Verlag Langaaffe 21
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Freitag. 1. April 1921.
Abend-Rusgabs.
Nr 150. * 69. Jahrgang.
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Der März-Putsch 1921 und seine Lehren.
Der März scheint der kritische Monat für die junge deutsche Republik zu sein. Dem März-Kapp-Putsih des Wahres 1926 ist nun in diesem Jahre der kvmmuniitl- iche März-Putsch gefolgt. Beide Unternehmungen waren von vornherein zum Scheitern verurteilt, da Heide stch nur auf eine kleine Minderheit, nicht aber aus die breiten Masten stützen konnten. In erfreulicher Weise sind diesmal von Anfang an. sowohl die Mehr- heitssozialisten wie die Unabhängigen sowie die Gewerkschaften von der koinmunifnschen Wahnsinnspolilik abgerückt. Ehe noch Blut in den Stratzenkämpfen floß und ehe noch das verbrecherische Gesindel Bankberaubungen — Abhebungen sagt die „Rote Fahne" — und Anschläge aus die Eisenbahn vornahm, haben „Vorwärts" und „Freiheit" vor einer kommunistischen Gewaltpolitik, wie fle die .Fkotc Fahne" morgens und abends in ihren blutrünstigen Aufrufen forderte, gewarnt. So standen die Kommunisten von vornherein allein auf weiter Flur.
Vollkommen ausgeschlossen erscheint, daß die Leitung der Kommunisten etwa glauben konnte, im jetzigen Augenblick die Errichtung der Räterepublik durchführen zu können. Mögen die kommunistischen Führer ihre Bewegung noch so sehr überschätzen, so blind sind sie gegenüber den tatsächlichen Verhältnissen denn doch nicht. Die einzige Erklärung dafür, daß man jetzt los- schlug, ist: der Befehl aus Moskau. Es ist denn auch kein Zufall, daß die Aktion in Deutschland wenige Wochen, nachdem ein völligerWechsel in der Leitung der kommunistischen Partei Deutschlands eingetreten war, sinfetzte. Levi, Hosfmrmn, Düumig und Klara Zetkin mußten bekanntlich auf Moskauer Befehl aus der Leitung der Partei ausscheiden und machten einigen weniger bekannten Größen Matz. Vorgeschoben wurde damals die Stellungnahme der deutschen Parteileitung zu der italienischen Parteibewegung. Wahrscheinlich aber hat es stch hier viel weniger um einen theoretischen Streit gehandelt, als vielmehr darum, daß Moskau eine bewaffnete Aktion in Deutschland wünschte, die die alte Parteileitung wegen ihrer Aussichtslosigkeit ablehneu zu wüsten glaubte. Moskau aber brauchte Leichen, wie der „Vorwärts" sehr treffend schrieb. Die Lag« der Moskauer Regierung war so schlecht geworden — diellnruhen inPetersburg, Moskau und nicht zuletzt derAufstand inKronstadt haben das klar gezeigt —, daß sie das dringende Bedürfnis Hatte, ihren Anhängern zu zeigen, wie „die Weltrevolution" marschiert und darum mußte das deutsche Proletariat bluten.
Dem kommurrrftischen Vorstoß lag ein deutlich erkennbarer Plan zugrunde. Die „Rote Fahne", das Zentralorgan der Kommunisten, bereitete ihre Anhänger schon seit geraumer Zeit immer wieder auf den ,Aag" vor und forderte unverhüllt zur Revolution und zum Kampf mit der Waffe auf. Auch die Gleichzeitigkeit der Gewalttaten spricht für stch. Zn Berlin sollte die Siegessäule fallen, in Mitteldeutschland ließ man Gerichtsgebäude auffliegen und für die Wasserkante war Ähnliches geplant Die Stoßtruppe sollte das mitteldeutsche Indusrrieproletariat, das für die kommunistische Agitation am besten zugänglich gewesen ist, bilden. Die Besetzung Mitteldeutschlands durch Polizei, die auf Antrag des mchrheitsfozialiftifchen Oberpräsidenten der Provinz Sachsen, Hörsing, erfolgte, um den Bandendiebstählen wirksamer begegnen zu können, bildete nur den Vorwand zur kommunistischen Aktion. Versuche, die Bewegung auch auf andere Teile des Reiches zu übertragen, sind im allgemeinen ohne Erfolg geblieben, wenn die ganze Aktion auch onch nicht als abgeschlossen gelten kann und wenn auch immer noch damit gerechnet werden muß. daß hier und da neue Brände mifflammen.
