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Sonntag, 1. August 1929.
Morgen-Ausgabe.
Nr. 355. ♦ 68. Jahrgang.
Deutschlands Gesundung durch Arbeit und Heim.
Bon Hauvtmann Aumann.
Als ich vor einem Jahr erkannte, daß dem deutschen Wirtschaftsleben nur durch intensive Arbeitsleistung geholfen werden kann, und daß es vor allem darauf ankommt, Urprodukte. Kohle, Kali, Eisenerze, landwirtschaftliche Erzeugnisse, bereitzustellen, einerseits um der Industrie Rohstoffe zuzuführen, andererseits um den beschäftigungslos der öffentlichen Fürsorge zur Last fallenden Erwerbslosen Arbeitsgelegenheiten zu geben, stellte ich alle durch meine Arbeitsvermittlungsstelle gehenden Heeresentlassenen zu Arbeitsgruppen zusammen, füllte sie nach Bedarf durch Arbeitslose, die sich mir zur Verfügung stellten, auf und betreute sie in mannigfacher Hinsicht, indem ich ihnen z. B. Willensführer mitgab, deren Aufgabe es ist, sich das Wohl der ihnen Unterstellten in jeder Hinsicht angelegen sein zu lassen.
Da das Reich als Unternehmer bis jetzt nicht die notwendigen Schritte zur Durchführung dieser Aufgabe unternommen hat, haben tatkräftige Kopfarbeiter als geistige Willensführer bei Unterstützung durch ideal- denkende Geldgeber gleichgesinnte Handarbeiter um sich geeint und sie als Arbeitsgemeinschaften diesen wichtigen Arbeitsgebieten zugefübrt. Diese Arbeitsgemeinschaften wollen als Vereinigung Gleichgesinnter durch die Leistung produktiver Arbeit zur Existenzmöglichkeit, zur Bodenständigkeit und damit zur Gesundung gelangen. Arbeitswillige Volksgenossen sind mit lebendigem Glauben an eine hoffnungsfrohe Zukunft lebende Träger und eifrige Förderer des Gedankens einer zu erkämpfenden Volksgesundung geworden.
Das System bat sich bewährt. So entstanden meine Freikorps der Arbeit, in denen bis heute über 3000 Beschäftigungslose aller Stände und Berufe der werteschaffenden Arbeit zugeführt sind. Die Leute bleiben an ihrer Arbeitsstätte. Ich bin der Überzeugung, daß, wenn in Anlehnung an diese praktisch erprobten Grund-- sötze eine allgemeine Arbeitsdienstpflicht eingeführt wird, es nicht nur keine Arbeitslosigkeit mebr gibt, sondern wir auch getrost in die Zukunft schauen können und es gelingt, deutscher Arbeitskraft wiederum Weltgeltung zu verschaffen. Ich fordere daher eine allgemeine gleiche Arbeitsdienstpflicht für jeden Deutschen, Monn und Frau, auf die Dauer von einem Jahre. Zur Durchführung dieses Gedankens bedarf es — außer gesetzlicher Grundlagen — der Mithilfe aNer Volkskreise, die ich in dem von mir gegründeten Verein „Arbeitswehr" zusammenfassen will.
Den einzuschlagenden Weg denke ich mir folgendermaßen: Zunächst werden die Arbeitslosen aufgerufen und zu Arbeitsgruppen zusamniengefaßt. Die Kreis- arbeitsämter stellen Arbeitsmöglichkeiten fest. Diese melden sie denLandesarbeitsämtern, welche dem Reichsarbeitsministerium unter gleichzeitiger Angabe der verfügbaren Arbeitsgruppen die Höhe der Bezahlung Vorschlägen. Dann würden die Kreisarbeitsämter Auftrag bekommen zum Ansatz der Arbeitsgruppen. Diese arbeiten an Ödlandskulturen, Wege-, Kanalbauten, Wasserkraftanlagen, in neu zu erschließenden Bergwerken, Moorkulturen usw. Nachdem das ein Jahr lang fortgesetzt ist< wären die ältesten Leute, für die inzwischen Arbeitsmöglichkeiten in dem sich aufwärts entwickelnden Wirtschaftsleben freigeworden sind, zu entlassen und durch neu zu „mobilisierende" jüngere Jahr-
S änge zu ersetzen. So könnte im Verlauf von drei cch'ren ein ständiges Arbeitsbeer geschaffen fein, wenn der Staat selbst als Unternehmer anftritt und die in seinem Machtbereich liegenden unendlichen Arbeitsmög- lichkeitsn zur Verfügung stellt.
