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12 Ausgaben.

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Berliner Abteilung des Wiesbsden« Lagdlattr: Berlin XIV. 4V, Fürst Bismankftrabe L Kernkprrch«: Amt -ans« 1371-1373.

Donnerstag, 24. März 1921.

Abend-Ausgabe.

flk-140. » 69. Jahrgang.

Moskau braucht Leichen.

In einem DiehstaL erwartet man gewiß keine Mai­glöckchen- oder Veilchendüfte und von dem Zentralorgan der B. K. P. D. sVereinigte Kommunistische Partei Deutschlands) der „Roten Fahne" erwartet mein keine sentimentalen Betrachtungen oder sanften Leitartikel. Dia« ist hier vielmehr von vornherein aus einen kräf­tigen Ton gefaßt. Solche Erwartungen hat auch die itote Fahne" vom ersten Tage ihres Bestehens nicht zuschanden werden lassen. Was sich das Blatt jedoch in Sen letzten Tagen leistete, geht erheblich über das ge­wohnte Maß hinaus. Es wurde hier eine Verhetzung und Auftmtschung der deutschen Arbeiterschaft betrieben, die nur dem einen Zweck dienen kann, blutige Zu­sammenstöße herbeizuführen. Anlässe zu einer solchen Hetze sind im Augenblick nicht vorhanden, also mästen jie an den Haaren herbeigvzogen werden. Zn der treff­lichster Weise kam nun der bayerische Ministerpräsi­dent, Herr v. K a h r, der äußersten Linken zu Hilfe. Alle späteren Auslegungskünste können doch nicht dar­über forttärische«, daß Herr v. Kahr im bayerischen Landtag mehr- oder minder offen Widerstand gegen das Verbot der Selbstschutzorganisationen, also gegen ein Reichsgesetz gepredigt hat. Herr v. Kahr hat in einer zweiten Rede versucht, seine ersten Ausführungen abzufchwächen, nachdem ihm von demokratischer Seite in das Gewissen geredet und der Ernst der Lage vor Augen geführt worden war. Die „Rote Fahne" aber hatte ihren Agitationsstoff. „Kahr pfeift auf die Ge­setze. Er pfeift laut auf sie, bevor noch die Gesetze in Kraft find. Er erklärt schon fetzt: Wenn aus dem Ge­setzentwurf über die Entwaffnung der Orgesch usw. ein Gesetz wird, wird er noch lauter und deutlicher auf es pfeifen", so heißt es in einem Aufruf der „Roten Fahne", befc eine „klare Antwort" fordert. Der Pfiff, so heißt es in der Tonart des Blattes weiter, muß be­antwortet werden. „Ein jeder Arbeiter pfeift auf das Gesetz und erwirbt sich eine Waffe, wo er sie findet! Wie Kahr von der einen Seite, so mntz das Proletariat von der anderen Seite: Pfeifen auf das Gesetz!" Auch das ifi eine innerpolitische Folge der genialen Politik, die der baverische Ministerpräsident in Sachen der Qrgesck Einschlagen zu mästen glaubt. Die „Rote Fahne" sollte Herrn v. Kahr dankbar fern, daß er ihr einen so schönen Agitationsstofs liefert.

