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12 Ausgaben.

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Samstag. 14. Mai 1921.

Abend Ausgabe.

Lloyd George für Gerechtigkeit.

Dz. London, 13. Mot. Lloyd George erklär^ nn Unterhaus, die Alliierten mühten daraus bestehen, daß der Friedenevertrag respektiert werde. Er erklärte weiter: Die Behauptung. dah solche Truvrun. wie sie Deutschland habe, zur Teilnahme an der Wiederher­stellung der Ordnung nicht zugelassen werden durften, ist unfair. (Beifall.) Fair play ist das. wofür Eriglano eint Nit. und ich hoffe, daß England dafür bis zum Ende ein treten wird. Ich hoffe auch. daß. obwohl cs sich um Deutschland handelt, wir immer mehr zeigen werden, dah wir fair play auftreten und dich wir unsere Autorität in Europa -.n immer steigendem Mähe dafür cinsetzen werden, dah es Polen nicht gestattet werden soll, in Verachtung des Frie- densvertcWes Oberschlesien w e gz u n e h m e n. Daß es anderen nicht gestattet werden soll, sich in einer Provinz zu verteidigen, die ihnen 200 Jahre hindurch gehört und die 600 Jahre hindurch gerwh nicht polnisch war. wäre entehrend und unwert der Ehre jedes Landes. Lloyd George ist völlig gewiß, daß die Haltung der Alliierten nicht oerart sein werde. Das einzige, was er im Namen der Regierung zu sagen habe, sei, daß sie was auch, immer sich ereignen möge ein kalt accompli nicht anerkennen könne. (Beifall.) Er glaube, es sei richtig, ganz onen zu sprechen: denn wenn solche Dinge sich ereigneten und wenn man von ihnen nicht Notiz nehme und sich mit ihnen nicht befasse mit dem scsten Gerechtigkeitssinn, der die Haltung Englands bei jedem Vorgehen in auswärtigen Dingen.^kenn­zeichne. so wäre das verhängnisvoll für den eurovar>chen Frieden. Wenn der Friede gestört werde, so vermöge er nicht vorauszusehen. was mir Europa geschehen werde. Er le* in Unruhe, ja sogar in Schrecken versent bei dem Gedanken, daß. wenn der Well nicht das Vertrauen wreder- gegeben werde, daraus die furchtbarsten Folgen erwachsen könnten. Die ganze industrielle Welt sei doch lo sehr auf Kredit und Vertrauen aufgebaut, dah. wenn drese einmal erschüttert würden, er nicht zu sehen vermochte, wie die Welt wieder auigebaui werden könnte. Es sei daher.rm Interesse der Nationen von größter Wichtigkeit, ohne Rück­sicht auf Abneiz . r oder Vorliebe anzuerkennen. dah die Gerechtigkeit mit - "niimnfl oder Abneigung nichts zu. tun babe. England mu,.e ehrenhaft und fest entscheiden in Über­einstimmung mit dem Vertrag, den es selbit unterzeichnet habe. Der Friedensvertrag sei die Urkunde der Freiheit Polens. Das letzte Land in Europa, das ein Recht habe, bch über den Friedensvertrag zu beschweren, sei Polen:.denn Polen habe den Vertrag von Versailles nicht gewinnen helfen. Durch ein grausames Geschick sei.Polen wägend des Krieges gespalten gewesen: die eine Hälrte seiner söhne sei au? seiten der Alliierten gewesen, die andere habe gegen sre gestanden. Die eine Hälfte von Polen, die auf.jetten der Alliierten kämpfte, wurde durch die andere Hälfte ent- kläftet. Wmn die Alliierten von den Polen, die auf ihrer Seite kämpften, abhängig gewesen wären, würde Polen heute entweder ein« deutsche oder eine österreichische Provinz sein. Tie Hälfte, die aeaen die Alliierten kämpfte, kämpfte lns zum Ende. Die Alliierten nahmen polnische Soldaten in den deutschen Schützengräben gefangen: sie ftel-rn in deut­schen Uniformen und schossen Franzosen. Engländer und Italiener nieder die Mr Polens Freiheit tampften. Die Freiheit Polens war Italien. England und Frankreich zu tanken. Es gibt keinen Buchstaben des Vertrages, -rer.nicht ein junges englisches Leben und. nahezu .zwei sranzosiiae Leben bedeutet. Polen gewann seine Freiheit nicht selbst. Unter diesen Umständen muh es vor allen Ländernde des Komma des Vertrage sack t e n. Jetzt da Deutsch­land durch das Vorgehen der Alliierten entwaffnet und hilf­

