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Verlag Sanggosse 21 , „XaaStettiaus".

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Dienstag. 31. Mai 1921.

Zur Vorgeschichte des Weltkrieges

Die Bedeutung der russischen allgemeinen Mobilmachung

Br. Berlin. 33. Mai. (Eia. Drahtbericht.) Es ist jetzt <Esemeur alrerkmmt, dag Rußland als erste Macht allge- U^in mobrlksiert, damit die Mobilisierung Deutschlands ver­anlasst und dessen Kriegserklärung hervorserufen bat. Viel- fach nicht nur im Ausland. sondern auch in Deutschland wird ein Verschulden für uns daraus gefolgert, daß man sich nicht mit einer Akobrlmachuns begnügt bat. um di« weiteren Ver­suche zur ErchaltUn« des Friedens auswirken zu lassen. In dem vom ersten Unterausschuß des parlamentarischen Unter- suchungsaustchmsses berausgegebenen und demnächst er­scheinenden »werten Weißbuch: ..Zur Vorgeschichte des Welt­krieges (Verlag Rcimat Hobbing. Berlin) beschäftigt stch dcr Sachverständig«. General Graf M o n t g e l a s. mit der Frage der Beden yms der russischen Mobilmachung. Er weist daraus hin. Latz seit dem Sabre 1859. in dem Eisenbahnen erstmals m gröberem Maßstab zur Truppenbefördernng ver­wendet worden sind, di« Gesamtmobilmachnng einer enro- uarschen Großmacht stets bis zu Ende durchgeführt worden '-ft, und. ihnen immer die Eröffnung der Feindseligkeiten ge- rolgt ist. An der vand russischer, französischer und englischer Urteile itrrb, Stimmen sowie arrs dem Inhalt der russisch- französischen Mllitärkonvention ergibt stch. daß man stch niemals darüber zweifelhaft gewesen ist. daß Mobrlmackmng gleich Krieg zu setzen ist. Allerdings ging der Plan Ruß- lands dabin, durch geschickt« diplomatische Verhandlungen die Militärischen Maßnahmen zu verschleiern, um die Be­fürchtungen des Gegners möglichst einzuschläfern". Deutsch­land sah sich nach der russischen Mobilmachung vor der un­geheuren Verantwortung, daß bei weiterem Zuwarten eine Zage eintreten mußte, in der die gewaltige Übermacht von 209 Divisionen nicht nur gleichzeitig, sondern früher ope- rationsbcreit war als die zur Abwehr verfügbare Minder­zahl von 135 Divistonen. Wenn Deutschland also die Mobil­machung mit einer Kriegserklärung beantwortete, so tat es nichts anderes als was man in den anderen Ländern für selbstverständlich vielt und was nach Lage der Dinge un­vermeidlich war. _

Die RezierunzserklLrung Dr. Wirths.

Br. Berlin. 30. Mai. (Gig. Drahtbericht.) Reichs­kanzler Dr. M i r t h wird, wie bereits angekündigt, am Mittwoch im Reichstag eine Regierungserklärung ab- geben und das Programm der Reichs regierung entwickeln. In großen Zügen wird er in seiner Rede das Wirtschaft-;- und Finanzprogramm entwerfen und bekannt­geben. mit welchen Monovol-en und neuen Steuern jene großen Einnahmequellen erschlossen werden sollen, aus denen die finanzielle Deckung für die Reparationsleistung fließen wlle.

Miedcraufbaumrnister Rathenau.

Br. Berlin, 30. Mai. (Eig. Drahtbericht.) Die Er­nennung des Präsidenten der A. E.-G.. Dr. Walter Rathenau. zum Wiederanfbauminister ist bereits erfolgt. Die Ernennungsurkunde ist vom Reichspräsi­denten in Mergentheim unterzeichnet worden. Der neue Wiederaufbanminister wird bereits an der heutigen Sitzung des Rerchskabinetts teilnehmen.

