Einzelbild herunterladen
 

Verlag Langgassr LI

»Tazblatthau»^.

kchoUer-Hailr gkSffnet von 8 Uhr morgens bis S Uh: abends. Postschccklsnto: Frankfurt a. 28. Nr. 7405.

Wöchentlich

Bcäiigspseifc: Durch den Verlag bezogen: Mk. 3.S0 monatlich, Mk. 11.40 vierteljährlich ohne fTrazlohn: durch die Post bezogen: Mk. 5.5» monatlich, Mk. 10.50 vierteljährlich mit Bestell- mew. " Bezngsbestellungcn nehmen an: der Verlag, die Ausgabestellen, die Träger und alle Postanstalten. — In Fällen höherer Gewalt, Betriebsstörungen oder Streiks haben die Be- zieher keinen Anspruch auf Lieferung des Blattes oder Erstattung der cntivrechenden Entgelts.

12 Ausgaben.

Fernruf:

^Tagbl-tthaus- Rr. SS5S-5S.

Don 8 Uhr morgens bis 6 Uhr abends, nutzer Tonntsg». PostscheÄonto: Frankfurt a. M. Rr. 7405.

Anzeigenpreise: örtliche Anzeigen Mk. >.2S, auswärtig«'Anzeigen Mk. 1.80, örtliche Reklamen Mk. 5.- , auswärtige Reklamen Alk. 7. - für die einspa'tia« .ikolonelzeile oder deren Raum. — Bei wieder­holter Aufnahme unveränderter Anzeigen entsprechender Nachlaß. — Lchlutz der Anzeigen- Annahme für beide Ausgaben: lg Uhr vormittags. — Für die Aufnahme von Anzeigen an vorgeschriebenen Tagen und Plätzen wird kei'.'.e Gewähr übernommen.

Berliner Abteilung des Wiesbadener Tagblatts: Berlin JHV. 40, Fürst Bismarcksttatze 2. Fernsprecher: Amt Hansa 1071-1373.

Mittwoch, 12. Jaguar 1921.

Morgen-Ausgabe.

Nr. 17. ♦ 69. Jahrgang.

Kommunisten-OffensiVe.

Die Kommunisten, diese radikalste Spielart der Radikalen, denen die Unabhängigen beider Färbung bereits als Reaktion gelten, sind offenbar „des trock'nen Tons nun satt" und sie wittern Morgenluft. Was seit einiger Zeit gemunkelt wurde, wird von ihnen jetzt offen zugegeben, nämlich daß sie eine sogenannte große Aktion Vorhaben. Es war unschwer zu erkennen, daß den Vorgängen in Flensburg, Berlin und Dresden, die ja zeitlich ziemlich zusammenfielen, wenn nicht ein verabredeter Plan, so doch zumindest die gleiche Richt­schnur zugrunde lag, wobei das Ziel ist: Sabotage des Parlamentarismus, Stillegung des gesamten Wirt­schaftsorganismus, um den Boden zu ebnen für den kommunistischen Zwangsstaat, Herbeiführung der Anarchie, auf deren Trümmern sich die bolschewikischo Kommune aufbauen soll.

Die Vorgänge im Berliner Stadtparla­ment ließen dies Ziel deutlich erkennen. Ist es doch hier dem kommunistischen Janhagel, der sich der Tri­bünen bemächtigt hatte, gelungen, die Tätigkeit des Stadtparlaments lahmzulegen/ so daß die Gemeinde­vertretung, bar des Willens oder des Mutes, den „süßen Pöbel" zum Tempel hinauszujagen, in einen anderen Dersanrmlungssaal flüchtete. Und das unter der Ägide des unabhängigen Stadtverordnetenvorftehers Dr. W e y l, der in Liebedienerei vor der äußersten Linken erstirbt, und den diese deshalb ja auch zum Oberbürger­meister machen will, auf daß die größte Gemeinde des Reiches ganz in Grund und Boden regiert werde! Was im Berliner Stadtparlament mit Erfolg ins Werk ge­fetzt wurde, hat man auch im Parlament des Freistaates Sachsen versucht. Gleichfalls nicht ganz ohne Erfolg; denn die Obstruktion der kommunisti­schen Volksvertreter, denen ebenso wie in Berlin die Tribünenbesucher getreulich sekundierten, brachte eine ernstliche Störung der Verhandlungen und eine unfrei­willige Vertagung der Sitzungen zuwege.

