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Mittwoch, 2. Februar 1921.
Morgen-Ausgabe.
Nr. 53. * 69. Jahrgang.
W.T.-B. Berlin, 1. Febr. über die Besprechung mit Vertretern der Regierung, die mit Rücksicht aus die gesteigerte Arbeitslosigkeit der Vorstand des Allgemeinen Deutschen Eewerkschaftsbundes angeregt batte, um die Frage zu erörtern, was geschehen könne, um die Arbeitslosigkeit durch vermehrte Arbeitsbeschaffung zu mildern, teilt der ..Vorwärts" mit: Von den Vertretern des Eewer-- schaftsbundes wurde darauf bingewieien. daß im Vordergrund des Interesses die Belebung des Bau Marktes stehe. Es müsse die Finanzierung der Wohnungsbauten gelöst werden. In enger Verbindung damit stehe die Aufwendung aus öffentlichen Mitteln für die Reparatur von Häusern. Ferner komme in Betracht, daß die Eisenbahnen und die Post mit größeren Aufträgen aufträten. Das mcußiiche Landwirtschaftsministerium muffe sofort die m Aussicht genommene Kultur von Moorböden und Odlande- reien rn gröberem Umfang in Angriff nehmen. Die Besprechung ergab, daß bisher ungefähr ein Aufwarid von 24 Milliarden Mark aus den Mitteln des Reiches, der Freistaaten und Gemeinden für die Arbeitsbeschaffung verwanüt worden sind. Auf diese Art sind 20V 000 Arbeiter vier Monate lang zu einer Beschäftigung gelangt. Vom.Ersen- bahnminmerium wurde erklärt, dag Mittel zur Verfügung stehen und auch noch angefordert werden, um sehr erhebliche Aufträge, die insgesamt bis auf 16 Milliarden geiteisert werden könnten, herauszugeben. Ähnlich lautete dre Antwort des Pofiminriters. Es wurde ferner zugeiagt. für den Wohnungsbau in den Vergwerksbezirken eine bessere Regelung in die Wege zu leiten.
Die Ausgaben der Hafenplätze für die Förderung der Bolksernährung.
mz. Berlin, 1. Febr. Nach einer Meldung der „Voff. Ztg." wird sich der Reichsernäbrungsminifter Dr. Hermes in den nächsten Tagen nach Bremen und Hamburg be- ßeben. um dort mit einer Reihe von wirtschaftlichen Persönlichkeiten und Verbänden über die Aufgaben der deutschen Hafenvlätze für die Förderung der Volksernährung Rücksprache zu nehmen.
Der Abftimmungstermin für Oderschlesicn.
Sr. Berlin. 1. Febr. (Eig. Drahtbericht.) Es. ist nunmehr als stcher anzunehmen. daß die Abstimmung in Ober- schlesten nicht am IS: März, sondern zu einem spateren Zeitpunkt erfolgen wird. Aus diesem Grunde ist bereits die Frist für die Eintragung in die Listen um sechs Tage verlängert worden. Nach unseren Jmormationen nt dieses Entgegenkommen darauf zurückzuführen, das von englischer Seite die Unmöglichkeit anerkannt wurde, zu dem ur^-ünglich festgesetzten Zeitraum sie Abstimmung durch- zufübren.
Amerika entschuldigt sich.
W.T.-B. Berlin. 31. Jan. Im Auftrag des Generals Allen, des Oberkommandierenden der amerikanischen Streitkräfte in Deutschland, erschien bei dem Reichskom- mifiar für die besetzten rheinischen Gebiete dessen Vertreter. Oberst Stone. der erklärte, der General wolle sich hierdurch formell bei der deutschen Reichs- und badischen. Landesregierung entschuldigen wegen der von zwei amerikanischen Kriminalbeamten versuchten Verhaftung des Deutsch-Amerikaners Bergdoll auf badische mGe- b i e t. Der General habe zu dem Unternehmen, welches er sehr bedauere, keinen Auftrag« gegeben und billige dasselbe auch nicht. Der Auftrag zu der Verhaftung Bergdolls fer von dem erst kürzlich nach Deutschland gekommenen, ihm noch unbekannten Provost Marshall gegeben worden, der geglaubt habe, daß Bergdoll stch in der französtfchen Zone des besetzten Gebietes auibalte.
