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Mittwoch, 23. Januar 1921.
Morgen-Ausgabe.
Nr. 41. ♦ 69. Jahrgang
KE»5
Die postalische Eisenbartkur.
„Es ist ihr ewig Weh und Ach so tausendfach aus einem Punkte zu kurieren." Eo belehrt Mephisto den Schüler in seinem Vortrag über den Geist der Medizin und die Frauen. Der Reichspostminister Eiesberts hat sich in ganz ähnlicher Weise eine leicht faßliche, höchst einfache Theorie über den Geist des Postbetriebs und die Erhöhung der Gebühren zurechtgelegt. Auch ihr Weh und Ach ist, so meint er, so tausendfach aus einem Punkte zu kurieren. Man erhöht nämlich die Gebühren! Aber es ist eine Eisenbartkur, die nicht auf das Rücksicht nimmt, wofür doch die Verkehrsanstalten da find, nämlich auf den Verkehr und die Wirtschaft.
Eisenbahn und Post stehen, das wissen wir alle, unter dem Drucke eines ungeheuren Defizits. Seit längerer Zeit ist uns verkündet worden, daß die zuständigen Stellen mit dem der Sache angemessenen Eifer darüber nachgrübeln, wie diesem Defizit, das bei den Eisenbahnen mehr als 16 Milliarden Mark, bei der Post 2,9 Milliarden Mark betrug, abzuhelfen sei. Alle Welt war gespannt daraus, was bei dieser geistigen Beschäftigung herauskommen werde. Man erwartete eine Offenbarung, eine neue Methode praktischerer Organisation, die Vereinfachungen und damit Ersparungen im Betrieb ermöglicht. Und was kommt zum Schluß heraus? Die uralte, abgestandene Methode: Erhöhung der Gebühren! Dazu Hütte es wirklich nich^ so langwieriger Gehirnabnntzung bedurft, denn das Mittel war ja hinlänglich bekannt. Ob es probat ist, steht auf einem anderen Blatt.
Zweifellos sind bei dieser rein fiskalischen Methode gewisse Vorteile für den Fiskus zu erhaschen. Bei der letzten sehr kräftigen Erhöhung der Eisenbahngebührrn ist ebenso wie bei den Postgebühren natürlich eine Verringerung des Verkehrs bezw. der Benutzung eingetretrn, aber da ein großer Teil der Menschen sich zuweilen von einem Ort zum anderen bewegen muß und Frachtgüter versendet und Briese geschrieben werden müssen, so ergab sich zum Schluß doch iwch ein Plus für den Fiskus. So soll denn auf diesem Grunde weitergebaut werden Eine erhebliche Erhöhung der Eisenbahngebühren ist bereits angekiindigt worden, und am Montag gab das Reichspostminilleriilm den im Verein mit dem Berkehrs- bcirat ausgearbeiteten vorläufigen Entwurf eines Post- und Telegraphengebührengesetzes bekannt, besten exorbitante Sätze mit Staunen und Schrecken ausgenommen worden sind. Es wird demnächst als Zeichen einer gewissen Wohlhabenheit angesehen werden, wenn einer einen Brief schreibt, und Pakete werden sich nach und nach zu Monopolobjekten für Kriegs- oder Friedens- gewinnler entwickeln.
Die Methode, nach der das neue Schema gearbeitet ist, erscheint in der Tat ungeheuer einfach. Man schreibt auf die eine Seite die alten Sätze, multipliziert mit anderthalb oder zwei und der neue Tarif ist fertig. Alles ohne Apparat! Als die letzte Erhöhung der Postgebühren erfolgte, wurde sie damit motiviert, daß bas Defizit bei der Post 2,9 Milliarden betrug. Jetzt begründet der Reichspostminister Eiesberts die neue Portoerhöhung damit, daß das Defizit für das Rechnungsjahr 1 020/21 3)4 Milliarden und für 1921/22 sogar vier Milliarden erreichen würde. Ra also! Da hat doch die Erhöhung der Postgebühren ihren Berns verfehlt, und es würde eigentlich nahe liegen, nach anderen Mit- teln zu suchen.
Der alte Postmeister Stephan, der doch sein Handwerk verstand, hat einmal eine Erhöhung der Postgebühren damit abgewiesen, daß eine Überspannung der Finanzkraft auf die Dauer den Finanzen selbst schade. Aber wenn auch das Verkehrsbedürfnis so groß ist, daß sein Rückgang die Eebührenerhöhung nicht aufhebt, sondern noch ein Plus für den Fiskus bleibt, so darf doch nicht vergessen werden, daß die Post auch dem Zweck dient, Handel und Wandel zu beleben und dadurch indirekt die Steuerkraft zu erhöhen. Ganz besonders gilt dies für Zeiten wirtschaftlicher Depression, wie wir sie jetzt haben.