Von der Politik der Tribüne zu der Poli­tik der Straße ist nur ein Schritt. In Flensburg wurde er gemacht, in Berlin steht er anscheinend bevor. Wenn bei den kommunistischen Versammlungen in Flensburg, durch welche die Straßenkämpfe eingeleitet wurden, von den Kommunistenführern die Losung aus­gegeben wurde, „es muß noch Blut fließen", so zögerten die Parteigänger nicht, diese Losung zu befolgen. Die alleinige Schuld der Kommunisten an dem Blutbad von- Flensburg ist einwandfrei festgestellt durch die Er­klärungen aller sozialistischen und gewerkschaftlichen Kreise, worin diese zugleich jedes Zusammengehen mit den Kommunisten ablehnen.

Was in Flensburg geschah, soll sich anscheinend in der Reichshaupt st ad t, und vermutlich nicht nur da, wiederholen. Diesem Zweck dienen die von den Kommunisten einberufenen Versammlungen der Ar­beitslosen, aus denen man die noch sehr spärlichen Schlachtreihen der Kommunisten aufzufllllen versucht. Dient vor allem ein soeben ergehender Aufruf der Zen­trale der vereinigten Kommunistischen Partei Deutsch­lands (V. K. P. D.) an alle Organisationen der Linken zu einer gemeinsamen Aktion. Es ist bemerkenswert, wenn als das Programm dieser Aktion u. a. angegeben wird: Einheitlicher Lohnkampf, Aufhebung der "Streik­verbote (also in lebenswichtigen Betrieben!), Regelung der Arbeitslosenbezüge auf der Grundlage des Ver­dienstes der Vollbeschäftigten, und zwar auf Reichs- kosten, Verbilligung der Lebensmittel gleichfalls auf Reichskosten, Bereitstellung von Lebensmitteln und Be­darfsgegenstände ebenfalls auf Reichskosten. Das Reich hat's ja dazu Man braucht nur die Arbeitslosen an der Notenpresse zu beschäftigen.

Besonders bedeutsam ist auch die Forderung der Kontrolle aller vorhandenen Rohmaterialien usw. durch die Betriebsräte. Me wir dazu erfahren, planen die Kommunisten eine Neuauflage der politischen A r b e i t e r r ä r e im Sinne des alten, glücklich abge- ivirtschafteten Vollzugsrates. Das weltpolitische End­ziel der Kommunisten wird endlich angedeutet durch das Verlangen nach einer soforigen Aufnahme der Handels- und divlomatischen Beziehungen zu Sowjet- riisttcrnd. Bon Ost-m her soll das „Heil" kommen. Arm in Arm mit dem Bolschewismus will man das Jahr­hundert in die Schranken fordern.

Aus oll dem ersteht mün, wohin die Reife gehen soll, und die Arbeiter werden erkennen müssen, wofür man sie einfangen will. Sogar die unabhängige „Freiheit" kommt, reichlich verspätet, zur Erkenntnis und nagelt die Kommunisten als „Schädlinge und Zerstörer" fest. Gegen dies wirtschasrs- und staatszerstörende Treiben der Schädlinge und Zerstörer gilt es beizeiten mobil zu machen, müssen sich BürgertrlM und Arbeiter, zu welcher Partei sie auch zählen mögen, zusammenfchliehen, müssen

alle staatlichen Machtmittel, soweit sie uns das Ent­waffnungsgebot der Alliierten gelassen hat, aufgeboten und rücksichtslos zur Anwendung gebracht werden. Es ist Gefahr im Verzüge — videaat cousules . ......

Preugentag der Deutschen Volkspartei.