los ist. sagt Polen, es wolle für Oberschlesien sogar gegen den Vertrag kämpfen. Korfanty sagt., die Koken m THleli-n

wollten eher sterben. 'als'M ergeben. Wenn, sie früher so gedacht hätten, als die Schlacht für Polens Freiheit gekämpft wurde, wären weniger Engländer. Franzosen und Italiener vciloreii gögiangrrn. Äöer ben Polen kiim diele ÄmMTUinig

erst, als

nd entwaffnet und bittlos war.

Französische Pressestimmen.

Dz. Paris. 14. Mai. (Sanas.) Die gescinie Baris« Presse bespricht beute morgen die Rede Lloyd Georges. Nach rin« Havasmeldung. die. di« Presseauherungen rusammen-

B , schreibt Millet im ..Petit Pqrisien die lebhaften würfe des englischen. Ministerpräsidenten der Tatsache zu, daß die Polen die Besetzung l^s Gebietes das ü< durch reche Gewalt genommen, kur endgültig ansahen. Ern shlch.s könnö niÄk g^ÄuIbol Wkkböll, Ukib habe ganz recht. nachdrücklich^ die ^Notwendigkeit der ge­

nauesten Wiihruna des V-riailler Vertrages zu .be­tonen. Aber Lloyd George spreche auch, zwei. unerwartete

MauptuEn aus: d^G- Me'b- dann, daß nach Mn*

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Al: ÄfÄli! SÄSiÄä".

lauptUM Bettete in T« Erklärung Llovd Georges, daß er knien Grund ebe der die alliierten Regierungen davon vbhalten könne, Deutschland zu ^'^/arlsckem Vorgehen m Oberschlesien zu ermächtigen, um dort die Ordnung wledir berzustellm. Zweifellos mernt Millet.- habe. Lloyd

verzu,testen. elwe'f.eiiosch.n st r sf nicht er-

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wivaen ?>en eine oime

rufen 'müsse und in Frankreich heroorrufe in elirem Augen- blick wo Deuischland lediglich tm B" i Die ch. n wt Ent­waffnung gegeben babe und. wo die Polen nai) erzwungen gewesen, seien sich zu bewaffnen, und die Polmr

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rrankreich auch nur von diesem - I«n sei. Augenscheinlich lasse sich

W diesem r -

leiten, nach

ritt benachrichtigt Wor­te englische Reslerang

lugenichemusi taue um vre ; X:iL, li Ä Vorgehen nur von ihrem S^letenschen Wunsche h Kräften die. Wiederherstellung d e s f t l ch « n F r. r e d e n s »uttlelchftrnveriur

ihre

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wirklichen Absichten seien ^ U andererseits des «ftf=

richtigen Wunsch zu erkennen, geben, die Gemeinschaft mit Frankreich immer enger zu knüpfen.

Die übrigen Zeitungen sind gleichfalls ber Ansicht, daß die Rede Lloyd Georges die Regelung der obecschlesischen Frage dringlicher als re erscheinen lasie. Das ..Journal meint, wenn Lloyd George auf Italiens Unterftutzang hone.

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UM feiner Auffassung zum Siege zu verhelfen, jo liege keiner­lei Aulah m einer iolche

.. ......_.en Hoffnung vor. Ter ..Gaulo.s

wirft die Frage auf. ob die scharfen Ausdrücke Lloyd Georges nur durch seine Entrüstung gegen Kor­fanty verursacht worden seien und ob Lord 0 Abernon nacht Vervflichtun-geii Deutschland gegenüber übernommen habe. Frankreich wenigstens würde nicht dadurch gebunden ssm. Pertinax meint imEcho de Paris . Frankreich lasse nicht zu. dah^man einfach über es verfüge, und es «warte, daß seine Wortführer oies weithin vernehmbar aussvrechen würden. Frankreich werde nicht zugeben daß ein Teil oes vberschlesischen Jndnstriebezirks seinen ältlichen Verbündeten weggenommen w«de.