Eine Sitzunx des Rerchskabinetts über die Entwafsnunqsfrage.

vz. Berlin. 39 Mai. (Drabtbericht.) Me die „Mon- tagsvost berichtet, ist das Reichskabinett gestern zu einer Sitzung zusammengetrcten. in der es stch ausschließlich mit der Entwafsnungsfrage beschästiate. Das Blatt will wissen, diese Sondersitzung sei hauptsächlich dadurch veranlaßt worden, daß Bayern starke Kräfte die Auflösung der Einwohnerwehren zu verhindern suchten, wo­durch eine sehr ernste Lage entstehe

Ein Hochverratsverfahren gegen den Grafen Bothmer.

Dz. München. 30. Mai. Gegen den Grafen Bothmer ist, wie bas in Würzbuxg erscheinende „Neue Volk" mitteilt, von der Münchener Etaa^anwaltschaft das Verfahren wegen Hochverrats eingeleitrt worden. Vis »um Abschluß dieses Verfahrens ist der von Bothmer gegen den Herausgeber des .Meuen Volk". Vitus Heller, angestrengte Prozeß, in dem die Beziehungen führender Persönlichkeiten der Bayerischen Königspartei zu den separatistischen Bestrebungen Klänmg finden sollten, abermals vertagt worden.

Bürgerblock gegen Linksblock.

Br. Berli», 30. Mai. (Eig. Drahtberichi.) In einer Versammlung der Deutschen Volkspartei in Bernbur« hat Dr. Stresemann Herrn Scheidemann Antwort auf kinen Ruf nach Neuwahlen gegeben. Er sagte, die Deutsche Volkevartei werde diese Wahlen nicht fürchten, ste werde ste nicht als Emzelpartei führen, sondern als Block auer derienigen Parteien, die sich gegen ein« Lintsentjwick- W8 des Zentrums im Verein mit der Sozialdemokratie.

noch getragen von der Neutralität der Unab- N"Wen wenden. Er sei überzeugt, daß es ein sehr großer Durgertums weiden würde, dem auch Hundert- Katholiken im Westen und Süden Zuströmen w<°n k«nm nur immer wieder bedauern, daß Dr.

Km gebotene Gelegenheit, sich an der Kabi- Sne beteiligen, womit die Sozialdemokratie und

Unverständen waren, versäumt bat. Jetzt aber "öte Bürgertum, hie Sozialismus!" unter die Schleudern, um die verpaßte Gelegenheit das Unverantwortlichste, was uns ^ könnte, gerade jetzt, wo zur Durch-

^ w/ÄSS» gemeinsame Arbeit nötiger unverantwortlich ist aber auch das mit dem Gedanken der Neuwahlen. Vst tf). n der frühere Reichskanzler Müller he* Vi'i«teilt: ..Aus parteitaktischen Griin- werdev" des Reichstags nicht angestrebt

dnt Herr Sckeidemana erwidert, er denke L L-Uwabl-n^nur für den Fall, daß di« Reichsresiemns 0a«»M r«nn m n ctae Me Mehrheit nicht finde.

Morgen-Ausgabe.

Eine wirtschaftlich-politische Kund­gebung des Hansabundes.

iwakiiia, - politische Kundgevung. tstacv emigen Begrnßungswortcn des Präsidenten des Hanfabundes sprach das Mitglied des Reichstags. Reichsschatzminister a. D. Dr. Gothein. über ..Reformbedürftigkeit der Steuer- sesetze und die neue Aufgabe der Finanzgesetzgebung". Er betonte besonders, daß es umnöglich sei. an Stille der kapi­talistischen Produktionsweise die sozialistische Wirtschaft zu letzen. Trotz der Überzeugung von der unglücklichen Lage unseres Landes müsse er doch für eine Revision der Erz- bergerichen Gesetzgebung stimmen, damit die Steuerehrlichen nicht überlastet werden und die Unehrlicven ihrer Heran- riehiing sich nicht entziehen können. Der Redner sorderte weiten eine Revision des Erbsclmftssteuergesetzes. Beseitigung der Doppel- und Dreifachbesteuerung des Einkommens in «er Korperschafts-, Kapitalertrags- und Einkommensteuer durch Anrechnung der ersteren beiden ans die letztere. Er trat u. a. für die weitgehend« Erfassung des Einkommens an der Quelle rin und für Beseitigung der sog. Luxussteuer, die zu einer unerträglichen Belastung aller Qualitätsarbeit lei und das deutsche Kunst- und Qualitatsgewerbe ruiniere. Uber die wirtschaftlichen Folgen des Ultimatums verbrei­teten sich der Reichstagsabgrordnete Staatsmrnister a. D. §^^"tilch und der Präsident des Haasabunkäs. Direktor Dr. Kurt K o h l e r. Ihre Ausführungen gipfelten in fol­genden Sätzen: Die neuen Verpflichtungen müssen gerecht aut alle tramahlgen Schultern verteilt wenden. Der Hania- bund richtet an Reichsregiernng und Reichstag die dringende B:ttc. bei der Ausarbeitung und Verabschiedung der neuen §k>etze seine Forderung unbedingt zu erfüllen. Er bitttet ch.k Relchsreg-erung. die Aufhebung der Sanktionen unver­züglich zu erwirken. _

