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Donnerstag, 11. November 1920.
Morgen-
Nr. 529. ♦ 68. Jahrgang.
Die deutsche Entschädigung.
Allem Anscheine nach ist es dem Londoner Kabinett gelungen, die französische Regierung davon zu überzeugen. daß die deutsche Schadenersatzleistung tn Ee.d alsbald festgesetzt werden muß. Bewahrheitet sich diese Nachricht, so ist damit ein hübscher Fortschritt erzielt, der freilich dadurch beeinträchtigt wird, daß diese Einigung erst jetzt erfolgt und daß ihre praktische Auswirkung noch längere Zeit auf sich warten lassen wird.
So erfreulich es an sich auch ist, daß die zahlenmäßige Festsetzung der von uns geschuldeten Summe von rer Frage abhängig gemacht werden soll, ob Oberjchlesten deutsch oder polnisch wird, so ist es doch untunlich, die Genfer Finanzkonferenz noch länger hinaus zu schieben Die Formalität müßte um so eher vermieden werden, als sie tatsächlich ohne jeden Einfluß auf die sachliche Entscheidung ist, dahingegen in Deutschland noch aus Monate hinaus einen Zustand der Unsicherheit Hervorrust, der weder für die Anknüpfung von Handelsbeziehungen noch im Zusammenhang damit für den Stand der deutschen Valuta günstig ist.
Es kommt hinzu, daß Frankreich durch das Entgegenkommen in programmatischer Beziehung englische Zugeständnisse in der Frage des Entschädigungsbetrages erhofft. Wenigstens lassen Ausführungen des „Petit Parisien", der über gute Beziehungen zum Pariser Auswärtigen Amt verfügt, erkennen, daß me ober- schlesische Frage keinen größeren Einfluß auf die Hohe der Entschädigung ausüben dürfe, als es der Fall ist durch die Abgabe deutscher Handelsschiffe und den Verlust der deutschen Kolonien. Diese Anspielung trifft in der Tat den Nagel auf den Kopf. Die von Deutschland zu zahlende Entschädigungssumme hängt nicht allein von dem Ausfall der oberfchlefischen Abstimmung ab. Sie muß gewertet werden nach dem taffächlichen Stande der deutschen Aktiva, die durch die Fesielung des deutschen Weltverkehrs, Lahmlegung der wirtschaftlichen Energien auf einen geringfügigen Bruchteil der früheren Leistungsfähigkeit zurückgegangen ist.
Hinsichtlich der Voraussetzungen für die Entschädigung stimmen wir also mit der französischen Auffassung überein. Unsere Zwecke sind aber durchaus andersartig. Während Frankreich den materiellen Einfluß eines etwaigen Verlustes Oberschlesiens leugnet, ist für uns die Entscheidung über alle territorialen, wirtschaftlichen und auch moralischen Fragen mitbestimmend für unsere Entschädigungspflicht. Endlich hat die englisch- französische Einigung für uns insofern keinen praktischen Wert, als sie von der Auffassung ausgeht, daß es Sache eines Schadensersatzausschusses sei, die deutsche Zahlungsfähigkeit in allen Einzelheiten zu prüfen. Demgegenüber wünschen wir die sofortige Einberufung nicht eines Ausschusses, dem die Aufgabe zufiele, die Schadensersatzsumme ohne deutsches Mitwirtungsrecht, nach Art der Tätigkeit der Wiedergutmachungskommis- sion zu bestimmen, sondern einer Konferenz von Wrrt- chafts- und Finanzsachverständigen, die unter Zugrundelegung der Brüsseler Ergebnisse, insbesondere der deutschen Denkschrift, das Material für eine endgültige Entscheidung zu sichten und zu gruppieren hatte. Die Höhe der Entschädigung müßte dann sofort erfolgen, erstens für den Fall, daß Oberschlesien deutsch, und zweitens für den Fall, daß es polnisch wird, wöbe? inzwischen erfolgte Leistungen auf die der deutschen Wirtschaftskraft angemessene Endsumme anzurechnen wären.
Das französisch-englische Übereinkommen.