Der Gedanke des Kampfes mit der Waffe in der Hand zog sich dann immer wieder durch die Aufrufe, mit denen die „Rote Fahne" ihre Spalten füllte. Herrn v. Kahrs Einwohnerwehr-Politik allein reichte natür­lich als Anlaß nicht aus und auf der Suche Nach weite­rem geeigneten Stoff stieß man auf die Androhungen, die der mehrhsitsfozialistifche Oberpräsident der Pro­vinz Sachsen, Hörsing, getroffen hat, um den Banden­diebstählen und Gewalttaten im mitteldeutschen In­dustriegebiet begegnen zu können. Die höchst harm­losen Maßnahmen —- es handelt sich um die Verlegung einiger Hundertschaften der Schutzpolizei — mußten nun den Vorwand fiir die weitere Hetze liefern. Tatsächlich ist es ja auch den Kormnunisten gelungen, die Arbeiter auf den Eislebener Gruben der Mansfeldifchen Kupfer- rmd Schieferbaugewerkfchast sowie einiger anderer Be­triebe zur Abwehr der Hörfingschen Maßnahmen in den Streik zn hetzen. Mit vollen Backen blies die „Rote Fahne" nun in das Feuer. Die Arbeiterschaft wurde aufgefordert, sich bereit zu halten, um die Arbeiterschaft in Mitteldeutschland zu unterstützen. Die Gegenrevo­lution muß so geschlagen werden, „wie diese allein ge­schlagen werden kann, mit der Waffe in der Hand" Und auch an arideren Stellen des Blattes kam die Hoffnung auf den siegreichen Putsch znm Ausdruck, so hieß es z V. in einem Stimmungsbild über die letzte Reichstags- fitzung: „Die Parlamentskomödie ist vorbei. Vielleicht wird vor der Forffetzung am 20. April der stumme Chor der Masten sich selbst des Schauplatzes bemächtigen." Das Echo dieser Hetzereien konnte nicht ausbleiben. Man kann leider die Äugen nicht mehr vor der Tatsache ver­schließen, daß wir mitten drin in einer sogenannten kommunistischen „Attion" stehen. Nachrichten aus den verschiedensten Gegenden berichten über Attentate, bei denen sich die Grenze zwischen politischen und gemeinen Verbrechen vollkommen verwischt. Zn den Landgerichts­gebäuden von Dresden und Leipzig sind Höllen­maschinen zur Explosion gebracht worden, die schweren Materialschaden anrichteten. Auch in Freiberg (Sa.) fft gegen das Gerichtsgebäude ein Vombenattentat ver­übt worden und ebenso wurde das Rathaus in Roderoich zum Teil in die Luft gesprengt. Sachsen ist der eine Herd der kommunistischen Partei. An _ zwei anderen Herden, nämlich in M i t t e l d e u t s ch l a n d und Hamburg, geht es nicht minder bedenklich zu. Mittel­deutschland. das früher eine überaus friedliche ord- nungsliebendo Arbeiterschaft hatte, ist von den Kommu­nisten in besonders schwerer Weise heimgesucht uwrdeu.

Verhetzte Elemente haben die Schienenlaschen in der Nähe von Halle gelockert und den v-Zug Halle-Leipzig zur Entgleisung gebracht. Nur besondere Glücksumstände haben hier ein entsetzliches Unheil verhütet. Gleich­zeitig wurde die Bergwerksbahn der Mansfelder Kupsersckfieferbanenden Gesellschaft in die Lust ge­sprengt. Damit nicht genug: in Wansleben hat man das Drahtseil der Drahtseilbahn des Kaliwerkes zer­schnitten. Vierzig Räuber haben die Kleinbahnkasse geplündert. Der Oberpräsident der Provinz Sachsen mußte im Provinziallandtage Mitteilen, daß in Mans­feld 50 Banditen das Postamt überfallen haben. Auch die Kreissparkaste sowie die Spar- und Kreditbank in Mansfeld wurden heimgejucht und ausgercrubt. In Eis­leben kam es zu schweren Ausschreitungen und Schieße­reien. Nunmehr tritt auch der Charakter des Atten­tats auf die Berliner Siegessäule klarer zutage. Bei einer Kommunistenverhaftung in Berlin wurden ver­schiedene Elemente gefaßt, die dringend verdächtig er­scheinen, an dem geplanten Attentat auf die Siegessäule beteiligt gewesen zu sein.

