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Dienstag. 5. April 1921.

Abend-Ausgabe.

M WilllMllStlüW Kit WM

V.r.-L. Berlin. 4. Avril. In der Variier Vrelie wur­den entstellte Nachrichten über den Heraang des deutsch» amerikaniichen Meinungsaustausches wegen per Frage der Revaration veröffentlicht. die Anlatz geben, den vollen Wortlaut der Memoranden bekannt-

Das deutsche Memorandum.

das der Reichsminister des Nutzern am 21. März dem hiesigen amerikanischen Kommissar gelegentlich einer Belvreckung über di« Reoarationssrage übergab, lautete in der Haupt­sache:

Die deutsche Regierung bedauert auf das tiefste, datz auf der Londoner Konferenz eine Einigung in der Revarations- fraae nickt zustande gekommen ist. Sie batte den auirich- jiaen Wunsch, den alliierten Regierungen io weit entgegen- ,«kommen, wie nur irgend möglich. Die deutsche Delegation ging in diesem Bestreben nach dem Urteil der überwiegenden Mebrbert aller wirtschaftlichen Sachverständigen sogar weit über die Grenze dieses Möglichen üinaus. Es ist nickt rickiia. wenn Llovd George dir Bebauvtung aus­gestellt bat. datz Deutickland nickt zur Revaration bereit sei. rielmebr ist stck nickt nur dve deutsche Regierung, sondern auch das deutsch« Volk vollkommen klar darüber, datz Deutschland bis an die Grenze seiner Leistungssäbiakett Schadensersatz leisten mutz, und datz keine Ver­änderung der oolitikchen Konstellation bieran etwas ändert. Alle verantwortücken Stellen in Deutschland, insbesondere anck die deutschen Arbeiter, sind durchaus gewillt, zum Wie- derausbav der zerstörten Gebiete mit allen Kräften beizu- traaen. Diese Bereitwilligkeit beruht nickt «um wenigsten auf der nüchternen Erwägung, datz es im allrrdringendsten ^nterclle Deutschlands lieat. wenn di« Svuren der Zer­störung in Frankreich io raich wie möglich verschwinden. Alle verantwortlichen Stellen in Deutickland llnd lick auch dar­über einig, datz die deutsche» Vorschläge für die Revaration der F I n a n « n o t bei den Alliierten, insbesondere bei Frankreich. Reckming tragen müllen.

Zwei grobe Ziele der Reparation liegen also vor!

1. Wiederaufbau der zerstörten Gebiete uns

2. Beschaffung sofort greifbarer gröberer Barmittel in ilemden Deviieit.

Deuiicklano stellte zu wiederdolten Malen seine Arbeits­kraft. leine techniiche und seine materielle öilfe für den so­fortigen Wiederaufbau zur Verfügung. Keines seiner An­gebote würbe angenommen, keines auch nur zur Erörterung s>stellt. Deutschland wünscht keine Verewigung des Vö l ke r b a s I e s. Es wirb daber nochmals der fran- »cssschen Negierung Vorschläge unterbreiten, deren Elnzel- deilen gegenwärtig mit der deutschen Ar^iterickait selbst beraten und ausgestellt werden, Hot die iranzöstsch« Regie- n»m,Bedenken gegen die Verwendung so zablreichar deutscher Arbeitskraite in dem Wiederausbausebiet. !o würde die deutsche Regierung auch bereit lein, in jeder anderen mög­lichen Frankreich aenebmcn Form Ihre guten Dienste und Kräfte zur Verfügung zu stellen Die Beschaffung gröberer Geldmittel in fremden Devisen ist für Deutschland nur durch eine starke Steigerung keines Ervortes möglich. Der Finanz­not der Alliierten kann nur im Wege des Kredits abgebolken werden. Die. Voraussetzung für deutsche Auslandskredite ist die Kreditwürdigkeit Deutschlands. Diese aber ist völlig untergraben durch die Alliierten selbst, die sich im Versailler Vertrag eine Generalbnvotbek aus den gesamten Besitz. alle Einnabmeauellen des Deutschen Reiches und der deutschen klonten an erster Stelle Vorbehalten. In den Pariser Dr- !£'Vv tn laben die Alliierten überdies-das Reckt der Ent- A'e.dung für sich in Anfvruch genommen, ob und in welchen stallen Deutschland ausländische Kredite nncksucken darf. Da -rr^nkreick und England selbst überschuldet lind, der Rred,fk,«wnbrung seitens Neutraler aber die General- in, Wea« steht, so bleibt als einzige Lösung des streditoroblems nur

