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Drsnstag, 11. Januar 1921.

Morgen-Ausgabe.

Nr. 15. 69. Jahrgang.

Die Mmistertonferenz.

Die Regierungen der Alliierten haben sich geeinigt, die Konferenz ihrer Minister am 19. Januar zusammen- treten zu lassen. Wenn auch bei dieser Zusammenkunft alle Fragen, die die Alliierten gemeinsam interessieren, besprochen werden sollen, so wird sich die Konferenz doch in erster Linie der Frage der Entwaffnung Deutschlands widmen. Erft nach Ablauf der Kon­ferenz wird man in Deutschland also erfahren, welche Konsequenzen die alliierten Regierungen aus der Bilanz- note vom 31. Dezember zu ziehen gedenken, inwieweit es sich bei dieser Rote lediglich um einen formellen Ein­spruch gegen die angeblichen deutschen Verstöße handelt, und welcheStrasmaßnahmen" verhängt werden sollen.

In der wichtigen Entwasfnungsfrage stimmen die Kabinette in London und in Paris im wesentlichen überein. Eine Meinungsverschiedenheit besteht eigent­lich nur über die Auflösung der noch bestehenden Ein­wohnerwehren. Während man in Frankreich den Standpunkt vertritt, diese Wehren seien sofort aufzu­lösen, ist man in England geneigt, der deutschen Regie­rung eine gewisse Frist, genannt wurden 9 Mouche, zu- 'Wgestehen. Man betont in englischen Kreisen, diese 'Wchren bildeten eine sehr viel geringere Gefahr als ein oolschewikischer Angriff, den man für das Frühjahr erwarten müßte. Die französische Presie beruft sich demgegenüber auf die deutschen Linsksparteien, dis für eine sofortige Auflösung der Wehren eintrüten. Es sollte ihr doch aber zu denken geben, daß auch der demo­kratische Oberpräsident der Provinz" Ostpreußen die Wehren als unbedingt notwendig bezeichnet, solange nicht der Frieden zwischen Rußland und Polen perfekt geworden ist. Die ganze Blindheit gewisser sozialisti­scher Agitationspolitiker gehört dazu, um nicht zu sehen, daß Ostpreußen bei seiner isolierten Lage und bei den ungeklärten Verhältnissen im Osten eines besonderen Schutzes bedarf. Sehr absprechend gegen die Forderun­gen der Entente verhält sich unter anderem auch der Temps", der feststellt, Europa wäre ohne Deutschlands Unterstützung schon längst der kommunistischen Revolu­tion verfallen. Es muß ja auch wohl als feststehend betrachtet werden, daß sich Italien bei der Pariser Kon­ferenz in der Entwaffnungsfrage nicht den französischen Gedankengängen anschließen wird.

Welcher Standpunkt sich schließlich durchsetzen wird, läßt sich heute keineswegs mit Sicherheit Voraussagen. Neben der deutschen Frage wird auch die Orientfrage bei den Pariser Verhandlungen eine wichtige Rolle spielen. Auch hier stimmen die Alliierten nicht über­ein. Die Meinungsverschiedenheiten innerhalb der Entente über die griechisch-türkische Frage sind ja oft genug dargestellt worden und es ist bekannt, daß sich England gegen eine Revision des Vertrages von Sävres sträubt, weil dabei wichtige englische Lebens­interessen in Vorderasien auf dem Spiele stehen. Von Frankreich und Italien dagegen wird eine Revision dieses Vertrages angestrebt. Die Gefahr liegt nun außerordentlich nahe, daß wir nach bewahrtem Muster wieder einmal verhandelt werden, wie das bereits in San Remo der Fall gewesen ist. In diesem Sinne schreibt auch derTemps", der meint, die orientalische Frage sei für Frankreich vielleicht noch wichtiger als die deutsche. Aber für das Volksempfinden komme die deutsche Frage an erster Stelle. Unter solchen Um­ständen werde England auf der Pariser Ministerkonfe­renz sein altes Spiel wiederholen, nämlich Frankreich in Deutschland kleine Zugeständnisse machen, dafür aber in der Levante ungeheure Vorteile fordern.