DasEcho de Paris" meint, die Anwcsenbeit Y 0 ch s und des Generals Weygand in der gestrigen Sitzung des Botschafterrates IMfe wohl darauf schließen, daß der Rat sich mit der militärischen Lage rn Ober­sch lesien befaßt babe. Es sei nunmebr gewih. daß der O k e r si e Rat berufen sein werde, über die Grenzfrage dre. Entscheidung zu fällen. Es fei auch von Anfang an beschlossen gewesen, diese Frage dem Botsckmsterrat zu unt«rbreill.n. da sie dort in einer ruhigeren Stimmung behandelt werden wurde. Aber nach der Rede Lloyd Georges könne dieses Verhandlungsoerfchren nichk mehr zur Anwendung kommen.

Eine oberschlesische Abordnung in Berlin.

Br. Berlin. 14. Mai. (Eigener Drahlbericht.) Eine Ab­ordnung von Reichsoberschlestern ist bei dem italienischen und ei.alischen Botschafter in Berlin vorstellig geworden, um auf die S ck u tz l 0 j i g k e i t der deutschen Bevölkerung gegen- iiv« den Jnsürgentenbanden hinzuweisen und um schleunig? Abbitte, wenn möglich Verstärkung der italienischen und eng­lischen Truppen zu bitten. Beide Botschafter nahmen die Mitteilungen mit groher Aufmerksamkeit entgegen und gaben der Deputation befriedigende Zusicherungen.

Rücktritt des Fürsten Hatzfeld.

Dz. Berlin. 13. Mai. Der deutsche Bevollmächtigte für den Abstimmungsbezirk Oberschlesten. Fürst Hayfeldt. legte sein Amt nieder. Es wurden ihm von der..inter­alliierten Kommission Zusicherungen gemacht, die ihn in den Stand gesetzt hätten, der Bevölkerung Besserung und Bernbigung zu versprechen. Die von Ser uitmllti«fcn Kommission gemachten Zusicherungen wurden icdoch nicht erfüllt. Fürst Hatzfeldt war also nicht in der Lag-'., sein Versprechen einzulösen, und fühlte sich deshalb zu seinem Schritt verpflichtet. Es ist in hohem Grade zu bedauern, daß dem Fürsten, der in allen Kretten der Bevölkerung das größte Vertrauen genoß und denen Name durch seine Tätig­keit als Chef der Freiwilligen KrankenoileP: miernafto- nalen Ruf hatte, es auf diese Weise unmöal'ch gemacht wurde, sein Amt weiter zu versehen. Seiner obiektwen per­sönlichen Haltung und dem Einfluß seiner Persönlichkeit ist es gröhtenteils zu danken, dah die oberjcklestsche Beodlke- rung trotz der Schrickn^sie der letzten Zeit maßvolle Ruhe bewahrt hat. Die Geschäfte des deutschen Bevollmächtigten in Ovveln werden bis auf weiteres von dem Stellvertreter des Fürsten Hatzfeldt. dem Grafen P r a s ch m a. weiter- geführt.

Bor dem Zusammenbruch des Aufstandes.

Dz. Berlin. 14. Mai. Blättsrmeldungen aus Katto- w i tz zufolge nehmen die Vervflegungsschwierigkeiten bei den polnischen Insurgenten immer größeren Umfang an. Laut Berl. Lokalanz." habe ein polnischer Führer in Kattowitz erklärt, dah man in wenigen Tagen mit Sem Zusammen­bruch der Insurgenten- Armee rechnen müsse. Nach einer Zeitungsmeldimg aus Kattowitz ist ein polnischer Ge- hrimbeiehl aufgesunden worden, der sich mit den Kämpfen um Kandrzin befaßt. Nach dem in dem Befehl enthal­tenen Angaben verloren dort die Polen an Toten 175 M a n n.

Der Waffenstillstand.