Kommunisten unter sich.

, , ..^l- Berlin, 30. Mai. (Eigener Drahtbericht.) Der Ge- l ch a Tis ordiiungsausschnß des preußischen Landtages verbandelie über das Ersuchen der beiden Kommunisten ihujiIe und Pfempfert. dem kommu­nistischen Abg. «niolem die Immunität für eine Belei­digungsklage abzuerkennen. Der Abg Sckolem ist Redakteur der „Roten Fabns. und dieses kommunistische Organ batte eine Zuschrift des Verteidigers von Mar H ö l z wiederge- gcben. wonach Rüble und Pfempfert 60 000 Mark Revolu- tionsgelder für sich behalten und Hölz in eine Falle gelockr haben sollten, die zu seiner Verhastung führte. In den Ver- handlungen geiselte der Abg. Dr. Cohn von der II. S. P. da; Ser&alte n der „Roten Fahne" als leichtfertig und fri­vol. Da es sich aber um eine politische Beleidigung bandele, müsse entsprechend der Praxis des Ausschusses das Ersuchen abgewiesen werden. Der Geschäftsardnungsausschuß beschloß demgemäß. Er vat jedoch vor kurzem die Immunität Scholems in ernem anderen Falle aufgehoben. Die außerordentlichen (berichte haben das Sochverratsperfahren gegen Ccholem wegen der Artikel und Aufrufe der „Roten Fahne"' eingeleitet.

Der Raut des Dampfers „Senator Schröder".

, Dz. Berlin. 30. Mai. (Drabtbericht.) Laut ..Montass­post wurde der von der deutschen Behörde wegen Schiffs­raubs steckbrieflich verfolgte kommunistische Schrift­steller Franz Jong in Holland verhaftet Das Ham­burger Sondergericht stellte an die holländische Regierung mnen Antrag auf Auslieferung Jong hatte vor mehreren Monaten den Hamburger Dampfer ..Senator Schröder entführt, um ihn nach Sowjetrußland zu bringen.

Die Preise für Druckpapier.

Bb. Berlin, 28. Mai. Entsprechend dem Beschluß, des Reichstags vom 11. Mai bat die Reichsregierung zur Verbil- UMNg der Druckpaviervreiie für die drei Monate Avril bis Juni 1921 ie sechs Millionen Mark im Staatshaushalt an- gefordert. Der ferner vom Reichstag geforderte Aus- I ch u ß zur Nachprmnng der Preise für Druckpapier. Zellstoff und Holzstott ist l n d e r B i l d u n g begriffen. Der Reichswirtschaftsmimster bat den Rerchsrat und den Reicks- wlrtschaftsrat sowie die Organisationen der Interessenten um bischleunigte Benennung ihrer Vertreter ersucht. Sobald diese Benennung erfolgt ist. wird der Ausschuß seine Arbeiten beginnen.

Bevorstehende Freigabe der Einfuhr von Rohtabok.

