1
J 220 i52f>
9 055 5 479 1751
7 858
0 081 ■! 9 CSS
771,
144,
4 364
5 473 '
4 788
5 233 j 3 063 :
8 733 j
9 209 8 904 7 523 7 045 ; 2 627 : 1221 j >031
I 3 1 3 0
•4.7.
20
M.
3t,
ÜÜ
Verlag Langgasse 21 „ZagfclrttftaM*.
-Holl« «»öffnet von 8 Uhr morgen» dt» s Ahr ad«n>» P»,t,ch«rr-»to: Frontfurt o.JR. Sir. 74«.
Wöchenttich
kezrqrprei««: Durch den Verlag bezogen: Mt. 8.80 monatlich, Mt. 14.4» ot«rrtl|ärH<Jt, ohne Traglohn: durch die Post bezogen: Mt. 4.75 monatlich, Mt. 14.7» vierteljLhrlich, ohne Bestell. fli’Ib, — Bezugsbestellungen nehmen an: der Verlag, die Ausgabestellen, di« Trig«, ,nd all« Poltanstalten. — In Fällen Hsherer Gewalt, Betriebsstörungen ober Streik« baden di, Bezieher keinen Anspruch aus Lieferung der Blatte» oder Erstattung de» »ntlvr«h«n»»n »ntgelt«.
12 Ausgaben»
Fernruf:
»Tagdlatthaus" Nr. MM-U.
Bon ( Uhr morgen, bis 6 Uhr abends, außer Sonntag» v«ft!che<kk«nt»: Frankfurt ». M. Skr. 74«.
«nzelgenpreis«: örtliche «nr«tgen Mk. >.r». auswärtige Anzeigen Mk, 1.80. örtliche Reklamen Mt. auswärtige Reklamen MI. 7,- für die „nlpa'tiae Kolonelzeile oder deren Raum. — Bel wieoer- Holter Aufnahme unoerändst« Anzeigen entsprechender Nachlaß, — Schluß der Anzeigen, «nnadme für beide «»„»den 4« Uhr vormittag». - Fllr die Aufnahme von Anzeigen an
vorgefchriedenen lagen und Plätzen wird kein« Gewähr übernommen.
Berliner «bteilun, des Wiesbaden« ragbiatt»: Berlin »V. 40, Fürst Bismarckstrahr 2. Fernsprecher: Amt Hansa 1371 -1373.
— I Mittwoch, 24. November 1920.
Morgen-Ausgabe.
Nr. 549. ♦ 68. Jahrgang.
LWWOrW in net MeiMNMssk?
Am Sonntag ist in einer großen Angestellten- oeltreterversammlung in Magdeburg, wie wir gemeldet haben, die völlige Verschmelzung der großen religiös und politisch neutralen Angestelltenverbände beschlossen worden. Der Kaufmännische Verein von 1858, der Verband deutscher Handlungsgehilfen in Leipzig, der Verein deutscher Kaufleute und der Deutsche Angestelltenbund sowie der Handlungsgehilfenverein für Breslau wollen organisatorisch in dem 58er Verein aufgehen, der eine neue Satzung erhalten und seinen Sitz nach Berlin verlegen soll. Diese Organisationen besaßen bisher ein Kartellverhältnis unter dem Namen Gewerk- jchaftsbund der Angestellten. Dieser Name soll auch setzt der des neuen geeinten Verbandes sein, der mit L00- bis 400 000 Mitgliedern ein starkes zukunftsreiches Zentrum in der deutschen Angestelltenbewegung bilden wird. Rechts von ihm steht nur der Deutfchnationale Handlungsgehilfenverband und links von ihm die sozialistischen Verbände. Der Eewerkschaftsbund der Angestellten gehört zu dem Eewerkschaftsring freiheitlich nationaler Beamten-, Angestellten- und Arbeiterorganisationen. Dieser Eewerkschaftsring wird nächsten Sonntag in Berlin zu einer Tagung zusammentreten, der man mit großem Interesse entgegensetzen darf.
