Verlag Lanagasse 21
„SagblaU^au/*.
Schalter-x-an« peBffnet von 8 Uhr morgm, bi» 6 Uhr abend». PostscheÄont»: grcnkfu-- a. M. Nr. 7408.
Wöchentlich
«ezi,,-preise: Durch den Verlag bezogen: Mi. 3.S0 monatlich. Ml. N.« vierteliSbrlick obn« Traglohn: durch die Post bezogen: Ml. 5.50 monatlich. Ml. 16.50 oierteljShrlich mit Beste/ Ä- T ®« u e»beft«nungen "°dm°n an: der Verlag, di- Ausgabestellen, die Träger und alle Postanstalten. — In slällen höherer Gewalt. Betriebsstörungen oder Streiks haben die Be> ^>eder^keinen^An!vruch^auf^Lieferung des Blattes oder Erstattung des entsprechenden Entgelt».
12 Ausgaben.
Fernruf:
„Tegblatthans" Nr. 8859-M.
I Uhr morgens bis 6 Uhr abends, anher Son n ta g» Postscheckkonto: Frankfurt a. M. Rr. 7485.
^rtllche Anzeigen. Mk 1.25, auswärtig- Anzeigen Mk. 1.80. örtliche Reklamen Mk. »Ä'fJÜ* nmen I fflr b'e ein pa tiae Kolonelieile oder deren »kaum. — Bei wieder-
unveränderter Anzeigen entlorechender Nachlaß. - Schluß der Anwigen- : 10 Uhr vormittags. - Für die Aufnahme von Anzeigen an ^o^6ksch^ebenen^Tagen und Plätzen wird kerne Gewähr übernommen. s s s o > ^» s « «' syss » «> ssMSJssM-s
dhL f v*. ^ - -J - —" -—y - ■ • ~ — « wvwuifi
Setliner Abteilung des Wiesbadener Tagblattr: Berlin IV. 9. B-ßstratze 18. Fernsprecher: Amt Zentrum N435 II437.
Mittwoch, 20. April 1921.
Abend-Ausgabe.
Nr 182. ^ 69. Jahrgang.
SermiUIuno otier direktes Angebot?
Die deutsche Regierung befand sich nach der Ablehnung unseres letzten Angebotes in London in einer überaus mißlichen Lage. Die Vertreter der feindlichen Staaten' hatten abaelehnt. was Herr Dr. Timons glaubte, äußerstenfalls bieten zu können. Ihre strikte Forderung, daß Deutschland die Pariser Ziffern annehmen sollte, schien nicht ganz ernst gemeint, denn Lloyd George selber hatte ja als Sprecher der Entente nach deutschen Gegenvorschlägen gefragt. Er hat auch Herrn Simons nicht mit der strikten Erklärung verabschiedet, zu Hanfe für die Annahme der Pariser Beschlüße zu wirken oder aber nie wiederzukommen. Im Gegenteil durfte man aus seinen Schlußworten folgern, daß gerade infolge der Inkraftsetzung der sogenannten Sanktionen die Entente neue Gegenvorschläge erwarte.