Br. Berlin. 28. Mai. (Eigener Drabtbericht.) Aus 'der Antwort auf eine tm.Rei chstn g, gestellte Anfrage er- fabrt man. daß am 1. Inn, 1921 die Emfubr van ausländischen Rohtabaken fre,gegeben und mit diesem Zeitpunkt die zurzeit m der Zigarren-. Rauch-. Kau- und Schnuvftabakinduftrie be­stehende Kontingentierung beseitigt wird. Die Kontingentierung der Zigaretten aufznheben. ist dagegen nicht deabkichtigt. __

Die amerikanische Friedensresolution.

JP Z - London. 30 Mai, (Drabtbericht.) Die „Mornmg Post meldet ans Washington, daß die Resolution des amerikanischen Senats, durch die der F r i e den s,ustand mit Deutschland wirderhergestellt wird, vom Revrasentantenbaus vollständig entworfen ist. Es bat den Anschein, als ob der Senat gezwungen werden würde, dem H'aufe in dieser Frage entgesenzukommen.

Delegierte des Roten Kreuzes.

i ?«?*• 28. Mai (Schweizerische Deveschenagen-

tur.) Auf Ansuchen Ü e r o n d y. de; Vorsitzenden der Inter­alliierten Kommissson. und der Präsidenten des deutschen und des polnischen Roten Kreuzes sandte das internationale Rote Kreuz in Genf zwei Delegiert« nach Obcrschlesten ru einer Untersuchung über das Schicksal der Geiseln und Gefangenen sowie zur Hilfeleistung für die Zivil- bevolkerun» Dies ist die erste Durchfiihrung der aut dem zehnten Kongreß des Internationalen Roten Kreuzes ange- iwmmenen Resolutionen über die Intervention des Roten Kreuzes i« Lürserirre«.

Nr. 245. ♦ 69. Jahrgang.

Der Polenaufstand in Oberschlesien.

Dz. London. 30. Mai. (Drabtbericht.) Während Reuter zufolge General Lerond berichtet, daß bewaffnete x,?u tiche Trupp e n weiter in Oderschlesien einrückten, er* klart der Temvs"-Verichterstatter in Oppeln, die Grenze sei auf deutscher Seite io befriedigend wie möglich geschlossen. L-ie Disziplin der Truppen von General v o n H ö f e r sei gut und es beitehe kein Zweifel, daß der deutsche General seine «enterest in der Hand habe. Das sei — dem „Daily Tele­graph zufolge — bei den polnischen Insurgenten nicht der «xall. Die Insurgenten, über die Korianty in zahlreichen Be­zirken keine Kontrolle mehr besitze steckten Eisenbahnstationen in Brand, hungerten Städte aus u?id plünderten.

Laut ...rimes ist die Laae in bezug auf das Zusam- menwirkenbritischcrund französischerTruv- ven sehr heikel. Wenn die Franzosen nicht ihre Politik andern, besteht die ernste Gefahr, eines Zusammenstoßes zwnchen einer geringen britischen Streitmacht und den pol­itischen Insurgenten.

Der englische Standpunkt über Oberschlefien.

Dz. London, 30. Mai. (Drabtbericht.) Dem „Daily Telegraph' zufolge hat die letzte Mitteilung Briands, in der er vorschlug, die Konferenz des Obersten Rates auf umbeltlmmte Zeit zu vertagen, in London eine Enttäu­schung hervcrgernfen. Man ist hier der Ansicht, daß die Lage rn Oberschlesien nicht dulde, daß der Oberste Rat die Losung der oberschlesischen Frage verschiebe und daß sich die Sachverständigen auf jeden Fall sofort ans Werk inachen und ihre Arbeiten gegen Ende diese Woche beendet hätten.

„Daily Cbronicle" erklärt in einem Leitartikel, die Lage rönne sich nur dann befriedigend gestalten, wenn sich die Alliierten über das Schicksal Oberschlesiens schlüssig würden: Wenn die Alliierten nicht zu einer Übereinstimmung ge­langen könnten, dann spräche vieles zugunsten des Vor­schlages, die gesamte oberschlesische Frage durch ein Schiedsgericht zu regeln. Zunächst müsse jedoch der Oberste Rat zusammentreten. Durch Verschiebung dieser Konferenz auf längere Zeit könne viel verloren, aber nichts gewonnen werden.