Der Reichspostminister traut auch seiner eigenen Eisenbartkur so wenig, daß er in einigen Punkten, so mit den Drucksachen, mit sich handeln lasten will. Wir boffen, daß. weitst nicht der Reichsrat. so doch l>er Reichstag noch wesentlich eindringlicher mit dem Reichspostminister handeln wird; denn die chronischen Portcexperiniente am lebenden Objekt des deutschen Wirtschaftskcrvers werden nachgerade staatsgefährlich. An die Stelle der Tarifschraube ohne Ende muß endlich einmal die verheißene Reorganisation des Betriebes ireten auf die hinzuwirken ja vor allem Aufgabe des eigens zu diesem Zweck ernannten Sparsamkeitsdiktators wäre Der Reichspostminister aber denkt: Vom sicheren Porto läßt sich's gemächlich reden!
Ne »2 Bestimmungen für die Abstimmung in Oberschlesien.
mz. Beuthen. 25. Ja(Drahtbericht.) Die Abstim- mungstommissio» in Ovveln bat folgende, für die Abstimmung wichtige Enticheidunaen getroffen, die sie den Vertretern des deutschen und des polnischen Abstimmungskommissars mitgeteilt hat und sie ermächtigt, die Bestimmungen zu veröffentlichen: . ^
1. Alle Stimmberechtigten der Kategorie B (in Ober
schlesien geborene, aber nicht dort wohnhafte Personen) erhalten von dem paritätischen Ausschutz eine Benachrichtigung, ob sie in die Stimmlisten eingetragen sind, und zwar durch die Post gegen Rückschein. ^ .
2. Für die Schristweise der Namen werde am besten der
in der Geburtsurkunde stehende Name gewählt, im übrigen feien die paritätischen Ausschüsse in dieser Frage nicht so peinlich, sondern entgegenkommend. Es soll ausreichen, wenn durch die Schristweise der Klang des Namens wieder- gcgeben wird. . . ....
3. In den Antrag am Eintragung in die Stimmlisten
(Kategorie B, Anlage 1 der vorläufigen Vorschriften) t|t unter Nr. 15 anzugeben die Zeit, wann der <stlmmberech- ligte den Wohnort in Oberschlesien verlien. Die ungefähre Angabe des Zeitpunktes genügt, wenn genauere Angaben nicht möglich sind. ... . . ...
4. Der Service du plebiscite ist damit einverstanden, dah die Eintragung der Abstimmungsgästs durch die Organisationen des deutschen und des polnischen PleblS- zitkommissars den paritätischen Ausschüssen übermittelt werden.
Nie Mafkenbekcklaanabme in Oberschlesien.
mz. Gleiwitz. 25. Jan. (DrahtberichtZ Zu der Nachricht. daß bei der Waffenbeschlagnahme in R u o tau (Kreis Rybnik) auch B e s a tz u n g s t r u v o e n mitgewnkt batten, wird jetzt von dem Truvpenkommando Glenmtz der Ponzei- direktion mitgeteilt, dah die Beschlagnahme von Beamten der in Gleiwitz stationierten Avo ausgefuhrt wurde. Interalliierte Truppen waren bei der Beschlagnahme nicht beteiligt.
Übernahme der Häsen auf das Reich.
Br. Duisburg. 25. Jan. (Erg, Drabtbericht.) Unter dem Vorsitz des Ministers für öffentliche Arbeiten Oeser <anb eine für das Schicksal des Ruhrorter Hafens, den Rhem- Mainkanal. die Ruhr und den Rhein bedeutungsvolle informatorische Versammlung statt. Oeser wies auf den Art. 27 der Reichsverfassung hrn. wonach alle Wasserstraßen an das Reich überzugehen haben. Man erwäge, ob au» die Häsen. die durch die Verfassung ntcfit festgelegt sind, vom Reich übernommen werden sollen. Der Redner wies ferner auf die historische Bedeutung des Duisburger Hafens hin und betonte, datz gerade der Ruhrorter Hafen als eigentlicher rtberfchutzhafen übernommen werden .solle, wahrend die anderen mit einem Minus arbeitenden Häfen vom.Reich abgelehnt worden seien. Das sei bedenklich. Oberbürgermeister Dr. ■Sattes erklärte, er könne sich sehr gut vorstellen. datz durch die Übernahme der Wasserstraßen auf das Reich eine Entwicklungsmöglichkeit gegeben fei. die für den Duisburg-Rubrorter Hafen bedeutungsvoll sei. Oeser trat in seinem Sckluhwort mit Entschiedenheit als preuhischer Minister für die Übernahme der Häfen auf das Reich ein.
Reform der juristischen Borbereitung.