Bedenklich war die Lage im mitteldeutschen Industriegebiet, wo die roten Banden einen unerhörten Terror ausübten, Städte besetzt hielten, Eisenbnhn- brücken und Gebäude sprengten und Geiseln verschleppten. Selbstverständlich konnte diese Bewegung nicht in einem Tage niedergeworfen werden, zumal msn M im Anfang darauf beschränkte, nur kleinere Abteilungen der Schutzpolizei in loserem Zusammenhang in die bedrohten Gegenden zu entsenden. Indcsten stellte es stch sehr bald heraus, daß man den teilweise recht gut bewaffneten Aufrührerbanden gegenüber nur durch ein stärkeres Aufgebot von Schutzpolizei wirken konnte. Überall, wo diese Kräfte zur Stelle waren und wo sie einheitlich eingesetzt wurden, gelang es in verhältnismäßig kurzer Zeit, Herr der Lage zu werden.
Soweit man heute Lehren ans dieser Bewegung Uehen kann, muß zunächst der Schutzpolizei unbedingte Anerkennung gezollt werden. Sie hat in diesen Tagen ÄkrvLLrLgUtdes geleistet und kann des Dankes eines Ivoen Bürgers sicher fers. Lber es hüt sich andererfeLts
auch gezeigt, wie verderblich es war, daß auf Ententegeheiß hin die Polizeitruppe die schweren Waffen hat obgeben müsten. Mitteldeutschland hat wieder einmal bewiesen, was man in England von Irland her auch wissen sollte, daß die Polizei mit dem Gummiknüppel allein nicht auskommen kann. Trotzdem ist es zweifellos richtig, daß die Reichswehr erst im äußersten Notfall eingesetzt wird. Immer lag doch die Gefahr nahe, daß man durch eine unbesonnene Handlung die schmale Front des Gegners verbreiterte, die Unabhängigen sowie die Mehrheitssozialisten auf die Seite der Kommunisten trieb, und so aus dem Kampf gegen verbrecherische Banden einen Bürgerkrieg gemacht hätte.
Nun werden die Gerichte zu sprechen haben. Unter keinen Umständen darf man jetzt durch eine Amnestie der Justiz wieder in den Arm fallen. Der Staat tit es Hcfj selbst schuldig, gegen Leute, die nach dem Rezept der russischen 'Nilnli'sten arbeiten und keine Politiker, sondern Verbrecher sind, energisch zuzugreifen. Rur so ist es möglich, die Gefahr der Wiederholung eines solchen Attentates auf den Staat auf ein Mindestmaß zu beschränken!
Eine Anerkennung für di« Pslizeitruppe».