Der deutsch-österreichische Lehrerverein für den Anschluss an Deutschland.
Dz. Wien. 1. Febr. (Drahtbericht.) Der deutsch-öster- ' reichliche Lehrerverein veranstaltete gestern in der Volksüalle des Rathauses eine Kundgebung für den Anschluß an Deutschland. Die Versammlung nahm einstimmig eine E n t- schließung an, in der der Anschluß Österreichs als zur wirtschaftlichen Gesundung und zum kulturellen Eedeiben Österreichs unumgänglich notwendig bezeichnet wird und von der Regierung ausdrücklich die Vornahme einer Volksabstimmung über den Anschluß gefordert wird. In der vorhergehenden Debatte ergriff Dr. Ludo H a r t m a n n das Mort, um die Versammlung als Vertreter der sozialdemokratischen Partei zu begrüßen. Wie die „Arbeiterztg. meldet, erklärte er. die Anschlußfrage sei nicht zuletzt auch cme Kulturfrage: die Lehrer müßten daher an der Spitze der AnschlußbewWUNg stehen. Eine Volksabstimmung über den Anschluß müsse kommen, und dann werden wir vor den Völkerbund hintreten und den Anschluß verlangen.
Eine Konferenz der österreichischen Sukzessionsstaateu.
W.T.-B. Baris, 31. Jan. Wie die Abendblätter melden, werden die Sukzesiion-staaten der ehemaligen öfterreichisch- ungar Achen Monarchie am -3. Februar in Porta Rosa bei Triest zu einer Konferenz zusammentreten. Diese Konferenz wird stck' in der Sauvtiache mit den Handelsbeziehungen der verschiedenen Staaten untereinander beschäftigen? Frankreich rwrd auf ihr jedenfalls durch den Konteradmiral F a t o u vertreten fein. Fatou ist augenblicklich Vertreter Frankreichs be- der interalliierten maritimen Kontrollkommission in Berlin.
Zusammenkunft der Völkerbundskommission für militärische Fragen.
mz Paris. 1. Febr. Wie der ..Temvs" mitteilt, wird die ständige beratende Kommission des Völkerbundes die sich mit den militärischen, maritimen und Luft- schiifabrtssragen beschäftigt, am 28. Februar in Genf zu ihrer vierten Sitzung zusemmcntrete». Sie wird stÄ u. a. beschäftigen mit der Kontrolle des Waffenhandels mit der Herabsetzung Ler Rüstungen und mit der privaten Waffenlndustne.
Die demokratische Landesliste für die Preuhenwahlcn.
Br. Berlin. 1. Febr. (Eia. Drabtbericht.) Die Landes-
Echöneberg, Witten. 3.
Dönhoff. Grengel! Hauvtgeschaftsfubrer
Crengeldanz iihrer avelland)
bei
der
Frau Martha
—. -. ..obert Jansen. ---
Deutschen demokratischen Partei. Börnicke (Ostha
4. Prof. Dr. Hugo Preuß. Reichsminister a. D.. Berlin,
5. Gustav H a r t m a n n. Berlin. Vorsitzender des Verbandes der Deutschen Eewerkvereine. 6. Friedrich Wachborst.de Wente. Gr.-Mimmelage bei Badbergen (Bez. Osnabrück). Präsidialmitglied des Deutschen Bauernbundes. 7. .rtom- merjienrat W. Rauten st rauch. Trier. 8. .Pros. Dr.
' Anwalt des Allgemeinen deut- s. 9. Gerhard Vogt. Berlin.