Für Deutschland ergab sich darauf die neue schwierige Frage, welche Vorschläge überhaupt Aussicht hätten, von der Entente akzeptiert oder doch wenigstens diskutiert zu werden. Eine erneute Ablehnung schloß große Gefahren in sich, und sie mutzte schließlich auch innerpolitisch verheerend wirken. Der deutsche Außenminister Dr. Simons hat darum offenbar geglaubt, daß der Weg einer Vermittlung die meisten Aussichten dafür biete, sich nicht erneut offene Ablehnungen zuzuziehen. Man kann dem Minister auch zugeben, daß der Versuch Amerikas, direkte Informationen von Deutschland zu erhalten, zum mindesten die Hoffnung erschließen mußte, daß die Vereinigten Staaten eine Vermittlerrolle nicht ablehnen würden. Schließlich handelte es sich ja in diesem Falle nicht um die Vermittlung eines Neutralen, sondern eines Beteiligten Amerika hat den Alliierten insgesamt 12 Milliarden Dollar geliehen. Die Annahme, daß es einer Vermittlung nicht abgeneigt fein könnte, ist also keineswegs abweaig. Aber die große Frage war von vornherein die, ob Frankreich sich auf eine Vermittlung einlasien würde. Uns will scheinen, als ob man im Auswärtigen Amte diese Vorfrage nicht ganz klar erwogen hat. Nun sind offenbar Bermittlungsvorschläge an die Union ergangen. Da wir mit ihr immer noch formell im Kriegszustände leben, bat man sich für diese Vermittlung wiederum eines Vermittlers bedient. Es ist kein Geheimnis mehr, daß die Vorschläge über den Vatikan nach Washington gegangen sind, und wenn man in Rom eine Vermittlerrolle bestreitet, so tut man das nur darum, weil man diese Gefälligkeit lediglich als Vriefträgerrolle aufge- faßt wissen möchte. In Frankreich hat sich aus dieser ganzen Frage Herr Briand einen Erfolg zurecht gezimmert. indem er sich gegen jede Vermittlung erklärte. Es ist nur natürlich, daß daraufhin im amerikanischen Senat jetzt gleichfalls Stimmen laut werden, die gegen jede Vermittlertätigkeit der Washingtoner Regierung gerichtet sind. Wenn die Pariser Presse meldet, daß Deutschland auch versucht habe, andere Staaten mit Dermittleraufgaben zu betrauen, wie beispielsweise die Tschecho-Slowakei, so ist das wobl in dieser Form unrichtig. Es ist gewiß nicht ausgeschlossen, daß man hier und da bei Ländern, die in ihrer Wirtschaft an Deutschlands Gedeihen unmittelbar interessiert sind, um eine Unterstützung der deutschen Vermittlungsversuche bemüht gewesen ist. aber um direkte Ersuchen, ihrerseits eine Vermittlung zu unternehmen, dürfte es sich dabei wohl kaum gehandelt haben.
Nach Paris hat sich auch London für direkte Verhandlungen ausgesprochen, wobei man leider noch fest- stellen muß, daß Herr Briand, um vor seinem BIoo national bestehen zu können, solche direkten Verhandlungen erst unter festen „Bürgschaften" führen will. Deutschland kann Frankreich nicht hindern, weitere Besetzung vorzunehmen, das könnten höchstens seine Alliierten. Ob sie es tun. ist in hohem Maße ungewiß. Aber es scheint doch, daß Deutschland den Weg des direkten Angebots beschreiten muß. Es ist heute müßig, darüber Berrachtungen anzustellen, ob der Gedanke an eine V-rmittsung nicht überhaupt verfehlt war. In jedem Falle aber scheint er durch die Entwicklung der Dinge überholt zu sein. Deutschland tut jedenfalls gut daran, die harten Tatsachen so zu sehen, wie sie beschaffen sind!
Der Plan der Besetzung des Ruhrgebiets wird von England in Abrede gestellt.
Dz. London, 20. April. (Drahtbericht.) Der parla- mentarische Berichterstatter der „Daily News" teilt mit:
Es wird amtlich in Abrede gestellt, daß die Alliierten beschlossen haben, sich des Ruhrgebietes ?u bemächtigen, weil Deutschland seinen Verpflichtungen nicht Nachkomme. Die diesbezüglichen Berichte aus Paris werden in maßgebenden britischen Kreisen als reine Spekulation bezeichnet.
In Erwartung der neuen deutschen Vorschläge.
-• 20. Avril. (Eig. Drabtbericht.) Man erwartet
mer für beute Mittwoch oder ivätestens morgen Donners- neuen deutschen Wiederherstellungsvorschläge. Der ^nüalt dreier Vorschläge lei gestern. Dienstag, von der Berliner Regierung festgesetzt worden, und man ist bereits in der Lage, schere Prognosen über deren Inhalt anzustellen, eie nicht erner milliardenbungriaen Phantasie entivrungen lein können, denn die Meldungen hierüber geben sehr ins einzelne. Immerhin werden verschiedene Varianten zmert. und daraus könnte beroorgebsn. daß die Grundlagen der Nachrichten nicht alle zutreffend sind, es sei denn, dok die deutsche Regierung mehrere Programme aufgestellt bat. die der Entente zur beliebigen Auswahl nörgelest werden sollen.