Dz. Berlin. 1. Avril. (Drahtbericht.) Am Anordnung des Rerchskabmeits begab sich eine Kommi'ssionaus Beamten des Reichsministeriums des Innern, des Rerchvwear- ministerlums und des vreuhiieben Ministeriums des Innern in das mitteldeutsche aiufru&r-ßebiet, um sich an Ort und Stelle von den Ergebnissen der P o l ize ra k 1t o n au üb-R^ugen. über iDrc Eindrücke wurde tn einer gemeinsamen Sitzung des Reichskabinetts und des vreutzi'chen Kabinetts Bericht erstattet. Di« Feststellungen gingen dabim das,
die P o I i z - i i b r e A u i g a b e m i t d« r g r o 8 I«n H i n- gäbe in v o r t r e s ? l i ch e r Weise ge l ost bat. — Dir Mahnabmen. die zur Unterdrückung der Bewegung gerrMen sind, können als völlig -weckmätzig bezeichnet werD^ vre wurden so schnell und kräftig durchgeführt, wir di« Lch^iertg- kcit der Aufgabe dies zvlictz. so dah der l^n^tz von Rerckv- webr «über den der Polisei bergegebenen Batterien im Am- standsgebret weder erforderlich war. noch, wenn Keinerlei Rückschläge erfolgen, erforderlich sein wnd. Zur Säuberung des Gebietes von versprengten Banden zur Verhinderung neuer Zusammenrottungen irr*, pt ^MelluM und FesD nahm« der Schuldigen wird noch tvnt Reche von Mahnabmm erforderlich lein, die der Natur nach am besten durch di« Polizei gelöst werden. Die Polizei wird daher vorerst noch im Au-fruhrgebiet bleiben. In einzelnen AunuhrMegenden auherbalb des von der Pvli-e, befriedeten Gebietes wird
n a ch B e d a r s m i t R e i ch s w e b r e i n g e g r i f f e n werden. io gegenwärtig in Sieb«nwrrda. 3u Zweck
wird die Bereitstellung des Militärs zunächst beibebalten Die Bevölkerung des beimgesuchten Gebietes kann daher mit Vertrauen auf di« baldige völlige Wiederkehr ruhiger und sicherer Verhältnisse rechnen.
Eine Denkschrift der preußischen Regierung.
W.T.-B. Berlin. 31. März. Die vreubische Regierung gibt über die Entwicklung, die zu dem Kommuniitenaufstand führte, in der nächsten Zeit eine Denkschrift heraus.
Die Lage in Mitteldeutschland.
Dz Magdeburg. 1. Avril. Rach dem gestern abend 7 USr von der Meldestelle beim Obervrä.stdtum ausgesebenen Bericht ist in Magdeburg sowie >m dortigen Regierungsbezirk alles ruhig. In einzelnen örtichaiten vei A i ck e r s l e b e n ianden kommunistische Versammlungen statt, in denen zugereiste Agitatoren auftraten. Diese wur- ken festgeitommen. — In Merieburg und rm Regierungsbezirk Merseburg herrscht Rukm. Das. GewerMakts- birtell in MerieburZ fordert alle Arbeiter, die dem Gewerk- icbaftskartell angeboren, auf. sofort die Arbeit wieder aut- zunebmen. Eine Bande von ungesavr ISN Mann hat die Postkaste sowohl in N aund orf wie in L.ob ei u.n beraubt »nd die Televbondrähte zerschnitten. Eine Aktion gegen diese Bande ist eingeleitet. In L l ebe n.w e rd a bat sich die Lage weiter verschärft. Eine grotze.Aktion gegen den Kreis Liebenwerda -st >m Gange. Die Aktion, tm llöstrut-Tal wird weitergefuhrt. Im Kreise S Ä l e u s i n g e n und in Suhl ist die Arbeit m allen Betrieben wieder ankaenommen worden. In Salle baden di« Arbeiter der städti.Äen Werke dem gestrigen Aufruf, des Gewerkichaftskartells Folge geleistet und die Arbeit wieder ausgenommen. Salle hat wieder Licht, und Wasser. Der Eisenbahnbetrieb von Salle nach Thüringen ist ebenfalls wieder anfgenommen worden. .... . ^ ...
Dz Liebenwerda. 31. Mar,. Dis Lage :m Braunkohlen- revirr im Kreist Liebenwerda ist seit gestern verschärft, ^te Mitglieder der neugebilveten Rostn Armee nahmen Saussuchrmaen vor. die vor allen Dingen der Erlangung von Waisen galten. Die Landiäger wurden entwaffnet. Die Rach'icht von der V>rbaftung der Direktoren der Milly- Gn'ben entwricht nicht den Tatsachen. Die Direktoren ver- vi-lmebr mit den Arbeitswilligen.