Br. Berlin. 24. Jan. (Eig. Drahtbericht.) Dem Petitions- ausschuh des Reichstags lag eine Eingabe oor. die von den vereinigten Fakultäten der UniveriitätH all e eingereicht worden war und die fordert, datz das Rechts- studium mehr mit wissenschaftlichem und sozialem Verständnis erfüllt werde. Dazu führte ein Vertreter des Reichsjustizministeriums aus. dah ein aus Professoren. Richtern und Rechtsanwälten bestehender Auslchuh sich mit einer Reform der juristischen Vorbereitung beschäftige. Von dem Ergebnis der Beratungen würde es abhängvn. ob eine Vereinheitlichung des Rochtsstudiums im Wege der Vereinbarungen zwischen den Ländern oder auf gesetzgeberischem Wege geboten ist. Die Eingabe wurde der Regierung als Material überwiesen.
Das Eingeständnis der Kommunisten.
Br. Berlin. 25. Jan. (Eig. Drabtüericht.) Die infolge der Verhaftungen und Beschlagnahmungen im Westen fest- gestellten Pläne aus Gründung einer Roten Armee sind so eingehend, dah die Kommunisten in ihren Blättern nicht wagen, die allgemeine Richtigkeit der behördlichen Mitteilungen zu bestreiten. , Damit ist zum mindesten Klarheit geworden. Es wird letzt vor allem die Aufgabe der Behörden sein müssen, aus dem Vorgefundenen Material festzustellen. ob es kommunistische tzormanonen gibt und ob sich in den Händen der Kommunisten Waffen befinden. Die Dokumente ergeben auch, datz die kommu- nisti'chen Pläne darauf futzten. sich im Konsliktsfalle m den Besitz der r e a k t i o n ä r e n W aff en l ag e r zu setzen, über die sie offenbar genau unterrichtet sind. Daraus ergibt sich für die Behörden dis Pflicht, umgehend die Aushebung rechtsbolschewikischer Wasfennester einzuleiten.
Hungerstreik im Russenlager Gardelegen.
WZ. Berlin. 25. Jan. Laut „B. L.-A.".stnd die Russen int Russenlager zu Gardelegen in den Hu n g e r st re l k getreten. Sie wollen durch diese Maßnahme die Abberufung eines ihnen mihliebigen Geistlichen erzwingen.
Die Verteilung der amerikanischen 2v-Millionenspende.
Br. Berlin. 25. Jan. (Eig. Drabtbericht.). Der deutsche Zentralausschutz für die Auslandshilfe hat in der letzten Sitzung seines Arbeltsans chusses einen Berte ilungs- vlan für die 20-Millionen-Mark-Svende des amerikanischen Roten Kreuzes genehmigt. Es handelt nch um rund ’/, Millionen Ellen Flanelle und zahlreiche Kisten mit Unterzeug. Kleidern. Garn und Flanellitücken. Durch einen Ver- teilungsvlan ist dafür Sorge getragen, da» denenige Teil der Sendung, der von den Spenvern nrchi an bestimmte Adressen aufgegeben ist. über das ganze Deutsche Reich verteilt werden wird.
Europas Verschuldung an Amerika.
WZ. Washington. 25. Jan. (Drabtbericht.) Der Vr^essor für Nationalökonomie der Cornell-Unioersttat. Dr. Georg Warrn. erklärte vor dem Hausbaltsausichu» des Repräsentantenhauses die Schulden Europas .an die Bereinigten Staaten würden im Jahre 1924 zwanzig Milliarden Dollar betragen. Weiter erklärte er. datz europäische HanLe-s- firmen amerikanischen Handelsfirmen fast vier. Milliarden Dollar schulden. Europa müsse sortsahren. seine Erzeugnisse nach Amerika zu senden, ohne Rücksicht aus die amerikanischen Einfuhrzölle. Warrn erklärte, datz nach seiner Ansicht sich der Wechselkurs vorläufig nicht bessern würde und dah er zu einem weiteren Anwaw'ev der europäischen Schulden beitragen würde.
Arbcitseinschränkungen in Frankreich.
WZ. Paris. 25. Jan. (Drahtberickt.) Nach einer Haoas- mcldung erhöhten sich die Betriebseinschränkungen bei mehreren Fabriken in Nancv. In der Schuhindustrie sind die Arbeiter wöchentlich nur noch 30 Stunden tätig. Auch aus Montauban werden Arbeitseinschränkungen gemeldet. Eine Weberei schloh ihre Betriebe: in einer anderen werden monatlich nur zwei Wochen gearbeitet.