„ die Ansn«bmr einer internationalen Anleihe möglich zu Seren Gunsten die Alliierten Ihre Genrrak- lwvollxk «urucktreten lallen müllen Deutschland glaubt, brl Meamahiger Gestaltung der Anlribe und Gewährung einer -'J fu L Steuerflucht. geflüchtetes deutsches Kapital In nbemtchem Nusmatz für die Anleibe beranzieben und sie für oen ^kvoratwnsdienst nutzbar machen zu können, wv. <■> weiten vielfach darauf bin. datz Deutsch­

er ,°. e auvstiaer fei »ls die man.her allH-rken Länder. Sl’ 1 ? ne . auswärtigen Schulden babe. Deutschland wücke ^ weigern, in den Grenzen feiner üeistungsfäbiakeit r i ^ ^ ^" und Tilgung der Verbind-

!,'4keiten einzelner Alliierter zu über- n e v m e n, wenn die» von den Alliierten und deren GMu- >E aewüvfcht werden sollte. Deutschland erklärt iä-,»» . Vilich bereit llch ausdrücklich jedem anderen Bor- de« der aeeianet erscheint, »ine Entwirrung

F.nanznroblems berbeiz"fübren. Es wird Vrüst'ng feiner eigenen finanziellen Leistuags- f’IÄ* «N« dem Urteil unnarteiiicker Sack- «neer'""^'L:.r."nterltellen. D-.-tlckland glaubt, datz die

t ^i« der Meltkriea onrichtete. und di«

t'o-,-n^k>»s ^cku.denlast die alle beteiligten Staaten ,u aclen? « n,,? die E-^„sf«.n eine« -inzlaen Volkes

drs Inside? können M« nknndt datz die Wi"i>-rgusr!chtunq tis-kv. m.""k'ono7en Wirtickaftslebens auch nicht durch rrnli- 'obunaen. lonbern nur im Weae friedlicher deufkch^ w >'"d V^rsföndioung erreichen ist. Die

*"'n..v,, f ° v T b keat Mert dg.aul. mit oll-m Agchd>-,ick Weo^ Z ^eZn boS Re 'brem Teil ehrlich gewillt ist. diesen

?a o y r,f Kommiffar Dreier übergab am

«u-wSrt,«n »n"/7l"n^ deutsche Memorandum im

d,Il»n "weeikonischeo Memorandum,

fieTmtrM* lautet:

irfnrm f n^ w" ** dirg'erung ist erfreut, aus Dr. Simons' Wunsch der^ in unz.w«id«utiger Weise den

zur Grenze glichen Regiknina ,» erleben. Revaration bis

kanifche^ ^°l>lvnassoh,-,ke>t zu leisten. Di« ameri-

«mäen «,"«"? balt ebenso wie die alliierten Regle- -veutlchland für den Krieg verantwort.

I > ck und daher moralisch veroklicktet. Revaration zu leisten, lo weit dies möglich iein mag. Die Anerkennung dieser Verorlicktung. wie sie das Memorandum in sich schlietzt. scheint, der Regierung der Vereinigten Staaten als die einzige gelunde Balis, auf der rin gesicherter ne« rcditer Friede hernestellt werden kann, unter dem die ver- schledenen euroväischen Nationen wieder zu wirtschaftlicher Stabtlitat gelanaen können. Die amerikanische Reaierung ölojibt in dem Memorandum den aufricktsaen Wunsch der deutschen Regierung zu erkennen, mit den Alliierten Ver­handlungen aus einer neuen Balis zu er­öffnen und hofft, datz derartige Verhandlung-n. einmal wieder ausgenommen, zu einer schleunigen Regelung führen Ntvgen. die gleichzeitig den gereckten Ansvrückrn der Alliier­ten Genüge leistet und Deutschland erlaubt, hoffnungsvoll leine vrosuktive Tätigkeit wieder zu beginnen.