W T.D. Delitzlch. 81. März. Die ..DeMkKer Ztn" berichtet' Der Ort Gröbere wurde gestern nachmittag 4 Ubr von den roten Banden kamvflos geräumt. Cie zogen stch in die Gegend von Gütz und Dammendorf zurück wo ste sich verschanzten und vlündbrnd und raubend umberstreifen. Der Gemcindevvrsteher Hesse in Roitzschgen wurde von ihnen erschollen. Der Sauvt- stützvunkt der Banden soll Petersbera Sei Halle lein. Die Sckiutzvolizei und Reichswehr von Salle. Bitterfeld und Delitzsch stnd im Anmarsch.
Vp.M- v. Wehlau, 3t. Mär». Der ..Wehlaurr Ztg." zufolge wurde in G o l d b a ch in der vergangenen Nacht ein Schn des Desttzers T Ü ie l von den Kommunisten e r - schossen. Auch wurden in der ?kähe non Goldbach vergangene Nacht verschiedene Telegravbenstangen abgesägt. Der Klrrnbabnzug nach Labst» muhte nerschstdentlich an- balten. bis die TelegravkeMangen uad -drahte vom Gleis
Der Kommunistenführer Sylt nieder- geschojsen.
vz. Berlin. 31. Mär». Der Kommuniftenführer. Elektrr- ritätsarbeliei Wilhelm Sylt wurde heute morgen weset; Aufruhr von der Kriminalpolizei stttgenommen und aut das Polizeipräsidium verbracht. Als er aus dem Pouz^r- gefängnis dem Kriminalkommiisar zur, Vernehmung vorge- fübrt werden sollte, schlug er dem begleitenden Beamlen mit de: geballten Faust ins Gesicht und versuchte., dre -lber- raschung des Beamten ausrunutzen und zu fluchten. Ter Beamte gebrauchte seine Waffe und sch o 8 Sr> l t ni ed e r. Tie Kugel drang in deit Rücken, durchbohrte oen Körper rnid trat auf der rechten Bruststite heraus. Sylt wurde wwrt vom Kreisarzt. Medizinalrat Lindemann, untersucht, stme Verletzung ist zwar schwer, aber nicht lebensgefährlich, da weder Herz noch Lunge getroffen stnd.
Dz. Berlin. 1. Avril. Wie die Blatter berichten, bestreitet der im Berliner Polizeivrästdium verwundete Kom- niunist Sylt, einen Fluchtversuch gemamt zu haben. -- vstn Ausschuh der Berliner Eewerkschattskomml.tn.on not ach :m Bkisein von Vertretern des Afa-Bundes mit dem Fall Sylt beschäftigt. Die Stellungnahme der Gewerkschaitskommitfion kann erst erfolgen, wenn der Ausschuh die ihm rusebilllgts Untersuchungsmöglichkeiten wahrgenommen hat. Dies soll iw Lause des heutigen Tages geschehen. — Die Arbeiter der Berliner städtischen Elektrizitätswerke wuro.e,, aufgcfordert. nur den Beschlüssen der Lewerkichaftskommlssion zu süig-u.
Dz. Berlin. 1. April. Auf die Nachricht, dah der Kom- munistenfülner ObermafLlnist Sylt im Polizewrasid ium .be i einem Fluchtversuch niedergeschossen worden sei. setzte sofort eine lebhafte Agitation un ter .den Lle!tr i- zitätsarbeitern ein. Man Lerief eine Versammlung, zu der aber von den 3000 Elektrizitatsarbritern nur 4M erschienen waren, von denen 250 für und -.50 gegen den Str.l, stimmten. Damit dürfte die ganze Aktion gegenstandslos geworden stin.
Die Berliner Gewerkschaften fordern Aufhebung der Sondrrgerichte.
Ds Berlin. 1. Avril. Die Berliner Gewerkschaftskom- nriffbm' rat) das Orb-kartell Groh Berlin. des fordern in einem Aufruf in de: ..Freiheit dis IuhAm der Borvrdnnns über die Sonoeiaenrote.
B-fchlagnahme des „Tag".
Dz. Berlin. 1. Avril. Di« gestrige Morgenausgabe des Berliner Blattes Der. Sa/ wurde wegen des Artikels ..Was nun. Herr Severmg! beschlagnahmt. Di« .ge» schlagnalnnL erfolgte auf ...Grnntz eiirrr AnweUMig des Staatskommissars für die öffentliche Sicherbeit.