.. Nack der einen Meldung soll die deutsche Regierung in rrner Linie den Vorschlag wiederbolen. den Dr. Simons am Vormittag des 7. März in London gemacht bat. nämlich
die bekannte Pauschalsumme.
die in den ersten fünf Jahren feste Annuitäten Vorsicht, und zwar in den ersten zwei Jahren ie 2 Milliarden Gold- rnart. im dritten, vierten und fünften Jahr je 3 Milliarden Eoldmark. also insgesamt 13 Milliarden Goldmark in den ersten fünf Jahren. Dazu die bekannten veränderlichen, d. b. anpassungsfähigen Annuitäten entsorochand dem wabr- iwelnlichen Erträgnis der ILvrozentiaen Abgabe auf die in
k Ententeländer eingeiührten deutschen Waren. Für die folgenden Jahre wären wiederum entsorechend dem Londoner Vorschlag von Dr. Simons weitere feste Annuitäten '^eben. die sich aber nicht in derselben Höbe des Variier Abkommens bewegen, und ferner weitere oerättderlicke Annuitäten, die noch ans einer- von den Sachverständigen aitz'-legenden Grundlage kalkuliert würden.
,. , Staie würde die deutsche Regierung nach
dieser Ansicht einen
Wrederaufbavvlon für die zerstörten Provinzen
vorlegen, der eine Beteiligung der deutschen Arbeitskräfte und Lieferung , von Rohstoffen oder Erzeugnissen vorsiebt. In dritter Llme^ine
Beteiligung der Entente an den Gewinne» der deutschen Industrieunternehmen.
und Kwar bis zu einem Gesamtbetrag von 30 Prozent. In vierter, letzter und wichtigster Linie würde Deutschland
die Ententeschnlden gegenüber Amerika auf sich nehme»
und die Zinsen tragen.
, Nack einer anderen. Ansicht würde die deutsche Regierung wahrend zehn Jahre labrlich 3 Milliarden Goldmark an die Entente abl,eiern, mGerdem eine veränderliche Annui- mt im Betrag« von 20 Prozent des Wertes der deutschen Einfuhr in die Ententeländer. Um das Geld stir diele Annuitäten teilweise aufzubringen, würde Deutschland die
Emission einer internationalen Anleihe von 10 Milliarde» Eoldmark
anregen. Deutschland würde diese Anleihe bis zu höchstens 0.Prozent verzinsen und als Sicherheit die Einnahmen der Eisenbahnen vervsanden sowie als weitere Garantie die Beteiligung mit 20 Prozent an den deutschen Industrie- Unternehmungen zulasten. Diese zweite Auffastung enthält ebenfalls den sehr wichtigen Punkt, daß Deutschland bereit wäre, mit gewissen Garantien die Anleiheschulden, die orankreich und England während des Krieges eingegangen sind, aus sich zu nehmen. Die deutsche Regierung hat sich zu diesem Zweck an die amerikanische Regierung gewendet.
Run ist inzwischen aus Berlin die Meldung eingetroffen. datz die Sitzung des auswärtigen Reichstagsauslchustes. die gestern batte Nattflnden sollen, um von Dr. Simons die Mitteilung über die neuen deutschen Vorshläge in Empfang *u nehmen, verschoben worden ist. und zwar auf Wunsch von Dr. Simons. Man ist auch in der Lage, den Grund für das Verlangen Dr... Simons anzugeben. Es lei nämlich Dr. Simons unmo gl.i w. gegenwärtig genaue Erklärungen über die Wiedergutmachungsfrage zu machen. Man nimmt hier in Paris als stcher an. daß diese Verschiebung euf eine Weigerung.der amerikanischen Regierung zurückzu- subren ist m der Wiedergutmachungsfrage zwischen Deutschland und den Ententemächten zu vermitteln, und man nimmt weiter als gewiß an. daß Amerika auch das deutsche Angebot, die Ententeschulden bei Amerika auf stch ,u nebmen. abgelebnt bat. Man meldet, daß diese ablehnende Haltung der amerikanischen Regierung dem amerikanischen Geschäftsträger in Berlin Won Montagvormittag in einem chiffrierten Telegramm aus Washington mitgeteilt worden warf Damit fällt hier in Paris eines der wichtigsten Momente fort, welches imstande gewesen wäre, die Entente für die deutschen Vorschläge zu gewinnen.