Welcher Grund mag die Kommunisten dazu veran­laßt haben, daß sie gerade jetzt die Zeit für gekommen hielten, zu versuchen, ihre Putschpläne in die Wirklich­keit umzusetzen? Zn der inneren Politik Deutschlands ist ein solcher Grund jedenfalls nicht zu finden. Von den Rüstungen der Gegenrevolution wird ja zu allen Zeiten gefabelt, aber selbst der „Vorwärts" gibt zu, daß in der letzten Zeit keine Merkmale unmittelbarer Ge­fahr hervorgetreten feien. Auch der Transport einiger Hundertschaften der Schutzpolizei kann doch bei zurech­nungsfähigen Leuten nicht eine solche Raserei ausldsen. Stein, tatsächlich liegt der eigentliche Grund auch ganz wo anders. Dis B K. P. D. emMngt ihre Weisungen aus Moskau, und in Moskau scheinen Dinge vorzu­gehen, die es den kommunistischen Herren der Welt zweckmäßig erscheinen lasten, irgendwo einen Brand zu stiften. Mit Recht bemerkt daher auch der „Vorwärts": „Moskau braucht Leichen!" Der „Vorwärts" ruckt denn auch sehr energisch von diesen gewissenlosen Trei­bereien ab. Das gleiche tut die unabhängige „Freiheit , die vor der ProvÄationstaktik der Kommunisten warnt und das Treiben als Wahnsinn bezeichnst. „Zeder Ar­beiter", so heißt es in dem unabhängigen Blatt. „hat die Pflicht, diesen gewissenlosen Treibereien entgegm- zutreten. Die Kommunisten müssen wissen, daß sie aus keinerlei Unterstützung bei diesen von ihnen frivol ein- geleiteten Aktionen zu rechnen haben."

Die Herren von der K. P. D. stehen also allein auf weiter Flur. Es scheint daher auch nicht angebrm )t, ste aus ihrer isolierten Stellung zu befreien. Es hat aar keinen Zweck jetzt der Bewegung Märtyrer zu schaffen und etwa von Staats wegen zum Schlag aus­zuholen. Eine solche Politik der Vor^cht und Umsicht verteidigen, heißt teineswegs eine Politik der Schwache treiben. Wenn zugegriffen wird, dann schnell und kräftig. Wer Gewalt anwendet, soll die Gewalt des Staates zu spüren bekommen, daß ihm die Lust vergeht, ein zweites Mal Ruhe und Ordnung zu stören. Sei* eilt im übrigen nicht nur für die Dummen, die wirkuch zur Waffe gegriffen haben, sondern auch für ine tapse- ren Helden, sie in namenlosen Artikeln und Ausrufen öie Leichtgläubigen in das Unglück hetzen, weil Moskau Leichen braucht! ✓

Aufruhr m Eisleben.

Dz. Eislebe,l. 23. März. Das ..Eislebener Tasblart" berickttt dag einige Beamte der Schutzpolizei auf einem Spaziergang durch aufgehetzte Veriammlungstellnebmer überfallen un d m i tz b andel t wurden, fern Beamter mürbe' nach dem Volksbans, die beiden anderen nach oer ^Mansfelder VolkszeitmM"-Redaktion geichlevvt und dort durchsucht Eine starke Beamtenabteilung mutzte ße be- fieien In der vergangenen Nackt wurde tatiacklich auf die (rdnitoolwei die im Seminar untergebracht ist. das ^euer eröffnet und m it H andgr anaten 0 e - weifen. Der motzte Teil der Zechen oer Maasfeldsr Ge-

n ' er m ß gbtefccn. 23. März, abends 8.30 Uhr. Der Nach­mittag brachte eine lebhafte Schieberei in den Stratzen. Die Kommunisten begnügten sich nickt bannt. die Schutzpolizei von der Stratze zu vertreiben, sondern wärmt auck p and- Granaten >n die Polizeiwache am Ratbau*. Drei Pott- zeiwachtmeister wurden erbeblm,. verletzt. Bereits am Nach­mittag batte die Schutzpolizei bei einem Feuerwechsel mehrere Tote und Verwundete. Die Verluste aut selten, der, An­greifer sind unbekannt. Zur Stunde ist.kein Sicherbetts- beamter auf den. Strafen zu sehen. Dre aufrubrerrschen Elemente haben dre Oberband. Das offenbarte sich auch rn den Plünderungen. die »n den spateren Nackmrttags- stunden am Marktplatz und in den RebeMvatzen emfetzten. von denen besonders die Konsektrons- und dre Schuhwar^n- geichäfte betroffen werden. Be: Abgang des BsruLts wui»« eben wieder ein Konfekilonsgeichatt geplündert. Vereinzelt rcflcn noch immer Schüsse. Die SämdooUzcl bat ,,ck -n ibre Quartiere zuruckgezogen.. Der m der Madck-mfchrrl- liegen­den Abteilung wurde ein Ultimatum «erteilt. taUs ste «ch bis heute abend nicht ergebe, werde man die Stadt an allen Ecken anzünden. In der Nähe der Krug-Huttengewett- ickast kam es gleichfalls zu Schiebereien. Der 6.20 Uhr abends von Salle abgehende. Versonenzug. ^r um 8 Uhr emttaf. iE -eil Streikenden an der Werter fahrt sehrnoert.