Angriff auf das Kraftwerk Hegermühke.
W. T.-B. Berlin. 31. März. Das märkische Elektrizitätswerk teilt mit: Heute nackt wurde das Kraftwerk Heser- müble bei Eberswalde von bewaffneten Banden angegriilen. die auf die Leute des Werkes Gewebrfener richteten, um sich gewaltsam Eintritt in das Werk zu verschaffen. Der Angrrft wurde von der eigenen Belegschaft abgeschlagen.
Verhaftungen in Erfurt.
Dz. Erfurt. 31. März. Im Laufe des gestrigen Tages wurden bis in die späten Abendstunden za hl re i ch e Ve r- Haftungen vorgenommen. In Erfurt-Nord wurde er« Lager non 60 Gewehren beschlagnahmt. Das Rarhaus, das Hauptvostgebäude und die Gas- und Elektrizitätswerke werden durck Polizei aestckert. ^ „ . . cm ... ^
W.T.-B. Erfurt. 31. Marz. Im Laute des Mitlwom mürben die beiden Kommunistenführer Förster uns Orvbal verhaftet. Dir kommunistische Nachrichtenzentrale wi'rde ausgcboben. Don der Polizei wurden weitere Verhaftungen vorgenommen. die im Zusammenhang mit dem Etlenbahnattentat steben. Es stellt fest, dah bekamite Kommunistenführer als die Urheber anzusehen stnd. Bei eine« Kommunistenführer wurde ein Waftenlager ausgehoben, in dem stck eine gröbere Anzahl Gewehre. Handgranaten und Munition befaiid.
Drre Generalstreik in Gotha beigelegt.
Dz. Gotha. 3t. Marz. Noch dem gestrigen Besckluh wurde der Generalstreik am 30. März deigelegt. Heute wird in sämtlichen Betrieben gearbeitet, mit te nähme eines einzigen, dessen Bestnec abwesend ist.
Die Rückkehr zur Arbeit im Industriegebiet.
W.T.-B. Esten. 31. März. Im rheinisch-westfälischen Industriegebiet ist die Lage unverändert.. Auf oen Zecken Oberberg im Amtsbezirk Dortmund wrK überall gearbeitet, mit Ausnahme der Zecke Westfalen vn Asien, wo rtwa dir Hälfte der BeleMaft nickt angerahren ist. Auf der linken Rllernleite befinden stch noch die Belegschaften oer Zechen Rbeinoreutzcn. Macht 1. 2. 3 und 5.. Dn-rsardt. Schacht 1 und 2. Friedrich Wilhelm und Willlelmine Mertsten im Ausstand. Sckackt 4 und 5 der Zecke Nheinpeeusten stnd von den Kommunisten besetzt. Die Zecke Dieraacdt. Schnobt r und 2 die ebenfalls von den Kommunisten besetzt war. ist beute morgen wieder fr>-insgeben worden. — Wie von kom» mnnistisck'er Seite mitgeteilt wird, beschloh die Streiklerüing für den Westen in der Nackt den Abbruch des Streiks.
Mißhandlung eines Arbeiterführers.
Dz. Beeli«. 1. Avril. Wie der ..B. L -A." aus Este» meldet, drangen in Homberg lim linksrheinischen besetzten Gebiet) Kommunisten gewaltsam in die Wohnung des fvzialdemokratllchen Arbeiterführers. Stadtrat Zimmer, «in und mitzbandelten ihn in der schlimmsten Weife. Zimmer wurde lebensgefährlich verletzt.
Wiederaufnahme der Arbeit auf der Vulkan-Werft.
Dz. Berlin. 1. April. Wie aus Hamburg gemeldet wird, haben sich die Arbeiter der Vulkan-Werft bereit erklärt, die Arbeit am lleutigen Freitag wieder aufs, zuirebmen. und »war uuter der von der Werftleituim stellten Bedinrnms. dab von der W i e d e r e i nst e lIn n g solcher Arbeiter abgesehen werden könne, oir durch ibr Verhalten zu der SLlicbuna des Betriebes Labes.