Auf der Pariser Konferenz wird man auch nach Ententenachrichten die Frage der d e u t s ch e n Ko h l e n- lieferungen einer erneuten Prüfung unterziehen. Es ist bekannt, daß das Abkommen von Spa im Januar abläuft, und daß über die auf Grund des Friedensver­trages zu liefernden Kohlenmengen demgemäß' neue Vereinbarungen getroffen werden muffen. Die Ver­handlungen. die hierüber bislang geführt wurden, haben leider einen wenig befriedigenden Verlauf ge­nommen. Die Entente hat ehre Forderungen nicht un­wesentlich gesteigert. Nicht nur. daß die Nachlieferung derjenigen Kohlenmengen gefordert wird, die infolge der ungünstigen Transportnerhältniffe in den letzten Monaten nicht abtransportiert werden konnten, soll Deutschland darüber hinaus an Stelle der bislang ge­lieferten 2 Millionen Tonnen monatlich sogar 2,2 Mil- nonert abgeben. Dabei besteht aus seiten der Entente keine Geneigtheit, weiterhin die seither gezahlten Vor­schüsse und die Eoldmarkprämie zu bewilligen. Hinzu kommt, daß trotz der feierlichen Zusagen, die Lloyd George und Delacroix über die Kohlenlieferungen aus Oberschlesien in Spa gemacht haben, auch diese Liefe­rungen noch gekürzt werden sollen. Eine solche Forde- N',ng geht bei weitem über die deutsche Leistungsfähig­keit hinaus. Die deutsche Retzieruny hat sich denn auch ,

energisch dagegen gewehrt und wird de: Entente eine Denkschrift über die Lage übermitteln. Aller Voraus­sicht nach ist auch mit einer Verschiebung der Lieferun­gen zu rechnen, wenigstens ist man in italienischen Krei­sen der Ansicht, daß es dem Sinn des Friedensvertragss entspräche, wenn die deutschen Kohlenlieferungen an Frankreich herabgemindert, die Lieferungen an Italien dagegen erhöbt würden.

Zweifelhaft erscheint es, ob in Paris auch die Frage der Wiedergutmachung zur Erörterung gelangen wird. Es muß Bedenken erregen, daß man jetzt plötzlich dj? Brüffeler Verhandlungen wieder auf unbestimmte Zeit vertagt hat. Hinzu kommt noch, daß gerade in diesem Tagen über Oberschlesien Nachrichten gekommen sind, die die allerschwersten Bedenken Hervorrufen muffen. So bringt eine Reuter-Note zum Ausdruck:Der Besitz irgendeines Teiles von Oberschlesien wird nicht not­wendigerweise jenem Teile zufallcn, der die Mehrheit der Stimmen gelegentlich der allgemeinen Abstimmung haben wird. Diese ganze Frage bleibt noch einer end­gültigen Regelung Vorbehalten." Aus den bislang vor­liegenden Nachrichten geht nicht mit Klarheit hervor, ob die Ententemächte auch nach der Abstimmung etwa eineKontrolle" über die oberschlesischen Gruben be­halten wollen, oder ob sie sich eventuell Vorbehalten wollen, selbst eine Teilung Oberschlesiens vorzunehmen, gleichgültig wie auch immer die Abstimmung ausfallen wird.

Jedenfalls hat die Ministerkonferenz in Paris ein recht umfangreiches Programm zu erledigen. Daß man ihren Entscheidungen in Deutschland mit dem aller­größten Interesse' entgegensieht, ist begreiflich, sollen doch hier die wichtigsten deutschen Lebensfragen ent­schieden werden!

TerTrmps" über dis deutsche Finanzlage.

v. Paris. 10. Jan. (Erg. Drahtbericht,) DerTemps" beschäftigt sich am Vorabend der neuen Kammer- i e i T t o n wieder einmal mit den deutschen Finanzen. Wie kann man sich von Deutschland bezahlt machen, so lange die Reichsregierung von Assignaten lebt? Wie kommt es. daß die Rcichsregierung üch in einer solchen Not befinden kann, wo die deutsche Industrie im Überfluß fabriziert, transpor­tiert und verkauft? Es gibt in Deutschland Symptome des Bankrotts und Symptome des Wiederauffchwungs. Eine Erklärung für diese widerspruchsvolle Erscheinung habe Ratbenau in der Neujahrsausgabe derVoss. Ztg." ge­geben. Deutschland leide gegenwärtig an zwei Hauvtiiüeln: der Vermehrung der Wertpapiere und der Passivität der Zahlungsbilanz. Welches von beiden Übeln Deutschland zu ruinieren droht, ist nach Ratbenau nicht der übermäßige Notenumlauf, sondern der Mangel an Ware, durch die das Ausland bezahlt werden könne. Man müsse also in erster Linie die Blutarmut der Produktion heilen, auch wenn in­zwischen die Notenflut noch steigt. Die industrielle Pro­duktion dürfe nicht gelähmt werden, lieber solle die In­flation verdoppelt werden, auch wenn dadurch die Mark auf 14 Prozent der Goldmark berabsinken würde. Aus dieser Doktrin von Ratbenau zieht derTemvs" den Schluß, daß die Zahlungsfähigkeit der deutschen Regierung mit der Zahlungsfähigkeit Deutschlands nichts zu tun habe. Die Mittel, die dem deutschen Schatz zur Verfügung ständen, und die wirklichen Mittel des Landes seien verschieden.

Deutschland führt kerne Milch aus.