.Br. Berlin, 11. Jan. (Eig. Drabtbericht.) In der zweiten Sitzung des Preußentages der Deutschen Volkspartei Ivrach Obervräsident Dr. v. Richter über die a l l g e - m e in e p reu ß is ch e P o l i t i k. Er wandte sich sehr ent­schieden gegen alle auf die Zertrümmerung Preutzens ge­richteten Bestrebungen und polemisierte besonders gegen, den -jttvstagsabgeordneten Loebe. den sozialdemokratischen Aogeordneten H e i 1 m a n n und den Staatsminister Preuß. Wir treiben keinen preußischen Partikularrsmus. aocr wir wenden uns gegen die Zerschlagung Preutzens. auch mit Rücksicht auf das Deutsche Reich. Erst wenn das Verlangen nach einem großen deutschen Einheitsstaat im ganzen Volk lebendig ist. ist die Zeit gekommen, da man die Einzelstaaten durch einen großen Einheitsstaat ersetzen kann. Die Reichstagswahlen am 6. Juni haben gezeigt, daß dre Wählerschaft auch in Preußen nicht mehr hinter der U'tzigen Regierung steht. Deshalb haben wir uns auf den Standpunkt gestellt, daß Neuwahlen erfolgen müßten. Weiter führte Dr. v. Richter aus: Die Sozialisierung und Kommunalisierung lehnen wir ab. Die Deurichnarionalen haben mit uns mancherlei Berührungspunkte, aber wenn in dieser Partei die extremen Vertreter die Herrschaft aus- ubcn. dann können wir. die doch eine liberale Partei sind, niit ihnen nicht Zusammenarbeiten. — Dann sprach die Ab­geordnete Frau Garne über ..Die Frau in der Politik und gedachte der Königin Luise. — Abg. Leide sprach über den Frieden. Wir bewahren auch heute noch dem Hohcnzollernhaus das Gefühl der Dankbarkeit. Der Kampf um 20. Februar gilt nicht nur dem Wohls Preutzens. son­dern dem ganzen Deutschen Reiche.

In der Diskusiion forderte ein Fabrikarbeiter aus Rem­scheid. datz die Partei praktische Sozialpolitik treibe. — — Eeheimrat Caspary setzte sich für die Erhaltung der Unabhängigkeit der Richter ein. Der Vorwutt der Klassen- jnstiz sei unberechtigt. — Abg. n. Kampe lenkte die Auf­merksamkeit auf die Laslösungsbestrebungen in Hannover, und Oberleutnant v. Zitzewitz verbreitete sich über die Bedeutung der Erhaltung des bisherigen Religions- und Geschichtsunterrichts. — In feinem Schlußwort betonte Staatssekretär a. D. Dr. v. Krause, die Partei wolle weder eine bürgerliche noch eine Arbeiterpartei, sondern eine Volkspartei sein.

Eine Konferenz der Ernähruagsminister.

Br. Dresden. 11. Jan. (Eig. Drabtbericht.) Die Er- nabrungsministsr der einzelnen Länder treten am IS. Januar hier zu einer Konferenz zusammen.

Der Rücktritt Heinekens.

, .Bf. Berlin. 11. Jan. (Eig. Draütüericht.) Der Rück­tritt des Generaldirektors Heineken vom Norddeutschen Lloyd ist darauf zurückzuführen, datz die deutsche Regierung iLM den Botschaftervosten in Washington an- m. Er hat jedoch die Regierung gebeten, von dieser Ent­sendung abzusehen. Man hofft indessen, ihn zu einer Ände­rung seines Entschlusses zu bewegen.

Der neue österreichische Gesandte in Berlin.

. Br. Berlin. 11. San. (Eig. Drabtbericht.) Der General­konsul im österreichischen Ministerium des Autzern Wield- ner ist zum österreichischen Gesandten in Berlin ausersehen.

Der portugiesische Gesandte in Berlin ch. . dz. Berlin, 11. Jan. (Drabtbericht.) Der portugiesisch« Gesandte Lambertini P i n t o ist nach kurzer Krankheit im ..Hotel Adlon" gestorben.

