Verlag Langgasse 21
»Tagblatthau»".
Schalter-HaNe geöffnet von 8 Uhr morgens bis S Uhr abends.
PostjchcÄonto: Kranlffirt a. M. Rr. 7005. _
Wöchentlich
12 Ausgaben.
Fernruf:
.Lagblatthaus" Rr. 6859 - 53.
Sott 8 Uhr morgens bi» 6 Uhr abends, nutzer SotuttM» Bsiffcheckksnt»: gtatttfurt a. M. Rr. 74S5.
^nabi U m? , beib. tt ««Ä et Ä ! ? , "Ä^
Eg-schri-benen Tagen und Plätzen wird keine Gewähr übernommen.
oes ViatL«» MVtCt. - ~ y - ———- . 1 Q—Q
Berliner Abteilung des Wiesbadener Tagblatts: Berlin X». 4V, Fürst Bismarckskatze 2. ^rrirJrn. v
Montag. 31. Januar 1921.
Abend-Ausgabe.
♦ 69. Jahrgang.
Die Beschlüsse von Paris.
«rr. Paris. 30. Jan. Der diplomatische Redakteur der
Sftft jfeft MwÄ' ^eMK^'d s s&rfÄissti gfes|i.«».
taiien. die überzähligen Dfftätere vor dem 28. Februar en lassen, die Burgerwehren vor dem 30. 2unr auslosni. me Referveschiffe vor dem 31, Avril entwafrnen. die im Bau ve- kindlichen Kriegsschiffe sowie alle Unterleeboote vor dem 31. Juli zerstören, die im Jahre 1919 zerstortenZevvelue ersetzen, daraus verzichten, eine Lusrvolizei zu bilden, me alliierten Definitionen annehmen, indem es die zivilen von den miliräriicken Flugzeuaen untersckeidet.
Die Abkommen der Alliierten, betr. die Revaratio- nen. werden der Revarationskommch'.on mitgeteilt wer den. weiche den deutschen Export überwachen wird Deut,ch. iand wird den Alliierten, entsprechend der 'lmen zufallenden Anteile. Gutscheine für Me Jahresraten geben. Die vorgesehenen Mahrege ln bestehen vor allem in der Besetzung neuer Gebiete. Be rlange tun 8 b er Besetzung der Rheinlande und A u s s ck l t vH u n 3 D e u t schIänds vom Völkerbund. Die Prämie von 2 Goldmark ver Tonne guter Kohle wird aufrechterbalten.
in 2 . Paris. 31. Jan. (Savas.) Die deutsche Sn e- densdelegation in Paris lieg der deutschen -Legierung den Wortlaut der Mitteilung zugehen. Me ihr am^Samstagabend vom Vorsitzenden der interalliierten Konferenz in Paris, Briand. gemacht worden war. um ne von von Ent- schliehungen der Konferem in der E n t w a rf n un g s- frage in Kenntnis zu., setzen. Das Begleitschrerbeir erinnert daran, dah die Alliierten dadurch, da» srezu wiederholten Malen in eine Verlängerung der Fristen für die Entwaffnung eingewillrgt hätten, den ^Schw^erig-elten Rechnung getragen hätten, auf die die deuticke Regierung bei oer Ausführung der ihr aus dem Friedensvertrag obliegenden Vervilichtungen gestehen sei. Die Alliierten oeoen der festen Hoffnung Ausdruck, dah dis deutsche Regierung sie nicht m die Notwendigkeit versetzen werde, von neuem die ernste Lage ins Auge fassen zu muhen. Mr dadurch gescharfenl werden würde, dah Deuüchland neuerdings gegen seine Berv.fnch- tungen verstohen sollte. Cie.beNLtlgendesbaloausdrucklich alle ihre früheren Entickliegungen. Das Begleitichreioen weift sodann darauf bin. dab gehörig LevollmaÄtig.e B e r - tt-eter der deutschen Regierung M einer Kon- i c r e n z mit den alliierten Vertretern nach L o n d o n. z u Ende Februar eingeladen werden. Diesem Schreiben folgt eine Rote, welche die Sckluhforderungen in der E n t.w a f f n u n g s f r a g e mitteilt. Sie Me Konferenz autgeheißen hat und Me bereits bekannt Mid. Bezüglich der Revarationsfrage .besagt da-, Schreiben, da» die Verbündeten einntütig eine Losung gebilligt hatten, die die Fragen der Vervilichtungen. die durch die verfmre- denen Artikel des Friedensvertrages auferlegt wurden, nach ven bereits bekannten Vorschlägen.regele. .