In E s s e n hat gleichzeitig, wie wir ebenfalls berichteten, am Sonntag eine Tagung der christlichen Gewerkschaften stattgefunden, deren politische Ziele der preußische Minister Stegerwald in einem langen Referat skizzierte. Die Tagung hat dann auch die Grundsätze Stegerwalds, der übrigens fein baldiges Ausscheiden aus der preußischen Regierung ankündigte, beschlußmäßig gutgeheißen. In diesen Beschlüssen wird eine starke christlich-nationale Volkspartei als Gebot der Stunde bezeichnet. Es scheint also, als ob die christlichen Gewerkschaften das Zentrum nicht mehr als leistungsfähig anfehen. In den weiteren Beschlüßen heißt es auch, der evangelische Volksteil könne aus sich allein diese Partei nicht schaffen, der katholische Volksteil allein fei aber für eine starke Mittel- parter nach den Abtretungen deutscher Gebiete zu schwach. Man will eine politische Zusammenfassung der positiven Kräfte im katholischen und evangelischen Lager. Um dieses Ziel der Herbeiführung einer christlich-nationalen Blockbildung in die Wege zu leiten, wurde die Schaffung eines parlamentarischen Komitees beschlossen. Ganz klar gehen die Ziele dieser Bewegung weder aus dem Referat des Ministers Stegerwald noch aus den angenommenen Entschließungen hervor. In den christlichen Gewerkschaften sind auch eine Reihe rechtsgerichteter Elemente untergeschlüpft. Es handelt sich dabei allerdings meistens um Persönlichkeiten ohne nennenswerten Anhang, die sich als Nichtkatholiken in beamteten Stellungen bei den christlichen Gewerkschaften befinden, wie z. V. der detitschnationale Abg. Behrens. Auch der Deutschnationale Handlunas- aehilfenvcrband, der vorwiegend auf der Seite der Deutschnationalen Volkspartei zu finden ist, war in Esten vertreten. Wenn also Herr Stegerwald seine Pläne verwirklichen wollte, würde das nur unter Sprengung der Deutschnationalen Volkspartei zu bewerkstelligen sein. Die Herren um Herrn Behrens kommen gerade jetzt in eine fjhwierige Lage, wo die Deutschnationalen auch gegen jede vernünftige Sozialisierung Sturm laufen.
Der Kongreß der christlichen Gewerkschaften.
Bb. Egen, 22. Nov. In den heutigen Verhandlungen m christlichen Gewerkschaften sprach der Geschäftsführer I. Äaltrasch (Berlin) über d-n Gemeinschaitsge- dauken in Staat und Wirtschaft. Die neuge- »'baiiene Verfassung des Deutschen Reiches vom, 11. August trage den Gemeinschaftsgedanken formal in sich, und zoar in ihrem GrundzW. wie auch in den Bestimmungen über das Wahlrecht in Reich. Ländern und Gemeinden, über mc Staatsgewalt, den Volksentscheid, die Rechtspflege und das Bildungs- und Schulwesen sowie über die Verwaltung
!ime nur darauf an. diesen äußeren Einrichtungen Leben und Gesralr zu gehen und in ihnen den Gemeinschastsge- darken zu entwickeln, um den Schichten- und Klaiiendualis- r-, 1,3 innerlich zu überwinden. In der Frage des Geinein- i baftsgedankens in der Wirtschaft trat der Redner für den Ausbau der Arbeitsgemeinichaiten ein. Alle Sozialisierungs- ond Gemeinwirtichaftsbestrebungen mühten die Vermehrung. Verbesserung und Verbilligung der Produktion zum Ziele haben. Gleim Stegerwald befürwortete auch er die Ein- iabrurg der Kleinaktie unter der Sicherstellung, dag riete Aktien nicht wieder in die Hände der Unternehmer zurückwanderten. — In der Debatte erklärte der Landarbeiter Beb re ns. daß die Sozialisierung der Landwirtschaft unsäglich sei. — Der Vertreter der Holzarbeiter sagte im Hinblick auf die Sozialisierung, daß sie als Arbeiter die Soziili- iieruna io lange ablebnten. als dadurch weder die Arbeiter selbst noch aber die Allgemeinbeit eine wesentliche Besterung
ihrer Lage erfahren würden. — Am Schluß der Vormittagstagung wurde dann der von Baltrusch gestellte Antrag über den Eemeinschaftsgedanken in Staat und Wirtschaft einstimmig angenommen.