Präsident Wilson zieht die Konsequenzen

IX New Bork, 11. Jan. (Eig. Drabtbericht.) Präsident Wilson hat aus der neuen politischen Lage seit der Präsi­dentenwahl die Konsequenzen gezogen. Das Autzrn- amt hat den amerikanischen Botschafter in Paris Vallace angewirssn. künftig an keinerlei Sitzungen des Botschafter- rais mehr terlzunehincm. Von diesem Entschluß der amerika- wilschon Regierung wird das amerikanische Außenamt auch dir übrigen Botschafter, die Mitglieder der Botschafter- konserenz sind, verständigen. Diese Mahnahme wird daran? zurückgeführt. datz die amerikanisch« Regierung der Ansicht ist. datz sämtliche Fragen, die seit dem Waffenstillstand auf­geworfen wurden, erledigt sind, und da die Union den Ver­sailler Frieden nicht unterzeichnet hat. so kann der amerika­nische Vertreter naturgemäß an keiner Verhandlung mehr teilnebmen, welche Amerika irgendwie in Beschlüsse ver­wickeln könne, die auf den Versailler Frieden Bezug haben. Die gegenwärtige amerikanische Regierung, d. ü. das Wilstn- Üabinett. ist auch der Ansicht, daß das Mandat des amerika­nischen Volkes, das in der letzten Präsidentenwabl erteilt worden ist, eine andere Haltung nicht mehr länger ge­statte. besonders weil das Land mit dieser P'äsidcntenwabl auch d,cn Völkerbund mit überwältigender Mehrheit verwor­fen bat. Dies« neue Haltung der amerikanischen Regierung wird auch auf die amerikanische Besatzungs­armee am Rhein nicht ohne Einfluß bleiben. Im Verlaus der Verhandlungen im Senat über die Herabsetzung der Be­stünde der regulären Armee erwähnte der Senator Rew die 15 200 Mann am Rhein. Der Senator Lenroot stellte dabei die Frage: Wie lange würden diese Truppen nach dem 4. März noch am Rhein bleiben? Der 4. Mürz ist bekannt­lich dar Tag, an dom der neue Präsident Harbins, in das Weitze Haus einzieht. Der Senator New antwortete: Hoffent­lich nicht lange."

Lcygnes über Las Verhältnis zwischen Frankreich Md Deutschland. '

nm. Paris. 11. Jan. (Drabtbericht.) Ministerpräsi­dent L e y g u e s empfing gestern Professor Buch von der . Ere Nouvelle". Er erklärte diesem in bezug auf Deutsch­land: Deutschland wolle die Ausführung des Friedensver- trages von Versailles, und Frankreich verlange die Ar>s- fuhrung des Friedensvertrages von Versailles: nichts mehr und nichts weniger. Man müsse aber gerecht gegen­über Deutschland sein, wie gegen die anderen ehe­maligen Feinde. Bevor Deutschland zum Völkerbund zu- gclassen werde, müsse es Beweise seines guten Willens gehen und loyal und vollkommen seine Verpflichtungen erfüllen, die es Frankreich gegenüber annahm. Zur Stunde könne das französische Budget nickt balanciert werden, weil es auf Kosten Deutschlands 16 Milliarden vorgeschoben habe. Das französische Volk werde nicht länger derartige Lasten tragen können. Er seikein ManndesHasses und verstehe, daß Frankreich und Deutschland zusammen- arbeiten müssen. Europa wird 40 Grad Fieber haben, wenn Deutschland und Frankreich nicht zu normalen Be­ziehungen zurückkehrten. Aber damit dieses Zusammen- arbeiten möglich sei. müsse Deutschland die Verpflichtungen erfüllen, die es übernommen habe.

Die aufgcschodensn Brüsseler Verhandlungen.

Br. Berlin, 11. Jan. (Eig. DrahtSericht.) Ein Teil der Schwierigkeiten der Wiederaufnahme der Brüssc- ler Verhandlungen resultiert daraus, daß die Alliierten über­einstimmend verlangt haben, Deutschland solle zuvor die un­terbrochene Zahlung im Clearingverkehr wieder aufnehmen. Von Deutschland wurde erklärt, daß die seior- derte Suiyme nicht gezahlt werden könne, ohne daß Deutsch­land sich die Möglichkeit vergebe, die Mittel zur notwendi-, gen L e b e n s m i t tel«infubr. zur Versorgung seiner Be­völkerung. zu verschaffen.

Für den Preisabbau in Lsterreich.

„ P- Wien, 11. Jan. (Eig. Drahtbericht.) Unter dem Vorsitz des Bundeskanzlers Dr. Mayr begann heute die von der, Bundesregierung veranstaltete Versammlung über den Preisabbau. Der Vertreter der Union führte aus. daß oiese beschlossen habe, der Frage des Preisabbaues näher- äutreten. Es sei der Beschluß gefaßt, solidarisch in den Streik zu tteten. falls bis »um 20. Januar mit der Frage nickt Ernst gemacht werde. Die Arbeiter und An­gestellten fordern Todes- und Prügelstrafe für Schieber und erklären, daß sie. wenn keine diesbezüg­lichen Maßnahmen getroffen werden, sich vom 20. Januar ab a.is außerhalb der Gerichtsbarkeit bettachten und Schieber und-Preistteiber selbst verurteilen würden. Ferner fordern sie Telephon- und Telegravhenzensur und erklären, falls diese nicht beschlossen wird, sie selbst auszuüben.