Der Begriff „Siedlung" ist zu einem alltäglichen Schlägwort geworden, Rur durch Lösung der Arbeits- und Heimfrage kann die Gesundung und die Wiedergellurt unseres Volkes erwartet werden. Jedoch die Heimstättenfrape hängt wiederum nur ab von dem Wollen der beteiligten Kreise, durch sachgemäßen Einsatz aller Arbeitskräfte und Arbeitsmittel, die zurzeit noch brach liegen, produktive Arbeit zu leisten. , zuin Nutzen unserer zusammengebrochenen Dolkswohlfahrt. Arbeit allein kann uns Rettung bringen.
Was in fünf Jahren zerstört wurde, ist nicht in kurzer Frist wieder aufzubauen. Deshalb muß eine zielbewußte Arbeitspolitik auf Jahrzehnte hinaus im voraus einaestellt werden, die sich nicht mit Palliativ- mitteln beWft. Das Reich als führende verantwortliche Stelle zur Durchfübrung von dringenden Arbeitsmaßnahmen muß sich endlich auf seine Pflicht besinnen: Als Arbeitgeber vorbandene Arbeitsmöglichkeiten auszunutzen zur Beschäftigung vieler zur Untätigkeit verdammter Volksgenossen.
Drei große Arbeitsgebiete können ungezählten Arbeitskräften Beschäftigung und Verdienst geben:
In Norddeutschland warten 2 000 000 Hektar Ödland, in dem sich große Mengen abbau-
fähigen Brenntorfs befinden, der späteren landwirtschaftlichen Bearbeitung als Acker-, Wiesen- und Weideland, um der Nahrungsmittelnot zu begegnen.
In Süddeutschland stürzen ungeheure Wassermengen jahraus jahrein durch enggefügte Täler, ohne daß man versucht, diese Wasserkräfte nutzbar zu machen, um durch diese „weiße Kohle" die schwarze zu ersetzen.
In Mitteldeutschland liegen seit längerer Zeit die Pläne fertig vor, durch ein gut gegliedertes Kanalnetz neue Verkehrsmöglichkeiten zu schaffen, dadurch Industrien aus den Städten aufs Land zu verlegen und damit eine Entvölkerung der Städte zu erleichtern, die zur Beseitigung der Wohnungsnot dringend erforderlich ist!
Eine Zufammenkunft zwischen Giolitti und Lloyd George.
mz. Rom, 31. Juli. (Drabtbericht.) Die Blätter vebmen an. daß sich Giolitti nach Beendigung ber Kammersitzungen für einige Zeit Urlaub nimmt und sich sodann nach Luzern begeben wird, wo er mit Llond George zu- iammentreffen «oll. Die ..Jdea Nationale" bebr üervor. datz der Zusammenkunft erhöhte Bedeutuna zukomme, da es das erste Zusammentreffen Eiolittis mit einem Staatsmann der Entente sein wird.
Die Weichselfrage und das westpreußische Abstimmungsgebiet.
