sozialismus, da beide, wie er meint, die Wirtschaft-
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1. ?en Probleme,des Wiederai tbaues zu lösen nicht imitanv« lind. Ru- ^ -
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. Rur ch rntlicherSolidarismus. wie er in der Enzyklika des Papstes Leo XIII. vorgezeichnet ist und von denen Idealen cr sich während seiner Finanzministerzeit bobe leiten lasten, könne den Wiederaufbau verwirklichen. Er oerteidigle lodann. durch Zurufe aus der Versammluna sortgk'ctzt unterbrochen, das von ibm eingefübrte Steuer- lMtem Er le, kein prinzipieller Gegiier der Sozulisterumi. aber auch brer komme es au? die Form an.
Das Urteil gegen den Kommunisten Brandler.
Dr. Berlin, 7. Zuni. Der Vorsitzende der Vereinigten Kommunist,-chen Partei Dcut chlands. Heinrich Brandler wurde vom Beilincr ai-herordentlichen Eemcht zu fünf ?? bro n F e kt u n gs b a i t verurteilt. In dem Urteil beitzt es. dah durch die Aufrufe der Zenirale der Partei In der „Roten Fahne und in Flugblättern eine gewaltsame Andening der Versailung angebahnt werden 'ollte. Der Angeklagte habe sich der Aiiisnidernng znm Hochverrat in Per bindvirg mit Aufhetzung schi-ldig gemacht. Er habe jedock nicht aus ehrenrühriger Gesinnung gebandelt, sondern !e Überzeugt von den kommunistischen Jd-ealen.
Eine Verhaftung in Sachen Rosa Luxemburg.
Dr. Berlin. 7. ouni. (Ein-ner Drabibericht.) Wie di« unabhängige lozialistiiche „Freiheit" meldet, ist Leutnant Krall, der im Verdacht siebt, an der Ermordung der Ros
... ... v .raun null. 1"< vnmuiuunH Otr yiou
5.urutiöutfl t-eteiliat gewesen zu sein, vor etiuaen Tagen au Bekebl, ,der^ e-taaisanwalischpft verhaktet worden. Kru^
>—i V/ » ""“‘""vj 1 «»‘“i«! tuutuen. urutt
habe sich Kameraden gegenüber nerilbmt. Rosa Luremburg ermordet zu haben . Auherdem habe er eine Frau Luiem« ourü aeboriüe Uhr zum Berlauk weiteraegebeii.