Kaiser Karls Throngelüste.

v. Mailand. 11. Jan. (Eig. Drabtbericht.) Der „Evoca" zufolge betreibt der ungarische Adel die Vorbereitung zur Rückkehr der Habsburger mit Nachdruck weiter. Der ehemalige Kaiser Karl soll eingeladen werden, die Krone von Ungarn anzunehmen. Alsbald werde auch der Wiedeizusammenschluß Österreichs und Ungarns proklamiert werden. Dian erkenne in Frankreich, daß sich Österreich in höchster Not an die Vereinigung mit Deut?bland als den letzten Rettungsanker klammern könnte. Dis französische Regierung sei daher bereit. Österreich weitere Darlehen zu gewahren, wahrend England und Italien aus eine diesbe­zügliche Amrage ausweichend geantwortet haben.

Die Friedensoerhnirdlungxn mit den Einnfeinern gescheitert.

mz. Paris. 11. Jan. (Drabtbericht.) Wie die Pariser Ausgabe der..Daily Mail" meldet, scheiterten die Frie­densverhandlungen zwischen der Sinnseiner-Partei und den Vertretern des englischen Kabinetts infolge der Haltung der irischen Unterhändler, die das Homerulegesetz nicht anerkennen wollten. Di« Vertreter des englischen Kabinetts sind der Ansicht, daß jede weitere Verhandlung die Anerkennung des Homerulegesetzes durch die Sinnfeinrr zur Voraussetzung haben müsse.

Die Eiltwaffnungsfrist.

v. Mailand, 11. Jan. (Eig. Drabtbericht.) Nach dem „Carriern della Sera" sollen Italien und Belgien dabin übepeiNg-ekommen fein. Deutschland eine Entwafsnungsfrist üi; zum 31. März zu gewähren. Die Zustimmung Frank--, reicks zu diesem Termin steht noch aus. Doch bont man in italienischen volttischen Kneifen. daß Frankreich sich diesem Beschluß der Alliierten anschlietzen werde.

Lloyd Georges Teilnahme an der Pariser Konferenz.

IX London, 11. Jan. (Eig. Drabtbericht.) Wie bereits gemeldet. ist cs fraglich, ob Lloyd George persönlich an der bevorstehenden Pariser Konferenz teilnehmen wird. Jsian gibt heute in amtlichen Kreisen zu verstehen, daß Lord Eurzon allein nach Paris reisen wird, und datz Lloyd Georg« verhindert ist. Als Grund hierfür wird die irische Frage genannt.

mz. Paris. 11. Jan. (DrahtboriHj.) Das ..Journal" verbreitet eine Nachricht, die mit außerordentlicher Reserve nufgcnammen werden muß und die besagt, daß sich L^oyd George nicht zu der Konferenz des Obersten Rats nach Paris begeben könne.

j-uuyiftgc-

.. Kovcnbapeir, 11 . Jan. Nach Blättermeldungsn hielt. Ministerpräsident N e e r g a r d vorgestern in Tendern ui einer von der Regierungspartei einberufenen Versamm­lung eine Rede über den Standpunkt der Regierung bezüglich der künftigen dänischen Politik in Nordschleswig und äußerte dabei u. a.. daß Dänemark keinen Zwang anweuden sondern verständnisvolle Rücksichtnahme und volle Ge- r c w t i g t e l t allen denen erweisen wolle, die sich mit der deutschen Ration verknüpft suhlten und die deutsche Kultur zu pflegen wunimten. Voraussetzung für gute nachbarliche Beziehungen zu Deutschland sei aber, daß auch deuischerietts Verträglichkeit und Gerechtigkeit dewiesen werde gegenuoer den vielen, die Dänemark jenseits der Grenze mit Kummer habe zurücklassen müssen. Der Ministe'-- prasident teilt« weiter mit. daß die Übernahme Nordsckles- wi 82 Dänemark 200 bis 300 Millionen Kronen kosten werde ^ rttat5 schließlich, besonders für sondern ' sorgen zu