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'Wieäßabener 'XagMatU.

Krauen neben Dichtern.

Don Karl Stemmet.

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Verzücktbeit^o" Verklärung, jeder Händedruck schwärmerische

MenAbeit^' mit Nadeln gestoch-u. sprach häßlich die

°^EKr?n heiligen Gemütern, dennoch blieb die Frau hehrste Hoheit. Ihr oe- korpenes Herz lebt in Morgenröte überirdischer Liebe.

Es raunt in Hölderlins Dichtsrworten:

„Diotima! Edles Leben.

Schwester, heilig mi: verwandt?

Ab rch dir d,e Hand gegeben.

Hao ,ch rerns dich gekannt."

Friederike Brion.

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Set*/" 5 Sneberi£e fIieß ‘ l öann bem jungen Lizenziaten ans

Sehnsucht packt manchmal Walfang in seinem alten ^!l ß ^^»Saute am Fischmarkt. Dann sattelte er auf und kU durch Nacht und Nebel seiner Sehnsucht nach. Lieder dichtete sein Herz für Friederike.

Dennoch lieh Goethe im Ernt-mond des nächsten Jahres von der anmutigen Gestalt.

Miidmen ^r £ "mmt der seelische Zusammenbruch über das

Niemals versah sie den Jüngling, der ibr Herz bezwang. Alle Frerer schickte sie, mrt -hren Blumensträußen wieder heim, m,^"-.^rer Schlaf,rube mag bis zu ihrem Tode Goethes Iortrait In stillen Stunoen streichelten ihre Augen sein

K wollte er sich an das'Leben klammern. Der Tod stand grabene"§eiche" ^ ^ ur ""d wartete auf die ..arme, unbe-

. Nimmermüde vlauderte der Dichter von seinem Leben und von keiner Jugend Furchtbar ward ihm das Scheiden, schön auf ,Icin ^' n Mädchen blühte die Welt noch einmal so

Ein Tag vor seinem Tode war sie das letztemal dort, ife. muhte ihren Hui abnehmen und der Dichter schaute ibr ins Antlitz und segnete ne gleichem mit seinen dürren Sauden. Wemge Stunden spater trug man ihn hinaus. Irgendwo schrieb Heins einmal dir Verses ..Ich segne das Meer, ich segne das Land Und die Blumen auf der Aue.

Ach segne die Veilchen, st- sind so sanft Wie die Augen meiner Fraue." j,i

Maria Caroline Flachsland.

K Von Württemberg ber war sie in die stille hessische Re- tadt glommen. Geruhsam war dort ibr Vater Amts- er zu Reichenweier. Sie war der Töchter jüngste. Im Hause des Staatsministers Geheimrats Andreas Beter Hesse, dessen gastliches Haus ko bekannt war und dem man viel Kunstsinn, besonders für dis klassische Literatur nachsagte, weilte sie zu Be,uch ihrer Schwester, der Frau Staatsminister. Goethe sagte von der Demoiselle Flachsland, daß sie und ihre Schwester ..Frauenzimmer waren von seltenen Verdiensten und Anlagen". Caroline aber oovvelt interessant durch ihre Eigenschaften und Neigung zu einem so vortrefflichen Mann. Und dieser Mann, der sie zu stch zog. war Herder, der als East in den Darmstädter Kreis um Merck gekommen war. Beide, machten genieinsame Spaziergänge, tauschten ihre Empfindungen aus über Ewald Christian von Kleist und Klovstock. Und das letzte, verschlossene Gefühl in dem jungen Weib löste eine Herdnsche Predigt. „An ihrem Geburtstag im Erntemond erfuhr sie endlich das Liebe zu ibr. Braut wurde !ie noch , , . ___ ....

liebter gen Strahüurg reiste. Zwischen Überschwänglichkeit und Zurückhaltung schwebten ihre Briefe. Neugierig steckte der zum Darmstädter Freundeskreis gehörige Sofrat Leuchien- litta seine Lauschermiene Inzwischen, der für Caroline den Kosenamen „Psyche" batte. Dadurch kam ihr Verhältnis auf

ein

rinen platonischen Ton.

Caroline Flachsland r. . ___ __

Walde schrieb und sogar auch einmal, dah sie mit einander

.... _ Herder geiferte Eifersucht, wenn

sland von Spaziergängen mit Goethe im

Angcii.....