mz. Paris. 31. Jan. (Drahtbericht.) Die Morgenblatter veröffentlichen heute vormittag den T e r t der gestern überreichten Note in der Entwammngs- und Reparationsnage sowie den Text des gestern von Briand Unterzeichneten
* mz 6 Paäsl e 30. 6 Jam (Savas.) 35 er aeytetn. abend veröffentlichte amtliche Bericht über.die Sch.luhf.ttzung der Konferenz hebt die völlige Einmütigkeit der Konferenzteilnehmer über die Herden Hauptfragen. die Entwaffnung und die Reparationen. hervor und bemerkt nach der Erwähnung der evtl. Maßnahmen, dre Deutschland gegenüber ergriffen werden sollen, falls es stch we-.gere. feine Der- vikichtungen in diesen beiden Fragen, loyal und uneingeschränkt auszuführen: In einem Gefühl der Courtome sich der Hoffnung hingebend, dah Deutschland von selbst seine Bervflichtungen erfüllen wird, waren Me Alliierten der Ansicht dah es für den Augenblick nicht erforderlich wäre. Berlin diele Sanktionen zur Kenntnis zu bringen.. Qualifizierte Vertreter d e r d e n t f ch en R e g l er u n.g werden eingeladen werden. Ende Februar in L o n d o n m i t »Vertretern der Mächte zufammenzukommen. Schließlich wird dann das Ergebnis der Konferenz zusammengestellt und als wichtigster Punkt nochmals die vollkommene Einigkeit und das herzlichste Einvernehmen m der Politik der Alliierten festgestellt, die der franzostfche Ministerpräsident als Einheitsfront rm Frieden wie vormals im Kriege bezeichnet habe.
Zustimmung der Ententepresse.
mz. Paris, 31. Jan. Die Beschlüsse der Pariser Konferenz finden in der e n g l i s ch e n P r c s s e a l l g e m e i n e Zustimmung, vor allem wegen des Beweises der Unverbrüchlichkeit der Entente. Alle Blätter heben bervor. dah d,e Zustimmung Deutschlands abgswartet. werden muh. Sie veröffentlichen Telegramme ihrer Berliner Korrespondenten, in denen die geschlossene Front der Deutschen vom ..Reichsbotem bis zum ..Vorwärts gegen die Annahme der Pariser Beschlüsse und die unter dem Publikum.herrschende Erregung über die Beichlu se der Pariser Konferenz dargelegt werden, zugleich Berichte ihrer Korrefvondenten aus Amerika, aus denen hervorgeht, dah man dort der Ansicht ist. dah die von den Alliierten geforderte Entschädigung zu hoch ist. ^
mz. Paris. 31. Jan. Der „Temvs". sagt in seinem gestrigen Leitartikel unter besonderemSinwers darauf, da» die Alliierten von der deutschen Regierung gesetzgebernche und verwaltungstechnische Handlungen .verlangen werden, das Abkommen könne nur dann iunktianreren. wenn die deutschen' Minister. Abgeordneten und Beamten sich bemühten sich ibm anzuvasten. Das Blatt wünscht, da» wir niemals nötig haben würden, zu Zwangsmahnahmen zu schreiten Die Alliierten, von dem Wunsche beseelt, zu einem beiderseitig angenommenen Arrangement zu gelangen hatten es M versagt, die von dem militärischen Sachverständigen emvfohlenen Zwangsmahnahmen offiziell in Berlin ,,, notifizieren. Das Blatt sagt, wenn man nach den Pres,e-> telegrammen zu urteilen hätte, so hatte sich eine heftige Brotestbewegnna als die erste Rrattlon >n
Deutschland gezeigt. Diele Entrüstung scheine, dem Blatt absolut ungerechtfertigt, insoweit, sie stch «egen die Alliierte.