Dz. Amsterdam, 10. Nov. (Drabtbericht.) Der ..Daily Cbronicle". das Blatt Lloyd Georges, schreibt in einem Leitartikel, das Übereinkommen zwischen Frankreich und England über die Festsetzung der deutschen Entschädigungssumme stellte einen Ausgleich dar. Das Blatt bont. dag durch dieses Übereinkommen eine bessere Wendung, ui den englisch-französischen Beziehungen eintreten wird. Die französische Pressesehde gegen England habe ungeheuren Schaden angerichtet. Auch der ..Daily Telegravb töricht von einem Ausgleich und befürchtet, daß Frankreich und England von einer V e r st ä n d i g u n g über die Hauptfragen. nämlich die Höhe der deutschen Entschädigung, noch weit entkernt sind.
Lloyd George über den guten Wille» Deutschlands.
rar. Paris. 1». Nov. (Drabtbericht.) Nach einer Matin"-Meldung aus London erklärte Lloyd George aellern abend aus dem Lordmayor-Bankett in der Euild- W Der Prüfstein der Aufrichtigkeit Deutschlands die Vervilichtungen des Friedensvertrages auszu- fikbttn 'fei die Entwaffnung.. Er habe vor einigen Stunden einen Bericht des Kriegsministeriums bekommen, der bei r i e d i g e n d laute. Die deutiche Kriegsmarine fei tatsächlich entwaffnet. Niemand in Deutschland sei des- wigen beunruhigt. Das deutsche Heer schreitet zur vorgc- schri ebenen Ziffer von 100 000 Mann berab. und die schwere Artillerie sei fast vollständig abgeliefert. Es befanden sich nur noch zu viel Gewehre tn den Händen der Bevölkerung. Dies fei aber eine viel größere Gefahr für Deutschland selbst als für seine Nachbarn. Deutschland, könne nicht mebr aggresstv sei«. Die gegenwarttae Regierung
in Deutschland sei aufrichtig in dem Bestreben die Friedensbedingungen auf das beste auszufubren. ^te 5 ,
Frage von großer Bedeutung st: die der Wlederg m a ch u ii g. Deutschland fei bereit gewesen, m Sva sewibe Vorschläge zu unterbreiten, wie es. seinen-Verpflichtungen nachzukommen gedenke. Er fei darüber sehr befriedig S- wese», nicht wegen der Vorschläge an sich, iorchern weit U« ihm den Beweis geliefert batten, daß die deutschen Staats Männer und Finanzleute das Problem der Wiede g mackung mit der Absicht studieren. Mitte. und Wege »u finden, wie Deutschland feinen Verpflichtungen Nachkommen könne. Die Vorschläge wurden, nunmehr ans den non ferenzen geprüft. Wenn man m allen. alliierten -.anoern dem Rate derer folgen wurde, .deren einziges Ziel es sei. die verwüsteten Gebiete wieder auizurichten. und nicht dem Rate derer, die die verloren gegangeneReputation wieoerb stellen wollen, dann zweifle er nicht daran, daß ch?" Frieden längs des Weges finden wurde, der zu en.er gutm Verständigung führt.
Die Brüsseler Zusammentu,ist der Sachverständigen.
mz. Brüssel. 9. Nov. (Sanas.) Die Blätter veröffe'tt- li-ben eine Brüsseler Depesche, wonach die °rite Zusammen tunst zwischen den alliierten und deutlichen Sachverständiger, die mit der Prüfung der WiedergutmackunV^age beaut- tragt sind, am 20 . November m Brüssel staMinven werde. Diese Nachricht ist zum mindest^ verfrüht, da die endgültige Antwort der englischen Regierung auf französische Note hinsichtlich des emzufchlagenden Verfahren^ noch nicht in Paris eingetroffen nt.