Zu Meihenheim. im badischen Lande, bat man' Ke ins„ «rab gesenkt, die dennoch unsterblich ist.

Henriette Adolsine D o ge l.

„ . Dem am Vaterland verzweifelten Heinrich von Kleist lref Ke über den Weg und daran trug der Freund des Dich­ters. Adam Müller, die Schuld.

Ihr Körper und ihr Geist sollen ihr zur Zierde gereicht daDen.

Heinrich von Kleist geht durch ihre Gemächer, plaudert mit der mukkliebsnsen Frau. Sie nimmt ihm eines Tages unvermittelt das ehrenwortllchs Gelübde ab. ibr einen Dienst tzu leisten, sobald Ke ibn fordern würde.

Der knochige Tod grinste schon höhnisch hinter ihrem Rucken daher auf. Und Ke verlangte den Dienst: den Tod von teurer Hand.

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Ubr ._... krachten.

Im Easthauszimmer hatte Henriette Voge mit Klopstocks Oden aufgeschlagen liegen lassen:

Klage an die tote Clarisso

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D i ev» auch e".

An einem Junitag des Jahres 1855 trat Ke in Daris an Heines ..Matratzengruft. Ganze 21 Jahre alt. Deutsche Sinnigkeit und romanische Zierlichkeit kam mit ibr. Sie brachte aus der üfrerreichischen Donaustadt die Kompositionen Heinescher Lieder. Ihr selbst war im Konzertsaal kein Er- >olg beschieden. Saß an oes Dichters Krankenbett, der balb- blind durch das Einerlei seines Zimmers starrte.

Sie kam öfters, brachte den Sommer mit in die Schwüle der Stube, las dem Dichter vor. schickte den Sekretär weg und arbeitete mit Heine.

Und in den Pausen lag der Dichter, der schon acht Jabre ans Bett gefesselt war, zurückgelebnt. hielt ihre Hand fest.

einen Band Es war die

.beregnet" seien Aber dennoch wurde sie am 2. Mai 1773 Herders Eheweib. Goethe selbst war auch als Sochzeitsgast

geladen.

Carolinens tiefes Gefühl war manchmal schwebend -wischen Herder und Goethe.

Liebestreue in bsr Tierwelt.

Von Th. Zell.*)

Die besten Eheleute trifft man unter den Tieren bei den Pögeln an. Auerhahn. Birkhahn und ähnliche Hühnervögel kümmern sich durchaus nicht um ihre Nachkommenschaft, wie ja auch unser Hausbahn bekanntlich ein sehr weites Herz bat. Dagegen bleibt der kleine Rebhahn seinem Weibchen treu, ebenso wie der große Strauß mit seinem Weibchen die Jungen behütet, ta selbst brütet. Der Enterich treibt sich umher, wenn Mutter Ente rhre Kleinen vor den tausend­fachen Gefahren zu schützen sucht, der Schwan dagegen bleibt in treuer Anhänglichkeit bei seiner Gattin und hilft die Kin­der großziehen.

Den Preis in der ehelichen Treue muß man den Zwerg- vavageien zuerteilen. Die deutschen Dichter kannten die zärtliche Liebe nicht, die zwischen einem Pärchen der Zwerg- pcvageien waltet, deshalb wählten sie ein Taubenvaar zum Sinnbilde der idyllischen Liebe. Allein wie weit bleibt ein solches in seiner Zärtlichkeit hinter den Zweravapageien zu­rück! Hier herrscht die vollkommenste Harmonie zwischen dem beiderseitigen Wollen und Tun. Frißt das eine, io tut dies auch das andere, badet sich dieses, so begleitet es jenes, schreit das Männchen, so stimmt das Weibchen unmittelbar mit ein: wird dieses krank, so füttert es jenes, und wenn noch so viele auf einem Baume versammelt sind, so werden sich doch nie­mals die zusammengehörenden Pärchen trennen.