Im allgemeinen ankert man stch ziemlich ungünstig über die Gegenvorschläge, namentlich wie ste jetzt vorliegen. In allererster Linie ist man mikmutig darüber, daß die deutschen Vorschläge kein Wort über die angeblich noch fälligen 12 Milliarden Goldmark. die vor dem 1. Mai zu zahlen lein sollen, enthalten. Die Pauschalvorschläge finden ebenfalls MiKbilliauna. fo weit ste unter den im Pariser Abkomm-m festgesetzten Beträgen stehen. Dagegen haben die obengenannten Punkte 2. 3 und 4 Interesse gesunden, besonders der vierte Punkt, das Angebot, die amerikanischen Schulden auf Deutichland zu übcrnekmen. Das wäre, namentlich für Jrank-eich. eine ungeheure Entlastung gewesen. Nachdem Amerika offenbar den Vorschlag bereits abgelebnt bat. bleibt sozusagen keine Aussicht mehr übrig, die eine Annahme der deutschen Vorschläge als möglich erscheinen lägt, und von diesem» Gencktsvunkt aus betrachtet, erscheint bi-ute hier . „ . .
die Lage als ziemlich hoffnungslos.
Der einzige Licbtvnnkt in-der ganzen Situation besteht noch darin, dak stch Amerika vielleicht oder wahrscheinlich an der bevorstehenden Ententekonferenz zu beteiligen wünscht. Damit würde dieser Konferenz der reine französisch-englische Ebarakter genommen zugunsten eines absolut interalliierten Charakters.
Die Zusammenkunft in Hythe.
Dr. London, lg. Avril. (Suvas.) Llovd Georgs wurde beute nachmittag durch den franzölüchen Botschafter d e C t. A u l a i r e verständigt, dak Briand die Einladung a n n e b m e. das Wochenende in H o t b e zu ver- R^wnd werde in Begleitung von B e r t b e l o t. -maricdall F o ch und einiger anderer Persönlichkeiten am vamstag aniommen und am Montag wieder aöreiien. Havas demerkt dazu, dieses Zusammentreffen sei keine Konferenz. U'nvern eine ganz intime Begegnung der beiden Minister- vrandenten.
~ . . Dz - Daris. 20. Avril. Marcel Hutin berichtet, daß im ! 1 a n sT wirrer Reise nach Hytbe von Berthelot. Fach. Weygand. Carteron und Camrnerlinck begleitet sein werde:
r r? n ? r . e 0 r 5 Begleitung würden stch Lord Curzon. llnterftaatssekretar des Auswärtigen Creme. Marlckall Wrlion und Phrlivv Kerr befinden. Briand werde dem enairchen Bremrerminister ein in groken Zügen ausze- o:beitetcs Proiekt Frankreichs vorlegen, wie DeutiÄ- la J!v, ^Een gebracht werden solle. Der AusichuK von Mllrtaruchen und,wirtschaftlichen Sachverständigen, der seit Montag sich mit der Ausarbeitung der verschiedenen vanttionen, die nach dem 1. Mai zu ergreifen sein würden, berane, werde beute wieder zusammentreten und -vabrichein- um seinen Berickit noch vor Briands Abreise ferligstellen. Weiter werde Briand wahrscheinlich einen ins einzelne üibenden Plan über die hauotiächlicksten Zablungs- m o g I r ch k e r,t e n . die Deutschland aufgezwungen werden muhten, damit es stch in Zukunft feinen Vervflichtungsn nnbt entziehen könne, vorlegen. Der Plan werde stch auf den Beschlüßen der Sachverständigen der Brüsseler Konferenz vom letzten Winter aufbanen. Kurz, die Besvrcchnng in ontbe werde sozusagen sich fast ansschlseklich mit der Frage der deutschen Zahlungen befassen.