aviomr ungeremiieiiigi. uiiuiueu t« nw «nn*i>n
und insbesondere gegen Frankreich richte. Seit lecks Wochen habe dis deutsche Regierung die eklatante Eeleg.nheit ge habt, ihren guten Willen und ihr Entgegenkommen zu ve- weisen. Wie hat sie in der Frage der deutschen Einwohnerwehren gehandelt? Wie bat sie den Vor cklag der fünf C^nftresacifituttQfctt becintüöttet? Das 33lntt [ßöt. f » nicht, welcher Eeheimrat in der Wilbelmstrahe den rngenio>en Gedanken gehabt habe, die Zue-kennung ObeEef ens an Deutschland als Kompenmtion für die Hinausschiebung der Festsetzung ihrer eigenen Forderungen von den Alliierten zu verlangen. Durch sein Vorgehen habe Deut,chland die Franzosen gezwungen, sich mit den Engländern zu emigen. um ihm sofort 42 Jahresraten aufzuzwingen, an Stelle oer fünf Jahreszablungen. Wenn die^ deutsche Regierung weiie wäre, würde sie begreifen, dah die Diskussionen schon zu lange gedauert hätten. Wenn man retzt.noch widerstehe und seillchen wolle, dann wolle man den Ruin Europas.
mz Paris. 31. Jan. (Drahtbericht.) Der ..Bent Paristen" schreibt' Die deutsche Presse aller Richtungen lobt über das Abkommen von Paris. Sie bleibt ui rbrer Rolle. Eines der großen Blätter von Berlin habe die Allnerfen aufgefordcrt. sie sollten das, was ne baben wollten. ! > m selber holen. Gerade das baben die Alliierten in Paris beschlossen, nämlich (l^b.^Elbst bezahlt zu niachen. wenn der schleckte Wille ihres Schuldners sich zeige. Die Alliierten würden damit beginnen, die Zolle za beschlagnahmen, vorausgesetzt, dah sich Deutickland wc'gere. seine Zölle kontrollieren zu lasten. Dann wurde der Gerichtsvollzieher und mit iömdie alliierten Armeen, die am Rheine sieben und die Brückenköpfe festhalien. die e Gerichtsbarkeit ausüben, das Ruhrgebiet besetzen und schlieh- lich an der Grenze des Rbeingebietes die Jolle erheben, Stellern verlangen und kassieren. Diese Maßnahmen seien in dem Abkommen von Paris enrhalten.
Die Ansicht eines amerikanischen Finanzmannes.
W.T.-B. Paris. 30. Jan. Rach einer Savasmeldung aus N e w Port soll der amerikanische Finanzmann V a n- d e r l i v in einer Unterredung erklärt haben, niemals könne Deutschland die verlangte. Summe . bezahlen. D-e Maximalsumme, die Deutickland .remals bezahlest könne, würde drei Milliarden nicht übersteigen. Ban- t-erliv sicht voraus, dah Deutschland sich weigern werde., die Beschlüsse der Konferenz unzunebmen.
Die Deutschen aus der Londoner Konferenz.
W.T.-B. Paris. 30. Jan. Nach der „Libertt" Hütten die Vertreter des Deutschen Reiches, die zur Londoner Konferenz kämen, nicht das Recht. A b ä nd eru nae n an dem gestrigen Abkommen zu verlangen. Die Alliierten wurden nichts an ihren Beschlüsten ändern. Den deutschen Vertretern werde nur das Reckt zuerkannt werden. Bemerkungen über Einzelheiten der Ausruhrung vor- zubringen.
Rückkehr Lloyd Georges nach London.
mz. London. 31. Jan. (Dralitbericht.) Lloyd George ist in Begleitung der britischen Delegation gestern abend wieder hier eingetrofsen.
—.—i—————
Eine Aussprache über die Arbeitsbeschaffung.
TV. T.-B. Berlin, 30. Zan. Unter dem Vorsitz des Reichskanzlers und in Gegenwart der beteiligten Reichs- und preußischen Ressortmini st er sowie Vertretern der politischen Parteien des Reichstags fand heute eine Aussprache über die Arbeitsbeschaffung mit Vertretern' aller Eewerkschaftsgruppen statt. Allseitig wurde die überaus ernste Lage auf dem Ärbeitsmarkt anerkannt und betont, daß das Reich und die Länder bis zur allgemeinen Besserung der Wirtschaftslage mehr noch als bisher Arbeitsgelegenheit schaffen müßten. Die Erörterung zeigte die Möglichkeiten dafür, insbesondere auf dem Arbeitsgebiete des Reichsverkehrsministerivnis und des Reichspostministe- riums sowie in den landwirtschaftlichen Bodenverbesse- rungen, wo sie schon jetzt mit Hilfe der produktiven Er- werbslüsenfürsorge betrieben werden. Sehr bedeutungsvoll für die weitere Entwickelung des Arbeitsmarktes schien nach allgemeiner Auffassung die Belebung der Bautätigkeit. Auch die Zukunftsaussichten der deutschen Industrie wurden eingehend erörtert. Aus dem Kreise der Gewerkschaften wurde auch die Notwendigkeit der Anwendung der Methode der Kurzarbeit sowie dir. Frage des Wechsels der Belegschaft zur Erörterung gestellt. Sämtliche Anregungen sollen von den in Betracht kommenden Behörden nachdrücklichst und schleunigst verfolgt werden.