Bonnet erzählt, daß er ein solches Paar vier Jabre lang ernährt habe. Hierauf fei das Weibchen altersschwach ge-

*) Die nachsichenden Ausführungen sind mit Genehmigung des Ver­lages dem aufschlutzreichen Werk „Das Gemütsleden in der Tterwel t", Beobachtungen und Erlebnisse, von Th. Zell ent­nommen, das soeben im Verlage Carl Retgner in Dresden er­schienen ist.

worden und konnte nicht mehr zum Trog kommen. Erwürbe nun vom Männchen gefüttert, und als es schwächer wurde ü"? oJ 1 ?,* mehr die Sprosse zu erreichen vermochte, von ibm mit Anstrengung aller Kräfte beraufgezogen. Als es endlich irarö. Uef das Männchen mit großer Unruhe bin und ber und versuchte chm Nahrung beizubringen. Zuweilen blickte es sein totes Weibchen Kill an. gab ein klägliches Geschrei von sich und starb nach einigen Monaten.

.. s. ^Hper £ en Tauben gelten auch bei uns mit Recht Störche und Schwalben als Musterbilder ebelicher Treue. Aber auch -Ausnahmen kommen vor. wie eins wertvolle Beobachtung des Grafen Reichenbach beweist. Ein Taubenvärchen war in der griffen, und die Jungen batten soeben die Eierschalen durchbrochen. Bekanntlich löst der Täuber alltäglich für einige Stunden seine Taube im Brüten ab. und wenn er dann wieder frei wird, stürzt er mit lautem Girren binaus und gibt seine Freude in Flugkünsten zu erkennen. Einst, da er sich so ergötzte, setzte sich auf den Schlag ein zartes Täub- wen. trippelte bin und ber. putzte sich und ordnete hier und da ein Federchcn. so daß man -s wobl mit einem koketten Fräulein vergleichen durfte. Und nun spielte sich eine selt­same Szene ab.

. Der alte Täuber girrt das Täubchen an. und bald wird cm fluchtiger Liebe-bunt, geschlossen. Da stürzt plötzlich pfeilschnell die alte Täubin aus dem inneren Schlag bervor. mit Gewalt gegen das Elastenster. ein Feblstoß. den Ke bei sonstiger Gemütsruhe nie getan hätte. Mit Schnabel- und Flugelschlägen fällt sie nicht über die Nebenbuhlerin. sondern über den ungetreuen Gatten her und bearbeitet ihn. solange ihre Kräfte ausreichen. Der Täuoer ließ kch die Züchtigung nihig gemllen und ruckte langsam bis an die Kante des Flug­brettes. Endlich, fast herabgestoßen, schwang er sich in die Lust empor, itieg mit kräftigem Flügelschlag bis zu bedeuten­der Hohe. in weiten, mächtigen Bogen den Äther durch- messend. Seine Ehehälfte aber blieb rubig sitzen mit tief eingezogenem Kopfe — und wenn Tauben weinen können, so weinte Ke gewiß bitterlich. Das währte sehr lange, so daß der Beobachter bereits fürchtete, die noch fast ganz nackten Jungen würden erstarren und zugrunde geben. Endlich er­hob ne sich, machte kurz lehrt und trippelte in den Schlag zu den Jungen zuruck.

„Rührende Beweise ehelicher Treue geben öfters die Storche. Ein Storchenmännchen suchte sein Weibchen, das wegen Verletzung eines Flügels nicht wandern konnte, drei Fruhlinge nacheinander auf und blieb in den folgenden Jahren auch im Winter bei ihm.

Auch bei manchen Säugetieren ist die eheliche Treue vorhanden, wenngleich viel seltener als bei den Vögeln.

.. Interessant ist beispielsweise, was der berühmte Löwen­lager Eerard über das Benehmen des männlichen Löwen in der Wildbeit beobachtet hat. Nach ihm verläßt der König der Tiere in der Brunstzeit leine Gattin niemals ohne die dringendste Not und zeigt ihr fortwährend die größte Liebe und Rücksicht. Geben sie zusammen auf Raub aus. so ttcbt der Gatte still, so oft es der Gattin gefällt. Ist er in die Huche einßebrochen. während sie sich niedergelegt bat. so bringt er ihr das Beste, was er finden konnte, und steht ihr m,t dem größten Behagen zu. während sie frißt. Erst wenn sie gesättigt ist. denkt er auch an sich.