, Andererseits will Sutin von einer bekannten divloma- tischen Persönlichkeit erfahren haben, es sei das Ziel Briands. dabln zu gelangen, dass England neben Frankreich be» fernem Vorgeben im Rubrgebiet vertreten sein werde. Über die Blockade Hamburgs werde man water noch sprechen können, wenn Deutschland nickt nackgebe. Der ..Petit Paristen" schlickt aus der Tatsache. dak -rock. Wenaand und Wilson nach Hytbe kommen werden, dak die Einzelheiten der neuen militärischen o w a n g s m a k n a b m e n dort zur Sorache kommen würden: redoch wurde ihre Inkraftsetzung uon den Entschließungen der interalliierten Konferenz abhängig gemacht werden, die vnraussjchfsjK ff, Paris tauen werde, sowie in e--ster Lrnre natürlich auck non der Haltung, welche Deutschland rn der nächsten Zukunft einnebmen werde.
Amerika erbittet einen deutschen Spezialbeauftragten.
D. London. 20 Avril (Eig. Drabtbericht.) Die .Chicago Tribüne bringt die Meldung, die amerikanische Regierung höbe die deutsche Regierung eing-.laden, einen Svezial-. de a u s t r a g t e n zu entsenden zu einer gegenseitigen Au siv rache, die sofort nach der Annahme der Resolution K n o r stattfinden soll. Die deutsche Regierung habe für dir e Mission den ehemaligen Gesandten Grafen Montz aelas auserseben.
Die Rheinzollgrenze.
n-„P z - "»«20,-.Avril.. Die hier erscheinende englisch», ^Cologne. Post schreibt m ihrer gestrigen Moraenausgive: Die Rbemzollgrenze tritt beute um Mitternacht in Kraft. Die Zolloeamten beginnen alsdann mit der Er- ^bung.der Abgabe, die den Bedingungen der Sanktionen der Alliierten ent!vrechen. Die Sanvtzollstelle im britischbesetzten Gebiet ist O b l i g s.
a ?dln., 19. Avril. Nack einer Anordnung des
Zollkomitees der interalliierten Rbeinlandkommission muß ab..20. Avril den. Frachtbriefen eine Zollerklarung belgefugt werden, die oollständig sein, alle Einzelbeiten. ferner eine Beschreibung der Waren sowie eine genaue Einordnung gemäß dem deutschen Zolltarif ent- oalten mutz.
Die Zolldicnstorganisation.
Dz, Mainz. 20. April. (Drahtbericht.) Aus einer
Ankündigung der Rh einland komm! ssion
über die Zolldienstorganisation geht hervor, daß nach Vorschlag des Wirtschaftsausschusses der Rheinland- kommission der Dienst der auf Weisung der Kommission von Köln nach Ems verlegten Amtsstelle für Ein- und Ausfuhrgenehmigung auch weiterhin von deutschen Beamten versehen wird, unter Leitung emes deutschen Direktors, der dem Wirtschaftsausschuß gegenüber verantwortlich ist und von diesem seine Weisung erhalten soll. In Köln ist ein kleiner Rest dieser Amtsstelle verblieben, als Unterabteilung der Zentralstelle in Ems. Ferner hat der Kohlenausschuß der Rheinlandkommission vorgeschlagen, den B e r k e h r mit d e u t s ch e n Rohst o f f e n zwischen dem besetzten und unbesetzten Deutschland frei vor sich gehen zu lassen, so lange die deutsche Regierung dem besetzten Gebiete die nötigen Kohleu- mengen sicherstellt. Die deutsche Kohlenverteilungsstells in Köln soll unter die Kontrolle der Rheinlandkommission gestellt werden.
Dz. Koblenz. 20 Avril. (DrabtSerickt.) Im Hinblick auf dis..Übernahme des Ein- und Ausfubrdieastes durch die interaNllerte Rbeinlandkommission erfahren wir von zuständiger Stelle. daß st,r die Ein- und Ausfuhr von Koble die von Köln nach Bad Ems verleate Stelle nicht zuständig ist. sondern daß dieser Zweig des Ein- und dlusfubrwesens von e, ner beso nd.e r e n St ell e bearbeitet wird. Die .Rheinlandkommission bat ihr Koblenkomitee mit der Stelle beauftragt, welche dann ab
d. M. die Ein- und An osu h'-he Billigungen erteilt. Das Nähere wird von dem^ Koblenkomitee mitgeteilt werden.