Br. Berlin. 31. Juli. (Eig. Drahtbericht.) Don amtlicher Seite erfahren wir über die Verhandlungen der B o t - schafterkonferenz in Paris über die Weichselsrage und das westvreutzische Abstimmungs- gebiet noch folgendes: Der westvreutzilche Abftimmungs- lommifsar Graf Daudtssin weilte dieser Tage in Paris, um die Friedensdelegation bei den Verhandlungen über das ost- preußische Abstimmungsgebiet mit Rat und Tat zu unterstützen. Leider konnte von unserer Delegation kein großer Erfolg erzielt werden und alle Einsprüche verhinderten nickt, daß den Polen die bekannten 5 Ortschaften an der Weichsel zugesprochen werden, und datz außerdem ibneu die Hobeitsrechte übe: die ganze Weichsel eingeräumt werden sollen. Durch die'e Entscheidung wurde die Weichsel für den deutschen Boden aboewerrt. Auch würde feglicher wirksamer Deichsckutz dadurch unmöglich gemacht, das Gebiet der Maricnwerder Niederung durch die Abschnürung der 5 Ortschaften in zwei Teile geschnitten werden, hiermit ist das sehr kostbare Antwösicrungssystem aufs schwerste bedrobt. Die Botschafjxrksnferenz bat die ganze Frage zuletzt zur endgültigenA.ärmulierung einer juristischen Kommission WWtxagen.
Die tschecho-slowakischen Transporte durch Deutschland.
INZ. Berlin, 21. Zull. Das Reichsweh rgiiini ft eiium teilt mit:
Dis aus Sibirien über Amerika kommenden, in Hamburg gelandeten Oqecho-flawakifhen ftiansportc werden im ikinvclständni- aller Reichsbehörden durch Deutschland nach der Tschechv-Slowakei befördert. Die Transporte sind demnach nicht geheim und nicht verdächtig. Da entsprechend den seinerzeit mit einem Vertreter oer Tschscho-Slowakei getroffenen Abmachungen den Transporten noch vor ihrer Landung in Eur- siaven alle Waffen und Munition abgcnommen und dieses in besonderen plombierten Wagen befördert wurde, war die Entwaffnung unterwegs nicht mehr gut möglich. Eine tclcgraphische Anordnung des Reichs- wehrministerium» in diesem Sinne ist daher auch niemals ergangen. Vom Reichswehrministerium erging lediglich am 28. Juli, abends, ein telephonischer, am 27. Juli. durch Telegramm bestätigter Befehl, dag die Trans- Porte bei ihrer Durchführung durch Sachsen nach Bvdenbach auf dem suchst» schen Eisenbahnbetriebsnctz von Halle über Weihenfels-Rurnberg-Rsgensburg weiter in der Richtung Plauen umgclsitet werden folllen. Sie wurden gestern nacht an die Tschecha-Slewakei übergeben. Rach einer gleichfalls schon vor mehreren Monaten mit der Tschecho-Elowakei getroffenen Abordnung trafen gestern zwei weitere Danrxfer mit rund 5888 tschecho-slowakischen Soldaten als letzte Rate in Hamburg cu>. Der Weitertransport ist in gleicher Weife wie die früheren in Aussicht M-ommen.
Abgeordnete mit weniger als 60 000 Stimmen.
D. P. IC. Berlin. 30. Juli. Nach 8 33 des Rcichswabl- gefetzes wird bei Verteilung der Mandate der Reichsliste ein Rest von mehr als 30 000 Stimmen vollen nO OOO aleich- geachtet^i. Die Wohltat dieser Vorickrnt in von den 9 Parteien die-auf de: Reicksliste Mandate erhalten haben, vier zuteil geworden. Die Sozialdemokraten haben mit 154 450 Reststimmen aus der Reicksliste 8 Mandate erhalten, obwohl aus das ackte Mandat nur 34 450 Stimmen entfallen üns. Ebenso hat der V a n e r i! ck e Bauernbund schon mit iernen 38 884 Restslimmen auf der Reichsliste 1 Mandat erhalten. Der Deutschen V o l k s v n r r e i mit 461844 Stimmen sind aus der Reicksliste 8 Mandate zugefallen. obwohl ihr für das 8. Mandat nur 41^44 Stimmen zur Verfügung standen. Die christlick-iöderalist'icke Partei hat desgleickev lckon mit 156 941 Reststimmen drei Managte auf der Reicksliste erhalten. Andererseits haben die Kommuni st en und der Deutsche W i r t s ch a f t s ö u n d unter der sehr berechtigten Vorschrift des 8 32 des Rcicks- wablgeietzes zu leiden gehabt: ..Einem Reichswahlvorschlag kann tauf der Reichsliste) höchstens die gleiche Zahl von Abgeordnetensitzen zugeteilt werden, die auf die ihm an- geschlossenen Kreiswablvorsckläae entfallen sind." D'e Kommunisten baden nur ein Mandat in einem Wahlkreis erhalten. Infolgedessen ist ihnen auch auf ihrer Reicksliste nur noch ein Mandat zugeteilt worden, obwohl lick aus dieser aus 29 Wahlkreisen 381 995 Restitimmen angesammelt batteit. Der Deutsche Wirtichastsbund bat zwar in 5 Wahlkreisen 88 652 Stimmen aufgebracht, aber für diese ReMim- men auch aus der Reichsliste kein M.rndat erhalten weil er in keinem einzigen Wahlkreis die für die Zuteilung eines Mandats erforderliche Zahl von 60 000 Stimmen batte. Er ist ganz leer ausgcgangrn.