Das englisch-russische Handelsabkommen.
mz. London. 25. Jan. (Drahtbericht.) Gestern abend wurde vom Hairdelsamt der Wortlaut des Entwurfs des Handelsabkommens zwischen der britischen Regierung und der ruWchen Räteregierung. der Krassin vor seiner Abreise nach Rußland überreicht worden war. veröffentlicht. Die beiden wichtigsten Punkte beziehen sich auf die Ernennung britischer und russischer offizieller Agenten, die unter anderen Privilegien Befreiung von einer Verhaltung und einer Durchsuchung genießen und Garantien des britischen Reichs gegen üie Beschlagnahme russischen Golde«. Die briti'che Regierung erklärt ausdrücklich, dah sie keinerlei Gold. Kapitalien oder Wertpapiere, die nach England gesandt werden und nicht nachweisbar Eigentum britischer Untertanen sind, beschlagnahmt oder in Besitz nehmen wird. Desgleichen wird die englische Regierung eine Beschlagnahme irgend welcher beweglicher oder unbeweglicher Euter nimt vornobmen. die von der Räteregierung innerhalb des britischen Reicks erworben worden sind. Dem Abkommen brnzu- gefiigt ist eine wichtige Erklä-unq über die Anerkennung von Forderungen, an der beide Parteien beteiligt sind und nach der alle gegenseitigen Forderungen durch einen neutralen Vergleich beigelegt werden sollen.
Die staatliche Zugehörigkeit Litauens.
v. Warschau, 25. Jan. (Eig.-Drabtbericht.) Die Kommission des Völkerbundes bat sich nach polnischen Viatter- meldungen gegen die Einberufung des Wilnaer Landtags erklärt und diesem das Recht der Entscheidung über die staatliche Zugehörigkeit Litauens abgesprochen.
Allrussische Fachmännerkonferenz.
v. Moskau. 25. Jan. (Eig. Drabtbericht.) Am 20. Jan. wurde in Moskau die allrussische Fach.nännerkomerenz er- ösfnet. die aus Ingenieuren und anderen ho baualismerten Spezialisten und Gewerkschaftsvertretern besteht. Sie bezweckt die Organisierung der Arbeit nach wissenschaftlichen Methoden und stellt die Hauwt- ausgabe. der Produktion eine wissenschaftlich-theoretische Grundlage zu geben. Professor Pechterow ist zum Vorsitzenden des Kongresses gewählt worden.
Lenin gestorben?
WZ. Paris. 25. Jan. (Drahtbcricht.) Nach einer Privatmeldung des ..Petit Paristen" aus London erhält sich weiterhin in Finnland mit Hartnäckigkeit das Gerücht, datz Lenin gestorben sei.
Leon Bourgeois über das Werk des Völkerbundes.
mz. Paris. 25. Jan. Im Senat sausschutz für auswärtige Angelegenheiten verbreitete sich Leon Bourgeois über das Werk des Völkerbundes, der immer grühere Energien erzeuge und einen unbestreitbaren Einflutz ausübe. Er wies auf die Wichtigkeit der internationalen Arbeits- crganismen für Hygiene. Transitverkehr und Wirtschasts- und finanzielle Beziehungen in Vergangenheit und Zukumt bin. Die Regierung werde demnächst dem Senat einen Gesetzentwurf über die Bildung eines internationalen Gerichtshofes vorlegen, an dessen Einrichtung selbst die Vereinigten Staaten mitgewirkt hätten, de Se!ves übermittelte die Glückwünsche der Kommission an Bourgeois anlählich der Verleihung des Nobel-Preises. Zu erwähnen sst. dah der Gerichtshof des Völkerbundes nicht den Haager Gerichtshof verdrängen wird, der als Schiedsgericht bestehen bleiben und die Liste der internationalen Schiedsrichter arfstellen . soll, unter denen der Völkerbund seine Richser für den ständigen Gerichtshof auswählen wird.
Der Transport von Bölkerbundstruppen durch die Schweiz.
mz. Bern. 25. Jan. (Drabtbericht.) Rach einer Meldung der „Basler Nachr. ist der Bundesrat mit der Durchreise von Truppenkontingenten ausländischer Völker bundsstaaten durch die SÄweü zur Organisation der Abstimmung im oberschlesischen Gebiet durchaus einverstanden. da es sich dabei keineswegs um eine kriegerische Mahnahme oder um Kriegsvorbereitungen bandeln kann.
Zu dieser Meldung erfährt die Schweizer Depeschen- Agentur von zuständiger Seite: Die französische Botschaft habe m der Tat vor einig:« Wochen beim politischen Departement angesragt. welche Stellung der schweizerische Bundesrat gegenüber einem eventuellen Durchtransvort von Bölkerbundstruppen für die polnisch-litauische Abstimmung einnehme. Das politische Departement habe diese Anfrage dem Eisenbahndevartement unterbreitet zur Begutachtung der technischen Seite eines solchen Dur nz- ??rts, Die Prumng der Angelegenheit sei noch nicht e.ll- standia r r: Abschluß gekommen.
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