Der Reichswirtschastsrat.
Bi-. Berlin, 31. Jan. (Eig. Drahtbericht.) Der Reichswirtschastsrat wird seine nächste Sitzung am 8. Februar abhalten und den Plan einer durch Reichsgesetz einzuführenden Kulturabgabe aufstellen. Die folgende Sitzung findet am 10. Februar statt.
Der neue Berliner Oberbürgermeister bestätigt.
TV.T.-B. Berlin. 29. Jan. Die Bestätigung ^es bisherigen Kämmerers Böß zum Oberbürgermeister von Groß-Berlin durch den Regierungspräsidenten ist heute vormittag im Rathause eingetraf- fen. Die Einführung des neuen Oberbürgermeisters wird in der nächsten Woche erfolgen
Deutscher Reichstag.
W.T.-B. Berlin, 29. Januar.
Der Präsident eröffnet die Sitzung mittags 1 UI ’ r - Der Gesetzentwurf über die M i e t st e u e r wird debaill- los dem Wohnungsausschuh überwielen-
Bei der zweiten Beratung des Nftetats für l , ,
Wirtschaft und Ernährung tordert Abg- Der» (U. S.) eine Beschränkung der Dtenstautomobile. Die FM- druschprämie bähe das Gegenteil des Erw^teteii erremm
Bei den 12 Millionen, die zur DerbenuhE einer A- bitligung des Brotgetreides l.m Uetzten Gebiet bestimm- sind, handelt es sich nur um eine Liebesgabe au die bayer scheu und rheinischen Landwirte. Auch die Gelder nr Beschaffung ausländischer Futtermittel sind nickte als ui
^Berichterstatter Abg. Bluuck (Dem.) weift darauf bin.
doti einem ©eidieuf ein bis ^ilstciriet t^ne tonn Schon seit 1917 sind die Frühdruschmämien emgefichrt und bezahlt worden. Beschlo len ist dre, ^rubmuschpr°mi. auch für dieses Jahr. Eine Ablmung hat kemenZweck. da die Reichsgetreidestelle doch bezahlen muh. DeiErei^ ru ausländisches Getreide ist so boch. dab vnr bla Wri. scho y.i Alilliarden mehr bezahlen mutzen, bis zur n?uen Ernte aber über 10 'Milliarden. Andererseits müssen wir die Bm- suche der Regierung, oas rm Inland noch "ltrharchene B o - getreide zu erfassen, cnersiick, unterstutze.i. Der Ausschu bat sich übrigens gegen Schweinemastvertrage ausgesprochen.
Mg Weilmbock (D.-Natl.): Der,)etzt von der Regn- rung eingeschlagene Weg des Austausches putschen Brotgetreides gegen ausländische Futtermittel hatte schon vi.l früher beschritten werden müssen, ... . . .
Abg. Dusche (D. Bvt.): Wrr begrünen es. da» der
Minister Hermes in erfreulichem Gegensatz zu seinem ümt-.'^ Vorgänger Schmidt rechtzeitig eingekauit hat und dah ,cho>- 1.8 Millionen Tonnen gekauft sind. .
Abg. Krrschbaum (Dem.): Man sollte mehr Wert au Produktion als auf Erfassung und Verteilung> legen.^(Berfack
Abg. Dürnreitcr (Bayer. Vpt.): D'e Zwangswirtschaft steht eigentlich nur noch auf dem Papier. . o 1 7 ;++ö :r,,„ r ,
Abg. Robert Schmidt (Soz.) verweist aus die Mittellung. dah. wenn wir unter Brotgetreide aus dem Ausland b> - zfehen mühten, das Brot etwa U M. kosten wurde Wi« man da auf eure Aushebung der ^wangSWirtschast fa. -örolu getreiüe binarbeiten könne, sei ibm unveritaudllch.