Die Verhandlungen in Santa Margherita.
mz. Rom. 9. Nov. über die VerbaMunsen in Santa Margherita erfährt die..Tribuna Die Bechrechung-n wur.
den durch den Grafen S f o r.z a eröffnet, der d,e Fragen sofort von der praktischen Seite in. Angriff nahm. Kriegs- minister B o n o m r wres nach, dan die von ^ 1 a 1 r enge forderte Grenze durchaus keinen offensiven, sondern vielmehr einen defensiven Charakter, habe. Au »and der Karte wies er nach, daß die Grenzlinien, wie sie zu der Ve.- teidigung Italiens notwendig feien, keine B Drohung Iugoitawiens daritellen. V e s.n r t f ck und T r u m - bi tick entwickelten den lugofta.wlicken Standpunkt und brachten zum Ausdruck, es liege rm Interesse dtt. beiden Länder, ein vollständiges Einverständnis aus Pfrnivi? wirtschaftlichem Gebiete Herbeizufuhren. Die tugoslawischen Delegierten hatten es vorgezogen, die. schwebenden Fragen gemeinsam zu beraten, aber die. italienischen Elegierten bestanden darauf, die Probleme ie nach ihrer Bedeutung getrennt zu behandeln.
Die Wahlen im Hultschiner Ländchen.
W. T.-B. Prag. 9. Nov. Im Budgetausschuß des Abgeordnetenhauses erklärte ein Rcgierungsvertreter. da» die Regierung heute dem Abgeordnetenhaus ?rnen Eefetzentwun unterbreite, durch den die Durchführung dm Wahlen m der Nationalversammlung in Sultichin angeordnet werden sE Zu der Aufforderung des Abg. Heeger, die Verwatttuig^- kommiffion in Hultfchin und in Östschlesten autzubeben. führte er an. daß die Einsetzung der Kommission vollkvmmen begründet war. ebenso wie die Einführung des Ausnahmezustandes in einigen Gemeinden Hultschiim begründet fei denn die dortigen Verbältmise seien noch nickt sh konsolidiert, aI-> daß hier eine geregelte Staatsverwaltung ihre Tätigten beginnen könnte. Auch in der Frage der EiittLNung dn Beamten und Lehrer deutscher Nationalität nn Ratlborer Gebiet sei die Regierung richtig vorgegangen da dle betrenen- den Beamten es ablehnten, der Republik den Treueid zu leisten. ____________
Wozu die U. S. P. D. keine Zeit hat.
Br. Berlin. 10. Nov. (Eig. Drahtbericht.) Beim Zusammentritt des neuen Reichstags beantragte die U.S.P.D. eine energische Bekämr> tunü der. Arbrltslosig- k e i t. und Herr D i ß m a n n . der Boriitzende des Deutschen Metallarbeiterverbandes, hielt eine mächtige. Anklagerede gegen die kapitalistische Wirtschaftsordnung. Die demokrali- sche Fraktion beantragte eine Reibe von volkswirtschaftlichen Alaßnabmen zur Bekämpfung der Arbeitslongteit.. Die. Anträge wurden dem volkswirtschaftlichcir Ariscchuy uberwieien unb Herr DihmtlNN mürbe borl zum Verick)1erllo11er ernonni. Die Erhöhung der Erwerbslosenunterstützung war von vorn- herein von der Regierung akzeptiert worden. 2er demokratische Antrag, über den der Ausschuß E"mnr"i!n"Mwiat tutierte. wurde von ihm angenommen.. Das war nn Monat Sl-rauit. Heute, nach drei Monaten.. ill dem Ausimuß iioai nicht einmal ein Entwurf des Berichts zugegangen.^_ Die Folge ist. daß der Reichstag sich mit einer so wichtigen Frage, wie die Überwindung der Wrrtsm aitrri>e, noch nicht einmal beschäftigen konnte. Run wollen w:r ia gerne zugestehen, daß in der Partei und m der ^werkschatt des Herrn Dihmann augenölicklrckr ^7ne heillose ^Zerwlrrimg herrscht. Trotzdem hätte fick Herr Digmann ?.fchas mehr beeilen können, um über die Beka""'j'n'<r der A^deitslofigkeit. d. b. über die Beschaffung von „Arbeit, nachzndenken. Wenn er die Zeit dazu nicht fand, io hätte er einen Kollegen bitten können die Arbeit für ihn zu machen. „Unter femer Arbeits- unluft und den Wirren feiner Partei dürfen die Arbeitslolen auf kernen Fall leiden. Es ist an der Zeit. Herrn Digmann und seine Fraktion auf ibre Pslickt ammertsam zu machen, aber auch die Arbeitslosen darauf hivzuweiien. wer die Schuld an der Vernachlässigung trägt.
Gegen die Mißstände bei der Stellenvermittlung.