Rinder. Antilopen. Einhufer. Elefanten leben fast alle in Polygamie und fühlen stch nur wobl. wenn sie einen recht großen Harem besitzen. Dagegen wohnt, wie Roll mitteilt den Nasbörnern eine wahrhaft rührende Zuneigung zuein­ander inne. Legt sich das eine nieder, so streckt sich auch das andere daneben hin. oft so. daß sein Kopf auf dem Leibe des Genossen ruht: steht das erste auf. so erbebt sich auch das zweite: gebt dieses im Käfig auf und ab. so tut es auch cnes: beginnt das Männchen zu fresten. so verspürt auch das Weibchen Bedürfnis etwas .zu sich zu nehmen": ruft dieses, o antwortet jenes, und umgekehrt.

Wie erklärt sich dieser merkwürdige Unterschied in dem erhalten der Tiere? Ausschlag gibt der Grundsatz, daß die atur die Erhaltung der Art wünscht. Hiermit steht folgende Erscheinung im Einklang: Wenn die Mutter imstande ist. allein die Jungen grobzuziehen, kümmert stch der Vater um die Svröblinge nicht: wenn ste es nicht vermag, hilft der Vater ibr. Da die Jungen der Wärme und Nahrung be­dürfen. io ist der Vater am wenigsten bei Säugetieren nötig: die Mutter kann beides geben, ohne das Lager zu verlassen. Bei den Vögeln dagegen werden die Nesthocker fast immer gute Väter sein, da ihre Jungen nicht gesäugt werden und längere Zeit brauchen, ehe ste das Nest verlassen können. Die Nestflüchter, die wie Hühner und Enten sofort sich selbst Nabrung mchen. brauchen dagegen keinen Vater, um leben zu können.

Die letzte Stunde.

Don Richard Rieß.

späte Herbst hatte sich vom Gottvater noch einmal das Uchte Sonnenlvielzeug ausgebeten. Mit dem lieh er um Mittag herum Strahlen tanzen. Ganz licht lag der frohe Schein auf dem Baumgeäst, und die in den Zweigen noch ausharrenden Blätter. die^Lch gar nicht trennen mochten, be­kamen über ihr graues, verwittertes. ausgedörrtes Alters- kleid einen Seidenüberwurf aus lichter Eonnenlust.

Hatte die alternde Natur so Ach nochmals jung und fast lenzlich gemacht — die beiden jungen Menschen, die an den Weidenbüschen des Ufers entlang gingen, trugen durchaus novemberliche Griesgrammieneu. Eie fanden auch nicht das leiseste Wort der Anerkennung für den lieben Gott. der. dem vorgeschrittenen Kalender »um Trotz, die Natur mit seiner gütigsten Großvaterfreundlichkeit bedacht batte. Sie sahen so melancholisch aus. wie man nur mit 19 Jahren ist. und auch «in schlechter Menschenkenner hätte erraten, daß der junge Mann ein schwarzes Heft mit eigenen lyrischen Gedichten in der Tasche trug. Das Mädchen aber sah aus. als ob ihm das schönste Stück Apfelkuchen mit Schlagrahm verregnet wäre. Kurzum: ich habe dem geneigten Leser und seiner schönen Frau zwei unglücklich Liebende vorgestellt. —

..Geliebte", sagte der Jüngling plötzlich ler Lieb Julius, aber diese Geschichte ist so traurig. daß wir statt dieses be­häbigen Namens lieber schlankweg das lyrische Wort ..der Jüngling" sagen wollen, wenn wir unteren Julius meinen, den Danklehrling Julius Wurzel). „Geliebte", sagte alle plötzlich der Jüngling, „bist du bereit? Hast du alle» wobl durchdacht? Ist deine Seele vorbereitet, die Reise zu wagen?"

Das 'Mädchen, namens Pauline. daheim „Lina", hier aber kur» „das Mädchen" genannt, sagt« nichts als dies: „Es ist alles so grausam."

••Su tDeilt, was wir gestern geschworen und mit amserem Mut besregeltbaben?

„Er drückte sie dabei, und sie sagte „Au!" Denn er hatte gerade die kleine Wunde gedrückt, aus der gestern die Bluts- tröofchen für die Eidesüekräftigung gesickert waren.

„Wir haben gestern geschworen, angesichts unserer ewigen unverbrüchlichen Liebe uns auf ewig anzugehören oder, wenn höhere Gewalten uns unüberwirdliche Schwierigkeiten in den Weg legen, der Welt Ade und Dalet zu sagen und den letzten, den entscheidenden Schritt ins Nichts zu wagen. Als­dann auf ewig vereint, wie Romeo und Julia, wie Philemon und Baucis. wie Scylla und Ebarybdis, wie . . er kam in immer unpassender« Gleichnisse hinein, aber die Holde neben ibm hatte nur Töchterfchulbildung und merkte absolut nichts.