In der Nachmittagssttzung sprach Assessor.Dr. I. Rohr (Berlin) über das Arbeitsoerbältnis nach dem neuen Recht. Im Betriebsrätegesetz erblickt der Redner zwar kein Ideal, doch hält er es für annehmbar, weil es durch Ausbau eine Erweiterung der Rechte der Arbeiterschaft zulalle. Zur Hebung der deutschen Volkswirtschaft forderte Dr. Rohr die Beteiligung der Arbeiterschaft an der Verwaltung und dem Ertrag der Unternehmungen und beim weiteren Aufsteigen Beteiligung an der Verwaltung der Be-
e virtschaftsräte und schließlich auch des Reichswrrt- srates. — Das zweite Referat des Nachmittags. erstattete der Verbandsvorsitzende H. Imbusch (Esten) über die Bewertung der Handarbeit und die gewerkschaftliche Lohnpolitik. Imbusch erklärte, daß auch die, Arbeiter wünschten, daß die g e i st i g e n Arbeiter, die wirklich etwas leisteten, auch wirklich gut entlohnt würden. Bei Lohnieit- ketzungen dürfe in Zukunft nicht jeder bloß an sich iclbit denken, sondern es müsie das Augenmerk in allererster Lmre darauf gerichtet werden, daß die volkswirtschaftlich wichtigsten Arbeiten, zu denen die Arbeit im Bergbau, im Verkebrsgewerbe und die Arbeiten jener Berufe gehörten, in denen für den Bergbau und das Verkehrswesen geschaffen würde, die beste Bezahlung erhielten. Die christlichen Gewerkschaften träten für die Beibehaltung und die weitere Anwendung des Familienlohnes ein und sähen sich zu einer solchen Stellungnahme schon vom Standpunkt der christlichen Nächstenliebe ans veranlaßt. Die Ursachen der ganzen Not unserer Zeit lägen in der zu geringen Produktion und dem Mangel an Lebensmitteln. Durch Papiergeld könne diese Not nickt beseitigt werden. Biel gefährlicher als Hobe Löbne seien niedrige Arbeitsleistungen: der Kongreß erachte es daher als eine befördere Aufgabe, alles zu tun. was die Arbeitsleistung erhöben könnte. Aus diesen Erwägungen heraus ergäbe sich auch ganz von selbst ihre Stellungnahme zum Akkordsystem, für dessen Beibehaltung sie bei allen dazu geeigneten Arbeiten einträten. — Die Diskussionsredner sprachen zum größten Teil zur Frage des Familien- lobnes. den sie in der von Imbusch angedeuteten Weise weiter angewcndet willen mochten.
v Der Abstimmungstermin für Oberfchlefien.
Sr. Oppeln. 23. Nov. (Eig. Drahtbericht.) Die Abstimmung in Oberschlesien findet, wie dem Vertreter des Dammertdienstes von französischer Seite in Oppeln bestätigt wird, am Montag. den 17. Januar, statt. Sämtlichen deutschen und polnischen Staatsangehörigen der Interalliierten Kommission ist bereits für den 31. Januar 1921 gekündigt worden.
iv. T.-B. Berlin, 22. Nov. über die Abstimmungsvor- bereitungen in Oberschlesien heißt es in der „Voll. Ztg.": Sämtliche Truppen würden während des Plebiszits in völliger Alarmbereitschaft gehalten. So weit die Abstimmungsberechtigten aus Deutschland in geschlossenen Zügen ankommen, werden sie ohne Kontrolle bis in ihre Ouartiere gelassen.
Austausch von Ratifikationsurkunden.
W. T.-B. Berlin, 22. Nov. Im Auswärtigen Amt hat am 20. November der Austausch der Ratifikationsurkunden zu dem zwischen Deutschland und Frankreich abgeschlossenen Abkommen über elsaß-lothringische Nechtsangelegenheiten vom 5. Mai 1920 und zu hem zwischen denselben Staaten abgeschlossenen vorläufigen Abkommen zur Regelung der Verkehrs- und Rechtsver- hältnisie sowie der Instandhaltung der Rheinbrücken an der badisch-französischen Grenze vom 1. Juli 1920 stattgefunden.
Neue Verträge zwischen Deutschland und China.
D. Peking. 23. Noo. (Eig. Drahtbericht.) Die diplomatischen Vertreter des Deutschen Reichs sind voni chinesischen Außenminister empfangen worden. Sie wurden vom helländi'cken Gesandten einseführt. Die deutschen Diplomaten sind Überbringer von Vor- ick lägen von neuen Verträgen zwischen Deutschland und China. _
Die Festsetzung der Pahgebührea.