Kommnuistenzusammenstöhe auf ben Pariser Friedhöfen

Dz. Paris, 30. Mai. (Drabtbericht.) Die Kommunisten hauen gestern aus Anlaß einer Erinnerungsfeier an di«

f Kommune zwei Kundgebungen auf den Friedhöfen vre Lachatse und Mont Parnass« veranstaltet. Es ist zu u s a mmenstö-ßen gekommen. Acht Verhaftungen wurden vorgenommen. Der kommunistische Abgeordnete Lafet hat bei der Schlägerei Verletzungen davongetragen.

Der große Streik in Normegen.

D. Kopenhagen. 30. Mai. (Eig. Drahtberichi.) Aus C h r i st i a n i a wird gemeldet, daß die Stadt infolge des Streiks wie aus gestorben erscheint. Keine Straßen­bahn und kein Auto ist zu sehen. Die Ruhe und Ordnung ist nicht gestört. Es streiken im ganzen 150 000 Mann.

Der dänische Bund der Arbeitgeber hat infolge einer Übereinkunft der lskandinavischen Arbeitgeberverbände bep schlossen, vorübergehend keine norwegischen Arbei­ter e i n z n st e I l e n. so lange der große Streik in Nor­wegen noch andanert.

Die Not in Rußland.

, W T.-B. London, 29. Mai. Der in russischen Angelegen­heiten stets sehr gut unterrichtete Sonderberirhterstatter des .Oberserver erfährt, daß die w irtscha f tli ch e Lag e in Sowjetrußland ieoen Tag schlimmer wird. Alle aus Ruß­land kommenden Personen, sowohl Kommunisten als auch Nlchtkommunlsten. erklären, daß die Verarmung und Unordnung in Rußland niemals deutlicher zutage ge­treten fei als fetzt. Die Lebensmittellage in Petersburg sei katastrophal und verrmejlclter als je. Die Brotration fei auf % Pfund herabgesetzt worden. Die Bauern in Nord- rvßland seien am Verhungern.

Rücktritt Tschitscherins.

Dz. Paris, 80. Mai. (Drabtbericht.) Me Havas- Asentur veröffentlicht eine Meldung aus Helsingfors. die auf die Agentur „Ruß Union" zurückzufübren ist, wonach Tf ch i ts che r i n als Kommissar für auswärtige Angelegen­heiten z u r ü ck g e t r e t e n sei. Er soll durch L i t w i n o f f ersetzt werden.

Die Nutzbarmachung des Hafens von Saloniki für Serbien.

Dz. Athen, 29. Mai. (Havas.) Eine Zeitungsmeldung vom 28. besagt, daß »wischen dem Konsul des serbisch-kroa­tischen Königreichs und dem Generalgouverneur von Maze­donien ein Abkommen abgeschlossen wurde, welches die Einzelheiten der Nutzbarmachung des Hafens von Saloniki für den serbijchen Handel betrifft. Weiter wird aus derselben Quelle mitgeteilt. daß die Albanier der Stadt Chimara ein Ultimatum gestellt hätten, um sie unter die albanische Zollkontrolle und die albanische Ober« Hoheit zu bringen.

Das neue amerikanische Einwanderunzsgesetz.

Dz. Washinato», 30. Mai. (Havas.) Bekanntlich tritt das neue amerikanische Einwanderungsgesetz am 3. Juni in Kraft: es ist darin bestimmt, daß von jeder Nationalität nur Einwanderer im Verhältnis von 3 Prozent der Zahl der Stäatsangebörioen des betreffenden Landes zugelassen werden, die sich bereits in den Vereinigten Staaten nieder­gelassen haben. Die amtlichen Zahlen der Einwanderer, di« im Mcnat Juni nach..den Vereinigten Staaten zuselassen weiden, sind folgend«: Vereinigtes Königreich 5023. Nor­wegen 950. Schweden 1530. Dänemark 153, Holland 270, Belgien 119, Frankreich 437. Schweiz 287, Drutschland- 5219. Finnland 298, Afrika 9. Für di« übrigen Länder bat- die Verwaltung die amtlichen Zahlen uoch nicht festgestellL-