Die Beteiligung der Vereinigten Staaten Sei der Regelung der internationalen Lage.

„ Dari», 4. Avril, tzavas meldet »unter dem

3. Aortl aus Washington: Alles scheint darauf binzu- deuten. dan die Beteiligung der Bereinigt:« Staaten bei der Regelung der internationalen Lage den Hinweisen ent- iviechen wird, die in den letzten Tagen mebrsrch verösfent- lickt wurden: einerseits einmal eine entschiedene Eegner- ickaft. und zwar mehr noch in volitiscken Kreisen als in der cffentltcken. Meinung, gegen alles, was di« Autzenvolitik der Verelnigten Staaten an di« Politik der Berbandsregierung im allgemeinen und besonders binstcktlich des Völkerbundes kclleln würde: todonn eine Bewegung zugunsten der Ent- sä>!ietz«na des Senators Knor über einen Sonderfrie­den mit Deutschland und daneben noch, und zwar in volitischen Kreisen, zugunsten einer kategorischen Erklärung, vatz keine Rede davon sein könne, die Schuld der Ver- bandomächte zu erlassen, was allerdings ein weiteekx-n- dcs Entgegenkommen nicht a:;s'chlietzen loll. Andererseits bat man Frankreich gegeuüber fast einstimmig den Wnnich. es nicht im Stick« zu losten und Dentsckland wurde auch b«r-its non den Vereinigten Staaten in Kennt­nis gefetzt, datz ste nickts unfernebmen wollen, was irgendwie als ein Follenlasten der Sacke der Verbandsmäckte betrachtet werden könnte. Mo" kann damit rechnen, datz die E n t - icklietzuna des Senators Knor zur Annobm« notonnen mied mit dem Zusatz, oer für die srgnzöstschen Wünsch« besriedioend ist und qleickreitig der Politik der repu­blikanischen. Partei entivrickt.

Abermalige Vorlage der Resolution Knor.

vr. Washington. 4. Avril, (önoas.) Es wird versichert, datz Präsident Harding die abermalig« Vorlage der Reso­lution Knor vor dem Senat, betr. eines Separat, frieden» mit Deutschland, billigit. Der Antra« wird nächst« Woche bei Eröstming der Konaretzsttzung nor- oeleat. aber es ist nrck kein Datum für die Beioreckung und für die Abstimmung kestaeietzt

vr. Pari». 5. Avril, lvauas.) Der Berichterstatter des ..Matin'. Stefan Lauzanne. hatte mit dem Senator Knor eine lange Unterredung, in der Knor erklärte: Nur Amerika befindet ück mit Deutschland noch im Kriegszu­stand. Der Friedensvertrag .on Versailles enthält Bestim­mungen. die uns nichts anaeben. Es dürste daher wobl au»» aescklollen sein, datz irgend ein Senat oder eine Regierung ihn jemals latiiizier«. Es bleibt uns daher nur ein eivztger Weg. um dem Kriegszustand mit Deutschland ein Ende zu machen, nämlich der. unmittelbare Derbrndlungrn mit Deutickland avtzunebmen. Allerdings darf kein Irrtum über un>ere Adnckten für die Zukunft möglich fein, und damit weder Dcutickiand noch sonst irgend einer sich über unsere Aussastung tävimen kann, werbe ick m»>ner Entichlietzung einen Zusatz onkürren. der belant. datz für den Fall einer neuen Bedrobnng der ZinIlllaKon. wie ise im Jahre 1914 der Fall war. di« Vereinigten Staaten stG sofort als bedroht anseben und stch mit allen gefährdeten Ländern verständiaen werden. _

Vivlant» vergebliche Mission.