_ ... _ deutscher Post- und Telegravhen-
bramten. 10. Frau Oberamtmann Wer, Rettmer bei Lüneburg. Hauptvertrauensirau ihres Wahlkreises. Vorsitzende des hannoverschen Verbandes landwirtschaftlicher Haus- frauenvereine. 11. Prof. D. Rade. Marburg. 12. Studienrat Söiimei, Magdeburg. 13. Eisenbahnschreiner Ommert. Saarbrücken. 14. Staatsförster Lina tn Alt- Ramuck bei Witterienen (Kr. Allenstein). 15. Ctudlenrat Baake. Nordhausen. 16. Steiger Buschmann. ßlad- bcck. 17. Oberbürgermeister Dr. jur. Alfred Bell an. Erlenburg. 18. Frau Studienrat Marie Martin. Berlin- Friedenau. 19. Kand.-phil. Wilhelm Mommsen. Neu- babelsberg. __
Berhaftung kommunistischer Führer in Frankreich. Paris, 31. Jan. (Havas.) Gestern wurden hier
mz.
etzn Per-onen verbaitsr wegen Ausgabe falscher Zässe durch eiu kommunistisches Bureau. Heute wurden die bei ven Festgenommenen beschlagnahmten Papiere, die meist in russischer Sprache abgeiaßt sind, einer Prüfung unterzogen. Die Fcitgeuomnunen. die nicht als verhaftet angesehen werden. wurden zur Verfügung des Gerichts gestellt. Unter ihnen befindet sich ein Kaufmann Oker aus dem 2. Stadtbezirk, der in sozialistischen Kreiken als Anhänger der zweiten Parreifektion und als Mitglied des leitenden Komitees der kommunistischen Partei bekannt ist.
mz. Paris, 1. Febr. Nach dem ..Temvs ist der Publizist Horven der sozialistischen Zeitschrift ..Vie ouvriöre" ebenfalls in die kommunistische Angelegenheit verwickelt. Bei ihm sollen wichtige Schriften gefunden worden sein. Einigen Abendblättern zufolge sollen auch Beweise dafür erbracht worden sein, daß Geld aus Moskau nachFrank- r e i ch zu bolschewikifchen Zwecken geschickt wurde. Die Frau des Verhafteten Z a l o w s k i ist gleichfalls in Haft genommen worden. Auch in Bordeaux fanden Haussuchungen bei kommunistischen Führern statt, u. a. bei neun Spaniern.
Zeitnngsstreik in England. .
v. Paris, 1. Febr. (Eig. Drahtbericht.) 400 englische Journalisten beschlossen, in den Streik zu treten, wenn die Zeitungsverleger ihre Forderungen auf Lohnerhöhung nicht bewilligen,
Unruhen in Rom.
v. Berlin. 1. Febr. (Eig. Drahtbericht.) In Rom find schwere Unruhen ausgebrochen. Während die römische Kammer die Interpellation der Sozialisten erörterte, die sich beschwerten, daß sie keinen genügenden Schutz durch die Polizei genießen, veranstalteten gleichzeitig die S t u d e n - ten grobe Demonstrationen wegen der Gewalttätigkeiten der Sozialisten in Modena und Florenz. Sie ver-
S anstalteten Umzüge durch die Stadt und kamen noch auf den tatz San Silvastrio, wo sich das Hauvtpostgebäude befindet! er Platz war abgefoerrt: es ^gelang aber sen Demon
stranten. ihn zum Teil zu besetz-n. Gleichzeitig errichteten die Postbeamten Barrikaden, die von der königlichen Garde gestürmt wurden. Hieraus wurde das Postgebäude militärisch besetzt.
Schwierigkeiten in Athen.
. D. Rom. 1 . Febr. (Eig. Drabtbericht.) Nach dem „Echo de Paris soll stch die griechische Regierung wegen der Auswahl der Vertreter für die Londoner Ronferenz in Schwierigkeiten befinden. Die griechische Regierung will einerseits Männer schicken, die den Alliierten nicht verdächtig sind, aber sie will andererseits den Venize- Imen einen Teil der Verantwortung für die gegenwärtige Lage aufhalien. — Der rumänische Gesandte bat dem König Konstantin,, sein Beglaubigungsschreiben überreicht. Damit bat Rumänien König Konstantin anerkannt.