Br. Berlin. Z. Nov. (Eig. Drabtbericht.) Bekanntlich hat die vreußische Landesversammlung seinerzeit au> Antrag des Handels- und Eewerbeausfchnsfes beschlohen, die preußische Regierung zu ersuchen, bei der Erteilung. der. „Erlaubnis zum Betriebe der Stellenvermittlung die Bedurimhe ernstlich zu vrüsen und der Eeschästsführung der Stellenvermittlung ihre Aufmertsamkeit zuzuwenden. Wie wir oon zuständiger Stelle exfahren, hat das preußische Handelsministerium der Bitte entivrochen und die zuständigen Behörden verständigt sowie auch die Polizeibehörden angewiesen, den auf diesem Gebiete in neuerer Zeit hervortretenden Mißständrn ent- . pegenzutreten.
Die Konstituierung der freien Stadt Danzig.
mz. Danzig. 10. Nov. (Drahtbtticht.) Die Vertreter der freien Stadt Danzig, u n t e r z e i ck n e t e n schein nock, mittag Oll- Uhr. wie die ..Danz, Ztg. °us Barm metver. den Vertrag mit Polen iowle die Konstrture
rungsatte und das Zuiatzvrotokoll^ Oberburgermeuter
Sahm. Abg. Schvemmer und Stadtrat Schwarz, die stm nach dem Quai d'Orsay begeben hatten. wu^oei im Uhren aal. in dem die feierliche Unterselchnung der StaatsvertrE itatt^ zufinden vilegen. von dem Gesand^i; Laroche aG -oert-ete des verhinderten Vorsitzenden der Bot,a,aftertonterem -oule^ Cambon empfangen. Der Unterzeichnung wohnten^.außer Laroche der französische Sekretär der Botschafterionieceriz.. Mnssigne. und der englische Botsckattersekretar Carr. die^als Urheber des Vertragsentwuns bereits fiter genannt wur^ den. sowie der italienische.Vertreter Graf ^M^elU und de japanische Botschaftssekretär Ashtga bei. -er V er trag zwischen Danzig und Polen wurde bei den Heutigei! Z monien von den Mitgliedern der Botichatterronferenz. Lord Derby. Jules Cambon. dem Graten Bonin-Longare und vom Fürsten Jsbij unterzeichnet. Die Konstituierungsakte wurde nur von den Danziger Delegierten, unterzeichnet. Sw ent hält vier Artikel und bestimmt, das. die freie Stabt Sanäia vom 15. November ab konstituiert ist. Konsttüttemng
erfolgt am 15. November durch einen t.ererllchen Akt. Ber- mnllick) iv unh DüMig. ^»is u i o «'
Protokoll, das gleichfalls von.den Danziger Delegierten unterzeichnet wurde, fetzt fest, dag die freie Stadt Danzig berechtigt ist. sich rn allen in Art. 108 des A"fal-ler Vertrags betreffenden Fragen unmittelbar mit der Bot,cha,ter- konferenz in Verbindung zu setze». Ein Artikel betrmt Len Umfang der F inanzlaiten . die „die krere Stadt vom Deutschen Reick und von Vreutzen zu übernehmen bat, Ober- bürgenneister Sahm reist mit einem Teil der Delegalion zur Teilnahme an den Verhandlungen des Völkerbundes über die Danziger Verfassung nach Gent ab.
Polnische Hilfe für Zeligowski.
mz. Kowno. 9. Nov. (Lit. Tel.-Agentur.) Die EntscbeG düng des Völkerbundes hat Polen die VUickt der vollkomme n e n Ableh n ung Z e l igowskis lluierlegt. Nichtsdestoweniger sandte Warschau dem aufstandlschew General in Wilna nicht nur fortgesetzt.a-Nwoen. Munition und Ausrüstungen zum Kampfe gegen. Litauen, sondern, au« für viele Millionen Geld, zur Or^nistermig der polnischen Verwaltung und des Plebiszitvenahrens. ^yti Wilna arbeitet ganz öffentlick die Warschauer uiolitische Regierungsaktwii mit Zeligowski. der sich als Diktator ausgermen bat ncrd die Mobilisierung von acht Jahrgängen vorn mmt. diesen Tagen sind von Warschau bedeuteirde A.ilitartrans- porte mit Kriegsmaterial und Lebensmitteln iv- WUna au- gekommen. Litauen, wird bis zum letzten -Rann seine Ber- teidigung gegen die Warschauer Eroberung^gelukte sorl- setzen, selbst wenn die Hoffnungen auf eine gerechte Aktton des Völkerbundes und der Entente sich nicht erfüllen sollten.