W. T.-B. Berlin. 13. Mai. Nach ein« Meldung der ..Voss. Ztg." aus Breslau widerlegt Korianty die Bebauv- titng Leronds über das Nichtbestehen eines Abkom- mensmitdenJnsurgenten durch die Veröffentlichung des Tagesbefehls der polnischen Kampfgruppe-Ost. worin es heißt, daß die Festsetzungen der Demarkationslinie des Waffenstillstandes unterzeichnet seien von dem ftanzö- sischen Oberst Ladam. dem italienischen Oberstleutnant Pa- riggi. dem englischen Hauotmann Gascol und durch die Polen von dem kommandierenden Hauke, Olowski. Foikis und Las- kcwski. Dieses Abkommen sei dem General Lerond übermit­telt worden.

Die Verluste der alliierten Streitkräfte.

Dz. Paris. 14. Mai. Nach einer Havas-Meldung aus Ovveln haben die alliierten Streitkräite in Oberschlesien fclaende Verluste zu verzeichnen: Franzosen 2 Tote.

7 Verwundete: Italiener 20 Tote. 40 Verwundete: Eng­länder 1 Polizeisergeant tot.

Amerika hat kein Interesse an Oberschlesien.

Dz. Washington. 13. Mai. (Havas.) Ts wird erklärt, daß die Vereinigten Staaten davon abseben werden, sich an der Beratung der oberschlesischen Frage zu beteiligen, wenn sie vor den Obersten Rat kommt. Man ist der Aus- fassung. dah Oberst Harvey nach den an ihn ergange.ren An­weisungen sich nur an der Besprechung solcher Frrgen aktiv beteiligen soll, die die amerikanischen Interessen berühren.

Preußische Polizisten als Staatsbeamte.

r. Berlin, 13. Mai. (Eia. Drahtbericht.) Der preudi- iche Minist« des Innern hat angeordnet. daß die Ange- böriqen der Siartspolizei als unmittelbare Staatsbeamte einsesiellt Mlden.

Nr 222. 69. Jahrgang.

Die Dispositionen der neuen Reichs­regierung.

Br. Berlin. 14. Mai. (Eigener Drabtbericht.), ^Während der Reichstagsferien wird das neue Reichskabmett jene finanziellen Pläne und Eesetzesoorlagen ausarbeiten, die die Leistung der übernommenen Revarationszablungen er­möglichen sollen. Reichskanzler Dr. W i r t h bat bereits als Finanzminister dahingebende VorichläZe entworfen, die ver­mutlich erweitert uno als Grundlage für die Vorlagen benutzt werden dürften. In diesen Vorlagen werden sich neue Steuergesetze befinden. ^ . ,

Mit der Vervollständigung des Kabinetts, dem noch Auhen-, Finanz- und Wiederaufbauminist« fehlen, durfte, sich der Kanzler noch einige Tage Zeit lassen. Das Außenministe­rium vor allem dürfte so rasch nicht besetzt werden und der Reichskanzler eine Zeitlang selbst Auhenminister bleiben.

Cuno und Melchior lehnen ab.

Dz. Berlin. 13. Mai. Wie dieB. 3. am Mittag" meldet, lehnte der Generaldirektor Cuno der vamburg- Ämerira-Linie von New Pork aus telegraphisch die Uoer- nabme des Ministeriums des Antzern ab. ebmjo der Smn- burger Bankier Dr. Melchior das Rsichssmanz- portefeuille.

Der Rcichsernährungsminister im besetzten Gebiet

Br. Berlin, 14. Mai. <Eig. Drahtbericht.) Reichs-, ernährungsminist« Dr. Hermes wird in der kommenden Woche im beictzten Gebiet weilen, um mit den Organi­sationen d« Verbraucher und Erzeuger über die Maß­nahmen zur Sicherung der Ernährung Fühlung zu nehmen.

Die Unabhängigen für die Erfüllung der wirtschaftlichen Bedingungen.

Dz. Berlin. 14. Mai. Das Zentralkomitee der U. S. B. D. veröffentlicht in derFreiheit eine Kundgebung zur poli­tischen Lage, in der das Proletariat aufgefordert wird, feine ganze geschlossene Machl einzusetzen für das ehrliche Bemühen Deutschlands, die wirtschaftlichen Be­dingungen des Entente-Ultimatums zu erfüllen, und für die restlose durchzufübcende Entwaffnung und Aburteilung der Kriegsbeschuldigten.