1\ Koblenz, 9. Jan. Die Pressestelle des Reichskom­missars iur die besetzten rheinischen Gebiete meldet: Das L Echo du Rhin batte vor längerer Zeit aus leicht ersicht­lichen Gründen unter der ÜberschriftDeutschland führt Milch aus die von vornherein unwahrscheinliche Behaup­tung ausgestellt, daß die Äubenbandelsstrlle in Berlin die Bewilligung zur regelmäßigen Ausfuhr von Milch nach Dänemark erteilt habe. Diese Nachricht ist aus dem .X Echo du Rhin" auch in verschiedene deutsche Blätter übergegangen. Wie wir demgegenüber von zuständiger Seite erfahren, ist niemals eine Ausfuhrgenehmigung für Milch erteilt worden.

Mac Cormicks Ansichten über Oberschlesien.

W.T.-B. Paris, 8. Jan. Nach demMatin" soll Senator Mac Eormick in Paris erklärt haben, wenn die Volks- abitimmung in Oberfchlekien zugunsten Polens ausiallen würde, io glaube er. auf Grund von Besprechungen, die er in Berlin gehabt habe, daß Deutschland diese Entschei­dung nur unter dem Drucke der Gewalt an nehmen werde. Mac Eormick habe weiter gesagt, daß ein für Deutschland günstiges Abstimmungsergebnis zweifellos die deutsche Produktionskraft beträchtlich erböhen werde und daß infolgedessen in diesem Falle die Gläubiger Deutschlands das Recht hätten, höhere Forderungen auf dem Ge­biete der'Wiederautnrachung zu stellen. Der amerikanische Senator habe sich lehr ungünstig über die Mängel des Eisen- babnsystems in Mitteleuropa ausgesprochen.

Ein Abkommen zwischen Polen und Danzig.

mz. Warschau, 10. Jan. (Sanas.) Der neue Ober­kommissar für Danzig. A t t o l i c o . ist gestern in Warschau eingetroffen. Eine Abordnung der Freien Stadt Danzig hat gestern nach viertägigem Aufenthalt ihre Verhand­lungen mit den polnischen Regierungsvertretern über die Versorgung der Stadt Danzig beendet, über alle wesent­lichen Punkte ist man zu einer grundsätzlichen Einigung gelangt. Die Abordnung wird in einigen Wochen wieder nach Warschau kommen, qm das endgültige Abkommen fest- sttleqcq.

Erzbergers große Rede.

Dz. Nadolfszell, 10. Jan. (Drahtbericht.) In, einer Zentrumsversammlung sprach Reichssinanzinmister a. ,D. Erzberger unter besonderer Betonung über leine Mitwirkung am Zustandekommen des Waffenstillstandes. Erzberger benutzte die Gelegenheit zu einer eingehenden Rechtfertigung seines damaligen Verhaltens. Er sagte, es sei im Jahre 1917 versäumt worden, über die Wie­derherstellung Belgiens ein offenes Wort zu sagen. Luden­dorff habe noch im Oktober 1918 die Bereitstellung von 600 000 Mann innerhalb eines halben Jahres gefordert, was als unmöglich bezeichnet wurde. Niemand bade gesagt, der Versailler Friede sei gerecht, aber dennoch sei die Unter­zeichnung des Waffenstillstandes und des Vertrages von Versailles eine nationale Tat gewesen, weil dadurch das Auseinanderfallen des Reiches verhindert worden sei. Das deutsche Volk besitze auch heute noch zahlreiche freunde. Auch der Heilige Stuhl sei von Wohlwollen für Deutschland erfüllt. Fast alle Staaten unterhielten mit dem Heiligen ^tuhl diplomatische Beziehungen, was von der großen Be­deutung der römischen Kurie spreche. Ohne das Auftreten res Heiligen Vaters hätten sich manche Erleichterungen sür das deutsche Volk wicht erreichen lassen, und auch beute noch >ei Rom diejenige Macht, die fortgesetzt, wenn auch nicht in dw Augen springend, auf die Unmöglichkeit des Vertrages von Versailles Hinweise. Die Revision des Vertrages von Versailles sei keine P.rrteipolitik. sondern eine Volkssrage im besten Sinne des Wortes. Erzberger forderte, daß das Reichsgericht endlich mit der Aburteilung derKriegsver­brecher beginne, um auf diesem Gebiet den Willen Deutsch­lands zur Erfüllung seiner Verpflichtungen kund zu tun. Dadurch, daß man sich bemühe, den Vertrag so zu erfüllen snbr Erzberger fort, können wir auf Erleichterungen hoffen. Wenn aber seitens der Alliierten kein genügendes Beweismaterial beigebrackt werde, solle man sich vor aller Welt aussprechen. Eine Besserung der wirtschaftlichen Lage verspricht sich Erzberger von der Einführung der Ein- jäbrigen-Arbeitsdicnstvilichl für alle iungen Männer, Einen sebr erbeblichen Teil des jetzigen Defizits könne die Land­wirtschaft aufbringen, allerdings fei die Voraussetzung dafür eine Verbilligung der Düngeinittel durch intensivere Pro­duktion. Parteipolitisch hält der Redner den Weg Steger- walds nicht für richtig. Er fürchtet, daß viel Gutes zerstört und nichts Besseres an seine Stelle gesetzt werde.