Neue Angriffe der Bolschewiken gegen Wrangel.
W. T.-B. Sebastopol. 7. Nov. Wrangel bat di« Angriffe der Bolschewiken gegen die Landenge von Dlckongar und gegen P e r e k o p. das nickt genommen wurde, abseicmasen. Die Bolschewiken haben an der ganzen crront den ^.ngrnt mit überlegenen Kräften ausgenommen.
mz. Jassy. 9. Nov. Ein zusammensanender Ber,.ch 1 der Armee Wrangel besagtc Nachdem die Bolschewiken mit den Polen Frieden geschlossen hatten und letzt über ihre Kräfte, welche bisher die polnische ucront bielten. frei verfügen konnte», stellten sie drei Armeen gegen uns auf und verteilten sie in drei Gruppen auf die Gegenden von Kachowsta Ritovol und Pol o g i. Zu Beginn ihrer Offensive bettug ibre Stärke 100 000 Mann, davon ein Viertel Kavallerie. Die Bewegungsfreibeit unlMr Ännee im Norden und Nordwesten wurde behindert. Das Rote Obertom,nando beschloß, unseren.linken Flügel aMgreiien und warf Kavallerie bei Kachowsta. m w^anT t n ß m jA. 0i Weer und Saltow. um diesen <rlugel. gegen das AhowM Meer zu drücken und stch dadurch freien Weg nach der Krim zu bahnen. Angesichts der gegenwärtigen Lfse zog die russische Arinee \f)Tt Streifte roteber Zurück. Jie*t -artnee tuii
lettischen und anderen 2 ufanterie-Abteilungen wurde in iud- östlicher Richtung gegen Kachowsta und gegen Salkol geworfen Wir konzentrierten Angriftstruvven und warten die Rote Kavallerie zurück, welche unsere <rroiit bei Siwasch buickbrochen batten. Die tapferen Truppen des Ger,erals Kntovöw vernichteten.öwei Regimenter der litauiick^!, Division und erbeuteten 15 Geschütze und zahlreiche Maschinengewehre. Die Donkosaken nahmen vier Regimenter gefangen und erbeuteten 5 (beschütze, zahlreiche Maschinenge- welrre und sonstiges Material.. Die Kräfte des Femdes waren iedoch stärker als die umrigeu besonders die Kavallerie. Im Verlaufe schwerer Kampfe grm uns der Feind von drei Seiten an. Unser. Oberkommando deschlog. die Truppen auf die befestigte Lime S i w a, ch-Berekop zurückzuziebeii. Diese Lniie bietet alle Vorzüge zur Ber- t-'digung. Die Schlage, die unsere Armeen dem Fenide unaufhörlich versetzten und durch die ein grotzer Teil der Budieiiny-Kavallerie vernichtet wurde, ermvglrchten umereu Truppen den Rückzug fast ohne Verluste.
Wilson lehnt Deebs' Begnadigung ab.
uiz. Amsterdam. 10. Nov. (Drahtbericht.) Nach Mtter- metdungen aus New Bork lehnte Wilson ein Gesuch uni Begnadigung des wegen Einverständnisses mit dem Feinde zu zehn Jahren Zuchtdaus verurteilten sozialistischen Präsidentschaftskandidaten Deebs ab. Wilson ist der Ansicht, daß. wenn in- diesem Falle eine Begnadigung erfolge» würde, dies eine Ermutigung zum Landesverrat im Falle eines künftigen Krieges bilden würde.
Die Hungersnot in China.
w. T.-B London, 9. Nov. Einer Pekinger Meldung der „Times" zufolge erstreckt sich die Hungersnot in Ebina über ein viel gröberes Gebiet, als man bis jetzt geglaubt bat. 58 Millionen Menschen litten Mangel. 14 Millionen seien vom Lunaertode bedroht.