D». London. 4. Avril. Die ..Morning Post" berichtet unter der Überschrift ..Divianis vergebliche Million" ans Washington: Die einzig sichtbare Wirkung von Vivianis Besuch ist die Versteifung der Haltung der Gegner des Der- iailler Vertrages und des Völkerbnndsvertragas und der Wunsch auf dieser Seite, djsie Frage endgültig durch die Annahme der Resolution Knor oder ourch etwas Ähnliches zu erledigen. Di- Haltung des Prälldentrn ist dieselbe ge- blieben wie vor den Wahlen und wie er sie in seiner Er- öfsnungsanivrache ausdrückte. Der Washingtoner Berscht- eistatter des Blattes fragt, was Divianl denn nun dadurch gewonnen bab«. datz er nach Washington gereist iei. Dort sei ihm die amerikanische Snmvatbie zugestckert »nd die mora. liiche Unterstützung Amerikas oerfvrochen wor­den. und dies iei iein einziger Trost. Biviani habe erfahren, datz die Vereinigten Staaten zwar Eurova nickt ben Rücken kehrten, datz ste icdock von einer Verwicklung in die europäischen Beziehungen nickts wissen wollten, und es sei Niviant taktvoll zum Ausdruck gebracht worden, datz die Vereinigten Staaten erwarteten, datz Eurova ieine Schulden bezahle. Wenn Diviani nach Amerika mit Illusionen gekommen lei. lo seien diese jetzt zerstört. __

Ein weitere deutscher Protest beim Völkerbund.

vr. Senf. 4. Avril. Der Generalsekretär des Völker­bundes erhielt von der deutschen Regierung ein Schreiben, in dem diel« gegen die Anwelrnbeit srauzösii'cher Truoven und gegen die kranrösiiche Militär­gerichtsbarkeit im Saargebiet als Verletzung des Vertrages von Versailles vrotestiert. Die deutsche Regie- runa wünscht, datz Deutschlands Einssruch den Mitgliedern des Völkerbundes zur Kenntnis gebracht wird »nd datz der Völkerbund in dieler Socke einen Beichlutz ratzt. Der Gene­ralsekretär hat dieien Protest dem Prästdenten der Äerwal- Ningskommillion übermittelt mit der Bitte, die Bemerkun­gen bekanntzuaeben. die er dem Rat zu unterbreiten habe. Der Schriitweckiel wurde den WiürUedern de» Rate» zur Kenntnis gebracht.

Nr. 156 . ♦ 69 . Jshrgairg. Die Aufruhrbswsgung niederzeschlagen

Dz. Magdeburg, 5. April. Die Meldestelle des Oberpräftdiums teilt mit: JmRegierungsbezirk Ale r f e- b u r g wurden bei verschiedenen Streifen mehrere Per­sonen festgenommen und Gewehre beschlagnahmt. H e t t st e d t wurde mit einer Hundertschaft dauernd be­legt. Im Kreise T o r g a u wurden 230 Personen fest­genommen. In T o r g a u wurde ein Handgranaten­attentat auf den zweiten Bürgermeister verübt, das aber mißlang. Erhebliche Munitionsfunde wurden ge­macht. — Im übrigen kann gesagt werden, daß die Lage allgemein ruhiger geworden ist und die Auf- ruhrbervegung als niedergeschlagen betrachtet werden kann.

Wiederaufnahme der Arbeit.