Br. Berlin, 23. Nov. (Eig. Drahtbericht.) Im Zusammenhang mit verschiedenem Äußerungen der Blätter, die sich gegen die rerkebrsfeindliche Höhe der Paßgebühren richten, erfahren wir an zuständiger Stelle, daß das Ministerium des Äußern sich jedenfalls bemüht. Härten auszugleichen, und seine Organe angewiesen bat. in die'er Richtung tätig zu sein. Bekanntlich können die Gebühren um ein Fünftel ermäßigt oder bis auf das Füni- iache erhöht werden, und daraus ergeben sich die Schwankungen in den einzelnen Ländern. Das Auswärtige Amt verschließt sich den Klagen nickt, und ick Hinblick auf die ge- oucrote Neuordnung des gesamten Gebübrenwesens soll auch die Umgestaltung der Paßgebübren in Erwägung gezogen werden. Es wird also an einem Abbau gearbeitet, doch ist der Entwurf erst im Stadium der Beratung zwilchen den einzelnen Ressorts. In Betracht gesogen wird hierbei auch der Bechluß der kürzlich abgebaltenen Verkebrskonie- renz in Paris, an der auch Deut'chlamd teilnahm. Diel« Konferenz bat bekanntlich beschlossen, daß ein einheitliches Dauerviium für ein Jäbr zu 10 Goldfranken geschaffen werden soll, doch ist dieser Vorschlag nicht bindend.
Eine Interpellation über die russischen Kriegsgefangenen
mz. Berlin. 22. Nov. Dem Reichstag ist eine Interpellation Hergt und Een. zugegangen, in der u. a. gefragt wird, ob es der Reickisiegierung bekannt iei. daß in den russischen Kriegsgefangenen- bezw. Internierungslagern in Deutschland die nichtbolschewikischen Gefangenen der brutalsten Vergewaltigung ausgeietzt seien, ohne daß ignen deutscherleits Schutz zuteil werde.
Reichsrvehrsragen im Hauptairsschutz.
Br. Berlin, 23. Nov. (Eig. Drahtbericht.) Im Haup!- ausichnß des Reichstags wurde gestern die Beratung des Reichswehretats fortgesetzt. Minister Eeßler ging auf eine Reibe von Wünschen der verschiedenen Abgeordneten ein. Der Ausbau des Ministeriums sei nach dem Grundgedanken erfolgt, daß Kommandogewalt und Verwaltung reinlich geschieden werden müßten, eine solche Scheidung sei unbedingt nötig. Ein parlamentarischer Staatssekretär sei nach «einer Meinung nicht erforderlich. Eine solche Einrichtung habe bisher im Reiche nicht bestanden, sie sei zwecklos, wen.: der Minister selbst Parlamentarier sei und die poltliiaic Verantwortlichkeit nicht nur formal, sondern auch tatstichlick trage. Das Waiienamt mülls dem Minister unmittelbar unterstellt bleiben. Das Waffenamt sei erforderlich, um der Technik im Heer eine freiere und bessere Stellung zu gewäbr- leisten. als das vor und im Kriege der Fall gewesen sei. Die stiefmütterliche Behandlung der Techniker habe der Sache sehr zum Nachteil gereicht. Eine Umorgan isation in dem Zeitpunkt, in dem das Heer selbst noch in der Umbildung begriffen iei. würde den gesamten Heeresapvarat in Verwirrung bringen: jetzt komme es im wesentlichen darauf an. rechtzeitig die Bestimniungen des Friedensvertrages durchzu- iübren. General v. Braun machte einige sehr interessante Mitteilungen. Die Klagen über die Bevorzugung des A d e l s in den Offiziersstellen seien übertrieben. Daß von 12 Generalen 29 adlig seien, sei ein Zufall und habe seinen Grund in der früheren Zusammensetzung des Offizierskorps. Rur 10 Prozent der Generalstabsoiiiziere seien im Heere verblieben. Von einer vorzugsweisen Übernahme von Eenc- mlstabsofftzieren könne daher füglich nicht gesprochen werden. Auf die politische Gesinnung werde bei der Auswabl der Offiziere keine Rücksicht genommen. Rur wenn bestimmte Klagen über eine Beteiligung am Kavv-Putsch oder Tätigkeit in ähnlicher Richtung erwiesen worden sei. würden die belasteten Offiziere entlassen. Die Weiterberatung des Etats erfolgt beute. _
Bayern und das Reich.
Br. Berlin, 23. Nov. (Eig. Drahtbericht.) Der in der Prelle bereits angekündigte Besuch des bayerischen Ministerpräsidenten v. Kahr bei der Reichsregierung in Berlin, über den seit Wochen schon gesprochen wurde, van zuständiger Stelle bisher aber noch nichts verlautete, dürfte, wie wir aus parlamentarischen Kreisen erfahren, noch im Lauf dieser Woche stattftnden. Man rechnet damit, daß Herr v. K-abr sich mit Abschluß dieser Woche nach München zurüci- bogeben wird.