Die Entwaffnungsvorlage im Reichstag.
lTigrner Drahtbericht be» Wiesbadener Tagblarts.)
Br. Berlin. 31. Juli.
Es ist jetzt entschieden, daß der Reichstag beute noch nicht in die F.-rien gehen wird. Die Einigung üt er den Amnestieerlaß. die in letzter Stunde reue Schwierigkeiten bereitet, bat einstweilen nock nickt stattgefunden aber auch bei der Etatsdebatte muß man lick auf witteren Notaufenthalt gefaßt macken. Bei dem Finanzministerium wird — wie man sich erzählt — Herr Helsierich seine große Anklagerede halten, -ne im wesentlichen ja wohl auf eine Verteidigungsrede keiner eigenen Tätigkeit hinauslauien wird. Sie wird natürlich eine Antwort des Finanzministers und auch Widcrivruck aus den- Hauie Hervorrufen. Vorläufig ist man bei dem E n tw a f f - nungsgeietz und das Haus zeigt wieder das Bild von gestern: Der Saal ist öd und leer.
Der Reichsmini >t er des Innern leitete die Aussprache ein: Die Entwaffnung, zu der wir uns V, in Spa verpflichtet, könne nur vom Reick vorgenommen weiden. Sie wäre nur möglich, wenn die ganze Bevölkerung ohne Unterschied die Regierung dabei unterstützen würde. Der Minister gibt gute Worte nack rechts und nach links und bittet, die Mafien, die ia im wesentlichen nickt des Umsturzes wegen, sondern -aus Mißtrauen der einen Be- völl-rung gegen die anderen zurückbehalten würden, dock ia recht fleißig auszuliefern. Aber der milde bittende Ton mockte auf die Linke anscheinend ebenso wenig Eindruck wie die Drohung mit Strafen und energischer Bewachung, mir denen Herr Koch schließt. Selbst die Mebrbeitssozial- demokraten sind ziemlich ungerührt. Ihr Svreckcr ist Herr. L ii b b r i n g. ein Mann der schärferen Stilart. Das Viesen iet verfehlt ohne Ansschußberatuna. zu deutsch also: ohne, neue Verzögerung könne sich seine Partei aus nichts einlassen. Und dann kommen die Klagen und Beschwerden, wie wir in den letzten Wochen im ..Vorwärts" immer wieder haben lesen müssen: Über die S e l b st s ch u tz o r g a n i I a 11 o n.
mit denen Reichswehr und Offiziere unter einer Decke steckten. über den bayerischen Ministerpräsidenten v. Kabr. der es sogar auf einen Bruck mit dem Reiche ankommen lassen wolle und über die bösen Agrarier, die ja eigentlich ^ die Wnstenhebler seien. Der Unabhängige Ernst schlägt natürlich in dieselbe Kerbe, nur daß er eneraischer wird und sein eigenes Material auspackt. Stellenweise wird er sogar zum Humoristen: Waffen befänden sich überhaupt nickt in unabhängigen und kommunistischen Händen.