Preußentag der Deutschen Bolksparter.

Br. Berlin. 10. Jan. (Eig. Drahtbericht.) Am Sonn­tagvormittag um 10 Uhr wurde der Preußentag der Deut­schen Volkspartei im Saale des Schützenbauies in Pots­dam von Obervrästdent a. D. Dr. v. Richter eröffnet. Die bekanntesten Mitglieder der Reichs- und Landtags- fraktion der Partei mit Dr. Ctresemann waren er­schienen. Zum Vorsitzenden der Tagung wurde der ehe­malige Vizepräsident des Abgeordnetenhauses. Dr. v o n Krause, gewählt, der in seiner Ansprache der abgetrenntcn und besetzten Gebiete gedachte und der Hoffnung Ausdruck gab. daß Oberschlesien dem Vaterland erhalten bleibe. Ver­treter von ObersHlesien. Ostpreußen und den Rbeinlanden entboten di? Grüße ibrer Länder. Als erster Referent sprach Gymnasialdirektor Dr. Belitz über die kulturelle Mission Preußens. Die Annahme der preußischen Verfassung, so führte er aus. und das Bekenntnis zur Staatsidee beweisen, daß Preußen, gegen das der Sturm der Revolution sich richtete, weiterlebe. Auch seiner Partei gehe die Einheit des Reiches über alles, aber diese Idee müsse von den historisch gegebenen Staatsgemeinschaiten ausgchen. Die Kaiseridee sei immer noch nicht erloschen und man könne nicht olme Neid aus Süddeutichland blicken, wo die Krise in starker Betonung der Stammeseinheit überwunden zu sein scheine. Preußens Mission sei noch nicht beendet, der Geist von vor hundert Jahren werde lebendig bleiben. Der Redner schloß mit einem begeistert aufgenmnmenen Bekenntnis zum Preußentum. Danach sprach Regierungsrat Dr. Brande (Güttingen) über Preußens historische Mission, In einer Zeit wie der jetzigen, wo Ehre und Treue so leicht genommen würden, wolle die Deutsche Volksvartei der Dynastie der Hohcnzollern treu bleiben. Der Redner ging ausführlich auf die Geschichte des preußischen Königshauses und auf die Kolonisation der preußischen Ostmark ein. auch auf die historische Mission des preußischen Junkertums, das seine Ausgabe noch nicht vollendet habe. Im Anschluß an i«.ese beiden Redner vertagte sich die Versammlung auf Montag. Am Nachmittag fand eine Führung durch Potsdam statt, an die sich ein Festgottesdienst anschloß, der in der Garnison- kirche abgehalten wurde. Der Abend vereinigte die Teil­nehmer zu einer vaterländischen Festaussührung. in der Der Schäfer von Jena" gegeben wurde.

Freiherr v. Kahr nicht amtsmüde.

mz. München. 10. Jan. (Drahtbericht.) DieBayer. Landesztg." schreibt zu dem von einem Berliner Blatt ver­breiteten Gerücht, daß der Ministerpräsident v. Kahr amts- müds sei: Wir können mit aller Bestimmtheit ieststellen. daß weder von einer Amtsmüdigkeib noch von irgend welchen Rückttittsabstchtsn v. Kahrs die Rede sein kann. Für v. Kahr liegt nicht die gering st e Veranlassung vor. der­artige Gedanken zu hegen.

Der Volksentscheid über den Rücktritt des Bremer Senats.

mz. Bremen. 9. Jan. Bei dem heute stattgefundenen Volksentscheid in. der Frage, ob der Senat z u r ü ck t r e i e. wurden in insgeiamt 131 Bezirken 73 778 Stimmen mit Ja und 89 569 Stimmen mit Nein abgegeben. Ein Bezirk sicht noch aus.

Verhaftete Waffenschieber.

mz. Berlin. 10. Jan. (Drahtbericht.) DerB. L.-A." meldet aus Halle: Die Kriminalpolizei verhaftete auf Veranlassung., des Reichsschatzministeriums die Kaufleute Keim und König aus Erfurt. Wolf aus Elmenthal. Galster und Kehr aus Schmalkalden wegen umfangreicher Waffen- ichiebungen. Wetter wurde ein geheimes Laaer von Ee« pehrteilen und Munition beschlagnahmt.