W. T.-B. Berlin, 4. April. In Sachsen, Westfalen, Obcrschlejien, d'eistn-Nassau und im Kreise Wetzlar ist die Nacht ruhig re>lausen. Im Kreise Wetzlar isl der Streik beendet. Die Aufnahme der Arbeit vollzieht sich langsam, da verschiedene Hochöfen ausgebr-annt sind. Die Echutzpclizei ist in ihre Standorte wieder zurück­gezogen worden. Die Arbeit in den linksrheinischen Zechen ist fast vollständig wieder ausgenommen worden^ Überall herrscht Ruhe. Die Bewegung, welche die Aus­rufung der rheinisäfen Republik zum Ziel hatte, ist miß­lungen. Im Ausstande befindet sich jetzt nur noch die Belegschaft der Friedrich Heinrich-Grube. Die Zechen Rheinpreutzen 4 und 5 sind durch die belgischen Trup­pen gesäubert worden, wobei die Kommunisten zwei Tote und einen Schwerverletzten hatten. Eine ernste Beschädigung der Zechen ist nicht eingetreten. Beide Anlagen wurden heute wieder in Betrieb genommen. Von der 12 000 Mann starken Belegschaft fehlen nur 2- bis 800 Mann. Der Strahenbahnverkehr ist wieder ausgenommen. Die Schächte find noch von belgischem Militär besetzt, das aus Aachen hervngeführt worden ist.

Dz. Berlin, 5. April. Wie die Leitung der Leuna- Werke mitteilt, werden die Wisderherstellungsarbeiten an dem Werk vormissichtlich diese Woche noch soweit durchgeführt sein, daß die Wiederaufnahme des Be­triebes erfolgen kann. Für die Einstellung der Arbeiter soll eine bestimmte Iahresgrenze festgesetzt werden, da jeder, der in einem für Deutschland so wichtigen Be­triebe wie die Leuna-Werke arbeite, eine gewisse Reif« erlangt haben müsse.

Der DemsnstraLionsstreik am Beerdignngstage Sylts.

]>,. Berlin, 5. April. Me der „Vorwärts" mitteilt, beabsichtigen die Kommunisten dem anläßlich der Be­erdigung Sylts geplanten Demonstrationsstreik eine möglichst große Ausdehnung zu geben. Ein von dem Aktionsausschuß der städtischen Elektrizitötsarbeiter er­lassener Ausruf fordert alle städtischen Arbeiter und Angestellten auf, am Mittwoch die Arbeit ruhen zu lassen und sich an dem Begräbnis zu beteiligen. Auch der Bezirksverband der Provinz Brandenburg der U. S. P. und der gesamte Betriebsrat der Betriebe und Verwaltungen der Stadt Berlin erließen ähnlichs Aufrufe.

Ein Opfer des kommunistischen Terrors.

Db. Berlin. 5. April. Der „Berl. Lokalanz." be­richtet aus Halle: Pastor Müller aus Querfurt, der von kommunistischen Banden ans der Kirche geholt und mißhandelt und schließlich als Geisel fortgeführt morden war, ist im Merseburger Krankenhause seinen Verletzungen erlegen.

Rauh in Wettin.

Dfc. Berlin, 5. April. Wie aus Halle berichtet wird, hat die kommunistische Bande, die Wettin heim­suchte, im Wettiner Postamt einen sich ihr entgegen­stellenden Landjäger erschossen und 5 0000 M. geraubt.

Der Anschlag auf die Siegessäule.

Dz. Berlin, 4. April. Die an dem Anschlag ans die Siegessäule Beteiligten sind dem Untersuchungsrichter zugeführt worden. Es sind: Schriftsetzer Walter

Baumgart, Dreher Emil Hannemann, Arbeiter Kamiaski, Schleifer Karl Kranz. Portier Friedrich Lemke, Kernmacher Hermann Mordon, Eisenhoble, Hermann Neumann, Fabrikarbeiter Nöring, Eisen, drehe: Friedrich Schirchinski.

Die Betrieboratswahlen im Ruhrrevier.

I>z. Berlin, 5. April. Nach einer Meldung des „Der!. Lokalanz." aus Bochum liegen von den Be­triebsratswahlen im Ruhrrevier bisher die Ergebniss« von 66 Schächten vor. Von den 690 gewählten Be­triebsratsmitgliedern gehören 377 den Freien Gewerk­schaften. 168 dem Christlichen Gewerkverein, 23 der Pol­nischen Derufsvereinigung. 2 dem Hirsch-Dunckerichen Gewerkverein, 135 der Freien Arbeiter-Union, 31 den Syndikalisten und 14 den Vereinigten Kommunistilcherl Parteien an. *