Wie hätte ste jetzt auch Zeit und Lust gehabt, mythologi­sche Reminiszensen aufzufrischen, da ste sich auf ihrem letzten Wege befand. Hätte ste stch doch niemals auf diesen Handel eingelassen! Julius (Pardon! aber st« dachte wirtlich: Julius) hatte doch immer die ausgefallensten Ideen. Vater batte eigentlich ganz recht gehabt, als er ibm bei der Braui- werbung gestern eine Watsche gab. . . Zwar ... in der Konditorei war er immer sehr nett gewesen, und Ellen direkt neidisch, weil st« selber von ihrem Verehrer, dem Primaner Scheitel, niemals so schöne Liebesgedichte erhielt . . .. son­dern nur Privatunterricht über die Farben der Couleur-

S identen. Aber in diesem Augenblick war ibr auch das onste Liebesgedicht völlig und ganz und gar vollkommen '.schnuppe! Was batte ste von den schönsten Versen, wenn ste nun wegen des blödsinnigen Bluteides sterben mußte ....

Inzwischen dacht« der Jüngling: „Ein Mann, ein Wort!

Ein Mann, ein Wort-und wenn das Wasser auch noch so

kau ist . . . O. er wollte es diesem aufgeblasenen Eeheimrat schon zeigen, daß er ein Mann war. Es kam ihm in diesem Augenblick -in FilmbaiK in den Sinn: In zu später Einsicht legte der barte Vater die Hände der im Tod Vereinten in­einander:

Sie waren inzwi ter ihnen die l«

>it den barten Jtr«: linjts,

Wiesen, grasi g dehnten üchrzur Strom.

lagen bin- »los.

.Wie spät ist es denn?" fragte bang und zaghaft das Mädchen. Um Gottes willen! Wie spät mochte es wobl sein! Gegen 11 Ubr waren sie von Hause sortgegangen; pünktlich um 1 Uhr kam die Suppe auf den Tisch. Vater verstand keinen Spaß mit Zuspätkommenden.

„Uns schlägt keine Stunde mehr!" antwortete der Jüng­ling so dumpf, wie es ihm möglich war. Und dann: ..Ach.

Es war ihr gar nicht angenehm, daß er ste küßte. Aber es halt ihr nichts. Eie mußte auch dulden, daß er nun von der Straße abbog und ste »um Fluß hinunterzog. Man war an einer strandtgen Uferstelle, di« zur Sommerszeit von Badelustisen bevölkert zu werden pflegte.

Dicht stand der Jüngling am Wasser, während das Mäd. chen stch vorsichtigerwerse etwas zurückhielt. Er stippt« wie von ungefähr, mit dem Fuß einmal in das Wasser.

die Geliebte, und verzog ängstlich das

^ : • l«Wo . . .gen", erwiderte, in Kino-Nach-

^Ä'lhkeit der Dichter. Und dann, angestchts des Todes, wallte es in ihm:

„O komm", rief er und umfing ste. um ste zu küssen.

die eine mörderische Absicht wittert«, entzog sich steh'en'^ tftnnte auf die Straße hinauf. Oben blieb ste

.^11^(61 ins Walter! Ich geh' nicht! überhaupt muß ich letzt heim! Und wandte sich von dannen.

Julius war sprachlos. Julius war enttäuscht. Noch mehr- E^.waf/kuiichtert. Er sagte nichts. Er rief der Enteilenden auch nicht den leisesten Fluch nach. Uber das Wasser blickte «J. Wie grau, wie nichtig, wir zwecklos doch das Leben war' Er wollte es von stch werfen ... er allein.

Wieder berührte er mit der Sohle das Wasser. Dann wagte «r einen Schritt, «litt aus. stürzte und . . . lag bis zu den Knien im Bade... bei 9 Grad Wasserwärme.

Da wäre beinabe da, schrecklichste Unglück passtett.

** ?S«e ist es nicht wert!" murmelte der Jüngling, raffte mb. w gut wie es eben ging, zusammen und strampelte mit wamrauietschenden Schutzen ln die Stadt zurück