Abg. Dietz (ZentrA: Wir muhen vom Ausland uncrb-
^Ä:ichsernä'hrungs'.ninister Hermes: Die. vom Minister Sckimidt eingeleitete Politik der Mindestprerie hat sich nichl bewährt. Die Jndexkommisiion bat deshalb hcsnmmte Vorschläge gemacht, die aus der. Ernährungsmini,terkontereaz besprochen wurden. Beschlüsse sollen erst .m Muncoen gemtzt werden. Wenn Sie die Bewilligung billiger Dungemntel U)w. von niedrigeren landwirtsdmsllicdstt Prooitllen abhängig macken wollen, treiben Sie,iedoch den Landwirt dazu, das anzubauen, was ihm den meisten Gewnnl.nbAirft. -^ie Ablicferungszahlen seren höher als :m Vorialn gewesen. (Zurufe links.) Natürlich seien auch ZuruckhaltunMi vor- gekommen. Von einer katastrophalen Lage der Brotver- strgung könne keine Rede sein. .Das Quantum von ^00 Gramm für den Kopf lei dank unirrer. Zukaufe m Ausland gesickert. Wenn der Absatz unserer künstlichen Düngemittel im Ausland siS so weiter entwickelt wie bisher, durften wir bald an einen Abbau denken können. .An Thomasphospha:> mehl haben wir das Zehnfache eingefuhrt wie im Vonahr und unsere Landwirtschaft wird dadurch m die Lage versetzt, allmählich wieder leistungsiähiger zu werden. (Bravo!).
Abg. Düwell (Komm.): Seit 1914 seien die landwirtschaftlichen Preise dreizehmnal herauigesetzt worden.
Damit schlieht die Debatte. Not- und Erganzungsetat werden angenommen. .
Es tzolat der Rest des W e h: e t a t s. Rach kurzer Debatte wird der Seeresetat genehmigt, drsgleiwen. der Marincetat. mit Ausnahme der Kapitel, zu denen Abandc- rungsanträge vorliegen. _ ...
Nächste Sitzung Mcntag 1 Uhr. Tagesordnung: Dritte Lesung des Not- und Ergänzungsetats unb Jntervellation über Oberschlesien.
Die gegenseitige Vertretung der Länder innerhalb des Reiches.
W.T.-B. Berlin. 29. Jan. Jm.Hauptausschuh des Reichstags entspann sich eine Debatte über die gegenseuige Bec- tretung der deutschen Länder innerhalb des Reichsgebiets, Staatssekretär Albert von der Reichskanzlei wies daraus hin. dah die Länder sich gegenüber der Reichsreglerung vsr- pllichteten. von der Einrichtung besonderer Gesandt,chafteo. untereinander abzusehen. Insofern, ier die Verrretung der einzelnen Länder untereinander nicht von unmittelbarem Interesse für die Reichsregierung. Allerdings, könne in anderen, z. B. wirtschaftlichen Fragen, die Einrichtung von Vertretungen der Länder notwendig werden, indessen hatten die Länder bisher hiervon keinen wesentlichen Gebrauch gemacht. so dah die Frage keine vraktische Bedeutung habe. Der Staatssekretär erklärte ferner: Irgendein Dertehr der r !cht im Rahmen der allgemeinen Politik des Auswärtigen Amtes liegt, findet zwischen der bayeriichen Regierung und dem in München amtierenden französischen Gesandten nickt statt — Der bayerische Gesandte Prager gab folgende Er klärung ab: Die süddeutschen Regierungen haben vor ungefähr einem Jahr in Stuttgart übereinstimmend die Neckk- auffassung vertreten, da» das Recht der Lander. Gesandt schäften untereinander zu halten, durch die Reichsverfaming nickt berührt werde. Auf diesem Standpunkt steht die bayerische Regierung auch heute noch.
Hilfe für Wöchnerinnen.
Br. Berlin. 29. Jan. (Eig. Drahtbericht.) Ein Gesetz entwarf, der eine der Geldentwertung entsprechende Erhöhung der Wöchnerinnenbeiträge vorsichr, wird dem Reichstag vorgelegt werden.
Die Regelung der Hausangestelltenfrage.
Br. Berlin. 29. Jan. (Eig. Drahtbericht.) Ein Eesen- cntwuri. der sich mit der Regelung der Hausangestellten frage beschäftigt, ist in Vorbcreitnna uph wich in aosÄ,-
barer Zeit fertiggestellt »erden.
t