Die türkischen Nationalisten.
mz. London, 1. Febr. (Drahtbericht.) Reuter meldet aus. Konstantinovel: Mustafa Kemal-Pafcha stellt weitere Bedingungen für seine Teilnahme an der Londoner Konferenz. Er fordert, daß die Konstan- tinopeler Regierung zurücktrete und nur die Regierung von Angora Delegierte zur Konferenz sendet. Mustafa Kemal- Pafcha bat seinen «treitkräften empfohlen, während der Verhandlungen die Feindseligkeiten gegen die Franzosen in CUieren Md gegen die Engländer in Mesopotamien einzu,- stellen. Wre Reuter weiter erfährt, wird in amtlichen Kreisen Londons die anmaßende Haltung Mustafa Kcmal-Paschas ungünstig ausgenommen.
Japans Mißtraue« gegen die Amerikaner.
o. London. 1. Febr. (Eig. Drahtbericht.) Die javanischen Polizeibehörden haben die Überwachung der Amerikaner in Iavan angcordnet, weil einige der angeblichen Touristen in Wirklichkeit Agenten der amerikanischen Regierung seien, die dis industrielle und militärische Lage Japans auslvionieren Tollen. Sie fänden die Unterstützung der amerikanischen Einwohner in den japanischen Städten, die mit ihnen zusirmmenarbeiten.
Reviston des englisch-japanischen Vertrags?
v. London. 1. Febr. (Eig. Drahtbericht.) Aus Tokio wird gemeldet: Dos Blatt ..Kokumin" erklärt, Japan plane di« Revision des Bündnisvertrags mit England in der Weise, daiß Japan feiner Verpflichtungen enthoben werde. Die britische Interpretation des Artikels 4 des Vertrags isolier« Japan und lasse es schutzlos.
Das Abkommen von Paris.
Englische Pressestimmen.
vrz. London, 1. Febr. Im Mittelpunkt , des 2ntere>jes steht die von Deutschland geforderte Nevaration und sondere die Frage der Haltung Deutschlands. 7-W Urteile gehen weit aufeinander, der politischen Richtung o^r Blätter entsprechend. Während „Manchester Guardian. „Westminster Gazette" und „Star" die Beschlüsse der Alliierten in der Revaratlonsfrage teils scharf verurteilen, stimmen „Evening Standard". „Elobe". „Pall Mall Gazette' und „Evening News" den Beschlüssen der Pariser. Konferenz zu.
„Manchester Guardian" schreibt: Wir können dankbar sein, daß die vom Obersten Rat beschlossenen Revaranons- öedinguiigeii niemals-durchgeiüb.r t werden tonnen, da die Ausführung der Bedingungen ein Verbrechen gegen die Zivilisation bedeutet. Ein zivitisiertes Land, kann mait gezwungen werden, in solchem Umfang und zu einer.solchen Zeitdauer Tribut zu bezahlen. Das Blatt legt ausfuyrlich die Unmöglichkeit für Deutschland dar. der von ihm geforderten Reparation nackzukommen: denn die Erfüllung der Bedingungen kann verhängnisvolle Folgen für die. Industrien der alliierten Länder nach stch ziehen. — Tn einem längeren Artikel führt Tlynes im „Manchester Guardian aus. daß die Erfüllung der Bedingungen nicht möglich fei und kommt zu dem Schluß, daß daher die Pari:er Beschlüsse nickt ernst gemeint sein könnten. — Die ..Westmrnster Gazette" führt aus: Die Politiker haben wahrscheinlich imr an die Gegenwart gedacht und waren der Ansicht „Rack uns die Sintflut!" — Der Pariser Berichterstatter der „Westminster Gazette" schreibt, wie aus dem Bericht der Sachverständigen hervorgebe, sei die englische Anncht dab.m- gegangen, daß wesentliche Reparationen nur dann geleistet werden könnten, wenn der Ausfuhrhandel Deutschlands entwickelt und Deutschland Waren abgenommen würden. Die jetzt beschlossenen Entschädigungen stünden dazu icdoch ttt vollkommenem Widerspruch. — Der „Star" schreibt, alles sei jetzt geregelt, nur nicht die Regelung selbst.