Frankreich verzichtet auf militärische Zwangsmaßnahmen

D. Paris. 14. Mai. (Eigener Drabtbericht.) Der Mi- dem Vorsitz von M i l l e r a n d bat gestern

nisterrat unter __ ___ ....

Briand Eelcgenbeit gegeben, seine Kollegen über die aus­wärtige Lage zu unterrichten, d. h. ihnen davon Mitteilung zu machen, dah Frankreich angesichts der bedingungslosen deutschen Annahme auf militärische Zwangsmahnahmen und auf den Vormarsch nach Essen verzichtet. Gleichzeitig bat Briand mitgeteilt, dah der Jahrgang 99 bis aus weiteres unter den Fahnen bleibt.

Das Kabinett Briand nicht in Gefahr.

Dz. Paris, 13. Mai. Ein .Vertreter desNew Aork Hcrald" sprach mit einer Reibe führender französischer Poli-, tik« und erfuhr, dah selbst Briandv stärkste politische Gegner jede Hoffnung ansgegeben haben, oie Regie­rung zu stürzen. Sie konzentrieren vielmehr ihre An­strengungen auf rein finanzielle Betrachtungen in der Abe

jcht. das gegenwärtige Ministerium eher zu stärken als zu 'ehindern. Der Führer des nationalen Blocks, drr Abg.

ikraao. erklärte unter anderem, das Kabinett Briand lei nicht in Geßibr. Wenn Briand am 19. Mai vor der Kamm« den wahren Sinn des Abkommens von London auseinanoer- jetzcn werde, so sei er. Arago. sicher, dah der Ministerpräsi­dent in Anerkennung seiner tatkräftigen Verteidigung der! sranzösischen Interessen eine achtunggebietende Mehrheit um sich scharen werde.

Der Londoner Zahlungsplan.

W. T.-B. Paris, 13. Mai. Die Reparationskom- Mission beschäftigt sich nach demTemps" gegenwärtig mit der Ausführung der Artikel 5. 6 und 7 des Londoner Zab-

limgsvlanes. Jedes der im Reparationsausschuh vertretenen soll durch seinen Vertreter besonders die betreffenden

Länder . . .

Fragen bearbeiten.

Die Zollabgaben in England.

Dz. London, 13. Mai. Im Unterhaus teilte Eham» b e r l a i n mit. dah die Regierung es für u n t u n l i ch halte, das Gesetz, betr. die Zollabgaben auf die deutsche Aus­fuhr. auszuheben oder solang« ruhen zu lassen, bis sie weitere Erfahrungen gemacht babe über die Wirkung der Be­dingungen. denen Deutschland zugestimmt habe. Der Zollsatz werde auf 26 Prozent herabgesetzt, und dies« in England er­hobene Zollsatz werde an Stelle der allgemeinen Abgaben auk olle deutschen Ausfuhrgüter treten, nicht ab« eine Ver­mehrung der Abgaben bedeuten.

Die angeblichen Befehle des Reichswehrministeriums in derRoten Fahne".

.. __ (Eis. Drahtber.) Das Reichs­weh rm i n i st e r i u m, teilt mit: Die angeblichen Befehle

Br. Berlin. 14. Mai.

des Reichswehrmin'sterinms

.... .. ... in derRute,; Fahne" vom

13. Mai. morgens, haben eine rasche und elgenarftge Auf­

klärung gefunden. Wie der Untersuchungsrichter des Reichs­gerichts mitteilt, ist der polnische Agent Woznt- k 0 w s k i. gegen den ein Verfahren wegen Lanoesvorrats schwebt, aestänoia. diese und ander« Befehle selbst beroestellt, photographiert und die Photographien die!« Fasswungen als echte Befehle drr polnischen Regierung übermittelt zu hoben. Die Photograpbien befinden sich bet den "* '

alten.

Dz. mit:

unter , . __

sechs angebliche Befeiue de^ - -

offentlimt, dir vom ersten bis »um letzten Worte gefälscht sind. Die an sie geknüpften Folgerungen sind demzufolge un­wahr. Das Reichswehrministerium wird gegen dieRota Sahne" «egen Hochverrats vorgeben.