Die beiden sozialistischen Redner rufen Herrn von P r a e g e r. den bayerischen Vertreter, auf den Vlan. Von Zwischenrufen der äußersten Linken immer wieder gestört, erklärt er. die bayerische Regierung hätte in den Einwohnerwehren in der Tat ein wesentliches Element staatlichen S ch u tz e s und staatlicher Ordnung gesehen, die nach den fürchterlichen Maierrignissen vom Vorjahr die Bevölkerung ietzt wieder aufarmen ließen. Indes nach dem Diktat von Soa batten üe sich in das Unvermeidliche gefügt und im Reichsrat dem Gesetz zugestimmt. Eine Unwahrheit aber sei es. zu dem eine amtlich bereits dementierte. daß Herr o. Kahr für den Fall der Beseitigung dec Einwohnerwehren mit dem .Riß vom Reich gedroht habe. Dann hat für die Deutschnaiionalen Herr Dc. Roestcke das Wort. Er bemängelt die Vorlage: eine gewisse Einseitigkeit wird ihr nickt abzuivrechen sein. Daß Vermögenskoniis- kationen als Strafe für die MÄtberausgabe der Wcmen vorgesehen sind, wird natürlich in erster Linie die ländlichen besitzenden Schichten treffen können. Auch in einer anderen Beziehung hätte Herr Roestcke vielleicht so ganz Unrecki nicht. Schließlich wäre der ländliche Selbstsckutz dock nur als eine Abwehroraaniiation gedacht.
Bisher batte man nur die Opposition vernommen. Run spricht Herr Dr. Haas für die demokratische Fraktion seine Zustimmung aus. wenn natürlich auch ohne Begeisterung für das erzwungene Gesetz Auf die Persönlichkeit des Reichskommissars, meint Herr Haas, würde alles ankommen. Tann spricht Frau Zetkin etwas von Kavitalismus in den Saal und hiermit schließt der volksvarteiliche Abgeordneter Dr. Giloemeister die Rednerreihe ab.
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Br. Berlin, 31. Juli. (Eig. Drabtber.) Der Ältestenrat faßte heute einige Beschlüße. nach welchen eine Verständigung über das Amnestiegesetz erreicht wurde. Der Reichstag wird am Montag und Dienstag das Ent- wasfnungsgssen ourckberaten. Außer dem Haushalte werden auch die Interpellationen über die Arbeitslosigkeit lind die Kosten der Besatzungstruooen noch erledigt werden. Ferner wird zur Prüfung des Technischen und der Finanzlage ein 24gliedriger Ausschuß eingesetzt.
48 Reichssteuern..
Bb. Berlin. 31. Juli. Wir lesen in der ..Post": Don den zahllosen Arien von Steuern, die das Reick erbebt, gibt eine Übersicht über die Einnahmen an Zöllen. Steuern und Gebühren einen Begriff. Besonders versteuert werden Tabak. Zigarren. Zigaretten nebst einem Aufschlag. Zucker und Salz. Von Branntwein wird nicht nur eine Berdraucks- abgabe. sondern auch ein Zuschlag., eine Bctriebsauilaae. Freigeld und Hekioliterabgabe erhoben. Versteuert werden ferner Elügsäure. Weinessig. Cbamvanner. Wein. Mineralwasser. Zündwaren. Bier. Spielkarten und Wechsel. Außerdem wird eine besondere Reichsstempelabgabe erhoben von Ge!ell?chaftsr>ertrcigen. Wertpapieren. Eew'nuanteileu uiw. fe-ner von Lotterielosen. Frachturkunden. Erlan.nviskarten iür Kraftfahrzeuge. Vergütungen für Mitülioder von Aufsichtsräten. Warenumsätze. Geldumsätze. Eriindltücksüber- tragnnaen uiw. Dazu kommt eine Abgabe vom und Güterverkehr und die besondere Steuer auf Kohlen. Zuwachs Grunderwerb. Erbichan und Belitz, dre Krlegsab- gabe von 1916 mit Zuschlägen von 1918 und 19\9. das Reicksnotopfer. die Abgabe vom Vermögenszuwocbs. die rlniatzsteuer und die staiistrsche Gebühr. Neu hiozugekom- men ist die Reichseinkommensteuer. Im ganzen haben wir 48 verschiedene Reichssteuerarten. Dazu irrten noch die Steuern der Länder. Provinzen. Kreils Gemeinden und Kirckea.