Die Auffassung der amerikanischen Presse.
vnz. London. 1. Febr. Der „Daily Expreß" meldet aus Washington, daß die amtlichen amerikanischen Krei se nicht begeistert sind von dem ReparationZprogramm der Alliierten. Sie meinen, es fei Deutschlands Sache, zu sagen, ob der Plan Erfolg haben könnte. Es ist nicht bekannt. ob die Vereinigten Staaten eine Erklärung vereffenl- lichen werden, in der die Punkte des Abkommens aufgezühlt werden, die für undurchführbar oder anfechtbar gehalten werden. Es wird darauf hingewiesen, daß die in Paris getroffenen Entscheidungen von vitaler Bedeutung für die amerikanischen Handelsbeziehungen nicht nur zu Deutschland, sondern auch zu den Alliierten sind. — Dem „Daily Tele- graob" zufolge ist ein Teil der amerikanNchen Dresse der Ansicht. daß die Pariser Beschlüsse wirkliche Zugeständnisse an den iranzöf rsche n S tandvun kt bedeuten.
Italiens Anteil an der Wiedergutmachungssumme.
v. Lugano. 1. Febr. (Eig. Drahtbericht.) Wie Ler ..Eorriere della Sera" meldet, hat Italien auf Gxuitd des Abkommens von Sva ein Anrecht von 10 Prozent auf die von Deutschland zu zahlende Gesamtentschädigungssumme von 282A Milliarden Goldlire, mithin auf 28 250 000 000 Eoldlire, zahlbar in 42 Jahresraten. Außerdem entfallen auf Italien 12 Prozeikt des Ertrags der deutschen Ausfubr- steuer.
Eine französische Erklärung über die Konferenz.
mz. Paris. 1. Febr. (Drahtbericht.) Im gestrigen M i n i st e r r a t ist noch beschlosien worden, daß am kommenden Donnerstag in Kammer und Senat über dir Konferenz von Paris eine Erklärung abgegeben wird. Anmittelbar darauf sollen die Interpellationen, die sich auf die Konferenz beziehen, zur Beratung gelangen.
mz. Paris, 1. Febr. (Drahtbericht.) Der Abgeordnete T a r d i c u hat dem Ministerpräsidenten B r i a n d initge- tcilt. daß er in der heutigen Kammersitzung über die Frage des Abkommens von Paris zu interpellieren gedenke.
Zusammentritt der alliierten Sachverständigen in Brüssel
v. Brüssel, 1. Febr. (Eig. Drahtbericht.) Die alliierten Sachverständigen sollen am nächsten Montag in Brüssel zusammentreten. Sie haben vom Obersten Rat den Auftrag erhalten, ihren Bericht.bis 20. Februar fertigzustellen, damit der Oberst« Rat. der am 21. Februar in London zufammentritt. noch rechtzeitig davon Kennruis ncv- igen kann, bevor die Zusammenkunft mit den deutschen Vertretern am 28. Februar stattfindet.
Das Finanzinltitut zur Hilfeleistung für Österreich.
mz. Paris, 31. Jan. (Drahtbericht.) Der „Petit Paristen" meldet aus London, in finanziellen Kreisen verlaute. Mac Kemma. der Finanzminister im Ministerium Asauith. lei dazu auserlehen. das. Finanzinstitut zu leiten, das ü st e r r e i ch Hilfe bringen soll.
V-nizelos in Paris und London.
mz. Paris. 1. Febr. (Drahtbericht.) Nach einer BlärtÄ- mclduug beabsichtigt V e n i z e l o s. der gestern hier eins«, troffen ist und mit Briand eine Besprechung hcitts. auch nach London zu reisen.
Wilson schreibt ein Buch über den Friedensvertrag.
mz. Paris, 1. Febr. (Drahtbericht.) Wie die „Chicago Tribüne mittellt. ist Wilson damit beschäftigt, ein Buch über den Fnedensvertrag von Paris zu schreiben. Er bat drei Personen damrt beauftragt, alle erforderlichen Dokumente zusammenzustellen und den Text vorzubrreitrn.
Verkauf der Privatflotte des Exkaisers.
mz. Paris, 31. Jan. „Havas" zufolge meldet der Berliner Koriespondent des „Dailv Erpreß", daß die „Priraf- flotte" des früheren deutschen Kaiiers. die bei Potsdam vor Anker liege, gegenwärtig zum Verlauf gestellt fei. Das interesianteste Stück dieser .Flotte" sei die Fregatte „Lulle. die Nacoleon I. gehörte.