Die Regierung wartet ab.

Dz. Berlin, 24. März. Mi- die ..Vcki. Ztg." meldet, haben sich das Reichskabinett und dw oreupiläze Staals^- rcgierung gestern mit den Lreizurisen in wt i i le r- deutschland und in Hamburg oeschaitigl und zunockt eavon Abstand genonimen. in Mitteldeutschland oen Bctage- rungszustand zu verhängen, da man anseüÄ.s der ve- scvnenen. ruhigen Haltung der Arbeit-rlchaft in ihrer, aropen Mehrheit hofft, datz die lommunrrt t > che Aktion tn Mitteldeutschland auch obrre Anwendung derartiger Mittel im Sande verlaufen wird. Verstärkungen werdur nur rn Ausnabmenotfällen entsandt werden. — ä.SlL.^ das^ Ulai- lvciter meldet, versuchen die kommunistischen Agitatoren, d-e Eisenbahner dazu aufzuhetzen, die Berorderuns von ^>e.- stärkungen zu verweigern. ^

Der Allgemeine Deutsche Gewerks rnaft»- bund hat eine EntsMietzung angenommen, .m der er nck gegen die durch die k o m m u n l >t r s ck e S e 8 e he>.oor- gerufene Streikbewegung im mitteldeutswen Jndurt'i.:gebiet wendet. Die Bewegung habe nichts mit gewerkschaftlichen Bestrebungen zu tun und die Eewerkschaftskeitungin warnten erneut die Arbeiterschatt. der kommunistischen Parole., zu folgen. In den gewerkschaftlichen Organisationen dürfe diese Streikhetze keinen Rückhalt finden.

Die Lage im Mansselder Gebiet.

YV.T.-B. Halle. 23. Marz. In der heutigen Sitzuns des s ä ch i i s ch e n P r o v i n z i a l I a n d t a g s machte Ober- vräiident H ö r i i n g über die Lage rm Mansf-lder Eebrct folgende Mitteilungen: Im Laufe der Nacht überfielen

m sefäbr 50 bewaffnete Banditen das Poitamt in Mans­feld. Gestern nachmittag wurden PoUzei.oe.imte mikhandelt und ausgeplündcrt. Sie zogen sich in die Kal-raen zurua. In derRackt wurde eine Patrouille, die die Kaiernengebaude umging, beschossen. Die Kaserne selbst lag zwei Stunden unter schwerem Feuer. Die Polizei selbst gab keinen ein­zigen Schutz ab. Ick werde den Kampf mit den verbrsme- riichcn Elementen oufnehmen und alles tun. um das Land von ihnen zu reinigen.

Raub aus der Mausfelder Spaekaffe.

Dz. Mansfeld. 23. März. Heute vormittag hielten vor dem L a n d r a t s a m t 35 bewaffnete Männer, die in einem Kraftwagen gekouimen waren, an. Sie stellten vor dem Siebäude Maschinengewehre auf und r a u o i e « aus der tm Haute befindlichen Kreisivarkasse und KommunaUaise - 198 000 M. Ein Beamter oer Sparkasse wurde, wie die ..Mansielder Ztg." meldet, durch einen Beinschutz verwundet.