Einberufung des Reichswirtschaftsrates.
mz. Berlin. 22. Nov. Das Plenum des Reichswirt- s ch a s t s r a t s wird zum 10. Dezember einberuien. Die Tagung dauert etwa bis rum 18. Dezember. Der wichtigste Gegenstand der Beratungen wird die Sozialisierung des Kohlenbergbaus sein. Außerdem siebt eine Anzahl bedeutsamer Gesetzentwürfe und Gegenstände auf der Tagesordnung, von denen der Gesetzentwurf über die Betrieb sbi la nz. die endgültige Geschäftsordnung, der Bericht des Ernährunssausschusses und die Frage der Kriegsgc setlb'ckaften zu erwähnen sind.
Weiter wird sich die Tagung mit der Bildung einer Reihe neuer Ausschüsse zu befallen haben, beispielsweise für Außenhandel. Ausfuhrkontrolle. Wasserwirtschaft, Waller- recht, Verkehrswesen. Siedlungs- und Wohnungswesen. Forstwirtschaft. Währung und Steuer. Da die Heranziehung des Reichswirtschaftsrats zur Vorbereitung von Geietzenlwü'-fen durch einige Ministerim immer noch zu wünschen übrig läßt, findet auch eine eingehende Behandlung dieser Frage durch das Plenum statt.
Aus den Ausschüssen mz. Berlin. 22. Nov.
der Landesversammlung.
_. . . . Im Hauptausschuß der
preußischen Lairdesversammlung gab der Ministerpräsideni und Landwirtschaftsminister Braun die Erklärung ab. daß e: beabsichtige, das Landesökonomiekollegium auizuheben.
Im Mittellandkanalausschuß der vreugischen Landesversammlung machte Minister Oeser die Mitteiluna, daß die Mittellirie nunmehr als unbedingt sichergestellt an gesehen werden könne. Der Bau des Kanals soll als Noi- standsarbeit im Einvernehmen mit dem Reich möglichst baltz begonnen werden.
Der Wahlrechtsausschuß der preugischen Landes- rersammlung beschloß, die Stimmenzahl, auf die em Abgeordneter entfallen soll, von 45 000 auf 40 000 herabzusetzen.
Die Stromverhältnisse im Binger Loch.
Br. Berlin, 23. Nov. (Eig. Drahtbericht.) In einer Anfrage an den Reickstag weisen die Abgg. Dr. Becker- Hellen. Dr. Most. Dr. C u r t i u s. Dr. Runkel. Dr. Zapf und Brüninghaus darauf bin. daß die Rhein- ! ch i f f a b r t durch die mißlichen Stromverhältnille im sog. Binger Loch auf das schärfste gefährdet werde. Das liegt nicht nur an den natürlichen Wallerverbältnillen, sondern auch an der Tatsache, daß es vielfach zu kleine Schleppboot« unternehmen, große Kähne zu ichlevven und daß sie bei den schwierigen Stromverhältnillen bei Bingen nich« richtig zu bugsieren versieben, so daß Unfälle, die dann kürzere ooer längere Zeit den Stromyerkebr ebben, fast unvermeidlich sind. Stromvolizeianordnungen. die in dieser Beziehung beiteber. rourden nicht immer beachtet: teils hat man auch diese.inzwischen wieder aufgehoben. Infolge eines dadurch berbemeiubrten Unfalls ruhte vor kurzem die Rheinschiffabrt mehrere Wochen, da ein Schleppkahn im Binger Loch sestsaß Verkehr aufwärts sperrte, so daß unterhalb der Un- sallstelle mehrere hundert Schiffe liegen bleiben 'muhten und nickt weiterfabren konnten. Welche schweren Mißstünde das Wi*r n l nh* e yjA 9en kür die Kohlenversorgung Süd- Ausführung " ro ° 3UI ^°* 9e bedarf keiner weitere»
Reis-pläne Wilhelms n.?
(v, 5- Paris, 23. Nov. (Eig. Drahtbericht.) Der „Petit formen will erfahren haben, daß der Erkaffer Wilhelm deabsich mt. nach Konu zu überstödeln. Gegenwärtig lasse er ick Achi-ieion auf Korfu Vorbereitungen für seine baldige Ankunft vornehmen.