Blutige Zufammenstößs in Hamburg. f

Dz. Hamburg. 23. März. Auf der Reeper-Bahn iu Hamburg kam es in der Rübe oes Hochbahnhofes am Miller- Tor zu Z u i a m m e n st ö tz e n. Aus die Aufforderuira zum Auseillandergeben wurde die Schutzpolizei von der Menge mit Flaschen bombardiert. Aus einem Hau?« fielen Schüsse, wobei von der Ordnungsvolizei ein Mann getötet und einer verletzt wurde. Die Ordnungsvolizsi eröffnet« hierauf das Feuer auf die Menge. Diese hatte 15 Tote und Verwundete zu verzeichnen. Auch am Holstenvlatz kam es zu einem Zu- sammeustotz. als die Menge der Aufforderung zum Aus­einandergeher, nicht Folge leistete. Hier gab es 5 Tote.

W. T.-B. Hamburg, 23. März. Heute nachmittag kam es vor der B u l k a n w e r f t zu einem Z u- s a m m e n st o ß zwischen der Schutzpolizei und der Werftarbeiterschaft. Die Arbeiter durchbrachen die Postenkette und versuchten die Mannschaften der Polizei zu entwaffnen. Von der Polizei wurde geschossen und Handgranaten geworfen. Von den Arbeitern sind 4 getötet, ~12 schwer verletzt und 14 leicht verwundet worden. Die Feuerwehr eilte mit Sanitätswagen her­bei und schaffte die Toten und Verwundeten weg.

W. T.-B. Hamburg, 23. März. Heute mittag besetzten k o in m u n i st i s ch « Arbeiter mif der Werst von V l o h in u. Botz das Direktionsgcböude und bitzten auf dem Eebäutn die rote Sowjetfkagge. Der Arbeiterrat wurde ab­gesetzt und ein Aktionsausschutz Kr die Werftleitung gewählt. Auf dem Betrieb der Fimkenwärder Werft fanden Zusam­menrottungen statt. Gegen Mittag verliehen die Arbeiter > amtlicher Hamburger Weiften die Arbeitsstätte, um stch zu einer gemeinsamen Versammlung zu begeben.

w. T.-B. Hamburg. 23. März. Die auf 5 Mr rmch- mittags angesetzte Kundgebung a u f d e m Heiligen- g e i >st f e l d konnte wegen starker Absperrung durch Stachel­draht. Panzerautos und Polizeimamckchaften nicht vor sich gehen. Gegen die Autos wurden Steine geschleudert. Die Zuganssstratzen vom Hafen zum Heiligengeistfeld waren ebenfalls aligeiverrt. Die Stratzenbabnen hatten den Vettevr grötztenteils eingestellt. Dre Ansammlungen wurden überall

»erstreut^r^,^. ^ Rack einer Meldung des ..B. T."

aus Hamburg scheint dort die Macht des k s m m u n i st v 5cf, er. Aufstandes bereits in der Hauptsache ge-- brocken zu sein. Die auf den Wettten gehitzten roten Fahnen wurden gestern abend heruntergeholt, was darauf icklietzen lätzt. datz die Gegner der Kommunisten die Ober­hand gewonnen haben. Der Vorstand der Hamburger Sozialdemokratie erlätzt einen. Aufruf an die Arbeiterschaft, in dem er dringend vor der Teilnahme an dem kommunisti­schen Butsch und vor Ansammlungen warnt und auffordett die Arbeit weiter zu verrichten und stck von der Strecke fern-

Ausnahmezustand über Hamburg.

W. T.-B. Hamburg, 23. März. Der Senat der Freien und Hansestadt Hamburg macht bekannt, datz iu Anbetracht der Vorkommnisie auf der Werst von Blohm und Votz und in anderen Betrieben mit soforttger Wir­kung der Ausnahmezustand über Hambrirg ver­hängt ist.

W. T.-B. Hamburg, 23. März. Die vollziehende Gewalt während des Ausnahmezustands wurde Senator H « n j e übertragen unter nleichzeitmer Ernennung zum Re- Aiermissiommitjar.